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Liebes Forenteam,


Eine Reisebuchung für Russland ist Neuland für mich - und obgleich dieses Thema "Reisen nach Russland per Bahn"
sicher hier schon öfters behandelt worden ist - finde ich da im Moment leider nix brauchbares.

Variante 1: ab Bratislava oder Budapest, mit wenns nicht anders geht obligaten Umstieg in Kiew.

Variante 2: über Minsk wo wir auch sehr gerne einen Zwischenstop machen wollten....aber nachdem es ja, was ich da so mitbekommen habe wegen der aktuellen Visumbestimmungen bei der Durchreise durch Weissrussland nicht so lustig sein dürfte, geht die Tendenz eher zum weniger problematischen Reisen über Kijew.


1000Dank für jede Meldung, jeden Vorschlag wie man die Sache planungstechnisch am Besten anpackt (und was das ganze ca. im 2er Schlafwagen kostet?)


Beste Grüße

ter_hautz
Den Zug Kiev-St. Petersburg darf man aber auch nicht nutzen.
Man müsste also neben Kiev mindestens noch einmal in Moskau umsteigen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.20 17:01.
warakorn schrieb:
Den Zug Kiev-St. Petersburg darf man aber auch nicht nutzen.
Man müsste also neben Kiev mindestens noch einmal in Moskau umsteigen.
Den CFM-Provodniks im Zug SPb–Chisinau war diese ganze Thematik um BY-RU-Grenze vollkommen unbekannt, als ich im Oktober am Vitebskij Voksal gefragt habe. Die hatten gar und überhaupt nicht darüber gehört, und – da die Frage ihnen merkwürdig schien, und sie anscheinend meinten, mich falsch verstanden zu haben – meckerten mich an, dass sie mich keinesfalls mitnehmen wollen, falls ich das weißrussische Transitvisum nicht habe. Ich habe noch sicherheitshalber von den beiden (die etwa 10 Wagen von einander entfernt standen), wie viele Jahren sie zwischen SPb und Chisinau schon gefahren sind. Und es seien schon "viele Jahre" gewesen, und ausgerechnet auf der Relation. Bemerkenswert ist hierbei auch, dass die CFM-Provodniks doch jeden Tag die BY-RU-Grenze selber illegal überschreiten.

Ich nehme damit an, dieser Zug sollte ziemlich sicher sein(?)
Sicherheitshalber vielleicht doch ab Moldawien buchen? Das Dings ist, Moldawien hat noch seinen Janukowitz im Kraft, und Russland will Moldawien deswegen keinesfalls verärgern. In Moldawien hörte ich in 2015 die ganze Zeit, wie es "bald bestimmt eine neue Regierung geben wird, die nicht eine Puppe ist und nicht vom Volk klaut." Moskau hat also sehr gute Gründe dafür, sich nett gegenüber Moldawier zu vernehmen.
Gibt es die Kurswagengruppe/Zug St. Petersburg - Chisinau überhaupt noch?
warakorn schrieb:
Gibt es die Kurswagengruppe/Zug St. Petersburg - Chisinau überhaupt noch?
Ja, siehe CFM-Homepage
Dakkus schrieb:
Den CFM-Provodniks im Zug SPb–Chisinau war diese ganze Thematik um BY-RU-Grenze vollkommen unbekannt, als ich im Oktober am Vitebskij Voksal gefragt habe. Die hatten gar und überhaupt nicht darüber gehört, und – da die Frage ihnen merkwürdig schien, und sie anscheinend meinten, mich falsch verstanden zu haben – meckerten mich an, dass sie mich keinesfalls mitnehmen wollen, falls ich das weißrussische Transitvisum nicht habe. Ich habe noch sicherheitshalber von den beiden (die etwa 10 Wagen von einander entfernt standen), wie viele Jahren sie zwischen SPb und Chisinau schon gefahren sind. Und es seien schon "viele Jahre" gewesen, und ausgerechnet auf der Relation. Bemerkenswert ist hierbei auch, dass die CFM-Provodniks doch jeden Tag die BY-RU-Grenze selber illegal überschreiten.

