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In diesem Reisebericht möchte ich Euch gerne mitnehmen auf die diesjährige Weihnachtsreise, immer der Wärme entgegen (und auch wieder zurück). Dabei ging es dieses Mal ein wenig unentspannter durch Frankreich und Spanien und zuletzt bis auf die Kanarischen Inseln.

Und das erstaunliche, eigentlich erfreuliche ist, auch andere User kamen oder kommen auf diese Idee :) Da wir aber eine andere Strecke gefahren sind, möchte ich den Reisebericht dennoch veröffentlichen.

Die Planung sah vor über Weihnachten in den lang ersehnten Urlaub im warmen Spanien zu fahren..und da ich großer Fan der spanischen Bahnen bin (die sehr wohl viele Ecken und Kannten haben) auch natürlich mit dem Zug. Die Tour war mit reichlichen Reserven geplant und auch wo anfangs über den beginnenden Streik in Frankreich in den Medien berichtet wurde, war ich ganz entspannt.

Nachdem der Streik dann aber gar nicht wieder ans Aufhören dachte, schaute ich dann doch einmal mehr, wie das ganze passend gemacht wird. Von früher wusste ich noch, dass auf einer Internetseite die auf den Namen Infolignes (oder ähnlich) bei Streik garantierte Züge aufgelistet waren. Der Haken ist jedoch, dass diese Internetseite abgeschafft wurde und damit leider auch die für mich sehr praktische Übersicht.

Hintergrund ist, dass in Frankreich, auch bei Streik ein sehr dürftiges Mindestangebot aufrecht erhalten werden muss. Nun jedoch war der Clou raus zu bekommen welche Züge den die aufrecht erhaltenen sein würden.

Also habe ich mehrere Tage hintereinander jeden Tag eine Abfrage gemacht, welche Züge denn fahren würden.

Der gebuchte ICE um 11:32 Uhr schien relativ sicher. Es sollte sich jedoch heraus stellen, dass die 7:52 Uhr Verbindung von Paris nach Hendaye jeden Tag gefahren war und meine gebuchte um 15:52 Uhr jeweils nur bis Bordeaux fuhr. Von da würde es dann einen TER bis Dax geben und für das letzte Stück einen Ersatzbus. Die Sache mit dem Ersatzbus war mir jedoch zu Heikel, da ich nicht Abends gegen 22 Uhr im streikenden Frankreich stranden wollte.

Die SNCF hatte sich jedoch zwischenzeitlich den Spaß ausgedacht, sobald der Streik verlängert wurde erstmal für die kommenden Tage sämtliche (Betonung liegt auf sämtliche) Züge aus dem Verkauf zu nehmen und dann erst wieder frei zu geben wenn die garantierten Verbindungen feststanden.

Somit entschied ich mich der SNCF zuvor zu kommen und habe die OUI-Fahrkarte eben gegen Gebühr storniert und neu auf die vermutlich garantierten Züge gebucht.

Einige Tage später sollte sich zeigen, dass ich einen „Lottosechser“ haben würde, denn ich erhielt ein E-Mail das meine nun gebuchte Verbindung garantiert sei und meine Reise wie geplant stattfinden würde: Erleichterung machte sich breit.

Am 17 Dezember sollte es nun also los gehen: Erst mit einen Bummelzug gen Hamburg, von da mit dem ICE nach Karlsruhe. Dieses Mal sogar mit dem noch recht neuen ICE 4, für den sich meine Begeisterung doch arg in Grenzen hält.

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Im recht gut gefüllten ICE ging es Karlsruhe entgegen.

Der Umstieg in Karlsruhe war mit 20 Minuten recht schmal kalkuliert und ich hoffte wirklich, dass alles klappen würde, aber wir kamen recht pünktlich an und erfreut sah ich, dass es wirklich nach Paris gehen sollte:
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In Karlsruhe begegnete uns dann noch ein anderer Herr aus Hamburg, der allerdings nach Cherbourg wollte. In den Gesichtern am Bahnsteig machte sich Erleichterung breit als wirklich ein Zug nach Paris einfuhr.

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Die Fahrt nach Paris verlief unspektakulär, bis auf das mir der Straßburger Bahnhof extrem leer vorkam. Ein eigenartiges Gefühl machte sich breit.
Da auf der Internetseite der Pariser Verkehrsbetriebe die Linie 91 so angezeigt wurde, als das jeder zweite Bus fahren würde hatte ich mich entschieden das Taxi zu stornieren, dies sollte sich als großer Fehler heraus stellen.

In Paris angekommen machte sich ein eigenartiger Eindruck breit: Keine Autos auf der Straße kaum Menschen vor dem Gare de l’Est. Die Koffer konnten wir bequem auf der Straße ziehen, da keinerlei(!) Autos unterwegs waren. Für solch eine Megastadt ein wirklich eigentümlicher Eindruck.

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Nun hieß es an der Bushaltestelle warten und warten.. aber es kam nichts. Kurz kamen zwei Busse einer anderen Linie vorbei, aber nicht der erhoffte 91er.

Das ganze gipfelte dann noch darin, das bei dem Versuch ein Taxi anzuhalten ich von hinten merkwürdig gerempelt wurde und sich jemand von hinten an mir vorbei drängelte obwohl alles frei war und mir unangenehm nah kam. Die Hosentasche fühlte sich auf einmal merkwürdig leer an. Ich entschied mich spontan die „kuschelnde“ Dame festzuhalten, fragte sie nach meinem Geldbeutel, griff ihr in den Arm und Zog aus ihrem Arm, noch mein Portmonee heraus. Ihr Gesicht war unbeschreiblich, meines wahrscheinlich zwischen Schock und Erleichterung.

Zumindest entschied sich der Taxifahrer aufgrund der Situation uns dann doch zum Gare de Montparnasse zu fahren. Er erklärte während der Fahrt das an diesem Tag nicht nur SNCF und RATP streiken würden, sondern es ein Generalstreik sei, weshalb die Situation noch einmal eine andere sei.

Am Montparnasse-Bahnhof angekommen und mit hängender Zunge schafften wir dann wie durch ein Wunder noch den Zug nach Bordeaux. Erleichterung!

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Doch statt der erwarteten Massen, war es eine sehr angenehme Fahrt. Und ich muss zugeben, ich war selten so erleichtert, Paris hinter mir zu lassen!

