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Dienstag, 24.09.2019

Für den heutigen Tag hatte ich eine Fahrt mit dem Bus nach Poiana Brașov (Schulerau) geplant.
Doch zuvor mussten wir unseren Mietwagen noch beim Autovermieter zurückgeben.

Kurz vor 8 trafen Burkhard und ich uns zum Frühstück.
Der Zitronensaft mit Honig hatte Burkhards beginnende Erkältung offensichtlich "bezwungen", er fühlte sich deutlich besser.

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Leckeres Frühstück im Hotel Adabelle

Nach dem Frühstück ging es dann zu Fuß zur Autovermietung in der Strada Bisericii Române.

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Die "Residenz" des Autovermieters Autonom in Brașov

Die Rückgabe des Wagens ging -wie bei Autonom gewohnt- sehr flott und unbürokratisch von Statten.
Von der Autovermietung ging es dann zu Fuß zur Livada Poștei, wo sich der Busbahnhof der Innserstädtischen Busse befindet.

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Von der Strada Lungă (Lange Straße) hat man den Klassischen "Brașov-Blick" auf den Hausberg Tâmpa (Zinne) mit dem "BRASOV"-Schriftzug

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Die Universität Transilvania am Livada Poștei

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Das in den frühen 1950er Jahren erbaute Hotel "Aro Palace" liegt gleich links davon

Ich besorgte mit am Häuschen der Fahrkartenkasse der RATBV unsere Tickets für den Bus nach Poiana Brașov und zurück.

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Die Buslinie 20 nach Poiana Brașov fährt von der hinteren Haltestelle ab (Foto: Burkhard Stehn)

Die Linie 20 hat einen eigenen Tarif (Fahrscheine des Stadtverkehrs gelten nicht) und verkehrt alle 30 Minuten.

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Die Biblioteca Județeană "George Barițiu" (Kreisbibliothek) direkt am Busbahnhof (Foto: Burkhard Stehn)

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Bezüglich Fahrradmitnahme ist die RATBV auf der Linie 20 vorbildlich: Fahrradträger am Heck (Räder dürfen NICHT in den Bus!) aufgenommen an der Endhaltestelle
in Poiana Brașov

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Nahezu die gesamte Dieselbusflotte der RATBV wurde auf die Nagelneuen Fahrzeuge des Italienischen Herstellers Breda-"Menarinibus" umgestellt

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Der Parkplatz an der Endhaltestelle dürfte in der winterlichen Skisaison hoffnungslos überfüllt sein

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In dem schönen Gebäude im Altrumänischen Baustil befindet sich u.a. ein Magazin Alimentăr (Lebensmittelgeschäft), dessen Reklame sehr gewöhnungsbedürftig ist

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Der Übersichtsplan verdeutlicht die Bedeutung im Skitourismus

Wir spazierten etwas durch den Urlaubsort und sahen uns um.

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Das Hotel "Aurelius Imparatul Romanilor" (Aurelius der römische Kaiser) scheint mir ein Stilmix aus "Alpenländisch" und Rumänisch zu sein -Naja, wem es gefällt...-

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Das Hotel "Denisa" vor herrlicher Bergkulisse

An einem der zahlreichen Souvenirstände kaufte Burkhard ein paar Kleinigkeiten für seine Daheimgebliebenen.
Wie überall auf der Welt reichte das "Angebot" von grässlichstem Kitsch bis zu schönen Volkskunstartikeln.

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Die hübsche Holzkirche "Sfântul Ioan Botezătorul" (Johannes der Täufer)

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Hier können müde Wanderer ausruhen und die schöne Berglandschaft genießen

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Die Berge sind teilweise mit Kabinenseilbahn und Sessellift erschlossen

Nach dem langen Spazierengehen verspürten wir große Lust auf einen guten Kaffee.
So ließen wir uns auf der Terrasse des Restaurants "Roxy´s Garden" in der Strada Poiana Ruia nieder.

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Trotz bewölktem Himmel (es regnete glücklicherweise nicht) ließ es sich dort gut verweilen (Foto: Burkhard Stehn)

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Hunde dürfen nicht frei herumlaufen, Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld zwischen 300 und 500 Lei (64,- bis 107,- €) geahndet...

Nachdem wir unseren Kaffee genossen hatten, fuhren wir mir dem Bus zurück in die Stadt.

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Auch in Braşov ist die die "moderne" Zeit angekommen: "Escape Room" in der Strada Mureșenilor
(Foto: Burkhard Stehn)

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Das alte Rathaus am Marktplatz (Piața Sfatului), rechts hinten die Schwarze Kirche (Biserica Neagră)

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Die Schwarze Kirche (Biserica Neagră) aus der Nähe

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Das Katharinen Tor (Poarta Ecateriniei)

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Das Schei Tor (Poarta Schei)

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In diesem schönen Gebäude an der Strada Prundului befindet sich die Touristeninformation der Stadt

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Gegenüber entdeckte ich ein weiteres sehr gefälliges Haus

Wir gingen dann die Strada Prundului weiter.

