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Zitat:
Zugleich wurden Expansionspläne [für Flixtrain] bekräftigt: Ziel sei es, bis zum nächsten Jahr mehr als 30 Städte in Deutschland anzufahren. Geplant sei auch, in Märkte wie Frankreich, Schweden und Italien einzusteigen.
[www.fvw.de]

Zum Vergleich: In Deutschland gibt es aktuell 23 Flixtrain-Halte in den Fahrplänen.


Während Schweden niemanden verwundern dürfte, da vermutlich nur das Coronavirus verhindert hat, dass die dort geplanten Flixtrains jetzt bereits fahren [EDIT: Diese Aussage von mir ist so offensichtlich nicht richtig (siehe ersten Kommentar)], überrascht vor allem Frankreich. Hat doch Flixtrain vor gar nicht langer Zeit erklärt, dass sich unter den gegebenen Umständen keine Flixtrains in Frankreich realisieren ließen.

Ein Zeithorizont für eine mögliche Realisierung wurde in der Meldung nicht genannt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.20 22:10.

Schweden

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 25.07.20 20:30

Thomas_Lammpe schrieb:
Während Schweden niemanden verwundern dürfte, da vermutlich nur das Coronavirus verhindert hat, dass die dort geplanten Flixtrains jetzt bereits fahren
Schweden wurde bereits vor Corona auf Herbst verschoben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.20 20:30.
Zu Schweden und Frankreich kann ich nichts sagen. Aber in Italien wird es Flixtrain ordentlich schwer haben. Die haben dort mit Italo, ein privates Unternehmen mit Hochgeschwindigkeitszügen und die Trenitalia ist jetzt auch nicht mit der DB vergleichbar. Im HGV eine bewunderswerte Leistung, wie pünktlich die Züge sind. Ich bin schon (bis vor zwei Jahren) einige Male mit den Freccia gefahren. Die 1. Generation (ETR 500) wirklich ein Produkt, das für sein Land stehen kann. Ich habe noch nie so bequeme Buisnessitze erlebt, auch die Sitze in der 2. Klassen wirklich top. Der Speisewagen ist im Vergleich zu Flixtrain auch noch besser, selbst wenn die Preise dort gesalzen teuer sind, aber immerhin hat er was. Bei Flixtrain wäre es mir neu. Exekutive und 2+ Klasse kann ich nicht beurteilen, bin nie damit gefahren.

Also wenn es da eine Konkurenz sein will, wird es nicht damit klappen, dass man mit gebrauchten Zügen der DB ankommt, sondern wird (wenn man nicht den HGV will) auch auf Komfort achten müssen. Also nix mit 100 Leute pro Wagen, wie es Flixtrain gerne hätte.

Ach ja und bevor es mir jemand vor die Füße wirft: Ich spreche vom Norden Italiens und dort sind die Züge pünktlich. Sicher kommen auch Verspätungen vor, aber ich war schon einige Male unten, bin mit FR, FA, FB und ICN gefahren. Meine höchste Verspätung war mal +30, wenn ich mich richtig erinnere auf der Strecke Brescia -> Parma, da gab es offenbar ein Problem mit den Kreuzungen, angefangen hats mit +2 in Brescia. Aber sonst war das höchste der Gefühle +10.

Abwägung zwischen Komfort und Preis

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 26.07.20 08:20

Meyer-schlom schrieb:
Zu Schweden und Frankreich kann ich nichts sagen. Aber in Italien wird es Flixtrain ordentlich schwer haben. Die haben dort mit Italo, ein privates Unternehmen mit Hochgeschwindigkeitszügen und die Trenitalia ist jetzt auch nicht mit der DB vergleichbar. Im HGV eine bewunderswerte Leistung, wie pünktlich die Züge sind. Ich bin schon (bis vor zwei Jahren) einige Male mit den Freccia gefahren. Die 1. Generation (ETR 500) wirklich ein Produkt, das für sein Land stehen kann. Ich habe noch nie so bequeme Buisnessitze erlebt, auch die Sitze in der 2. Klassen wirklich top. [..]

