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Re: (ES-IN) RENFE TRENHOTEL für Indien?

geschrieben von: Provodnik

Datum: 05.04.21 10:46

rvdborgt schrieb:
Stupor Mundi schrieb:
Das mit der möglichen Eigenregie meine ich aus diesen Zeilen heraus zu deuten:

"en las últimas décadas no hemos invertido en nuestra red ferroviaria".
"In den letzten Jahrzehnten haben wir nicht in unser Schienennetz investiert" (o.ä.)
Daraus leite ich nicht ab, dass die Portugiesen eventuell die Züge in Eigenregie betreiben würden.

Gruß,
Rian

Portugal kann auch gar nicht den Zug auf dem Gesamtlaufweg finanzieren, wenn er nicht eigenwirtschaftlich ist. Die Rechtslage gibt es mWn nicht her, dass ein EU-Staat Verkehrsangebote abseits des eigenen Landes subventioniert. Und sie gibt es auch nicht her, das durch "kreative" Zuscheidung von Kosten und Erlösen zu umgehen, jedenfalls nicht in Form einer Direktvergabe.


Provodnik

Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: tbk

Datum: 05.04.21 11:07

Welcher anteil der fahrgäste des Südexpress nutzt diesen zwischen portugiesischen und spanischen orten und wie viele fahren weiter nach Frankreich? Sollte der spanische anteil eher gering sein, könnte das ein geringes interesse der Renfe erklären.

Und wenn die CP lieber auf eigenmaterial setzt und die UH abgewirtschaftet sind, könnten vielleicht auch Corailwagen zu schlafwagen umgebaut werden. So ähnlich wie die tschechische bahn schon sitzwagen zu schlafwagen umgebaut hat.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [ES] Alte Schlafwagen der Renfe

geschrieben von: no-night

Datum: 05.04.21 11:21

Heiko Müller schrieb:
es Überlegungen der CP gibt aus den ex RENFE und vorhandenen Waggons (?) einen neuen Nachtzug nach Hendaya zu bilden.
Neu wäre das keinesfalls, sondern die Wiederbelebung von Sud Express vor 2010. Auch das hatte spanische Liegewagen und Rest von CP. Damit bleibt jedoch die Frage von Madrid weiterhin offen.

Das ist aber auch nur Übergangslösung, wie die Wiederverwendung der alten ÖBB/DB-Wagen in schwedischen Nightjets und in Zürich-Amsterdam bis zu Eintreffen der neuen Garnituren. Einzige Chance sei nur das Flucht nach vorne: CP bräuchte dringend Neue Nachtfahrzeuge... die Übernahme der heutigen veralteten Talgos wäre genauso wenig hilfreich.

Neue Talgos wären schon 'was, aber ich denke, daß dazu auch besondere Wartungsinfrastruktur nötig wäre, also lieber etwas von Siemens oder Stadler.

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: no-night

Datum: 05.04.21 11:51

tbk schrieb:Zitat:
Welcher anteil der fahrgäste des Südexpress nutzt diesen zwischen portugiesischen und spanischen orten und wie viele fahren weiter nach Frankreich? Sollte der spanische anteil eher gering sein, könnte das ein geringes interesse der Renfe erklären.
Bei Fahrgastpotential ist es doch mehrsagend, daß es sich seit längst um Kapazität von Zwei-Drittel-Sitzwagen, halben Liegewagen und einen Schlafwagen handelt... und das in einem quasi Vier-Wagen-Zug. Ob mehr Plätze auch mehrere Reisende sowie davon bessere Einnahmendeckung möglich wäre...

(Andererseits: wie viele Wagen könnte es sein, insbesondere wenn die gemeinsame Führung nach Madrid verbleibe. Nach meiner Erfahrung waren lange Züge in Portugalien unüblich, und auch Bahnsteiglängen nicht dazu angepasst.)

