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Good morning Europe! How are you?

Nun hat Peter (huerz) zwar auch gerade einen USA-Reisebericht angefangen, aber ich würde unseren Bericht dennoch gern jetzt starten und hoffe, dass die Berichte nicht durcheinander gebracht werden. Bei unserem Bericht rechne ich mit sechs Teilen.

Auch wir hatten das große Glück, die Reise noch vor der USA Einreisesperre für EU Bürger antreten zu können. Aber wir waren dann halt drüben, als das alles los ging. Insofern wurde diese Reise richtig spannend - zum Glück aber erst gegen Ende...

Wie immer findet ihr die Positionsdaten in den Bildern hinterlegt. Mit Exif-Viewer (add-on zum verwendeten Browser) lassen sich die genauen Fotostandpunkte auf einer Karte anzeigen.

Lange Jahre habe ich eine Streckenübersicht für die gesamte USA gesucht. Im Zuge der Vorbereitungen für diese Tour fand ich eine schön übersichtliche Streckenkarte, die zwar von der BNSF herausgegeben worden ist, die aber auch alle anderen Strecken in dünner dargestellter Form enthält. Für die Übersicht ist das eine tolle Sache, auch wenn dann doch einzelne kleine Stichstrecken fehlen:
[www.bnsf.com] (hier die zweite Seite).

Unsere Reise fand nahezu ausschließlich mit Flugzeug und Leihwagen statt und war nicht auf touristische Dinge ausgerichtet, sondern hatte das Ziel, Züge zu fotografieren oder landschaftlich interessante Strecken mit weniger Zugverkehr zumindest zu erkunden. Dies möchte ich im Vorhinein ganz offen kommunizieren, um niemanden zu enttäuschen, der vielleicht auf die erste Stadtbesichtigung oder Nachtzugfahrt wartet ;-)

Doch nun lade ich euch ein, in dieser Krise, bei der vermutlich jeder von euch eine lang ersehnte Reise absagen musste, wenigstens uns virtuell auf diese Tour zu begleiten.

Viele Grüße, bleibt gesund!
Jan




The Ring of Fire (1) Der Columbia Durchbruch

Eigentlich hatten wir einen Flug nach Denver buchen wollen. Wir wollten es gern nochmal mit Montana probieren. Leider erwiesen sich, obwohl Lufthansa Ende 2019 immer wieder Angebote nachlegte, ausgerechnet die Flüge nach Denver als sehr teuer. Vermutlich macht sich da die nahe Wintersportregion oberhalb der Stadt bemerkbar. Statt dessen lachte uns ein mit 592 Euro ganz erschwinglicher Flug nach Seattle an. Nach Montana käme man von dort auch.

Allerdings hätte man von Seattle nicht ganz so viele Richtungen offen wie von Denver. Wenn Montana wegen Tau- oder Schlechtwetterlage ausscheiden würde, hätten wir immerhin die Möglichkeit, nach Kalifornien in den Frühling durchzustarten. Wir zogen dafür sogar eine Zeit lang den Amtrak Zug "Coastal Starlight" in Erwägung. Man hätte den in einer Woche im Januar zum Preis "Zwei zum Preis von Einem" buchen können. Da sich das Angebot aber nur auf die Fahrt, nicht aber den Couchette-Aufpreis mit Mahlzeiten erstreckt, hätten wir für die Zugfahrt Seattle - Los Angeles und zurück im 2-Bett-Couchette nochmal dasselbe abgedrückt wie für den Flug von Deutschland. So viel ausgeben, nur um sich auf eine Richtung festzulegen? Och nö, davon nahmen wir schnell wieder Abstand.

Und das war auch gut so. Zwar wuchs bei uns immer mehr die Lust auf Frühling in Kalifornien statt Restschnee in Montana, aber gerade deshalb befassten wir uns immer mehr mit einer faszinierenden Gegend, die praktisch auf dem Weg nach Kalifornien lag, und von der man in Deutschland kaum etwas hört. Eine Gegend, die von Feuer gestaltet wurde. Hier liegen die Cascades, das Kaskadengebirge. Dieser parallel zur Westküste führende Gebirgszug wird durch eine "Postenkette" von Vulkanen, die markant und kegelförmig alle paar Meilen schneebedeckt aus den eh schon hohen Bergen aufragen, zu etwas Besonderem. Die Kaskaden sind Bestandteil des "Pazifischen Feuerrings", der einmal in Hufeisenform um den Pazifischen Ozean herum führt. Wir hofften, zwischen dem Staat Washington und dem nördlichen Kalifornien einige vom Feuer erschaffene Motive mit Vulkanen, Lavazungen, Kraterseen, aber auch mit Canyons und imposanten Brücken zu finden. Gedanklich waren wir nun immer mehr in der Richtung unterwegs.

Allerdings muss ich die Erwartungen doch wieder bremsen, denn wir haben konsequent nach Bahnmotiven in den Cascades gesucht. Und dazu benötigt man fahrende Züge und passendes Wetter. Gerade ersteres ist in der Gegend nicht ganz einfach...

Unsere Motivkarte, eine persönliche Google My Maps Übersicht, wuchs und wuchs, nützte uns am Ende jedoch gar nichts, weil sie eine Woche vor unserem Urlaub ohne jegliche Vorwarnung vom Google Drive verschwunden war. Das sind dann wieder so die Momente, wo man das ganze moderne Zeug verflucht und sich klassische Analogtechnik wünscht (die zugegebenermaßen andere Nachteile hat...). Klar, der Fehler sitzt bekanntlich immer vorm Rechner, aber ich weiß wirklich nicht, was mein Fehler gewesen sein könnte.

Egal, man hatte sich so ausgiebig damit befasst, dass das meiste im Kopf war. Und so näherte sich der Beginn der Reise. Geprägt war die Zeit vom Corona Virus, der nun auch immer mehr Ansteckungen in Deutschland verursachte. Der Gesundheitsminister sprach inzwischen von Epidemie, doch die USA gab sich bei dem Thema noch ziemlich gelassen. Am Abflugtag hieß es in den Medien, dass man sich in den USA ein Einreiseverbot für Italien "vorstellen" könnte, aber erstmal nicht und mehr auch noch nicht. Und so ging es am frühen Morgen des 27.2. los...

Donnerstag, 27.02.2020

Bereits um 4 Uhr klingelte der Wecker. Mehr als vier Stunden hatte ich definitiv nicht geschlafen. Um 4.45 stand ich an der Bushaltestelle. Bus, S-Bahn und Einchecken klappten wunderbar. So war ich dann ganz schön überrascht, als vor der Sicherheit eine lange Schlange war. Ging aber schön zügig. So blieb mir noch hinreichend Zeit für ein ordentliches Frühstück. Beim Boarding gab es ein mir bis dato unbekanntes Konzept, bei dem erst die Leute mit Fensterplätzen und dann erst die anderen boarden konnten. Auch das klappte schön zügig.

http://www.blockstelle.de/1200/USA2020-03-weitere/200227-Handy-01.jpg
Nach der Sicherheitskontrolle konnte ich das Frühstück genießen. Wenn man es sich selbst zusammenstellt, ist es auch nicht gar so teuer. Zu diesem Zeitpunkt herrschte pure Vorfreude auf die Tour. Von den bevorstehenden Unwägbarkeiten wusste ich ja noch nichts...

