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Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: MTG

Datum: 15.09.20 18:21

Wie soll man den Pfeil Richtung Bozen interpretieren?

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: IntelliTrain

Datum: 15.09.20 19:10

Bin ich der einzige, der sich manchmal über den Ton wundert, der aus gewissen Beiträgen trieft?

- Corona-Profiteur: erstens müssen Einsparungen deutlich rascher kommen als die geplanten Züge (2021/2024), und zweitens wird man mit solchen Nachtzügen weder reich, noch kann man damit ein anderweitiges Defizit stopfen.

- Wiederauferstehung eines alten Netzes? Ja was kann man denn erwarten? Dass die Verkehrsströme völlig anders sind als vor 10 Jahren? Niemand will mehr nach Amsterdam, dafür alle nach Hintertupfigen?

Also ich finde es:
- grundsätzlich gut, dass es mal (wenigstens planerisch) in Richtung Ausbau statt Abbau geht
- richtig, dass man darauf peilt, Geld aus dem Klimafonds zu bekommen, um solche Züge überhaupt auf die Schienen zu bekommen.

Guten Abend, IntelliTrain

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: M-AG

Datum: 15.09.20 19:43

MTG schrieb:
Wie soll man den Pfeil Richtung Bozen interpretieren?
Umsteigeverbindung

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: Jestetter_Zipfel

Datum: 15.09.20 21:44

IntelliTrain schrieb:

Bin ich der einzige, der sich manchmal über den Ton wundert, der aus gewissen Beiträgen trieft?

- Corona-Profiteur: erstens müssen Einsparungen deutlich rascher kommen als die geplanten Züge (2021/2024), und zweitens wird man mit solchen Nachtzügen weder reich, noch kann man damit ein anderweitiges Defizit stopfen.

- Wiederauferstehung eines alten Netzes? Ja was kann man denn erwarten? Dass die Verkehrsströme völlig anders sind als vor 10 Jahren? Niemand will mehr nach Amsterdam, dafür alle nach Hintertupfigen?

Also ich finde es:
- grundsätzlich gut, dass es mal (wenigstens planerisch) in Richtung Ausbau statt Abbau geht
- richtig, dass man darauf peilt, Geld aus dem Klimafonds zu bekommen, um solche Züge überhaupt auf die Schienen zu bekommen.


Danke! du hast mir aus dem Herzen gesprochen.

Gruss Jürgen
IntelliTrain schrieb:
Bin ich der einzige, der sich manchmal über den Ton wundert, der aus gewissen Beiträgen trieft
Ja, schon eher bedenklich. Manchmal könnte man daran zweifeln, ob das wirklich ein Forum von Eisenbahnfreunden ist.

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: internaut

Datum: 16.09.20 07:48

EC Avala schrieb:
Zitat:
Zudem sind sinnhafte Ost-West-Verbindungen wie Prag-Köln oder Berlin-Paris leider weiterhin ein Wunschtraum. Liegt wohl daran, dass keiner der Anfangs-/ Endpunkte in Österreich/ Schweiz liegt.
Berlin-Paris ist ja immerhin als Euronight drin, natürlich nur ein Pfeil ab Brüssel - also "Umsteigeverbindung"

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: M-AG

Datum: 16.09.20 10:51

Bevor hier Spekuliert wird ob es auch Verbindungen Ost-West gibt, würde ich die ÖBB Nightjet Zielkarte 2024 (mit allen Linien, und nicht nur die mit der SBB) empfehlen:
Twitter - @TrainTracksEU


P.S. es ist geplant laut Karte:
- die Bekannten neuen aus der SBB Erweiterungs Karte (Zürich-Barcelona/Rom/Amsterdam)
- Nightjet Berlin - Brüssel/Paris
- EN/NJ Budapest/Zagreb/Rijeka/Venedig - München verlängert nach Frankfurt
- Zürich-Dresden-Prag wird eher Euronight und kein Nightjet (laut Farben)
- EN Bratislava-Wien-Split (schon länger bekannt, für nächstes Jahr nur an manchen Tagen im Sommer)
- der NJ/EN Wien/Budapest - Berlin wieder über Dresden (??)

