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Moin moin!!

Ein Urlaub ist noch offen geblieben, von dem ich euch jetzt in einem kleinen Dreiteiler erzählen möchte...
Eine Woche Rumänien pro Jahr muss einfach sein. Eigentlich sollte es Anfang September losgehen, aber Zwänge auf der Arbeit führten letztendlich zu einem Termin Ende September. Die Ziele waren wie immer offen. Gern wäre man mal in den "mittleren Osten" gefahren, also rund um Brașov oder Piatra Neamt. Dort waren wir noch gar nicht oder viel zu kurz nur auf unserer ersten Tour in der Ecke nördlich von Miercurea Ciuc. Aber letztendlich sollte wieder mal das Wetter eine ziemlich genaue Steuerung übernehmen. Es wurde keine Runde durch den Osten, sondern...

Drum bun,
Jan




Ein Backslash durch die Westhälfte: Rumänien September 2019(1)

Samstag, 21.09.2019

Früh ging es los, viel zu früh. Um 4.27 klingelte der Wecker, um 5.10 fuhr der Bus. Die S-Bahn hatte heute mal keinen Schienenersatzverkehr und Sturmschäden waren mangels Wind auch nicht zu befürchten. Etwas Reserve hatte ich eingeplant, ggf eine schöne Zeit für das Flughafenfrühstück. Ab Berliner Tor ging es zusammen mit Maren, die zufällig einen Flug ne Viertelstunde nach mir nach München gebucht hatte. Am Flughafen kamen wir auf dem Weg von der S-Bahn zum Terminal an einer Gruppe aus zwei Polizisten und einem kleinen Hund vorbei. Das war kein Polizeihund; der Arme war offenbar zurückgelassen worden. Ein Jammer!

An der Gepäckannahme hatten wir am Automaten etwa sieben Personen vor uns. Und es ging nicht wirklich voran. Bald beschlossen wir, die bemannten Schalter zu nehmen. Da standen zwar mindestens zehnmal so viele Leute vor uns, aber dank vieler geöffneter Schalter ging es schön flott voran. Am Ende waren wir durch, als die Familie, die hinter uns am Automaten gewartet hatte, gerade ihr Gepäck in den Automaten lud. An der Sicherheitskontrolle ging es flott, nur die Kamera musste die übliche Ehrenrunde drehen. So hatten wir dann noch schön Zeit für ein entspanntes Frühstück bei Marché.

LH 2087 Hamburg 8.00 - München 9.15

Der Flug war sehr angenehm. Dank wolkenlosem Blick konnte ich Billstedt, Braunschweig, den Harz mit der kompletten Rübelandbahn und später Regensburg erkennen. Dann ging es auch schon wieder in den Landeanflug. Die Landung war eine der weichsten, die ich je erlebt hatte. Die Spannung wurde immer größer: "Gleich setzt er auf, gleich setzt er auf!" Als diese Erwartungshaltung eine Weile angedauert hatte, musste man konstatieren, dass wir schon längst rollten.

In München musste ich zum Glück nicht nochmal durch die Sicherheitskontrolle. So hatte ich noch bischen länger was von meiner teuer am Hamburger Flughafen erstandenen Fanta. Am Abfluggate traf ich Yannick, der bereits um 2.50 in Frankfurt mit dem Zug aufbrechen musste. Der Flug ab Frankfurt hätte 300 Euro mehr gekostet.

Gemeinsam machten wir uns nun erstmal Gedanken über die ersten Fotoaktionen. Die Wetterlage war dergestalt, dass heute und morgen topp sonniges Wetter zu erwarten wäre. Ab Montag sollte es leider deutlich unbeständiger werden. Insofern müsste man heute Nachmittag vor den Toren von Cluj beginnen und nach Sonnenuntergang vielleicht noch nen Ritt in ein mögliches Einsatzgebiet für morgen machen. Angesichts der rumänischen Straßenverhältnisse konnte das dann aber auch nicht ewig weit weg sein. Unser Nachmittagsprogramm wurde derweil immer knapper, weil unser Flug nach Cluj immer weiter nach hinten korrigiert wurde. Am Nachmittag gibt es ja durchaus eine Reihe interessanter Züge im Apusenigebirge, also an der Strecke Cluj - Oradea. Aber das Abholen des Autos würde auch noch ne Weile dauern...

LH 1668 München 10.50+45 MESZ - Cluj-Napoca 13.30+40 OESZ

Da ich im Vorhinein paarmal umgebucht worden war, hatten wir nun getrennte Plätze. Auch jetzt war unter uns wieder gut die Landkarte ausgebreitet. Diesmal mit Zuhilfenahme der Landkarte auf dem Handy (denn die da unten hatte leider keine Beschriftung) sah ich den Neusiedler See und dann lag bald Budapest optimal vor uns ausgebreitet. Man sah Püspökladani und Aleșd, zuvor waren wir direkt über Oradea geflogen.