Nachdenklich wurde ich erst, als alle im Flieger saßen, die Abflugzeit näherrückte und vorüberging und sich nichts tat. Null Geschäftigkeit. Nur vorn im Führerstand liefen paar Gelbjacken rum. Um 7.40 dann die ernüchternde Durchsage: Das Navigationssystem war defekt. Man wartete jetzt auf einen Laptop, um die Software neu aufzuspielen. Und das würde dauern. Voraussichtlicher Abflug mit +60. Na goil! Uns wurde versprochen, dass jemand mit einer Anschlussliste durch käme und man evtl auf den nächsten Flieger wechseln könnte, aber ich habe niemanden durchkommen sehen. Und nein, ich hab nicht geschlafen. Der nächste Flieger dürfte ja auch schnell ausgebucht gewesen sein. Einige, die nach vorn gelaufen waren, kamen bald zurück und bestätigten das. Andere verließen den Flieger komplett. Für mich gab es nur eine Möglichkeit: Warten. Mit +60 gäbe es ja noch eine gewisse Chance auf den Anschluss. Ich hatte 1h55m Übergang.

LH007 Hamburg 7.30+65 - Frankfurt 8.30+65

Und immerhin wurde die Verspätung nicht groß erhöht. Also, die Betonung lag dabei ganz eindeutig auf dem "groß". Bereits ab 8.20 bemerkten wir Aktivitäten, die Türen wurden in Flight-Position gebracht, die Gelbjacken waren natürlich verschwunden. Aber es daaaaauerte alles ewig. Irgendwann ab halb rollten wir endlich rückwärts von der Parkposition weg. Dann wieder waaaarten. Dann ging es laaaaangsam zum Beginn der Startbahn. Immer wieder wurde abgebremst. Dabei hatten wir eine Parallelfahrt, wirklich Tragfläche an Tragfläche, mit dem 8.30-Flieger nach Frankfurt. Und der wurde dann auch noch vorgelassen...

Aber irgendwann waren wir in der Luft. Nach dem Service kam die Hinweisdurchsage für alle, die ihre Anschlussflüge nicht mehr erreichen würden. Meiner wurde gar nicht genannt. Und irgendwie beruhigte es mich, dass als Alternativverbindung Flüge angesagt wurden, die noch vor unserem Seattle-Flug starten sollten. Ich entspannte ein wenig. Diese ziemlich schnell vorgetragene Verlesung der Alternativen war dann auch der einzige Kundendienst in dieser Hinsicht, der vorgenommen wurde. Wobei es schon interessant war, wie einfach da weltweit jongliert wurde. Zu irgendeinem Kaff in der Karibik mussten die Leute nun über Mexico City fliegen, nach Miami ging es halt über Washington. Für zwei Anschlussflüge wurden Direkttransfers ab Flugsteig angeboten.

Wir kamen in Frankfurt gaaanz weit hinten am Flugsteig zu stehen. Als das laaaangsame Aussteigen so weit war, dass auch ich das Flugzeug verlassen konnte, sollte gerade das Boarding für den Anschlussflug beginnen. Hoffentlich hatte ich nicht zu weit zu laufen. Zunächst ging es dann aber eben wirklich den kompletten Gebäudefinger durch bis in zentralere Gefilde. Rollteppich, kein Rollteppich, Rollteppich, kein... Gefühlte zehn Rollteppiche (neumodisch heißen die wohl "People Mover", oder?) später kamen die berühmt-berüchtigten Fahrstühle. Muss ich jetzt etwa noch durch den langen Tunnel laufen? Die Wegweiser zu den Z-Gates wiesen geradewegs auf die Fahrstühle, zum Glück aber auf die nach oben. Dort oben kam sogleich eine Fragebude, wo ich von einer LH-Dame gefragt wurde, ob ich in den letzten 14 Tagen in China gewesen sei und ob ich ESTA oder Visum hätte. Das war harmlos, genau wie die gleich darauf folgende Passkontrolle. Ich hatte niemanden vor mir. Und zwei Gates weiter stand ich auch schon am Abfluggate!

Und da tat sich - - - genau gar nichts! Einige Leute hatten zwar schon eine endlos lange Schlange gebildet, aber irgendwelche undeutliche Durchsagen klangen nach technischen Problemen. Ganz genau verstanden wir - Yannick war nun auch am Gate eingetroffen - das alles nicht, denn wir hatten es uns erstmal abseits des Gewühls vor dem Gate auf der anderen Flurseite bequem gemacht. Letztendlich hatte man wohl ein Stück Teppichboden in der Kabine austauschen müssen, weil es unter Wasser gestanden habe. Wat det nich all gift! Mit ebenfalls einer Stunde Verspätung ging es dann aber los...

LH490 Frankfurt 10.30+60 MEZ - Seattle 12.20+60 WCT

Unser Platz im Flieger war dann aber topp. Im A330 hat man bei LH an den Fenstern nur Zweierbestuhlung, so dass wir niemanden neben uns hatten. Man konnte aufstehen wie man wollte. Ganz ausgebucht war der Vogel auch nicht. Unten gab es fast nur Wolken zu sehen, weshalb wir uns mit der Aussicht dann auch nicht länger beschäftigten. Im Bordprogramm hatte ich mir bald paar Filme als Favoriten abgespeichert. Erst gab es die Literaturverfilmung "Deutschstunde" nach Siegfried Lenz, wo ich besonders die Darstellung der tristen, aber doch so unheimlich schönen kargen Küstenlandschaft beeindruckend fand. Der Film spielt in Nordfriesland, quasi zwischen Dünen und Wattenmeer. Mit dem zweiten Film hoffte ich, mich auf das Zielland einstellen zu können, doch hatte ich nicht dran gedacht, dass der US-Film "Drei Engel für Charlie" zumindest am Anfang in unserem wunderschönen Hamburg spielt, später dann an weiteren europäischen Orten. Egal, war auch schön und jedenfalls unterhaltsam. Durch die Verspätung hatten wir jetzt aber auch gut Hunger! Es dauerte noch ewig, bis wir vom Bordservice unsere Essensschälchen gereicht bekamen.

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Der Anschluss hatte geklappt! DIESE Unwägbarkeit liegt hinter uns. Und von den anderen, die uns so bevorstanden, wussten wir ja noch nichts... Erleichtert kann man sich deshalb die nächste Mahlzeit im Flieger schmecken lassen.

