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Was bisher geschah

Teil 1: Rüber reisen
Teil 2: Retro reisen (Bildberichte-Forum)



Dritte Seminareinheit: Unmaskiert reisen

Dieser Teil des Seminars ist für die Befürworter einer umfassenden Infektionsvorsorge sicherlich ein besonders dicker Hund. Er führt uns noch einmal ins Land südlich des Erzgebirges. Für meine Wenigkeit ist das aus anreisegeografischer Sicht ganz praktisch, denn ich bin gerade grenznah angebunden: Bei der vierbeinigen Verwandtschaft im Vogtland muss das automatische Fahrgastzählsystem der Gartenbahn testiert werden. Und so begebe ich mich eines Donnerstagnachmittags im Juli 2020 mit einem recht umfangreichen Datengrab im Gepäck zum Bahnhof.

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Pfoto 3.1: Ja, heute gibt’s Bedarf für einen Verkehrshalt.

Bis zum heutigen Tagesziel Cheb habe ich es mit einer Direktverbindung zu tun. Allerdings findet unterwegs ein Befördererwechsel statt. Und auch die Fahrgäste führen eine Art „fahrende Transition“ durch:

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Pfoto 3.2: Vorher...

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Pfoto 3.3: … und nachher.

Außerdem mischt sich unterwegs der Kollege Slon, genannt Elfik, unter die Reisenden. Wie es der Zufall will, hat auch er sich heute im Bewirtungs- und Beherbergungsbetrieb seiner Verwandtschaft nützlich gemacht. Leider ist dort in der kommenden Nacht schon alles belegt.

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Pfoto 3.4: Nächster Halt: Cheb. Bitte unterbrechen Sie kurz Ihre Unterhaltung und steigen Sie aus.

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Pfoto 3.5: Der Bahnhof empfängt uns in Form einer Baustelle unter rollendem Rad. Die hat für uns den Vorteil...

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Pfoto 3.6: … eines stufenfreien Abgangs vom Bahnsteig, unter den wachsamen Augen des Haies.

Nach kurzem Einnisten im heutigen Nachtquartier begeben wir uns in die Innenstadt, besser: in eine gastronomisch gut versorgte Seitengasse. Entsprechend unserer heutigen Tagesverrichtungen und deren spezifischen ernährungsenergetischen Rahmenbedingungen haben wir allerdings recht unterschiedliche Vorstellungen über den optimalen Umfang der Abendmahlzeit.

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Pfoto 3.7: Ja, „Hunger“ ist ein sehr dehnbarer Begriff.

Am nächsten Morgen beschnuppern wir kurz die Betriebslage um den Bahnhof Lázně Kynžvart, an dem sich wenige Tage zuvor eine betriebliche Unregelmäßigkeit ereignet hat. Nein, keine Außergewöhnlichkeiten, der Ex fährt planmäßig.

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Pfoto 3.8: Bereitgestellt wird der Zug kurz vor Planabfahrt.

In Lázně Kynžvart lässt sich aus dem fahrenden Zug an der mutmaßlich betroffenen Weiche nichts Auffälliges (mehr) erkennen. Ebenso unauffällig wartet unser Anschlusszug in Planá u Mariánských Lázní auf den um ca. 10 Minuten verspäteten Zubringer aus Cheb.

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Pfoto 3.9: In Tachov gesellt dieser sich zur abgestellten Regionova, und wir trollen uns angesichts des werktagvormittäglichen Taktlochs ins Städtchen.

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Pfoto 3.10: Kaum bekannt ist, dass es hier kurzzeitig ein schienengebundenes Stadtverkehrsmittel mit der ungewöhnlichen Spurweite von 654 mm gab. Ein paar wenige Spuren sind bis heute im Pflaster um die Maria-Himmelfahrts-Kirche auszumachen.

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Pfoto 3.11: Mit besagter Kirche im Rücken erreichen wir den Platz der Republik.

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Pfoto 3.12: Gute Gelegenheit für die innere Immunisierung.

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Pfoto 3.13: So gestärkt schauen wir noch kurz der Mies (Mže) beim Durchfluss zu. Genau, das ist das Gewässer, das unter den Eisenbahnern der Region als Schluchtenbildner bekannt ist.

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Pfoto 3.14: Auf dem Rückweg zum Bahnhof nehmen wir die Haltestellenbeschilderung nach den Gepflogenheiten des Pilsener Verkehrsverbundes (IDPK) in Augenschein.

Auch wir kommen auf der nächsten Etappe mit dieser Institution in Kontakt – in Form meiner ersten IDPK-Fahrkarte überhaupt. Na gut, die gibt’s ja auch erst seit vier Wochen.

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Pfoto 3.15: Für die Relation Tachov – Domažlice wird bereits die Preisstufe „Netz (außerhalb Pilsen)“ aufgerufen.

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Pfoto 3.16: Die Betriebslage scheint sich in den letzten zwei Stunden nicht wesentlich verändert zu haben.

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Pfoto 3.17: Gemeinsam mit den schon bekannten Zweiachsern (und den hier nicht sichtbaren Mitreisenden) harren wir der Büchse, die da kommen soll.

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Pfoto 3.18: Schließlich bricht sie in den Bahnhof herein und sammelt mit ihren Übersetzfenstern Sympathiepunkte – sowohl bei uns als auch bei den „Normalfahrgästen“.

