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Angemeldet: -

Hallo liebe Freunde des entspannten und genießenden Reisens,

vom 31. August bis zum 21. September 2019 war ich mal wieder mit einem 22-Tage-Interrail-Pass in Richtung Lisboa unterwegs. Die Fahrt war großartig, und ein Reisebericht wird auch noch folgen. Dieser Vorabbericht beschäftigt sich mit dem IC 280/283, der Teil dieser Reise war.

Vorgeschichte zu diesem Beitrag

Schon im Vorfeld hatte ich mit Thomas vereinbart, dass wir uns am 14.09. um 07:30 Uhr in Lisboa Santa Apolonia treffen, um dann gemeinsam zurück zu reisen. Dafür hatte Thomas eine ambitionierte Anreise Aschaffenburg – RE – Frankfurt – ICE – Paris – Bahnhofswechsel – TGV – Hendaye – Südexpress – Lisboa innerhalb eines Tages konstruiert. Leider ist die Reisekette dann in Paris gerissen, denn bei der RATP hat man am Freitag dem 13. zum Streik aufgerufen. Mit der nächsten möglichen Verbindung hat er es dann noch bis Irun geschafft, der Südexpress war da natürlich längst weg. Also Zwischenübernachtung.

Wir hatten dann als neuen Treffpunkt Vigo am 15.09. mittags ausgemacht. Um dort hin zu kommen, ist Thomas dann am 14.09. mit dem IC 283 von Irun nach A Coruna gefahren, also praktisch den gesamten Laufweg (fast 12 Stunden). Die meisten Bilder sind also von dieser ungeplanten Fahrt.

Zur Verdeutlichung hier der Fahrplan des IC 283, auch der einzelne Kurswagen aus Bilbao nach Vigo ist mit aufgeführt. Der „Stammzug“ hat zwei Wagen, davon immerhin einer mit Bistroteil.

https://abload.de/img/fahrplan_ic_283l8koe.jpg

Dann gab es noch eine umgeplante Fahrt von Leon nach Monforte, nachdem unser User „ter_hautz“ am 07.09. nach lokbespannten klassischen Reisezügen in Spanien fragte. Da war ich schon in Lisboa und wir haben neu geplant. Siehe dazu: [www.drehscheibe-online.de]

Jetzt aber zu den Bildern!

Sonnabend, 14.09.2019 Irun – A Coruna

https://abload.de/img/017ljh5.jpg
Bild 1
Überblick über die Breitspurseite des Bahnhofs Irun

Welche Aufgaben 311 124 hatte, kann ich leider nicht sagen. Am Hausbahnsteig steht IC 283 bereit.

https://abload.de/img/024qksc.jpg
Bild 2
Rückwärtige Detailansicht des Zuges

https://abload.de/img/03oeks1.jpg
Bild 3
Und hier noch das Zuglaufschild

https://abload.de/img/0498k1t.jpg
Bild 4
Von vorn kommt auch das Zugpferd 252 040 zur Geltung

https://abload.de/img/05h6jwz.jpg
Bild 5
Zwischenhalt in San Sebastian

https://abload.de/img/06prjy6.jpg
Bild 6
Im Inneren geht es für uns eher unspektakulär zu

https://abload.de/img/07o6jfd.jpg
Bild 7
Halt in Zumarraga

https://abload.de/img/08xjkl2.jpg
Bild 8
Schon sind wir in Alsasua/Altsasu

https://abload.de/img/09g9jzr.jpg
Bild 9
Bei der Ausfahrt kommt dann der unschlagbare Vorteil des klassischen Reisezuges zur Geltung: Die letzte Stirnwandtür des Zuges, durch die man ungehinderte Sicht auf die rückwärtige Strecke hat (vorausgesetzt, die Scheibe ist ausreichend geputzt)

https://abload.de/img/10i9kt0.jpg
Bild 10
Bahnhof Vitoria/Gasteiz

https://abload.de/img/11uak0x.jpg
Bild 11
In Miranda de Ebro kommt ein größeres Ausbesserungswerk ins Blickfeld

EDIT: User SF schrieb: "Bild 11 sollte das Werk von der Firma Talgo sein, wo auch der künftige EC Nachfolger für Deutschland in Teilen produziert wird." Danke für die Ergänzung.

https://abload.de/img/126qj1f.jpg
Bild 12
Hier wird es Zeit, von 252 040 Abschied zu nehmen...

https://abload.de/img/13vpj3v.jpg
Bild 13
...denn 252 038 wird die weitere Traktion bis Leon übernehmen.