So weit hinten war natürlich keine Auswahl mehr. Am leckersten sah eigentlich das "Sonderessen" aus, das eine Inderin auf der anderen Seite gereicht bekam. Das roch lecker indisch... Später gab es noch Eis und ein Baguette, außerdem konnte man sich jederzeit Kräcker holen. Bei der Einreise nach Grönland gab es endlich mal den wolkenfreien Blick auf die Eisberge. Das war schon spektakulär. Doch bald kamen wieder Wolken...

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Daaaa sind wir jetzt!

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Nördlich der Ortschaft Ittoqqortoormiit, also rund 200km nördlich von Ittoqqortoormiit, verlassen wir langsam das Europäische Nordmeer bzw die Grönlandsee...

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...und gelangen über viele Bergspitzen...

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...in das Innere Grönlands.

Ich fand, die zehn Stunden waren wirklich gut auszuhalten. Ich hätte noch länger gekonnt, als wir uns von Kanada her über die schneebedeckten Rockies Seattle näherten. Wobei die Wolken wirklich erst ganz zum Schluss aufrissen. Da hatten wir aber noch einen schönen Ausblick auf die Stadt! Und für mich als Hamburger war es natürlich eine sagenhafte Genugtuung, mit unserem Airbus in der Hauptstadt der US-amerikanischen Boeing Industrie zu landen.

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Da der Flughafen Seatac zwischen Seattle und Tacoma liegt, haben wir beim Überflug über Seattle noch gut Höhe. Die schneebedeckten Berge im Hintergrund müssten zum Nationalpark rund um den Mt Olympus gehören. Erst dahinter folgt die offene See.

Die Wege in dem verhältnismäßig kleinen Flughafen sind nicht so weit, und so standen wir bald an der Immigration. Die Hälfte der Beamten trug Mundschutz. Bei dem internationalen Publikum ist das verständlich... Leider wurden alle Ausländer noch vor den uns aus Denver bekannten "Einreiseautomaten" in Richtung Schalter abgezweigt. Da vor uns offenbar eine Emirates-Maschine angekommen war, hatte sich eine längere Schlange gebildet. Bald kam allerdings ein Angestellter und lud alle Leute, die mit ihrem Pass schon mal in den Staaten gewesen wären, ein, doch durch den Teil für Einheimische mit Nutzung der Automaten zu gehen. Somit lichtete sich die Reihe etwas. Ich musste blöderweise stehen bleiben, da mein Pass nagelneu war. Yannick nutzte das Angebot.

Und irgendwie ging es gar nicht vorwärts. Offenbar waren jetzt wirklich nur noch die Problemfälle vor mir - bei fünf zuständigen Schaltern. Erst als drüben bei den Einheimischen gar keiner mehr stand, wurden wir Hinteren in der Schlange ohne Halt durch die Schalter geführt (war ich jetzt drin? *g*). Es ging um alle Häuschen rum und in den Wartebereich der Einheimischen. Hier kam ich bald an die Reihe. Für mich als Pass-Neuling gab es mal wieder den großen Fragenkatalog von einer ansonsten eher unfreundlich-wortkarg wirkenden schwarzen Officerin. Dann war ich wirklich drin. Mit der unterirdischen Monorail ging es ins Hauptgebäude, und vor diesem fuhr bald der Shuttlebus zum Car Rental Village ab. Das war ganz schön weit zu fahren, ein Areal nördlich der ganzen Flughafensiedlung. Der ganze Stadtteil hieß Seatac.

Die Ausleihe bei Budget klappte wunderbar zügig. Da alle Schalter beansprucht waren, kam der Filialleiter persönlich für uns und fragte nach unserem Begehr. Wir erhielten einen schön hohen Mazda CX5, der allerdings noch sehr neu war. Hinsichtlich der Reifen war das gut, hinsichtlich etwaiger Gefahr von Lackschäden natürlich weniger.

Wir hatten inzwischen unsere Planungen mit den Wettervorhersagen abgeglichen. Heute und morgen sollte noch topp Wetter sein, dann würde erstmal ein Einbruch kommen (woher kenne ich das bloß?). Na ja, wobei der "Einbruch" noch auf hohem Niveau, also immer noch mit Sonnenchance, stattfinden sollte. Jedenfalls fühlten wir uns gut beraten, den morgigen Freitag als Foto- und nicht als Fahrtag zu nutzen. Daher bot es sich an, mit der Columbia River Gorge, also dem engen Tal des Columbia River anzufangen. Eigentlich hatten wir die gar nicht auf dem Zettel, weil die Gegend schon reich dokumentiert ist. Aber schöne Motive hat es dort jedenfalls, und es würde optimal am Weg liegen, da die uns interessierenden Strecken praktisch dort beginnen.

So hatten wir uns also das Motel6 in The Dalles gebucht. Vier Stunden Fahrt sollten noch gehen, auch wenn wir wegen der Verspätung erst um 15 Uhr loskamen. Google Maps empfahl uns einen kleinen Bogen und Umweg nord- und ostwärts, da der reine Autobahn-Weg via Portland wohl ziemlich staugeplagt sein sollte. Das war dann auch jedenfalls ein sehr schöner Weg. Es ging geradewegs in die Berge hinein. Weiter oben lag teils noch gut Schnee. Über Ellensburg ging es nach Toppenish, wo wir die Autobahn verließen und über einen Highway, nein, DEN Highway 97, der in diesem Urlaub zu unserer Heimat werden sollte, wieder richtig schön über die Berge zum Columbia River Valley fuhren. Leider war die Sonne untergegangen, als wir die Autobahn verlassen hatten. Der Blick auf die von der tiefen Abendsonne beleuchtete und anfangs skandinavische, später karge Berglandschaft war wunderbar. Aber wir wollten nur noch ans Ziel kommen.

Als wir in The Dalles im Motel 6 angekommen waren, waren wir wirklich nur noch erschlagen und müde. Dennoch hatten wir uns auf einen Besuch bei Dennys gefreut - der war noch drin! Um 21 Uhr war dann aber wirklich Schluss. Hinter mir lag ein 26-Stunden-Tag. Nur noch ins Bett, und weg war ich...

Freitag, 28.02.2020

Trotz aller Erschlagenheit am Vorabend war ich wegen der Zeitverschiebung um 3 Uhr wach. Nun zeigte sich ein Fehler in unserer Taktik. Für die erste Nacht sollte man nicht Motel6 nehmen, da kann man sich auf dem Zimmer nämlich keinen Kaffee machen. Egal, ich hatte noch etwas Starbucks aus der Flasche von gestern, der reichte. Ich hatte noch den ganzen Reisebericht von Frankfurt bis hier zu schreiben. Das tat ich erstmal und legte mich um 5 nochmal für ein Stündchen hin. Nach sechs gab es ein Käffchen von der Rezeption, wobei ich mal wieder die falsche Kaffeesahne erwischte. Vanillearoma, na lecker. Der Spaziergang zur Rezeption hatte mir aber die erfreuliche Erkenntnis gebracht, dass klarer blauer Himmel herrschte. Das erfreute die Seele, da machte auch das Vanillearoma nichts.

