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Moin zusammen,

einem Artikel auf den Seiten von railjournal.com, habe ich die folgenden Informationen (Auszug) entnommen:

Portugals Premierminister António Costa hat ein nationales Investitionsprogramm in Höhe von 26,3 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 aufgestellt, in dessen Rahmen € 10,51 Milliarden in 16 Eisenbahnprojekte investiert werden sollen.

Dazu gehören eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke Lissabon - Porto mit einer Fahrzeit von 1h 15min, eine neue grenzüberschreitende Strecke Porto - Vigo mit einer Fahrzeit von einer Stunde, die Modernisierung und vollständige Elektrifizierung des Netzes bis 2030,
die Erhöhung der Kapazität in städtischen Gebieten sowie der Ersatz und der Kauf von neuem rollendem Material.
Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Lissabon - Porto, für die € 4,5 Mrd. bereitgestellt wurden, wird eine Trennung von schnellen und langsamen Diensten bekommen. Die Verbindung wird in zwei Phasen gebaut, beginnend mit dem Bau des Abschnitts Porto - Soure.

Die erste Phase der Hochgeschwindigkeitsstrecke Porto - Valença - Vigo, für die € 900 Mio. bereitgestellt wurden, wird die Fahrzeiten zwischen Porto und der Region Galicien in Spanien verkürzen, die Qualität der Fernverkehrsdienste erhöhen,
Kapazitäten für den Vorort- und Güterverkehr auf der Minho-Linie freisetzen und die Verbindung zum Flughafen Sá Carneiro herstellen.
Das Projekt wird in Etappen gebaut, wobei dem Abschnitt Braga - Valença Vorrang eingeräumt wird. Durch den Bau der zweigleisigen Hochgeschwindigkeits-Personenstrecke wird sich die Fahrzeit von Porto Campanhã - Vigo auf eine Stunde verkürzen.

€ 290 Mio. wurden für die Erhöhung der Kapazität des Vorortverkehrs, einschließlich der Erhöhung der Frequenz der Personen- und Frachtdienste in Lissabon und Porto, bereitgestellt, während weitere € 270 Mio. für die Einführung des ERTMS vorgesehen sind.

Weitere € 370 Mio. werden für ein Sicherheits-, Erneuerungs- und Umrüstungsprogramm bereitgestellt, dessen Schwerpunkt auf der Lärmreduzierung und dem Schutz vor dem Klimawandel liegt. Das Programm umfasst die Beseitigung von 155 Bahnübergängen
und die Automatisierung von 79 weiteren Bahnübergängen, die Verbesserung von Bahnübergängen in Bahnhöfen, die Installation von Zugfunkgeräten und die Durchführung von Lärmminderungsmaßnahmen.

Für die Elektrifizierung des nationalen Netzes wurden € 740 Mio. Euro bereitgestellt. Das Programm wird die Kapazität erhöhen, Engpässe beseitigen und auf einigen Teilen des Netzes Züge von bis zu 750 m Länge aneinander vorbeifahren lassen.

Drei Programme für rollendes Material mit einem Gesamtvolumen von € 1,7 Mrd. umfassen die Anschaffung von Stadt-, Regional- und Fernverkehrszügen für Portugiesische Züge (CP).

Die anderen Projekte umfassen:
-- Telematik, Bahnhöfe und Sicherheitsprogramm (165 Mio. €)
-- Programm zur Modernisierung multimodaler Terminals (200 Mio. Euro)
-- Modernisierung der Eisenbahnverbindungen nach Beja und Faro (230 Mio. €)
-- Modernisierung der Vouga-Linie (€ 100 Mio.)
-- Verbindung der Cascais-Linie mit der Cintura-Linie (€ 200 Mio.)
-- Südlicher internationaler Korridor (2. Phase) (€ 150 Mio.)
-- Nördlicher internationaler Korridor (2. Phase) (€ 600 Mio.)

