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Laut dieser Quelle [www.fontanka.ru] soll der Zugverkehr zwischen Helsinki und Sankt Petersburg wieder aufgenommen werden ab 12. Dezember 2021

Wer den Zug allerdings nutzen soll, ist unklar. Russen können nur in Ausnahmefällen nach Finnland einreisen, Ausländer dürfen in die Russische Föderation nur in Ausnahmefällen auf anderem Wege als mit dem Flugzeug einreisen. Das ganze Hygiene-Programm Russlands, welches unter anderem diesen Schmarrn enthält, wurde auch eben erst bis mindestens Mitte 2024 verlängert.

Prinzipiell sind Ausländer ohne Wohnsitz in Russland (und damit ohne SNILS - russische Sozialversicherungsnummer), insbesondere Touristen, auch de facto aufgrund der neuen Corona-Regeln bis mindestens Mitte kommenden Jahres aus dem Land ausgesperrt:
Einlass überall nur mit 2G: Restaurants, Hotels, nicht lebensnotwendiger Einzelhandel, Freizeiteinrichtungen aller Art, Fernzüge, Flugzeuge, und auch ansonsten fast alles.
Papierzertifikate werden nicht anerkannt, nicht mal von russischen Impfzentren oder Polikliniken.
Es geht nur mit QR-Code, der ohne SNILS nicht mal durch kostenpflichtige Sputnik-Impfung in Russland erhältlich ist



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.21 13:23.
Hallo!

In Fernzügen und Flugzeugen sollen aber noch bis 1. Februar 2022 PCR-Tests anerkannt werden: [www.drehscheibe-online.de]. Mein Beitrag vom 14.11.21, 17:01 Uhr. Dort ist ein weiterer Link zu nau.ch enthalten.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser
Eurocity341 schrieb:
Hallo!

In Fernzügen und Flugzeugen sollen aber noch bis 1. Februar 2022 PCR-Tests anerkannt werden: [www.drehscheibe-online.de]. Mein Beitrag vom 14.11.21, 17:01 Uhr. Dort ist ein weiterer Link zu nau.ch enthalten.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"
Ja, das ist richtig. Ich kann dir allerdings aus eigener Erfahrung (jetzt Ende Oktober-Anfang November) sagen, dass das außerhalb Moskaus nicht praktikabel und auch extrem teuer ist. Und das selbst in Großstädten wie Ekaterinburg und Sankt Petersburg. An den Moskauer Flughäfen kann man PCR-Tests zu akzeptablen Preisen durchführen lassen und bekommt das Ergebnis innerhalb weniger Stunden. Selbst dort benötigt man allerdings für den Erhalt des magischen QR-Codes, ohne den gar nichts geht, eine russische SIM-Karte. Wenn grad nicht wieder Lockdown oder arbeitsfreie Tage sind, sollte eine solche allerdings an den Moskauer Flughäfen erhältlich sein, ja.

Außerhalb von Moskau erhält man in der Regel das Ergebnis eines PCR-Tests innerhalb von 3 Werktagen, also zu einem Zeitpunkt, zu dem die Gültigkeit bereits abgelaufen ist. Es werden auch immer wieder "Express"-Tests angeboten, bei denen das Ergebnis innerhalb eines Werktags verschickt wird. "Innerhalb eines Werktags" bedeutet allerdings "ca. 24 Uhr des auf die Probenentnahme folgenden Werktags". Und das für einen saftigen Preisaufschlag. Das kann übel in die Hose gehen. Vereinzelt bieten die Labors dann auch Super-Express-Tests innerhalb von 12 Stunden oder so an. Der günstigste Preis, den ich irgendwo dafür gefunden habe, waren 8000 Rubel, also ca. 100 Euro. In der Praxis sah es dann so aus, dass das Labor das leider wegen Überlastung derzeit nicht anbieten konnte.