Kurz zur Örtlichkeit: Wir befinden uns im Columbia River Valley. Ok, das ist sehr lang, aber wir waren in dem auch in Deutschland von Fotos bekannten Abschnitt, in dem es dem Columbia River als einzigen Fluss gelingt, das Kaskaden Gebirge in Richtung Meer zu durchbrechen. Unser Übernachtungsort The Dalles liegt am Südufer und damit in Oregon. Der Fluss bildet die Grenze zwischen Washington und Oregon. Beidseitig des Flusses verlaufen Bahnstrecken. Am Nordufer die BNSF und am Südufer die UP. Hier wird kein gesellschaftsübergreifender Richtungsbetrieb praktiziert. Das heißt, dass jeder auf seiner Trasse fährt. Wir wollten uns heute um die BNSF kümmern, die hier rund um The Dalles bzw dem auf der anderen Flussseite im Staat Washington gelegenen Dallesport einige bekannte Motive hat.

Bei Mägges nahmen wir uns paar McMuffins mit, reisten über den Fluss nach Washington ein und zogen zu den möglichen Motiven am Horsethief Statepark. Wir hofften einen schönen Blick mit dem Mount Hood zu finden. Vulkane waren ein großes Thema bei den Reisevorbereitungen gewesen, und der Mount Hood kam mit seiner Schneespitze einfach wunderbar. Beim Hin und Herschauen verpassten wir allerdings zwei Züge aus der falschen Richtung, die man immerhin hätte nachschießen können. Den einen konnten wir noch von weitem machen, der hatte schön helle Wagen. Nun denn, immerhin konnten wir dort herrlich entspannt vor großartiger Kulisse frühstücken.

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Beginnen wir doch gleich mit einem Vertreter für das Motto der Tour: Es ist der Mount Hood, der den markanten Hintergrund für einen Güterzug darstellt, der sich am Nordufer des Columbia Rivers westwärts verpieselt.

Wir hatten noch gedacht, ob man den bald anstehenden Amtrak beim Statepark machen könnte, doch da der Park wegen Winters geschlossen war, hätte man ein ganzes Stück zu Fuß reinlaufen müssen, und da waren uns die Motive für potentielle Ostfahrer dann doch wichtiger. Somit warteten wir einfach mal weiter an dem schönen Panoramaparkplatz. Dort konnten wir nicht sagen, dass es nicht rollen würde. Drüben am anderen Ufer kam wunderbar fotogen ein Double Stack Train ostwärts durch. Bei uns kamen weitere Westfahrer. Der erste zudem ohne Schlusslok. Der zweite immerhin mit Schlusslok und vor dem Eintauchen der Sonne in ein größeres Schlonzfeld.

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Ein Zug geht noch bei Sonne, während das nahende Schlonzfeld den Hintergrund schon zu schattet.

Abgesehen vom Schlonz im Hintergrund war ich dann doch etwas am hadern, weil man Zug und Mount Hood perspektivisch doch sehr weit auseinander hatte. Das nun erstmal herrschende Wolkenfeld und die Belegung der eingleisigen Strecke durch den Westfahrer nahmen wir einfach mal zum Anlass, bischen in Richtung Westen zu kundschaften. Zwar konnte theoretisch in Dallesport unbemerkt durch uns mit einem Ostfahrer gekreuzt werden, doch käme der sicherlich eh bei Wolke.

Hinter Dallesport hatte die Straße einen Bogen des Tals abgeschnitten, so dass wir dem Zug wieder deutlich voraus waren. In den Bahnhof Lyle fuhr von Westen gerade ein Hi-Railer ein und machte "unserem" Güterzug platz. Wir fuhren noch voraus bis Bingen, drehten dann aber wieder um und konnten sogar noch rechtzeitig auf einen Felsen mit Blick auf den Rowland Lake klettern.

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Ein Getreidezug ist auf der BNSF westwärts unterwegs und passiert zwischen Lyle und Bingen den Damm, der den Rowland Lake vom Columbia River trennt.

Wir setzten uns nun ein kleines Stück nördlich des Rastplatzes Chamberlain Lake an eine Kurve mit Uferblick auf unsere diesseitige BNSF-Strecke. Da konnte man schön ungestört im Gras sitzen - mit untergelegter Jacke natürlich. Lange brauchten wir diesmal gar nicht zu warten. Nun tauchte endlich mal ein Ostfahrer auf!

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Hätten wir jetzt schon das Motiv von gleich gekannt, wären wir für ihn dorthin gefahren. Immerhin spiegelt sich der Ostfahrer schön - ebenfalls zwischen Bingen und Lyle.

Erst sprangen wir nach Zugdurchfahrt ins Auto, um dem Zug zu folgen. Das brachen wir aber bald wieder ab, denn wir wären geradewegs in den dicken Schlonz hinein gefahren, während hier westlich von The Dalles bzw dem diesseitigen Dallesport der Schlonz nun abgezogen war. Deshalb suchten wir nochmal den Rastplatz westlich von Lyle auf, von dem aus man einen topp Ausblick für Ostfahrer mit einem der kleinen Tunnel hätte. Wir hofften, dass jetzt der Bann gebrochen wäre und weitere Ostfahrer auftauchen. Aber abgesehen davon, dass man wunderschön im Gras sitzen konnte, tat sich erstmal gar nichts. Später dann wieder das übliche: Bei uns zwei Züge von hinten ohne Schlusslok im Blockabstand, drüben auf der UP herrlichste Containerzüge im perfekten Licht. Yannick ließ einfach mal seine Drohne rüber fliegen. Wie man die Distanzen doch unterschätzt - laut Anzeige der Fernsteuerung waren das "mal eben" 1,3km.

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Mit Hilfe von Yannicks Drohne ärgern uns die Züge am anderen Ufer nicht mehr so, können wir sie doch auch fotografieren. Ein schöner Containerzug jagt auf dem Südufer des Columbia Rivers ostwärts.

Etwas Hoffnung machte uns, dass der zweite Westfahrer auf unserer Seite offenbar vor der Einfahrt Bingen stehen blieb. Das roch nach doppelter Kreuzung! Wir blieben mal sitzen, auch wenn das Tunnelportal in unserem Motiv am zuschatten war. Und wir sollten recht behalten, sogar noch weitaus mehr als erwartet! Es kam nicht eine Fahrt, nicht zwei und auch nicht drei entgegen! Satte vier Fahrten folgten nun von Westen! Nun mag man die Frage stellen, wie im vermutlich zweigleisigen Bahnhof Bingen zwei Westfahrer mit vier Ostfahrern gekreuzt haben konnten. Einen Hinweis für des Rätsels Lösung will ich geben: Die vier Fahrten tauchten bei uns im Sichtabstand zueinander auf! Es waren die reinsten Goggomobile auf Schienen, eines kurioser als das andere...