Hier setzt sie gerade mit ihrem Kurswagen aus Bilbao an den Zug.

https://abload.de/img/14z0jjc.jpg
Bild 14
Dieser wird bis Ourense am Zug verbleiben, und dann wieder allein nach Vigo fahren

https://abload.de/img/15h0jfp.jpg
Bild 15
Der Zug hat seine volle Stärke erreicht

https://abload.de/img/16dykth.jpg
Bild 16
Dass es im Norden Spaniens landschaftlich sehr reizvoll zugeht, zeigt dieses Bild von der Durchfahrt in Pancorbo, wieder aus dem letzten Wagen aufgenommen

https://abload.de/img/17yokmf.jpg
Bild 17
Zwischenhalt in Burgos

https://abload.de/img/18qskvk.jpg
Bild 18
Und ein weiterer Zwischenhalt in Palencia

Hier war seinerzeit beim D 280 vor über 20 Jahren ein längerer Aufenthalt, um den Kurswagen aus Salamanca anzusetzen. Diesen Linienast gibt es aber bei diesem Zug nicht mehr.

https://abload.de/img/19lqjnj.jpg
Bild 19
Bei der Einfahrt nach Leon passiert der Zug die Umspuranlage

Links daneben befinden sich dann die Normalspurgleise. Dieser Zug wird allerdings nicht umgespurt, sondern wird komplett auf Breitspur fahren. Einen solchen Blick in die Umspuranlage hat man allerdings nur mit diesem Zug.

https://abload.de/img/205nj0x.jpg
Bild 20
252 038 hat in Leon ihre Aufgabe am IC 283 erledigt

https://abload.de/img/21o9j8q.jpg
Bild 21
Neues Zugpferd ab Leon ist 252 035

https://abload.de/img/22kaj3i.jpg
Bild 22
Aus dem letzten Wagen des Zuges ein letzter Blick auf die zurück bleibende 252 038, die wohl in Kürze den Gegenzug übernehmen wird

https://abload.de/img/23ank6b.jpg
Bild 23
Der Bahnhof Leon hat derzeit tatsächlich nur vier Bahnsteiggleise

Rechts sind zwei normalspurige Gleise, in der Mitte zwei breitspurige. Allerdings wird hier wohl demnächst noch ein Tunnelbahnhof dazu kommen, wie wir wenige Tage später erahnen konnten.

https://abload.de/img/2416j0b.jpg
Bild 24
Blick in die Umspuranlage aus der Gegenrichtung

Spannend finde ich, dass die Umspurung von Breit- auf Normalspur mit 20 km/h zulässig ist, umgekehrt aber nur mit 15 km/h (siehe Bild 19).

Die restliche Strecke bis A Coruna, die Zweitbereisung zwischen Leon und Monforte wenige Tage später, und die Kreuzungen mit dem IC 280 in verschiedenen Bahnhöfen zeige ich Euch dann im zweiten Teil dieses Vorabberichtes.

Hier geht es zum zweiten Teil: [www.drehscheibe-online.de]

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]




4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:10:16:01:45:51.
Hallo Ralf!

Der Zug ist ja was nach "meinem Geschmack"!
Du schreibst, dass ein Wagen ein Bistro hatte.
War das denn auch bewirtschaftet?
Auf der RENFE-Fahrplanauskunft bekommt man nämlich den Hinweis: "Sin restauración", also "Ohne Bewirtschaftung".
Wie ist denn der Sitzkomfort in den Wagen?

