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Hallo zusammen,

mit dem heutigen Bericht wechseln wir ins letzte Land dieser Reise, Usbekistan. Vieles sollte hier ganz anders sein als im vorigen Land, doch seht selbst.

Hier nochmal die vorigen Teile:

[DE][PL][UA] Teil 1: Von Dresden nach Lemberg - 25.+26.08.15
[UA] Teil 2: Unterwegs in Lemberg - 27.08.15
[UA] Teil 3: von Lemberg in die russische Nacht - 28.08.15
[RU] Teil 4: Wieder einmal in Moskau - 29.08.15
[RU] Teil 5: Monorail und Transsib - 30.08.15
[RU] Teil 6: Ein Tag im Zug - 31.08.15
[RU] Teil 7: Tagestour in Jekaterinburg (1/2) - 01.09.15
[RU] Teil 8: Tagestour in Jekaterinburg (2/2) - 02.09.15
[RU] Teil 9: Wieder mal Omsk – 03.+04.09.15
[RU] Teil 10: Besuch auf der Straußenfarm - 05.09.15
[RU] Teil 11: Stadt- und Unirundgang in Omsk - 06.+07.09.15
[RU] Teil 12: SibADI und Omski Avangard - 08.09.15
[RU] Teil 13: Omsk-Transport zum Abschied/-winken - 09.09.15
[KZ] Teil 14: Astana zum ersten - 10.09.15
[KZ] Teil 15: Astana zum zweiten - 11.09.15
[KZ] Teil 16: von der Hauptstadt in die Steppe - 12.09.15
[KZ] Teil 17: aus der Steppe in die Berge - 13.09.15
[KZ] Teil 18: Auf nach Medeu! - 14.09.15
[KZ] Teil 19: KazATK und Kök-Töbe - 15.09.15
[KZ][KG] Teil 20: Im Sprinter durch die Steppe - 16.09.15
[KG] Teil 21: Bischkek und Gebirge - 17.09.15
[KG] Teil 22: Entlang des Tschüi zum Issyk Köl - 18.09.15
[KG] Teil 23: Ab durch die Mitte - 19.09.15
[KG] Teil 24: Go West - 20.09.15
[KG] Teil 25: über den 3. 3.000er ins Ferghanatal - 21.09.15
[KG] Teil 26: Rund um den Suleiman-Too - 22.09.15

Mittwoch, 23. September 2015

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Wieder einmal zeigte sich das Wetter am Morgen von seiner freundlichen Seite.

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Links im Bild unser Zimmer.

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Etwas unangenehm war diese Undichtigkeit im Raum.

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Ein Blick zurück auf unsere "Bisnes-Gostiniza", vor dem wieder ein deutsches Fabrikat parkiert.

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Irgendwie sitzen wir der Falschinfo auf, dass ein Obus bis an die Grenze fahren würde, doch die passende Linie will einfach nicht auftauchen.

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Auf diesem Obus wird irgendwie der Abijahrgang 2015 beworben.

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Eine Runde Siu-9 muss schon nochmal sein.

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Die Richtung stimmt zwar, ein paar Meter sind es aber doch noch zum Grenzposten, hier fahren wir dann noch ein Stück Marschrutka. An sich wollten uns auch viele Taxis mitnehmen, allerdings alle zum Flughafen, doch wir wollen ja auf dem Boden bleiben.

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Recht quirlig ging es auf dieser Seite der Grenze zu. Genießen wir noch einmal die relative Freiheit in diesem Land, dass sich zwar sicherlich nicht wohlhabend anfühlte, aber angenehm anders als Russland, Kasachstan und Usbekistan, wo man aufgrund ihrer ewigen Präsidenten stets das Gefühl hatte, einmal das Falsche zu sagen und dafür verschwinden zu können/müssen, auch wenn man da als Ausländer sicherlich weniger gefährdet ist.

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Ein Blick auf unsere heutige Route, der Grenzpunkt ist markiert.

Vor der Grenze können wir schon mal einige kirgisische Sum in usbekische Som umtauschen, was sich hinter der Grenze als sehr wichtig herausstellen sollte, denn Geldautomaten sucht(e) man (damals) vergebens. Die Ausreise aus Kirgistan verläuft gänzlich unkompliziert und freundlich, dahingegen ist der Empfang in Usbekistan deutlich kühler und förmlicher, obwohl wir für das dortige Visum damals noch richtig Geld hinblättern mussten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ließ also zu wünschen übrig. Irgendwelche altbackenen Formulare liegen aus, was man erst bemerkt, als wir diese abgeben, woraufhin man uns nochmal zweifach neue ausfüllen lässt. Die Grenzkontrolle ist die penibelste in meinem Leben, denn es reicht nicht, das Gepäck zu röntgen, nein, es muss teilweise zerlegt werden. Ein Grenzer interessiert sich für Fotos auf Martins Kamera, bei mir ist das Netbook von Interesse, wo sich ein Grenzer ahnungslos durch den Total Commander klickt. Auch mein Smartphone darf ich einmal entsperren, anfangen kann er damit dann aber auch nicht viel. Für den Metalldetektor durfte ich dafür interessanterweise meine Schuhe anbehalten. Insgesamt jedenfalls ein sehr unangenehmes Prozedere, welches andere wohl eher in Russland erwarten würden, aber da ging es immer freundlicher zu.