Vor uns liegt eine knapp zweistündige beschauliche Fahrt durchs Böhmerwaldvorland. Die verkehrliche Wasserscheide liegt offenbar südlich von Bor: Bis dahin wird überwiegend verteilt, anschließend mehrheitlich gesammelt. Der Maschinist versucht herauszufahren, was geht – aber bei sehr wenigen nachfragefreien Zwischenhalten geht nicht wirklich viel.

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Pfoto 3.19: In Poběžovice haben wir was für die Freunde der Spiegelei und für die Freunde der unverlegten Zugkreuzung. Folglich infiziert sich die Gegenbüchse mit unseren noch vorhandenen 10 Minuten. Das hätte auch keine Maske verhindert, rrrrh...

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Pfoto 3.20: Am Haltepunkt Domažlice město lassen wir die Büchse ziehen und nehmen den kurzen Weg in die Stadt.

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Pfoto 3.21: Der Náměstí Míru empfängt uns architektonisch pittoresk, verkehrlich blechlastig und meteorologisch hochtemperiert. Ein Hoch auf den Erfinder des Laubengangs, hechel...

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Pfoto 3.22: Gleich sind wir am Ziel unserer (aktuellen) Wünsche.

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Pfoto 3.23: Na dráhu! Angesichts der derzeitigen Unfallserie halten wir die für eine sehr sachgerechte Anstoßkandidatin.

Leider setzt der Fahrplan diesem dritten Seminartag irgendwann ein Ende. Auf dem Weg zum Bahnhof sammeln wir noch einmal genügend Durst, …

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Pfoto 3.24: … um diesen auf dem Bahnhofsvorplatz zu neutralisieren.

Und dabei diese Seminareinheit Revue passieren zu lassen: Die Masken-Nichtpflicht im öffentlichen Verkehr ist zumindest in den von uns genutzten Zügen nahezu vollständig „befolgt“ worden – sicherlich nicht zuletzt wegen des fast immer problemlos einhaltbaren Mindestabstands. Es bleibt zu hoffen, dass sich mit dieser Betriebsart weiterhin das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden lässt. Und falls nicht, dass dann das Wiederumgewöhnenmüssen nicht zu schwer fällt. Aber das gehört im Fall des Falles ganz sicher in eine zusätzliche Seminareinheit. Mal sehen, wer sich da freiwillig meldet.

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Pfoto 3.25: Abschied unterm Richtungspfeil. Wie allgemein empfohlen, ohne Händeschütteln.

Die 16-Uhr-Taktkreuzung liefert dem Kollegen Slon einen „alex“ in Richtung Pilsen – Prag, während ich in der Gegenrichtung von einer „alexa“ traktioniert werde.

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Pfoto 3.26: Und auch auf dieser Grenzbetriebsstrecke...

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Pfopo 3.27: … fumpfiomierp bie fahrembe Pramfipiom ber Fahrbäfpe. Foforp, umverpfübwiff.

Bamm fimb wir fom im forumffpepfififfem Off-Poppib-Bereif. Umb burf bie Mumb-Mafe-Bebeppum ifp bie Pommumipapfiom eh im Arf, äh, Eimer. Barum pommp jepfp mur moch ber Himweif, baff ber berühmp-berüfpibpe Brei-Mimupem-Überbamm im Fwamborf pfum Wappewbappew mach Mürmberb heupe erreifp wirb. Obwohw umfer(e) Awepf(a) wemibe Mimupem pfu fpäp eimpriffp. Aber ba ifp ber Wappewbappew moch babei, fiff mipp eimem Arpbemoffem pfu paarem. Ohme Mumbfupf mapürwiff. Im eimem bayeriffem Bahmhof! Bie Wewp ifp fooo umberefp!

Unauffällig noch mal kurz das Verhüterli gelüftet (psst, es guckt grad keiner): Danke fürs Mitkommen! Und bis zur nächsten tierischen Schweinerei im öffentlichen Verkehr. Und jetzt schnell einen strafvereitelnden Schluck aus dem Wassernapf...

Au-Au / Bau-bau / Blaf-blaf / Boj-boj / Bow-wow / Гаф-гаф / Haff-haff / Hau-Hau / Ouah-ouah / Vov-vov / Wuff-wuff

Weitere vier- und mehrbeinige Schweinereien im öffentlichen Verkehr

bonfortionöse Eloquenz

geschrieben von: Amzfriend

Datum: 29.07.20 08:06

Danke fürs abermalige Zaubern eines Lächeln ins Gesicht! :-)

Gruß, Amzfriend
Danke! Was für ein schienengebundenes Verkehrsmittel bestand denn in Tachov?

Dieter Zoubek

Tachov

geschrieben von: pan pes

Datum: 02.08.20 18:29

Dieter_Zoubek:
Danke! Was für ein schienengebundenes Verkehrsmittel bestand denn in Tachov?
Wuff-wuff,

leider ist die mir bekannte Quellenlage hierzu äußerst dürftig. Relativ sicher lässt sich festhalten, dass dieses Verkehrsmittel nicht viel länger als eine Tagtraumphase lang in Betrieb war. Es lässt sich nicht mal mehr verifizieren, was zuerst da war - das erwähnte Verkehrsmittel oder die sichtbaren Pflasterspuren.

Hoffentlich nicht zu sehr enttäuschendes Wuff-wuff nach Wien und/oder Umgebung.