In rasanter Fahrt ging es in gut zwei Stunden nach Bordeaux. Das Hotel lag in Bahnhofsnähe und war überraschend gut.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 07:23.
Die vorherigen Tage waren die Öffis in Bordeaux normal gefahren, leider, aufgrund des Generalstreiks, sollten die letzten Straßenbahnen jedoch um 20:30 von Ihren Endstationen zur letzten Tour aufbrechen und „nur“ im 10 Minuten-Takt fahren (was in Deutschland leider ja eher der Normalzustand ist).

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Fährt recht normal, die Tram in Bordeaux. Hier an der Stadtion vor dem Bahnhof.

Für einen kurzen Abstecher zum Weihnachtsmarkt sollte es jedoch reichen. Und auch wenn ich nicht der begnadetste Fotograf bin (also gar nicht), möchte ich gerne auch ein paar Worte zur Straßenbahn verlieren.

Die Besonderheit der dortigen Tram ist nämlich, dass diese in der Innenstadt ohne Strom fährt. Das ist zwar mittlerweile schon nicht mehr ganz so besonders, allerdings geschieht das Ganze in Bordeaux über eine Stromschiene(!). Diese wird nur Abschnittsweise aufgeschalten und zwar nur dann wenn der bestrichene Bereich komplett von einem Zug bedeckt ist. Das Konstrukt schaut so aus:

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Die Stadt ist ganz schön geschmückt, ich bin aber was französische Weihnachtsmärkte betrifft wohl zu sehr vom Elsass verwöhnt. Auch war Bordeaux nicht so ganz mein Fall, das ist aber sicher Geschmackssache: Auf mich machte die Stadt einen abweisenden Eindruck.

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.. was nichts daran ändert, das ich bei dem Anblick nur dahinschmelzen konnte.

Neu war, dass man beim Betreten des Weihnachtsmarktes sich von der Security abtasten lassen musste. Nach den jüngeren Ereignissen in Frankreich allerdings sicher auch ein wenig nachzuvollziehen. Wobei ob ein abgeriegelter Weihnachtsmarkt mit festen Seitenzäunen (und damit ja versperrten Fluchtmöglichkeiten) der richtige Weg ist, darf man dann auch gerne anzweifeln.

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Am Bahnhof verschlug es zu Mc Donalds und mir fiel noch der recht schön eingerichtete Warteraum auf, bevor es ins Hotel ging:
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Mit essen spielt man nicht.. naja vielleicht ja mit der Überraschung?
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Endlich sollte es nun nach Spanien gehen! Von Bordeaux ist es eigentlich nur ein Katzensprung, jedoch sollte heute nur ein einziger TGV verkehren (zum Glück unser) und die Freude ihn auf der Anzeige zu sehen, war groß.

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Seit neuestem gibt es Zugangssperren in Frankreich

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Unser Zug fährt ein.

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.. und ist heute wesentlich besser gefüllt aus Paris als am Vortag

Das Wetter wird besser und die Landschaft lieblicher.. Aufnahmen aus dem geschlossenen Zugfenster sind ja nicht wirklich schön, aber dennoch:
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Endlich in Hendaye an der spanischen Grenze angekommen!

Früher (also bis vor wenigen Jahren) sind die TGVs bis ins spanische Irun gefahren, dann jedoch leer zurück nach Hendaye. Die spanischen Züge der Renfe hingegen bis nach Hendaye und leer zurück nach Irun. Ein Relikt vergangener Tage, alter Verträge und Zeiten in denen es noch geschlossene Grenzen gab. Inzwischen fahren die französischen Züge jedoch nur noch bis Hendaye und nur selten verirrt sich ein spanischer Fernzug noch nach Irun, die meisten enden derzeit in San Sebastian. Der Grund auf der spanischen Seite sind jedoch Bauarbeiten. Die sollen dann dazu führen, das der TGV mal bis San Sebastian fahren kann.. wollen wir hoffen, das es dann auch so kommt!

Neben dem Normalspur (SNCF), der zusätzlich für die Renfe über Breitspur* verfügt lieft die Schmalspur-Station der Euskotren.

*Um feindlichen Invasionen zuvor zukommen wurde in Spanien bewusst eine andere Spurweite gewählt. Später entschied man sich die neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken in Normalspur anzulegen.

Derzeit wird die Euskotren-Station jedoch umgebaut, dass heißt sie wurde weggerissen und wird neu und vor allem zweigleisig wieder aufgebaut. Ein provisorischer Bahnhof entstand hinter der Station, wo die Bautätigkeit stattfindet.

Hier ein Bild der Situation, rechts neben der Straße die die Rampe rauf führt lag mal die Euskotren-Station. Das Foto entstand jedoch auf dem Rückweg.
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Wir hatten in Irun reserviert und somit stand noch eine kurze Fahrt mit der Euskotren an, das Ticket ging vor Ort zu kaufen.

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Die Züge sind, wie in Spanien üblich, angenehm modern und auch schön hell.

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Die Grenzbrücke nach Spanien wird passiert

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Spuren der Globalisierung (wobei mehr Güterverkehr auf der Schiene gerade in Spanien ein echter Gewinn wäre!)

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Die Werbung auf dem Plakat weiß (zumindest mir) da schon besser zu gefallen.

Da die Ankunft nun nicht wie ursprünglich geplant am Abend, sondern Mittags war, blieb Zeit für eine Besichtigung von San Sebstian (oder auf baskisch: Donostia). Die Zugdichte zwischen Irun und San Sebastian ist sehr dicht, alle 15 Minuten fährt ein Zug von Irun, alle 30 Minuten wird dieser nach Hendaye verlängert. Innerhalb von San Sebastian kommt noch eine weitere Linie hinzu, sodass auf dem städtischen Abschnitt ein 7,5 Minuten-Takt entsteht, weshalb die „Topo“ genannte Verbindung eine Zeit lang auch Metro Donostialdea genannt wurde, der Begriff konnte sich aber nie richtig durchsetzen.

Die Fahrt von Irun nach San Sebastian ist eigentlich mit den Breitspur S-Bahnen der Renfe (auf Spanisch Cercanias, bzw. baskisch Aldiriak) schneller zu bewältigen und der Bahnhof liegt ein wenig besser, der Takt dort jedoch deutlich dünner und momentan aufgrund der Bauarbeiten nochmals ausgedünnt. Überhaupt verlaufen beide Strecken auf weiten Teilen weitesgehend parallel. So liegen die Stationen bei unserem Hotel Bentak im Fall von Euskotren, Ventas im Fall von Renfe eigentlich nebeneinander, die Zugänge sind jedoch so angeordnet das ein Umstieg mehr als 10 Minuten erfordern würde. Seit dem jüngsten Umbau der Renfe-Station sind die Wege nochmal weiter geworden.