Also wenn es da eine Konkurenz sein will, wird es nicht damit klappen, dass man mit gebrauchten Zügen der DB ankommt, sondern wird (wenn man nicht den HGV will) auch auf Komfort achten müssen. Also nix mit 100 Leute pro Wagen, wie es Flixtrain gerne hätte.
Du beschreibst hier einen komfortablen und qualitativ hochwertigen Hochgeschwindigkeitsverkehr in Italien ("im HGV eine bewunderswerte Leistung", "wie pünktlich die Züge sind", "bequeme Buisnessitze", "ein Produkt, das für sein Land stehen kann") gegen das es der Flixtrain "mit gebrauchten Zügen der DB [..] ordentlich schwer haben" werde.

Flixtrain wird aber wie bereits in Deutschland kaum auf Kunden setzten, für die Luxus, Komfort und kurze Reisezeiten wichtig sind, sondern vor allem der Preis. Hier konkurriert der Flixtrain sicher nicht gegen "bequeme Buisnessitze", sondern ist für Reisende attraktiv, die heute z. B. in Fernbussen sitzen und in einem Flixtrain schneller an ihr Ziel kommen oder auch für Reisende, die heute mangels preisgünstiger Alternative den HGV nutzen, es aber eigentlich gar nicht so eilig haben und lieber etwas Geld sparen würden.

Die Kaufentscheidung ist immer eine Abwägung zwischen Qualität und Preis. Für die einen ist das eine für die anderen das andere wichtiger. Zumindest in Deutschland hat zuerst der Fernbus und später auch der Flixtrain diese Anebotdücke im ÖPFV erfolgreich gefüllt. Wenn diese Lücke auch in Italien existiert und die Rahmenbedingungen stimmen, hätte der Flixtrain auch dort gute Chancen.

Die Mär vom preisbewussten Italiener

geschrieben von: Cat's Eye

Datum: 26.07.20 10:17

Moin,

ach, wie sehr ich es in der Coronazeit vermisst hatte: Die wöchentlichen Jubelmeldungen, dass der Leichenfledderer Flix den preisbewussten Europäer glücklich machen will, ob er das nun möchte oder nicht.
Zitat
Flixtrain wird aber wie bereits in Deutschland kaum auf Kunden setzten, für die Luxus, Komfort und kurze Reisezeiten wichtig sind, sondern vor allem der Preis. Hier konkurriert der Flixtrain sicher nicht gegen "bequeme Buisnessitze", sondern ist für Reisende attraktiv, die heute z. B. in Fernbussen sitzen und in einem Flixtrain schneller an ihr Ziel kommen oder auch für Reisende, die heute mangels preisgünstiger Alternative den HGV nutzen, es aber eigentlich gar nicht so eilig haben und lieber etwas Geld sparen würden.

Das Argument, welches wie das Amen in der Kirche jedes Mal herunter gebetet wird. Deine Argumentation zeigt auch, wie viel Ahnung du vom italienischen Verkehrssystem hast: Nämlich augenscheinlich nicht viel. Aber wollen wir die Lücken doch mal schliessen, denn eigentlich müsste die das Preissystem von Trenitalia oder EfffeEsse eigentlich sehr gut gefallen. Das beginnt beim Preissystem des HGV, welchem du unterstellst, dass er über keine günstige Alternative verfügen würde. Die braucht er auch nicht, denn Trenitalia hat das Sparpreissystem revolutioniert und bietet dir bei einer üblichen Suche für den Fernverkehr bis zu 40 Preise an, darunter auch den dynamisch variablen und grossteils bis kurz vor Abfahrt verfügbaren Super-Economy Preis, welcher deinen heiss geliebten preisbewussten Kunden anspricht. Und um dich noch so richtig heiss auf das Italienische Preissystem zu machen: Es gibt nicht mal Rabattkarten. Sollte es immer noch zu teuer sein gibt es immer noch den Kilometer-Basierten Regionaltarif, welchen du auch quasi hinterher geschmissen bekommst, denn dieser ist genau für solche Leute, die es gar nicht eilig haben und lieber etwas Geld sparen würden (die Formulierung habe ich übernommen, das passte gerade gut). Denn Italien kennt noch etwas, das in Deutschland mittlerweile komplett unbekannt geworden ist: Langlaufende Regionalzüge mit denen du langsam aber Billig durchs ganze Land fahren kannst. Das machen jedoch nur die wenigsten, denn...