Immigration und Gepäckaufnahme klappten auf dem "Airoportul Internațional Avram Iancu" von Cluj-Napoca zügig, die Mietwagenaufnahme hingegen erwartungsgemäß nicht. Wir kannten das ja schon. Payless ist billig, aber wir sind auch die letzten zwei Male von keinem Shuttleservice erwartet worden. Insofern riefen wir mal gleich die Kontaktnummer an, die allerdings nur eine Hotline in Budapest (ja, Budapest, nicht Bukarest!) war. Er wollte aber Bescheid sagen, dass wir warten. An so einem sonnigen Tag war diese Verzögerung natürlich besonders ärgerlich. Als 15 Minuten später immer noch niemand erschien, bin ich mal langsam zu Fuß zu dem Hinterhof aufgebrochen, wo deren Dependance liegt. Das war doch etwas weiter als erinnerlich. Aber als ich gerade dort angekommen war, rief Yannick vom Flughafen an, dass jemand gekommen sei. Die beiden kamen nun zusammen angefahren und wir konnten die Formalitäten klären. Der Duster hatte schon schön viele Kratzer; da konnten ordentlich Markierungen auf dem Vertrag gesetzt werden...

http://www.blockstelle.de/1200/RO2019-09/galerie-01-1200.jpg
Der Reisebericht beginnt, wie der letzte geendet hat: Eine Straßenbahn aus der Region Berlin-Brandenburg in Cluj im Bulevardul Muncii. Letztes Mal war es eine ex Berliner, diesmal eine ex Potsdamer.

Als wir dann endlich auf der Straße waren, mussten wir leider feststellten, dass die drei lokbespannten Fernzüge für uns abgefahren waren. Als letzter hatte sich der IR nach Timi vor zehn Minuten in Richtung Kreischtal in Bewegung gesetzt. Wir fuhren trotzdem mal in die Richtung. Zumindest den Transferoviar 614 erwarteten wir ja noch, und paar 628er sollten sich auch noch ausgehen. Yannick entdeckte im Umlauf, dass auch ein CFR Regio kommen solle, der laut Plan kein Desiro, sondern eine 60 mit Wagen sein sollte.

Für TFC IR 15037 fanden wir vor Gârbău einen netten Blick. Nur die Front war noch nicht ausgeleuchtet. Der CFR Regio war tatsächlich lokbespannt, wenn auch mit einer 82. Egal, Hauptsache kein Desiro. Wir nahmen den Zug R 3075 und vorher noch den Nachschuss auf R 15854 (Interregional 628) am Hp Macău. Einen beschmierten Desiro als R 3630 gab es zwischen Gârbău und Nădășel, dann den etwas gestutzten 614 als TFC IR 15036 östlich Gârbău mit einem hübschen Blick. Im allerletzten Licht konnten wir zwischen Aghireș und Macău noch einen 628 als R 15857 an einem schönen Ausblick mitnehmen.

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Östlich von Gârbău rollt ein Wadloper als IR 15037 vorüber.

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Die IRC 628 tragen momentan zum Teil Beklebungen für "100 Jahre Rumänien". Ein solcher verlässt gerade den Hp Macău.

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Zwar keine 60, aber besser als Desiro: Der mit einer 82 bespannte R 3075 nähert sich Macău.

http://www.blockstelle.de/1200/RO2019-09/galerie-05-1200.jpg
Östlich von Gârbău kommt der mittlerweile auf zwei Wagen gestutzte 614 von TFC als IR 15036 vorüber.

Im Bahnhof Gârbău hatte man sämtliche Formsignale ihrer Flügel beraubt. Einzige Ausnahmen: Das Nordesig und das Nordasig vom durchgehenden Hauptgleis befanden sich noch als Block- bzw Deckungssignale für den handgekurbelten BÜ in Betrieb. In Macău hatte Yannick mal seine Drohne zur Anwendung gebracht. Ich war sehr neugierig auf das Teil und völlig überrascht, wie winzig sie sich im Rucksack verstauen lässt. Hier war dann auch ein günstiger Anwendungsfall, da wir an einem Hp standen. So konnte man sich vorm Hp auf das normale Bild konzentrieren und danach auf das Drohnenbild (Y).

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Sieht aus wie Drohne, ist es aber nicht: Zu guter Letzt konnten wir von einem Hügel den IRC R 15857 beobachten. Hinten ist der Hp Macău erkennbar.

