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Hallo,

manche von euch wussten es ja schon, dass ich seit 1997 an einem Buch über die albanischen Eisenbahnen arbeite(te), ich melde mich ja immer wieder bei Diskussionen über Albanien zum Thema. Durch (oder... Dank?) dem Coronavirus war ich nun seit Anfang März arbeitslos daheim, da hatte ich endlich Zeit das Buch definitiv zu überarbeiten und zu aktualisieren, einen Verleger hatte ich ja inzwischen auch gefunden.

Die Idee das Buch zu schreiben bekam ich nach meiner ersten Albanienreise 1997. Mein Vater war Journalist, und wir fuhren zur Berichterstattung mitten in den damaligen Bürgerkrieg, ich war also als "Kriegsfotograf" dabei. Und wir fuhren sogar mit der Bahn, obwohl selbst alle Albaner uns entschieden davon abrieten. Auf dieser Reise lernte ich auch meine künftige Ehefrau kennen, und so fing die große Liebe zu Land und Bahn an.

Das Interesse wuchs ständig, und ich suchte also ein umfassendes Buch zur Geschichte der albanischen Eisenbahnen, musste aber feststellen, dass es ein Solches einfach nicht gab, in keiner Sprache. Nur hie und da fanden sich in der üblichen Literatur mal Häppchen zum Thema, oft auch widersprüchliche. Einige Raritäten, wie das zeitgenössische Buch von Gerhard Gürsch, mussten erstmal gefunden werden, und brachten außerdem mehr Fragen als Antworten zum Thema der Fahrzeuge...

Also musste diese Lücke gefüllt werden, und zwar schnell, denn 1997 fing das Ende der albanischen Eisenbahnen bereits an, immer mehr Material wurde restlos verschrottet, immer mehr Schienen entfernt und frühere Bahnstrecken unkenntlich gemacht, asphaltiert und überbaut. Bei meiner ersten Reise 1997 z.B. fiel mir in Tiranë ein Bahnübergang auf, der die damals einzige Autobahn des Landes QUER KREUZTE! Der Betonmittelstreifen wurde hier durch bewegliche Blechelemente ersetzt, und natürlich gab es Schranken, mitten auf der Autobahn! Bei meiner zweiten Reise 1998 wollte ich diesen vom Auto wenigstens im vorbeifahren fotografieren, aber zu Spät, alles bereits entfernt. Wenig später verschwanden auch die Schienen, heute ist nichts mehr davon übriggeblieben, die gesamte Umgebung ist nicht mehr wiederzuerkennen.

Nun, wenn es kein Buch gibt, dann muss es eben jemand schreiben; es blieb mir sozusagen nichts anderes übrig. Als eingefleischter Bahnfan sollte es ein Buch werden, wie es einem Bahnfan Freude macht, gut bebildert und voll fundierter Information. Diese habe ich dann zwanzig Jahre lang in vier Sprachen und verschiedenen Ländern gesucht. Man darf dabei auch nicht vergessen, das es kaum Fotos von vor 1990 gibt, und vieles in den zwei Bürgerkriegen 1992 und 1997 zerstört wurde. Es hat glücklicherweise oft mehr im Ausland überlebt, denn die Geschichte Albaniens ist eins mit der Geschichte Europas, die ersten Eisenbahnen wurden ab 1916 von Österreich-Ungarn und Italien gebaut, die Fahrzeuge der Normalspurbahnen wurden ab 1943 aus 13 verschiedenen Staaten importiert.

Letztes Jahr kamen die albanischen Eisenbahnen zu einem vollständigen Stillstand, nur einzelne Güterzüge fahren noch, bei Bedarf. Auch deshalb war es Zeit, das Buch abzuschließen, die Geschichte der HSH ist an ihr vorläufiges Ende gekommen. Es wird sicher irgendwie mit der Eisenbahn in Albanien weitergehen, aber genauso sicher nicht mehr mit einer T 669 und zwei Halberstädtern, welche mit 20 km/h auf völlig verrotteten Gleisen schwanken...

Nun, der langen Rede kurzer Sinn, das Buch ist seit gestern im Handel (Hier der Link zum Verlag, mit Leseprobe: Die vergessene Eisenbahn), wer sich also für das Thema Albanien interessiert wird dort einige Antworten finden, und wer auch danach noch immer Fragen hat, kann sich ja gerne an mich wenden. Wobei ich durchaus selbst noch einige Fragen übrig habe, denn nicht für jedes Rätsel gab es eine Lösung.

Zum Anlass hier meine erste Bahnreise in Albanien und eines der ersten Fotos, anno 1997, die FS-Wagen sind noch im originalen italienischen Grau, mittig ein polnischer "Bonanza" als Pack- und Büffetwagen, ebenfalls noch in PKP-Braun. Vorn, natürlich wie immer, eine T 669!

https://i.postimg.cc/9QwSqttV/BOX-275-403.jpg



Liebe Grüße aus Italien

Romano

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WOW !!!

geschrieben von: Flipp1982

Datum: 15.05.20 19:08

Romano, mein riesen Kompliment!