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Eines der vier Schienengoggomobile. Etwas mehr hätten wir uns für diesen tollen Ausblick schon gewünscht...

Immerhin sah das nach Überführung aus und nicht nach bevorstehender Streckensperrung für Arbeiten. Wir stellten uns für Westfahrer auf, denn das Licht war nun langsam rum. Dazu ging es paar Felsnasen ostwärts. Wir waren uns sicher, dass nun der Run der Ostfahrer losgeht, damit auch den Nachmittag über wieder alles aus der falschen Richtung kommt... Da hatten wir der BNSF aber zu viel Bosheit unterstellt. Es ging einfach so weiter. Bald tauchte von Lyle der nächste Zug auf, mit dem wir diesen Blick nun topp machen konnten.

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Von Lyle her rollt der nächste Westfahrer auf den langen Damm, durchfährt dann den Felsen...

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...und kommt hier wieder zum Vorschein.

Dann konnten wir ja nach etwas Neuem schauen. Da sich nur ganz knapp östlich von uns die Wolkengrenze festgesetzt hatte, war uns die Richtung gen Westen vorgegeben. Mit einem kurzen Getränkestopp in Bingen erkundeten wir nun, was westwärts dahinter kommt.

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Bingen. Einfach nur mal eine amerikanische Kleinstadt - mit Mietwagen und blühenden Osterglocken.

Das Tal wurde wieder enger. Bald reihte sich Tunnel an Tunnel. Als der Wald jedoch überhand nahm und es langsam flacher wurde, drehten wir um. Eine nagelneue Schienenschleifmaschine bewegte sich langsam westwärts. Wir hofften trotzdem auf einen nachfolgenden Güterzug und warteten am Bahnhof Cook. Tatsächlich tauchte bald ein Containerzug auf. Die Container waren aber keine normalen. Die sahen sehr heruntergekommen aus. Wir vermuteten, dass es sich um den Müllzug handelte, der hier fahren soll.

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Der Müllzug fährt geleert zurück nach Portland, hier im Ausweichbahnhof Cook. Zum Glück ist er nicht so schnell wie der Schulbus, der schon mal in den Wolkenschatten vorgefahren ist.

Nun ging es wieder ostwärts. Wir kamen an einem Signal vorbei, das nun ostwärts grün war. Hinter Bingen wurde aber westwärts Fahrt signalisiert. Weil es dort so schön war, suchten wir mal wieder den Panoramaparkplatz vor Lyle auf. In Lyle stand ein Kesselwagenzug westwärts im Bahnhof. Keine Ahnung, weshalb der stand, aber so konnten wir noch bequem unsere Felsen beziehen. Der Zug klappte noch im wunderbaren Abendlicht. Nur der Nachschuss war blöd - einerseits wegen Wolke, andererseits wegen falschrummer Schlusslok.

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Gleiches Spiel wie vorhin, diesmal mit Ölzug. Erst auf dem Damm...

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...und dann zwischen den Felsen.

Es wurde frisch, fast fühlte man sich genötigt die Jacke wieder anzuziehen... Um 17 Uhr war die Sonne in einer großen Wolke verschwunden und wir beschlossen zu fahren. Allerdings nicht direkt, sondern mit Umweg über den alten Highway 8, der ein Stück oberhalb des Tals durch die Felsen führt. Bei der Fahrt die alte Straße hoch entdeckten wir einen tollen Blick auf den Damm durch den Rowland Lake. Bald kam der nächste Westfahrer - immerhin mit passender Schlusslok. Da konnte man eine kleine Gegenlichtigkeit ausprobieren.

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Gegenlichtblick auf den Rowland Lake.

Auf dem Rückweg sahen wir - nunmehr nach Sonnenuntergang - den zweiten Ostfahrer des Tages, der sich daran machte, in Lyle mit dem x-ten Westfahrer des Tages zu kreuzen. Zurück in Oregon, also auf der anderen Flussseite in The Dalles, gab es einen Supermarktbesuch. Einen Wein aus der unmittelbaren Umgebung fanden wir zwar nicht, wohl aber einen sehr würzigen Chardonnay aus Walla-Walla, einem County etwas östlich von hier. Dann tanken. Nirgends eine Info, was der Wagen denn überhaupt tanken wollte. Wir probierten es mit Unleaded. Komischerweise waren alle Tankstellen jetzt mit Bedienung. Selbstbedienung war verboten.

Für heute Nacht hatten wir das Cousins Country Inn gebucht. Das hatte mich eigentlich auch schon bei der Buchung für letzte Nacht angelacht, doch da war kein Zweibettzimmer mehr zu haben. Heute schon. Und seit 14 Uhr freuten wir uns auf das Abendessen im angeschlossenen Restaurant. Nach dem Check-in ließen wir uns auch gar nicht lange Zeit und liefen rüber. Das Restaurant war voll, aber der Service war auf den rustikalen Bar-Bereich (bezeichnet als "Saloon") ausgedehnt worden, wo wir gut Platz bekamen. Auf den Tischen standen Eimerchen mit Erdnüssen. Die Schalen wurden einfach auf den Holzfußboden geschmissen. Über unseren Köpfen führte eine holzgezimmerte Modellbahn entlang, auf der aber kein Betrieb war. Bei der Bierauswahl gab es einen tollen Service: Wir durften erstmal paar Biere probieren, bevor wir uns entschieden. Yannick nahm ein sehr kräftiges Helles, ich ein schön malziges Dunkles. Dazu ein wunderbares Steak, herrlich!

Und konnte Oregon Wyoming schlagen? Dort hatten wir auf der letzten Tour das beste Steak genossen. Ich würde sagen: Oregon war phantastisch, aber Wyoming bleibt in Führung. Es bleibt spannend! Zum Nachtisch ließen wir uns auf dem Zimmer den Wein schmecken.

Samstag, 29.02.2020

Die Wettervorhersage sah so aus, dass es hier oben nun einbrechen sollte, dass es ab der Kalifornischen Grenze aber paar Tage mit schönem Wetter geben solle. Und genau dort runter erstreckte sich der Bereich, um den wir uns kümmern wollten.