Nach dem letzten Bild von dem 15857, dem 628, war es 18.30. Wir hatten immer noch keinen so rechten Plan, was wir morgen machen wollten. Zwei Stunden Gewaltritt irgendwohin durften noch sein, vier Stunden aber nicht. Wir wollten ja auch noch zu Abend essen. Ursprünglich gewünschte Ziele wie Miercurea Ciuc kamen nicht mehr in Frage. Eine Überlegung war Oradea. Dagegen sprach nur, dass von dort das miese Wetter kommen sollte - aber wohl erst Montag Morgen. Was für ein blöder Druck, wenn man am Ankunftstag weiß, dass noch ein schöner Tag folgt und das Wetter dann gründlich abstürzt... Bei unseren Überlegungen tauchte plötzlich noch ein CFR Bummelzug auf, der eine undefinierbare Lok vor hatte. War es eine 82, war es eine 89 oder war es eine Rangierlok? Jedenfalls war sie schick in dunkelblau lackiert. Die Sonne war schon untergegangen, wir haben kein Foto gemacht.

Aber diese zweite lokbespannte Bummelzuggarnitur ließ einen an sich sehr naheliegenden Gedanken reifen. Wir befanden uns hier gewiss an einer der landschaftlich schönsten Dieselstrecken des Landes. Auch wenn sich die lokbespannten Fernzüge in den Nachmittagsstunden konzentrieren, läuft hier ja doch mehr als nur Desiros. Und motivlich hatten wir hier ja sicherlich noch nicht alles abgefrühstückt. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Wir buchten eine Unterkunft in Poieni, direkt im Kreischtal. Die Casa Alesia war zwar mit 44 Euro für das Zimmer etwas teuer für hiesige Verhältnisse, aber das musste uns zum Glück nicht stören. Bei booking wurde alles sehr edel dargestellt, es war dann normal bodenständig, aber völlig ok. Vor allem konnten wir direkt im Hotel essen. Es gab eine gemischte Fleischplatte mit wunderbarer Knoblauchsoße.

Sonntag, 22.09.2019

Da die Zimmer auf der straßenabgewandten Seite lagen, konnten wir gut schlafen, vielleicht etwas unruhig. Ich träumte davon, dass wir Zug fahren wollten. Hier in Rumänien. Der Fahrkartenverkäufer saß unter einem Schirm an einem Tischchen auf dem Bahnhofsvorplatz. Über den führten die Gleise einer Waldbahn. Als wir die Fahrkarten hatten, war gerade ein Waldbahnzug eingefahren und blockierte den Weg in den Bahnhofs-Fußgängertunnel. Als wir endlich um den langen Zug rumgelaufen waren und die Treppe auf unseren Bahnsteig hoch kamen, konnten wir nur noch von hinten eine Art zweiteiligen "fliegenden Hamburger" in der aktuellsten blauen CFR-Lackierung wegfahren sehen. Die Frage, ob das unser Zug gewesen wäre, blieb offen. Ich träume selten so konkret, deshalb musste ich das mal aufschreiben :-)

Vielleicht hatte mich beeinflusst, dass ich den Nachtzug lautstark aus dem Bahnhof hab beschleunigen hören... Und das Bild mit dem Mann am Tischchen unter einem Schirm sollten wir Tage später noch real sehen, allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang. Das Frühstück war klasse. Neben dem gewohnten Omelett gab es ein kleines, aber feines Buffet mit verschiedenen, authentisch wirkenden Salami Sorten, Schafskäse und selbst gemachtem Ajvar, der - so habe ich nachträglich ergoogelt - in Rumänien Zacuscă heißt. Auch für die "süße Fraktion" war gesorgt.

Danach fuhren wir zu dem altbekannten BÜ zwischen Lacu Crișului und Piatra Craiului. Nur hier konnte man die nun anstehenden vier Westfahrer schon mit Frontlicht bekommen. Ein wenig konnte man dann auch variieren. Es gab...

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Der 614 kommt als IR 15031 zurück. Eigenartigerweise wurde die Baureihe wieder auf "614" und das Halter-Länderkürzel auf D geändert...

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"EC" 144 von Cluj nach Wien hat noch viel des Weges vor sich, als er uns bei Negreni, zwischen dem Hp Lacu Crișului und dem Bahnhof Piatra Craiului begegnet.

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IRC R 15852 schaut ostwärts vorbei.

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Und den Gegenzug IR 15853 nehmen wir hier auch noch mit. In der Zugzielanzeige wird sogar der richtige Zielbahnhof angezeigt! Nur das angehängte "-A" ist komisch.

Vier Züge in Richtung Westen waren das also. Hätte man sich unter Verzicht auf die letzten beiden, für die das Licht aber am besten stand, um den ostfahrenden 628 kümmern sollen? Im Nachhinein vielleicht ja, denn die Ausfahrt Ciucea sah klasse aus, und wir bekamen sie nur noch mit dem vollgesifften Desiro des R 3074.

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R 3074 verlässt den Bahnhof Ciucea. Dieses Jahr haben wir im starken Gegensatz zu den Vorjahren fast nur beschmierte Desiros gesehen. Na ja, besser die als das Altmaterial...