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: Heiko Müller

Datum: 06.04.21 01:06

Moin,

anscheinend sind die ersten Züge für Indien schon in Arbeit, beklebung etc.
[twitter.com]

LG

Heiko
Wäre interessant zu wissen, welche Wagentypen umgesetzt wurden. Auf dem Bild ist ein 4er-Schlafwagen ersichtlich, diese Gattung ist wie auch 2er eine verbreitete Komfortkategorie innerhalb Indiens. Schlafwagen mit eigenen Badezimmer sowie Speisewagen sind dagegen nur in den Luxuszügen zu finden... und sind eigentlich klimatisierte Sitzwagen in indischen Schlafwagenzügen eingemischt?

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: kentishman

Datum: 06.04.21 18:19

tbk schrieb:
Welcher anteil der fahrgäste des Südexpress nutzt diesen zwischen portugiesischen und spanischen orten und wie viele fahren weiter nach Frankreich? Sollte der spanische anteil eher gering sein, könnte das ein geringes interesse der Renfe erklären.

Muß der Zug überhaupt flügeln? Für Reisende aus Paris wäre ein TGV nach Madrid mit Anschluss zum Nachtzug nach Lissabon denkbar, und fast so schnell wie über Irun.

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 06.04.21 18:42

Nur das hier dann in Madrid der Bahnhof gewechselt werden muß, was die Sache unattraktiver macht. In Hendaye ist der Umstieg sehr kurz und alle Überlegungen, diesen Zug wieder durchgehend bis Paris zu verbinden, gefallen mir sehr gut.

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: kentishman

Datum: 06.04.21 22:05

Stupor Mundi schrieb:
Nur das hier dann in Madrid der Bahnhof gewechselt werden muß, was die Sache unattraktiver macht. In Hendaye ist der Umstieg sehr kurz und alle Überlegungen, diesen Zug wieder durchgehend bis Paris zu verbinden, gefallen mir sehr gut.
Das hatte ich vergessen - aber Atocha Cercanias wäre möglich, ist von einigen MDs schon benutzt.

Hendaye ist einfacher (aber nicht barrierefrei!), aber wenn CP sparen muß....

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: no-night

Datum: 07.04.21 12:22

kentishman schrieb:
Hendaye ist einfacher (aber nicht barrierefrei!), aber wenn CP sparen muß....
Wenn es gar nach Hendaye kommt. In 2013 wurden wir mit Bus von Irun nach Hendaye umtransportiert. In der Gegenrichtung fuhr der anschließende TGV genauso nicht nach Irun, wie jener vor 2 Studen früher.

Re: (ES-IN) RENFE TRENHOTEL für Indien?

geschrieben von: 103612

Datum: 07.04.21 13:08

Es ist ein Trauerspiel was in Westeuropa in Sachen Nachtzugverkehr abgeht!

Während in Mitteleuropa und Nordeuropa gerade eine kleine Renaissance des Nachtugverkehrs stattfindet, wird dieser in Westeuropa mehr und mehr eingestellt. Dabei wären gerade nach Spanien und Portugal attraktive langlaufende Nachtzugrelationen möglich.

Gerade für Lissabon macht aber auch weiterhin ein Talgo als Nachtzug Sinn, zumindest wenn er umspurbar wäre.
Zwischen Valladollid und Burgos wird bald die Normalspur in Betrieb gehen. Ebenso mittelfristig zwischen Vitoria und San Sebastian. Davon könnte dann auch ein umspurbarer Nachtzug profitieren.

In einer etwas ferneren Mittelfrist wird die Bahnstrecke via Badajoz durchgängig befahrbar sein. Dann kann ich mir auch ganz andere Routen von Portugal vorstellen. Z.B. könnte ein Nachtzug von Lissabon kommend über Badajoz nach Zaragoza fahren. Ab dort wird dann in einen Zugteil nach Hendaye und Barcelona getrennt.
Oder man fährt in Madrid durch den Tunnel und dann via Valladollid.