Ein schwierigeres Thema hättest Du Dir kaum suchen können. Ich werde mir das Buch sofort bestellen! Während der Vorfreude eine kurze Frage: Sind Bilder der Esslingen-Lok 72 und der österreichischen 56 mit drin zufällig (wohlgemerkt, nur Neugierde, ich kaufe das Buch mit oder ohne :-) ).

Viele Grüße

Bastian

Deutsche Dampflokomotiven im Ausland - (m)ein spannendes Thema. Literaturtipps:

JETZT NEU: "pomnik parowóz - die polnischen Denkmaldampflokomotiven. Ein Reiseführer zu Geschichte, Geschichten und Gegenwart aller normalspurigen Museums- und Denkmaldampflokomotiven in Polen. 536 (!) Seiten, 700 Abbildungen, davon über 200 in Farbe. 33,00 €, ISBN 9783750412019

Auch aus der Reihe: "Preußens Gloria in Siebenbürgen - das Eisenbahnmuseum Sibiu und seine (deutschen) Fahrzeuge" und "Dampfloktechnik heute - Einsatz, Technik & Wartung der deutschen 52er im Jahr 2019 in den KREKA-Minen BiH".

endlich ein Buch über die Albanischen Eisenbahnen

geschrieben von: 141R

Datum: 15.05.20 20:36

Halo Romano,

mein Kompliment, dieses Projekt tatsächlich so bald zum Abschluß gebracht zu haben!

Davon hast Du ja immer wieder über die Jahre erzählt, hörte sich nach einer Lebensaufgabe an. Was machst Du jetzt mit Deiner freien Zeit? ;-)


Viele Grüße aus der Pfalz,
Matthias

Re: WOW !!!

geschrieben von: RomanoMölter

Datum: 15.05.20 22:44

Hallo Bastian,

letzten Sommer lernte ich in Tuzla Ing. Merim Aličić kennen, und versprach ihm euer Buch zu kaufen, was ich nach der Heimfahrt auch sofort tat, und es ist wirklich weit mehr wert als das Geld was es kostet! Tuzla war einfach super, man sieht es ja an den Videos die ich und mein Sohn Adriano dort gedreht haben, ich hoffe du hast sie auf Youtube gesehen, wir waren überall, Šikulje, Dubrave, Bukinje und natürlich dann auch Banovici. Ich war übrigens zum ersten mal 1997 in Bosnien, beruflich... Hab also auch Minenfelder und Zerschossenes hautnah erlebt, vom Rest schweige ich heutzutage lieber, kenne also die (Vor-)Geschichte, und verstehe gut warum der Lokführer Bier trinkt und der Heizer nicht. Ich hab allem Personal der Minen oder Werkstätten ein Trinkgeld hinterlassen, ich weiß wie man in Bosnien oder Albanien lebt.

Nun, Albanien! Die Dampfloks hab ich natürlich nur noch abgestellt erlebt, aber die 72 kannte ich noch ganz, und die letzte 56 als Wrack hab ich 1997 auch noch erlebt. Aber zum Glück habe ich auch gute Fotos aus 1992 bekommen, dank Geoff Sarbutt, da sahen beide noch etwas besser aus. Eine 56er zog ja auch den Eröffnungszug der Durrës-Tiranë, das Foto ist ebenfalls im Buch, wenn auch ein fürchterliches Zeitungsfoto von 1947, die Qualität ist horrend, aber ich kann froh sein es überhaupt in der Nationalbibliothek gefunden zu haben.
Im Buch ist sogar die bayerische Malletlok 2513 (eine BB II) abgebildet, welche die Wehrmacht 1943 dort hingeschleppt hatte! (Diesmal danke an Mario Stiletto!). Eine V36 brachte die Wehrmacht ebenfalls mit...

Nun, wenn ich schreibe, "Albaniens Eisenbahnen 1916-2020", ist das wirklich so gemeint. Auch die vielen Schmalspurbahnen des ersten Weltkriegs und danach, die vielen längst vergessen Industrieanschlüsse des Normalspurnetzes, welche nach 1990 sofort sinnlos waren und spurlos verschwunden sind, ich hab alles dokumentiert. Selbst die Albaner wissen heute nicht mehr wo mal Gleise lagen... Auch deshalb werde ich eine Kopie des Buches der albanischen Nationalbibliothek schenken!

Danke für das Kompliment, ich hoffe das Buch wird niemanden enttäuschen, denn am Ende sind auch noch 14 Seiten Tabellen, da wird jede Strecke und jedes Fahrzeug gewürdigt, und nicht nur die Normalspur und nicht nur die Loks...