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: Baron

Datum: 16.09.20 11:02

Ähem, Euch ist schon klar, dass es sich hierbei um die Verbindungen von/ab Schweiz handelt? Das hat halt mit Berlin-Paris nichts zu tun. Es geistert zugleich eine Karte von Nightjet insgesamt für 2024 im Netz herum: Zur Karte
Darauf sind Berlin-Mannheim-Paris, mit Kurswagen, die ab Mannheim gesondert durchs Rheintal nach Brüssel verkehren, enthalten. Ein weiterer Fortschritt: Die Nachtzugkurswagengruppen, die momentan spät abends in München beginnen, also nach Budapest, Zagreb und Venedig, sollen nordwärts nach Frankfurt verlängert werden. Das ist vor allem für Umsteiger aus UK, Benelux und Nordwestdeutschland von Vorteil.
Auch wenn ich den optimistischen Grundton der meisten Kollegen hier gerne teilen möchte, so bin ich doch vor allem skeptisch bei dieser Nachtzugrenaissance, was die momentanen Ausfälle angeht.
Mit RZD, TCDD, Sud Express, Sneltäget, Thelo u.v.a. sind doch einige Nachtzüge momentan von der Bildfläche verschwunden, die ich nicht alle nächste Ostern wiederauferstehen sehe, als ob nichts gewesen sei. Rezession, Sparzwang auch bei bisher lustig bezuschussten Staatszügen und erst recht bei den privaten, eine staatlicherseits wiedergefundene Freude an autoritären Regulierungen von Grenzen und menschlichen Bewegungen, für die halt die Hochsicherheitszone Flughafen sehr viel genehmer ist als die Bahn - all das wird doch Schäden hinterlassen, wenn nicht in Westeuropa, so dann doch in Ostmitteleuropa oder weiter östlich.

PS: M-AG war schneller.

"Die Eisenbahn ist eine heilige Fackel, die ein Land mit dem Licht der Zivilisation und des Wohlstandes erleuchtet." Mustafa Kemal A., Flugverweigerer




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 11:03.

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: warakorn

Datum: 16.09.20 11:51

Ich schließe mich der Meinung an. Der Optimismus leitet sich aus Pressemitteilungen ab, wo angegeben wird, dass der Ausbau der Nachtzugverbindungen angestrebt wird. Die Betonung liegt auf dem Verb "angestrebt".
Leider gehe ich davon aus, dass Corona als perfekte Ausrede hinhalten wird, den Thello (Paris-Venedig), Sud-Express (Lisboa-Hendaye), Berlin-Budapest, Nizza-Moskau permanent einzustellen.

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: Wrzlbrnft.

Datum: 16.09.20 14:08

Auch wenn ich mich selber gerne als Zweckpessimisten bezeichne, bei den genannten Nightjet-Verbindungen sind die ÖBB-Verantwortlichen bereits heute in engem Kontakt mit den entsprechenden Partnern.

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: no-night

Datum: 16.09.20 14:41

warakorn schrieb:
Ich schließe mich der Meinung an. Der Optimismus leitet sich aus Pressemitteilungen ab, wo angegeben wird, dass der Ausbau der Nachtzugverbindungen angestrebt wird. Die Betonung liegt auf dem Verb "angestrebt".
Leider gehe ich davon aus, dass Corona als perfekte Ausrede hinhalten wird, den Thello (Paris-Venedig), Sud-Express (Lisboa-Hendaye), Berlin-Budapest, Nizza-Moskau permanent einzustellen.
Warum wurde dann gerade Budapest-Berlin am Vorabend der ungarischen Grenzschließung - auch wenn nur mit Sitzwagen - wieder auf den Weg geschickt? Diese Verbindung platzte an mehreren Wunden mit den angemieteten WSBA-Wagen und der bedenklichen Fremdservice... aber nun gehören diese Fahrzeuge zu MÁV-START, und es wird über einem allmächtig erweiterten Utasellátó gesprochen. Mit der baldigen Zurücksetzung auf die einzig richtige Route (denn wenn Wien-Berlin erneut über Prag-Dresden fahren wird, hat auch diese Verbindung keine andere Chance) geht es sicher nach vorne.

Das Leben schreitet trotz solcher Ein-Sommer-Hits voran, und so ist das richtig. Irgendwann kommt es nächstes Jahres wieder zu Normallage zurück, egal ob durch Wissenschaft oder Natur. Dann wird man auch die anderen Zügen wieder benötigen.

