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Der ORF meldet unter Berufung auf den Vorstandsvorsitzenden der ÖBB, Andreas Matthä, dass es ab dem kommenden Januar 2020 einen nightjet von Wien nach Brüssel geben wird, ein Jahr später dann auch direkt nach Amsterdam.

[orf.at]

Unverhofft kommt oft.

Viele Grüße
Martin
Danke, interessant. Hatten hier die Diskussion ja schon öfter, aber wird das eine Verlängerung des bestehenden Nachtzuges ins Rheinland sein? Und wenn ja, was wird aus Düsseldorf, das zwar für Amsterdam, nicht aber für Brüssel auf der Strecke liegt? Und werden die Zeiten beibehalten, die dann die Ankunft in Brüssel oder Amsterdam sehr spät machen würde? Oder eine neue Fahrplanlage, wo das Rheinland zu unchristlicher Zeit erreicht wird? Gegen neue Zeiten spricht vermutlich die Betriebsaufnahme mitten im laufenden Fahrplan.

"Die Eisenbahn ist eine heilige Fackel, die ein Land mit dem Licht der Zivilisation und des Wohlstandes erleuchtet." Mustafa Kemal A., Flugverweigerer
Ich vermute sehr stark, man wird künftig nur noch zwischen Hamburg und Innsbruck Autos befördern und zusätzlich vielleicht noch den Zugteil Wien - Düsseldorf um einen Wagen kürzen. Dann müsste man ja genug Platz für bis zu fünf Wagen für die Strecke Wien - Köln - Brüssel haben. Und im nächsten Jahr wird der Zugteil nach Düsseldorf dann nach Amsterdam verlängert.

Wobei ich mich Frage, wie gut der Zugteil nach Düsseldorf ausgelastet ist. Es macht ja auch keinen Sinn, neues Fahrgastpotential zu erschließen wenn der Zug schon voll ist.

Gruß, Matthias



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.19 12:21.
Hallo!

"Wieder" müsste man sagen... ;-)

In den Jahren 1994 bis/von Ostende zur Fähre, 1995 zum/vom Eurostar und 2002 aus Brüssel noch genützt...

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de] - Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de]
http://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Baron schrieb:
Danke, interessant. Hatten hier die Diskussion ja schon öfter, aber wird das eine Verlängerung des bestehenden Nachtzuges ins Rheinland sein? Und wenn ja, was wird aus Düsseldorf, das zwar für Amsterdam, nicht aber für Brüssel auf der Strecke liegt? Und werden die Zeiten beibehalten, die dann die Ankunft in Brüssel oder Amsterdam sehr spät machen würde? Oder eine neue Fahrplanlage, wo das Rheinland zu unchristlicher Zeit erreicht wird? Gegen neue Zeiten spricht vermutlich die Betriebsaufnahme mitten im laufenden Fahrplan.
Das ist eben der Spagat. Mit den jetzigen Fahrzeiten einfach nach Brüssel verlängern hätte eine recht späte Ankunft dort zur Folge, was im Vergleich zum Flugzeug oder auch dem ersten ICE nach Brüssel eher unvorteilhaft wäre.
Andererseits hätte eine günstige Ankunftszeit in Brüssel, sagen wir zwischen 8 und 8:30, eben sehr frühe Ankunftszeiten im Rheinland zur Folge.
Weshalb nicht eine relativ große Zahl Sitzwagen mitführen - anhängen von zusätzlichen Wagen in Deutschland wäre besser, aber ein Traum - und somit eine weitere "normale" Verbindung von Köln nach Brüssel schaffen? Die ICE scheinen ja gut ausgelastet zu sein.
Hallo,