Hier der Link zu dem vollständigen Artikel: railjournal.com

Ahoi aus Hamburg, Interrail-Bingo

Übersetzt mit Hilfe von [www.DeepL.com] (kostenlose Version)
Eigentlich sehr gut, ich hätte mir allerdings eher einen weiteren Ausbau der Achse Lisboa - Badajoz gewünscht.
Vollständige Elektrifizierung klingt ambitioniert. Auch da viele Strecken nicht so oft befahren werden.
OT: ob da als umweltschonende Alternative Wasserstoff nicht in Betracht käme?

LG Martin.

? dazu zur Strecke Covilha-Guarda

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 21.11.20 17:43

Hallo,

da frage ich gleich mal nach der Fertigstellung der Strecke Covilha-Guarda. Die sollte ja schon 2018 wieder in Betrieb gehen
duesselmartin schrieb:
Vollständige Elektrifizierung klingt ambitioniert. Auch da viele Strecken nicht so oft befahren werden.
Es sind oder werden demnächst nur noch sehr wenige Strecken mit Personenverkehr nicht elektrifiziert sein, also ist der Plan gar nicht so ambitioniert und war auch meistens schon vorher so geplant. Ausserdem führt das zu einer Vereinheitlichung des Fahrzeugparks (man braucht nicht mehr kleine stöhrungsanfällige Diesel-Baureihen an verschiedenen Standorten unterhalten).

Linha do Algarve: Tunes - Lagos (45 km) und Faro - V.R. de Santo António (56 km) - Elektrifizierung in Gange;
Linha do Douro: Marco de Canaveses - Régua (43 km, Elektr. in Gange) und Régua - Pocinho (68 km);
Linha do Leste: Abrantes - Elvas Fronteiras (- Badajoz) (141 km);
Linha do Minho: Viana do Castello - Valença (48 km, Elektr. geplant oder in Gange);
Linha do Oeste: Torres Vedras - Caldas da Rainha (41 km, Elektr. geplant) und Caldas da Rainha - Louriçal (86 km);
Linha de Evora: Casa Branca - Evora (26 km);
Linha do Vouga: Espinho - Oliveira de Azeméis (Meterspur) - es gibt Pläne die Strecke umzuspuren und in das S-Bahn-Netz Porto zu intergrieren;
Ramal do Aveiro: Sernada do Vouga - Aveiro (38 km, Meterspur).

Ausserdem soll die Linha do Cascais (Lisboa-Cais do Sodré - Cascais, 25 km) bis Ende 2021 von 1500 V auf 25 kV/50 kHz umgespannt und modernisiert werden.

Besonders schade wäre eine Elektrifizierung für den von Dampfzügen und diesellokbespannten MiraDouros befahrenen östlichen Teil der Dourotalbahn ab Régua, sowie für die Ramal do Aveiro, wo auch ein historischer Zug fährt (Dampf und Diesel). Vielleicht können diese Abschnitte ja aus touristischen Gründen von der Elektrifizierung ersparrt bleiben?

Gruss, Thomas.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.20 18:11.

Re: ? dazu zur Strecke Covilha-Guarda

geschrieben von: tkautzor

Datum: 21.11.20 18:07

Niederlausitzer schrieb:
Hallo,

da frage ich gleich mal nach der Fertigstellung der Strecke Covilha-Guarda. Die sollte ja schon 2018 wieder in Betrieb gehen
Wegen Covid-19 zuletzt/vorerst auf H2.2020 (also jetzt) verschoben.

Gruss, Thomas.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.20 18:07.

Re: ? dazu zur Strecke Covilha-Guarda

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 21.11.20 19:23

Danke, das öffnet neue Möglichkeiten für meine Pläne 2021 (wenn es denn überhaupt gehn sollte)

Re: [PT] @Alle: Einige Anmerkungen zu Euren Beiträgen

geschrieben von: E 44 051

Datum: 22.11.20 02:32

Hallo liebe Portugal-Freunde,

danke an Interrail-Bingo für die Meldung. Per se klingt das erstmal gut, ich bin aber auch leider nur verhalten optimistisch.

Anbei kommentiere ich ein paar Rückmeldungen dazu.