Vielen Dank für Deine sachdienlichen Hinweise.

In erwartung des Reiseberichtes verbleibe ich grüßend

Ingo
Vielen Dank für den Bericht! habe da ja vor einigen Tagen den Thread eröffnet wie es in Spanien mit klassischen Reisezügen aus.

Schön die Bilder jedoch traurig aber wahr dass es in diesen Riesenland nur noch einen einzigen "normalen" Personenzug gibt - schade auch dass in Spanien nicht Private wie anderswo wieder alte verstaubte Reisezugwagen in den Personenverkehr zurück gebracht haben.
Hallo Ralf,

danke für den schönen Bericht.
Bild 11 sollte das Werk von der Firma Talgo sein, wo auch der künftige EC Nachfolger für Deutschland in Teilen produziert wird.
E 44 051 schrieb:
Bei der Ausfahrt kommt dann der unschlagbare Vorteil des klassischen Reisezuges zur Geltung: Die letzte Stirnwandtür des Zuges, durch die man ungehinderte Sicht auf die rückwärtige Strecke hat (vorausgesetzt, die Scheibe ist ausreichend geputzt)
Eindrucksvoll fand ich immer Stellen, an denen eine längere Rampe in die Ebene übergeht. Beim Blick zurück aus dem Heckfenster sieht man dann einige Dutzend Meter zunehmend abfallendes Gelände mit ebenfalls abwärts gekrümmten Schienen und dahinter liegt scheinbar ein Abgrund.

Habe mich dann immer gefragt, wie sich ein Lokführer fühlt, wenn er in Gegenrichtung (talwärts) auf eine solche Stelle zufährt: noch 30m Schiene und dann nichts mehr. Vor allem wenn er nicht wie in den Alpen daran gewöhnt ist, sondern nur gelegentlich eine solche Stelle passiert (wie beispielsweise westlich Lüttich vor der Rampe ins Maastal hinunter.
ter_hautz schrieb:
Vielen Dank für den Bericht! habe da ja vor einigen Tagen den Thread eröffnet wie es in Spanien mit klassischen Reisezügen aus.
Ich finde den über die Suchfunktion nicht. Hast Du einen Link?

ter_hautz schrieb:
Schön die Bilder jedoch traurig aber wahr dass es in diesen Riesenland nur noch einen einzigen "normalen" Personenzug gibt - schade auch dass in Spanien nicht Private wie anderswo wieder alte verstaubte Reisezugwagen in den Personenverkehr zurück gebracht haben.
M.W. standen in Spanien schon lange die "klassischen" Reisezugwagen etwas im Schatten der ebenfalls oft lokbespannten Talgo-Züge, deren Produktion ja weiter laufen soll.
Ansonsten scheint es derzeit global einen Trend weg von den "klassischen" Reisezügen zu geben; ähnlich wie der Trend weg von den gemischten Güterzügen (auch da sind die Spanier ja ganz groß drin!).
Allerdings machen sich ja schon seit einigen Jahren die Erkenntnisse breit, dass solche festen Zuggarnituren vielfach mehr Nach- als Vorteile bringen, insbesondere was die Flexibilität anbelangt. Die Bestellung, Fertigung und Finanzierung neuer Züge dauert allerdings einige Jahre. Dennoch wird sicherlich die Zeit entsprechende Veränderungen bringen. Die ÖBB beweist z. B. ja, dass man mit klassischen Nachtreisezügen Geld verdienen kann und baut dieses Netz systematisch aus. Bereits ab nächstem Jahr soll es wieder regelmäßige Nachtzugverbindungen nach Holland geben. Und sobald auch dort das Geld fließt, wird weiter expandiert, und ich halte es nicht für abwegig, dass es dann in weeiteren Jahren auch Night-Jets z. B. nach Barcelona, Madrid oder Lissabon gibt.
Und wenn genug Leute sich für "Fridays For Future" und den Klimaschutz auf die Straße gehen (in diesem Zusammenhang jetzt schon mal den 29. November vormerken - der nächste große weltweite Demonstrationstag!), kommen vielleicht auch ein paar Spediteure auf die Idee, wieder mehr auf die Bahn zu verladen, was den klassischen Einzelwagenverkehr wieder fördern würde.