die Verhandlungen laufen noch, aber geplant ist Folgendes:
- Zielgruppe sind Austro-Eurokraten, der Zug fährt also Sonntagabend von Wien nach Brüssel (dann am Montag zurück) und am Mittwoch wieder Wien - Brüssel, wichtig ist dann die Rückfahrt am Donnerstagabend.
- Es handelt sich um den NightJet, der normalerweise von Wien/Innsbruck nach Düsseldorf fährt, zwei Mal pro Woche dann aber über Aachen nach Brüssel geführt wird.
- Unsprünglich war gedacht, von AC nach Brüssel ein Lineas-Traxx einzusetzen, letztendlich ist es doch eine 18 geworden.
- Da die belgische Sicherheitsinstanz die UIC-Türschliessung nicht mehr akzeptiert, muss extra Personal anwesend sein und fährt der Zugteil nach/aus Innsbruck in Belgien verschlossen.

Im Fahrplanjahr 2021 wird der Hauptzug nach Amsterdam fahren, Brüssel bekommt dann nur eine Kurzwagengruppe.

Mfg,
Kees
Kees Eurotravel schrieb:
- Da die belgische Sicherheitsinstanz die UIC-Türschliessung nicht mehr akzeptiert, muss extra Personal anwesend sein und fährt der Zugteil nach/aus Innsbruck in Belgien verschlossen.

Wie wird letzteres ticketmäßig gelöst?

Kriegen dann Fahrgäste aus Innsbruck/München ein Ticket mit der Fußnote "in Aachen auf den Sitzwagen aus Wien umsteigen" (Platz müsste ja normalweise sein), oder ist der Zug aus der Richtung dann garnicht ohne besondere Fallstricke (z.B. Stückelung in Aachen) nutzbar?
Ist es nicht naheliegender alleine schon wegen der Ankunftszeiten in Belgien zwei getrennte Nightjets zu machen?
1. Innsbruck - Düsseldorf (später Amsterdam)
2. Wien - Brüssel

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Zurück zur IST-Planung:
Wann soll der NJ in Brüssel eintreffen?
Sind Halte in Lüttich und Brüssel Nord vorgesehen?
Wird die LGV gefahren, wenn eine 18 an den Haken kommt?

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.10.19 15:25.
Mittelfristig sollten die Destinationen in den Benelux-Staaten getrennt werden von den Destinationen Köln + Ruhrpott.

Im Fahrplanjahr 2020 kommt der NJ zwischen 10:30 und 11 in Brussel-Zuid/Bruxelles-Midi an, Abfahrt dort ist um etwa 18:30. Zwischenhalt in Liège-G ist sicher, Brussel-Noord/Bruxelles-Nord ist wahrscheinlich. Der Zug wird über die herkömmliche Strecken 37 und 36 geführt.

Im Fahrplanjahr 2021 möchten die ÖBB etwas früher in Brüssel ankommen.
10,30 bis 11 ist für Dienstreisen schon sehr spät.

Ich war vor etwa 20 Jahren regelmäßig dort, da haben die meisten Sitzungen zwischen 10 und 11 Uhr begonnen. Mit der morgendlichen AUA - Ankunft 8,45 - ging sich das schmerzfrei aus.

M. E. sollte der Zug daher mindestens eine Stunde früher in Brüssel ankommen.
Wenn die Volksvertreter sich auch noch nach Sitzungsbeginn in die Anwesenheitsliste eintragen können und dafür dann auch noch den vollen Tagessatz bekommen, dann wird es mit dieser Ankunftszeit keine Probleme geben.
Kees Eurotravel schrieb:
Mittelfristig sollten die Destinationen in den Benelux-Staaten getrennt werden von den Destinationen Köln + Ruhrpott.

Sehr ich genauso:
Die Wagentauscherei mit Hamburg und Innsruck kam mir schon anfangs (2017) suspekt vor. Das Ende vom Lied: Streichung der Autotransporter Düsseldorf - Wien 2018.

Eine alternierende Führung Düsseldorf/Brüssel finde ich auch suspekt.
Dann lieber klare Linienläufe.

