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Das deutete sich ja schon länger an:

[www.lok-report.de]

Als jemand der oft in Malaysia Urlaub macht, habe ich in den vergangenen Jahren auch niemand gefunden der das Projekt toll fand.
Zu gut und günstig sind die Flugverbindungen zwischen Kuala Lumpur und Singapur.
Reine Flugzeit nur ca. 30 Minuten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.21 08:34.
Danke für die Details und den LR-Link.
Stand so ähnlich auch in der FAZ.
Die Luftliniendistanz zwischen KL und SG beträgt nur 320 km; das Projekt sollte ursprünglich 350 km Streckenlänge umfassen. Mehr als diesen Kartenvergleich kenne ich zugegeben von der Sache nicht.

Dafür 15 Milliarden USD in die Hand zu nehmen, wäre echt happig: 43 Millionen pro km!
Mit bestehenden Bahnen inkompatible und isolierte 1-Strecken-Systeme gibt's in Asien schon zur Genüge. OK, wenn genügend Nutzen besteht, denen ihr Bier. Mein gepflegtes Vorurteil lautet eher: "Cashburn".

Wurden Details zu einer möglichen Begradigung und Modernisierung (incl. Elektrifizierung) der bestehenden KTM-Strecke unter Beibehalt der Meterspur mit weiteren Erschliessungsmöglichkeiten ernsthaft erörtert? Letzteres wäre zusätzlich zur Vernetzung mit den thailändischen Bahnen ein Merkmal, das Airlines zu Regionalflughäfen nicht erschwinglich anbieten könnten. Dass man auch auf Meterspur (incl. Kapspur) schneller als 160 km/h fahren kann, sollte bekannt sein.

Schneller als das Flugzeug zwischen beiden Städten halte ich auch - selbst bei Einbezug der Check-in- und Abfertigungszeiten - für vermessen. Die würden bei Hochgeschwindigkeitsbahnen ähnlich hinzukommen, vgl. Eurostar usw.

Grusz

Der Unglaeubige Thomas
Bevor man hier Überlegungen anstellt die bestehende Strecke zu ertüchtigen sollte man erstmal den Bahnhof für Singapur wieder in Betrieb nehmen oder eine neue praktikable Lösung schaffen. Der Zug hat vor allem dann einen Zeitvorteil gegenüber dem Flugzeug wenn man mitten in der Stadt eintrifft, der alte Bahnhof von Singapur hat das ermöglicht, die aktuelle Regelung ist eine Zumutung für die Reisenden und hat einen ähnlichen Effekt als wenn man am Stadtrand am Flughafen eintrifft.

Denn warum sich den Kopf über teure und komplizierte Aus- oder Neubauten zerbrechen, wenn man noch nicht einmal die einfachen und günstigen Dinge hin bekommt oder hin bekommen will?

[MY][SG] Ausbau der Bestandesstrecke ist im Gange

geschrieben von: Don Pedro

Datum: 10.01.21 16:15

Die in diesem Thread gestellte Frage des Ausbaus der Bestandesstrecke befindet sich zur Zeit in Beantwortung... Neubau in Meterspur mit Elektrifizierung entlang der bisherigen Trasse mit einigen Begradigungen und Bahnhofsneubauten läuft!

Ab der Grenze zu Thailand in Padar Besang Padang Besar*) bis Gemas ist der Umbau vollendet, und die Arbeiten zwischen Gemas und Johor Bahru sind in vollem Gange, wie dieses Video neueren Datums zeigt:
[www.youtube.com]

Ich schätze, so ein bis zwei Jahre wird es schon noch dauern bis zur Betriebsaufnahme. Allerdings löst dieses Projekt den unbefriedigenden Zugang zu Singapur nicht, das ist unbestritten.

Gruss
Don Pedro

*) Edit: Südostasien ist nicht meine Kernkompetenz... (Aber pandemiebedingt macht man Pläne, wo man einmal hinreisen könnte, und steigert die Vorfreude mittels Youtube).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.21 19:20.
Hallo!

Das ist auch besonders schade für die Reisenden im Luxuszug "Eastern and Oriental-Express" Bangkok - Singapur, welcher wegen der Krise auch zur Zeit gecancelt ist. So müssen die betuchten Fahrgäste an einem ungastlichen Bahnhof (Woodlands) aussteigen (bzw. einsteigen). Dann zeitraubend mit Metro oder Bus zu den Hotels gebracht werden.

Wenn der Zug wieder fährt, wäre es auch weiterhin der einzige Fernzug, welcher Singapur zumindest bis Woodlands anfährt. Sonst müssen die Fahrgäste bekanntlich in Johor Bahru in die Pendelzüge umsteigen. Außer: man erbarmt sich und schickt zumindest einige Fernzüge rüber.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser
Das sehe ich auch so. Es war früher sehr angenehm, im Stadtzentrum von Singapur anzukommen und zu Fuß zum Hotel hinüberzugehen. Den Hauptbahnhof von Singapur mit seiner sehr guten Lange stillzulegen, muss einem Verrückten in den Sinn gekommen sein und ist eine ungeheuerliche Zumutung für alle Reisenden, die mit der Bahn anreisen.
Zitat
Den Hauptbahnhof von Singapur mit seiner sehr guten Lange stillzulegen, muss einem Verrückten in den Sinn gekommen sein und ist eine ungeheuerliche Zumutung für alle Reisenden, die mit der Bahn anreisen.
So wie ich das verstanden habe, gehörte der Stadtbahnhof und die Bahnstrecke von Woodlands zum Stadtbahnhof dem Staat Malaysia. Die Bahnstrecke sah sehr vermüllt aus.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Singapur aus politischen Gründen nicht mehr länger wollte, dass ein fremder Staat eine Bahnlinie quer durch Singapur kontrolliert.
Das mit den Eigentumsverhältnissen stimmt. Aber wenn genau das dass Problem von Singapur gewesen sein soll, wieso kam man dort dann nicht auf die Idee die Anlagen von Malaysia abzukaufen und selbst zu betreiben und eine Konzession an die malaysische Eisenbahn zu vergeben um Fernzüge bis Singapur zu betreiben und gleichzeitig den Nahverkehr bis zum Grenzbahnhof in Malaysia selbst zu betreiben?
Singapur wollte das Land für andere Zwecke benutzen.

Gruss, Thomas.
...und hat damit eine grandiose Fehlentscheidung getroffen. So blöd ist man ansonsten nur noch in Stuttgart, wo man sich mit S 21 auch den Zugang zur Bahn ohne Not abschneidet!