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Die Villa Popovici war nach dem zweiten Weltkrieg das Hauptquartier des Kommunistischen Geheimdienstes Securitate in Brașov

Brașov hieß übrigens von 1950 bis 1960 Offiziell Orașul Stalin, was soviel heißt, wie Stadt Stalins oder Stalinstadt.

Der Pfarrer und Schriftsteller Eginald Schlattner (Damals Student für Hydrologie in Klausenburg/Cluj) saß von Dezember 1957 bis Dezember 1959 hier bei der Securitate in Untersuchungshaft.
Er wurde wegen "Nichtanzeige von Hochverrat" zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt, die mit den 2 Jahren Untersuchungshaft "verrechnet" wurden.
Die Zeit in Securitate-Haft hat Herr Schlattner eindrucksvoll in seinem Buch "Rote Handschuhe" (ISBN 978-3-552-05154-6), erschienen beim Szolnay-Verlag, beschrieben.
Die Lektüre des Buches kann ich gerade in Zeiten, wo politische Ideologen aller Couleur wieder lauter werden, nur wärmstens empfehlen.
Hier eine mögliche Bezugsquelle (natürlich ist das Buch auch in jedem guten Buchladen erhältlich): Rote Handschuhe

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In diesem Gebäude befand sich einst der Zellenbereich, wo Herr Schlattner 2 Jahre lang eingesperrt war

Heute residiert hier der Rumänische Inlandsinformationsdienst SRI.

Als ich am Ende des Geländes ein weiteres Foto machen wollte, machte mich ein Mann im Garten des Objektes darauf aufmerksam, dass Fotografieren verboten sein.
Komisch, man kann sich bei Google-Streetview alles ganz offiziell und legal ansehen... .
Nun denn, Ärger wollte ich keinen und so machten wir uns auf den Rückweg Richtung Hotel.

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Blick zurück auf die Gebäude der "Dunklen Männer" ;-)

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Hier residiert das Demokratische Forum der Deutschen in Kronstadt

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Die Sinagoga Neologă in der Strada Strada Poarta Schei, glücklicherweise blüht das jüdische Leben hier wieder auf und
in Rumänien kennt man keine Übergriffe auf Juden (schön, wenn es auch hierzulande so wäre!)

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Das -wirklich enge- Schnurgässchen in der Altstadt

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Dracula scheint ein wichtiger Tourismusfaktor zu sein. Naja, mein Fall ist derlei Tourismus gar nicht! (Foto: Burkhard Stehn)

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Ein Foto von der Hoteleigenen Hündin Lisa (Lissi) darf nicht fehlen.

Im Hotel angekommen, telefonierte ich erstmal mit unserem Freund Adrian, mit dem wir für den Abend verabredet waren, um näheres zu besprechen.
Adrian wollte und kurz nach 18 Uhr abholen, dann sollte es zum gemeinsamen Abendessen gehen.

Pünktlich kam Adrian vorgefahren und es ging nach Poiana Brașov, wo er in einem rustikalen Rumänischen Restaurant einen Tisch für uns reserviert hatte.
Kurz vor Poiana Brașov bog er auf eine Schotterstraße ab und nach etwa 2 Kilometern waren wir am Restaurent angelangt.
Wir waren beeindruckt: Herrliche Landschaft und ein rustikaler Gebäudekomplex (stammte aus der Zeit vor 1989 und wurde nach dem Verkauf an die
Sergiana Gruppe umfassend renoviert), rustikale, typisch altrumänische Einrichtung und eine Speisekarte mit einer großen Auswahl regionaler und typisch rumänischer Gerichte.
Die Mehrzahl der Lebensmittel wird von Sergiana produziert und sie sind fast alle regional und damit nachhaltig.
Link zur Restaurantwebseite:
Stâna Turistică

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Das "Ciucaș-Team" (v.l.n.r.) Burkhard, Adrian und Ingo

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Macht einen urigen Eindruck und ist innen wirklich sehr gemütlich (Foto: Burkhard Stehn)

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In diesem Teil des Komplexes war unser reservierter Tisch

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Mein Abendessen Mititei (auch Mici genannt) mit Mămăligă (auch Mămăliguță genannt, die Siebenbürger Sachsen nennen sie Palukes) und dazu wählte ich...

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... Salată Roșii cu Brânză (Tomatensalat mit geriebenem Schafskäse)

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Adrian entschied sich für Caşcaval pane cu Cartofi Prajiti (gebackener Käse mit Pommes Frites), dazu Legume murate (Sauer eingelegtes Gemüse)

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Unsere sehr nette und zuvorkommende Kellnerin in traditioneller Kleidung

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Adrian bestand auf dieses Foto

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Sehr urig und rustikal, mir hat es sehr gefallen

Nach dem ausgezeichneten Essen und einem Kaffee nebst zweier Țuica bat uns der Restaurantleiter hinter den Komplex, wo man für die Gäste ein Lagerfeuer
entfacht hatte.

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Hausgebackenes Brot aus dem Holzofen (Ich liebe so etwas!)

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Gemütliche Atmosphäre: Prasselndes Lagerfeuer in den nächtlichen Karpaten -Ganz Wunderbar!-

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Was will uns Burkhard damit nur sagen??? ;-)

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Beim Zigarette rauchen machte ich noch diese stimmungsvolle Außenaufnahme

Kurz nach 22 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg, es war ein sehr schöner Abend mit unserem Brașover Freund Adrian.
Das Restaurant können wir in jeder Hinsicht wirklich nur empfehlen!

