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[RU] Ab 01.01.2021 E-Visum für ganz Russland erhältlich

geschrieben von: tmmd

Datum: 08.02.20 11:32

Nicht kostenlos wie die E-Visa für Kaliningrad und St. Petersburg, aber mit 50 $ wesentlich preisgünstiger als die bisherige Variante.

Aufenthaltsdauer beträgt dann maximal 16 Tage. Damit kann man schon bissel was anfangen.

Quelle (englisch): [www.themoscowtimes.com]

Wirf die Gläser an die Wand

geschrieben von: D 2027

Datum: 08.02.20 13:00

Das sind doch mal gute Nachrichten.

Jetzt muss nur noch unser geliebte Bat'ka Sascha nachziehen. Wird er vermutlich aber baldmöglichst tun...

Hohohohoho, hey :-)

Erik

Alles kann passieren, alles ist möglich. Die Welt ist groß und wir sind wunderschön!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.20 13:01.

Re: Wirf die Gläser an die Wand

geschrieben von: Provodnik

Datum: 08.02.20 13:34

D 2027 schrieb:
Das sind doch mal gute Nachrichten.


Wobei in meinem Fall vermutlich nicht interessant, da komme ich mit einem konventionellen Jahresvisum günstiger weg (als die 50 USD für 16 Tage).

Interessant ist auch diese Meldung: [www.themoscowtimes.com]
Demzufolge wird überlegt, herkömmliche Touristenvisa für bis zu 6 Monate und ohne Vorlage einer Einladung auszustellen.


Provodnik

Re: Wirf die Gläser an die Wand

geschrieben von: warakorn

Datum: 08.02.20 13:35

Hoffentlich wird das E-Visum auch für Eisenbahngrenzübergänge gelten. Ab 01.01.2021 werden viele Visa-Agenturen die Beschaffung von russischen Visa beenden.

Re: Wirf die Gläser an die Wand

geschrieben von: Nailik

Datum: 08.02.20 13:46

Hallo und danke für die Meldung, Torsten.

Ich teile ein bisschen warakorns Bedenken, deshalb finde ich die von Provodnik verlinkte Meldung deutlich interessanter und hoffe, dass daraus etwas wird.

Das e-Visum scheint mir mit 50$ für 16 Tage jetzt auch nicht so ein Schnäppchen zu sein, abgesehen von der kürzeren Geltungsdauer ist auch die Ersparnis gegenüber einem regulären Touristenvisum nicht so großartig (man spart sich Aufwand, klar).

Viele Grüße (derzeit aus Saratov)

Kilian

Re: Wirf die Gläser an die Wand

geschrieben von: Lokdienst

Datum: 08.02.20 13:48

Ich sehe das auch so. Das E-Visa wird für alle gut sein, die einmal im Jahr fahren und nur einmal Ein- und Ausreisen. Für mich bleibt auch das Jahresvisum die bessere Wahl.

Lokdienst

Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: D 2027

Datum: 08.02.20 14:13

Nailik schrieb:
Das e-Visum scheint mir mit 50$ für 16 Tage jetzt auch nicht so ein Schnäppchen zu sein, abgesehen von der kürzeren Geltungsdauer ist auch die Ersparnis gegenüber einem regulären Touristenvisum nicht so großartig (man spart sich Aufwand, klar).

Natürlich, ideal wäre noch die verlängerte Visadauer und evtl. noch mehrfache Ein- und Ausreisemöglichkeiten dazu. Aber alleine die grundsätzliche Erleichterung bei der Beantragung (es sind ja nicht nur die 100 Euro, sondern auch die diversen Portokosten) lohnt die Sache schon; ich habe da mit Kaliningrad bereits beste Erfahrungen gemacht.

Da wollen wir mal nicht so kleinlich sein und es sofort mit dem Jahresvisum vergleichen. Der Gelegenheitsfahrer kauft ja auch nicht gleich eine Bahncard 100 ;-)

Erik

Alles kann passieren, alles ist möglich. Die Welt ist groß und wir sind wunderschön!

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: hhouse

Datum: 08.02.20 14:25

D 2027 schrieb:
Nailik schrieb:
Das e-Visum scheint mir mit 50$ für 16 Tage jetzt auch nicht so ein Schnäppchen zu sein, abgesehen von der kürzeren Geltungsdauer ist auch die Ersparnis gegenüber einem regulären Touristenvisum nicht so großartig (man spart sich Aufwand, klar).

Natürlich, ideal wäre noch die verlängerte Visadauer und evtl. noch mehrfache Ein- und Ausreisemöglichkeiten dazu. Aber alleine die grundsätzliche Erleichterung bei der Beantragung (es sind ja nicht nur die 100 Euro, sondern auch die diversen Portokosten) lohnt die Sache schon; ich habe da mit Kaliningrad bereits beste Erfahrungen gemacht.

Da wollen wir mal nicht so kleinlich sein und es sofort mit dem Jahresvisum vergleichen. Der Gelegenheitsfahrer kauft ja auch nicht gleich eine Bahncard 100 ;-)

Erik
Wer zahlt bitte 100 Euro für das Visum? Mit Einladung geht es sich um sagen wir 46 Euro aus bzw. wenn man Freunde in RU hat kann man auch ein Privatvisum machen und zahlt nur 35 Euro.