Danach wollten wir mal weiter westwärts schauen. Im Bereich rund um Bratca ist das Tal der Crișul Repede, der Schnellen Kreisch, am engsten. Vielleicht würde hier etwas mit und von Felsen gehen. Bis zum nächsten Zug, dem IR 1834 von Timi nach Iași war nun etwas Zeit zum kundschaften. Wir fuhren bis Bălnaca, wo die Felsen am dichtesten zusammentreten. Durch eine Zigeunersiedlung und über eine holprige Holzbrücke gelangten wir auf die andere Seite der Kreisch. Von einer Anhöhe aus hätte man wohl was mit dem Ort von oben machen können. Zu so viel weiterer Kundschaft z. B. für die Felsen, war dann gar nicht Zeit. Erst dachten wir, wir machen den IR 1834 an zwei auf dem Hinweg für gut befundenen Motiven, doch kamen uns dann doch Bedenken, dass wir beide vermutlich kaum schaffen würden. Das erste, ein Flussmotiv, hätte ohnehin noch gar nicht genug Seitenlicht gehabt. So gab es den Zug einmal zwischen Stâna de Vale und Bulz und nach einer kleinen Begleitfahrt nochmal am Esig Poieni.

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Vor zwei Jahren war er noch komplett rot, jetzt ist er graublau: IR 1834 von Timișoara nach Iași, ein richtiger Fernzug. Diesmal allerdings gestutzt auf drei Wagen (sonst aber immer vier). Hier zwischen Stâna de Vale und dem abseits der Straße gelegenen Bahnhof Bulz.

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Und nochmal beim Esig Poieni.

Prima! In der nun anstehenden noch längeren Zugpause wollten wir mit der Kundschaft bei Bălnaca fortfahren. Weit kamen wir allerdings nicht! Der Schrankenposten zwischen Poieni und Ciucea hatte die Latten unten! Und das, obwohl wir weit und breit keinen Personenzug im Fahrplan ausmachen konnten! Wir drehten um und schauten am Bahnhof Poieni nach dem rechten. Dort stand bereits Durchfahrt gen Osten. Wir fuhren voraus bis zu einem BÜ hinterm Bf Brăișoru, an dem man schön einen langen Güterzug darstellen konnte. Denn um einen solchen musste es sich ja wohl handeln! Na ja, ein Güterzug war es dann aber doch nicht ganz. Aber auch eine Lz konnte man mal mitnehmen.

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Eine GFR 80 hat den Bahnhof Brăișoru hinter sich gelassen und strebt Huedin entgegen.

Ok, nun aber auf nach Bălnaca! Noch war genug Zeit auf den EC 367 von Budapest, der unser nächstes Musthave darstellte. Ich nenne die internationalen Züge mal "EC", obwohl die als IR eingestuft sind. Aber als IR laufen halt auch diverse RE-mäßig fahrende Triebwagen, so dass ich mir mal diese kleine Unterscheidung erlaube. Es ging hinter Piatra Craiului wieder von der Hauptstraße runter und auf einer kleinen Straße ins Tal hinein. Da liegt dann drüben auf der anderen Flussseite der Bahnhof Bulz, der nur über einen kleinen Fahrweg erreichbar ist, der bei der Umrundung eines Felsens dem Gleisprofil aber gefährlich nahe kommt. Nach einer vergeblichen Begutachtung des Bf Bulz machten wir an dem Felsen mal ein Mietwagenbild, wobei wir das Auto aber lieber nicht stehen ließen. Yannick fotografierte mich bei der Vorbeifahrt.

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Fahrstraßenausschlüsse gibt es bei dieser Beinahe-Spurverschlingung von Fahrweg und Bahngleis nicht, aber es ging alles gut.

Wegen der großen Zugpause fühlten wir uns dort ja einigermaßen sicher. Und es ging auch alles gut. Der Güterzug kam uns erst entgegen, als wir gerade eine Kurve weiter waren... Ein Güterzug hier auf dieser Strecke war schon was besonderes. Da mussten wir hinterher. Wir schafften den Zug bei der Einfahrt nach Piatra Craiului.

http://www.blockstelle.de/1200/RO2019-09/galerie-15-1200.jpg
Zwei "Kutter" von CFR Marfa ziehen ihren Güterzug in den Bahnhof Piatra Craiului hinein.

Als nächstes warteten wir den Zug in Ciucea ab. Da hätten wir ihn nett über die Kurve rüber bei der Einfahrt fotografieren können. Das scheiterte daran, dass der Zug hier schon für eine anstehende IRC Fahrt an die Seite genommen wurde und sich das Ausweichgleis zum Über-die-Kurve-Fotografieren nun gar nicht eignete. Deshalb fuhren wir mal gleich nach Poieni weiter, wo wir auf ein Motiv mit Formsignalen hofften. Der Fdl winkte allerdings gleich ab, als er uns mit den Kameras sah. Diese Form der Spionage duldete er nun gar nicht in seinem Bahnhof. Wir haderten etwas rum und fuhren dann zur Westeinfahrt. Dort war beim Weichenwärter gerade Ablösung. Beide Weichenwärter waren aber wesentlich offener und der eine sprach auch etwas Englisch. Wir durften uns "drüben bei Weiche 12" an den Rand stellen.