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„Unser“ Zug fährt in den Bahnhof Bentak ein. Trotz dichtem Takt sind weite Teile der Strecke eingleisig und die Pünktlichkeit gut.

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Der Bahnhof Amara in San Sebastian ist ein wichtiger Knotenpunkt für die Euskotren-Züge

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Auch die Bahnhofshalle präsentiert sich ansprechend.

Inzwischen sind über den Verkehrsverbund Mugi ermäßigte Umstiege von Bus auf Zug möglich. Wie in Spanien oft üblich gibt es keine Tageskarten nach deutschem Muster, die Fahrkarten sind aber dennoch (für den deutschen Geldbeutel) äußerst erschwinglich, weshalb das keine große Rolle spielt.

Im Mugi Tarifsystem wird bei einem Umstieg von Zug auf Bus der teurere Teil der Strecke voll bezahlt, auf den günstigeren Teil egal ob Zug oder Bus ein 25%iger Nachlass gewährt. Der voll bezahlte Teil wird dabei bereits rabattiert und zwar je nach Nutzung bzw. Aufladung der Karte.

Bei Bar oder Kartenzahlung wird der ohnehin höhere Barpreis berechnet, seit neustem kann man in den Stadtbussen in San Sebastian auch mit Kreditkarte zahlen.

Anbei möchte ich noch ein paar Eindrücke dieser schönen Stadt zeigen.

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Solche Grafittis sind zwar seltener geworden, sind dennoch in der Region weit verbreitet

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Lebendige Einkaufsstaße

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Mit dem Wetter hatten wir echt Glück gehabt

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Ausblick auf den Stadtstrand

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Hier noch einmal aus anderer Perspektive

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Das Kurhaus, hier finden heute häufig Konzerte statt

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Alles ist sehr gepflegt

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Impressionen der Stadt

Nach einem wirklich leckeren Abendessen sollte es morgen über Madrid weiter nach Sevilla gehen
Für den Abschnitt nach Madrid habe ich ausnahmsweise den Bus gebucht.

Während ich in Deutschland um den hiesigen grünen Riesen gerne einen Bogen mache, greife ich in Spanien ab und an schon gerne mal auf die Konkurrenz zurück.

Grund war in diesem Fall das in dem Premium-Bus ein Frühstück gereicht werden sollte und ein wesentlich früherer Zug nach Sevilla erreicht wird, in dem ebenfalls eine volle Mahlzeit gereicht wird.

Der Zug nach (Madrid-)Charmartin braucht leider länger als der Bus und es würde kein Frühstück geben. Zudem ist in den Zügen die Verpflegungsmöglichkeit sofern keine erste Klasse gebucht wurde im Zug leider nicht üppig. Zudem hatte mich das hoch gepriesene VIP-Produkt der Gummi-Konkurrenz einmal interessiert.

Tatsächlich war es ganz okay, ich würde nächstes Mal aber den Zug bevorzugen.

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Inkludiertes Frühstück im Reisebus, war nett.. aber auch nichts überwältigendes

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Ankunft am Flughafen Barajas in Madrid.

Ich hatte bei der Buchung entscheiden, das es gescheiter sei am Flughafen auszusteigen. Grund ist, dass von dort eine durchgehende Cercanias-Verbindung zum Bahnhof Atocha besteht. Zudem ist diese in Verbindung mit einer AVE-Fahrkarte drei Stunden vor der Abfahrt kostenlos nutzbar. Wären wir bis zum Avenida America-Busbahnhof gereist hätten wir die Metro nehmen, zudem umsteigen und noch eine aufladbare Wertkarte erwerben müssen.

Ganz brav holte ich die Combinado Cercanias genannten Fahrkarten für die Fahrt nach Atocha am Automaten ab. Der Renfe-Mitarbeiter erklärte mir anschließend, dass dies seit neustem gar nicht mehr gemacht werden muss. Am Drehkreuz hat es jetzt ein Lesegerät, wo man das AVE-Ticket auch für die Cercania scannen lassen kann, das umständliche separate Abholen entfällt. Muy bien!

Apropos.. die Magnetkarten werden abgeschafft und auf kontaktlose Fahrkarten umgestellt, die dann allerdings zu erwerben sein sollen. Warum man nicht einfach den QR-Code Leser den man nun eh installiert verwendet ist mir ein Rätsel. Dann bräuchte man keine „Renfe y tu“ Karte erwerben. Auf die Verbund-Karten können die Einzelfahrten leider auch nicht geladen werden.

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Die S-Bahn steht schon bereit

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Moderne Bürogebäude am Bahnhof Charmartin

Der Bahnhof von (Madrid-)Charmartin entstand zur damaligen Fußballmeisterschaft 1982 und galt seinerzeit als Vorzeige-Bahnhof. Wurde jedoch mit Eröffnung der AVE-Strecke nach Sevilla und Einweihung des Bahnhofs Atocha als solcher abgelöst. Die Fernzüge in den Norden des Landes beginnen und enden in Charmartin, die in den Süden in Atocha. Nur einige wenige Züge (jedoch keine AVE) nutzen die (Breitspur) S-Bahn Gleise und verbinden einige Destinationen. Es finden derzeit Bauarbeiten statt um mehr durchgehende Züge zu ermöglichen.

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In Atocha angekommen war zum Glück Zeit für eine Cola im herrlichen Wäldchen eingeplant. Dieser Bahnhof begeistert mich immer wieder aufs Neue. Hier und dort müsste aber auch mal wieder etwas gemacht werden.

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Um 15 Uhr sollte es mit dem AVE dann gen Sevilla gehen. Vorher heißt es Tickets vom Mitarbeiter der ADIF (Infrastukturbetreiber) scannen lassen, Gepäck durchleuchten lassen und dann noch einmal Tickets vom Renfe Mitarbeiter scannen lassen. Zumindest einen der beiden Scanprozesse könnte man eigentlich gut einsparen.

Auch kommt man mit dem Promo-Ticket leider nicht mehr in den Sala Club, mit dem Promo+ Ticket hingegen schon (oder noch? Nicht das man sich da die DB zum Vorbild nimmt)

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Beim Buchen hatte ich leider nicht aufgepasst und statt mit meinem geliebten „Pato“ sollte es mit einem der älteren AVE, die auf dem TGV basieren, nach Sevilla gehen. Mit diesen Zügen hatte ich schon öfter von Frankreich nach Barcelona das Vergnügen und finde die Modernisierung nur bedingt geglückt. Die Sitze sind auf längeren Strecken unbequem und es hat reichlich Wandplätze.