Ziel der Purtugiesen sollte sein eines Tages im Nachtsprung Paris - Lissabon zu fahren und dazu möglichst viel HGV Strecken in Frankreich und Spanien zu nutzen. Wenn man ein entsrpechendes Fahrzeug hätte, wäre das auch von den Fahrzeiten her problemlos möglich.

Re: (ES-IN) RENFE TRENHOTEL für Indien?

geschrieben von: tbk

Datum: 07.04.21 15:14

103612 schrieb:

Ziel der Purtugiesen sollte sein eines Tages im Nachtsprung Paris - Lissabon zu fahren und dazu möglichst viel HGV Strecken in Frankreich und Spanien zu nutzen. Wenn man ein entsrpechendes Fahrzeug hätte, wäre das auch von den Fahrzeiten her problemlos möglich.

Die teile dafür sollten bei Talgo bereits in der virtuellen schublade liegen. Zumindest für 230 km/h gibt es einschließlich triebköpfen komplett umspurbare züge und die nachtzugausstattungen sind ebenso bereits in serie gefertigt worden. Nur die kombination mehr als 230 km/h + spurwechsel wurde bisher nicht realisiert, vielleicht sind sich da die dann nötigen antriebs- und bremseinrichtungen und der spurwechselmechanismus im weg?

Da der markt doch eher gering ist, wird für ein einziges zugpaar sicher nichts neues erfunden, aber ein zug aus serienteilen wäre schon denkbar. Wobei ich nicht weiß, was es für die Frankreichzulassung zusätzlich braucht (die Franzosen sollen da bei triebfahrzeugen ein wenig eigen sein, weshalb gewisse "Europaloks" wie Vectron MS immer noch nicht nach Frankreich dürfen).

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 07.04.21 17:31

Aus genau diesen Gründen, weil die SNCF unfähig war passend Irun anzubinden, hat man zu letzt diesen Zug konsequent von und ab Hendaye geführt. Und das halte ich auch für die Zukunft als die beste Lösung.

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: Ernst Kers

Datum: 07.04.21 18:07

kentishman schrieb:
Muß der Zug überhaupt flügeln? Für Reisende aus Paris wäre ein TGV nach Madrid mit Anschluss zum Nachtzug nach Lissabon denkbar, und fast so schnell wie über Irun.

Dies verlängert die Reisezeit für den Norden und das Zentrum Portugals um einige Stunden. Und das sind zwei wichtige Regionen, in denen mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt:
Region Norte: ca. 3,7 Millionen Einwohner
Region Centro: ca. 1,75 Millionen Einwohner
Region Lisboa e Vale do Tejo: ca. 3,6 Millionen Einwohner
Region Alentejo: ca. 0,76 Millionen Einwohner
Region Algarve: ca. 0,45 Millionen Einwohner

Ernst

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: Ernst Kers

Datum: 07.04.21 21:30

kentishman schrieb:
Muß der Zug überhaupt flügeln? Für Reisende aus Paris wäre ein TGV nach Madrid mit Anschluss zum Nachtzug nach Lissabon denkbar, und fast so schnell wie über Irun.
Welcher Nachtzug? Die Spanier wollen auch die Lusitania dauerhaft einstellen. Unterschied zwischen dem Lusitania und dem Sud-Express: Die Kosten und Einnahmen des Lusitania betrugen 50/50 Renfe / CP. Die Kosten und Einnahmen des Sud-Express betragen 100% für den CP.

Ernst

Re: (ES-IN) RENFE TRENHOTEL für Indien?

geschrieben von: Thomas I

Datum: 07.04.21 23:39

tbk schrieb:
Die teile dafür sollten bei Talgo bereits in der virtuellen schublade liegen. Zumindest für 230 km/h gibt es einschließlich triebköpfen komplett umspurbare züge und die nachtzugausstattungen sind ebenso bereits in serie gefertigt worden. Nur die kombination mehr als 230 km/h + spurwechsel wurde bisher nicht realisiert, vielleicht sind sich da die dann nötigen antriebs- und bremseinrichtungen und der spurwechselmechanismus im weg?