Es gibt entlang der Westküste zwischen Portland und San Francisco bzw Sacramento nur zwei Nordsüd-Strecken, wie so oft eine von der BNSF und eine von der UP. Ein kleines Stück verlaufen beide sogar zusammen. Während die UP-Strecke von Portland stramm südwärts startet und bis Eugene durch relativ dicht besiedelten Ballungsraum führt, müssen die BNSF-Züge zunächst ein Stück am Columbia River ostwärts fahren. Erst ein Stück östlich von unserem momentanen Aufenthaltsort The Dalles zweigt deren Strecke, die als "Oregon Trunk" bezeichnet wird, in Wishram südwärts ab, und zwar zunächst durch eine völlig unbewohnte Gegend, die sich hier südwärts erstreckt. In Chemult treffen beide Strecken zusammen, verlaufen bis Klamath Falls gemeinsam (BNSF hat hier Trassenrechte auf der UP Strecke) und dann getrennt weiter südwärts. Die UP hat wieder die westlichere Verbindung, die über Redding nach Sacramento führt, während die BNSF einige zig Meilen östlich über Keddie parallel führt.

Uns interessierten vorrangig zwei Streckenabschnitte, nämlich der "Oregon Trunk" der BNSF von Wishram am Columbia River runter nach Bend und Chemult sowie die "Shasta Line" der UP südlich des gemeinsamen Streckenabschnittes, also südlich von Klamath Falls. Während auf dem Oregon Trunk wohl ganz wenig und sehr unkalkulierbarer Verkehr sein soll, hatten wir die Info, dass auf der Shasta line zwar auch sehr wenig Verkehr sein soll, dass dort über den Tag verteilt aber doch bischen was ginge.

Deshalb und auch wegen der Wettervorhersage lautete das Konzept also, heute entlang des BNSF Oregon Trunk südwärts zu fahren und vielleicht ein wenig zu kundschaften. Das nächste Hotel hatten wir in Mount Shasta (City) gebucht - schon mal für zwei Nächte. Dort gibt es übrigens noch eine weitere Strecke, die dafür sorgt, dass trotz des von UP und BNSF gemeinsam genutzten Abschnittes nördlich Klamath Falls durchgehend zwei Strecken von Nord nach Süd verlaufen. Und zwar führt hier die Nebenbahn der CORP (Central Oregon and Pacific Railroad) von Black Butte (das ist gleich bei Mount Shasta) nordwärts nach Eugene. Auf dieser 2007 sogar partiell über den Siskiyou-Pass stillgelegten und 2015 wieder reaktivierten Strecke sollte unseren Infos zufolge Mo-Fr ein Local fahren, von dem wir grobe zeitliche Richtwerte hatten. Wir hofften also, in der Gegend bischen was zu tun zu bekommen.

Zurück zum Hier und jetzt. Noch sind wir in The Dalles. Wegen der heutigen Wetteraussichten hatten wir uns morgens Zeit gelassen. Erst gegen 7 schaute ich mal aus dem Fenster, wo dann doch erstaunlich viel Blau zu sehen war. Egal. Wir gingen erstmal frühstücken. Ich nahm Pfannkuchen und Ei mit Schinken. Yannick hatte sich die große Portion Pfannkuchen bestellt und bekam einen so großen Stapel, dass er dahinter fast nicht mehr zu sehen war. Ich sah gerade noch seinen erschütterten Blick im Angesicht der Portion. Ich sag jetzt aber nicht, wieviel dann wieder zurück gegangen ist...

Nach dem Losfahren sahen wir drüben im Bf Dallesport den Müllzug ostwärts stehen. Da die Sonne gerade recht erkläklich schien, erwarteten wir den Zug einfach nochmal auf der Flussbrücke. Leider war der Mt Hood, den man hier schön im Hintergrund hätte, von Wolken verborgen. Das Foto klappte tatsächlich mit Sonne und wir fuhren nochmal zu unserem Frühstücksparkplatz von gestern voraus. Auf dem Parkplatz stand der Sheriff mit seinem Auto, nahm aber keine Notiz von uns. Der Zug ging leider nicht bei Sonne.

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Blick von der Straßenbrücke in The Dalles über den Columbia River auf den Müllzug der BNSF, der gerade den Bahnhof Dallesport verlassen hat.

Das war dann aber auch schon unser Abstecher nach Washington. Wir setzten uns auf den Highway 97 (erst nachträglich gesehen: Dieses Stück war der Highway 197!) und fuhren südwärts. Was für eine herrliche Fahrt. Es ging hügelauf und -ab. Von den Kuppen hatten wir grandiose Weitblicke. Die Wolken zauberten ein Muster aus Hell und Dunkel in die Landschaft. Zu Yannicks Leidwesen "musste" ich immer wieder für Labis anhalten.

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Ein kleiner Abstecher von der Hauptstraße führt uns zum Dufur Community Cemetery, einem einsam in den Hügeln gelegenen Friedhof.

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On the road: Der Highway 197 ist herrlich zu fahren.

Die Oregon Trunk line, die wir ja auch nebenbei erkunden wollten, verläuft das erste Stück südlich des Columbia Valleys völlig ohne parallele Straße durch den Canyon des Deschutes River. Dabei macht die Bahn fast jede Windung des Canyons mit. Das Streckenstück musste spektakulär sein! Ein ganzes Stück weiter südlich führt allerdings auch ein Weg durch den Canyon. Den wollten wir uns nun mal anschauen. Dazu bogen wir in Tygh Valley auf den Sherar's Bridge Highway ab. Der führte bald spektakulär durch eine Schlucht in den Deschutes Canyon hinab. Man mochte kaum glauben, dass man gleich auf eine Bahn stoßen würde.

Aber da war eine Bahn. Und selbst hier, wo auf paar Kilometer Länge die Straße mit durch die Schlucht verläuft, war die Motivfülle schon atemberaubend. Man hätte hier Massen von Zügen benötigt, doch rechnen konnten wir mit keinem einzigen. Nachdem wir einem jungen Mann geholfen haben, der uns vom Straßenrand mit seinem Batteriekabel angefuchtelt hat, und ihn mit etwas Batteriestrom sichtlich glücklich gemacht hatten, fuhren wir den Fahrweg nordwärts in die Schlucht hinein. Die Felskulisse war einfach nur der Wahnsinn. Bei den Twin Bridges, über die die Bahn dann doch mal eine besonders enge Flussschleife abschneidet, drehten wir um. Natürlich wären noch tausend Motive gekommen, aber was nutzte uns die Erkenntnis?

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Wenn doch mal ein Zug käme... Im Deschutes Canyon bei Sherar.

Wir konnten nun auch südlich der Hauptstraße noch weiter durch die Schlucht fahren. Auch hier natürlich Motiv an Motiv. Bei Maupin stießen wir wieder auf den Highway 97 (nein, 197!). Wir wunderten uns etwas über die in sehr kurzen Abständen aufgestellten und nagelneu wirkenden Blocksignale. Andererseits sahen wir keine signalisierte Ausweichstelle. Maupin hatte zwar einen kleinen Bahnhof mit weiteren Gleisen (in einem stand sogar ein Schienenschleifzug, der Licht an hatte!), aber mit ihren Gleissperren sahen die nicht nach Kreuzungsmöglichkeit aus. Es waren auch keine Ausfahrsignale vorhanden, sondern nur immer wieder diese Blocksignale.