Sammelantwort

geschrieben von: E 44 051

Datum: 14.10.19 23:32

Hallo liebe Interessenten,

vielen Dank für Eure Kommentare und Fragen. Ich arbeite mit Hochdruck am Teil 2 dieses Vorabberichtes.

@Ingo Oerther:
„Der Zug ist ja was nach "meinem Geschmack"!
Du schreibst, dass ein Wagen ein Bistro hatte.
War das denn auch bewirtschaftet?
Auf der RENFE-Fahrplanauskunft bekommt man nämlich den Hinweis: "Sin restauración", also "Ohne Bewirtschaftung".
Wie ist denn der Sitzkomfort in den Wagen?“


Auf unserer gemeinsamen Fahrt von Leon nach Monforte war das Bistro zumindest geöffnet, und wir haben uns dort auch ein-zwei Kaltgetränke gegönnt. Leider kann ich keine Angaben zur eventuellen Versorgung mit fester Nahrung machen. Ob Thomas bei seiner Ganztagestour diesen Service nachgefragt hat, kann ich auch nicht sagen. Vielleicht schreibt er noch etwas dazu, wenn er von seiner aktuellen Irland-Tour zurück ist.

Die Sitzwagen waren klassische Großraumwagen 2. Klasse (Turista). Zum Sitzkomfort kann ich gar nicht so viel beitragen, da wir die meiste Zeit an der Stirnwandtür des letzten Wagens und im Bistro verbracht haben. Erste Klasse (Preferente) war nicht vorhanden.

Ach ja: Der von Dir im früheren Thread beschriebene Kurswagenwechsel findet nach meiner Beobachtung nicht statt. Bei unserer Nutzung war der Hauptlauf Irun – A Coruna mit zwei Wagen, der zwischen Miranda de Ebro und Ourense den Kurswagen Bilbao – Vigo mitnahm.

Ich bin schon sehr gespannt auf Deinen Bericht im kommenden Mai.

@ter_hautz
„Vielen Dank für den Bericht! habe da ja vor einigen Tagen den Thread eröffnet wie es in Spanien mit klassischen Reisezügen aus.

Schön die Bilder jedoch traurig aber wahr dass es in diesen Riesenland nur noch einen einzigen "normalen" Personenzug gibt - schade auch dass in Spanien nicht Private wie anderswo wieder alte verstaubte Reisezugwagen in den Personenverkehr zurück gebracht haben.“

Nochmal GROßES DANKE für Deinen Anstoß! Ohne Deine Anfrage, und die folgenden Informationen, hätten wir niemals unsere Tour umgeplant, und die ungeplante Fahrt von Thomas wäre eine von vielen gewesen, die hier wohl keinen Vorabbericht verursacht hätte. Du bist also „schuld“ an diesem Thread ;-)

@SF
Danke, Deinen Hinweis habe ich eingearbeitet.

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]
ter_hautz schrieb:
Schön die Bilder jedoch traurig aber wahr dass es in diesen Riesenland nur noch einen einzigen "normalen" Personenzug gibt - schade auch dass in Spanien nicht Private wie anderswo wieder alte verstaubte Reisezugwagen in den Personenverkehr zurück gebracht haben.
Hey ter_hautz,

ich glaube, die Antwort ist relativ simpel: Das klassische Breitspurnetz in Spanien ist für Fernfahrten maximal unattraktiv. Auch ein Privater würde auf diesen Strecken keinen Blumentopf gewinnen und ich nehme an, diese letzte Relation wird durch die Zentralregierung massiv bezuschusst. Faktisch gehört die Renfe ja nach wie vor zum Verkehrsministerium.