Aber ja, sicherlich positiv, wird den Tourismus in Russland natürlich ordentlich beflügeln, leider größtenteils durch Billig-Airlines, weswegen ich etwas zwiegespalten bin.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Nailik

Datum: 08.02.20 14:31

Danke für den Beitrag, hhouse, da bist Du mir zuvorgekommen, in beiden Punkten :)

Aber: Erik hat natürlich recht, dass es teurer wird als die 46€, wenn man kein Konsulat in der Nähe hat (von der Terminvergabe mal abgesehen - im Visazentrum reichen 46€ ja leider nicht, da kommt man schon an die 100).

Und @Erik: Klar, wenn das e-Visum wie für Kaliningrad kostenlos ist, will ich auch überhaupt nicht meckern und möchte es auch gern mal nutzen :)

Kilian

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: tmmd

Datum: 08.02.20 15:43

Ich find das neue E-Visum durchaus gut.

Hatte mal vor paar Jahren mich hier bei einer Agentur erkundigt. Die hätten mir die Einladung und das Visum usw. besorgt. Alles zusammen für 100 €. Hab es dann gelassen. Die 50 $ für 16 Tage find ich okay. So viel Urlaub habe ich auch nicht und für zwei Wochen um sich 3-4 Städte anzuschauen ist das für mich okay.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: GeorgeOWC

Datum: 08.02.20 19:21

Ich sehe so, das die Visa nicht unbedingt $50 wird, es geht um Spekulation.

Original Link:

[www.kommersant.ru]

"При этом имеется общее понимание, что с 2021 года за выдачу единой электронной визы будут взиматься сборы в размере до $50, которые целиком будут доходом государственного бюджета"

Es geht also um "общее понимание" ("common understanding"), keineswegs um Etwas schon Entschiedenes.

Interessant ist, das man (wahrscheinlich) keine Registration mehr brauchen wird:

"— Нужна ли будет иностранцам, приехавшим по электронной визе, регистрация?"
"— Какого-либо особого порядка постановки на миграционный учет для иностранцев, въехавших по электронной визе, не предполагается"


Nach einer Überlegung, ich werde wahrscheinlich einfach Staatsangehörigkeit beantragen.
Sieht so aus, ab März 2020 wird es (wieder) möglich.

Sonst ob e-Visa da ist oder nicht: 16 Tage sind (in EU Pass) zu wenig, brauche mehrmalige sowieso.
Wenn einmalige $50 ist - dann eine 3-jährige für $160 lohnt sich besser, man darf bis 6 Monate bleiben und ist auch mehrmalig.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: GeorgeOWC

Datum: 08.02.20 19:24

GeorgeOWC schrieb:
Nach einer Überlegung, ich werde wahrscheinlich einfach Staatsangehörigkeit beantragen.
Sieht so aus, ab März 2020 wird es (wieder) möglich.

Dann ist automatisch die ganze Geschichte mit BY Visa und BY-RU Grenze auch weg...

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Tanzkeks

Datum: 08.02.20 20:38

hhouse schrieb:
Wer zahlt bitte 100 Euro für das Visum? Mit Einladung geht es sich um sagen wir 46 Euro aus bzw. wenn man Freunde in RU hat kann man auch ein Privatvisum machen und zahlt nur 35 Euro.


Ja, schon. Nur wenn du halt nicht zufälligerweise ein einer Großstadt wohnst, in der es ein russisches Konsulat oder eine Botschaft gibt, kommen halt noch zwei verschwendete Urlaubstage (einer zur persönlichen Abgabe der Unterlagen, einer zur Abholung des Passes mit Visum) hinzu... Plus Fahrtkosten, die mit Sicherheit die 100 Euro überschreiten.

hhouse schrieb:
Aber ja, sicherlich positiv, wird den Tourismus in Russland natürlich ordentlich beflügeln, leider größtenteils durch Billig-Airlines, weswegen ich etwas zwiegespalten bin.
Es gibt ja noch Aeroflot, welche ich nicht unbedingt als Billigairline bezeichnen würde...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.20 20:43.

Re: Wirf die Gläser an die Wand

geschrieben von: Tanzkeks

Datum: 08.02.20 20:40

warakorn schrieb:
Hoffentlich wird das E-Visum auch für Eisenbahngrenzübergänge gelten. Ab 01.01.2021 werden viele Visa-Agenturen die Beschaffung von russischen Visa beenden.
IMHO mit SICHERHEIT nicht. Es wird so sein, wie jetzt. Also mit viel Glück kann man mit dem Allegro bis Vyborg fahren und muss dort aussteigen. Mehr mit Sicherheit nicht.

Re: Wirf die Gläser an die Wand

geschrieben von: GeorgeOWC

Datum: 08.02.20 21:11

Tanzkeks schrieb:
warakorn schrieb:
Hoffentlich wird das E-Visum auch für Eisenbahngrenzübergänge gelten. Ab 01.01.2021 werden viele Visa-Agenturen die Beschaffung von russischen Visa beenden.
IMHO mit SICHERHEIT nicht. Es wird so sein, wie jetzt. Also mit viel Glück kann man mit dem Allegro bis Vyborg fahren und muss dort aussteigen. Mehr mit Sicherheit nicht.
Von

[www.kommersant.ru]

"Посещение Санкт-Петербурга и Ленинградской области по электронным визам для тех иностранцев, которые следуют поездом из сопредельных иностранных государств, действительно пока технически невозможно."

Also, "пока" - und die Rede ist über heutige Situation ("Посещение Санкт-Петербурга и Ленинградской области")
Was da weiter wird... "по воде вилами написано" (sage ich), also Niemand weiß bescheid.

