Hallo zusammen,
und schon geht's weiter. Heute morgen konnte ich in Hameln den Kaminski-Wageneingang von gestern Abend inspizieren. Doch zunächst wollte ich zur unmittelbar an der Gbf-Südseite gelegenen Bäckerei B., um mir dort etwas zu futtern zu holen. Das war aber nicht nur mein alleiniger Gedanke, nein, auch das Kaminski-Lok- und Rangierpersonal hatte dieselbe Idee nach dem Motto "Morgens um halb zehn in Deutschland" (es war gerade 09.36 Uhr). Die erste Übergabe vom Bahnhof zum Werk unten im Industriegebiet wurde deshalb erstmal auf Gleis 331 abgestellt, so konnte ich sie gleich fotografisch dokumentieren:
Wer genau hinsieht, erkennt übrigens ganz links auf den Trittstufen des Zces ... 881-0 (s. dazu u. a. meinen
Beitrag vom 21.06.25 ) sitzend einen weiteren Kaminski-Rangierer, der es vorzog, dort seine Pause zu verbringen bzw. die Übergabe zu "bewachen". Aber das nur am Rande. Danach begab ich mich dann auf die andere Bahnhofsseite, um mir die eingangs erwähnte Wagenreihe (22 Waggons) vom Vorabend anzusehen. Gleich an erster Stelle befand sich der Zas 33 85 7859 624-3
CH-DZLMV (
Dan
zas
Lebens
mittel
verkehre, neu DHL-Foodservices GmbH c/o Wascosa AG in Luzern) mit angegebenem Heimatbahnhof Biel/Bienne:
Diese Wagen sind nach wie vor für Wein- und Alkoholtransporte vorgesehen. Letztes Ladegut dieses Wagens war dementsprechend (= 33 1170)
Ethylalkohol. Seine Untersuchungsfristen laufen noch bis 2027, warum ist er dann hierher gekommen?
Die Lösung befindet sich im Zettelkasten, er war mit dem V-Zettel als Wagen mit betrieblicher Sonderbehandlung aufgrund eines Schadens gekennzeichnet:
Er durfte nur mit Hg 60 km/h laufen, also musste sich der Lrf der abendlichen Übergabe von Han-Linden nach Hameln etwas bremsen. Was war der Grund dafür? Grummel, leider hatte man die Vorgabe nicht beachtet, den V-Zettel
neben und nicht im Zettelkasten anzubringen, so dass der angegebene Schaden auf dem blauen Schadzettel dahinter verdeckt wurde:
Auf dem Schadzettel erkennt man in der untersten Zeile gerade noch, das irgendetwas am Dg (Drehgestell) 1 gebrochen ist.
Schaut man sich das Dg genauer an, sieht man Folgendes:
Irgendetwas stimmt da am Rahmen rechts oberhalb des ersten Radsatzes nicht, irgendetwas ist da zerbrochen und hängt:
Oder sind das nur halb abgebrochene Feuerschilder, und der Schaden befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite? Die reduzierte Hg deutet ja darauf hin, dass etwas mit der Federung nicht stimmen könnte.
Der Vollständigkeit halber noch sein Fabrikschild von der Josef Meyer AG aus dem Jahr 1973:
Und zum Schluss nochmal ein letzter Blick auf den leider etwas heruntergekommenen Wagen:
Bis morgen :).
Viele Grüße,
Dieter