Liebe Grüße

Romano

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.20 22:59.
Hallo Matthias,

ja, es war eine Lebensaufgabe. Und hätte mich der Coronavirus nicht gezwungen, ich hätte auf Lebzeiten daran herumgefeilt, den alles kann man immer noch besser machen. Aber ich muss sagen, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Als ich die definitive Version an den Verlag geschickt habe (denn auch Layout, Fotobearbeitung und Satz sind auf meinem Mist gewachsen...) kam ich mir vor wie eine Mutter die endlich ihr Kind geboren hat, es war einfach ein komisches Gefühl nach zwanzig Jahren Recherche endlich einen definitiven Punkt setzen zu müssen. Ich hoffe es ist mir gelungen ein Buch zu schaffen, wie es ein Eisenbahnfreund wie ich im Grunde über ein Thema verlangt, und dann auch genießen kann.

Was mach ich jetzt mit meiner freien Zeit? Ich hoffe dass es bald weitergeht, und ich endlich wieder Arbeit und Alltag in der Filmbranche habe :-))). Aber eins sei mal gesagt, das Erscheinen dieses Buches hab ich dem Coronavirus zu verdanken, das Virus hat mich gezwungen zwei Monate daheim zu verbringen, und an nichts anderes als das Buch zu denken. Es gibt im Leben eben nichts wirklich Gutes oder Schlechtes, einfach nur Chancen, die man eben wahrnehmen kann oder nicht.

Ich hoffe man sieht sich bald wieder mal!

Liebe Grüße

Romano

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Hallo Romano,

Obwohl Albanien und seine Eisenbahn nicht wirklich zu meinen Schwerpunktthemen gehören, habe ich Deine Berichte mit großem Interesse gelesen.
Daher mußte ich auch nicht lange überlegen Dein Buch zu bestellen. Dank Dir für den Idealismus ein solches Nieschenthema mit einer Publikation zu würdigen.

Viele Grüße
Alex

http://www.imgbox.de/users/asrm62/neuetraktion.jpg
Moin,
ich war in 2004 in Albaniën, Bilder am railfaneurope.
Hab gerade das Buch bei mein Handler in die Niederlande bestellt, er hat gleich 6 Exemplare bestellt.
MfG, Theijs



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.20 16:05.
Danke Alex,

irgendjemand musste ja mal die Lücke füllen, auch Nischenthemen werden irgendwann interessant, Bücher zur 01, V200 oder 103 gibt es ja bereits genug. Aber keine Angst, der Idealismus war einfach toll. In einem Land wo alles möglich war, konnte man auch vorne "an der Reling" einer T 669 mit dem Wind in den Haaren fahren, selbst mit einem neunjährigen Fotografen an der Seite. Der hat damals gut aufgepasst, war immer ein vorsichtiges Kind, aber hat das Ganze natürlich richtig genossen. Heute ist er 19 und hängt sich draußen am Autodach fest um während voller Fahrt tolle Aufnahmen wie die im Albrail-Video zu machen. Für mich und Adriano ist die albanische Eisenbahn zur ganz ganz großen Liebe geworden. Ich glaube das sieht man im Buch auch... :-)

Danke und liebe Grüße aus Italien

Romano

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Danke Theijs,

ich kannte deine Bilder von railfaneurope natürlich schon, ich hab jahrelang auch im Internet alle Bilder durchkämmt, um an fehlende Wagennummern zu kommen, auch deine :-). Zu den ex-Bruhat fehlen mir z.B. noch drei Nummern, da weiß ich bis heute nicht ob diese Nummern Bruhat oder Remetallisée waren, denn das haben die Albaner überhaupt nicht notiert, sondern wie oft die Nummern rein zufällig vergeben... In den Tabellen sind einige Lücken, wer diese füllen kann ist natürlich jederzeit willkommen!
Freut mich sehr dass dein Händler gleich 6 bestellt hat, ich hoffe das Buch wird schöne Erinnerungen und bei manchen auch Lust auf eine Reise wecken!

Liebe Grüße

Romano

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Guten Abend !

Hast Du auch den Einsatz der ehemaligen ÖBB Wagen Bp 20-04 in Deinem Buch aufgenommen ? Denn diese dürften so Ende der 90er Jahre von der ÖBB nach Albanien gegangen sein und vor einigen Jahren, als die Halberstädter kamen, verschrottet worden sein. Es würde mich nämlich interessieren, wieviele Wagen es waren und vor allem die alten Wagennummern der ÖBB.

Ansonsten meine Hochachtung vor Deinem Werk und vor allem der Ausdauer der Recherche und des überwiegend selber machen.


Viele Grüße
diesel-fan
Hallo diesel-fan,

wie es im Titel steht, die komplette Geschichte 1916-2020! :-))) Klar dass die 20-04 auch dabei sind! Beide Typen fotografisch belegt (Einzel- und Doppeltüren), und alle Nummern im Tabellenteil gelistet! Übrigens hatte Albanien auch eine Serie von SGP-Kesselwagen aus Graz bekommen... natürlich auch alles dabei!

LG

Romano

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Ich habe auch bestellt, und bin sehr gespannt

geschrieben von: E 44 051

Datum: 17.05.20 00:02

Hallo Romano,

danke, dass Du es jetzt geschafft hast. Dann freue ich mich schon mal auf interessante Lektüre.