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: warakorn

Datum: 16.09.20 14:51

Zitat
Warum wurde dann gerade Budapest-Berlin am Vorabend der ungarischen Grenzschließung - auch wenn nur mit Sitzwagen - wieder auf den Weg geschickt?
Du meinst, die seit März 2020 eingestellte Kurswagengruppe Budapest-Berlin wurde jetzt Anfang September wieder zurück auf die Schienen gebracht (wenn auch nur mit Sitzwagen)?

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: Falk12

Datum: 16.09.20 15:41

IntelliTrain schrieb:
Bin ich der einzige, der sich manchmal über den Ton wundert, der aus gewissen Beiträgen trieft?

- Corona-Profiteur: erstens müssen Einsparungen deutlich rascher kommen als die geplanten Züge (2021/2024), und zweitens wird man mit solchen Nachtzügen weder reich, noch kann man damit ein anderweitiges Defizit stopfen.

- Wiederauferstehung eines alten Netzes? Ja was kann man denn erwarten? Dass die Verkehrsströme völlig anders sind als vor 10 Jahren? Niemand will mehr nach Amsterdam, dafür alle nach Hintertupfigen?

Also ich finde es:
- grundsätzlich gut, dass es mal (wenigstens planerisch) in Richtung Ausbau statt Abbau geht
- richtig, dass man darauf peilt, Geld aus dem Klimafonds zu bekommen, um solche Züge überhaupt auf die Schienen zu bekommen.

Guten Abend, IntelliTrain
Hallo,

dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Genau meine Meinung.
Auch ich finde es schön, das es wieder eine Nachtzugverbindung von Zürich via Leipzig und Dresden nach Prag geben soll und umgekehrt. Dies zeigt doch eigentlich nur, das die Argumente die hier im Forum von Mitarbeiter der DB AG ständig vorgebracht werden, das es in der Region nichts zu verdienen gibt, weshalb hier internationale Züge sich hier nicht lohnen und wenn überhaupt nur als kurzer Stopp in Halle(Saale) zu führen sind, von den Recherchen anderer europäischer Bahnen doch wohl ad absurdum geführt werden, denn davon gehe ich aus, das man das mal durchgerechnet hat, bevor man so eine Erklärung heraus bringt und eine Absichtserklärung dazu unterzeichnet.
Im Übrigen wurden die Verbindungen ja auch erst eingestellt, als die DB AG alleine für die CNL zuständig war, solange noch SBB und ÖBB mitbeteiligt waren, war es scheinbar wirtschaftlich und ich bin gern im CNL Speisewagen mit schweizer Personal, spät abends von Berlin nach Bitterfeld gefahren, von wo aus, dann ein kurzer Anschluß nach Leipzig bestand. Diesmal scheint man die Züge aber in Leipzig, statt in Erfurt zusammenführen zu wollen, was ja auch nicht schlecht ist und sich bei den vielen verfügbaren Gleisen in Leipziger HBf ja auch anbietet, da der Zug dort ohne weiteres länger stehen kann auch bei Verspätungen ohne andere Züge zu behindern.
Würde mich nicht wundern, wenn die DB plötzlich wieder als Konkurrenz den eingestellten EC nach Prag hervorholt um die anderen beiden Bahnen zu ärgern, aber dazu reichen die Trassen im Elbtal wohl nicht.
Aber vielleicht kommt man dann mal auf die Idee als Anschluß an den Nachtzug aus Zürich nach Prag, wenn der denn tatsächlich wieder in etwa in den gleichen Trassen verkehren sollte, was also 05:55 Uhr am Morgen in Leipzig bedeuten würde, einen EC nach Krakau verkehren zu lassen ab Leipzig, so ab 06:30 - 07:00 Uhr entweder via Riesa-Elsterwerda-Ruhland-Hoyerswerda oder via Eilenburg-Torgau-Falkenberg(Elster)-Elterwerda-Biehla-Ruhland-Hoyerswerda-Wegliniec-Legnica-Wroclaw-Opole-Kattowice. Dann hätte man sogar noch was davon, denn es würden davon Reisende aus der Schweiz, aus Südwestdeutschland und Frankfurt/Main profitieren. Das wäre doch mal ein Zeichen von Kooperation! Wird aber ein Wunschtraum bleiben, da man soweit in den DB Towern gar nicht denken kann und will, bei dem Mangermaterial, von Herrn Lutz mal abgesehen.

