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Moderatoren: allgäubahn - MWF

Woher stammte wohl dieser Wagen?

geschrieben von: M. Scholz

Datum: 06.03.17 17:46

Hallo,

ein Fund aus meinem Archiv:
waggon.jpg
Die Verwendung zum Aufnahmezeitpunkt (unbekannt, aber wohl früher 50er Jahre) geht aus den Anschriften eindeutig hervor.
Aber woher stammte dieser Wagen?
Hebelbremse, hochliegende Saugluftleitungen, Puffer und das scheinbar engere Lichtraumprofil schauen irgendwie britisch aus.
Ist der Wagen "kontinentalisiert" worden?
Welcher britischen Bauart entspricht der? (sofern er von dort stammt...)
Weiß wer mehr?

Viele Grüße
Markus

Re: Woher stammte wohl dieser Wagen?

geschrieben von: Michael Sieß

Datum: 06.03.17 18:48

Sehr interessante Aufnahme, danke.

M. Scholz schrieb:
Welcher britischen Bauart entspricht der? (sofern er von dort stammt...)
Der ÖBB DB 836 nennt für ihn die vorherige Nummer G 32190 und bestätigt den augenscheinlich englischen Ursprung mit Lieferjahr 1941.

mfg
MS

Re: Woher stammte wohl dieser Wagen?

geschrieben von: Otwf (K)

Datum: 07.03.17 15:12

und bestätigt den augenscheinlich englischen Ursprung mit Lieferjahr 1941.

"Lieferjahr" 1941 im 2. Weltkrieg und englisch passt aber irgendwie nicht zusammen.

Wagen mit solchen Hebelbremsen wurde um 1900 gebaut.

Möglicherweise ein Beutefahrzeug, welches es nach Österreich verschlagen hat.

[de.wikipedia.org]

Re: Woher stammte wohl dieser Wagen?

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 07.03.17 15:28

Handhebelrangierbremsen hat man noch nach dem Krieg an alle inseltauglichen Wagen geschraubt..

MfG


"Die gebremste Ausführung hatte eine Handbremse, ob die Bremsklötze infolge Betätigung der Handbremse an den Rädern anlegt, kann wohl heute nicht so eindeutig geklärt werden. Der ungebremste Wagen verfügt auch über keine Bremsklötze."

Aus: [www.kleinbahnsammler.at]

(Muss man zweimal lesen, ist aber irgendwie genial... ;-))




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.17 20:29.

Re: Schau mal hier:

geschrieben von: 1018003

Datum: 07.03.17 15:49

Halli,

Hier der Google such link und dann auf Bilder gehen

[www.google.at]

Lg
Chris

Re: Woher stammte wohl dieser Wagen?

geschrieben von: 323 222

Datum: 07.03.17 16:37

Hallo Markus,
vielleicht ein 12 ton Southern 2+2 planked ventilated van, der mit der Britischen Armee gegen Kriegsende nach Österreich kam. Oder für die Medloc Züge, die die Englischen Standorte in Österreich mit der "Heimat" verbanden.

Medloc:[www.trains-worldexpresses.com]

Gruß Marc

Re: Schau mal hier:

geschrieben von: M. Scholz

Datum: 07.03.17 17:52

@1018 003:
Danke, der Link brachte genau das gesuchte Ergebnis.
Also doch ein 1:1 britischer Wagen, der nur adaptiert wurde.

Vielen Dank und viele Grüße
Markus

gab es auch im Fundus der brit. Rheinarmee

geschrieben von: Stefan Walter

Datum: 07.03.17 18:23

Hallo Markus,

der britische Ursprung des Wagens dürfte eindeutig geklärt sein. Ich weiß nicht, ob dieser Wagen überhaupt, wegen der inkompatiblen Saugluftbremse auf dem europ. Festland verkehren durfte. Es gab aber m.M. Fährbootwagen, die nur mit einer Bremsart (Druckluftbremse ODER Vakuumbremse) ausgestattet waren und die auf dem jeweils nicht bremskompatiblen Netz als Leitungswagen oder Wagen nur mit Handbremse/Feststellbremse verkehren durften.

Ein ähnlicher Wagen wie der Abgebildete war einmal in einer alten Mibaausgabe abgebildet: Hierbei handelte es sich auch um solch einen typisch englischen, kurzen gedeckten Güterwagen, der auf dem Kasernengelände der abgezogenen britischen Rheinarmee aufgefunden wurde. Ob der Wagen dort nur herumstand, wie er von GB dort hin kam und, ob er wirklich jemals im Netz der DB in Züge eingestellt war, kann ich leider nicht sagen.



viele Grüße
Stefan Walter

Re: Woher stammte wohl dieser Wagen?

geschrieben von: 600mm

Datum: 08.03.17 06:59

Matthias Muschke schrieb:

Handhebelrangierbremsen hat man noch nach dem Krieg an alle inseltauglichen Wagen geschraubt.
Nein. Es müsste richtig heißen, werden auch noch heute an alle inseltauglichen Wagen angebaut. Das selbst wenn der Wagen eine Bremserbühne hat. Die Saugluftbremse ist nur als Leitung vorhanden ohne dem eigentliches Bremsapperat. Die Leitung für die Druckluftbremse übrigens auch an dem Wagen vom Foto.

Der Wagen auf dem Bild ist ohne Zweifel für England tauglich. Ist aber bestimmt kein Beutewagen. Schon gar nicht mit dem vermeintlichem Baujahr 1941.

Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteressen des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
- Otto von Bismarck -

Re: Woher stammte wohl dieser Wagen?