Gut, mit Amsterdam dürfte wegen früherer Ankunft und späteter Abfagrt ähnlich ausfallen, so dass beide Relationen in Köln zum gleichen Zeitpunkt eintreffen.
Damit kehren wir in die Praxis der 1990er Jahre zurück, wo damals in Köln oder Nürnberg die Wagen getauscht wurden.


Im Fahrplanjahr 2020 kommt der NJ zwischen 10:30 und 11 in Brussel-Zuid/Bruxelles-Midi an, Abfahrt dort ist um etwa 18:30.

Ach du Grüne Nonne

Zwischenhalt in Liège-G ist sicher, Brussel-Noord/Bruxelles-Nord ist wahrscheinlich. Der Zug wird über die herkömmliche Strecken 37 und 36 geführt.

O.k. 😊

Im Fahrplanjahr 2021 möchten die ÖBB etwas früher in Brüssel ankommen

Ab 2021 könnte ich mir den NJ mit seul en 160 km/h auf der HSL3 vorstellen in seiner Rolle als "Train balai" ("Besenzug") fait vorstellen.
Theoretisch möglich: die Wiederaufnahme der Autoverladung in Schaerbeck 😊

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Und ab 2021 nach Triest

geschrieben von: bahamas

Datum: 06.10.19 19:48

Auch auf die Rückkehr eines Nachtzuges Wien - Triest dürfen wir uns schonmal freuen! Momentan soll es dafür allerdings noch keine freien Trassen geben.
Die Zielgruppe dieses Zuges sollen ja Europaabgeordnete sowie deren Mitarbeiter sein. Die werden in Brüssel wohl kaum ihr eigenes Auto brauchen, Taxis laufen über die Spesenrechnung. Wird das Angebot dann ausgeweitet (an Verkehrstagen), so kann sich die Zielgruppe erweitern und dann vielleicht auch die Autoverladung wieder eine Möglichkeit werden.

Re: Und ab 2021 nach Triest

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 06.10.19 19:50

Ich entnahm den ÖRB-Interview keine Pläne zu einem NJ nach Trieste, sondern zu einem RJ, also einem Tageszug. Für einen NJ wäre es ja einfach den Zug von Venedig aus zu verlängern. Ein RJ allerdings sollte wohl besser via Ljubljana verkehren, das wird dann interessant, nach Jahren wieder Fernverkehr über die Grenze von SLO nach I.
Weitere Infos hier:

[www.zugreiseblog.de]

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Re: Und ab 2021 nach Triest

geschrieben von: Metropol

Datum: 06.10.19 20:41

Ein Hacken über Venedig ist auch völlig unrealistisch. Ankunft gegen 11 Uhr in Triest für eigentlich 500 km Wegstrecke ist völlig uninteressant. Höchstens als Kurswagengruppe bis Villach/Tarvisio. Ab da an als "Morgenzug" inkl. Sitzwagengruppe direkt nach Triest. Löst das Trassenproblem größtenteils, steigert die mangelnden Alternativen für eine Direktverbindung TBV - Triest, aber löst nicht den fehlenden Wagenpark für die Kurswagen.

Triest sollte so ziemlich ganz hinten in der Nahrungskette für einen NJ stehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.10.19 20:42.

Ab Brüssel weiter ...

geschrieben von: Herre Elk

Datum: 06.10.19 21:20

Neben EU-Personal, die vernutlich alle WL Single buchen, sehe ich eine weitere (eingeschränkte) Zielgruppe bei Reisenden nach Paris und London.

Re: Ab Brüssel weiter ...

geschrieben von: westring

Datum: 07.10.19 12:22

Herre Elk schrieb:
Neben EU-Personal, die vernutlich alle WL Single buchen, sehe ich eine weitere (eingeschränkte) Zielgruppe bei Reisenden nach Paris und London.
Hallo,

London kann ich mir vorstellen, Paris aber eher weniger. Schon aktuell kann man in Köln bei einer Ankunft um 8:15 Uhr in den Thalys direkt nach Paris um 8:44 Uhr umsteigen. Ankunft in Paris ist dann 13:05 Uhr. Bei Umstieg in Brüssel ist man wohl eher später in Paris. Bei Abfahrt mit dem Nachtzug um 23:25 Uhr ab Wien erreicht man in München den TGV nach Paris und ist schon um 12:33 Uhr dort. Man kann allerdings nur viel kürzer schlafen.