Ich glaube, das:

- 1.1.21 zu früh ist, wird davon am besten Mitte 21 oder gar 22.
- die ganze Geschichte mit BY ein "pain in the ass" ist, da sogar technisch die ganze Sache ungeklärt ist, beim super-super-super besten Willen (Brest ist ja kein RU)
- auch die vorgesehene eVisa in der Form eine einstweilige Lösung ist.

Also keine Ahnung, super-optimistisch das so Alles sofort perfekt wird bin ich nicht. Vielleicht ab ca. 2025.
Ich glaube doch, das mindestens mit Allegro bzw. Zug #4 / #6 in Naushki die Einreise per Zug schon sofort geregnet wird.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.20 21:12.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 09.02.20 11:18

Provodnik schrieb:
Wobei in meinem Fall vermutlich nicht interessant, da komme ich mit einem konventionellen Jahresvisum günstiger weg (als die 50 USD für 16 Tage).

Das ist dann aber kein Touristenvisum, oder?

Provodnik schrieb:
Demzufolge wird überlegt, herkömmliche Touristenvisa für bis zu 6 Monate und ohne Vorlage einer Einladung auszustellen.

Wäre ja ein Fortschritt, man ist dann wohl so langsam bereit, die Einnahmen aus den fiktiven Einladungen abzuschreiben. Wäre noch die Frage, ob das dann auch für mehrfache Einreise gilt.

Aber man scheint dann immer noch Hotelbuchungen vorlegen zu müssen, wobei der im Artikel erwähnte Singular möglicherweise nur auf typische Anwendungen zielt und man tatsächlich einen kompletten Reiseplan (wie z. B. für China) vorlegen muss. Da kommt man für ländliche Regionen nämlich in Probleme, weil nicht reservierbar. Aber es wäre immerhin eine Abkehr vom korrupten Geschäft mit fiktiven Einladungen.

tmmd schrieb:
Hatte mal vor paar Jahren mich hier bei einer Agentur erkundigt. Die hätten mir die Einladung und das Visum usw. besorgt. Alles zusammen für 100 €. Hab es dann gelassen. Die 50 $ für 16 Tage find ich okay. So viel Urlaub habe ich auch nicht und für zwei Wochen um sich 3-4 Städte anzuschauen ist das für mich okay.

Die Visumbeschaffung über eine dafür spezialisierte Agentur ist durchaus effizient und nützlich. Ansonsten sind 50 Euro Preisdifferenz auch Peanuts im Vergleich zu den Ausgaben, die man für z. B. zwei Wochen Russland sowieso hat. Russland ist teuer, bei allem, was man als Tourist braucht, außer vielleicht Fahrtkosten im Nahverkehr.

Tanzkeks schrieb:
Es gibt ja noch Aeroflot, welche ich nicht unbedingt als Billigairline bezeichnen würde...

Von der gebotenen Leistung her schon, nur hinsichtlich des Preises nicht. Auch der russische Binnenflugverkehr ist relativ teuer, dafür aber unzuverlässig.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: hhouse

Datum: 09.02.20 13:31

Tanzkeks schrieb:hhouse schrieb:
hhouse schrieb:Zitat:
Aber ja, sicherlich positiv, wird den Tourismus in Russland natürlich ordentlich beflügeln, leider größtenteils durch Billig-Airlines, weswegen ich etwas zwiegespalten bin.
Es gibt ja noch Aeroflot, welche ich nicht unbedingt als Billigairline bezeichnen würde...
Und wenn die ganzen Billigflieger plötzlich nach Moskau und St. Petersburg fliegen (was aktuell ja eher in begrenzterem Ausmaß der Fall ist), wird es sicher zu keinem Preiskampf kommen.... war ja in Wien auch nicht der Fall, nachdem die Billigflieger den Markt plötzlich erobert haben (Ironie aus). Siehe AUA, früher hast nach Kiev 100 Euro (oder mehr) für eine Richtung bezahlt, jetzt kriegst Flüge schon um 39 Euro (oder sogar 29?)

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Provodnik

Datum: 09.02.20 13:54

kaufhalle schrieb:
Provodnik schrieb:
Wobei in meinem Fall vermutlich nicht interessant, da komme ich mit einem konventionellen Jahresvisum günstiger weg (als die 50 USD für 16 Tage).
Das ist dann aber kein Touristenvisum, oder?


Nein.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 09.02.20 19:21

Was kreuzt man bei einer Urlaubsreise mit Geschäftsvisum bei der Einreise an - meint das dann den wirklichen Reisegrund oder die Art des Visum?
Und ist ein Geschäftsvisum einfach nur „hochwertiger“ aber auch für Urlaubsreisen offiziell?

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: GeorgeOWC

Datum: 09.02.20 19:41

kaufhalle schrieb:

Von der gebotenen Leistung her schon, nur hinsichtlich des Preises nicht. Auch der russische Binnenflugverkehr ist relativ teuer, dafür aber unzuverlässig.
Wir sind Flugverweigerer, Vieles kann nicht sagen, ausser das mehr als 100 Euro pro Richtung mit Wizzair muß man selten zahlen.
SQ bietet Moskau ab Stockholm für 175 Euro (hin-zurück) - und SQ ist keine Billigfluglinie.

Ansonsten Rußland ist nicht so teuer, mindestens für uns. Ja, die Entfernungen sind groß.
Anständige Hotels für 30 - 40 Euro, manchmal sogar weniger ist kein Problem. Klar, muß man nachfragen und bei booking-punkt-com sich schlau machen.
Essen so um 7 Euro pro Nase geht auch. Alkohol darf ich nicht (Lenkrad!).