Zudem werden die Sitze nicht, wie in Spanien üblich, in Fahrtrichtung gedreht.

Da ich nicht gerne rückwärts fahre, spielt mir das in die Karten. Erst recht seit Renfe im Promo und Promo+ Tarif keine Sitzplatzwahl mehr zulässt, noch nicht einmal ob Fenster oder Tisch (eine „tolle“ Idee).

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Leider hatten wir einen Wandplatz erwischt. Essenstechnisch sollte es Spinat geben, nicht unbedingt meins. Anders als im Thalys, Eurostar oder auch bei den meisten Airlines gilt bei Renfe das Motto „friss oder stirb“ eine alternative Wahl gibt es nicht. Man kann aber bei der Ticketbuchung Unverträglichkeiten angeben oder ein Spezialessen auswählen.

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Sah dann aber doch ganz gut aus.
In der Tasse befindet sich übrigens die im Menü offerierte Suppe. Im tschechischen Speisewagen habe ich schon deutlich besser gegessen.. Aber es war doch wider erwarten lecker und ist für mich auch noch immer ein großer Mehrwert der ersten Klasse.

Leider kann in der zweiten Klasse in spanischen Zügen kein vergleichbares Gericht erworben werden, das Angebot ist dort sehr dürftig.
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Die Landschaft aus dem Zugfenster wird zunehmend frühlingshafter. Leider ist es heute sehr verregnet.

Nach kurzweiliger Fahrt hat mich (und meine Begleitung) die wunderschöne Stadt Sevilla wieder.

Verkehrstechnisch ist Sevilla jedoch ein Kuriosum.. Es gibt eine Metrolinie, die jedoch weder den wichtigsten Busbahnhof (Plaza de Armas), den Flughafen, noch den wichtigsten Bahnhof (Santa Justa) erreicht. Auch gibt es am Bahnhof keine gut sichtbare Möglichkeit Wertkarten für die Öffis zu erwerben.

Wir haben dass dann so gelöst, dass wir die Gratis-Fahrt der Cercania für eine Station nach San Bernardo genutzt haben, die Straßenbahn für eine Station genutzt haben um dann am anderen Busbahnhof am Prado San Sebastian am Schalter des Verkehrsunternehmens die Wertkarte zu erwerben (hätte ich die beim letzten Mal bloß aufgehoben!). Der Rabat ist erheblich, so ist dieser ca. 50% und im Gegensatz zum Zahlen beim Fahrer das umgestiegen werden, sonst heißt es jedes Mal neu zahlen.

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Nächtliches Sevilla

In Sevilla sind wir zwei Nächte geblieben, dieses Mal wurde auch in ein Hotel in der Altstadt investiert. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit, aber das extrem leckere Abendessen machte das wieder wett.

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Rausgeputzt hat man die Stadt dennoch für die Festtage

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Was macht man dann so in Sevilla? Ich hatte Tickets für die königlichen Gemächer im Alcazar erstanden (dort sind leider keine Fotos erlaubt) und ansonsten hat die Altstadt mehr als genug herrliche Geschäfte zu bieten.
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Mit dem Regionalzug sollte es heute nach Huelva gehen.

Auf der Strecke zwischen Sevilla (690.000 Einwohner) und Huelva (144.000 Einwohner) verkehren nur drei Züge am Tag. Auf einem Teil der Strecke, welcher vor einigen Jahren modernisiert wurde verkehrt seitdem stündlich die Cercania bis Benacazón. Ebenso verkehrt über die Strecke noch einmal täglich der direkte Alvia-Zug von Huelva über Cordoba nach Madrid. Dieser legt aber keinen Halt in Sevilla ein.

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Einfahrt für unseren „Media Distancia“. Eigentlich eine Art InterRegio oder RegionalExpress, die Blechelse übersetzte es im Zug mit Commuter Train..

Der Zug war im Übrigen verkehrt herum gereiht, kommt also auch in Spanien vor. Da in Andalusien Reservierungspflicht im Nahverkehr bei so ziemlich allem was keine Cercania ist gilt, durchaus erwähnenswert. Da der Zug mit Rund zehn Fahrgästen besetzt war, war es dann dennoch sehr bequem. Aber ob sich die Strecke rechnet?

Bis vor kurzem hatte Huelva einen schönen alten Bahnhof im arabischen Stil, der zentral und fußläufig zum Busbahnhof lag. Leider hat man die Strecke verkürzt und einen modernen, zweckmäßigen Neubau, der fähig sein soll in Huelva den AVE halten zu lassen, gebaut. Zwischenzeitlich wurde jedoch der Bau einer AVE-Strecke verworfen, was zu Protesten führte, sodass das Thema wieder diskutiert wird. Bei der Fülle des derzeitigen Angebots (und auch dem Streckenzustand westlich von Benacazón) kann man sich aber über den Sinn des Neubaus streiten. Die Strecke in den Norden von Huelva, Richtung Zafra wird nur noch an Wochenenden im Personenverkehr bedient. So könnte man auf der anderen Hand den Neubau als „gutes Zeichen“ sehen.

Der Shuttlebus zur Fähre fährt jedoch vom Busbahnhof ab (der deutlich mehr Fernverbindungen als der Bahnof hat), sodass wir noch ein kurzes Stück mit dem Stadtbus gefahren sind.

Vom Busbahnhof ging es dann mit dem Gratis-Zubringerbus direkt zur Fähre des deutschen Unternehmens Förde Reederei Seetouristik, die vorher bereits einige Katamaran-Verbindungen in der Straße von Gibraltar anboten.

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An der Aufschrift „Armas“ sollte man sich nicht stören. FRS chartert das Schiff und die Crew von Armas, welche die Strecke früher betrieb. Armas hat sich vor jüngster Zeit die eigentlich größere Trasmediterranea einverleibt und musste ein paar Auflagen des spanischen Kartellamts erfüllen. Eine davon war, die Strecke nach Huelva abzugeben (da man die staatlich geförderte und wohl dadurch lukrativere Strecke von Cadiz selber behalten wollte). Die Lösung ist nun das FRS das Schiff und die Crew von Armas chartert. und im Zuge der Übernahme der Reederei Trasmediteranea abgeben musste, das Unternehmen unterhält aber noch die Strecke von Cadiz.

Von Huelva gelangt man allerdings zwischenzeitlich auch mit Fred.Olsen Express&Balearia zweimal wöchentlich auf die Kanaren. Cadiz mitgerechnet legen somit vier Mal die Woche inzwischen Kanaren-Fähren auf dem Festland ab, somit hat sich das Angebot in den letzten Jahren von einmal wöchentlich auf inzwischen viermal die Woche inzwischen vervierfacht.