Ein Nachtzug Wien - Paris wäre wie auch Berlin/Hamburg - Paris schon wünschenswert.

Gruß
westring

Re: Ab Brüssel weiter ...

geschrieben von: warakorn

Datum: 07.10.19 14:28

Zitat
Ein Nachtzug Wien - Paris wäre wie auch Berlin/Hamburg - Paris schon wünschenswert.
Wenn man den Nightjet Wien-Düsseldorf via Mannheim führen würde, wäre eine Verknüpfung mit dem Russenzug möglich - und somit eine Kurswagenverbindung Wien-Paris einmal pro Woche möglich.

Re: Ab Brüssel weiter ...

geschrieben von: Herre Elk

Datum: 07.10.19 15:51

Wobei in Richtung Frankreich statt Paris der Endbahnhof Strasbourg mit gesicherten Anschlüssen sowie durchgehenden Tarifangeboten nach Paris und Lyon auch eine Option wäre.

Re: Ab Brüssel weiter ...

geschrieben von: no-night

Datum: 07.10.19 16:10

Herre Elk schrieb:
Wobei in Richtung Frankreich statt Paris der Endbahnhof Strasbourg mit gesicherten Anschlüssen sowie durchgehenden Tarifangeboten nach Paris und Lyon auch eine Option wäre.
Das scheiterte bereits 2009 - brachte genauso nichts, wie z.B. statt Venedig/Mailand/Rom nur Triest anzubieten... oder lieber statt Prag nur Breclav...
Kees Eurotravel schrieb:
Mittelfristig sollten die Destinationen in den Benelux-Staaten getrennt werden von den Destinationen Köln + Ruhrpott.

Im Fahrplanjahr 2020 kommt der NJ zwischen 10:30 und 11 in Brussel-Zuid/Bruxelles-Midi an, Abfahrt dort ist um etwa 18:30. Zwischenhalt in Liège-G ist sicher, Brussel-Noord/Bruxelles-Nord ist wahrscheinlich. Der Zug wird über die herkömmliche Strecken 37 und 36 geführt.

Im Fahrplanjahr 2021 möchten die ÖBB etwas früher in Brüssel ankommen.
Wenn sie das möchten, kommt von Frankfurt Flughafen bis zu Köln alles in unerträgliche Fahrplanlage. Auch wenn Amsterdam mit Verlängerung dieses Zuges erfolgen würde - obwohl es wohl besser wäre mit gesonderten Kurswagen der zukünftigen Kopenhagener Verbindung. Davon in Hannover trennen, und über Bielefeld-Dortmund weiterfahren. (Warum nicht Bad Bentheim? Denn damit bekommt man nur Osnabrück und minderwertigere niederländische Destinationen als Arnhem und Utrecht.)

Re: Und ab 2021 nach Triest

geschrieben von: no-night

Datum: 07.10.19 16:20

Metropol schrieb:
Ein Hacken über Venedig ist auch völlig unrealistisch. Ankunft gegen 11 Uhr in Triest für eigentlich 500 km Wegstrecke ist völlig uninteressant. Höchstens als Kurswagengruppe bis Villach/Tarvisio. Ab da an als "Morgenzug" inkl. Sitzwagengruppe direkt nach Triest. Löst das Trassenproblem größtenteils, steigert die mangelnden Alternativen für eine Direktverbindung TBV - Triest, aber löst nicht den fehlenden Wagenpark für die Kurswagen.