Ich nehme damit an, dieser Zug sollte ziemlich sicher sein(?)
Sicherheitshalber vielleicht doch ab Moldawien buchen? Das Dings ist, Moldawien hat noch seinen Janukowitz im Kraft, und Russland will Moldawien deswegen keinesfalls verärgern. In Moldawien hörte ich in 2015 die ganze Zeit, wie es "bald bestimmt eine neue Regierung geben wird, die nicht eine Puppe ist und nicht vom Volk klaut." Moskau hat also sehr gute Gründe dafür, sich nett gegenüber Moldawier zu vernehmen.
Naja, für das Bahnpersonal werden vermutlich ohnehin besondere Vorschriften gelten.

Sonst: Das ist eigentlich ein sehr interessanter Teil-Aspekt bezüglich der hier immer wieder leidenschaftlich diskutierten Problematik, den ich bisher irgendwie gar nicht so auf dem Bildschirm hatte. Dieser Zug wird ja vermutlich in erster Linie von moldawischen Gastarbeitern genutzt (sonst bräuchte es ihn ja vermutlich nicht) -- ABER: die sind zwar Bürger einer ehemaligen Sowjetrepublik, aber die weissrussisch-russische Landgrenze darf eigentlich nur von weissrussischen und russischen Bürgern überquert werden. Hm -- was meint da unser Experte Tanzkeks dazu...? ;-)
Auch für Moldawier dürfte die sog. Duldungsregelung greifen, d. h. wenn man in durchgehenden Zügen Weißrussland ohne Fahrtunterbrechung druchfährt wird der Grenzübertritt geduldet. Da dies aber alles unter der Hand läuft gibt es keine geschriebenen Regelungen der russischen Behörden, in welchen man dies nachprüfen könnte. Aber rein logisch gedacht paßt dieser Zuglauf doch auch zur bislang meist angewandten Duldungsregelung.
Stupor Mundi schrieb:
Aber rein logisch gedacht paßt dieser Zuglauf doch auch zur bislang meist angewandten Duldungsregelung.
Grundsätzlich schon. Allerdings betrifft diese "Duldung" bei den Zügen nach Westeuropa ja nur einen sehr kleinen Teil der Fahrgäste (dies jedenfalls wurde auf DSO regelmässig unterstellt). Beim Chisinau-Zug (oder ist es nur eine Kurswagengruppe?) wäre es hingegen die überwiegende Mehrheit der Fahrgäste.
403 002 "Hansestadt Lübeck" schrieb:
Stupor Mundi schrieb:
Aber rein logisch gedacht paßt dieser Zuglauf doch auch zur bislang meist angewandten Duldungsregelung.
Grundsätzlich schon. Allerdings betrifft diese "Duldung" bei den Zügen nach Westeuropa ja nur einen sehr kleinen Teil der Fahrgäste (dies jedenfalls wurde auf DSO regelmässig unterstellt). Beim Chisinau-Zug (oder ist es nur eine Kurswagengruppe?) wäre es hingegen die überwiegende Mehrheit der Fahrgäste.

Nein, das ist ein gesamter Zug.

Viele Grüße vom
http://abload.de/img/bild4310headb.jpg
Wie bereits weiter oben schon erwähnt, die Russen haben derzeit gute Gründe sich die Moldawern gegenüber wohlwollend zu zeigen. Da drückt man dann in Sachen Grenzübertritt schon mal ein Auge zu.
Nun, dass die formaljuristisch illegale Einreise von Staatsangehörigen der Republik Moldau hier geduldet wird, heißt noch nicht, dass gleiches für Westeuropäer gilt...
Vielleicht zurück zu deiner eigentlichen Frage. :-)

Möglicherweise wäre angesichtes des oben Diskutierten für dich die beste Variante, von Budapest mit der "Wiener" Kurswagengruppe nach Kiew zu reisen und entweder am selben Abend oder einen Tag später den Zug Nr. 6 nach Moskau zu nehmen. Letzterer ist zwar unverhältnismässig teuer (ca. 200 Euro pro Person im Zweier-Abteil!), aber alles in allem sehr angenehm (bis auf die nächtliche Ruhestörung durch Grenzkontrolle). Fahrkarten für diesen Zug können online unter [booking.uz.gov.ua] gebucht werden, müssen aber an einem ukrainischen Bahnhof am Schalter ausgedruckt werden (was völlig unproblematisch ist; Sprachkenntnisse nicht nötig, es reicht, den Internet-Ausdruck durch den Schalter zu reichen). Von Moskau nach St. Petersburg ist der Sapsan die schnellste Variante, dafür können Fahrkarten problemlos online unter [pass.rzd.ru] gekauft werden. Ein Ausdruck am Bahnhof ist nicht notwendig. Die Preisbildung beim Sapsan ist grundsätzlich dynamisch, der günstigste Tarif für Moskau - Sankt Petersburg dürfte bei ca. 2000 Rubel (29 Euro) liegen.