Unterwegs hielt Adrian noch kurz am Parkplatz hoch über dem Stadtteil Schei an, damit wir noch ein paar Fotos seiner Heimatstadt machen konnten.

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Brașov bei Nacht, rechts der Stadtteil Schei (sprich: Skei)

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Blick über Schei zum Tâmpa (im Hintergund)

Pentru Adrian: Mulțumesc foarte mult pentru seara foarte frumoasă!

Als uns Adrian am Hotel absetzte, vereinbarten wir für den nächsten Morgen eine gemeinsame Fahrt zum authentischsten Markt der Stadt, da ich noch
frischen Brânză für Zuhause kaufen wollte.
Burkhard und ich begaben uns auf unsere Zimmer zur Nachtruhe.
Unsere letzte Nacht in Brașov.

Mittwoch, 25.09.2019

Bună Dimineața!

Kurz nach 8 War gemeinsames Frühsrtücken angesagt, gegen 9 wollte uns Adrian abholen.

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Originelle Uhr im Hotel...

Pünktlich um 9 Uhr war Adrian zur Stelle und gemeinsam fuhren wir zu seinem becvorzugten (weil preislich am fairsten undausschließlich regionale Anbieter) Markt.
Es handelt sich um den Markt "Piața Alimentaria Dacia" unweit des Bahnhofs.

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Hier kauften wir ein: Eine tolle Auswahl frischer Käse aus eigener (bäuerlicher) Produktion in Covasna

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Die nette Verkäuferin zeigt ein eingelegte und geräuchertes Stück Schafsfleisch

Schfasfleisch ist leider gar nicht mein Geschmack, aber ich deckte mich mit reichlich Käse ein.
Danach kaufte ich bei einer Regionalen Bäckerei (Adrian gab mir den Tipp) noch ein frisches Brot für zuhause.
An einem Stand mit scharfen Paprikas konnte ich nicht vorbeigehen, denn ich hatte dem Züchter meines Jack-Russell-Terriers (Luna)
scharfe Paprikas versprochen.
Die überaus freundliche Verkäuferin meinte nur grinsend zu mir: "Atenție, sunt la fel de ascuțite ca iadul!" (Achtung, die sind scharf wie die Hölle!)
Auch Adrian kaufte auf dem Markt diverse Lebensmittel ein, bevor er uns am Hotel absetzte, denn er musste zur Arbeit.
Nach der überaus herzlichen Verabschiedung brachte ich die eingekauften Lebensmittel ins Hotel (wir hatten das Gepäck im Gepäckraum verstauen dürfen),
denn unser Zug fuhr erst um 16:31 Uhr.
Wir ließen uns von der Chefin Irina im Innenhof einen Kaffee servieren und schauten der Hündin Lisa (Lissi) beim zerbeißen eines Holzstückes zu, was Burkhard
filmisch festhielt:

Quelle: YouTube
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Irina fotografierte die beiden "Neamț" (Deutschen) Rumänienfahrer im Innenhof des Hotels Adabelle

Dann beschlossen wir, noch eine Runde durch die Altstadt zu drehen.
In der Strada Apollonia Hirscher, unweit des historischen Rathauses entdeckten wir eine außergewöhnliche Eisdiele, die fast ausschließlich regionale Zutaten verarbeitet.
Wir entschieden uns für ein Eis aus frisch verarbeiteten Himbeeren, serviert in einem in gefriergetrockneten Himbeerflocken gewälzten, kleinen Baumstriezel.
So etwas hatten wir noch nie gehabt!

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Das hat einfach nur genial geschmeckt! -Super lecker!!!-

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Am Hotel "Coroana" an der Ecke Strada Republicii/Strada Politehnicii hat das alte Telefonschild die Zeiten überdauert (Foto: Burkhard Stehn)

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Die Chefin des Hotels, Irina an der Rezeption

Wir baten Irina, uns ein Taxi zu rufen, dann verabschiedeten wir uns von Irina und ihren überaus netten Angestellte, sowie von der Hündin Lissi.
Mit dem Taxi waren wir dann Ratzfatz am Bahnhof.

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R 16033 mit der Zuglok 425 576-2 des EVU Regio Călători fährt in Brașov ein (Die Lok, wie auch die Wagen stammen von der SNCF in Frankreich)

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Hinter den 3 "RIO"-Wagen hing noch ein Triebwagen

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Unverkennbar eine ehemalige "Caravelle" aus Frankreich: 970 529-7 am Schluss des R 16033

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970 570-1 der Regio Călători fährt als R 16365 Brașov-Brețcu

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40 540-7 wird den R 3533 nach Sighișoara (Schäßburg) bespannen

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41 412-3 fährt mit ihrem R 4584 aus Sfântu Gheorghe ein

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Die langjährige Bahnhofsrangierlok 80 015-5 versieht immer noch treu und brav ihren Dienst auf dem Bahnhof Brașov