Triest sollte so ziemlich ganz hinten in der Nahrungskette für einen NJ stehen.
Stimme zu, Triest ist zu klein für einen eigenen Nachtverbindung, auch wenn es 1-2mal pro Woche in der Badesaison wäre. Möchte man hinzu noch von den "Pfortestädten" der Küstenressorten profitieren, braucht weder Kurswagen, noch Verlängerung aus Venedig... einfach von Udine nach Cervignano zu fahren, wie es vor 2005 mit dem EN San Marco üblich war.
RE5 schrieb:
Weshalb nicht eine relativ große Zahl Sitzwagen mitführen - anhängen von zusätzlichen Wagen in Deutschland wäre besser, aber ein Traum - und somit eine weitere "normale" Verbindung von Köln nach Brüssel schaffen? Die ICE scheinen ja gut ausgelastet zu sein.
Und das schleppt der Zug für eine Unmenge Geld leer über die Nacht, womit man Platz für profitierende Wagen verliert... wäre wirklich vernünftig...
r125 schrieb:
Kees Eurotravel schrieb:
- Da die belgische Sicherheitsinstanz die UIC-Türschliessung nicht mehr akzeptiert, muss extra Personal anwesend sein und fährt der Zugteil nach/aus Innsbruck in Belgien verschlossen.
Wie wird letzteres ticketmäßig gelöst?

Kriegen dann Fahrgäste aus Innsbruck/München ein Ticket mit der Fußnote "in Aachen auf den Sitzwagen aus Wien umsteigen" (Platz müsste ja normalweise sein), oder ist der Zug aus der Richtung dann garnicht ohne besondere Fallstricke (z.B. Stückelung in Aachen) nutzbar?
Im zitierten Artikel wird zu heutigen Praxis hingewiesen: wer "Komfort-Ticket" (also kein SparNight) hat, kann auch heute ermäßigte NRT-Anschlußfahrscheine bis Brüssel (bzw. sogar bis Antwerpen, Brugge, Oostende oder Charleroi) bekommen.

Wie aber vorher gesagt: abgesperrte Wagen rumzuschleppen, das wird kein gutes Geschäft sein...

Re: Ab Brüssel weiter ...

geschrieben von: no-night

Datum: 07.10.19 16:34

warakorn schrieb:
Zitat
Ein Nachtzug Wien - Paris wäre wie auch Berlin/Hamburg - Paris schon wünschenswert.
Wenn man den Nightjet Wien-Düsseldorf via Mannheim führen würde, wäre eine Verknüpfung mit dem Russenzug möglich - und somit eine Kurswagenverbindung Wien-Paris einmal pro Woche möglich.
Einmal pro woche, das ist alles heiße Luft... und Russenzug ist auch in Normalfall bereits 9 Wagen, und häufig kommen die Verstärker dazu.

Man muß hier die Bedürfnisse nicht aus dem heutigen Angebot planen. Neue Reiseziele werden neue Züge erfordern, und da sind auch Wiener Interessen gegenüber süddeutschen da.

Solange DB und SBB nur über Förderung der nightjets plappert, und nicht mit eigenem Wagenmaterial ins Angebot einsteigt (NS ist zu klein und zu einpolig, um von sie das zu erwarten), wird ÖBB nightjet kein Allheilwunder sein.

7/14 NJ-Wagengruppen noch aktuell?

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 07.10.19 17:34

Im Fahrplanjahr 2021 wird der Hauptzug nach Amsterdam fahren, Brüssel bekommt dann nur eine Kurzwagengruppe.

Aber es hieß doch die NJ sollen feste 7-Wagengruppen werden. Demnach kommen morgens in Köln 7 oder 14 Wagen an. 14 Wagen nach Brüssel erscheint mir schwer übertrieben, bei 7 Wagen entfällt nach Brüssel der Innsbrucker Zugteil. Fährt der dann alleine nach Amsterdam? Mit 14 Wagen nach Holland ist aber auch viel. Oder das 7/14-Halbzugkonzept gilt schon nicht mehr.