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: EC Avala

Datum: 16.09.20 16:40

IntelliTrain schrieb:
Bin ich der einzige, der sich manchmal über den Ton wundert, der aus gewissen Beiträgen trieft?

- Corona-Profiteur: erstens müssen Einsparungen deutlich rascher kommen als die geplanten Züge (2021/2024), und zweitens wird man mit solchen Nachtzügen weder reich, noch kann man damit ein anderweitiges Defizit stopfen.

- Wiederauferstehung eines alten Netzes? Ja was kann man denn erwarten? Dass die Verkehrsströme völlig anders sind als vor 10 Jahren? Niemand will mehr nach Amsterdam, dafür alle nach Hintertupfigen?

Aber was möchtest du denn hören?
Nochmal: Mitteleuropa hatte bis vor 5 Jahren ein funktionierendes Nachtzugnetz mit täglichen Verbindungen, die zudem im Anstoßverkehr durchtarifierbar waren.
Dann kam der Paukenschlag - das Netz wurde ab etwa 2014 bis 2016 mutwillig komplett eingestellt. Die Stammfahrgäste haben sich in den letzten Jahren Alternativen suchen müssen: Flugzeug, Auto, etc.
Die Einstellung des Nachtverkehrs durch CNL muss dabei als riesige Zäsur angesehen werden, war der CNL doch die Fortführung der Tradition vieler über Jahrzehnte exisiterender europäischer Nachtzüge.

Nun, nach diesem riesigen Rückschritt, geht man langsam wieder voran und führt Schritt für Schritt einige dieser Linien - zum Teil auch mit leichten Anpassungen - wieder ein.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wo ist denn für den Fahrgast jetzt der Fortschritt verglichen mit 2016? Sollen die Leute jetzt jubeln, weil das Netz erst zerstört und annähernd 10 Jahre später dann in Gänze wieder aufgebaut wurde?

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: Wrzlbrnft.

Datum: 16.09.20 17:54

Sie können sich darüber freuen, dass das Nachtzugangebot jetzt nach Jahrzehnten des Darbens und Dahinbanalisierens nun nachhaltig von einem interessierten und erfahrenen Betreiber wiederaufgebaut und für die Zukunft fit gemacht wird.

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: IntelliTrain

Datum: 16.09.20 20:53

@EC Avala

was ich hören möchte. Aber was ich nicht hören möchte, sind:

- Bemerkungen, dass es sich um die Neuerfindung des Rades handle. Ein Nachtzugnetz muss doch einfach die Bedingung erfüllen, dass es soviel Nachfrage generiert, um insgesamt profitabel betrieben werden zu können. Ob es sich dabei primär um die ehemaligen Relationen handelt oder um neue, ist doch eigentlich egal?

- Vorwürfe, jetzt würde „nur“ das wieder aufgebaut, was vor einigen Jahren zerstört wurde.Kann ja alles so sein, aber erstens war das ein anderes Unternehmen, und zweitens grösstenteils vermutlich andere Personen. Soll man jetzt wieder ein Nachtzugnetz haben oder nicht?

- Unterstellungen, wonach eine Bahn aus quasi niederträchtigen Motiven handle, indem es nur darauf abziele, Klimageld abzuzügeln, um die Coronalöcher zu stopfen. Erstens sind die Verluste durch Corona zu ernsthaft und gross, um sich darüber lustig zu machen. Zweitens sind es ganz unterschiedliche Zeithorizonte, und drittens: soll man solches Geld etwa liegenlassen, und kann dafür den einen oder anderen Zug nicht einführen?

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: EC Avala

Datum: 17.09.20 16:12

IntelliTrain schrieb:
@EC Avala

was ich hören möchte. Aber was ich nicht hören möchte, sind:

- Bemerkungen, dass es sich um die Neuerfindung des Rades handle. Ein Nachtzugnetz muss doch einfach die Bedingung erfüllen, dass es soviel Nachfrage generiert, um insgesamt profitabel betrieben werden zu können. Ob es sich dabei primär um die ehemaligen Relationen handelt oder um neue, ist doch eigentlich egal?