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Das Schiff, das uns auf die Kanaren bringen sollte, die Volcan del Teide

Interessanterweise gab es nach dem an Bord gehen über die „Hühnerleiter“ eine Rolltreppe auf den Schiff, welche alle Gäste ohne Fahrzeug auf die oberen Decks transportierte.

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Nett geschmückt ist ja

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Da eine Kabine gebucht war, sind die Mahlzeiten an Bord kostenfrei mit bei. Das Essen war sehr lecker, manchmal hätte das Essen aber ein wenig wärmer sein können.

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Auf dem Weg Richtung Gran Canaria machte das Bot noch in Lanzarote fest, hier kurz nach der Weiterfahrt.

An Bord war die am meisten vertretene Sprache tatsächlich deutsch(!). Darunter auch ein paar junge Schweizerinnen, die mit Flixbus nach Spanien gekommen waren und lautstark telefonierten wie wenig CO2 sie verursacht hätten.. Ob ich Ihnen hätte sagen sollen, dass Schiffe noch zum Teil weit mehr CO2 ausstoßen, wie Flugzeuge?

Allerdings: Die neue Olsen-Fähre fährt allerdings mit einem neuartigen Gasantrieb und gilt, zumindest der PR-Abteilung nach, als sehr umweltfreundlich.

Da Olsen jedoch Anfang Dezember einfach mal die Verkehrstage komplett geändert hatte und zum Teil um mehrere Tage geschoben hat, war ich zumindest in diesem Fall froh, nicht dort gebucht zu haben.

Noch eine andere Anekdote: Während der Überfahrt gab es zu jedem Getränk an der Bar einen kanarischen Weihnachtskuchen geschenkt. Die Dinger krümeln derart, dass ich es nie geschafft habe, sie heil essen zu können.

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Ankunft am neuen, sehr modernen, Nelson Mandela-Terminal in Las Palmas

Das Terminal ist leider noch nicht ganz fertig, weshalb wir für gefühlt 5 Meter (vielleicht waren es auch 10) mit einem Shuttlebus gefahren wurden um „sicher“ die Autoverladung zu überqueren. Ich vermute versicherungsrechtliche Gründe. Aber der Shuttle zum Busbahnhof stand schon bereit, zusammen mit dem Gepäck.

Die Mitarbeiter haben für jeden Gast die Nummer vom Koffer mit der auf dem Abholschein abgeglichen. Sehr löbich!

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Auf Gran Canaria sind wir zwei Nächte geblieben. Der Tag auf der Insel wurde für einen Ausflug nach Tejeda genutzt, was sich wirklich lohnte. Oben im Ort habe ich eines der besten Kaninchen in einem Restaurant serviert bekommen, das ich je gegessen habe. Aber auch die Fahrt nach Tejeda an sich war bereits ein Erlebnis.

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Am nächsten Tag ging es dann mit der angeblich größten und modernsten Katamaran-Fähre der Welt, der Volcan de Tagoro in schneller Fahrt nach Teneriffa

Wie es auch sei, das Schiff ist wirklich sehr schön geworden und erfreulicher Weise darf man sogar auf das Aussendeck, wo es Sitzmöglichkeiten gibt.

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Eine Rolltreppe gab es hier nicht, die Fahrt war dennoch kurzweilig. Nur das Seranno-Schinken Brötchen, das im Toaster plattgewalzt wurde war nicht wirklich das Gelbe vom Ei.

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Vom Hafen war es eine kurze Fahrt mit dem Stadtbus zum Busbahnhof (Intercambiador) in Santa Cruz de Tenerife. Mit dem Bus der Linie 103 (und einer der unfreundlichsten Fahrerinnen, die ich jemals erleben musste) ging es in schneller Fahrt nach Puerto de la Cruz.

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Angekommen!
Auch der schönste Urlaub geht leider einmal vorbei und die Lust auf das winterlich kalte Deutschland sollte sich tatsächlich in Grenzen halten. Dennoch ging es am 2. Januar auf die Rückreise.

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Bei der Ankunft im Hafen sahen wir schon „unser“ Schiff die Volcan del Teide beim Anlegen in Santa Cruz de Tenerife.

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Unweigerlich hieß es also Abschied nehmen von dieser schönen Insel

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Bordkarte für die Fähre nach Huelva

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Ein letzter Blick auf Santa Cruz de Tenerife. Danach brachte mich der Begrüßungstanz des Animationsteams ein wenig aus dem Konzept.

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Malerischer Sonnenuntergang an Bord

Die Übefahrt war eigentlich auch wieder sehr angenehm. Im Internet las ich vor der Reise einige Horrorgeschichten von den Fähren auf die Kanaren, es war aber nicht wirklich viel dran. Das Schiff war modern, die Crew freundlich und das Essen sogar eigentlich sehr lecker (meine Reisebegleitung hoffte sogar wieder diesen „leckeren Krautsalat von der Hinfahrt“ essen zu können). Lediglich der Vanillepudding wurde für ekelig befunden, das war aber Geschmackssache.

Wir hatten allerdings eine Kabine gebucht und ich würde dies auch immer wieder tun.

Viele Reisende, vor allem aus dem deutschsprachigen Raum, hatten nur einen Ruhesessel gebucht. Diese werden allerdings (wie in Spanien üblich) permanent mit Filmen beschallt. Also beschlossen einige wohl die Flucht zu ergreifen und machten es sich auf Sofas bequem, was zumindest in einigen Bereich von der Crew durch Zudrücken beider Augen akzeptiert wurde.

Eine Überfahrt ohne Rückzugsort kann denke ich schon sehr lang werden.. Zumal die „öffentlichen“ Toiletten jetzt auch nicht sooo… zahlreich waren. Ein Herren-Toilettenbereich hatte sich zudem bereits komplett für diese Tour verabschiedet.

In der Kabine muss ich sagen, hätte ich persönlich gerne noch eine Sitzgelegenheit oder einen Schreibtisch gehabt. Aber das Bett war sehr bequem und es war wirklich okay.

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Das sind besagte Standard-Schlafsessel. Gibt es auch noch in gehobener Ausstattung.

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Ähnlich wie auch Zara Home Filialen (Ist das bei Zara eigentlich auch so?) werden die Armas Schiffe permanent parfümiert. Wer den Duft mag, hat Glück..