Ukraine (deutlich) und teilweise Belarus sind billiger. Ich möchte Georgien besuchen, aber wg. Flugverweigerung es ist nicht so bequem.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Provodnik

Datum: 09.02.20 19:51

Carsten Frank schrieb:
Was kreuzt man bei einer Urlaubsreise mit Geschäftsvisum bei der Einreise an - meint das dann den wirklichen Reisegrund oder die Art des Visum?

Papier und Papier müssen zusammenpassen. Das Zusammenpassen von Realität und Papier ist optional.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 09.02.20 20:11

Durch die Türkei selbst ohne den Direktzug Ankara-Baku möglich. Mit dem Dogu bis Kars (oder auch nur Erzurum) und ab hier per Bus nach Hopa, dann mit dem Dolmus nach Sarp an die Grenze, auf der anderen Seite, in Sarpi, fährt dann der Stadtverkehr von Batumi alle 30 Minuten in die nahe Stadt.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 09.02.20 20:14

GeorgeOWC schrieb:
Ansonsten Rußland ist nicht so teuer, mindestens für uns. Ja, die Entfernungen sind groß.

Das liegt nicht an den Entfernungen, das liegt am lokalen Preisniveau. Daran ist auch ein überbewerteter Rubel schuld.

GeorgeOWC schrieb:
Anständige Hotels für 30 - 40 Euro, manchmal sogar weniger ist kein Problem. Klar, muß man nachfragen und bei booking-punkt-com sich schlau machen.
Essen so um 7 Euro pro Nase geht auch.

Hotels für 30 bis 40 Euro sind z. B. in der Ukraine oder Georgien sehr ordentlich, oft auch deutlich drunter, selbst in z. B. Polen kriegt man da was. Der Unterschied in Russland ist, dass es aufgrund des hohen Preisniveaus auch Hotels für geringere Ansprüche zu niedrigeren Preisen gibt. Z. B. für 30 Euro, und die sind dann auf grausamem Niveau. Man sieht bei booking nicht unbedingt vorher, was man wirklich bekommt.

Für 7 Euro kannst Du eine Mahlzeit aus dem Supermarkt bekommen, zum Essen auf der Straße. Auch das übrigens eher teurer als bei uns.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Tanzkeks

Datum: 09.02.20 20:48

Carsten Frank schrieb:
Und ist ein Geschäftsvisum einfach nur „hochwertiger“ aber auch für Urlaubsreisen offiziell?
Ein russisches Geschäftsvisum berechtigt dich, in Russland einer geschäftlichen Tätigkeit nachzugehen. Also z.B. Fachmessen zu besuchen, gewerbliche Weiterbildungen besuchen, Vertragsverhandlungen mit Geschäftspartnern durchzuführen, usw.

Niemand wird es dir übel nehmen, wenn du dann nicht tust. Lediglich andersrum wirst du Probleme bekommen, wenn man dich auf einer offensichtlichen Dienstreise (oder sogar - ganz böse! - bei einer journalistischen Tätigkeit) mit Touristenvisum erwischt.

Ich würde bei eventuellen Fragen nach dem Reisezweck auch ehrlich antworten, dass der Zweck dieser konkreten Reise jetzt touristisch ist. Das Erfinden von irgendwelchen angeblichen Geschäftstätigkeiten kann schnell nach hinten losgehen. Worauf ein Eisenbahnfan schnell mal kommen könnte, z.B. gewerbsmäßiges Verfassen von Reiseberichten oder gewerbliches Fotografieren, ist (durch westliche Staatsbürger) absolut nicht gern gesehen in Russland und führt dann gerne mal zu einer intensiveren Befragung oder auch zur Einreiseverweigerung.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 20:50.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: m1999

Datum: 09.02.20 23:06

Zitat
Für 7 Euro kannst Du eine Mahlzeit aus dem Supermarkt bekommen, zum Essen auf der Straße. Auch das übrigens eher teurer als bei uns.
Warst Du mal in einer Stolovaja? Meist - vielleicht mit Ausnahme des Luxusexemplars im GUM am Roten Platz - kommst du mit Suppe + Hauptgericht + Getränk unter 5 EUR weg. Klar kann man in Russland für Essen auch recht viel Geld für schlechtes Essen zahlen (wie bspw. in bestimmten - nicht allen! - RŽD-Speisewagen, ganz besonders frech in Erinnerung habe ich den im Zug Moskva - Tallinn, wo die Preise ähnlich dem DB-Speisewagen, die Qualität aber noch deutlich drunter war), aber wenn man da hin geht, wo die Einheimischen auch essen, zahlt man sehr faire Preise für ordentliches Essen.

Ein ordentliches Hotel kostet in Moskau und SPB ungefähr das, was man in Deutschland auch zahlen würde, in anderen Städten weniger. Quasi alles andere aber ist deutlich günstiger als in Westeuropa, bekommst du beim ÖBB-Nightjet eine Fahrkarte im Vierbettliegewagen für eine durchschnittliche Nachtfahrt um 23 EUR (so viel zahlt man im Kupe Moskau - SPB des Doppelstockschlafwagenzugs)? Nahverkehr ist sowieso günstig bis spottbillig, auch die Ausländerzuschläge bei Eintrittskarten sind in den meisten Fällen verschwunden (OT: und da, wo es sie noch gibt, wird man normalerweise gar nicht gefragt, ob man Ausländer ist, wenn man die Eintrittskarte auf russisch bestellt).

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 09.02.20 23:27

m1999 schrieb:
Warst Du mal in einer Stolovaja?