Im Prinzip kannst du sagen, dass die spanische Bahn erst seit dem Zeitalter der regelspurigen Schnellbahntrassen in der Bevölkerung als „ernstes“ Verkehrsmittel wahrgenommen wird. Zwischen Barcelona und Madrid zuckelte der Zug um die acht Stunden über die Breitspurtrasse über Tarragona, entlang des Ebros und dann durch die Zentralebene, da war der Alsa-Fernbus um weiten schneller und billiger über die gutausgebauten Autobahnen auf der iberischen Halbinsel. Heute verbindet der AVE beide Metropolen in guten 2 1/2 Stunden bei knappen 600 Kilometern Laufweg.

Bislang war ich schon einige Male in Spanien auf dem Schienenweg unterwegs. Die Bahn ist extrem widersprüchlich, vom verspätungsanfälligen Altnetz bis zu den hochmodernen Hochgeschwindigkeitspisten, bei denen ich mich oft frage, ob bestimmte Strecken jemals wirtschaftlich sein werden.

Mit letzten klassischen spanischen Fernzug werde ich mich ja mit DSO-Kollegen Ingo Oerther im Mai auf den Weg machen. Die bisherigen Schilderungen lassen nur Gutes erahnen.


Viele Grüße aus Berlin

Patrick

https://farm1.staticflickr.com/869/27921841298_515929d3d5_c.jpg
Zitat
Leider ist die Reisekette dann in Paris gerissen, denn bei der RATP hat man am Freitag dem 13. zum Streik aufgerufen.
Hast Du denn wenigstens die Fahrkarten von Paris nach Lisboa erstattet bekommen - oder wurden Diese für Deine Ersatzverbindung gültiggeschrieben?
ter_hautz schrieb:
Schön die Bilder jedoch traurig aber wahr dass es in diesen Riesenland nur noch einen einzigen "normalen" Personenzug gibt - schade auch dass in Spanien nicht Private wie anderswo wieder alte verstaubte Reisezugwagen in den Personenverkehr zurück gebracht haben.
Innerhalb Spaniens ist bisher nur der Güterverkehr, nicht aber der Personenverkehr liberalisiert. Im Personenverkehr hat die RENFE ein gesetzliches Monopol, Private dürfen keine Zugleistungen anbieten.

Allein der grenzüberschreitende Personenverkehr ist schon länger liberalisiert, wie es durch EU-Recht vorgegeben ist. Trotz Versuchen hat aber noch niemand ein Zugangebot geschaffen bzw. schaffen können

Die Liberalisierung auch des Binnenverkehrs ist aber angekündigt und soll in Kürze kommen. Wenn ich auf dem aktuellen Stand bin, zunächst aber nur auf bestimmten ausgewählten Strecken und nicht generell.

Gruß
X73900



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:10:15:18:51:32.
Ingo Oerther schrieb:
Hallo Ralf!

Der Zug ist ja was nach "meinem Geschmack"!
Du schreibst, dass ein Wagen ein Bistro hatte.
War das denn auch bewirtschaftet?
Auf der RENFE-Fahrplanauskunft bekommt man nämlich den Hinweis: "Sin restauración", also "Ohne Bewirtschaftung".
Wie ist denn der Sitzkomfort in den Wagen?

Vielen Dank für Deine sachdienlichen Hinweise.

In erwartung des Reiseberichtes verbleibe ich grüßend

Ingo
Hallo Ralf und Ingo,

ja, das Bistro ist bewirtschaftet. Die Kaltgetränke sehr gut gekühlt und die Heißgetränke nicht nur lauwarm. Es gibt auch Sandwiches und wenn ich mich richtig erinnere eine Suppe und andere warme Snacks. Der werte Kollege hinter der Theke war sehr eifrig und hocherfreut über etwas Trinkgeld.
Ansonsten Stehkomfort. Aber große Fenster, die einen nicht zu Verrenkungen zwingen. Alles prima!