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..entweder weil man ihn freundlich erregt gleich für die Frau käuflich erwerben kann und ihr mit nach Hause nehmen, gleich zusammen mit den passenden Duftstäbchen. ..oder weil die Kabine nicht nach „Armas“ duftet. Ich fand den Duft eigentlich sehr nett, mitreisende waren wenige begeistert..

Überpünktlich mehr als eine Stunde eher als geplant erreichen wir das spanische Festland. Nachdem es die Rolltreppe runter ging war der Shuttlebus nach Huelva auch bereits im Anmarsch, auch hier war das wieder sehr gut organisiert.

Ein paar Reisende mussten den Bus dann noch kurz am Zoll verlassen, routinemäßig werden hier wohl Stichproben gemacht. Bis auf das ein paar Hunde kurz den Gepäckraum durchsuchen sollten (wohl auf Drogen) ging alles aber sehr entspannt ab.

Die verfrühte Ankunft in Huelva hatte natürlich den Vorteil, dass sich noch ein Abstecher in die Innenstadt anbot. Da war der Weihnachtsmarkt mit allem drum und dran noch in vollem Gange.

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Auch das Rathaus ist noch festlich geschmückt

In Spanien findet das Weihnachtsfest ja erst am 6. Januar, sprich an Heilige Drei Könige seinen Höhepunkt. Und bis dahin wird ordentlich gefeiert.
Ich hatte in Hotel direkt am Bahnhof von Huelva reserviert, sodass es am nächsten Tag keine Schwierigkeiten bei der Anreise zum Bahnhof gab.

Allerdings sollte der Media Distancia nach Sevilla nicht auf der Anzeigetafel erscheinen, erst die späteren Züge, sowie der Alvia nach Madrid. Andere Reisende pilgerten aber zielstrebig nach hinten, wo allerdings auch am Gleis nichts dran stand. Wir sind dann einfach in den bereit stehenden Zug mit eingestiegen, da es zeitlich passend nur der Zug nach Sevilla sein konnte, was er dann zum Glück auch war.

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Die Anzeige der Außentemperatur sollte allerdings inzwischen weniger Anlass zur Freude bieten.

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Während der Fahrt sagte das Informationssystem auch gerne andere Haltestellen an, als angezeigt waren. In Sevilla kamen wir aber dennoch wohlbehalten an. In zwischen auch mit Zugzielanzeige.

Renfe verkauft inzwischen Umsteigefahrkarten, sogar im Internet. Was in Deutschland selbstverständlich ist, war für die spanische Renfe eine kleine Sensation. Bisher gab es solche Fahrkarten nur am Schalter und auch nur mit mindestens 90 Minuten(!) Umsteigezeit oder man hat es halt auf eigenes Risiko gebucht (die Regelungen im Fall von verpassten Zügen sind ohnehin recht großzügig). Damit die Kunden auch ja beim Umstieg nicht verloren gehen steht für die Kunden mit Umsteigeticket ein Helfer auf dem Bahnsteig, manchmal auch mehr. In Madrid z.B. hat dieser Service den Vorteil, dass man nicht erneut durch die Sicherheitszone muss. Wer mit dem Nahverkehr in Sevilla ankommt muss aber ohnehin das Gepäck überprüfen lassen.

Das geschieht dann auch wieder nach dem Muster: Adif-Mitarbeiter scant das Ticket, Gepäck wird durchleuchtet, abtasten lassen (das ist neu!), Gepäck einsammeln, Renfe Mitarbeiter scant das Ticket.

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Da für die Spanier in wenigen Tagen der wichtigste Tag der Weihnachts-/Neujahreszeit ist, war entsprechend viel los.

Und da es Samstags in der Preferente leider nichts mehr zu futtern gibt (günstiger wurde sie in unserem Fall dadurch jedenfalls auch nicht angeboten), habe ich einfach mal die Turista gebucht. Die ist im AVE derart „nett“ ausgestattet, dass sie sich durchaus mit mancher erster Klasse (definitiv zumindest der im TGV Oceane) messen lassen kann. Und zu meiner Freude kommt ein „Pato“ zum Einsatz. Wobei auf der Strecke Barcelona -> Cordoba -> Malaga/Sevilla ist dieser ohnehin eine sichere Bank.

Der Zustand dieser Züge war allerdings schon mal besser. Boardingmusik gab es schon bei der Hinfahrt nicht mehr, die Toiletten waren dieses Mal jedoch eine Zumutung und habe ich bei der Renfe so auch noch nicht erlebt gehabt.

In früheren Zeiten wurden kurz vor der Abfahrt gerne noch einmal die Türtritte gewischt usw.

Immerhin lässt sich es sich die Renfe weiterhin nicht nehmen, die Sitze in Fahrtrichtung auszurichten. Eine saubere Toilette wäre dann allerdings auch meine bevorzugte Priorität.

Zudem hatte ich das „Vergnügen“ das gastronomische Angebot im Barwagen zu testen. Wer sich ein Bild über das „reichhaltige“ Angebot machen möchte, darf gerne einen Blick auf die Speisekarte riskieren:
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Das ist dann auch tatsächlich wirklich alles, was erhältlich ist. Zumindest werden die Baguettes warm gemacht, die Mitarbeiterin war super lieb und hat die Bar alleine gerockt (das darf angesichts der Schlange dem Tempo und der Routine was die Dame hatte auch wirklich so gesagt werden), aber so unzufrieden mich das Menü im DB Bordrestaurant mittlerweile auch stimmt, es ist hier um Längen überlegen.
Am Bahnhof Zaragoza Delicias hieß es umsteigen.

Die direkte Strecke von Andalusien Richtung Barcelona mit Umfahrung von Madrid wird inzwischen drei Mal täglich Angeboten. Bei zwei dieser Fahrten wird jeweils ein aus Sevilla kommender Pato in Cordoba mit einem aus Málaga kommenden gekoppelt. Seit der Fertigstellung der AVE-Strecke nach Sevilla kommt noch eine weitere Fahrt von Granada über Cordoba Richtung Barcelona hinzu.

Zwar soll im Rahmen der Liberalisierung des spanischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs, in Zuge welcher deutlich mehr Züge fahren sollen, eine Zunahme des Verkehrs zu erwarten sein, allerdings fast nur auf den Strecken von/nach Madrid.

Somit bleibt es spannend, wie es mit den Direktverbindungen weiter geht.

Über den Bahnhof von Saragossa kann man streiten. Hässlich ist er nicht so richtig, aber ein angenehmes Gefühl mag so recht aufgrund der hoffnungslosen Überdemensionierung auch nicht so recht aufkommen.