Ja. Es gibt sie aber längst nicht überall.

m1999 schrieb:
Meist - vielleicht mit Ausnahme des Luxusexemplars im GUM am Roten Platz - kommst du mit Suppe + Hauptgericht + Getränk unter 5 EUR weg.

Das ist aber schon recht knapp kalkuliert. Sicher, man kann auch auf der Straße fettgebackenes Zeugs kaufen.

m1999 schrieb:
Klar kann man in Russland für Essen auch recht viel Geld für schlechtes Essen zahlen (wie bspw. in bestimmten - nicht allen! - RŽD-Speisewagen, ganz besonders frech in Erinnerung habe ich den im Zug Moskva - Tallinn, wo die Preise ähnlich dem DB-Speisewagen, die Qualität aber noch deutlich drunter war), aber wenn man da hin geht, wo die Einheimischen auch essen, zahlt man sehr faire Preise für ordentliches Essen.

Meine Erfahrungen mit Essen im Restaurant sind ähnlich.

m1999 schrieb:
Ein ordentliches Hotel kostet in Moskau und SPB ungefähr das, was man in Deutschland auch zahlen würde, in anderen Städten weniger.

Schon in Deutschland ist die Bandbreite groß und variiert auch von Stadt zu Stadt je nach Konkurrenzsituation. Jedenfalls ist auch das schon eine Preislage, wo die Kosten fürs Visum letztlich keine nennenswerte Rolle mehr spielen, und Preisdifferenzen beim Visum erst recht nicht. Unter 50 Euro fürs Einzelzimmer ist in vielen Gegenden nix auszurichten. Und da ist in der Regel kein Frühstück dabei oder nur eins, das nicht über die klassischen zugeteilten Minimalrationen hinausgeht. In diesem Punkt ist man z. B. in der Ukraine schon wesentlich weiter.

m1999 schrieb:
Quasi alles andere aber ist deutlich günstiger als in Westeuropa, bekommst du beim ÖBB-Nightjet eine Fahrkarte im Vierbettliegewagen für eine durchschnittliche Nachtfahrt um 23 EUR (so viel zahlt man im Kupe Moskau - SPB des Doppelstockschlafwagenzugs)?

Der Preis kann so auch nicht stimmen, das kostet wesentlich mehr.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 10.02.20 00:02

Danke!
Mal sehen, vielleicht probiere ich dieses Jahr mal Tallinn - Moskau - Helsinki oder umgekehrt aus. Visum habe ich eh vorsorglich vom Arbeitgeber.
Wobei ich etwas bedenken hab falls bei der Einreise Fragen gestellt werden und man kein Russisch kann - an großen Flughäfen kommt man da bestimmt eher zurecht als im Zug von Tallinn?

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Dakkus

Datum: 10.02.20 01:59

Carsten Frank schrieb:
Danke!
Mal sehen, vielleicht probiere ich dieses Jahr mal Tallinn - Moskau - Helsinki oder umgekehrt aus. Visum habe ich eh vorsorglich vom Arbeitgeber.
Wobei ich etwas bedenken hab falls bei der Einreise Fragen gestellt werden und man kein Russisch kann - an großen Flughäfen kommt man da bestimmt eher zurecht als im Zug von Tallinn?
Die Fragen werden auf Englisch gestellt, oder falls irgendwie niemand unter den Grenztruppen des englischen mächtig sein sollte, wird halt nicht gefragt.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: m1999

Datum: 10.02.20 02:00

Zitat
Der Preis kann so auch nicht stimmen, das kostet wesentlich mehr.
Am Beispieldatum 27. März 2020 gibt es ein oberes Bett im Zug 26 (Moskva Okt. 21:50 - SPB Gl. 06:06) im Kupe sogar bereits ab 1399 RUB, nach aktuellem Wechselkurs gerade einmal 19,93 EUR.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 10.02.20 07:30

Dankeschön - das hört sich ja gut an.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 10.02.20 08:43

m1999 schrieb:
Zitat
Der Preis kann so auch nicht stimmen, das kostet wesentlich mehr.
Am Beispieldatum 27. März 2020 gibt es ein oberes Bett im Zug 26 (Moskva Okt. 21:50 - SPB Gl. 06:06) im Kupe sogar bereits ab 1399 RUB, nach aktuellem Wechselkurs gerade einmal 19,93 EUR.

Und wie lange hast Du gebraucht, um ein Datum für diesen Dumpingpreis zu finden?

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: westring

Datum: 10.02.20 09:53

Carsten Frank schrieb:
Danke!
Mal sehen, vielleicht probiere ich dieses Jahr mal Tallinn - Moskau - Helsinki oder umgekehrt aus. Visum habe ich eh vorsorglich vom Arbeitgeber.
Wobei ich etwas bedenken hab falls bei der Einreise Fragen gestellt werden und man kein Russisch kann - an großen Flughäfen kommt man da bestimmt eher zurecht als im Zug von Tallinn?
Hallo,

in der Regel werden gar keine Fragen gestellt. Die Einreise ist in der Regel deutlich unproblematischer als beispielsweise in die USA, hier werden immer Fragen zum Reisezweck gestellt. Der Zug aus Tallinn hat den großen Vorteil, dass die Passkontrolle im Gegensatz zu anderen Zügen im Baltikum (oder auch dem Zug Moskau-Helsinki) zu einer humanen Zeit stattfindet.

In den letzten Jahren habe ich den Reisezweck auf der Migrationskarte gar nicht mehr unterstrichen (oder anderweitig markiert). Es gab nie Nachfragen deswegen. Bei der Einreise an Flughäfen wird der Reisezweck automatisch unterstrichen, dabei gilt Business-Visum=Business, Touristen-Visum=Tourismus.