Gruß
Thomas
20190914_124957.jpg
warakorn schrieb:
Zitat
Leider ist die Reisekette dann in Paris gerissen, denn bei der RATP hat man am Freitag dem 13. zum Streik aufgerufen.
Hast Du denn wenigstens die Fahrkarten von Paris nach Lisboa erstattet bekommen - oder wurden Diese für Deine Ersatzverbindung gültiggeschrieben?
Hallo Ralf und warakorn,

ja, fast wie ein Wunder hat das noch im Bf Paris Montparnasse ohne Mätzchen geklappt. Das Ticket des TGV nach Irun und des Südexpress wurden anstandslos erstattet, obwohl in Deutschland erworben! In Spanien waren ja unsere Erfahrungen im Bf Oviedo leider anders: Ein Umbuchen auf einen anderen reservierungspflichtigen Zug wegen Anschlußversäumnis mit einem in Deutschland erworbenen Ticket war hier nicht möglich.

Gruß
Thomas
Hallo Ralf,

es war wieder sehr schön, Deinen Bericht zu lesen und die Reise so wieder lebendig werden zu lassen. Vielen Dank dafür!
Was mir noch zum IC 283 einfällt, ist der Eisenbahnerkollege, der von Irun bis Leon mitgefahren ist, um die Lokwechsel und Kurswagenumstellung mit Bremsprobe
in Miranda vorzunehmen, den Zugschluß zu wechseln usw. Würde mal sagen, eine geniale Schicht! Mutmaßlich ist er ab Leon wieder mit dem IC 280 zurückgefahren.
Im weiteren Zuglauf in Ourense war dann örtliches Personal am Werk, um die Wagen nach A Coruna abzuhängen und nach Abfahrt des Vigo-Zugteils später neu zu bespannen.
Aber mehr wird ja erst in Deinem zweiten Teil verraten!

Viele Grüße
Thomas
Hallo,

was machen eigentlich die Bauarbeiten zwischen Irun und San Sebastian zum Umbau auf Dreischienengleis?

Dein Zug fuhr ja ab Irun und war nicht auf San Sebastian verkürzt. Konnte Dein Freund etwas sehen, ob die Bauarbeiten fertig sind oder sich dem Ende nähern?

Es wird ja schon länger gebaut, aber niemand scheint zu wissen, wann das Dreischienengleis in Betrieb geht. 2017 war noch angekündigt, dass ab 2019 durchgehende TGV von Paris nach San Sebastian fahren.

Gruß
X73900



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:10:16:21:21:37.
Gotthard-Basistunnel schrieb:
[...]
Allerdings machen sich ja schon seit einigen Jahren die Erkenntnisse breit, dass solche festen Zuggarnituren vielfach mehr Nach- als Vorteile bringen, insbesondere was die Flexibilität anbelangt. Die Bestellung, Fertigung und Finanzierung neuer Züge dauert allerdings einige Jahre. Dennoch wird sicherlich die Zeit entsprechende Veränderungen bringen. Die ÖBB beweist z. B. ja, dass man mit klassischen Nachtreisezügen Geld verdienen kann und baut dieses Netz systematisch aus. Bereits ab nächstem Jahr soll es wieder regelmäßige Nachtzugverbindungen nach Holland geben. Und sobald auch dort das Geld fließt, wird weiter expandiert, und ich halte es nicht für abwegig, dass es dann in weeiteren Jahren auch Night-Jets z. B. nach Barcelona, Madrid oder Lissabon gibt.
[...]
Ich habe mir mal aus Lissabon Gedanken gemacht, wie so ein Zug fahrplanmäßig möglich wäre: Naja, das [www.vagonweb.cz] ist dabei rausgekommen. Der Nachtzug müsste um 00:25 in Lissabon wegfahren, damit er um 21:40 in Zürich abfahren kann und so den Lauf des heutigen NJ 467 übernehmen kann. Die Schlaf und Liegewagen würde ich jetzt einfach mal ganz spontan dranlassen, da ich nicht weiß, wie es in Spanien (man könnte die Schlafwagen in Burgos Rosa de Lima vom Zug nehmen und in Zürich wieder dranhängen) mit den Personal bestellt ist.