Dazu kommen Probleme mit ausländischen Staatsbürgern. Die Schreibstuben-Damen in den Testzentren wissen nicht, wie sie die Daten eines ausländischen Staatsbürgers in ihrem Computer erfassen sollen. Da hat man dann z.B. nur eine kyrillische Tastatur. Den Namen auf Russisch könnte man vielleicht noch vom Visum abschreiben, wo er in russische Buchstaben transskribiert steht. Aber spätestens bei der Erfassung der alphanumerischen Passnummer eines deutschen Reisepasses gibt es auf diese Weise dann kein Weiterkommen. Klar, man könnte die Tastatur auf Englisch umschalten, üblicherweise nutzt man in Russland zweisprachige Tastaturen Russisch/Englisch. Dazu müsste man aber wissen, wie das geht. Und wenn man weiß, wie es geht, dann müsste man auch die Versicherung vom Chef haben, dass man das auch machen darf...

Wenn man dann tatsächlich eine E-Mail mit dem negativen Testergebnis bekommen hat, bräuchte man nun noch den QR-Code. Denn - wie gesagt - das einzige, was zählt, ist der magische QR-Code. Wenn es heißt, das bis 1. Februar 22 noch PCR-Tests anerkannt werden, dann heißt das natürlich: durch QR-Code nachgewiesene PCR-Tests. Danach geht dann nur noch eine durch QR-Code nachgewiesene Impfung oder Genesung. In Moskau mit russischer SIM-Karte kein Problem. Man gibt die russische Mobilfunknummer im Testzentrum an, und erhält dann nicht nur eine eine E-Mail mit dem PDF-Testzertifikat, sondern netterweise auch noch eine SMS, dass man einen QR-Code erhalten kann. Mit Klick darauf wird direkt noch angeboten, den Code in der Apple Wallet oder in Google Pay zu hinterlegen. Praktisch. Leider funktioniert das nur in Moskau. Außerhalb Moskaus müsste man sich den QR-Code dann auf gosuslugi runterladen. Und das geht nur mit SNILS, und dann sind wir wieder beim Ursprungsproblem.

Dazu kommt noch, dass man bereits beim Einsteigen in ein Flugzeug oder sonstiges Transportmittel aus dem Ausland nach Russland einen QR-Code vorlegen muss. Den man, auch durch PCR-Test, ja nur innerhalb von Russland respektive Moskau bekommen kann. Damit wären dann nicht nur Ausländer faktisch ausgesperrt, sondern sogar russische Staatsbürger die im Ausland leben. Ok, letztere hätten immerhin die Möglichkeit, mit ihrem eigenen Auto nach Russland einzureisen.
Zitat
Einlass überall nur mit 2G: Restaurants, Hotels, nicht lebensnotwendiger Einzelhandel, Freizeiteinrichtungen aller Art, Fernzüge, Flugzeuge, und auch ansonsten fast alles.
Papierzertifikate werden nicht anerkannt, nicht mal von russischen Impfzentren oder Polikliniken.
Ich habe jetzt (Ende Oktober - November) in St.Petersburg die Erfahrung gemacht das jeder seine eigenen Regeln macht. Peterhof erkennt zumindest in Strelna & Alexandria (in Peterhof selbst war ich nicht) auch ausländische Impfzertifikate an während beispielsweise im Katherinenpalast in Puschkin nur QR-Codes anerkannt werden. Dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit statt des QR-Codes ein Zertifikat vorzuzeigen, dass belegt das man aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann. In Peterhof reicht das Zertifikat aus, in der Eremitage muss zusätzlich zum Zertifikat ein max. 24 Stunden alter PCR-Test vorgezeigt werden (der in der Tat in SPB schwierig zu bekommen ist) und im RZD-Museum braucht man auch einen Test aber der darf bis zu 72 Stunden alt sein.
Und bei Papierzertifikaten sieht es ähnlich aus: Teilweise werden sie generell anerkannt, teilweise nur bei älteren Menschen und teilweise gar nicht.