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Die 40 562-1 wird den R 4513 nach Toplița befördern, dahinter steht R 3533 nach Sighișoara (Schäßburg), bespannt mit 40 540-7

Wir kommen mit einem etwas verunsichert wirkenden Reisenden ins Gespräch, der etwas ratlos vor dem Wagenstandanzeiger auf unserem Bahnsteig steht.
Er spricht Deutsch mit einem feinen Wiener Akzent.
Er sucht den ungefähren Standort des Liegewagens im IR 346 "Dacia" nach Wien.
Ich erkläre ihm, dass dieser Zug wegen umfangreicher Bauarbeiten (Komplette Rekonstruktion der Strecke im Abschnitt Coșlariu - Arad über Teiuș anders als angezeigt
gereiht ist.
An der Spitze laufen bis Teiuș der Wagen 1 (Sitzwagen 2. Klasse) und der Speisewagen, gefolgt vom Wagen 412 (Sitzwagen 2. Klasse nach Wien), Wagen 413 (Liegewagen nach Wien),
Wagen 414 (Schlafwagen nach Wien) und Wagen 431 (Sitzwagen 2. Klasse nach Budapest Keleti).
Der Mann stellt sich vor, er heißt Rareș, stammt aus Brașov und lebt und arbeitet nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Spanien jetzt in Wien.

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Ich erkläre Rareș die aktuelle Zugbildung (Foto: Burkhard Stehn)

Zwei Minuten VOR Plan fährt unser IR 346 "Dacia" (București Nord - Wien Hbf) ein.
Hier in Brașov hat der Zug heute also insgesamt 10 Minuten Aufenthalt, wir steigen in unseren Schlafwagen und beziehen unser Abteil.

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Wir haben das Abteil 1, Betten 11 und 115 (Double)

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Unser Abteil

Die Schlafwagen vom Typ Astra AVA gehören nach unserer Erfahrung zu den komfortabelsten und bequemsten Schlafwagen auf Europas Schienen,
gleich nach den TALGO-Schlafwagen.
Die Wagen sind sehr gut gefedert, man hört die Klimaanlage nicht (auch wenn der Zug mal länger steht) und die Betten sind nicht zu weich, sondern
absolut Komfortabel von einer hervorragenden Liegequalität!
Da kommen die Doppelstockschlafwagen der ÖBB (ex. DB, ex. City Night Line), sowir die Siemens Schlafwagen der CD und ÖBB nicht heran.

Unser Zug fährt auf die Minute pünktlich um 16:31 Uhr in Brașov ab!

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Blick zurück auf meine geliebten Karpaten zwischen Brașov und Bod (Brenndorf)

La revedere, iubiți Carpați, mă voi întoarce!

Die Durchfahrt unseres Zuges durch Bod (Brenndorf) habe ich filmisch dokumentiert:

Quelle: YouTube

An der Sendeanlage Bod fiel mit auf, dass es kleine Wachtürme aus der Kommunistischen Zeit gibt, die aber nicht mehr besetzt sind.
Hinter Bod beschlossen wir, den Speisewagen aufzusuchen, was ja quasi unser "Rückreise-Ritual" im Dacia ist.

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Abteil im Sitzwagen 2. Klasse der CFR nach Wien

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Der Seitengang des Wagens

Auffallend war die absolute Sauberkeit in allen Wagen des Zuges.

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Die Evangelische (A.B.) Kirche in Feldioara (Marienburg)

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Die frisch restaurierte Burganlage in Feldioara (Marienburg)

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Auch ein wirklich sehr guter Rotwein im rumänischen Speisewagen: 2016er Cabernet Sauvignon vom Weingut Domäne Tohani in Dealu Mare bei Târgoviște, dazu Mineralwasser "Aqua Carpatica"

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Auch auf dieser Flasche der "obligatorische" Stempel von CFR-Gevaro

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"Im gesamten Wagen ist das Rauchen verboten"...

Nun folgt ein Video mit Landschaftseindrücken Siebenbürgens zwischen Feldioara und Homorod, "gespickt mit unserer Unterhaltung" ;-)...:
Quelle: YouTube

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Berge hinter Homorod

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Wir passieren Cața

Hinter Cața beschließe ich, in den ersten Wagen (ehemaliger InterRegio Wagen der DB) zu gehen und nochmal zu filmen.
In diesem Wagen liegen auch Fahrplanheftchen (ähnlich der DB-Reisepläne) für den "Dacia" und den "Ister" aus:
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Bemerkenswert finde ich, dass die Fahrzeiten nur bis/ab Arad angegeben sind, obwohl die Züge weiter nach Budapest und Wien fahren... .

Die Rumänen haben die Wagen schön renoviert und eine Klimaanlage eingebaut, die die Wagen (außer dem Bistro) bei der DB nie hatten.
Die Übersetzfenster hat man aber gelassen, was bei einem Ausfall der Klimaanlage im Hochsommer ein ganz großer Vorteil für die Reisenden ist, denn
diese "Lüftungsklappen" sorgen in solchen Fällen Temperaturmäßig kaum für "Linderung".

