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Nachtzug Frankfurt-Barcelona in Planung

geschrieben von: wostei

Datum: 17.02.21 09:47

Hallo, heute morgen soll in Heidelberg eine Studie des französischen Vereins "Association Objectif Train de Nuit" vorgestellt werden. Es geht dabei um eine Nachtzugverbindung mit Schlaf- und Liegewagen und eventuell Frachtbeförderung.
Grüße aus dem Westerwald, der auch demnächst einen Nachtzughalt in Au (Sieg) erhalten soll.
Wolfgang
Entweder sind diese Leute extrem optimistisch bzw. naiv - oder wir werden dieses Jahr eine große Überraschung bekommen! Kann jemand die Machbarkeitsstudie finden, die im Herbst 2020 veröffentlicht werden sollte?

[lunatrain.eu]
Was sollen das dann überhaupt für Züge sein-Thema Spurweite?!
Kann sein die Planen diesen Zug über die LGV ab Perpignan, aber sicher bin ich nicht. Andererseits dürfte es in Spanien in Sachen Talgo genug derzeit nur rumstehendes Material geben, welches auch in Port Bou umgespurt werden könnte und gleichzeitig einen guten Tren Hotel-Standard bietet. Mögliche Güterwagen müssen dann natürlich ab Cerbere/Port Bou nach Spanien rein vom Personenzug abgetrennt werden und separat weiter befördert werden.
Ich denke dass die Umspurunsganlage in Portbou ist
seit längere Zeit niedergerissen.
Mit LGV Perpignan-Barcelona hatte keine Verwendung mehr.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.21 13:22.
Ich denke das jetzt wieder nicht, diese Anlage stört ja niemanden und man weis nie was kommen wird.
Hallo,

laut ADIF-Liste existiert die Anlage in Port Bou nicht mehr.

In Spanien ist es üblich, beim weiteren Ausbau des Normalspurnetzes die dann jeweils überflüssigen Anlagen abzubauen und am jeweiligen Ende der Normalspurstrecke oder anderen neuen Übergangspunkten wieder aufzubauen. Das wird sicher auch mit der Anlage aus Port Bou passiert sein.

Gruß
X73900
Auf dem bei Google hinterlegten Bild bei Earthview ist sie noch zu sehen.
"in Planung" -> was soll das? Das sind alles nur Träumereien.
Um noch weiter zu träumen:

Stelle noch mehr Talgos her und verbinde die Talgo-Züge Frankfurt-Barcelona und Berlin-Moskau.

Am End des Tages wenn man noch die Züge Barcelona-Lissabon und Moskau-Peking miteinbezieht, dann hätte man eine Zugstrecke für ganz Eurasien.

Natürlich mit Personalwechsel zwischendurch.

Viele Grüße
Robert
Ich verstehe die ganze Diskussion über Umspuranlagen in Port Bou nicht.
Bei WIKIPEDIA kann man doch alles über die Schnellfahrstrecke (LGV)
in europäischer Normalspur zwischen Barcelona und Perpignan nachlesen.

Man könnte also ohne Umspuren und ohne Talgo einen Zug
von FRANKFURT über BARCELONA bis nach MADRID fahren lassen
(und sogar bis nach SEVILLA).

ULI
Zitat
Man könnte also ohne Umspuren und ohne Talgo einen Zug
von FRANKFURT über BARCELONA bis nach MADRID fahren lassen
(und sogar bis nach SEVILLA).

Nur wer soll das bezahlen? Die Trassenkosten für die LGV Perpignan–Figueres sind gewaltig. Das lässt kaum einen wirtschaftlichen Betrieb zu.

Trassenkosten

geschrieben von: globetrotter7

Datum: 17.02.21 18:54

Woher kennst du die Trassenkosten ?

ULI

Re: Trassenkosten

geschrieben von: siestaman

Datum: 17.02.21 19:46

Hallo,

die Trassenkosten, welche ich damals denke gelesen zu haben, waren 1300 € für eine Durchfahrt mit einem Güterzug und um die 2000 € für einen Personenzug. Ich finde gerade den Zeitungsausschnitt nicht mehr. Gefunden habe ich für den Moment nur das, man geht von 6 € pro Passagier bei einer geplanten Belegung von durchschnittlich 220 Passagieren (https://es.rec.trenes.narkive.com/UDlV1JVf/tunel-de-la-perthus). Da wären wir wieder bei 1300 €.