Zitat
Die Kaufentscheidung ist immer eine Abwägung zwischen Qualität und Preis. Für die einen ist das eine für die anderen das andere wichtiger. Zumindest in Deutschland hat zuerst der Fernbus und später auch der Flixtrain diese Anebotdücke im ÖPFV erfolgreich gefüllt. Wenn diese Lücke auch in Italien existiert und die Rahmenbedingungen stimmen, hätte der Flixtrain auch dort gute Chancen.
... du lässt, wie üblichen in Diskussionen um andere Länder, die Mentalität des Kunden komplett aussen vor. Das haben wir ja schon in den Diskussionen im Alpenlandforum bezüglich des Halbtax gesehen. Selbiges gilt für Italien, denn dieses "Lücke" ist de facto quasi nicht existent. Den Meisten ist in Italien die Qualität wichtig und eben nicht der Preis. Warum fahren die wenigsten Milanesi mit dem Regionalzug nach Venedig? Genau! Weil der Komfort im Frecciarossa eben weitaus besser ist, der Preis ist eher zweitrangig. Mit einem Bimz, egal ob modernisiert, oder nicht, kannst du in Italien keinen Blumentopf gewinnen, wenn eine entsprechende Alternative vorhanden ist. Und der Hardcore-Sparfuchs nimmt dann halt den Langlauf-Regionalzug (früher hätte man da Einfacherweise Schnellzug zu gesagt). In so Fern: Hätte, Hätte, Fahrradkette, denn den Deutschen kannst du nicht 1 zu 1 auf den Italiener übertragen, denn plump gesagt will der Deutsche meist billig und viel, während es in Italien vor Allem um die Qualität geht.

ich könnte jetzt noch mit dem eigentlichen Preis der Mobilität, prekären Arbeitsbedingungen im Niedriglohnsektor und weiteren Sachen anfangen, aber was diese Themen betrifft hast du ja anscheinend Betonklötze vor deinen Augen.

Ich schliesse mit der Bitte wenigstens die Aulslandsforen mit den Spekulationen und dem sämtlichen Blabla über Billig-Billig zu verschonen!

Beste Grüsse!

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Re: Die Mär vom preisbewussten Italiener

geschrieben von: Wrzlbrnft.

Datum: 26.07.20 10:25

Entlang der noch nicht mit HGV-Strecken gesegneten Achsen (z.B. Torino - Genova - Livorno - Roma; Bologna - Ancona - Lecce; viele Strecken südlich von Rom), wo älteres Rollmaterial immer noch mit jenem von Trenitalia mithalten kann, sehe ich durchaus Potenzial. Wenn in Italien alleine so sehr auf Qualität geachtet wird, frage ich mich, warum gerade in Süditalien private Fernbuslinien seit vielen Jahren einen hohen Zuspruch genießen. Gerade in den Abendstunden habe ich in Sizilien schon regelrechte Karawanen an Autobussen mit Zielen wie Taranto, Rom oder Torino gesehen.
Cat's Eye schrieb:
Moin,

ach, wie sehr ich es in der Coronazeit vermisst hatte: Die wöchentlichen Jubelmeldungen, dass der Leichenfledderer Flix den preisbewussten Europäer glücklich machen will, ob er das nun möchte oder nicht.
Zitat
Flixtrain wird aber wie bereits in Deutschland kaum auf Kunden setzten, für die Luxus, Komfort und kurze Reisezeiten wichtig sind, sondern vor allem der Preis. Hier konkurriert der Flixtrain sicher nicht gegen "bequeme Buisnessitze", sondern ist für Reisende attraktiv, die heute z. B. in Fernbussen sitzen und in einem Flixtrain schneller an ihr Ziel kommen oder auch für Reisende, die heute mangels preisgünstiger Alternative den HGV nutzen, es aber eigentlich gar nicht so eilig haben und lieber etwas Geld sparen würden.