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Absolut gelungene Raumaufteilung: Abteile und Großraum, für jeden Geschmack etwas

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Unter dem Fenster sieht man den Lüftungsschacht der Klimaanlage

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40 919-3 ist also unsere Zuglok bis Teiuș

Die Durchfahrt Beia auf Video:
Quelle: YouTube
Auffallend ist der schlechte Zustand des Oberbaus.
Seit dem Ende der Kommunistischen Diktatur hat man kaum in die Unterhaltung investiert, so dass sogar internationale Schnellzüge Streckenweise mit 40km/h dahinschleichen müssen!
Auch in Rumänien scheint es Verkehrspolitisch in dieselbe Richtung zu gehen, wie in Westdeutschland seit den 1960er Jahren: Auto, Auto, Auto!
Man macht also dieselben gravierenden und verhängnisvollen Fehler wie hierzulande!
Glücklicherweise ist diese Hauptstrecke Bestandteil des Transeuropäischen Korridors zum Schwarzen Meer und die CFR wird diese Tage den Ausbau (Komplettsanierung) des Abschnittes
Sighișoara - Brașov an ein Konsortium aus je einer Firma aus Frankreich, Griechenland und Rumänien beauftragen.
Es wird auch allerhöchste Zeit!
Denn die Komplettsanierung wird sicherlich einige Jahre in Anspruch nehmen, immerhin handelt es sich um eine Strecke von 128 Kilometern und es stehen nicht nur ein neuer Oberbau, sondern neue Leit- und Sicherungstechnik,
neue Brücken, Tunnels und eine teilweise Neutrassierung an.
Nach dem Ausbau sollen Reisezüge mit bis zu 160 km/h und Güterzüge mit bis zu 120 km/h verkehren können.

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Noch eine Innenaufnahme im IR-Wagen

Dann wurde es Zeit, in den Speisewagen zurückzugehen, der Hunger machte sich bemerkbar.

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Mal eine neue Salatvariation: Tomaten und Weißkohl -schmeckte lecker-

Die frisch zubereiteten Salate sind eine Qualitativ ganz andere "Hausnummer", als die abgepackten Fertigsalate bei DB Gastro, hier ist man noch deutlich
nachhaltiger unterwegs als
bei der DB.
Vor allem weniger Verpackungsmüll als in Deutschen Speisewagen (wenn man von den Plastikflaschen fürs Mineralwasser mal absieht)!!!

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Unser wirklich sehr gutes Abendessen: Piept de Pui la gratăr și Cartofi prăjiți cu Cașcaval ras, Legume Mexicană (Gegrillte Hähnchenbrust mit Pommes Frites
-bestreut mit geriebenem Cașcaval- und mexikanisches Gemüse)

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Die Evangelische Kirche (A.B.) in Archita

Trotz der vielen Langsamfahrstellen auf der Oberbaumäßig ziemlich abgewirtschafteten Strecke kommen wir 6 Minuten VOR Plan in Sighișoara (Schäßburg) an.

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Blick auf die Bergkirche zu Sighișoara (Schäßburg)

Zeit für ein Foto unseres Zuges vom Bahnsteig und nebenbei eine Zigarette. ;-)

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40 919-3 vor IR 346 "Dacia" (București Nord - Wien Hbf) im Bahnhof Sighișoara (Schäßburg)

Die Ausfahrt des Zuges in Sighișoara habe ich gefilmt (man beachte den gewaltigen Unterschied des Oberbaus ab dem Neubauabschnitt am Bahnhofsende):
Quelle: YouTube
Am Bahnhofsende beginnt der Neubauabschnitt der Strecke.
Der Bogen, dem die alte Strecke im Verlauf des Flussbogens der Târnava Mare (Große Kokel) folgte, wurde durch einen Neubau mit Brücke und Tunnel abgekürzt.
Bis auf ein paar kleinere Restarbeiten ist der Abschnitt bis kurz vor Simeria fertiggestellt und bald können die Schnellzüge mit bis zu 160km/h verkehren.

Hinter Sighișoara brach die Nacht rasend schnell herein, so dass keine Video- und Fotoaufnahmen mehr möglich waren.
Zurück im Speisewagen, stellte ich fest, dass Rareș und ein Mitreisender aus seinem Liegewagenabteil zum Schlummertrunk gekommen waren.
So vertrieben wir uns die Zeit bis Teiuș mit einer sehr angeregten Unterhaltung.

Leider wird der Speisewagen vorerst nicht in Curtici (dem Grenzbahnhof zu Ungarn) angehängt, sondern schon in Teiuș, wo ein Fahrtrichtungswechsel stattfand.
Kurz bevor der Speisewagen geschlossen wurde, erstand ich beim überaus netten Kellner noch 4 Fläschen "Alexandrion"-Weinbrand, den wir bei einer gemeinsamen Zigarette
auf dem Bahnsteig in Teiuș genossen.

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Gruppenfoto auf dem Bahnsteig in Teiuș, der nette Zugschaffner machte das Foto mit Burkhards Kamera.
Rareș ist der zweite von rechts.