Vorgehensweise für die Beantragung eines russischen Visums ist bekannt? Die "Einladung" besorge ich mir in der Regel hier: [realrussia.co.uk]
403 002 "Hansestadt Lübeck" schrieb:
Vielleicht zurück zu deiner eigentlichen Frage. :-)

Möglicherweise wäre angesichtes des oben Diskutierten für dich die beste Variante, von Budapest mit der "Wiener" Kurswagengruppe nach Kiew zu reisen und entweder am selben Abend oder einen Tag später den Zug Nr. 6 nach Moskau zu nehmen. Letzterer ist zwar unverhältnismässig teuer (ca. 200 Euro pro Person im Zweier-Abteil!), aber alles in allem sehr angenehm (bis auf die nächtliche Ruhestörung durch Grenzkontrolle). Fahrkarten für diesen Zug können online unter [booking.uz.gov.ua] gebucht werden, müssen aber an einem ukrainischen Bahnhof am Schalter ausgedruckt werden (was völlig unproblematisch ist; Sprachkenntnisse nicht nötig, es reicht, den Internet-Ausdruck durch den Schalter zu reichen). Von Moskau nach St. Petersburg ist der Sapsan die schnellste Variante, dafür können Fahrkarten problemlos online unter [pass.rzd.ru] gekauft werden. Ein Ausdruck am Bahnhof ist nicht notwendig. Die Preisbildung beim Sapsan ist grundsätzlich dynamisch, der günstigste Tarif für Moskau - Sankt Petersburg dürfte bei ca. 2000 Rubel (29 Euro) liegen.

Hallo,

auch wenn für Einige die Buchung im Internet immer der Weisheit letzter Schluss ist, kann man nur bemerken, dass o.g. Fahrscheine im personenbedienten Verkauf teilweise nicht teurer, teilweise deutlich günstiger als das oben Genannte sind....

MfG
Martin

-----------------------------------
Fahrscheine, Reiseberatung, Kursbücher international:
[www.bahnagentur-schoeneberg.de]
[DB-,ÖBB-,SNCF-,Trenitalia-,RZD-Agentur und noch Einiges mehr]
-----------------------------------
m1999 schrieb:
Nun, dass die formaljuristisch illegale Einreise von Staatsangehörigen der Republik Moldau hier geduldet wird, heißt noch nicht, dass gleiches für Westeuropäer gilt...
Stimmt natürlich, aber auch dann stört man das Laufen eines moldawischen Züges, der zu moldawischen Firma gehört und deren Fahrgäste fast vollständig illegal die Grenze überschreiten. Russland könnte viel negatives PR kriegen, und viele Gastarbeiter abschrecken. Russland ist natürlich Russland, aber logisch gesehen würde es den Russen wenig Sinn machen, überhaupt jemandem in den CFM-Zügen solche Schikanen zu stellen.
Ich gebe zu bedenken, dass die viele ehemalige Sowjetrepubliken untereinander keine Pässe benötigen. Visapflicht zwischen Russland und Ukraine existiert erst seit 2014, davonr konnte meine Frau mit ihrem Pass problemlos durch die meisten ehemaligen Sowjetrepubliken, außer dem Baltikum natürlich.

Das kann natürlich auch relevant sein.

Liebe Grüße
Werner

vielen dank für alle Meldungen!

habe da noch zwei Fragen:

1.habe da vage Angaben zu einen Zug Chisinau-Kiew-Moskau (gibts den?)

2. wenn ich auf die russ.Seite gehe gibt s zu Zug 6 keine Alternative!

danke für vielleicht ergänzende Meldungen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 03:41.
Zitat
Visapflicht zwischen Russland und Ukraine existiert erst seit 2014, davor konnte meine Frau mit ihrem Pass problemlos durch die meisten ehemaligen Sowjetrepubliken, außer dem Baltikum natürlich.