Nebenbei habe ich gleich noch das Buch über den spannenden Bahnhof Selzthal und den Erzverkehr nach Linz aus dem gleichen Verlag bestellt ;-)

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]

Faleminderit shume!

geschrieben von: Kosrail

Datum: 17.05.20 01:03

Interessantes Nischenthema! Respekt! Wird natürlich sofort bestellt!

Grüße

Raphael

http://www.kosrail.de/Bilder/EiK_small.jpg

Re: Faleminderit shume!

geschrieben von: RBDe 561 003

Datum: 17.05.20 20:05

Bestellt und ich freue mich!

Und gleichzeitig hoffe ich, dass doch bald auch im Personenverkehr wieder etwas rollt - das Ende des Verkehrs hatte man ja in den letzten Jahren schon öfters vermutet und bei meinem ersten Besuch 2012 dachte ich auch nicht, dass man noch lange fahren würde.

Faleminderit vorab für diese wertvollen Mühen und Gratulation
RBDe 561 003
Hallo Romano

Das es das endlich gibt, einfach toll! Habe das Buch sofort bestellt und warte darauf darin zu stöbern! Albanien ist wirklich kein typisches Eisenbahnland. Ich war 1996 mit einer DGEG-Gruppenreise dort. Darüber ist ein Heft in der Reihe Eisenbahn und Museen entstanden: "Die Albanischen Eisenbahnen - Ein Statusbericht vom Herbst 1996" ( über den DGEG-Online-Shop gibt es das noch zu beziehen ). Uns war es vergönnt, dass gesamte damals im Planbetrieb stehende Netz zu bereisen! Einige Teilnehmer der Reise, war es wert die dabei gesammelten Informationen auch einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Einige Bilder im Heft sind von mir.

Ich hoffe das dein Buch den Drang nach einem weiteren Besuch weckt.

Viele Grüße aus dem Brexbachtal

Rainer


Hallo Ralf, Raphael, RBDe 561 003 und Rainer,

bitte entschuldigt wenn ich eine gemeinsame Antwort schreibe, aber es ist sicher übersichtlicher als 4 einzelne, ich habe eure Beiträge gerade gelesen. Erstmal vielen Dank für das Interesse an Thema und Buch, das freut mich riesig!! Ich hoffe das Buch wird euren Ansprüchen gerecht werden, bin auf die Reaktionen gespannt!

Ob es mit dem Personenverkehr weitergeht... Geplant ist ein "schneller" Verkehr zwischen Durrës und Kamëz (Tiranë), und in Kamëz Umsteigemöglichkeit zur Straßenbahn Rinas (Flughafen)-Kamëz-Tiranë (Auf der früheren Bahnstrecke). Das wird natürlich ein Neuanfang werden und somit sicher zu neuen Dieseltriebwagen führen, denn eine T669 und zwei Halberstädter machen da keinen Sinn mehr. Wir werden sehen...

Natürlich habe ich das (sehr wertvolle!) DGEG-Heft, in der Bibliographie der Buches werdet ihr so ziemlich alles was es sonst noch zum Thema gibt finden, in mehreren Sprachen (Ich spreche zum Glück 4, das war sehr nützlich).
Zur DGEG-Reise: Euch war einiges Unwiederholbares vergönnt, das war wirklich toll!!
-Ihr seid die Strecke Milot-Rreshen gefahren. Die war nur eineinhalb Jahre in Betrieb und ist inzwischen abgebaut, da habt ihr wirklich Glück gehabt!
-Ihr habt den allerletzten Polnischen Abteilwagen in Betrieb erlebt! Ich kam 1997 nach Albanien, da fuhr keiner mehr, die Wagen habe ich erst später als völlige Wracks erlebt.
-Ihr habt die letzte Schmalspurbahn in den Salinen von Nartë in Betrieb gesehen! Ein Jahr später war ich dort, die Fahrzeuge waren noch da, aber nichts fuhr mehr. 1999 war alles verschwunden, kein einziger Gleisrest mehr zu sehen...
-Das Heft ist sehr informativ, gerade was die Fahrzeuglisten betrifft. Es hat mir geholfen die Ausmusterungen vieler Fahrzeuge zuverlässiger zu datieren, denn es ist ein zeitlicher Fixpunkt, was 1996 noch existierte und was bereits verschrottet war. Es war eine gute Idee eure Erfahrungen aufzuschreiben und zugänglich zu machen!

Viele Grüße aus Italien

Romano


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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.20 22:48.
Gäbe es da vielleicht die chance einer chinesischen lösung wie im benachbarten Nordmazedonien?