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Das beleuchtete Stationsschild von Teiuș, die Bahnhofsuhr beweist, dass wir eine Verspätung von mindestens 10 Minuten haben (Foto: Burkhard Stehn)

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Der Menschenleere Hausbahnsteig im Bahnhof Teiuș

Dann wurde es Zeit, wieder einzusteigen, also erstmal in den Liegewagen rein, dann verabschiedeten wir uns von Rareș und seinem netten Mitreisenden.
In unserem Schlafwagen warf ich einen interessierten Blick in die Dusche am Wagenende.

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Oh Wunder, Duschkopf vorhanden (sogar das warme Wasser lief!)

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Und alles Pikobello sauber!

Im Abteil machten wir uns nach der Abendtoilette Bettfertig, denn die Nacht würde kurz werden, da wir um 04:50 Uhr schon wieder aussteigen mussten.
Das Einschlafen ging wie immer in diesen komfortablen Schlafwagen recht schnell.
Ne denn: Noapte bună!(Gute Nacht!)

Donnerstag, 26.09.2019

Mit fast 20 Minuten Verspätung (Bauarbeiten zwischen Coșlariu und Arad) kamen wir um 01:58 Uhr am rumänischen Grenzbahnhof Curtici an.
Die Rumänische Grenzpolizei war mit der Kontrolle der Ausweise schnell durch.
Mit 10 Minuten Verspätung fuhren wir um 02:20 Uhr in Curtici ab, Zeit, die Uhren um eine Stunde Zurückzustellen.

Die ungarische Grenzkontrolle in Lökösháza ging ebenfalls schnell, so dass wir weiterschlafen konnten.

Pünktlich auf die Minute kamen wir in Budapest-Keleti an.
Der "Dacia" steht hier planmäßig 50 Minuten, denn der Wagen 431 wird hier abgehängt und an der Spitze werden 2 Wagen 2. Klasse, ein Wagen 1. Klasse und ein Speisewagen
(alle Wagen der Ungarischen MÁV) beigestellt.

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Die 477 231-1 der CFR hat unseren Zug von Teiuș bis Budapest-Keleti befördert

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Links der "Dacia", rechts der IC 800 "Sopianae" nach Pécs (Fünfkirchen) (Foto: Burkhard Stehn)

Jetzt mussten wir zum Bahnhof Budapest-Nyugati, wo um 07:40 Uhr der EC 172 "Hungaria" Richtung Hamburg abfahren sollte.
Da wir gute 2 1/2 Stunden Zeit hatten, gingen wir den Weg zu Fuß.

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431 290-0 hat den IC 702 Tiszavirág nach Szeged bereitgestellt

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Unser EC 172 soll von Gleis 11 abfahren, man beachte den Hinweis auf den Standort "vorne am Bahnsteig"

Da der Zug schon mit offnenen Türen bereitstand, stiegen wir ein und nahmen unsere reservierten Plätze im Abteilwagen ein.
Anschließend wollte Burkhard noch den Zug fotografieren, da ich unser Gepäck "bewachte", gab ich ihm meine Kamera mit mit der Bitte ein paar Fotos für mich zu machen.

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Unser Zug hing noch an der Sammelschiene, weshalb die Zuglok noch nicht angehängt war (Das Foto hat Burkhard mit meiner Kamera gemacht)

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Jetzt wird die Tschechische 380 003-4, welche unseren Zug bis Praha hl. n. befördern wird, angehängt (Das Foto hat Burkhard mit meiner Kamera gemacht)

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Das Zuglaufschild des Zuges an einer Einstiegstür (Foto: Burkhard Stehn)

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Unser Abteil (Foto: Burkhard Stehn)

Kurz vor Abfahrt kam noch ein sehr nettes älteres Ehepaar aus Sachsen zu uns ins Abteil, sie haben Verwandte in Ungarn besucht.
Unser Zug setzte sich pünktlich auf die Minute in Bewegung.
Als wir die Vororte von Budapest hinter uns gelassen hatten, begaben wir uns in den Ungarischen Speisewagen, um zu Frühstücken.

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So ein schönes Frühstück gibt es in deutschen Speisewagen seit einigen Jahren leider nicht mehr: Frische Spiegeleier mit gekochtem Schinken!

Leider wurde die frische Zubereitung von Eierspeisen in Deutschen Speisewagen aus Kosten- und (angeblich?) Hygienegründen gnadenlos wegrationalisiert.
Und das tiefgekühlte Rührei aus der Mikrowelle ist meines Erachtens eher etwas für absolut Geschmacksbefreite Zeitgenossen... .

Wir genossen das Frühstück und die vorbeiziehende Landschaft am Donauknie.

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Wir halten in Nagymaros-Visegrád (Foto: Burkhard Stehn)

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Das "Mikroskopisch" kleine Stationsschild am Bahnsteig

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Die berühmte Burg Visegrád auf einem Berg am gegenüberliegenden Ufer der Donau

In Nové Zámky stieg ein Ehepaar zu, welches der Ungarischen Minderheit in der Slowakei angehört, sie waren auf dem Weg zum Flughafen Bratislava.
Jetzt war unser Abteil voll besetzt.
Dies sollte sich bis Prag auch nicht mehr ändern, denn in Bratislava stieg ein Studentenpäärchen zu.

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In Kúty standen zwei Tschechische 230, an der Spitze 230 035-8

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Wir verlassen gerade die Tschechische Stadt Brno (Brünn)

Kurz nach 12 begaben wir uns zum Mittagessen wieder in den Speisewagen, welcher recht gut besucht war.