103612 schrieb:
Eigentlich sehr gut, ich hätte mir allerdings eher einen weiteren Ausbau der Achse Lisboa - Badajoz gewünscht.
Da gebe ich Dir recht. Da kann man eigentlich nur glauben/hoffen, dass die NBS Elvas-Evora-Lisboa außerhalb dieses aktuellen Programms weiter voran getrieben wird. Den Abschnitt Elvas-Badajoz habe ich 2018 mit gutem Baufortschritt beobachtet. Nähere Informationen habe ich aber leider nicht.

tkautzor schrieb:
Es sind oder werden demnächst nur noch sehr wenige Strecken mit Personenverkehr nicht elektrifiziert sein, also ist der Plan gar nicht so ambitioniert und war auch meistens schon vorher so geplant. Ausserdem führt das zu einer Vereinheitlichung des Fahrzeugparks (man braucht nicht mehr kleine stöhrungsanfällige Diesel-Baureihen an verschiedenen Standorten unterhalten).

Linha do Algarve: Tunes - Lagos (45 km) und Faro - V.R. de Santo António (56 km) - Elektrifizierung in Gange;
Linha do Douro: Marco de Canaveses - Régua (43 km, Elektr. in Gange) und Régua - Pocinho (68 km);
Linha do Leste: Abrantes - Elvas Fronteiras (- Badajoz) (141 km);
Linha do Minho: Viana do Castello - Valença (48 km, Elektr. geplant oder in Gange);
Linha do Oeste: Torres Vedras - Caldas da Rainha (41 km, Elektr. geplant) und Caldas da Rainha - Louriçal (86 km);
Linha de Evora: Casa Branca - Evora (26 km);
Linha do Vouga: Espinho - Oliveira de Azeméis (Meterspur) - es gibt Pläne die Strecke umzuspuren und in das S-Bahn-Netz Porto zu intergrieren;
Ramal do Aveiro: Sernada do Vouga - Aveiro (38 km, Meterspur).

Ausserdem soll die Linha do Cascais (Lisboa-Cais do Sodré - Cascais, 25 km) bis Ende 2021 von 1500 V auf 25 kV/50 kHz umgespannt und modernisiert werden.

Besonders schade wäre eine Elektrifizierung für den von Dampfzügen und diesellokbespannten MiraDouros befahrenen östlichen Teil der Dourotalbahn ab Régua, sowie für die Ramal do Aveiro, wo auch ein historischer Zug fährt (Dampf und Diesel). Vielleicht können diese Abschnitte ja aus touristischen Gründen von der Elektrifizierung ersparrt bleiben?

Gruss, Thomas.
Danke für Deine Präzisierungen. Wenn denn alles so kommen sollte, muss man sich wohl auf manchen Strecken sputen, um ursprüngliche Infrastruktur zu sehen. Ich denke da besonders an die Linha do Douro, Linha do Leste und Linha do Oeste. Ein Beispiel von mir aus dem Dourotal (ab Bild 100): [www.drehscheibe-online.de]

Zur Linha do Vouga inklusive der Ramal do Aveiro (die eigentlich dazu gehört):
Oha, das sind Pläne, die eine durchgehende Befahrung zukünftig unmöglich machen! Damit ist der schönste Abschnitt wohl für immer Geschichte, nachdem er schon länger betrieblich gesperrt ist. Für Interessierte mein Reisebericht von der Mitfahrt (mit Taxi von Oliveira de Azemais nach Sernada do Vouga) am 08. September 2018 (ab Bild 219): [www.drehscheibe-online.de]

tkautzor schrieb:
Niederlausitzer schrieb:
Hallo,

da frage ich gleich mal nach der Fertigstellung der Strecke Covilha-Guarda. Die sollte ja schon 2018 wieder in Betrieb gehen
Wegen Covid-19 zuletzt/vorerst auf H2.2020 (also jetzt) verschoben.

Gruss, Thomas.
Die wird schon kommen, dafür ist der Baufortschritt einfach zu groß. Aber wann?