Es gibt keine Visapflicht zwischen Russland und der Ukraine. Die einzige Änderung seit 2015 ist, dass Russen einen Reisepass zur Einreise in die Ukraine benötigen. Ukraine dagegen können auch weiterhin mit Inlandspass über die Russisch-Ukrainische Grenze einreisen. Für alle anderen Grenzen zu Russland ist ein (auch nicht-biometischer) Reisepass erforderlich. Meine Freundin konnte letztes Jahr problemlos mit Ihrem ukrainischen nicht-biometrischen Reisepass am Moskauer Flughafen und mit dem Allegro nach St Petersburg einreisen und mit dem Zug aus Nesterow (Königsberg -> Litauen) und Ivangorod (Grenze zu Estland) wieder ausreisen. Auch konnte ich im RZD-Zug 66 von Chisinau über Tiraspol, Kiew nach Moskau viele Transnistrier mit russischem Pass beim durchqueren der Ukraine beobachten.

Zitat
1.habe da vage Angaben zu einen Zug Chisinau-Kiew-Moskau (gibts den?)
2. wenn ich auf die russ.Seite gehe gibt s zu Zug 6 keine Alternative!
1. die CFM-Züge 47 und 341 sowie der RZD-Zug 66 (über Transnistrien) Chisinau - Kiew - Moskau fahren auch weiterhin.
2020-01-11 04_29_08-Passengers.png
2. Seltsamerweise scheinen diese Züge tatsächlich nicht mehr ab Kiew buchbar zu sein, dagegen gibt es aber noch Zug 24 Odessa - Moskau als buchbare Alternative:
2020-01-11 04_44_28-Microsoft Edge.png

Grüße,
MrIdK
Hallo,

die CFM-Züge sind grundsätzlich ab Kiew buchbar, nicht aber über die UZ-Webseite. An jedem Express-3-Schalter sollte das gehen.
Vielen Dank!

...und wie sieht es mit der Möglichkeit aus über die CFM-Seite für Kiew-Moskau zu buchen?

noch eine allgemeine ?: sind die Preise vor Ort am Schalter preislich ähnlich zur Online-Buchung, und gibt
es wenn ich in Kiew auf Gut-Glück "last minute" ein Ticket besorgen möchte die Gefahr dass der Zug ausgebucht ist (Reise soll im Hochsommer sein)
...auch möchte ich nicht im "Platzkarty" (was wir seinerzeit 1996 bei 40Grad Aussentemperatur in der Ukraine immer despektierlich als "Legebatterie"bezeichneten) enden,...mit den vielen Wertsachen die ich bei mir habe.

PS.: die Unwissenheit sei mir verziehen, aber was ist der Express-3-Schalter?

Danke nochmals

ter_hautz
ter_hautz schrieb:
Zitat:
...auch möchte ich nicht im "Platzkarty" (was wir seinerzeit 1996 bei 40Grad Aussentemperatur in der Ukraine immer despektierlich als "Legebatterie"bezeichneten) enden,...mit den vielen Wertsachen die ich bei mir habe.


Zu den wichtigen Fragen kann ich leider nix beitragen. Pech mit Hitze kannst Du auch im Kupe haben. Alles schon erlebt. Im Hochsommer ist das nicht hundertprozentig vermeidbar, weshalb ich auch lieber im Frühling oder Herbst "rüber" reise. Wenn Du im Platskart untere Liege buchst, ist doch eh alles gut: Du liegst auf Deinem Gepäck in der Kiste unter Dir und nix kommt weg....
Zitat
...und wie sieht es mit der Möglichkeit aus über die CFM-Seite für Kiew-Moskau zu buchen?
Die ist nicht vorhanden.
In der Ukraine werden viele Züge wohl erst 2-3 Wochen vor Verkehren zur Buchung freigeschalten. Wenn man also 45 Tage vorher schaut, sieht das Angebot oft mager aus.

Für den RZD-Zug Moskau-Tiraspol-Chisinau ist wohl kein Zustieg in der Ukraine fahrkartentechnisch vorgesehen.
Zitat
Für den RZD-Zug Moskau-Tiraspol-Chisinau ist wohl kein Zustieg in der Ukraine fahrkartentechnisch vorgesehen.
Nur weil es bei der UZ online nicht geht heißt das noch lange nichts. Beispielweise ist der Zug sehr wohl über [poezd.rw.by] online buchbar, sogar mit elektronischer Registrierung, d.h. eine Abholung der Fahrkarten in Weißrussland ist nicht erforderlich.