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
Hallo tbk,

ich denke das schon seit längerem... China und Albanien waren schon zu Enver Hoxha und Mao-Zeiten eng verbunden. Albaner brauchen bis Heute kein Visum für China, die Beziehungen sind fast immer gut gewesen. China ist in der Lage komplette Systeme zu liefern, das habe ich mit meinen Augen und Anerkennung in Kenya gesehen. Und relativ billig sind die Fahrzeuge und Arbeiten ebenfalls, dazu bietet die chinesische Regierung in solchen Fällen auch direkte Kredite an, wie in Kenya, wo sich die Regierung dann allerdings mit SGR etwas übernommen hat, das Projekt ist inzwischen gestoppt, die Normalspur endet in Naivasha, im Nichts...
Mal sehen wie Albanien zu neuen Eisenbahnen kommt, bisher war man dort eher vorsichtig mit dem Verschulden. Aber von nichts kommt nichts, und zumindest zwischen Durrës und Tiranë wäre eine schnelle Taktverbindung sehr erfolgreich. Ich bin ebenfalls gespannt wer die Aufgabe bekommen wird den Neuanfang der Bahn zu meistern...
Und werde natürlich informieren, sobald ich etwas sicheres weiß!

LG
Romano

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Hallo Romano,

das Buch füllt eine große Lücke in der europäischen Eisenbahngeschichte.
Die Lok, die dem ersten Zug vorgespannt war hatte die Nummer 56 3540 eine ehemalige polnische Lok (Tr12-137).

Viele Grüße

Rüdiger
Hallo,

Ich will ja nichts sagen. Nur ob das für Europa von Vorteil ist, sich weiter von China abhängig zu machen? Die weltweiten Infrastrukturprojekte werden nun auch nicht aus lauter Freude durchgeführt...
Wenn die EU nur Straßen baut (es gibt in Albanien keine einzige Fernstraße, die inzwischen nicht grundlegend mit EU-Geldern repariert und modernisiert wurde), dann bauen den Schienenverkehr eben andere. Das gilt mehr oder weniger auch für den restlichen Balkan, der eisenbahnmäßig längst kein Teil Europas mehr ist. Von den großen Korridorankündigungen für die nächsten 80 Jahre und den anderen schönen Reden können diese Länder sich nichts kaufen.
Hallo Rüdiger,

interessante Information, allerdings müsste ich dazu die Quelle wissen. Denn die Lok des Eröffnungszuges war mit Sicherheit eine 56, allerdings mit einigen Zugaben zur Feier nur schwer erkennbar gemacht. An der Front ist die Nummer nicht zu sehen, da prangen Stalin und Hoxha´s überlebensgroße Portraits. An der Seite sind auf Foto und Film leider keine Nummern zu sehen. Und auch in der albanischen Presse und in Büchern wird die Nummer nicht genannt (So etwas war 1949 wohl irrelevant).
Weiters sind in Albanien 4 Loks dieser Art auf alten Papieren belegt, während laut anderen (ausländischen) Angaben weitere Nummern genannt werden, also mehr Loks als die 4 damals erfassten. Und 56 3540 ist nicht unter den 4 gelistet. Dieses Problem gibt es fast jedesmal und bis heute, so wurden z.B. angeblich von der DB 36 Halberstädter nach Albanien verschenkt, aber nur 12 sind dort jemals angekommen.
Ich habe versucht als allererstes den Albanischen Quellen glauben zu schenken, wenn diese nicht allzu widersprüchlich waren. Eventuelle weitere ausländische Angaben zum Fahrzeugpark habe ich dementsprechend ausgewertet. Genau werden wir es wohl nie mehr wissen, aber die Quelle interessiert mich, ich freue mich um eine Antwort!

LG

Romano

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wow! Vielen Dank für das Buch und die damit verbundene Arbeit!

herzliche Grüße,

ITF
Weißfahrer schrieb:
(es gibt in Albanien keine einzige Fernstraße, die inzwischen nicht grundlegend mit EU-Geldern repariert und modernisiert wurde)
Jetzt wird es off topic, aber: Interessant, dass allein der status als EU-beitrittskandidat (seit 24. juni 2014 offiziell) bereits zu solchen beihilfen berechtigt.


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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.05.20 10:54.
tbk schrieb:
Weißfahrer schrieb:
(es gibt in Albanien keine einzige Fernstraße, die inzwischen nicht grundlegend mit EU-Geldern repariert und modernisiert wurde)
Jetzt wird es off topic, aber: Interessant, dass allein der status als EU-beitrittskandidat (seit 24. juni 2014 offiziell) bereits zu solchen beihilfen berechtigt.
Wie willst du sonst das wirtschaftliche Niveau eines Mitgliedskandidaten soweit anheben, dass nicht ein großer Teil ihrer arbeitsfähigen Leute (gerade die höherqualifizierten) das Land in genau dem Moment verlässt, wo diese als nun-EU-Staatsbürger sich überall in der EU niederlassen können? Dramatische wirtschaftliche Gegensätze im eigenen Hinterhof kann man sich als reiches Land nur leisten wenn man sich gegenüber den ärmsten Länder abschottet (und deren eine bessere Zukunft suchende Bürger ggf. einfach absaufen lässt)...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.05.20 00:56.
>Nur ob das für Europa von Vorteil ist, sich weiter von China abhängig zu machen? Die weltweiten Infrastrukturprojekte werden nun auch nicht aus lauter Freude durchgeführt...

