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 10 - Wagen-Forum 

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Hallo liebe Wagenfreunde,

da sich an diesem Wochenende keine außergewöhnlichen Waggons im Kaminski-Zulauf befanden, bemühen wir eben das Wochenende zuvor. Da war nämlich von der VTG ein relativ seltener vierachsiger emaillierter Kesselwagen nach Hameln verfügt worden, den ich dann mit den vielen anderen am Freitagabend hierher gekommenen Waggons am So, 12.07.26, gegen Viertel nach neun (oder auch viertel zehn) auf dem Kaminski-Zuführungsgleis 111 begutachten konnte.

Es handelte sich um den Zaces 33 80 7873 531-7 D-VTG mit einem 44 m³-Tank:

IMG_6547.JPG

Seine Fristen waren bereits im September 2025 abgelaufen, deshalb kam er mit Schadzettel und Lauffähigkeitsbescheinigung hierher. Er soll also noch einmal in Betrieb gehen.

IMG_6549.JPG

Was steht da in klein unter dem Lastgrenzenraster?

Screenshot 2026-07-20 184315.jpg

Mit seinen 32900 kg Eigengewicht ist er mit entsprechend spezifisch schwerer Flüssigkeitsmenge beladen schon ein Schwergewicht, deshalb auch seine Drehgestelle mit den Parabelfedern und 22,5 t-Radsätzen.

Kaminski, der nach meiner Kenntnis einzige deutsche Hersteller dieser emaillierten Waggons, hatte ihn vor für Kesselwagen noch gar nicht so langer Zeit gebaut, nämlich "erst" 2001:

IMG_6548.JPG

Sein Kessel mit Emaille-Auskleidung wurde, wie auch viele der in den Jahren zuvor für die emaillierten Zweiachser bestimmten, von den Schwetzinger Pfaudler-Werken zugeliefert:

IMG_6551.JPG

Er ist zzt. bei Kaminski in Arbeit. Morgen stelle ich Euch dann einen weiteren Sonderling vor.

Viele Grüße,
Dieter
Moin ... danke für das Info -
Find' ich cool, der immerhin auch isolierte Wagen ist ähnlich auch bei der VTG-Übersicht verzeichnet:
[www.vtg.de]

Doch die enthält leider "nur" die äusserlich nahezu baugleiche Version als "Zacs" VTG-Typ C78.049D :
[www.vtg.de] (abgebildet der 27 80 7864 003-4, Zeichnung im Datenblatt-PDF)

Methylchlorformalin - is'n Exot, in Lit. sowie WWW grad' nicht auffindbar, und hier vermutlich ein Fehler seitens VTG; gemeint ist möglicherweise Methylchlorformiat (aka "Chlorameisensäuremethylester" mit genau dier UN-#) mit Dichte 1,22 kg/L (g/cm³, t/m³) [gestis.dguv.de]
('rumgesucht: Trichlormethylchlorformiat [gestis.dguv.de] mit Dichte 1,653 t/m³ würde bei 40,48 m³ mit 66,8 t die Ladegrenze krass überschreiten, der Wagen bräuchte dann 3-achsige Drehgestelle wie damals diese kurzen Sechsachser-Würste für z.B. Chlorsulfonsäure mit Dichte 1,75 t/m³ oder "rauchende Schwefelsäure" bis 80% SO3 mit Dichten bis 1,94 t/m³)
o-Dichlorbenzol hat Dichte 1,3 - 1,32 g/cm³ (t/m³) [de.wikipedia.org] - passt
p-Dichlorbenzol hätte - fest - d = 1,25 g/cm³ (t/m³); Schmp. 53°C aka "geschmolzene Mottenkugeln" passt auch
[gestis.dguv.de] , etwas ungesund

Aber Dichte 1,41 [(57,1 / (44 * 0,92)] ?
OK, die "Kracher" oben, und Brom Br2 mit 3,14 t/m³ wäre noch 'ne andere Hausnummer; evtl. Konstruktionsreserven? Z.B. Salzsäure konz.fum. käme mit 1,38 t/m³ dem schon recht nahe. Wäre mit der Emaillierung passend. Nur der "Normalstahl" ... hm.
Sehe ich das in der VTG-Seite recht, haben die emaillierten VTG-Kwgn dagegen mehrheitlich das Nebengattungszeichen "n" dabei ? (also "Zacens").
OK, Crashpuffer erkenne ich auf Deinem Bild nicht, und Kesselemaillierung muss man egtl. behandeln wie rohes Ei, da würde ich noch mehr an Aufstossabsorption vorsehen. Hatten wir für Chlorierungsreaktoren (f. 150°C, Salzschmelze; mit Rührerbrückenverstärkung) 1994 von EHW Thale bezogen, einer funktioniert in Indien immer noch, die anderen beiden lokal repariert, dann ersetzt.
Evtl. bei Kaminski Nachrüstung, Umbezeichnung, GHS-Etiketten? Deshalb die "Warteschleife" des Wagens?

Der Unglaeubige Thomas




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.07.26 12:54.
Hallo,

auch von mir vielen Dank für deine regelmäßigen interessanten Berichte aus Hameln.
Den "Patienten" habe ich vor 16 Jahren angetroffen, damals war der Kessel offenbar relativ frisch lackiert worden:
33 80 7873 531-7 D-VTGD Zaces RO 30062010.jpg
33 80 7873 531-7 D-VTGD Zaces, Offenburg, 30.06.2010
Ladegut war damals UN 3286 (Entzündbarer flüssiger Stoff, giftig, ätzend, N.A.G.), auf dem weißen Aufkleber darüber steht als Ladegut im Klarnamen "CAC2-Sumpf" (CaC2 wäre Calciumcarbid, aber vielleicht kann einer der chemisch etwas mehr bewanderten User hier mal erklären, ob es damit etwas zu tun hat und was das genau ist).

Von zwei "Bruderwagen" habe ich noch etwas aktuellere Aufnahmen im Archiv:
33 80 7873 530-9 D-VTG Zaces RKR 10112023.jpg
33 80 7873 530-9 D-VTG Zaces, Karlsruhe Gbf, 10.11.2023
Als Ladegut ist wieder "CAC-2-Sumpf" (jetzt mit Bindestrich zwischen C und 2) angeschrieben, aber dieses Mal mit UN-Nummer 2920 (Ätzender flüssiger Stoff, entzündbar, N.A.G.).

33 80 7873 533-3 D-VTG Zaces b RO 07062024.jpg
33 80 7873 533-3 D-VTG Zaces, Offenburg, 07.06.2024
Ladegut UN 3250 (Chloressigsäure, geschmolzen)

Bei GCU sind in diesem Nummernbereich die Wagen 33 80 7873 529 - 534 durchgehend von VTG-Wagen belegt, gut möglich, dass dies die gesamte Serie darstellt.

Gruß
Yannick
Danke Euch beiden für Eure fundierten Ergänzungen, Erläuterungen und weiteren Fotos :).

Viele Grüße,
Dieter
Hallo,
da kann ich noch den 7873 534 ergänzen, fotografiert vor fast zwei Jahren in Gablingen als letzten Wagen der Übergabe (Gersthofen-) Gablingen - Augsburg. Das Ladegut ist auch UN3250:
33 80 7873 534-1 Zaces Gablingen-1.jpg

Gruß Werner


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