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Hallo,

wie die Nachrichtenagentur TASS [tass.ru] berichtet, werden zur Sanierung des 340 km langen Teilabschnittes der BAM von Ulak bis Fewralsk alle 10 Eisenbahnbrigaden eingesetzt. Beginnen wird die Arbeiten die 5. Brigade. Die Sanierung des Abschnittes soll bis zum Jahre 2025 beendet sein.

Einerseits soll die BAM als Alternative zur Transsibirischen Eisenbahn hergerichtet werden (Containertransport) und andererseits der Abfuhr der riesigen Kohlevorkommen in der Elgalagerstätte (bis zu 2,1 Mrd t erwartet) dienen. Dazu dient auch eine 320 km lange Zweigstrecke von Ulak nach Elga. Diese wurde vom Bergbaukonzern Mechel übernommen und fertiggestellt. Ebenfalls in dieser Region aktiv ist der japanische Konzern Sumitec International als Techniklieferant. Der Konzern Mechel scheint sich wohl mit der Führung in Moskau arrangiert zu haben. [www.nzz.ch] Wer gerne etwas spielfreudig ist, kann ja jetzt mit dessen unterbewerteten Aktien spekulieren. Mechel beliefert auch noch bis mindestens 2030 die russische Staatsbahn mit Schienen.

Zum Ausbau der BAM gehört auch wieder der Plan der Fortführung nach Sachalin. Der unter Stalin begonnene Bau des Eisenbahntunnels wurde vor 20 Jahren gestoppt. Die aktuellen Planungen sehen wieder den Bau einer Brücke (wie auch Stalin es am Anfang vorhatte) nach Sachalin vor. Die zweite Brücke könnte dann den Süden Sachalins mit der Insel Hokkaido zusammenführen. Die geschätzten Kosten der Verbindung über Sachalin betragen 50 Mrd US$. Dann gäbe es „einen Schienenstrang“ von Amerika (Penig) nach Tokio. [de.wikipedia.org]

Grüße,
Lalu
Hallo!
Mit der Verbindung Sachalins zum Festland habe ich mich auch schon beschäftigt. Außer einem kurzen Erkundungsstollen wurde da wohl noch nicht viel gebaut. Für dieses Projekt sehe ich einen Nutzen.
Das die Verbindung nach Hokkaido in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten gebaut wird, glaube ich allerdings nicht. Japan und Russland sind sich aufgrund der ungelösten Besitzfrage der Inseln nicht ganz grün. Zudem muss man sich fragen, welche Spurweite für eine Bahnverbindung sinnvoll wäre. Die Kapspur wird auf Sachalin ja immer mehr durch die russische Breitspur ersetzt. Auch steht meines Wissens die Strecke nach Wakkanai(nördlichster Punkt des japanischen Bahnnetzes, wo früher Trajektfähren nach Sachalin fuhren) auf der "Abschussliste" von JR Hokkaido. Man müsste wohl an einer der beiden Küsten einen Umladebahnhof bauen. Wobei ich mich frage, was man da umladen wöllte. Viel Kohle wird auf Hokkaido nicht mehr abgebaut, die anderen "Exportschlager" Japans werden zumeist auf Honshu produziert und würden sinnvollerweise eher mit dem Schiff transportiert.

Tschüss
Der granitschädel
Die Planungen für die Brückenlösung vom Festland nach Sachalin werden in frühestens 2 Jahren erste Diskussionsergebnisse liefern. Der Brückenbau selbst wird in frühestens 5 Jahren beginnen, wahrscheinlich aber Jahre später - nach der Herstellung guter Zufahrten zur Brückenbaustelle auf dem Festland. Das Thema sollten wir daher erst 2030 mal wieder diskutieren. Und die Brücke nach Japan --- vergesse das Thema für die nächsten 29 Jahre.