Was die Umspurung in Port-bou angeht, ich war lange nicht da, aber in Figueres findet noch immer Güterverkehr auf der Altbaustrecke statt. Der Abzweig vom DreiSpurGleis auf die LGV ist vor Figueres. Erst letzte Woche hat 1 Lok mit 10 Waggons abgebügelt mindestens 4h Richtung Grenze dort auf freier Strecke gestanden und ein Richtungsgleis blockiert.

Viele Grüsse

siestaman

Re: Trassenkosten

geschrieben von: Avala

Datum: 17.02.21 19:51

globetrotter7 schrieb:
Woher kennst du die Trassenkosten ?

ULI
Die veröffentlicht der Infrastrukturbetreiber deiner Wahl.
Stupor Mundi schrieb:
Auf dem bei Google hinterlegten Bild bei Earthview ist sie noch zu sehen.
Ich habe mal bei der spanischen Wikipedia reingeschaut. Dort ist als Info mit Stand Oktober 2020 ausgeführt: Operativo sin tráfico desde el 15/12/2013 (betriebsfähig ohne Verkehr seit 15.12.2013). Vielleicht ist also doch noch alles da. Im Verzeichnis von ADIF ist die Anlage in Port Bou aber wie gesagt nicht als aktuell buchbare Infrastruktur aufgeführt.

Gruß
X73900

Re: Trassenkosten

geschrieben von: X73900

Datum: 17.02.21 20:15

Es gab ja mal einen Betreiberwechsel bei der Infrastruktur der Strecke Perpignan - Figueres, frühere Angaben sind also nicht mehr unbedingt aktuell. Es ist aber immer noch ziemlich teuer.

Die Trassenkosten sind konkret hier veröffentlicht: [www.lfpperthus.com] (Seite 108).

Danach kosten Güterzüge zwischen 653 und 844 €. Hochgeschwindigkeits-Fernzüge kosten zwischen 1060 und 5524 €, in Abhängigkeit von der Sitzplatzzahl und der Uhrzeit. Und es gibt einen speziellen Tarif für Nachtzüge. Nachtzüge mit Vmax bis 230 km/h kosten zwischen 787 und 1688 €, Nachtzüge mit 300 km/h zwischen 910 und 1951 €.

Die Streckenlänge beträgt 44 km. Für einen Güterzug fallen also zwischen 15 und 19 € je Zug-km an, für einen Nachtzug mit 230 km/h zwischen 18 und 38 € je Zug-km.

Die Nutzung einer Spurwechselanlage kostet übrigens natürlich auch etwas. Wenn ich die ADIF-Preisliste richtig verstanden haben, werden je Fahrt 135 € fällig.

Gruß
X73900

Re: Trassenkosten

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 17.02.21 20:21

Damit dürfte klar sein das die Altstrecke von den Kosten her einen großen Pluspunkt für dieses Projekt bringt. Wird es dabei je auch Güterwägen geben, dann enden die eben in dieser Grenzanlage.

Alternativ kann dieser Nachtzug natürlich auch Endstation, von Frankfurt kommend, in Port Bou haben und Nordwärts ab Cerbere starten, dann müßten man eben auf perfekte Breitspuranschlüsse achten und auch durchgängige Fahrscheine mit Reisekette (inklusive Sparpreise bis nach ganz Spanien hinein) anbieten.

Re: Trassenkosten

geschrieben von: Nachtzug

Datum: 17.02.21 21:06

Stupor Mundi schrieb:
Damit dürfte klar sein das die Altstrecke von den Kosten her einen großen Pluspunkt für dieses Projekt bringt. Wird es dabei je auch Güterwägen geben, dann enden die eben in dieser Grenzanlage.

Alternativ kann dieser Nachtzug natürlich auch Endstation, von Frankfurt kommend, in Port Bou haben und Nordwärts ab Cerbere starten, dann müßten man eben auf perfekte Breitspuranschlüsse achten und auch durchgängige Fahrscheine mit Reisekette (inklusive Sparpreise bis nach ganz Spanien hinein) anbieten.
Wenn du so einen Nachtzug halbwegs rentabel betreiben willst, muss er gleichzeitig für Touristen und Geschäftsreisende attraktiv sein. Und ich glaube Port Bou als Endstation selbst mit guten Anschlüssen wäre für Geschäftsreisende völlig uninteressant
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