Die Frage ist ja auch, wie wenig Kapazität bleibt bei 14 Personenwagen überhaupt noch für den Autotransport...

Gruß, Olaf

(,“)
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.10.19 17:35.

Re: 7/14 NJ-Wagengruppen noch aktuell?

geschrieben von: no-night

Datum: 07.10.19 17:50

Alibizugpaar schrieb:
Im Fahrplanjahr 2021 wird der Hauptzug nach Amsterdam fahren, Brüssel bekommt dann nur eine Kurzwagengruppe.

Aber es hieß doch die NJ sollen feste 7-Wagengruppen werden. Demnach kommen morgens in Köln 7 oder 14 Wagen an. 14 Wagen nach Brüssel erscheint mir schwer übertrieben, bei 7 Wagen entfällt nach Brüssel der Innsbrucker Zugteil. Fährt der dann alleine nach Amsterdam? Mit 14 Wagen nach Holland ist aber auch viel. Oder das 7/14-Halbzugkonzept gilt schon nicht mehr.
Feste sieben Wagen gilt nur für die neuen Garnituren, welche aber nur nach Italien fahren werden. Dort finde ich es nur für Milano überschätzt - aber nicht zu vergessen, daß sowohl die herkömmlichen, als auch die mit Schlaffächern ausgestatteten Liegewagen nur noch 4er-Belegung aufweisen werden, und man rede, auch Triple in WL sei nicht mehr verfügbar, also drei Liege- und zwei Schlafwagen werden für 2 bzw. 1 heutigen Wagen entsprechen.

Kleinste brauchbare Einheit für einen Nachtzug ist in Normalfall Sitzwagen+Liegewagen+Schlafwagen (auch wenn Sitzwagen nur für Tagesrandreisenden dienen sollte). Nimmt man weiterhin Wien sowie Innsbruck/München, und teilt aus beiden Richtungen die heutigen fünf Wagen mit einem weiteren Schlafwagen in zwei, dann sind wir noch immer um 11-12 Wagen, das kann auch noch zwei DDm ertragen.

Frage jedoch, ob es eine gleiche Nachfrage für Niederlände wie Belgien geben wird - und das alles noch neben den heutigen Rheinland-Reisenden. Und natürlich: woher man die weiteren nötigen Schlafwagen nimmt. Berlin hat man zulasten der italienischen Zügen gelöst, und auch das reicht für die heutigen Route über Polen, für Prag-Dresden wäre es nicht mehr genug.

Re: 7/14 NJ-Wagengruppen noch aktuell?

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 07.10.19 18:55

Du meinst die neuen Wagen (Wagengruppen) sollen mit der Zeit nicht auf alle NJ-Linien kommen? Da hätte ich die ÖBB-Videos zum Thema aber falsch verstanden.

Gruß, Olaf

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Re: 7/14 NJ-Wagengruppen noch aktuell?

geschrieben von: Meyer-schlom

Datum: 07.10.19 19:21

Da muss ich no-night zustimmen, mein Wissenstand ist auch, dass die nur nach Italien fahren müssen. Konkret geht es um strengere Brandschutzregelungen seitens Italien, deshalb dürfen ab 2022 (2023?) die bisher verkehrenden ECs über den Brenner dann auch nicht mehr runter und müssen gegen neue Wagen getauscht werden. Diese sollten dann gegen die RJ2 - Züge getauscht werden. (Was mit den alten Wagen passieren wird, wäre durchaus interessant zu wissen?)