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Und nochmal der Deschutes Canyon zwischen Sherar und Maupin.

Ohne große Bahnsicht ging es nun auf dem Hwy 97 (erst 197, dann aber wieder mit dem 97 zusammentreffend als 97) stramm südwärts. Immer wieder eröffneten Hügelkuppen gigantisch weite Blicke. Die Straße war topp ausgebaut und gähnend leer. Um so größer war der Kulturschock in Madras, ab wo ordentlich Verkehr herrschte. Wir schauten zum Bahnhof, wo wir wiederum zahlreiche Nebengleise, aber kein Kreuzungsgleis und keine Ausfahrsignale vorfanden. Ähnlich verhielt es sich auf den nächsten Dorfbahnhöfen. Am nördlichen Ortsrand von Redmond liegt die Prineville Junction. Hier zweigt die City of Prineville Railway ab. Deren Lok stand passabel in der Sonne, so dass wir das intensive Licht hier auf der rund 700m hohen Hochfläche doch noch für ein Bahnbild nutzen konnten.

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Die Lok der City of Prineville Railway steht übers Wochenende in Prineville Junction abgestellt und wartet vermutlich auf den BNSF Local am Montag.

Zwischen Redmond und Bend herrschte nun richtig viel Verkehr. Der 97er ist hier vierspurig, und auf allen vier Spuren reihte sich Auto an Auto - allerdings nicht stehend, sondern zügig fahrend. Es ist so eine Wohltat, wenn alle die zugelassene Geschwindigkeit fahren und niemand rast oder rumbummelt. In Bend hatten wir die freie Auswahl zwischen allen Burgerketten. Da wir nun schon fast 48 Stunden im Land sind und noch nicht bei Wendy's waren, wurde das jetzt nachgeholt. Es war erstaunlich, wieviel Hunger man schon wieder hatte...

Im Vorbeifahren entdeckten wir im Bahnhof sogar einen südwärts bespannten Zug! Strax bogen wir ab und schauten uns das genauer an. Ja, da standen die zwei Loks des Local und ein südwärts bespannter Manifest. Aber da niemand zu sehen war und die Lichter aus waren, blieben wir ganz entspannt und fuhren weiter. Vermutlich Wochenendruhe. Doch wir sollten schon noch angestachelt werden! Am südlichen Ausgang aus der Stadt kam uns nämlich tatsächlich ein nordwärts fahrender Güterzug entgegen! Ja, ein fahrender Zug auf dem Oregon Trunk!

Da wir uns nun einem unserer Haupt-Wunschmotive näherten und der Himmel gerade in dem Bereich großflächig blau war, beschlossen wir, uns das anzusehen. Zwar war das Licht achsial, aber wir würden ohnehin warten müssen. Über einen mit vereistem Schnee bedeckten Waldweg ging es in den Wald hinein. Am Ausweichbahnhof Lava, nunmehr signalisiert, wie es sich gehört, trafen wir auf die Bahn. An der mussten wir nun noch ein gutes Stück nordwärts laufen - erst auf einem Parallelweg, später auf dem Schotter. Es ging aus dem Wald raus, und ein großartiges Panorama lag vor uns! Der Ausweichbahnhof heißt nicht von ungefähr "Lava". Wir fanden unzählige Motive. Fehlte nur der Zug... So warteten wir also eine Stunde meist in der Sonne, doch nichts kam. Und all zu ernsthaft rechneten wir damit ja auch gar nicht.

15:50: Wir haben eine Stunde gewartet. Jetzt ist unser Ultimo erreicht, schließlich haben wir noch ein Stück zu fahren. Yannick kommt schon mal langsam von seinem (weiter entfernten) Hügel zu mir gelaufen. 16:00: Auch ich mache mich an den Abstieg von meinem Hügel. 16:01: Wir stehen mit wenigen Sprüngen wieder auf meinem Hügel! Das Einfahrsignal war angegangen! Oben orange, unten rot, Einfahrt ins gerade Gleis. Das war nun etwas blöde, weil jetzt gerade eine Riesenwolke vor die Sonne gezogen war und es eigentlich ein idealer Zeitpunkt für den Abbruch gewesen wäre. Aber nun mochte man nicht zurücklaufen. Denn erstens käme der Zug vielleicht ja doch bei Sonne und zweitens hätten wir sonst bei der Schotterwanderung den Zug von hinten erwarten müssen.

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Das Warten hier im Lavafeld ist Stimmung pur! Als wenn die Landschaft schon nicht mystisch genug wäre, sorgen die Wolken für immer neue Beleuchtungseffekte!

Also warten. Blöde war, dass wir im Hotel nur bis 21 Uhr einchecken können. Das war nun allerdümmst! Da standen wir an diesem Hammermotiv, das Einfahrsignal versprach einen Vorgang, doch die Zeit verrann und nichts passierte. Spätestens 17 Uhr hätten wir los gemusst. Allerspätestens!

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Es handelt sich um eine Lavazunge, die der Newberry vor rund 1300 Jahren "ausgespuckt" hat. Obwohl die Lavazunge so alt ist, ist sie ungewöhnlich kahl.

16.45: Die Sonne kommt wieder vermehrt raus. Wenn wir es zum Hotel schaffen wollten, hätten wir nicht mehr lange. Aber verlässt man ein Hammermotiv, von dem man wegen des geringen Zugangebots nicht weiß, ob man überhaupt nochmal die Chance hat, bloß weil das blöde Hotel Rezeptionsschluss hat? Wieso kommt man immer in solche Zwickmühlen? Wir waren inzwischen so weit, dass wir uns gewünscht hätten, dass das Signal nicht angegangen wäre.

17:00: Wir stehen hier immer noch. Jetzt können wir beim Hotel nur noch was per Anruf regeln. Aber so, wie die Szene gerade beleuchtet ist, will man nicht gehen. 17:11: Das Signal hat nach über einer Stunde von Einfahrt auf Durchfahrt geschaltet, das orange Licht ist grün geworden. Da muss sich was nähern! Und die Sonne ist wieder hinter einer kleinen Wolke. Bald schattet zudem das Motiv zu. Es ist einfach nur noch unglaublich... 17:15: Zunehmend sicher hören wir einen schwer arbeitenden Diesel. Ein Wettlauf gegen die Schatten beginnt. 17:23: Der Zug kommt tatsächlich laaaangsam um die Ecke gekrochen! 17:27: Der Hauptschuss ist im Kasten. Der Lokführer hornt zum Gruß und wir klatschen uns ab. 17:29: Die Sonne ist verschwunden, der Nachschuss geht nur noch mit der "gewissen Helligkeit". Was für ein Wahnsinn!