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Derselbe Zug nochmal in Poieni. Kurios fanden wir, dass ein Ausfahrsignal als k&k-ähnliches Signal ausgebildet war, während sonst in Rumänien ja praktisch nur der "deutsche" Signaltyp anzutreffen ist.

Nun wurde es aber auch höchste Eisenbahn für den EC im "engen Tal". Das war jetzt eine wahrlich effektiv genutzte große (Personen-) Zugpause gewesen. Das Felsenmotiv konnten wir nicht mehr auskundschaften, aber das Flussmotiv durfte gern noch sein, und das sollte auch zeitlich zu schaffen sein. Wir fuhren wieder bis kurz vor Bratca - diesmal ohne dass uns ein Güterzug entgegen kam. EC 367 kam mit der roten Seite der Rumänien-Lok voraus zwischen Bratca und Stâna de Vale dann auch richtig gut. In Poieni hatten wir den Zug sicher überholt, so dass es am Einfahrsignal ein weiteres Bild geben konnte.

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"EC" 367 von Budapest nach Brașov ist wieder mit der "Rumänienlok" bespannt und wird von uns gleich nach Verlassen des Bahnhofs Bratca am Ufer der Crișul Repede abgepasst.

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Und nocheinmal in Poieni.

Nun waren wir auch wieder in der richtigen Gegend für das weitere Programm. Von vor zwei Jahren kannten wir in Bologa noch das "Kalkwerk-Motiv". Das hatten wir damals leider nur mit einem Desiro bekommen - immerhin mit einem unbeschmierten. Jetzt wollten wir einen IRC-628 dort abgreifen. Vorher war aber aus der anderen Richtung noch der EC 366 abzugreifen, den wir auf der Hauptstraßenbrücke zwischen Brăișoru und Huedin aufnahmen - auch ein absolutes Wunschmotiv. Unser erster EC mit Mittelführerstandslok...

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Aus der Gegenrichtung erscheint "EC" 366 von Brașov nach Budapest. Der Urlaub entwickelt sich zur "Tour der Mittelführerstandsloks". Eine solche vorm internationalen Schnellzug wirkt schon etwas kurios. Wobei der internationale Schnellzug gegenüber unserem Besuch vor zwei Jahren auch die Hälfte seiner Wagen verloren hat. Es ist schon traurig, wie die Züge hier immer kürzer werden.

Der EC 366 würde in Ciucea mit dem IRC IR 15854, einem 628, kreuzen. Das Wetter war topp, das Motiv am Kalkwerk passte noch und war nicht zugewachsen, wir waren guter Dinge. Aber... Es tauchte der erste besprayte 628 dieser Tour auf. Das war schon mal ein Satz mit x. Wir planten ein wenig um und würden nachher den 614 hier nehmen. Durch seine Reduktion auf zwei Wagen würde er gut passen. Nun galt es aber erstmal ein Motiv für den IR 1833, den klassischen "D-Zug" Iași - Timi, zu finden. Wir landeten letztendlich an einer Kurve zwischen Bologa und Brăișoru, wo man einen angeknabberten Berg im Hintergrund hatte.

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IR 1833 erscheint in einer Kurve kurz vor Bologa mit einem der in dieser Gegend typischen Steinbrüche im Hintergrund.

Zurück zum Kalkwerk! Die Bedingungen: Immer noch allerbest! Hier würden wir mal eine richtig tolle Aufnahme des zweiteiligen 614 hinbekommen. Waren wir uns der Sache vielleicht zu sicher? Heute kam jedenfalls mal als TFC IR 15036 kein 614, sondern ein Wadloper. Immerhin nicht beschmiert und damit schon eine gewisse Steigerung gegenüber dem Desiro im letzten Jahr.

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Die sicher geglaubte 614-Leistung ist heute ein Wadloper! Schade, aber dennoch sehr passend an diesem Motiv.

Die Sonne sank nun kräftig. Es standen aber noch die beiden CFR Regios an, die gestern lokbespannt gekommen waren. Man wird ja mal hoffen dürfen. Für den ersten, den R 3076 nach Cluj, suchten wir ein von vor zwei Jahren bekanntes Streiflichtmotiv bei Negreni auf. Zwar war das Stück inzwischen ziemlich zugewuchert, aber mit größerer Brennweite ging noch was. Und unsere Freude war groß, als wieder die zwei Wagen mit der 80 davor auftauchten. Denn eine solche war es, was wir gestern gesehen hatten.