Ist es denn so viel vorteilhafter, sich von den USA abhängig gemacht zu haben?

Frei nach dem braven Soldat Schwejk: "Nach Corona halb sechs im Biergarten!" :)

Re: [AL] Tipps zum Bezug des Buches

geschrieben von: Sonnenberger58

Datum: 26.05.20 22:34

Hallo,

hier wird nun fleißig diskutiert und Poltik gemacht. Aber niemand stellt die Frage, wo man das Buch kaufen kann.

Ich habe mich beschäftigt damit, und bin auf folgendes gekommen:

Österreich:
- beim Verlag [www.rmg-verlag.at]
- beim Buchhändler Eures Vertrauens

Deutschland: keinen portofreien Bezug gefunden.
- Stiletto München [www.bahnbuch.de]
- LokoMotive Berlin hat es im Lok Report beworben [www.lokomotive-fachbuchhandlung.de]
- Menzel führt den RMG-Verlag [www.menzels-lokschuppen.de]
- es kommen sicher noch weitere Händler infrage, wobei aber normale Buchhandlungen keinen Zugang haben.

Tschechische Republik:
- Ich gehe davon aus, dass PRAGOMODELL das Buch über Stiletto erhalten wird.

Übrige Länder:
- bei Bestellung im Ausland fällt eben Auslandsporto an.

Leseprobe: [rmg-verlag.at]

Schöne Grüße
Sbg58

Normaler Handel?

geschrieben von: Flipp1982

Datum: 26.05.20 23:02

Hallo,

also ich hatte keinerlei Problem, das Buch beim „Allerwelts-Ketten-Buchhandel“ in der hiesigen Innenstadt zu bestellen. Lieferzeit 14 Tage, aber dann gar kein Thema mit ISBN. Auch andere Werke aus dem Verlag konnte ich bei wechselnden fränkischen Buchhändlern immer problemlos bekommen.

Viele Grüße

Bastian

Deutsche Dampflokomotiven im Ausland - (m)ein spannendes Thema. Literaturtipps:

JETZT NEU: "pomnik parowóz - die polnischen Denkmaldampflokomotiven. Ein Reiseführer zu Geschichte, Geschichten und Gegenwart aller normalspurigen Museums- und Denkmaldampflokomotiven in Polen. 536 (!) Seiten, 700 Abbildungen, davon über 200 in Farbe. 33,00 €, ISBN 9783750412019

Auch aus der Reihe: "Preußens Gloria in Siebenbürgen - das Eisenbahnmuseum Sibiu und seine (deutschen) Fahrzeuge" und "Dampfloktechnik heute - Einsatz, Technik & Wartung der deutschen 52er im Jahr 2019 in den KREKA-Minen BiH".

Re: Normaler Handel?

geschrieben von: Sonnenberger58

Datum: 27.05.20 09:20

Hallo,

erfreulich zu hören! Ich habe bei Hugendubel angerufen, und es war nicht möglich. Ich hätte es auch gerne portofrei gehabt.

LG

Sbg58

Re: [AL] Tipps zum Bezug des Buches

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 27.05.20 09:48

Moin,

[www.train24.de] bietet kostenfreien Versand und den Originalpreis. Meine Bestellung ist allerdings schon etwas länger her als die jetzt genannte Lieferzeit von zwei bis fünf Tagen.

Viele Grüße
Sören

Re: [AL] Seite nicht erreichbar ...

geschrieben von: Sonnenberger58

Datum: 28.05.20 10:19

Sören Heise schrieb:
Moin,

[www.train24.de] bietet kostenfreien Versand und den Originalpreis. Meine Bestellung ist allerdings schon etwas länger her als die jetzt genannte Lieferzeit von zwei bis fünf Tagen.

Viele Grüße
Sören


Seite nicht erreichbar, weder letzte Nacht noch jetzt.

LG

Sbg58

Re: Normaler Handel?

geschrieben von: Timodore

Datum: 28.05.20 12:21

Hallo,

Flipp1982 schrieb:
Hallo,

also ich hatte keinerlei Problem, das Buch beim „Allerwelts-Ketten-Buchhandel“ in der hiesigen Innenstadt zu bestellen. Lieferzeit 14 Tage, aber dann gar kein Thema mit ISBN.
ebenso hier beim Händler "um die Ecke": "Kein Problem. Wir kümmern uns gerne."

Gruß
Thomas

Re: [AL] Tipps zum Bezug des Buches

geschrieben von: Theijs

Datum: 28.05.20 20:52

Moin,

In die Niederlande ist 'Die vergessene Eisenbahn - Eine Reise in die Geschichte der albanischen Eisenbahnen 1916-2020' bald zu bekommen at Boekhandel Douwens in Den Haag.

MfG, Theijs

Re: [AL] Tipps zum Bezug des Buches

geschrieben von: 141R

Datum: 28.05.20 21:23

Hallo zusammen,

Der Herr Stiletto lieferte das Buch blitzschnell, letzte Woche war es da. Das Porto sei ihm gegönnt.