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Wir können es kaum fassen, dass der Zug nach all den Widrigkeiten immerhin noch in Sonne geklappt hat. Unmittelbar vor Sonnenuntergang hat er sich auf der BNSF Oregon Trunk Subdivision von Bend auf die Passhöhe hochgearbeitet und nimmt dahinter, kurz vorm Bahnhof Lava, langsam an Fahrt auf.

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Die Drohne wurde etwas vorgeschickt, weil dort noch am meisten Sonne hinkam. Der Zug befindet sich sichtlich an der höchsten Stelle des Passes.

Uns war kalt, und so ging es schnurstracks zum Auto. Das Navi prognostizierte als Ankunft 21.28, nun ja. Den Hotelanruf wollten wir uns für Klamath Falls aufheben. Die Fahrt durch zunehmende Dunkelheit war schon mega anstrengend. Ich hatte heute Mittag auch nicht geschätzt, dass man noch dreieinhalb Stunden zu fahren hätte... Dennoch war die Laune nach DEM Bild eben hervorragend. Es war noch etwas Verkehr, aber die wenigen langsameren Fahrzeuge konnten relativ schnell überholt werden. An einer Stelle sah man plötzlich blaues und rotes Funkeln vor einem. Da waren zwei Autos frontal ineinander gekracht! Meine Güte, sah das übel aus! Der Verkehr wurde einspurig über einen Parkplatz vorbeigeleitet. Die Straße schien uns in dieser Gegend auch ganz schön glatt zu sein. Wir mussten vorsichtig sein. Zum Glück war der glatte Bereich bald wieder vorbei.

Ärgerlich war später, dass wir in Klamath Falls auf eine Tankstelle am Ortsausgang hofften, die Tanken aber offenbar nur nördlich des Ortes lagen. Da mussten wir nochmal ein ganzes Stück zurück. Positiv war hingegen, dass wir auch ohne Anruf eine SMS vom Hotel bekommen hatten, die uns verriet, wie wir unsere Zimmerkarten aus dem Schlüsselsafe bekommen. Das Problem war also quasi verpufft. Gut, dass wir es gewagt hatten.

Bei der Einreise nach Kalifornien gab es auch hier eine Kontrollstelle. Wir wurden lediglich gefragt, ob wir Früchte dabei hätten. An die Bananen auf der Rückbank hatte ich dabei gar nicht gedacht... Das letzte Stück durchs dunkle Gebirge wurde ein anstrengender Kampf gegen die Müdigkeit. Aber kurz nach 21.30 hatten wir es geschafft. Hunger hatten wir zum Glück nicht mehr, so dass wir uns im Motel Shasta Inn direkt bettfertig machen konnten.

Wie uns ein Berg fest in seine Bann zog, wie wir mit einer kleinen Lokaleisenbahn Freundschaft schlossen und was passiert, wenn eine Drohne dort landet, wo SIE gern landen möchte, das erzählt der nächste Teil, wenn es wieder heißt "The Ring of Fire" - demnächst an dieser Stelle.


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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.20 19:41.
Moin Jan
Vielen Dank für den starken Bericht.
Ich glaube, ich wäre in Hamburg wieder ausgestiegen. "Unser Navi ist kaputt. Wir holen mal eben einen Laptop und spielen ne neue Software auf" - ich hasse fliegen!
Der Tunnelblick am Fluß ist der absolute Hammer!
Nur für das Motiv lohnt sich die Reise.
Ich frage mich, ob die Amerikaner auch "Bingen" sagen, oder "Bindschen"...
Angesichts der vielen Deutschstämmigen im Norden der USA könnte ich mir ein Mix vorstellen.
Aber die letzte Stelle an der Nebenbahn im allerletzten Büchsenlicht - Traumhaft
Schön, dass ihr kurz vor Toresschluss noch mal draußen wart. Mal schauen, wann das Tor wieder auf geht.
Gruß
Christian

Boeing, Seattle

geschrieben von: hrt

Datum: 25.03.20 00:01

Jan vdBk schrieb:
....Und für mich als Hamburger war es natürlich eine sagenhafte Genugtuung, mit unserem Airbus in der Hauptstadt der US-amerikanischen Boeing Industrie zu landen....
Hallo Jan,
schau mal in die Liste der Zulieferbetriebe von Airbus wer da so alles steht, unter anderem Boeing Industries Seattle.
Tja, eigentlich sollte deshalb Boeing wissen wie man ordentliche Flugzeuge baut....
Gruß
Hartmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 00:02.
Oh, da haben wir uns wirklich gerade knapp verpasst.
Wir tummelten uns 24.2-26.2 in der Gegend um den Columbia River, dann 27.2 um Bend und 28.2 um Mount Shasta. So ca. einen Tag Vorsprung auf euch.
Am Columbia River hatten wir BNSF seitig auch mit dem Rail Grinder zu kämpfen. Oregon Trunk Line: Motive wären reichlich vorhanden, aber eben Verkehr...
Und auf der Mt. Shasta Division haben wir das eine oder andere erwischt, aber in der Vorbereitung viel zu wenig Zeit reingesteckt, da das für uns eigentlich nur noch Rückreise nach San Francisco war.

Mal sehen wie es bei euch weiterging. Da ich - Corona sei dank in der Theorie zumindest - mit meiner Partnerin im August erneut in der Gegend bin sind Fotoideen immer gut.

veni vidi vici :-)

meine Beiträge bei DSO:
[www.drehscheibe-online.de]
Moin Christian,

ja, was die Lufthansa diesmal geboten hat, war schon mehr als kurios. Und das war erst der Hinflug ;-)
Freut mich, dass der erste Teil schon mal gefallen hat. Danke für deinen ausführlichen Kommentar!

Viele Grüße, Jan

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Tf- vs. Pilotenprobleme

geschrieben von: Regio ZuB

Datum: 26.03.20 13:01

Moin Jan,

schimpfe nie wieder auf die Piloten der 1435mm-Zunft mit deren EBuLa-Problemen...:-) Mittlerweile können das auch die tollkühnen Männer mit ihren fliegenden Kisten.


Willkommen zurück
Holgi
Vielen Dank für den tollen Bilderbericht - und für den Beweis dass am Columbia River wirklich auf beiden Seiten Züge fahren!

Als ich 2018 da war (auch 2x im Motel6 in The Dalles übernachtet) hatte leider mal wieder Murphy zugeschlagen und für Bauarbeiten auf der nördlichen Strecke gesorgt :-(

Tja, für Ende September / Anfang Oktober habe ich auch mal wieder ein Ticket in die Staaten, diesmal soll Start/Ziel der Entdeckungstour in Vegas sein. Ob was draus wird?

Gruß
Carsten