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R 3076 taucht wieder lokbespannt auf, hier in Negreni.

Die Garnitur wollten wir nochmal gern weniger künstlerisch umgesetzt haben, wofür wir ein drittes Mal zum Kalkwerk fuhren. Das Kalkwerk dürfte die Stelle sein, an der Ostfahrer abends noch am längsten Frontlicht haben. Leider kreuzte unterwegs der TFC 614 in Ciucea. Der muss wohl über Mittag schon wieder nach Cluj gefahren sein. Mit dem konnten wir nun gar nichts anfangen.

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Und nochmal an der Steinverladung von Bologa.

Nun sollte noch der Lokbespannte aus Richtung Cluj kommen. Für den hofften wir, dass noch genügend Licht an die Ausfahrsignalgruppe in Ciucea kommen würde. Allerdings hatten wir das Motiv eigentlich vor zwei Jahren schon topp bekommen. Gäbe es noch etwas anderes? Wir probierten es mal mit den zwei Form-Vorsignalwiederholern, die zwischen EG und Ausfahrsignalen standen. Dort stand man auch schön außer Sichtweite aller möglichen Meckerposten. Zu unserer Freude tauchte R 3075 dann auch wirklich lokbespannt auf! Das war bei diesem Abendlicht nochmal ein richtiger Showdown!

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Auch der Gegenzug R 3075 ist wieder lokbespannt. Er verlässt gerade den Bahnhof Ciucea.

Die Sonne schien immer noch vom klaren Himmel. Irgendwie hatten wir daher nach einem Supermarktbesuch mit ziemlich hartnäckiger Bettler-Zigeunerin davor noch gar keine Motivation, jetzt ins Hotel einzuchecken. Ein Desiro konnte noch gehen. Für den fuhren wir extra nochmal ganz hoch nach Brăișoru, wo wir einen Glintschuss in der langen Geraden anfertigen konnten.

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Im Glint darf es auch mal ein Desiro sein: IR 1534 auf seiner Fahrt von Oradea nach Cluj-Napoca hat gerade Brăișoru hinter sich gelassen.

Dann war es das aber wirklich! Wir hatten heute Nachmittag erneut das Hotel Casa Alesia in Poieni gebucht und wurden dort verwundert wieder empfangen. Diesmal war aber auch eine englisch sprechende Mitarbeiterin da, der wir das erklären konnten. Das Abendessen war wieder mal klasse. Es gab Hähnchenbrust in Pilzrahmsoße mit Mamaglia (Maisbrei) und Gemüse. Und zwar eine ordentliche Portion! Leider saß der halbe örtliche Fußballverein mit im Restaurant und erwartete das Spitzenspiel CFR Cluj gegen Ceaua Bukarest im Fernsehen. Die konnten ganz schön laut sein! Wir verzogen uns mit dem zweiten Bier ins Zimmer. Nach dem Spiel wurde es schnell ruhig im Haus, was an der Torlosigkeit des Spiels gelegen haben mochte.

Tja, derzeit sah die Wettervorhersage so aus, als ob wir heute letztmalig die rumänische Sonne gesehen hätten. Sowas hatten wir allerdings schon häufiger mal, und am Ende ging doch noch was. Aber wie auch immer das ausgehen wird, eines wussten wir sicher: Heute hatten wir alles gegeben und massig erreicht. Vielleicht hatten wir heute wirklich deutlich über die Hälfte der Gesamtbilder des ganzen Urlaubs gemacht. Heute war ein Ausnahmetag. Den ganzen Tag tiefblauer, wolkenloser Himmel, und ein Zugprogramm, das uns massig Möglichkeiten geboten hatte. So einen tollen Tag hat man auch nicht in jedem Urlaub! Der Tag hat gut geschlaucht. Auf das morgige Ausschlafen freuten wir uns jedenfalls. Und auf einen (!) Ruhetag auch!

Warum uns ein Imbiss-Stand in unmittelbarer Nähe eines Krankenhauses verdächtig vorkam und wie wir in diesem so normalen Land einen herrlich balkanischen Touristenbetrieb kennenlernten, davon erzählt der nächste Teil, wenn wir den Backslash durch die Westhälfte Rumäniens fort(be)schreiben. Nicht im Kino, dafür aber demnächst auf dieser Welle.


http://www.blockstelle.de/anderes/Banner35.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.12.19 12:22.
Hallo Jan,

wieder mal Topfotos aus meinem derzeit favorisierten Reiseland.

Garbau ohne Signalflügel... Gut, dass ich den Bahnhof noch vollständig erlebt habe. Insbesondere der Ostkopf war einfach nur genial.