Ein sehr empfehlenswerter Schmöker.

Nicht nur der örtliche Buchhandel, auch Stiletto ist unterstützenswert, mit seinem Lagerbestand an sehr exotischen Büchern.

Ich unterstütze den örtlichen Buchhandel mit Aufträgen, die leicht erfüllt werden können. Bei Spezialitäten wende ich mich gern an die Spezialisten.

Angenehme Lektüre wünsche ich,

Viele Grüße aus der Pfalz,
Matthias

Re: [AL] Tipps zum Bezug des Buches - Stiletto ?

geschrieben von: Sonnenberger58

Datum: 29.05.20 17:19

Hallo,

ich habe das Buch am 15.05.20 bei Stiletto bestellt. Es kam eine automatische Bestellbestätigung ohne Bankdaten. Das wars bisher.....

Schöne Grüße

Sbg58

Re: [AL] Wiederaufnahme Bahnverkehr?

geschrieben von: Meyer-schlom

Datum: 29.05.20 21:00

Wie wahrscheinlich seht ihr es, dass der Bahnverkehr in Albanien eigentlich wieder aufgenommen wird? Wäre dort nicht ein slowenisches Modell (muss ja kein Takt sein, ist ja in Slowenien auch nicht) möglich. Man richtet alles auf Dürres auf und fährt sternenförmig nach Kashar, Elsasan, und Shkoder (dort vielleicht weiter nach Podgorica?). Wäre das nicht ein mögliches Modell für Albanien.

Re: [AL] Wiederaufnahme Bahnverkehr?

geschrieben von: RomanoMölter

Datum: 29.05.20 22:57

Hallo,

da melde ich mich natürlich zu Worte, und leider mit einem klaren: Nein! Denn mal kurz zusammengefasst: Albanien 2.800.000 Einwohner, davon Tiranë 895.000, Durrës 113.000, Elbasan 141.000, Shkodër 135.000. Ohne Tiranë als Zentrum hat das System zuwenig Kunden. Das ist klar an den Fahrgastzahlen zu messen, genauestens seitdem es den Bahnhof Tiranë nicht mehr gibt. Kashar ist absolut kein Ersatz, es ist ein Industriegebiet mitten im Nichts. Von dort mit dem Bus ins Zentrum von Tiranë kann je nach Uhrzeit weit über eine Stunde dauern, also das doppelte der Bahnfahrt von Durrës nach Kashar. Da nehmen die Leute direkt in Durrës den Bus und amen. Ohne Tiranë hat die Bahn keinen Sinn. Zweitgrößte Stadt ist Elbasan, per direkter Autobahn von Tiranë 40 km, per Bahn über Durrës und Rrogozhinë 117 km. Bus auf der Autobahn 80-90 km/h für 40 km, Bahn 30-40 km/h für 117 km. Absolut keine Chance.
Will Albanien jemals wieder Personenverkehr haben, braucht es einen Hauptbahnhof in der Stadt (Gab es ja bis 2012!), und Gleisanlagen auf denen 80-100-120 km/h gefahren werden können (Sind ja keine übertriebenen Höchstgeschwindigkeiten, sondern eher Nebenstreckenstandard bei uns...). Und dann spurtstarke Dieseltriebwagen, denn genau das wäre für einen Taktverkehr richtig. In Großbritannien sieht man ein System bei dem viele kurze Züge oft fahren. Wenige lange Züge machen auch in Albanien keinen Sinn mehr (Denn bis 2010 waren es noch 4 Halberstädter hinter der Lok, zuletzt 2... Zu Hoxhas Zeiten sogar 8-10 Wagen, aber auch nur zwei Mal am Tag). Die T669 mit 2 Wägelchen war schon seit Jahren der falsche Zug, aber man hatte eben nichts anderes.
All dies setzt natürlich politischen Willen und wirtschaftliche Ressourcen zur Bahn voraus. Alternative ist, genau was derzeit passiert: die Güterbahn nach amerikanischem Vorbild. Züge werden in Albanien immer fahren, die Frage ist nur, ob man künftig noch mitfahren kann...
Leider ist bei mir nach monatelanger Arbeitslosigkeit (Freiberufler zu sein hat eben zu Coronazeiten auch Nachteile...) der Rubel extrem knapp, also wird es dieses Jahr nix mit Albanienurlaub, und somit keine frische Nachrichten von mir geben (Z.B.: Wurde die Strecke Fier-Ballsh wirklich von Albrail reaktiviert? Wurden all die in Ballsh abgestellten Wagen wirklich sofort verschrottet? Fahren wirklich gar keine Personenzüge mehr?).
Mal sehen was dieses Jahr noch kommt... Ich versuche natürlich am Ball zu bleiben!