Re: Ab Brüssel weiter ...

geschrieben von: Drehstromator

Datum: 07.10.19 19:24

warakorn schrieb:
Wenn man den Nightjet Wien-Düsseldorf via Mannheim führen würde, wäre eine Verknüpfung mit dem Russenzug möglich - und somit eine Kurswagenverbindung Wien-Paris einmal pro Woche möglich.
Wozu eine unsinnige Stichfahrt nach Mannheim. Die Laufwege beider Züge treffen sich doch schon im Raum Hanau/Frankfurt.
Wäre das Abhängen der Innsbrucker Wagen in Aachen nicht die bessere Alternative anstatt diese mit nichts als Luft hunderte von Kilometern durch Belgien hin und wieder zurück zu schleppen?
Man hatte vorher schon bekanntgegeben, mehr Nachtzüge wieder in Betrieb zu nehmen.Dies ist gut, denn SBB und DB haben sich aus diesem Segment zurückgezogen.
Kees Eurotravel schrieb:
Mittelfristig sollten die Destinationen in den Benelux-Staaten getrennt werden von den Destinationen Köln + Ruhrpott.
Amsterdam/Brüssel (ca. 20 Uhr) - Köln (ca. 23 Uhr) - Wien/Innsbruck lässt sich zeitlich eigentlich gut koppeln und ergibt außerdem perfekte Tagesrandverbindungen Benelux-NRW.

Früher war diese Zeitlage auch für den Flügel nach Basel passend, der ohnehin nicht sehr lange unterwegs war. Der fehlt m.E. auch extrem im heutigen Netz, idealerweise weiter bis Zürich/Mailand.

Fragt sich dann nur, wie sich Rhein-Main - Wien einbinden lässt.
Stupor Mundi schrieb:
Wäre das Abhängen der Innsbrucker Wagen in Aachen nicht die bessere Alternative anstatt diese mit nichts als Luft hunderte von Kilometern durch Belgien hin und wieder zurück zu schleppen?
Wäre sicher besser, wenn dazu Rangierlok, Rangierpersonal und Abstellgleise zu Verfügung stünden... und das alles zu "demokratische Preisen", wie ich es einmal dieses schöne Ausdruck gerade in Belgien hörte...

Re: 7/14 NJ-Wagengruppen noch aktuell?

geschrieben von: chnookie

Datum: 08.10.19 09:22

Alibizugpaar schrieb:
Du meinst die neuen Wagen (Wagengruppen) sollen mit der Zeit nicht auf alle NJ-Linien kommen? Da hätte ich die ÖBB-Videos zum Thema aber falsch verstanden.
Das ist eine Frage der zeitlichen Perspektive:
Aktuell sind ja nur 13 Siebenteiler bestellt - das reicht gerade für Italien.
Ob es weitere Bestellungen aus dem Rahmenvertrag geben wird ist offen, mE aber wahrscheinlich.
Hauptmann Mumm schrieb:
Kees Eurotravel schrieb:
Mittelfristig sollten die Destinationen in den Benelux-Staaten getrennt werden von den Destinationen Köln + Ruhrpott.
Amsterdam/Brüssel (ca. 20 Uhr) - Köln (ca. 23 Uhr) - Wien/Innsbruck lässt sich zeitlich eigentlich gut koppeln und ergibt außerdem perfekte Tagesrandverbindungen Benelux-NRW.
Drehe aber die Frage um, denn Ankunftlagen wichtiger sind: wenn du in die zwei Hauptstädte um 9 Uhr ankommen möchtest, bedeutet es in Köln 6 Uhr, und in Koblenz und Mainz noch schlimmer.

CNL München/Zürich-Amsterdam fuhr früher wirklich in dieser Zeitlage. Dort war man aber nicht zu den Wiener Zugteil gebunden. Auch wenn die Nürnberger Aufenthälte gekürzt wären, könnte man in Köln nicht vor 7 Uhr ankommen und nach 21:45 abfahren. Es sei denn, Wien wird früher/später verlegt, aber auch mit diesen Änderungen können nur die früheren Zeitlagen von EN 490/491 (19:45 bzw. 9:05) erreicht werden.

So richtig gesagt: es sind zwei Einzugsgebiete, wie auch Hamburg und Koppenhagen sei getrennt zu behandeln. Dazu müssen jedoch die neuen Garnituren abgewartet werden, ohne diese können keine Erweiterungen kommen.