Ähnliche Signalwälder werden langsam wirklich rar. Viseu de Jos ist zwar auch nicht schlecht, aber insbesondere der Blick mit dem Stellwerk vom Gleisniveau und vom Hang in Garbau waren kaum zu überbieten.

Freue mich schon auf die nächsten Teile!

Grüße vom 1800er, der momentan in Böhmens kaltem Westen auf den nächsten 810er wartet.
Hallo Jan,

Auf diesen Bericht hab ich schon sehnsüchtig gewartet. :-)
Wirklich eine beeindruckende Ausbeute, massenweise wunderschöne Bilder!
Bin schon gespannt, wie es weitergeht.

Gruß
Dennis
Hallo in den fernen Norden,

sehr gute Ausbeute! Ich habe einige Fotopunkte entdeckt, die ich erst im Sommer besuchte. Interessanterweise stand ich meist diagonal zu Eurer Ansicht, gerade der Felsen auf dem Foto mit dem 367 bei Bratca bietet sich am frühen Abend als genialer und saugemütlicher Standpunkt für den 1833 an. Warum wir uns mit Daisy D. und den Nachschuß auf den Schwarzmeer-Nachtzug begnügen mußten, das kann man sich nur mit einem gemeinen Lokschaden erklären. Aber man braucht ja einen Aufhänger für eine Wiederkehr. Könntest Du bitte für uns Statistiker die Nummern der gesichteten 628 notieren? 658 kann ich ja lesen, der Rest der Bande ist frontal beim Umschmücken unter die Geheimhaltung geraten. Unsere Daisy-Statistik fällt übrigens auch exakt gegensätzlich zu Eurer aus, denn fast alle gesehenen Zapfen waren sauber!

Viele Grüße
Daniel
Hallo!

Sehr schön! :-)

Letztes Jahr standen da in Poeini vier "k.u.k."-Signale...
[youtu.be]

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de] - Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de]
http://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Zitat
Eigenartigerweise wurde die Baureihe wieder auf "614" und das Halter-Länderkürzel auf D geändert...
Hallo Jan,


hier wurde nix geändert. Fahrzeuge, die bis 2017 nach Rumänien gegangen sind, haben rumänische NVR Nummern erhalten.
Fahrzeug, welche nach 2018 nach Rumänien gelangten, haben die Deutsche Nummer behalten.

Welche Nummern trugen den die gesichteten 614?

Mfg Dieter

Dieter und Die V 100 der Deutschen Reichsbahn

http://www.v100-online.de/Werbung.jpg
Hallo Jan!
Was verstehst Du unter einem "backslash"?Ja ich habe Englisch gelernt,weiss,was"back"und ein"slash"ist.Ansonsten wäre es das da:"\"
Übersetz'mal...
Greetings
Olaf
Grüß dich Jan,

sehr schöne Bilder habt ihr da mitgebracht.
Wir hätten uns ja beinahe getroffen. Ich war noch bis zum 25.09. in Rumänien und bis 23.09. in Oradea ganz in deiner Nähe :-D.
Mal gespannt was ihr noch so alles erwischt habt. Ich hatte in meinen 1,5 Wochen RO leider nicht viel Wetterglück, sodass meine bessere Hälfte dieses mal voll auf ihre Kosten kam.

Grüße Andi
Hallo Daniel,

ich muss jetzt mal ganz doof fragen: Welche Fahrzeuge bezeichnest du als "Daisy Duck"? Den Desiro? Das war auch das erste Mal, dass wir überwiegend beschmierte hatten.
Zu den Nummern der 628 kann ich dir leider auch nichts sagen, ich lese die sonst auch nur von den Fotos ab (bin nicht so der Nummernjäger).

Viele Grüße, Jan

http://www.blockstelle.de/anderes/Banner35.jpg

Weitere 614 nach Rumänien (?)

geschrieben von: Jan vdBk

Datum: 02.12.19 16:57

Hallo Dieter,

der gesehene 614 war der 048. Vom anderen TK habe ich nicht die Nummer.
Dass die die deutsche Baureihenbezeichnung weiter verwenden, ist ja ok. Aber dass sie auch als Länderkürzel DE verwenden, finde ich schon eigenartig. Als Halterkürzel taucht ja immerhin TFC auf. Und TFC ist rumänisch.

Irgendwann hieß es, dass nur noch ein TFC 614 die alte Front hätte. Wenn nach 2017 nun weitere 614 runter gegangen sind, dürfte es wieder mehr 614 mit der alten Front geben, oder? Weißt du, wieviele 614 nach 2017 nach Rumänien gegangen sind?
Bei näherem Hinsehen fällt auch auf, dass der 614 verkehrsrot ist, während die bis 2017 fotografierten TFC-Triebzüge einen deutlich dunkleren Rotton hatten - so, wie der Wadloper in unserem Bericht.