Meines Wissen nach gibt es das auch nur zu "Apothekertarifen" (Schlafwagen bei einem Zugpaar abtrennen machen wir gerne, kostet halt eine ganze Dienstschicht). Das stelle ich mir finanziell ein bisschen schwierig vor. Und ohne Schlafwagen in Lissabon kann man gleich vergessen, die Leute wollen ja schlafen.

Dass die ÖBB will, kann ich mir gut vorstellen, aber wie sind die Portugiesen und Spanier sowie die Franzosen zum Thema. Die Spanier sehen nicht all so gerne Konkurenz in ihrem Netz, die SNCF sowieso nicht, das wäre was neues. Wie schauts mit der CP eigentlich aus? Aber solange die RENFE da sich querstellt, ist die CP halt relativ machtlos. Also schwieriges Unterfangen, die einzigen, die hier mitmachen würden, wären die SBB.

Die Sitzwagen des EC 10431 können ja am Folgetag mit EC 163 nach Graz fahren, dann haben die auch einen Umlauf mit Abindung an einen österreichischen Bahnhof. Und die Reisezeit mit 31 Stunden ist halt auch nicht was für jedermann, wenn man mit den Flugzeug in ~2,5/2 Stunden von Wien/Zürich nach Lissabon kommt.
Interessant sind solche freie Gedankenspiele ja schon, wenn auch die reale Umsetzung derzeit nur ein Traum ist. Verrückter als die Züge der RZD ab Moskau bis Paris und Nizza wäre ein solcher Zuglauf zumindest nicht. Nur diesen Zug planst du ja mit ganz normalem Wagenmaterial, am besten wären wohl umspurbare TALGO geeignet, welche man in Irun durch die Umspuranlage schickt. In Frankeich wäre dieser Zug dann aber ein klassicher Reisezug, welcher auf den LGV nichts zu suchen hätte. Somit wäre die Fahrzeit Bodeaux-Paris deutlich länger, was aber kein zu großer Mangel wäre, denn deine derzeit anvisierte Abfahrtszeit in Lissabon dürfte besser einige Stunden früher liegen. Dann würde in Paris aber nicht Montparnasse angefahren, sondern Austerlitz (dieser Bahnhof würde, im Gegensatz zu Montparnasse, auch über die notwendige Kapazität verfügen). Ab Austerlitz könnte dieser Zug über die alte Strecke via Laroche-Migenne, Dijon dann die Schweiz erreichen, eventuell aber statt Basel dann über Les Verrieres, Neuchatel und Bern dann auch Zürich erreichen. Somit würde das extrem komplierte Rangieren rund um Paris mit Bahnhofswechsel entfallen. Aber auch wenn es über Basel gehen soll, wieso wäre dort in Fahrtichtungswechsel notwendig? Vom Elsass rein und in die Schweiz raus, das geht in gleicher Fahrtrichtung im SBB.

Und, ganz verrückt, vielleicht hätte die RZD ja ein Interesse daran zum Verkehrstag ihres Zuges aus Moskau in Paris Kurswagen nach Lissabon zu übergeben?
Stupor Mundi schrieb:
Interessant sind solche freie Gedankenspiele ja schon, wenn auch die reale Umsetzung derzeit nur ein Traum ist. Verrückter als die Züge der RZD ab Moskau bis Paris und Nizza wäre ein solcher Zuglauf zumindest nicht. Nur diesen Zug planst du ja mit ganz normalem Wagenmaterial, am besten wären wohl umspurbare TALGO geeignet, welche man in Irun durch die Umspuranlage schickt. In Frankeich wäre dieser Zug dann aber ein klassicher Reisezug, welcher auf den LGV nichts zu suchen hätte. Somit wäre die Fahrzeit Bodeaux-Paris deutlich länger, was aber kein zu großer Mangel wäre, denn deine derzeit anvisierte Abfahrtszeit in Lissabon dürfte besser einige Stunden früher liegen. Dann würde in Paris aber nicht Montparnasse angefahren, sondern Austerlitz (dieser Bahnhof würde, im Gegensatz zu Montparnasse, auch über die notwendige Kapazität verfügen). Ab Austerlitz könnte dieser Zug über die alte Strecke via Laroche-Migenne, Dijon dann die Schweiz erreichen, eventuell aber statt Basel dann über Les Verrieres, Neuchatel und Bern dann auch Zürich erreichen. Somit würde das extrem komplierte Rangieren rund um Paris mit Bahnhofswechsel entfallen. Aber auch wenn es über Basel gehen soll, wieso wäre dort in Fahrtichtungswechsel notwendig? Vom Elsass rein und in die Schweiz raus, das geht in gleicher Fahrtrichtung im SBB.