Zur Situation im August 2019 hatte ich einen Beitrag gepostet: [www.drehscheibe-online.de]

Eigene Bilder vom 12.09.2019 kann ich hier bieten:
[www.drehscheibe-online.de]

Niederlausitzer schrieb:
Danke, das öffnet neue Möglichkeiten für meine Pläne 2021 (wenn es denn überhaupt gehn sollte)
Ich bin weiter Optimist und habe wieder eine Tour vom 21. August bis 12. September 2021 nach Lisboa in die Urlaubsplanung eingebaut (natürlich wieder mit einwöchigem Aufenthalt IN meiner Zweitheimat Lisboa). Dabei spekuliere ich mit zwei Faktoren:
1. Einem ähnlichen Inzidenzverlauf wie in diesem Jahr im Sommer
2. Einem möglichen verfügbaren Impfstoff

Natürlich werde ich im Negativfall auch Alternativen machen, aber ich bin ja Optimist ;-)

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]
tkautzor schrieb:
Es sind oder werden demnächst nur noch sehr wenige Strecken mit Personenverkehr nicht elektrifiziert sein, also ist der Plan gar nicht so ambitioniert und war auch meistens schon vorher so geplant. Ausserdem führt das zu einer Vereinheitlichung des Fahrzeugparks (man braucht nicht mehr kleine stöhrungsanfällige Diesel-Baureihen an verschiedenen Standorten unterhalten).

Linha do Algarve: Tunes - Lagos (45 km) und Faro - V.R. de Santo António (56 km) - Elektrifizierung in Gange;
Linha do Douro: Marco de Canaveses - Régua (43 km, Elektr. in Gange) und Régua - Pocinho (68 km);
Linha do Leste: Abrantes - Elvas Fronteiras (- Badajoz) (141 km);
Linha do Minho: Viana do Castello - Valença (48 km, Elektr. geplant oder in Gange);
Linha do Oeste: Torres Vedras - Caldas da Rainha (41 km, Elektr. geplant) und Caldas da Rainha - Louriçal (86 km);
Linha de Evora: Casa Branca - Evora (26 km);
Linha do Vouga: Espinho - Oliveira de Azeméis (Meterspur) - es gibt Pläne die Strecke umzuspuren und in das S-Bahn-Netz Porto zu intergrieren;
Ramal do Aveiro: Sernada do Vouga - Aveiro (38 km, Meterspur).

Linha do Oeste: Meleças - Torres Vedras ist geplant, aber noch nicht elektrifiziert.
Linha de Évora: Casa Branca - Évora ist elektrifiziert.
Linha do Alentejo: Casa Branca - Beja ist (noch) nicht elektrifiziert.
Wenn die Strecke Évora - Caia (Grenze Elvas-Badajoz) fertiggestellt ist, wird die Strecke von Abrantes nach Elvas für den Güterverkehr (nahezu) überflüssig. Und es gibt nur einen Personenzug pro Tag.

Ernst
Wie schaut es bei den Ausbauplänen mit vorbereitenden Maßnahmen für eine mögliche Umspurung auf die Standardspurweite von 1435 mm aus? Gibt es diesbezüglich ganzheitliche Pläne für die Iberische Halbinsel und damit auch Portugal?

Re: [PT][ES] Umspurbarbarkeit neuer und sanierter Strecken

geschrieben von: E 44 051

Datum: Gestern, 21:07:45

GERHUN schrieb:
Wie schaut es bei den Ausbauplänen mit vorbereitenden Maßnahmen für eine mögliche Umspurung auf die Standardspurweite von 1435 mm aus? Gibt es diesbezüglich ganzheitliche Pläne für die Iberische Halbinsel und damit auch Portugal?
Hallo,

in meinem bereits unten von mir verlinkten Bericht zum Stand der Bauarbeiten Guarda - Covilhã im August 2019 hat User "falk" recht ausführlich auf diese Frage geantwortet: [www.drehscheibe-online.de]

Kurzzusammenfassung: In Spanien werden die "travessas polivalentes" (Mehrzweckschwellen) wohl seit 1990 konsequent verbaut, in Portugal gab es da eher einen Schlingerkurs, der jetzt aber wohl positiv in Richtung Umspurbarkeit gedreht ist. Bei den Weichen gibt es unterschiedliche Ansätze.

Lies Dir am besten falks Beitrag durch, inklusive weiterer Antworten in diesem Thread.

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]