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Immerhin handelte es sich um einen der verkehrsreichsten Tage des Jahres. Von wirklichem Bahnhofsleben mag ich hier nicht so Recht sprechen.

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Der ursprüngliche Plan sah vor, das Gepäck einzuschließen und den rund 3 Stunden langen Aufenthalt für eine kurze Stadtbesichtigung zu nutzen. Wir haben von dem Ausgangs-Laufband bis zu den Schließfächern mit Gepäck aber fast 20 Minuten gebraucht und mussten dann noch klingeln, bis sich ein Angestellter erbarmte den Bereich mit den Schließfächern aufzuschließen und das Röntgengerät anzuschmeißen. Die Schließfächer waren dann noch recht klein und für einen Koffer hätten wir je 6 Euro berappen müssen. Da würde sich inzwischen wohl nicht mehr so recht lohnen.

Entstanden ist der Bahnhof Delicias für die Expo 2008, welche in Saragossa abgehalten wurde und lag seinerzeit direkt neben dem Expo-Gelände. Die Idee der Verantwortlichen war eine Nachnutzung des Geländes als führendes Business-Viertel von Saragossa.

Entsprechend auch des damals noch vorherrschenden spanischen Baubooms, der gerade auf seinem Höhepunkt war, wurde auch der Bahnhof groß geplant. Da sollten Büros mit rein, ein üppig geplantes (und gar nicht mal schlechtes, habe ich vor ein paar Jahren mal drin übernachtet) Hotel und der größte Busbahnhof der Stadt. Zumindest letzteres ist natürlich löblich.

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Entstanden ist der Bahnhof auf recht freiem Feld.

Einen Eindruck davon bekommt man bereits kurz nach dem Verlassen des Bahnhofs. Das Bild, das sich einem offenbart, wenn man lediglich die (mehrspurige) Straße überquert ist durchaus eindrucksvoll auf seine eigene Art und Weise:

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Haufenweise Parkplätze aus Expo-Zeiten die inzwischen mehr oder weniger brach liegen.

Auf der rechten Seite lässt sich noch die Station der ehemaligen Seilbahn ausmachen.

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Bei meinem letzten Besuch in Saragossa im Jahr 2016 war diese noch funktionstüchtig gewesen.

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Die Masten und Kabinen sind inzwischen entfernt worden, die Station wird dem Verfall überlassen. Kaum zu glauben dass diese unter 100 Meter entfernt vom Bahnhof dieser 650.000 Einwohner großen Stadt liegt.

Angelegt ist der Bahnhof ähnlich eines Flughafens. Die eine Seite ist für die Ankunft vorgesehen, die andere für Abfahrten. Das Konzept ist für Umsteiger selbstredend nicht wirklich optimal, in diesem Fall darf man tatsächlich sprichwörtlich einmal um den Bahnhof herum laufen.

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Es gibt allerdings auch die Möglichkeit in der Mitte des Bahnsteigs die Rampe, die zur Parkgarage führt zu nehmen, allerdings funktioniert das nur wenn man auf Normalspur umsteigt. Der Einlass zu den Fernzügen erfolgt ausschließlich von der oberen Ebene. Ansonsten kann man aber über das Tunnelsystem wohl auch in den Busbahnhof oder zur Haupthalle gelangen.

In die Innenstadt von Saragossa gelangt man entweder mit dem Stadtbus oder aber mit der Cercania oder Regionalzügen. Auf der Strecke fahren zwar (für spanische Verhältnisse) recht viele Züge, allerdings mit doch teils recht großen Tacktlücken. Auch sind die Cercania-Züge natürlich *nicht* auf die AVE abgestimmt.

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Die Straßenbahn von Saragossa fährt den Bahnhof Delicias leider nicht an, allerdings besteht an der Station Goya eine Umsteigemöglichkeit zu den Regionalzügen und den Cercanias.

Nun sollte die Fahrt für uns aber weitergehen.

Da die Strecke Richtung San Sebastian über Pamplona wird von Saragossa aus zweimal täglich angeboten, Samstags gibt es noch ein drittes Zugpaar (das sinniger Weise natürlich von unserem Zug nach Fahrplan verpasst wird). Ich hatte anfangs überlegt mit einem der ein wenig häufiger fahrenden Regionalzüge nach Pamplona zu fahren und den Ort anzusehen, aber die Idee verwarf ich, da es am dortigen Bahnhof keine Schließfächer geben soll.

Da die Ankunft des abendlichen Alvia in San Sebastian recht spät ist und es noch weiter nach Irun gehen sollte, habe ich den Bus bis San Sebastian gebucht, der für die Fahrt auch rund eine Stunde weniger benötigt, als die Züge (letztere sind aber bei rechtzeitiger Buchung günstiger wie die Busse).

Der Busfahrer fuhr teilweise ein wenig gewagt, aber mit nur zehn Minuten Verspätung kamen wir in San Sebastian am unterirdischen Busbahnhof an. Von dort gelangt man mit Rolltreppe und Aufzug direkt zum Renfe-Bahnhof.

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Um 19:31 Uhr sollte es dort für uns weiter gehen. Die vorhergehende Cercania fuhr aufgrund von Bauarbeiten nur bis Pasaia, wo man in den Topo hätte umsteigen sollen.

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So recht zu funktionieren scheinen die Abfahrtstafeln nicht. Das Trenhotel nach Lissabon soll so zum Beispiel aus Irun ankommen, taucht aber bei den Abfahrten nicht auf.

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Einfahren tut der Zug aber dennoch. Bei der Dame an der Durchgangssperre (für die Fernzüge wird die Cercanias-Durchgangssperre jeweils durch sie per Fernbedienung geöffnet, wenn jemand mit Fernzugticket kommt) melden sich erstaunlich viele Reisende die nur bis Salamanca mitfahren wollen.

Erstaunlich kurz ist dieser Zug inzwischen geworden. Nicht ganz uneigennützig hoffe ich natürlich, dass er noch möglichst lange besteht. Allerdings denke ich, dass es ihm demnächst wie vielen anderen Nachtzügen bereits auf der iberischen Halbinsel ergeht.