Das Argument, welches wie das Amen in der Kirche jedes Mal herunter gebetet wird. Deine Argumentation zeigt auch, wie viel Ahnung du vom italienischen Verkehrssystem hast: Nämlich augenscheinlich nicht viel. Aber wollen wir die Lücken doch mal schliessen, denn eigentlich müsste die das Preissystem von Trenitalia oder EfffeEsse eigentlich sehr gut gefallen. Das beginnt beim Preissystem des HGV, welchem du unterstellst, dass er über keine günstige Alternative verfügen würde. Die braucht er auch nicht, denn Trenitalia hat das Sparpreissystem revolutioniert und bietet dir bei einer üblichen Suche für den Fernverkehr bis zu 40 Preise an, darunter auch den dynamisch variablen und grossteils bis kurz vor Abfahrt verfügbaren Super-Economy Preis, welcher deinen heiss geliebten preisbewussten Kunden anspricht. Und um dich noch so richtig heiss auf das Italienische Preissystem zu machen: Es gibt nicht mal Rabattkarten. Sollte es immer noch zu teuer sein gibt es immer noch den Kilometer-Basierten Regionaltarif, welchen du auch quasi hinterher geschmissen bekommst, denn dieser ist genau für solche Leute, die es gar nicht eilig haben und lieber etwas Geld sparen würden (die Formulierung habe ich übernommen, das passte gerade gut). Denn Italien kennt noch etwas, das in Deutschland mittlerweile komplett unbekannt geworden ist: Langlaufende Regionalzüge mit denen du langsam aber Billig durchs ganze Land fahren kannst. Das machen jedoch nur die wenigsten, denn...


Zitat
Die Kaufentscheidung ist immer eine Abwägung zwischen Qualität und Preis. Für die einen ist das eine für die anderen das andere wichtiger. Zumindest in Deutschland hat zuerst der Fernbus und später auch der Flixtrain diese Anebotdücke im ÖPFV erfolgreich gefüllt. Wenn diese Lücke auch in Italien existiert und die Rahmenbedingungen stimmen, hätte der Flixtrain auch dort gute Chancen.
... du lässt, wie üblichen in Diskussionen um andere Länder, die Mentalität des Kunden komplett aussen vor. Das haben wir ja schon in den Diskussionen im Alpenlandforum bezüglich des Halbtax gesehen. Selbiges gilt für Italien, denn dieses "Lücke" ist de facto quasi nicht existent. Den Meisten ist in Italien die Qualität wichtig und eben nicht der Preis. Warum fahren die wenigsten Milanesi mit dem Regionalzug nach Venedig? Genau! Weil der Komfort im Frecciarossa eben weitaus besser ist, der Preis ist eher zweitrangig. Mit einem Bimz, egal ob modernisiert, oder nicht, kannst du in Italien keinen Blumentopf gewinnen, wenn eine entsprechende Alternative vorhanden ist. Und der Hardcore-Sparfuchs nimmt dann halt den Langlauf-Regionalzug (früher hätte man da Einfacherweise Schnellzug zu gesagt). In so Fern: Hätte, Hätte, Fahrradkette, denn den Deutschen kannst du nicht 1 zu 1 auf den Italiener übertragen, denn plump gesagt will der Deutsche meist billig und viel, während es in Italien vor Allem um die Qualität geht.

ich könnte jetzt noch mit dem eigentlichen Preis der Mobilität, prekären Arbeitsbedingungen im Niedriglohnsektor und weiteren Sachen anfangen, aber was diese Themen betrifft hast du ja anscheinend Betonklötze vor deinen Augen.

Ich schliesse mit der Bitte wenigstens die Aulslandsforen mit den Spekulationen und dem sämtlichen Blabla über Billig-Billig zu verschonen!