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Zum Essen ein gut gekühltes ungarisches "Soproni" aus Sopron (Ödenburg)

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Fast schon unser "Stammgericht" im ungarischen Speisewagen: Rindergulasch mit Nockerln, dazu sauer eingelegte gelbe Paprika mit Weißkohl gefüllt

Der Gulasch schmeckt wie immer vorzüglich und wir genossen wieder die "Zivilisierte" Form gepflegter Reisekultur mit allen Sinnen.
Hach, was geht es uns doch gut!

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Ich denke, man sieht es mir an dass ich die Fahrt sehr genieße (Das Foto hat Burkhard mit meiner Kamera aufgenommen)



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Wir fahren in Pardubice hl. n. ab

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Auch die Züge in Tschechien werden immer moderner (aber auch bequemer?) -Pardubice hl. n.-

Mit etwa 10 Minuten Verspätung erreichten wir dann Praha hl. n., wo ich mich von Burkhard (er fuhr mit dem Zug weiter bis Dresden Hbf) und den Mitreisenden
verabschiedete.
Unglaublich, welche Massen von Menschen hier aus- und einstiegen!
Ich gönnte mit vor dem Bahnhof erstmal eine Zigarette, dann genehmigte ich mir in der Bahnhofskneipe ein schönes frisch gezapftes "Staropramen" vom Fass.

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Was wäre Tschechien ohne Bier...

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Das Design der Tschechischen Steuerwagen ist etwas gewöhnungsbedürftig

Langsam wurde es Zeit, zur Bushaltestelle vor dem Bahnhof an der Wilsonova zu gehen.
Tja, warum fuhr ich mit dem Bus ab Prag und nicht mit dem Zug?
Ganz einfach: Das Risiko eines Anschlussverlustes (südlich Prag sind umfangreiche Bauarbeiten im Gange und auch vor Plzen) dazu kam die recht knappe
Umsteigezeit in Cheb (Eger) von 6 Minuten auf einem gerade im Umbau befindlichen Bahnhof.
Da ging ich auf "Nummer sicher" und buchte den IC-Bus der DB.
Flixbus wäre zwar billiger gewesen, aber den nehme ich aus Prinzip nicht!

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Ein IC-Bus der DB an der Haltestelle Praha hl. n. Wilsonova

Der Bus war zu etwa 40% besetzt und die Abfahrt war pünktlich.
Durch den unglaublich dichten Verkehr auf den Prager Straßen ging es Richtung Autobahn.

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Wir überqueren die Vlatava (so heißt die Moldau auf Tschechisch), hinten erkennt man den Veitsdom und die Prager Burg

Auf der Autobahn ging es dann flott voran.
Vorbei an Beroun und Pilsen ging es zur Grenze, die wir ohne Halt passierten (da hatte ich schon öfter gemeinsame Kontrollen von Tschechischer Grenzpolizei und
deutscher Bundespolizei erlebt.
Hinter Vohenstrauß verschlechterte sich das Wetter rapide und es begann ergiebig zu regnen.
Der Regen hielt bis kurz vor Nürnberg an, wo wir 11 Minuten VOR der planmäßigen Ankunftszeit am ZOB eintrafen.
Im Bahnhof kaufte ich mir bei der regionalen Metzgerei noch zwei belegte Brötchen und begab mich zum Gleis 15, wo der IC 2060 (Leipzig Hbf - Karlsruhe Hbf)
abfahren sollte.
Innerlich hoffte ich, dass dieser "vermaledeite" IC2 einigermaßen pünktlich ist, denn ich wollte jetzt nur noch nach Hause!

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Laut Zugzielanzeiger ist er pünktlich, während der darunter angezeigte Gegenzug aus Karlsruge wie üblich verspätet ist

Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder: Der weiße 'Teppich-RE' kam auf die Minute pünktlich an und fuhr auf die Minute pünktlich weiter.
Beim Aufenthalt in Stuttgart bekamen wir dann doch noch eine Verspätung von fast 10 Minuten verbraten, aber diesmal nicht wegen Technischer Mängel,
sondern wegen 'Warten auf Anschlussreisende' (Es waren gerade mal 3 an der Zahl...) .

Ich stieg dann in Mühlacker in den RE von Abellio, fuhr mit dem bis Bretten und von dort mit einem S-4 Eilzug der AVG die restlichen Kilometer bis Wössingen Ost.

Eine wirklich schöne Reise ging zu Ende.
Super Schienengastronomie in den Speisewagen der JLV, Utasellató und insbesondere der CFR Gevaro waren die Krönung des Reisens in den Zügen.
Das Kennenlernen bisher unbekannter Orte und Städte wie Arad, Timișoara, Craiova, Mangalia und Poiana Brașov sowie das Wiedersehen von liebgewonnenen Menschen wie der
hochverehrte Pfarrer und Schriftsteller Eginald Schlattner und unserem langjährigen Freund Adrian waren menschliche und emotionale Höhepunkte.
Ebenso die mitunter wunderschönen Landschaften, insbesondere meine geliebten Karpaten werden mir immer in sehr guter und angenehmer Erinnerung bleiben!