Da der markt doch eher gering ist, wird für ein einziges zugpaar sicher nichts neues erfunden, aber ein zug aus serienteilen wäre schon denkbar. Wobei ich nicht weiß, was es für die Frankreichzulassung zusätzlich braucht (die Franzosen sollen da bei triebfahrzeugen ein wenig eigen sein, weshalb gewisse "Europaloks" wie Vectron MS immer noch nicht nach Frankreich dürfen).
Also der RENFE S-130 ist ein Spurwechselzug von Talgo und der darf 250km/h fahren und basiert auf Talgo-7.
Der kommende RENFE S-107 mit den umgebauten Nachtzugwagen Talgo-7 wird ebenfalls ein Spurwechselzug sein und soll 330km/h fahren können.
Und die als RENFE S-122 und S-131 kommenden Talgo AVRIL in der Spurwechsel-Variante werden ebenfalls für 330km/h zugelassen.
Insofern, mehr ans 230 mit Spurwechsel-Möglichkeit gibt es schon länger und mehr als 250 wird bald folgen.

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: no-night

Datum: 08.04.21 10:24

Ernst Kers schrieb:
Dies verlängert die Reisezeit für den Norden und das Zentrum Portugals um einige Stunden. Und das sind zwei wichtige Regionen, in denen mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt:

Das wäre nur nützlich... mit 21:30 bzw. 7:30 hat(te) Lissabon eine noch erträgliche Lage, aber Coimbra mit 23:30 und insbesondere 4:45 bedeutet(e) auch für Porto-Reisenden Qual.

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: Ernst Kers

Datum: 08.04.21 11:29

no-night schrieb:
Das wäre nur nützlich... mit 21:30 bzw. 7:30 hat(te) Lissabon eine noch erträgliche Lage, aber Coimbra mit 23:30 und insbesondere 4:45 bedeutet(e) auch für Porto-Reisenden Qual.

Diese Zeiten sind das Ergebnis des Zusammenlaufs von Sud-Express und Lusitania zwischen Lissabon und Medina del Campo und damit der Ankunfts- und Abfahrtszeiten in Madrid. Wenn die Lusitania storniert wird, wie es die Renfe wünscht, kann der Sud-Express wieder günstigere Ankunfts- und Abfahrtszeiten erhalten.

Ich habe diesen Transfer in Coimbra mehrmals in beide Richtungen gemacht. Es ist nicht ideal, aber für mich ist die Route über die Linha da Beira Alta immer besser als eine Route von Porto über Lissabon - Madrid - Barcelona mit zusätzlichen Transfers.

Ernst



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.04.21 11:53.

Re: Fahrgäste des Südexpress?

geschrieben von: kentishman

Datum: 08.04.21 19:02

Ernst Kers schrieb:
Zitat:
Unterschied zwischen dem Lusitania und dem Sud-Express: Die Kosten und Einnahmen des Lusitania betrugen 50/50 Renfe / CP. Die Kosten und Einnahmen des Sud-Express betragen 100% für den CP.
Sorry, das war mir nicht bekannt. In diesem Fall müsste man natürlich auch nicht flügeln, sondern den ganzen Zug in Hendaye starten (vielleicht in geänderte Trasse, um einen vernünftigeren Anschluss nach/von Porto zu schaffen).

Re: (ES-IN) RENFE TRENHOTEL für Indien?

geschrieben von: coelhone

Datum: 09.04.21 09:12

Lieber 103612
Der bau von viadukten auf der PT seite volle im gang für die HGS Lissabon-Madrid.Das ist zumindestens eine gute zeichen.
Hier einige fotos von Domingos Mendes Madruga
Redodno-PT.j1.jpg
Redodno-PT.j2.jpg
Redodno-PT.jpg
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