Gruß
westring

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Nailik

Datum: 10.02.20 10:35

kaufhalle schrieb:
m1999 schrieb:
Zitat
Der Preis kann so auch nicht stimmen, das kostet wesentlich mehr.
Am Beispieldatum 27. März 2020 gibt es ein oberes Bett im Zug 26 (Moskva Okt. 21:50 - SPB Gl. 06:06) im Kupe sogar bereits ab 1399 RUB, nach aktuellem Wechselkurs gerade einmal 19,93 EUR.
Und wie lange hast Du gebraucht, um ein Datum für diesen Dumpingpreis zu finden?
Diesen Preis bekommt man sogar, wenn man jetzt für heute abend bucht!

Abgesehen von Moskau halte ich Russland ohnehin für ein günstiges Reiseland, zumindest für Westeuropäer*innen (damit meine ich jetzt inkl. Deutschland und, obwohl sicher nicht in Westeuropa gelegen, Österreich.)

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: GeorgeOWC

Datum: 10.02.20 13:14

Die Hotelpreise teilweise in SPB und generell in Moskau sind kaum akzeptabel.
Aber wenn man nichts gegen Eletritschka oder gar AirBNB hat - dann wird es oft sogar dort ausgesprochen günstig.

Mit Auto ist man sehr bequem und die Straßen sind wesentlich besser geworden.
МКАД ist kein Spaß natürlich und un Moskau Auto zu fahren generell ist abzuraten.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: deroberlaender

Datum: 10.02.20 13:26

Nailik schrieb:
kaufhalle schrieb:
m1999 schrieb:
Zitat
Der Preis kann so auch nicht stimmen, das kostet wesentlich mehr.
Am Beispieldatum 27. März 2020 gibt es ein oberes Bett im Zug 26 (Moskva Okt. 21:50 - SPB Gl. 06:06) im Kupe sogar bereits ab 1399 RUB, nach aktuellem Wechselkurs gerade einmal 19,93 EUR.
Und wie lange hast Du gebraucht, um ein Datum für diesen Dumpingpreis zu finden?
Diesen Preis bekommt man sogar, wenn man jetzt für heute abend bucht!

Abgesehen von Moskau halte ich Russland ohnehin für ein günstiges Reiseland, zumindest für Westeuropäer*innen (damit meine ich jetzt inkl. Deutschland und, obwohl sicher nicht in Westeuropa gelegen, Österreich.)

In Moskau gibts ja neu diese ganz preiswerte und komfortable Übernachtungsmöglichkeit mit Preisen für ein Bett ab 780 Rubl': tutu.ru
;-)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.02.20 16:07.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: GeorgeOWC

Datum: 10.02.20 14:50

deroberlaender schrieb:
Nailik schrieb:
kaufhalle schrieb:
m1999 schrieb:
Zitat
Der Preis kann so auch nicht stimmen, das kostet wesentlich mehr.
Am Beispieldatum 27. März 2020 gibt es ein oberes Bett im Zug 26 (Moskva Okt. 21:50 - SPB Gl. 06:06) im Kupe sogar bereits ab 1399 RUB, nach aktuellem Wechselkurs gerade einmal 19,93 EUR.
Und wie lange hast Du gebraucht, um ein Datum für diesen Dumpingpreis zu finden?
Diesen Preis bekommt man sogar, wenn man jetzt für heute abend bucht!

Abgesehen von Moskau halte ich Russland ohnehin für ein günstiges Reiseland, zumindest für Westeuropäer*innen (damit meine ich jetzt inkl. Deutschland und, obwohl sicher nicht in Westeuropa gelegen, Österreich.)
In Moskau gibts ja neu диесе ganz preiswerte und komfortable Übernachtungsmöglichkeit mit Preisen für ein Bett ab 780 Rubl': tutu.ru
;-)
Besser als nix, bloß ich bin selten allein - und dann die bessere Hälfte braucht nochmals 780.
Und weil wir miteinander sein wollen, dann nochmals 2x780. Am Ende also 4 x 780 = 3120 = ca. $50.
Und dann sogar ein AirBNB in Подмосковье sieht besser aus. Für 3120 mit etwas Mühe kann man sogar in Moskau ein Hotel finden.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Nailik

Datum: 10.02.20 16:01

deroberlaender schrieb:
In Moskau gibts ja neu диесе ganz preiswerte und komfortable Übernachtungsmöglichkeit mit Preisen für ein Bett ab 780 Rubl': tutu.ru
;-)
Na klar :)
Ich wollte mit meinem Posting aber nicht aussagen, dasses in Moskau keine günstigen Übernachtungen gäbe, wenn man mit einem Hostel zufrieden ist (meiner Erfahrung nach ist russische Hostelstandard, sofern man nicht die allerbilligsten nimmt, sowieso unübertroffen).

Kilian

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 10.02.20 16:27

Vielen Dank für Deine Erfahrungen. Hört sich ja ganz gut an :-)

Meine letzte und bisher einzige Einreise nach Russland liegt 11 Jahre zurück, da kann ich mich nicht mehr so genau dran erinnern und in der Zeit wird sich auch einiges geändert haben.
In die USA bin ich bisher 5x eingereist und habe es bis jetzt jedes mal sehr entspannt gefunden. Zusammen mit dem einfachen ESTA-Verfahren eine angenehme Sache. Der Immigration Officer fragt in der Tat nach dem Reisezweck und lässt sich auch schon mal den Rückflug zeigen damit er die entsprechende Aufenthaltsdauer in den Pass stempeln kann. Aber immer kurz und freundlich. Habe nie mehr als eine Stunde von der Landung bis zum Leihwagen gebraucht.