- Vorwürfe, jetzt würde „nur“ das wieder aufgebaut, was vor einigen Jahren zerstört wurde.Kann ja alles so sein, aber erstens war das ein anderes Unternehmen, und zweitens grösstenteils vermutlich andere Personen. Soll man jetzt wieder ein Nachtzugnetz haben oder nicht?
So ein Angebot lebt aber eben von Kontinuität. Du musst akzeptieren, dass es für viele ein riesiger Schlag ins Kontor war, als 2016 der Nachtverkehr einfach eingestellt wurde. Vielleicht könnte ich mich auch für das "neue Angebot" begeistern, wenn ich vor der Erfindung des "nightjet" noch nie Nachtzug gefahren wäre.

Insgesamt vermute ich aber, bewegen wir uns das argumentativ auf völlig verschiedenen Ebenen. Du unterstellst, ich würde das "neue Nachtzugnetz" abwerten, während ich hingegen einfach der Meinung bin, es bräuchte gar kein "neues Netz", wenn man das nahezu kongruente Netz nicht vor 5 Jahren eingestellt hätte. Das ist kein Vorwurf, sondern einfach Ausdruck von Bedauern über diesen völlig unnötigen Bruch. Und ich denke, so wird es nicht allen, aber zumindest vielen ehemaligen CNL-Fahrgästen gehen.

Im übrigen finde ich, braucht es hier im Forum auch diese selbsternannte Forenpolizei nicht, die mit Phrasen wie "Aber was ich nicht hören möchte, sind:" arbeitet (ist ja hier schon der zweite derartige Beitrag). Jeder hat das Recht auf eine Meinung und wenn jemand anfängt, Thesen anderer zu tabuisieren, weil sie nicht konform zur eigenen Meinung sind, hört zumindest bei mir der Spaß auf.

Zitat
- Unterstellungen, wonach eine Bahn aus quasi niederträchtigen Motiven handle, indem es nur darauf abziele, Klimageld abzuzügeln, um die Coronalöcher zu stopfen. Erstens sind die Verluste durch Corona zu ernsthaft und gross, um sich darüber lustig zu machen. Zweitens sind es ganz unterschiedliche Zeithorizonte, und drittens: soll man solches Geld etwa liegenlassen, und kann dafür den einen oder anderen Zug nicht einführen?
Diese Behauptung war nicht von mir und ich würde sie auch nicht unterschreiben.

Re: [INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024

geschrieben von: warakorn

Datum: 17.09.20 16:54

Zitat
- Unterstellungen, wonach eine Bahn aus quasi niederträchtigen Motiven handle, indem es nur darauf abziele, Klimageld abzuzügeln, um die Coronalöcher zu stopfen. Erstens sind die Verluste durch Corona zu ernsthaft und gross, um sich darüber lustig zu machen. Zweitens sind es ganz unterschiedliche Zeithorizonte, und drittens: soll man solches Geld etwa liegenlassen, und kann dafür den einen oder anderen Zug nicht einführen?
1. Grundsätzlich unterstütze ich die Idee, dass alle Eisenbahnverkehrsunternehmen (inkl. die private Konkurrenz im Cargo-Geschäft) jetzt während der Corona-Pandemie unterstützt wird.
Was ich nicht untersütze, ist die Finanzierung einer maroden Staatsbahn Aktiengesellschaft, die schon vor Corona ins finanzielle Desaster gefahren ist. Und Corona wird jetzt als die perfekte Ausrede genutzt, um hohe Milliardenbeträge fließen zu lassen, ohne dass sich die Politik/Bevölkerung darüber aufregt bzw. die Missstände abgeschafft werden. Ich kenne die Schweiz und SBB zu wenig, aber ich kann mir vorstellen, dass auch in der Schweiz nicht alles toll läuft.

2. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein Eisenbahnverkehrsunternehmen sich jetzt in 2020 Geld aus einem Klimafond auszahlen lässt - mit den Argumenten Corona und Nachtzüge sind gut für die Umwelt -> aber jenes Eisembahnverkehrsunternehmen dann in 2024 irgendwelche Ausreden auf den Tisch legt (z.B. Partnerbahnen blockieren, halt die bösen Italiener; unvorhergesehene technische Anforderungen; Personalmangel; keine freien Trassen etc.), warum die geplanten Nachtzüge jetzt doch nicht realisiert werden konnten.

Du weisst, wie die Politik funktioniert. Niemand interessiert sich in 2024 für das Geschwätz aus 2020. 2020 war doch Corona-Notstand.
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