Wie früher mal

geschrieben von: marc-en-voyage

Datum: 08.10.19 11:33

Hauptmann Mumm schrieb:
Zitat:
Amsterdam/Brüssel (ca. 20 Uhr) - Köln (ca. 23 Uhr) - Wien/Innsbruck lässt sich zeitlich eigentlich gut koppeln und ergibt außerdem perfekte Tagesrandverbindungen Benelux-NRW.

Früher war diese Zeitlage auch für den Flügel nach Basel passend, der ohnehin nicht sehr lange unterwegs war. Der fehlt m.E. auch extrem im heutigen Netz, idealerweise weiter bis Zürich/Mailand.

Fragt sich dann nur, wie sich Rhein-Main - Wien einbinden lässt.
Im Idealfall wie früher: Damals führen viele viele Nachtzüge - allein 2 zwischen Köln und Wien.

Amsterdam, Brüssel und Frankfurt wird man schwer unter einem Hut bringen.
Dasxspräche eher für einen NJ Ruhr/Rhein-Main-Wien ("Donau-Kurrier") und NJ Benelux ("Wien-Ostende-Express"). Der eine über Passau, der andere über Wien

Letzterer ohne Halt bis Aachen weiter nach Lüttich - Brüssel und Heerlen - Eindhoven - Utrecht Amsterdam.

Optional: Autoverlad in Schaerbeek, s'Hertogenbosch und Düsseldorf

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3-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.19 12:03.
Hallo,

allerdings sollten die Planer rechtzeitig über eine Schiebelok nachdenken, damit ihnen bei der Premierenfahrt nicht dasselbe passiert, wie seinerzeit beim ersten EN "Jan Kiepura" nach Brüssel: [www.drehscheibe-online.de]

Oder kommt die Reihe 18 mit zehn Wagen den Berg hoch? Dabei gehe ich davon aus, dass der Innsbrucker Zugteil bis Brüssel fährt, da er ja in der Regel in der Folgenacht die Leistung nach Wien übernimmt.

Gruß
Thomas
Timodore schrieb:
Hallo,

allerdings sollten die Planer rechtzeitig über eine Schiebelok nachdenken, damit ihnen bei der Premierenfahrt nicht dasselbe passiert, wie seinerzeit beim ersten EN "Jan Kiepura" nach Brüssel: [www.drehscheibe-online.de]

Oder kommt die Reihe 18 mit zehn Wagen den Berg hoch? Dabei gehe ich davon aus, dass der Innsbrucker Zugteil bis Brüssel fährt, da er ja in der Regel in der Folgenacht die Leistung nach Wien übernimmt.

Gruß
Thomas

Sogar die Rampe von Liège-Guillemins nach Ans mit 12 Wagen ohne Schiebe Lok.

Gruss, Torsten.

http://european-train.eu/bilder/logo-www.png
petit_hund schrieb:
Timodore schrieb:
Hallo,

allerdings sollten die Planer rechtzeitig über eine Schiebelok nachdenken, damit ihnen bei der Premierenfahrt nicht dasselbe passiert, wie seinerzeit beim ersten EN "Jan Kiepura" nach Brüssel: [www.drehscheibe-online.de]

Oder kommt die Reihe 18 mit zehn Wagen den Berg hoch? Dabei gehe ich davon aus, dass der Innsbrucker Zugteil bis Brüssel fährt, da er ja in der Regel in der Folgenacht die Leistung nach Wien übernimmt.
Sogar die Rampe von Liège-Guillemins nach Ans mit 12 Wagen ohne Schiebe Lok.
Genau. Und die Rampe von Ans ist steiler.

Gruß,
Rian
Man kann doch die neuen Siemens-Loks nicht mit den 16ern von damals vergleichen.

In Lüttic wurde der Bahnhof weiter östlich verschöben.
Angeblich hätten die Züge bei Anfahren mehr Schwung

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