Gruß
Carsten

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: GeorgeOWC

Datum: 10.02.20 19:17

Carsten Frank schrieb:
Vielen Dank für Deine Erfahrungen. Hört sich ja ganz gut an :-)

Meine letzte und bisher einzige Einreise nach Russland liegt 11 Jahre zurück, da kann ich mich nicht mehr so genau dran erinnern und in der Zeit wird sich auch einiges geändert haben.
In die USA bin ich bisher 5x eingereist und habe es bis jetzt jedes mal sehr entspannt gefunden. Zusammen mit dem einfachen ESTA-Verfahren eine angenehme Sache. Der Immigration Officer fragt in der Tat nach dem Reisezweck und lässt sich auch schon mal den Rückflug zeigen damit er die entsprechende Aufenthaltsdauer in den Pass stempeln kann. Aber immer kurz und freundlich. Habe nie mehr als eine Stunde von der Landung bis zum Leihwagen gebraucht.

Gruß
Carsten
Mein Rekord von Landung bis zum Leihwagen war da weit unter einer Stunde - natürlich ohne ESTA.
Das große Problem war genau mit Essen. Supermarkt zu besuchen und dort einzukaufen ist nicht unbedingt das Beste.
Supermärkte, die auch brauchbar sind (z.B. Tader's Joe) sind nicht so leicht zu finden.

Was mich betrifft: tatsächlich, man fühlt sich in beiden Länder entspannt.
Es kann leider hinter Lenkrad auch betrügerisch werden.

Die Tankstellen, wo man richtigen Espresso "auftanken" kann sind leider in USA noch selten, da hat Rußland deutlich Vorteil.
Nach Paar Stunden auch Espresso hilft nicht, 4000 Rbl Hotel ist deutlich günstiger, als Blechschaden.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 10.02.20 21:04

Nailik schrieb:
kaufhalle schrieb:
m1999 schrieb:
Zitat
Der Preis kann so auch nicht stimmen, das kostet wesentlich mehr.
Am Beispieldatum 27. März 2020 gibt es ein oberes Bett im Zug 26 (Moskva Okt. 21:50 - SPB Gl. 06:06) im Kupe sogar bereits ab 1399 RUB, nach aktuellem Wechselkurs gerade einmal 19,93 EUR.
Und wie lange hast Du gebraucht, um ein Datum für diesen Dumpingpreis zu finden?
Diesen Preis bekommt man sogar, wenn man jetzt für heute abend bucht!

Abgesehen von Moskau halte ich Russland ohnehin für ein günstiges Reiseland, zumindest für Westeuropäer*innen (damit meine ich jetzt inkl. Deutschland und, obwohl sicher nicht in Westeuropa gelegen, Österreich.)

Günstig nicht, aber es hat sich wohl wirklich was verschoben. Ich war zuletzt wohl in einer ausgeprägten Rubelstützungsphase dort, und in einem PGT (Siedlung städtischen Typs, also noch nicht mal Stadt) 70 Euro für ein Einzelzimmer (natürlich ohne Frühstück) zahlen zu müssen, fand ich schon ziemlich heftig. Der Rubel hat seitdem deutlich nachgegeben, das hat dann wohl nur begrenzt auf die Binnenpreise durchgeschlagen (ist in der Ukraine auch so).

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: tkautzor

Datum: 10.02.20 22:26

Carsten Frank schrieb:
Vielen Dank für Deine Erfahrungen. Hört sich ja ganz gut an :-)

Meine letzte und bisher einzige Einreise nach Russland liegt 11 Jahre zurück, da kann ich mich nicht mehr so genau dran erinnern und in der Zeit wird sich auch einiges geändert haben.
In die USA bin ich bisher 5x eingereist und habe es bis jetzt jedes mal sehr entspannt gefunden. Zusammen mit dem einfachen ESTA-Verfahren eine angenehme Sache. Der Immigration Officer fragt in der Tat nach dem Reisezweck und lässt sich auch schon mal den Rückflug zeigen damit er die entsprechende Aufenthaltsdauer in den Pass stempeln kann. Aber immer kurz und freundlich. Habe nie mehr als eine Stunde von der Landung bis zum Leihwagen gebraucht.

Gruß
Carsten
Ich bin schon über 50x in die USA eingereist, die Erfahrungen reichen unterschiedlich von kaum Wartezeit und überhaupt keiner Frage gestellt bis mehrere Stunden mit Familie in der Secondary Inspection verbracht. Allerdings errinert man sich meist eher an die schlechten Erfahrungen, sodas ich mir das heute seit Trump an der Macht ist und wir nicht-US-Bürger noch mehr als Untertahnen angesehen sind nicht mehr besonders antun wollen.

Die wenigen Male die ich in Rusland war gab es bei der Einreise nie gross Fragen oder irgenwelche Probleme, die gab es ausser in Moskau immer bei der Ausreise (z.B. in Krasnodar, Rostov oder Nizhni Novgorod), weil mir angeblich irgend ein Formular oder Stempel fehlte. Es wurde einem dann klar gemacht das man entweder einige Geldscheine in den Pass legen sollte oder man würde solange aufgehalten bis der Flug weg war.

Gruss, Thomas.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: m1999

Datum: 10.02.20 22:36

Wann war das? In den letzten Jahren ist derart offene und unverschämte Nötigung von westlichen Ausländern eigentlich in der ganzen ehemaligen Sowjetunion erheblich seltener geworden...