Und, ganz verrückt, vielleicht hätte die RZD ja ein Interesse daran zum Verkehrstag ihres Zuges aus Moskau in Paris Kurswagen nach Lissabon zu übergeben?
Ich habe das jetzt mal mit dem nightjet geplant, da ja Interesse seitens der ÖBB besteht und dann die Wartung in Wien erfolgen kann. Könnte man rein theoretisch die TALGOS eigentlich in Lissabon warten (sowohl reinigunstechnisch als auch wagentechnisch? Weiters habe ich (mit kleinen Zeitzuschlägen gegenüber dem TGV) mich an die bestehenden Verbindungen geplant. Da ich noch nie (weder mit Bahnhof noch mit Flugzeug und Auto) habe ich über Paris und das französische Streckennetz (noch) keine Ahnung, daher danke für die Info. Dann wird es wohl gegen 21:25 werden, was ich aber ehrlich gesagt nicht so optimal finde, da man den bisherigen Nachtzug nach Humene sich rausspielt. Und es wäre schon (meinerseits) gedacht, dass die Spanier ihren eigenen Zug haben und die internationalen Fahrgäste auch ihre eigenen.

Und ob die RZD Interesse hätte, wäre durchaus interessant. Von Barcelona - Wladiwostok mit 1x umsteigen könnte man durchaus vermarkten. Kleiner Haken für die RZD: Der Kurswagen müsste dann ca. 6 Tage in Portugal verbleiben, da die Wendezeit für das Abwarten der Rückkehr des Kurswagen zu kurz wäre. Aber in Russland wird es wohl nicht so stark ausmachen, wenn jetzt mal zwei Wagen in Portugal stehen, da hat man wohl genug. Oder herrscht dort akuter Wagenmangel?
Hat man euch eigentlich schon erzählt, dass hinter den Pyrenäen eine andere Spurweite vorhanden ist, bevor da weiter so krude Zugbildungstheorien gewälzt werden?
Das habe ich ja erwähnt und deshalb als Wagenmaterial den TALGO angesprochen. In Irun gibt es eine Umspuranlage, welche früher auch für den NZ Trenhotel Paris Austerlitz - Madrid Camartin genutzt wurde.
Deine ÖBB-NJ-Wagen sind Utopie, da für die iberische Spurweiten nicht geeignet. Aber die TALGO Trenhotel sind ein hervorragendes Material, welches auch für solch lange Strecken hohen Komfort bieten. Wagen der RZD, welche auch in Brest umgespurt werden, könnten dies vielleicht auch an anderer Stelle, also Irun/Hendaye nochmals werden. Und die Abfahrtszeit ab Lissabon muß nochmals deutlich nach vorne verlegt werden, da nicht nur deine Fahrzeit Bordeaux-Paris für einen klassischen Zug nicht machbar ist, dies trifft auch auf deine Fahrzeit Paris-Zürich zu, dein Plan schafft noch nicht einmal ein TGV. Etwa eine Stunde würde gewonnen, da mit Austerlitz ein Bahnhof besteht, welcher sowohl von Bordeaux aus als auch von Dijon aus klassisch anfahrbar ist.

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