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Hinter der Grenze warten v.a. erstmal Selbstbau-Sattelschlepper auf Fracht oder den Grenzübertritt, sonst ist nicht viel los, ein krasser Gegensatz zu Kirgistan.

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Die wenigen Angebote für die Weiterfahrt, die hier warten, waren viel zu teuer, um in die nächstgrößere Stadt, Andijon (Aussprache: Andischan), zu gelangen, wo wir über eine Ecke eine Übernachtung hatten. Wir wollten dann zum Bus gehen, als sich uns ein Fahrer mit seinem kleinen Chevi Matiz anbot. Zu viert mit Gepäck ging es sogar irgendwie und für 30.000 Som sollten wir in die Stadt gelangen, was zum damaligen Schwarzmarktwechselkurs etwa 6 € entsprach.

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Unser Fahrer sprach nur wenige Brocken Russisch, so dass kein Gespräch zustande kam. Unruhig war er jedoch aufgrund seines Tankstandes. Und obwohl wir durch eine Landschaft fuhren, in der stellenweise Ölpumpen seelenruhig ihre Arbeit verrichteten und auch Tankstellen eingerichtet waren, gab es an diesen nicht einfach so Sprit zu kaufen. Auf der Straße vor einer ebensolchen kam dann - wohl nach den passenden Hupzeichen - jemand mit diesem zweckentfremdeten Wasserkanister und füllte mithilfe eines Trichters unseren Tank etwas auf. Auf dem Weg nach Andijon passierten wir auch mehrere Checkpoints, wo wir den Betrieb mit unseren Reisepässen durchaus etwas aufhielten. Mehr als unsere Passnummern teils mit Bleistift einfach nur zu notieren war aber nicht drin. Trotzdem eine bizarre Erfahrung. Grund sind/waren ethnische Spannungen im Ferghanatal, die sich jenseits der Grenze 2010 brutal entluden, jedoch Usbeken betraf, was ich 2015 noch nicht wusste: [de.wikipedia.org]

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Weinfeld vor Ölberg mit Gasleitung oder so.

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Ansonsten war durchaus wahrzunehmen, dass wir nun wohl im fruchtbaren Teil des Tales angekommen waren.

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Auf den Straßen war wenig los, dafür waren sie für ein Vielfaches des Verkehrsaufkommens ausgelegt.

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In Andijon werden wir in der Nähe des Busbahnhofs abgesetzt, wo wir von zwei Bekannten, "Frank" und Nigora, eines Freundes von Martin aus Rigaer Erasmuszeiten abgeholt werden, die uns auch beherbergen werden.

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Zunächst geht es über die Straßen des Zentrums, wo man beim BurgerClub gut die Folgen von sprachlichen Besonderheiten und Hin-und-Her-Transkribtion sehen kann: so wird aus dem Hamburger der Gamburger.

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Trotz hoher Polizeipräsenz sind überall auf den Straßen der Innenstadt Männer mit Plastiktüten unterwegs, die einem "Dollari, Evro, Sterling" zuraunzen und den Umtausch ermöglichen, denn Geldautomaten gibt es quasi keine. Unter dem damals schon greisen Präsidenten Islam Karimov war der offizielle Wechselkurs auf 1:3.000 festgesetzt, auf dem Schwarzmarkt waren für US-Dollar und Euro jedoch annähernd gleiche Wechselkurse von 1:5.000 mit leichtem Vorteil für den US-Dollar üblich. Darüber schon vorab entsprechend informiert, waren wir noch mit entsprechenden heimischen Devisen ausgestattet und konnten entsprechend wechseln. Die Wertlosigkeit dieser Währung bedingte jedoch, dass es (zum Glück) kein Münzgeld gab, der kleinste Schein der 200er war, der Standardschein zu jener Zeit der 1.000er und man mit etwas Glück an frische 5.000er kam. 20 € mal eben umgetauscht ergab also mal eben 100.000 Som, die man nicht mehr in den Geldbeutel stecken konnte. Dafür kann man damit schön posen :-D

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Mit den sogenannten Damas (Kleinbussen), die schon teils vorher auf Fotos zu sehen war und die fast vollständig den innerstädtischen Nahverkehr bestückten, ging es etwas nach außerhalb zu "Frank", der noch eine Zweitwohnung in der Familie hatte, wo wir nächtigen konnten. So ganz legal war das vielleicht nicht unbedingt in einem recht repressiven Land mit Registrierungspflicht, aber der Nervenkitzel gehörte dazu. In dieser Siedlung waren wir natürlich die totalen Aliens und zogen alle Blicke auf uns. Die Verständigung mit unseren Guides war übrigens gar kein Problem, der Englischunterricht in Usbekistan scheint ein recht hohes Niveau zu haben.