Die rund zwanzig minütige Fahrt mit der Cercania war kurzweilig und sehr angenehm, so wie ich es von der Renfe gewohnt bin.
Der Trenhotel Hendaye-Lisboa ist, glaube ich, auch deshalb kürzer geworden da er seit einigen Jahren mit dem Zugteil aus Madrid zusammen gefügt wird. Vereint entsteht daraus dann durchaus ein langer Zug. So lange es keinen HGV-Anschluß von Spanien nach Portugal gibt glaube ich nicht das eine Einstellung droht, da haben die Portugiesen auch noch ein Wörtchen mitzureden und dieser Zug ist quasi der einzige internationale Fernverkehr von Portugal. Verschwindet er wird ein ganzes Land von Außen abgehängt. Die wenigen Züge im Norden nach Vigo und der einzige tägliche Zug nach Badajoz können das nicht ausgleichen.
Durch den Streik in Frankreich war die ursprüngliche Planung gehörig durcheinander gewürfelt worden. Bereits auf Teneriffa hatte ich zur Sicherheit ein Hotel in Paris gebucht. Inzwischen fuhren aber statt nur einem bereits wieder drei TGV täglich Richtung Paris. Die SNCF hatte jedoch unseren Zug gestrichen und ich musste umbuchen und es war nur noch die Nachmittagsverbindung frei.
Alternativ hätten wir in der zweiten Klasse statt der gebuchten ersten fahren können und man hätte uns „aus Kulanz“ die Mehrkosten(!) für die zweite Klasse erlassen.

Da auf dem Twitter-Kanal der französischen Bahn inzwischen zu lesen war, dass man rigoros nur noch Fahrgäste mit Reservierung für den jeweiligen Zug einsteigen lassen wolle wollte ich auch nichts riskieren und habe brav und artig umreserviert. Bis Paris zumindest auf einem Teil der Strecke zu stehen wäre jetzt auch nicht die schönste aller Optionen gewesen.

Der Vorteil war natürlich, so noch ein wenig Zeit mehr in Spanien zu haben. Die wurde dazu genutzt einen Abstecher nach Hondarribia zu machen. Das ging sehr einfach mit einem der sehr oft fahrenden Regionalbusse. Überhaupt erscheint mir der Nahverkehr im Baskenland vorbildlich ausgebaut.

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Von der Bushaltestelle ging es überraschenderweise mit Rolltreppen hinunter in die Altstadt.

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Auch wenn das Wetter nicht wirklich mitspielte (aber immerhin war es trocken) so war es doch wirklich schön und für mich steht bereits fest, dass ich dort noch einmal in der wärmeren Jahreszeit hin möchte.

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Es ging dann mit dem Bus zurück zum Hotel und von dort mit Gepäck und Taxi nach Hendaye zum Bahnhof.

Irun liegt im spanischen Baskenland, wogegen Hendaye im französischen Teil davon sprich in Frankreich liegt. Die beiden Städte gehen beinahe nahtlos in einander über, allerdings hält sich die Verknüpfung beider mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Grenzen.

Sinnvoll gelangt man eigentlich nur mit dem dort halbstündlich fahrenden Topo von einem Ort in den anderen. Das hervorragend ausgebaute Stadtbussystem von Irun fährt nur im Sommer an den Badestrand in Frankreich und vom deutlich spärlicher ausgebauten Bussystem auf französischer Seite (auch wenn sich es in jüngerer Zeit ein wenig verbessert hat) verirrt sich nur selten ein Bus über die Grenze. Die Breitspur Cercanias der Renfe enden alle am Bahnhof von Irun, Regionalzüge aus Frankreich fahren nur bis Hendaye.

Zwar liegt die Topo-Station in Hendaye direkt neben dem Bahnhof (beziehungsweise lag es mal und wird es auch wieder, dort wird gerade fleißig gebaut) die Züge sind aber oft so abgestimmt, das man einen sehr knappen 2-Minuten-Anschluss hat (was bei derzeit 5 Minuten Fußweg nicht so schaffen ist) und man stets ca. 30 Minuten auf den nächsten Taktzug warten muss.

Auf dem momentan nicht wirklich einladenden Bahnhofsvorplatz von Hendaye hat uns also die Grand Nation zurück.

Auch innen wirkt der Bahnhof nicht wirklich attraktiv: Ein Reisezentrum das nur noch unter der Woche auf hat (mal sehen wann es ganz verschwunden ist), ein überteuerter Zeitungsladen und immerhin ein Warteraum. Fahrstühle Fehlanzeige.

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Immerhin haben wir Glück und einer der momentan wenigen verkehrenden Züge wird sich mit uns von einem der Hausbahnsteige auf den Weg machen, also kein Gepäck was die engen Treppen in den Tunnel runter getragen werden muss.

Ich muss zugeben, kein Fan der neueren Ausstattungslinie der Duplex-TGVs zu sein, die auf den Namen Oceane hört(e). Aber mittlerweile ist es ja ohnehin ein inOui oder besser gesagt ein TGV mit dem Ausstattungsmerkmal inOui.

Jedenfalls wirkt die Oceane-Einrichtung auf mich so, als wäre der Zug älter als seine Vorgänger. Die Wagen machen einen Eindruck, als würden sie aus den 1970er Jahren stammen. Immerhin hat es in Le Bar, dem französischen Bordbistro.

Die Lampen im 80er Jahre Look, welche sich so herrlich in das 70er Jahre Feeling einpassen sind übrigens auch käuflich zu erwerben. Also wer mag, nur zu:
https://magasingrandtrain.sncf.com/35-lampe-tgv

In der ersten Klasse werden die Sitze im Oceane Renfe-Like auch fast sämtlich in Fahrtrichtung gedreht, bis auf die Tischplätze. Ein ICE oder AVE ist zumindest mir persönlich deutlich lieber, da können die elektrisch verstellbaren Sitze noch so nett gemeint sein. Der Sitzabstand bleibt dennoch eng.

Trotz Streik kamen wir fast pünktlich in Paris an, wo ein Taxi vorbestellt war. Der Service das man vom Fahrer mit Namensschild erwartet wird, war sehr nett. Allerdings, das war sicher nett gemeint, nahm der Fahrer einen der Koffer und lief halt los.. Und lief.. und lief.. und lief.. Zwischenzeitlich mussten wir uns fragen, wo er denn sei. Zumindest habe ich jetzt auch einmal andere Teile des Bahnhofs kennengelernt und hoff einfach beim nächsten Mal fahren die Busse wieder.

Das Hotel in Paris war in Ordnung, nicht mehr, nicht weniger. Sehr kleine Zimmer, aber immerhin sauber. Der TGV nach Karlsruhe am nächsten Morgen pünktlich und noch im alten Design, von dort ging es mit dem ICE am Bahnsteig gegenüber weiter nach Hause.
Die spanische Nordküste im Sommer zu besuchen ist ein Muß, da hier mit Euskotren und FEVE wirklich Klassiker warten. Man braucht aber ein paar Tage Zeit um die ganzen Strecken abzufahren.