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Zwei fährbootfähige zweiachser Kesselwagen.

geschrieben von: JPS

Datum: 18.06.25 10:19

Hallo zusammen.

Weil im unterem Beitrag die Frage nach fährbootfähigen
Kesselwagen aufkam, habe ich schnell nochmal im Archiv geschaut und 2 gefunden. Sogar mit und ohne Isolation.

20200325_154505.jpg

23 80 7389 057-1 Zcefs D-VTG 25.03.2020.

Screenshot_20250618_100529_Photos.jpg

23 80 7495 015-1 Zcfs D-VTG. 4 Rev 201 17.08.18 +3M.

22.10.2021. Beide Bilder entstanden in Mannheim Rbf.
Fahren die beiden noch und wer war der Hersteller.

Gruß JPS.

Re: Zwei fährbootfähige zweiachser Kesselwagen.

geschrieben von: Peter

Datum: 18.06.25 13:40

Hallo!

Ach wie schoen!
Faehrbootwagen sind besonders interessant.

Gruss

Peter

Nur die Erinnerung an die Opfer schütze vor einer Zukunft als Täter: "Ein Schlussstrich unter die Erinnerung wäre der Schlussstrich unter unserer Demokratie."
"Wir, die Bürger der Bundesrepublik Deutschland, tragen keine Schuld an den Taten von damals. Aber wir tragen die Verantwortung für die Konsequenzen dieser Taten im Hier und Jetzt."
(Hape Kerkeling, 12. 4. 2026, zum 81. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald)

Re: Zwei fährbootfähige zweiachser Kesselwagen.

geschrieben von: Teckel

Datum: 18.06.25 19:13

Hallo JPS,

auch hier erstmal der Verweis auf meinen Beitrag vom 14.03.24 , in dem es um vergleichbare Wagen z. T. paralleler Bauserien geht.

Während der Waggon (7495 003-6 mit gummiertem Stahlkessel 24 m³) in meinem Beitrag im Jahr 1983 von Graaff in Elze als Fährbootwagen für den Verkehr mit GB und Finnland für die VTG gebaut worden war, wurde der von Dir gezeigte 7495 015-1 mit reinem V2A-Stahlkessel und 22 m³ Inhalt im Rahmen einer 10 Stück umfassenden Serie 1983/84 von Graaff nur für den Verkehr mit GB gebaut (Quelle: Güterwagen Band 9.2, St. Carstens/H.Westermann, S. 104/105). Der Wagen könnte auch heute noch im Einsatz stehen, ob tatsächlich, müsste mal ein lieber Hobbykollege im aktuellen GCU-Verzeichnis eruieren (mir fehlt im Augenblick die Zeit, das zu durchforsten).

Der 739 8 057-1 ist etwas betagter, auch er entstammt einer 10er Serie von Graaff für die VTG, die aber schon 1979 produziert worden ist und ebenfalls für den Verkehr mit GB und Finnland zum Transport von Lösungsmitteln und brennbaren Flüssigkeiten vorgesehen war (Quelle s. o.). Zumindest einer aus der Serie könnte heute noch existieren, auch hier gäbe ein Blick ins aktuelle GCU Aufschluss.

Viele Grüße,
Dieter

Re: Zwei fährbootfähige zweiachser Kesselwagen.

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 21.06.25 16:30

Für Finnland müssten die Bremsdreiecke wenigstens längere Zapfen und Distanzbuchsen aufweisen. Es sei denn, man hätte sie später mal gegen einfache gewechselt (dabei auch das »E« gelöscht und das Austauschmerkḿal geändert). Um das erkennen zu können, sind die Bilder etwas klein.

Falk

Re: Zwei fährbootfähige zweiachser Kesselwagen.

geschrieben von: TWA

Datum: 22.06.25 04:20

>>> Für Finnland müssten die Bremsdreiecke wenigstens längere Zapfen und Distanzbuchsen aufweisen.
>>> Um das erkennen zu können, sind die Bilder etwas klein.

Wenn es um den Wg 2480 7495 003-6 in dem verlinkten Beitrag geht:
Auf mindestens einem Bild ist die Ausführung der Bremsdreiecke sehr gut zu erkennen und die sehen sehr nach Finnlandfähig aus.


>>> Es sei denn, man hätte sie später mal gegen einfache gewechselt (dabei auch das »E« gelöscht und das Austauschmerkḿal geändert).

Das E wurde möglicherweise beim letzten Anstrich des Kessels in 2007 nicht wieder angebracht, weil es vergessen wurde. Oder Eigentümer und Mieter haben sich damals darauf verständigt haben, daß Finnland für lange Zeit nicht mehr angefahren werden wird, und das E nicht wieder angemalt werden muß. Wenn Finnland aber doch angefahren werden soll, dann kann man das E immer noch ankleben.

Warum sollte man denn das Austauschmerkmal ändern? Prinzipiell ist der Wagen noch immer Finnlandfähig, aber selbst wenn er das nach Austausch der Bremsdreiecke nicht mehr sein sollte, so wird die 24 nicht geändert, denn heutzutage sind Änderungen der Wagennummer nicht mehr vorgesehen und werden von den Registern nur noch dann vorgenommen, wenn der Wg grundlegend umgebaut wird. Ein Austausch der Bremsdreiecke zählt nicht dazu.

Das Nichtändern von Wgnrn führt bei den ehemaligen Staatsbahnen mit ihren großen Wagenparks dazu, daß das Erkennen der Wagenausrüstung über die Wgnr sehr erschwert wird; Beispiel:
Hbins 302 = .... 2262 ...-. Hbillns 302 = 2472 - 2474
Wenn man also in einen Hbi Trennwände einbaut, dann bleibt der Wg ein 2262 und es ist nicht zu erkennen, daß er Trennwände hat, und umgekehrt.
Dasselbe gilt auch für das Umbeheimaten in ein anderes Land: Wenn der einmal 80 heißt, dann bleibt er das auch. Sehr schön, wenn die "Staatsbahn" einen Privatwagen mietet, früher wurde er in das eigene land umbeheimatet und bei Ende des Mietvertrags wieder zurück. Heute nicht mehr, was so einen Wg erst mal zu einem Fremdwagen macht, der erst mal an ein anderes Land gemeldet werden muß, obwohl er eigentlich ein eigener ist.





Um das erkennen zu können, sind die Bilder etwas klein.

Re: Zwei fährbootfähige zweiachser Kesselwagen.

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 02.07.25 17:02

Das Umbeheimaten von Wagen aus anderen Ländern führt zu ganz eigenen Schwierigkeiten. »nakladní« und »osobní« am GP-Wechsel hat bei Kollegen schon für Verwirrung gesorgt. Erst beim zweiten Blick kamen man drauf, dass der Umstellhahn in Stellung P in aller Regel nach rechts zeigt.

Falk
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