Viele Grüße, Jan

http://www.blockstelle.de/anderes/Banner35.jpg
Hallo Olaf,

ich glaube, für "Backslash" gibt es gar keine Übersetzung, denn der Backslash dürfte erst mit Beginn des EDV-Zeitalters Eingang in unsere Sprache gefunden haben. Bis dahin kannte man nur den vorwärts geneigten Schrägstrich (engl "Slash").
Und unsere Reiseroute beschrieb halt keinen Kreis oder keine "Runde", wie man oft bei Reisen sagt, sondern eben einen Backslash. :-)

Viele Grüße, Jan

http://www.blockstelle.de/anderes/Banner35.jpg

zu den 614 TFC (mit eigenen Fragen...)

geschrieben von: Hubert G. Königer

Datum: 02.12.19 18:10

Hallöle,
zu den 2018 zu Transferoviar Călători gekommenen 614 habe ich folgende Informationen:

021/022: siehe Bild in [forum.metrouusor.com] . Seite 5, nach unten scrollen.
029/030: siehe Bild in [forum.metrouusor.com] (hängt hinter 021/022). Seite 5, nach unten scrollen.
041/042: Bild vom 2018.04.15: [trenuletz.forumz.ro] Überführung Curtici-Remarul Cluj-N.; Seite 2, nach unten scrollen.
043/044: mündl. Angaben eines Kollegen
047/048 (ohne Mittelwagen): von Jan hier weiter oben in Bild und Text erwähnt
0xx/0xx?? gemäss einer Angabe in einem Forum sollen sechs 614 nach RO verkauft worden sein. Ich kann das nicht überprüfen.

Meine Fragen:
1) Wurden/werden die immer noch über HEROS Zürich verkauft, und hat evtl. jemand Beziehungen dorthin, um nachzufragen?
2) Gibt es den 6. Zug überhaupt, und wenn ja, wie heisst er?
3) Kann jemand meine Angaben korrigieren oder verifizieren?

Viele Grüsse,
Hubert.

Halle an der Saale, 09. Oktober 2019
Null Toleranz gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus,
dafür Wertschätzung gegenüber unseren jüdischen Mitbürgern!

Guten Abend,

nein, nicht Daisy Duck ist gemeint, sondern die so im ÖBB-Land getaufte Daisy Desiro.

Die Nummernglauberei basiert in diesem Fall nicht auf meinem Fimmel, sondern auf einem Wunsch unseres RO-Redakteurs. Und von den bis Anfang 2019 ins Land gekommenen 628 fehlen noch von drei Fahrzeugen (628 491, 676, 677) die Belegbilder. Beleg dafür, daß sie das Land auch erreichten und in Betrieb gingen.

Der Verbleib der Fahrzeuge im deutschen Fahrzeugregister hat handfeste finanzielle Gründe. Ein Umschreiben ins rumänische Register kostet viel Geld und bringt keinerlei Nutzen. Sollte man jedoch größere Umbauten vornehmen, die eine Neuzulassung in Rumänien bedingen, dann wird das Fahrzeug auch entsprechend umgeschrieben. Die KBS 703 wurde übrigens im Sommer vollständig mit neu übernommenen 614 in dreiteiliger Ausführung betrieben: 021/022, 029/030, 041/042. Wobei ich bei den angeschriebenen Nummern meine Hand nicht ins Feuer legen würde ...

VG
Daniel
Hallo Jan,

wieder einmal wunderbare Bilder und bei der Beschreibung deines Traumes habe ich vollstes Mitgefühl :D Ich träume auch gerne mal, die Kamera nicht rechtzeitig herauszuholen oder sehr konkret von fiktiven Eisenbahnen, die es teils überhaupt nicht gibt, oder nicht in der Form, z.B. 420er und 101/120er als Wendezug kombiniert oder Nohabs in jamaikanischen Nationalfarben im Güterverkehr auf eben jener Karibikinsel. Dein fliegender Hamburger ist da natürlich auch schön, erinnert natürlich auch an die Malaxas. Vielleicht wollte dir dein Unterbewusstsein sagen, dass du etwas verpasst, wenn du immer Auto fährst und du (gerade als Hamburger??) noch mal mit den Malaxas fahren solltest ;-)

VG

Lennart

Re: zu den 614 TFC (mit eigenen Fragen...)

geschrieben von: Dieter Römhild

Datum: 04.12.19 19:13

Hallo Hubert, Hallo Jan,

die VT 614 021/022, 029/030, 041/042, 047/048 kann ich bestätigen.
614 043/044 könnte gut möglich sein, da er auch wie o.g. Triebwagen am 06.04.2018 ausgemustert wurde.

Es gibt noch zwei weitere 614, welche ebenfalls 06.04.2018 ausgemustert wurden, deren Verbleib aber unklar ist: 614 011/012 und 614 077/082

Mfg Dieter

Dieter und Die V 100 der Deutschen Reichsbahn

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