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Die erwähnten Damas warten hier am Rande der Siedlung auf der Linie 111 auf Fahrgäste.

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Zurück in der Stadt gibt es durchaus sehr herausgeputzte Ecken, auch wenn man diesen Kitsch sicher mögen muss.

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In der Stadt gesellt sich noch Dilnora zu uns. Wir erfahren von den Dreien, dass Reden über Politik in Usbekistan (erwartungsgemäß) gefährlich ist, zudem ist das Land noch recht religiös, auch wenn man es auf den Straßen anhand der Kleidung der Leute nicht so wahrnimmt.

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Rund um die Museen ist die Stadt eine einzige Baustelle, die Museen sind daher geschlossen, aber doch irgendwie von Personal besetzt.

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Wir begaben uns gen Abend noch zur größten Moschee im Ort.

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Mit Wassernebel sorgte man für Abkühlung.

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Für die Kinder waren wir natürlich wieder die Attraktion.

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Mit dem Einbruch der Dunkelheit verabschieden sich die beiden Mädels und wir sind nur noch mit "Frank" unterwegs. Abends ausgehen ist für junge Leute in Usbekistan unbekannt, wie wir zuvor noch erfahren haben, ein Nachtleben scheint nicht zu existieren. Auch auf der Suche nach einer adäquaten Möglichkeit zum Abendessen sind wir ewig unterwegs und mir wird durchaus mulmig, als wir durch eine mäßig beleuchtete Straße unterwegs sind und im Prinzip unserem Führer ausgeliefert sind. Die Befürchtungen sind jedoch unbegründet und nach einer Weile wird es wieder besser beleuchtet und wir kehren in ein großes Restaurant ein, wo wir die letzten Gäste sind, das Essen aber auch sehr gut. Nach dem Essen wären wir einem Abendspaziergang nicht abgeneigt gewesen, laut GPS wären es nur 2,5 km, doch Frank ist das zu weit und es wird deshalb wieder eine Damas-Fahrt.

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Pimp my Damas.

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Wir legen noch einen Zwischenstopp an einem Supermarkt ein und kehren dann in unsere stromlose Wohnung, wo nur eine Kerze und unsere eigenen Taschenlampen für Erleuchtung sorgen. Das schränkt dann auch die Möglichkeiten doch recht stark ein, so dass wir nicht mehr viel gemacht haben dürften ;-)

Gute Nacht,
Hannes

Herrlich exotisch

geschrieben von: schoki41

Datum: 06.01.21 11:56

Hallo Hannes,
danke für deinen durch dich hier so kontinuierlich verabreichten Reiseersatzstoff. Mir fehlt so langsam der Mix aus Platzkartny, rostigen Betonmasten und Monumenten...

Viele Grüße,

schoki41
Hannes Ortlieb schrieb:
Irgendwie sitzen wir der Falschinfo auf, dass ein Obus bis an die Grenze fahren würde, doch die passende Linie will einfach nicht auftauchen.

Die Linie 2 gab es damals nicht. Nicht mehr bzw. noch nicht wieder. Die Strecke zum ehemaligen Busbahnhof (damals eine beeindruckende Ruine - auf OSM wird da jetzt ein "neuer Busbahnhof" genannt) war aber immer intakt. Vom Ende der Linie 2 wäre es etwa 1 km bis zur Grenze gewesen.
Tolle Berichtsserie. Ich muß mich auch mal bedanken, weil ich derzeit so selen ins DSO schaue, daß ich dann gleich eine Menge neuer Teile lesen kann. Auch wenn schon lange keine Züge zu sehen sind, ist der Einblick in bislang wenig bekannte länder wie Kirgisistan und nun Usbekistan sehr spannend!
Vielen Dank!!

LG Gustav
HIER sind meine Reiseberichte zu finden!
Schöner Bericht. Den gezeigten Grenzübergang hatte ich 2019 genutzt. Unangenehm war allerdings nicht die Gepäckkontrolle (bei Touristen scheint man nach Aufhebung der Visumspflicht in Usbekistan nicht mehr so genau hinzuschauen), sondern die doch recht langen Wartezeiten in wenig attraktiven Gebäuden. Wer nicht ganz so schlicht übernachten möchte, dem sei das Hotel "Vella Elegant" direkt gegenüber vom Bahnhof Andijan empfohlen. Von dort sind es auch nur wenige Meter bis zum Busbahnhof.