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: tkautzor

Datum: 10.02.20 22:40

Das letzte Mal 2009, es ist schön wenn sich das geändert hat.

Gruss, Thomas.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: GeorgeOWC

Datum: 11.02.20 00:16

tkautzor schrieb:
Das letzte Mal 2009, es ist schön wenn sich das geändert hat.

Gruss, Thomas.
die Situation mit Korruption ist in UA-BY-RU deutlich besser, Kompetenz nicht unbedingt.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: GeorgeOWC

Datum: 11.02.20 00:21

m1999 schrieb:
Wann war das? In den letzten Jahren ist derart offene und unverschämte Nötigung von westlichen Ausländern eigentlich in der ganzen ehemaligen Sowjetunion erheblich seltener geworden...
Stimme zu, so um 2010 - 2015 Wessi Reisepass + Moskauer Mundart = Probleme beim Zoll in Ukraine.
Seit ca. 2016 - 2017 und besonders jetzt deutlich verbessert.

BY: war nie Problem.
RU: die wollten immer bei mir wissen, ob ich Alkohol genommen habe oder nicht. Die Grenze ist, wie auch in Polen oder Ungarn 0.00% also klar.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: Tanzkeks

Datum: 11.02.20 08:38

tkautzor schrieb:
Die wenigen Male die ich in Rusland war gab es bei der Einreise nie gross Fragen oder irgenwelche Probleme, die gab es ausser in Moskau immer bei der Ausreise (z.B. in Krasnodar, Rostov oder Nizhni Novgorod), weil mir angeblich irgend ein Formular oder Stempel fehlte. Es wurde einem dann klar gemacht das man entweder einige Geldscheine in den Pass legen sollte oder man würde solange aufgehalten bis der Flug weg war.
Meine Erfahrung ist eher, dass ich, egal wo, meinen Pass direkt zurückbekommen habe, wenn da irgendwas drin war (irgendwelche Papiere etc., inkl. Migrationskarte). Mit der Aufforderung, den Pass aus der Hülle zu nehmen und die Papiere daraus zu entfernen und die Migrationskarte separat zu reichen. Der Grenzer hat den Pass nicht mal angefasst in so einem Fall. Und das war so in Sankt Petersburg (Flughafen und Allegro), in Moskau (DME und SVO), in Krasnodar und auch an diversen Kontrollpunkten in Kaliningrad.

Das einzige Mal, wo ich Probleme hatte, wegen fehlender Stempel etc., war mal vor ein paar Jahren bei der Ausreise aus Kaliningrad mit dem Bus, nachdem ich zuvor (unwissentlich illegal) mit dem Flugzeug aus Minsk eingereist war, als diese @#$%& mit der Grenze zwischen BY und RU anfing. Zahlen musste ich nichts, weder offiziell gegen Beleg noch inoffiziell quittungslos. Auch keine Drohungen, dass man mich aufhalten werde, bis mein Bus ohne mich weitergefahren wäre. Lediglich eine Ermahnung gab es, das nicht nochmal zu tun, und dann kam auch schon der Ausreisestempel in den Pass. Und es ging wohl auch weniger um die "illegale" Einreise selbst, als dass die Dame zunächst dachte, dass ich die für mein Visum zulässige Aufenthaltsdauer von 90 Tagen in RU überschritten hätte, da ich zuvor regelmäßig über BY mit der Bahn gefahren bin.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 08:41.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: warakorn

Datum: 11.02.20 09:08

Zitat
Die Hotelpreise teilweise in SPB und generell in Moskau sind kaum akzeptabel.
Vergleiche mal die Hotelpreise in Moskau vor 15 Jahren mit Heute. Vor 15 Jahren war es fast unmöglich, freie Zimmer zu erhalten - von den US Dollar Preisen möchte ich gar nicht sprechen. Juri Luschkow sei Dank, der wohl mit den Hotelbesitzern in der Zeit beste Beziehungen pflegte.

Außerhalb von irgendwelchen Megamessen und Events findet man in Moskau Heute ein gutes Vier-Sterne Hotel für angenehme EUR 70/80 die Nacht. Das ist völlig ok.

Als überzogen finde ich die Preise derzeit in Kiev. Auch das (bei uns) sehr beliebte 2-Sterne Hotel Ibis am Kiev Hauptbahnhof will auch oft EUR 90/100 die Nacht.

Re: Warten wir es doch mal ab

geschrieben von: GeorgeOWC

Datum: 12.02.20 08:47

Tanzkeks schrieb:
Das einzige Mal, wo ich Probleme hatte, wegen fehlender Stempel etc., war mal vor ein paar Jahren bei der Ausreise aus Kaliningrad mit dem Bus, nachdem ich zuvor (unwissentlich illegal) mit dem Flugzeug aus Minsk eingereist war, als diese @#$%& mit der Grenze zwischen BY und RU anfing.
Ich habe mehr Glück gehabt - mit PKW nach Smolensk gekommen via Mstsislav - Schipy - Tscherepowo.
Kein Schwein war da, wußte ich auch nicht das es verboten sei (September 2016).
Wagen in Moskau geblieben, Ausreise mit SQ Richtung Houston, genauso zurück.
Bin Flugverweigerer, von DME gibt's leider kein Zug oder Straße nach Houston.

Auf dem Rückweg ich wußte schon das es Probleme geben kann. Von RU kommend schon in BY U-turn.
FSB hat mir einen entschiedenen und deutlichen "JAIN!!!" gesagt. Viel klüger bin nicht geworden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 08:48.