Beste Grüsse!
In einem hast du völlig recht: Ich weiß nicht viel über den öffentlichen Verkehr in Italien. Du weißt dagegen genau, was 'die meisten Italiener' (aber offensichtlich nicht alle!) wollen. Da du dich hier also offensichtlich gut auskennst, habe ich eine Frage: Was bewegt Italiener den Fernbus statt die von dir beschriebenen günstigen Tarife des schnellen und komfortablen Hochgeschwindigkeitsverkehrs oder noch preiswertere Zugangebote zu nutzen?

Was zahlt Dir eigentlich Flix für die Dauermeldungen?

geschrieben von: bollisee

Datum: 26.07.20 14:06

Wäre ja schon mal interessant, zumal viele Meldungen ja eher den Charakter haben, das Interesse zu wecken aber doch sehr abstrakte Überlegungen beinhalten...

Re: Die Mär vom preisbewussten Italiener

geschrieben von: portbou

Datum: 26.07.20 15:31

Zitat:
Warum fahren die wenigsten Milanesi mit dem Regionalzug nach Venedig?

Es gibt gar kein Regionalzug Milano-Venezia, man muss immer umsteigen in Verona.

Mit ein Umsteigezeit von 7 Minuten und die übliche Verspätungen im Regionalverkehr wissen die Milanesi dass die Wahrscheinlichkeit (wenigstens) eine Stunde in Verona zu verlieren sehr hoch ist.

Und damit zwingt Trenitalia die meisten Leuten die Freccias zu benutzen...
oder - wie man oft im Verkehrsinfo auf autostrade.it lesen kann - treibt sie auf die überfüllte A4.

Also bin ich davon überzeugt dass
- zwischen Milano und Venezia
- ein direkte Intercity-ähnliche Zug
- ohne benutzung von HGV-Strecken
- mit ein Preisniveau genau zwischen Regionalpreis und Frecciapreis
sein Erfolg haben wird.

Re: Die Mär vom preisbewussten Italiener

geschrieben von: Montrealer

Datum: 26.07.20 19:36

portbou schrieb:
Also bin ich davon überzeugt dass
- zwischen Milano und Venezia
- ein direkte Intercity-ähnliche Zug
- ohne benutzung von HGV-Strecken
- mit ein Preisniveau genau zwischen Regionalpreis und Frecciapreis
sein Erfolg haben wird.
Da du anscheinend zu faul bist einfach mal die Preise der betreffenden Zugbetreiber aufzurufen:

Standardpreis Regionalverkehr: 20,70€

Günstigster Frecciarossa (6 Direktverbindungen pro Tag):
- morgen: 49,00€
- übermorgen: 43,90€
- in 5 Tagen: 39,90€
- in 7 Tagen: 36,90€
- in 14 Tagen: 33,90€

Günstigster Preis für Italo (4 Direktverbindungen pro Tag):
- morgen: ausgebucht
- übermorgen: 44,90€
- in 3 Tagen: 39,90€
- in 5 Tagen: 35,90€
- in 7 Tagen: 32,90€
- in 11 Tagen: 29,90€

Wo genau ist da der Preispunkt bei dem ein 1-2 Mal täglich verkehrender Intercity-Zug Erfolg haben könnte...?



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.07.20 19:39.

Re: Die Mär vom preisbewussten Italiener

geschrieben von: X73900

Datum: 26.07.20 19:59

Montrealer schrieb:
Günstigster Frecciarossa (6 Direktverbindungen pro Tag):
6 Direktverbindungen am Tag mit Frecciarossa? Das muss ein eingeschränkter Sommerferien- und Corona-Fahrplan sein. Normalerweise wird dort im Halbstunden- bzw. Stundentakt gefahren. Am Mittwoch, 12.02.2020, gab es z.B. 26 Direktverbindungen mit Frecce bzw. EC.

Was die Regionalzüge betrifft, der knappe Umstieg in Verona ist ja nur für Reisende relevant, die über Verona hinaus fahren. Wer Mailand - Verona oder Verona - Venedig fährt, kann den Regionalzug umsteigefrei nutzen.