An dieser Stelle mein besonderer Dank für die Gastfreundschaft an Herrn Pfarrer Schlattner, Cengruța in Bod (Brenndorf) und an unseren geschätzten Freund Adrian aus Brașov!
Ich sage Euch: Vielen herzlichen Dank, ihr seid wunderbare Menschen!
Auf ein gesundes Wiedersehen im nächsten Jahr!
În acest moment mulțumirile mele speciale pentru ospitalitatea către Pastorul Schlattner, Cengruța din Bod (Brenndorf) și stimatul nostru prieten Adrian din Brașov!
Îți spun: mulțumesc foarte mult, ești oameni minunați!
Pentru o reuniune sănătoasă anul viitor!

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Lesern und würde mich auch hier wieder über zahlreiche Feedbacks sehr freuen.

Auch gilt mein ganz besonderer und aufrichtiger Dank an diejenigen hier bei Drehscheibe-Online, die sich per Spendenbeitrag an der Finanzierung der Schulbus-
Monatskarte für das kleine Zigeunermädchen beteiligen.
DAS ist eine große Geste der Menschlichkeit und ein wohltuendes Signal in unserer Zeit.


Hier nun die Links zu den vorherigen Reiseberichten dieser Reise:
Iată linkurile către rapoartele de călătorie anterioare ale acestei călătorii:
1. Teil:
Klick mich!
2. Teil: Klick mich!
3. Teil: Klick mich!
4. Teil: Klick mich!
5. Teil: Klick mich!
6. Teil:
Klick mich!
7. Teil: Klick mich!

Und zum Schluss noch die Links zu meinen früheren Reiseberichten (Jeweils zum 1. Teil, die anderen sind wie gewohnt, untereinander verlinkt, so dass man sich alle Teile anklicken und ansehen kann):
Și, în sfârșit, link-urile către rapoartele mele de călătorie anterioare (în fiecare caz la Partea 1, celelalte sunt la fel ca de obicei, legate între ele, astfel încât să puteți face clic și să vedeți toate părțile):
Rumänien 2013
Rumänien 2014
Rumänien Jahreswechsel 2014/15
Rumänien 2015
Sizilien 2016
Rumänien 2017
Rumänien 2018





6-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.11.19 12:43.

Wieder schöne Eindrücke, danke! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 07.11.19 22:42

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de] - Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de]
http://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Hallo Ingo und Burkhard,

vielen, vielen Dank für diesen Bericht. Leider ist es der letze dieser Reise.
Ich bin gerne „mitgefahren" und habe dabei viele interessante Informationen bekommen.
Durch Deine Berichte ist für mich einmal mehr klar, ich werde Rumänien schon bald wieder besuchen.

Für Burkhard und alle anderen, die gerne die CFR „Bahnsteigmelodie“ hören möchten, stelle ich hier zwei Links ein, die zu der Melodie bzw. der Melodie mit Ansage führen (wav-Dateien).
Es sind Aufnahmen, die ich mit meinem Handy am 20.09.2019 aufgenommen habe.
Die Links führen zu den Seiten von filehorst.de eine Erweiterung von abload.de.

Link 1, CFR nur Ansagemelodie, Dateigröße 4,66 MB, https://filehorst.de/d/czIsAmif
Link 2, CFR-Melodie und Ansage in Simeria für den IR346 nachWien, Dateigöße 39.08 MB, https://filehorst.de/d/coIAjxgz
Einfach den gewünschten Link anklicken und den Anweisungen folgen. Nach einigen Sekunden erscheint eine wav-Datei, die man dann wahlweise hören oder auch speichern kann

Viel Spass.

Ahoi aus Hamburg, Interrail-Bingo

DANKE!

geschrieben von: Flipp1982

Datum: 08.11.19 10:12

Hallo Ingo,

ganz vielen Dank für die Berichtsreihe. Nun ist sie fertig, wie übel. Ich glaube, Du musst nun los auf eine neue Reise, ich will weiterlesen :-)

Viele Grüße und bis bald hoffentlich in Rumänien oder Nürnberg,
Bastian

Deutsche Dampflokomotiven im Ausland - (m)ein spannendes Thema. Literaturtipps:

"Preußens Gloria in Siebenbürgen - das Eisenbahnmuseum Sibiu und seine (deutschen) Fahrzeuge" - Booklet, 48 S., >90 Bilder. Eine morbide Welt voller preußischer Lokbaukunst mitten in Rumänien.

"Dampfloktechnik heute" - Einsatz, Technik & Wartung der deutschen 52er im Jahr 2019 in den KREKA-Minen BiH. 192 S., 192 Abb.. Verfasst vom legendären "Techniker" Dr. Ing. Merim Alicic, übersetzt ins Deutsche.
Guten Vormittag Ingo,

vielen Dank fürs Mitnehmen auf eine Rundreise durch Rumänien.
Sehr gute Arbeit gemacht, spezieller Dank für die Bilder und Videos.


Beste Grüsse
D461
Auch von mir ein großes Danke fürs mitnehmen auf die Reise.

Meine Reiseberichte findet ihr in Zukunft auch hier:

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