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 08.03.17 12:07

600mm schrieb:

Matthias Muschke schrieb:

Handhebelrangierbremsen hat man noch nach dem Krieg an alle inseltauglichen Wagen geschraubt.
Nein. Es müsste richtig heißen, werden auch noch heute an alle inseltauglichen Wagen angebaut. Das selbst wenn der Wagen eine Bremserbühne hat.

Der Kollege meine ja mit dem "1900", dass der Wagen wegen der Handhebelbremse älter sein müsste... Nur deshalb mein Hinweis auf Nachkriegsneubauwagen - also keine britischen, sondern deutsche oder belgische. Allerdings haben die Sffggmrrss die ich gestern am Haken hatte, keine Handhebelrangierbremse mehr... ;-))

MfG


"Die gebremste Ausführung hatte eine Handbremse, ob die Bremsklötze infolge Betätigung der Handbremse an den Rädern anlegt, kann wohl heute nicht so eindeutig geklärt werden. Der ungebremste Wagen verfügt auch über keine Bremsklötze."

Aus: [www.kleinbahnsammler.at]

(Muss man zweimal lesen, ist aber irgendwie genial... ;-))

Re: Woher stammte wohl dieser Wagen?

geschrieben von: 600mm

Datum: 08.03.17 12:23

Hallo Matthias,

meine letzte Sichtung in dieser Sache war letztes Jahr ein 2-achsiger VTG-Kesselwagen. Mit Handhebelbremse trotz vorhandener Bremserbühne mit Handbremse. Fand ich irgendwie komisch. Vermutlich ist diese Handhebelbremse vorgeschriebener Standard in England wenn es denn sein soll. Völlig egal was da sonst noch am Wagen vorhanden ist. Für die englische Bremse war nur eine durchgehende Leitung vorhanden als Leitungswagen. Es befanden sich auch keinerlei Anschriften in dieser Sache am Wagen. Leider konnte ich kein Foto machen von dem Wagen.

Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteressen des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
- Otto von Bismarck -

Bild eines Zcfs mit Handhebelbremse

geschrieben von: Bnrz436

Datum: 08.03.17 12:56

600mm schrieb:

Hallo Matthias,

meine letzte Sichtung in dieser Sache war letztes Jahr ein 2-achsiger VTG-Kesselwagen. Mit Handhebelbremse trotz vorhandener Bremserbühne mit Handbremse. Fand ich irgendwie komisch. Vermutlich ist diese Handhebelbremse vorgeschriebener Standard in England wenn es denn sein soll. Völlig egal was da sonst noch am Wagen vorhanden ist. Für die englische Bremse war nur eine durchgehende Leitung vorhanden als Leitungswagen. Es befanden sich auch keinerlei Anschriften in dieser Sache am Wagen. Leider konnte ich kein Foto machen von dem Wagen.

Hallo,

Meinst du einen solchen Fährbootkesselwagen der Gattung Zcfs?

https://abload.de/img/image9tupa.jpeg

Gesehen dieses Jahr, Baujahr 1993 - zudem spurwechselfähig für Finnland.
Muss zuhause mal schauen - habe noch mehr Zcfs fotografiert, falls es von Interesse ist.

Viele Grüße vom
http://abload.de/img/bild4310headb.jpg

Re: Bild eines Zcfs mit Handhebelbremse

geschrieben von: 600mm

Datum: 08.03.17 17:41

Das geht schon in die richtige Richtung. Nur vermisse ich die Schläuche der Saugluftbremse.

Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteressen des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
- Otto von Bismarck -

Re: Woher stammte wohl dieser Wagen?

geschrieben von: Michael Sieß

Datum: 08.03.17 18:25

323 222 schrieb:
der mit der Britischen Armee gegen Kriegsende nach Österreich kam. Oder für die Medloc Züge, die die Englischen Standorte in Österreich mit der "Heimat" verbanden.
Ja, das scheint mir auch naheliegend. Möglicherweise hatte er die Stromversorgungsfunktion schon bei den Briten und 1941 war das Umbaudatum. Reine Spekulation...
Mit den Daten bei geerbten Stücken ist das immer so eine Sache.

mfg
MS

Re: Bild eines Zcfs mit Handhebelbremse

geschrieben von: Schlußscheibe

Datum: 08.03.17 18:42

600mm schrieb:

Das geht schon in die richtige Richtung. Nur vermisse ich die Schläuche der Saugluftbremse.

Mag daran liegen, dass sich selbst in GB die Druckluftbremse durchgesetzt hat - nur ein paar hundert Jahre nach Erfindung der Eisenbahn.

Gruß,
Schlußscheibe

Re: Bild eines Zcfs mit Handhebelbremse

geschrieben von: Bnrz436

Datum: 08.03.17 20:08

600mm schrieb:

Das geht schon in die richtige Richtung. Nur vermisse ich die Schläuche der Saugluftbremse.

Ich habe in meinem Archiv nachgesehen - bisher habe ich ausschließlich Fährbootwagen ohne (sichtbare) Saugluftbremseinrichtung fotografiert.
Mit Handhebelbremse habe ich "auf dem Kontinent" bisher ausschließlich zweiachsige Kesselwagen gesichtet - alle anderen von mir jemals bewusst wahrgenommenen Arten von Fährbootwagen (u.a. Zacefs, Hfirrs...) haben die nicht.

Edit: Rechtschreibung angepasst

Viele Grüße vom
http://abload.de/img/bild4310headb.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.03.17 20:09.