Wie ist eigentlich allgemein gegenwärtig die Rechtslage und ihre praktische Umsetzung bei Open-Access-Verkehren in Italien? Vor einigen Jahren hatte ja Arenaways den Verkehr zwischen Mailand und Turin aufgenommen, aber die italienischen Behörden haben ihnen das schnell verleidet. Später gab es dann noch den Konflikt um die "Halteverbote" für die DB-ÖBB-EC. Italo scheint dagegen ja keine Probleme zu haben?

Gruß
X73900

Re: Die Mär vom preisbewussten Italiener

geschrieben von: pm

Datum: 27.07.20 13:54

wie Du schön aufgeführt hast bei 30-35 Euro Normalpreis oder Base.Und bitte nicht irgendwelche nicht erstattbaren Preise vergleichen-die man 14 Tagen vorher buchen muß.

Re: Die Mär vom preisbewussten Italiener

geschrieben von: Montrealer

Datum: 27.07.20 19:54

pm schrieb:
wie Du schön aufgeführt hast bei 30-35 Euro Normalpreis oder Base.Und bitte nicht irgendwelche nicht erstattbaren Preise vergleichen-die man 14 Tagen vorher buchen muß.
Also mindestens 3 Tage im Voraus dürfte der Dirchschnitts-Flixtrain-Billigheimer-Kunde schon buchen (und nur in Extremfällen die Reise nicht im geplanten Zug antreten). Von daher ist der 39,90€ Italo-Preis schon der relevante Vergleichswert und erlaubt für nur 5-10€ mehr als die von dir genannte Preisspanne einen wesentlich höheren Komfort, Geschwindigkeit und Auswahl an Abfahrten. Ich sehe da nicht die Italiener für die Fahrt in eine der teuersten (wenn nicht: die teuerste) Städte ihres Landes für den Flixtrain Schlange stehen...

Re: Die Mär vom preisbewussten Italiener

geschrieben von: Wrzlbrnft.

Datum: 30.07.20 10:54

Es ist jetzt nicht so, dass Flixtrain in Deutschland auf den großen Renn-Achsen wie München - Hamburg oder München - Berlin unterwegs ist, sondern sich v.a. gut ausgebaute, konventionelle Strecken ausgesucht hat.
Genau so wird man es auch in Italien machen, entsprechende Hinweise gab es hier im Forum auch früher schon. Wie oben erwähnt, bieten sich hierfür die beiden Nord-Süd-Achsen entlang der tyrrhenischen bzw. Adria-Küste sowie verschiedene Relationen im Süden Italiens an, wo es die LAV-Strecken noch nicht hingeschafft haben.

Re: Die Mär vom preisbewussten Italiener

geschrieben von: portbou

Datum: 01.08.20 16:13

Zitat:
Also mindestens 3 Tage im Voraus dürfte der Dirchschnitts-Flixtrain-Billigheimer-Kunde schon buchen (und nur in Extremfällen die Reise nicht im geplanten Zug antreten). Von daher ist der 39,90€ Italo-Preis schon der relevante Vergleichswert und erlaubt für nur 5-10€ mehr als die von dir genannte Preisspanne einen wesentlich höheren Komfort, Geschwindigkeit und Auswahl an Abfahrten.

Auswahl an Abfahrten bei Italo ? 4x hin und 3x zurück sind nun auch nicht so viel.
Und zwischen

Abfahrt Milano 09h35 -> 16h35
und
Abfahrt Venezia 12h57 -> 18h57

gibt es mMn eine schöne Lücke für Flix : Hin ab Milano +/- 12h00, Rück ab Venezia +/- 16h00


Zitat:
Ich sehe da nicht die Italiener für die Fahrt in eine der teuersten (wenn nicht: die teuerste) Städte ihres Landes für den Flixtrain Schlange stehen...

Ach ja, natürlich fahren nur Millionäre nach Venezia...

Ich denke sogar dass diese Millionäre gerne Flixbus fahren.
Warum sonst gibt es jeden Tag so viel Flixbus-Ankunften und -Abfahrten in Tronchetto ?

Glücklicherweise hält die von mir vorgeschlagene Flixtrain ab Milano auch in Brescia, am Gardasee, Verona, Vicenza und Padova...