LG
Romano

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Re: [AL] Wiederaufnahme Bahnverkehr?

geschrieben von: Meyer-schlom

Datum: 30.05.20 19:29

Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich habe es schon befürchtet, dass ich einfach zu spät war. Wollte dieses Jahr eigentlich nach Albanien fahren. Aber ohne Eisenbahn ist dann, trotz der Schönheiten des Landes, nicht das, was ich mir unter Urlaub vorstelle. Mit dem Bus von Podgorica nach Dürres durchplagen macht nur Sinn, wenn ich dann mit einer Eisenbahn belohnt werde. Aber ich hoffe immer noch an das Wunder, das man mit dem derzeitigen Verkehr wieder aufersteht. Ist zwar kein wettbewerbfähiger, aber immerhin für mich DER Grund nach Albanien zu fahren.

Re: [AL] Wiederaufnahme Bahnverkehr?

geschrieben von: RomanoMölter

Datum: 31.05.20 12:56

Ja, Meyer-schlom, das Bahnfahren mit T669 und Halberstädtern oder Uralt-Italienern ist natürlich weder Zeitgemäß noch Zukunftsweisend, aber ICH LIEBE ES! :-)))
Ich wusste seit Langem das es nicht ewig halten wird und kann, und habe versucht soviel wie möglich davon zu erleben. Das erste Kapitel meines Buches ist so einem Reiseerlebnis gewidmet, und ich hoffe der Geist kommt durch die Zeilen zum Leser.
Nun, AUSSCHLIESSEN KANN MAN IN ALBANIEN GAR NICHTS! :-)))) Es könnte also durchaus diesen Sommer etwas fahren, Kandidat Nummer 1 wäre da Shkodër-Durrës... Man muß halt warten und hoffen. Sollte ich im Netz was zum Thema entdecken (bin ja inzwischen der Sprache halbwegs mächtig) werde ich es sofort hier posten!
Wie es dann bezüglich einer Fahrt auf dem Landweg aussieht, ist bei all den Grenzübergängen im früheren Jugoslawien natürlich ein ganz anderes Thema...

LG

Romano

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Re: [AL] Tipps zum Bezug des Buches - Stiletto ?

geschrieben von: RomanoMölter

Datum: 02.06.20 13:47

Hallo,

bezüglich der Tipps zum Bezug des Buches habe ich beim Verlag nachgefragt, und es wurde mir bestätigt dass "wir direkt von Wien aus jeden Händler und Kunden beliefern". Es kann also jedes Geschäft sein, muss nicht unbedingt ein Buchgeschäft sein. Wer also in seinem üblichen Geschäft das Buch angeblich nicht bekommt, kann es jederzeit mit der ISBN direkt beim Verlag bestellen lassen.

Zur Zukunft der HSH diesen Sommer forsche ich noch, angeblich (Nachricht von Anfang März) sollten im Juli die Bauarbeiten auf der Strecke Durrës-Tiranë und zum Flughafen beginnen. Dann kam Corona. Mal sehen wie es weitergeht...

LG

Romano

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Hallo Romano,

Heute halte ich Dein Buch, welches ich direkt beim Verlag in Wien bestellt habe, in den Händen. Bereits beim ersten Durchblättern bin ich beeindruckt von Deiner Arbeit. Daher nocheinmal herzlichsten Dank und auch für die "Werbung" hier, ohne die ich auf Dein Werk mit Sicherheit nicht aufmerksam geworden wäre.

Viele Grüße
Alex

http://www.imgbox.de/users/asrm62/neuetraktion.jpg
Hallo,
zum Bezug des Buches kann ich folgendes beitragen: vor einer Woche beim Buchhändler meines Vertrauens (Tyrolia) im Ort (Fulpmes) bestellt und heute erhielt ich in Kroatien die SMS "Buch sei getroffen", also problemloser gehts nicht. Bin jetzt super gespannt darauf, am Donnerstag bin ich schlauer, wenn ich das Buch abhole.
Bis dahin LG Norbert

Bahn benutzen - nicht nur fotografieren!
Guten Abend,

ich habe heute das Buch ebenso beim Buchhändler meines Vertrauens (Osiander, Lörrach) abholen können und gleich die Bilder "verschlungen" - erster Eindruck: ein Schatz für Albanien-Fans, vielen vielen Dank!!!

Gute Nacht,
RBDe 561 003
Hallo Romano,



vielen Dank für dieses schöne Werk! Ich freue mich sehr darin lesen zu dürfen.

Es ist ein wunderbares Geschenk, dass Du uns gemacht hast, denn wir vergessen zu schnell was alles möglich ist.

Wenn wir uns zum richtigen Zeitpunkt an das erinnern, was möglich und wertvoll ist, hat die Eisenbahn auch in Albanien eine Zukunft.

Vielen Dank!


Gruß, Lukas
Moin,

jetzt ist mein Exemplar auch eingetroffen. Das kam coronabedingt nicht über die österreichisch - bayerische Grenze, so der Fachhändler.

Nach dem ersten Durchblättern ein positiver Gesamteindruck, allerdings hätte die Karte größer sein dürfen. Egal, gerade vor dem Hintergrund der Quellenlage und der sprachlichen Hürden ist das Buch mehr als nur willkommen.

Viele Grüße
Sören