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Servus!

Der ORF meldet unter Berufung auf den Vorstandsvorsitzenden der ÖBB, Andreas Matthä, dass es ab dem kommenden Januar 2020 einen nightjet von Wien nach Brüssel geben wird, ein Jahr später dann auch direkt nach Amsterdam.

[orf.at]

Unverhofft kommt oft.

Viele Grüße
Martin
Danke, interessant. Hatten hier die Diskussion ja schon öfter, aber wird das eine Verlängerung des bestehenden Nachtzuges ins Rheinland sein? Und wenn ja, was wird aus Düsseldorf, das zwar für Amsterdam, nicht aber für Brüssel auf der Strecke liegt? Und werden die Zeiten beibehalten, die dann die Ankunft in Brüssel oder Amsterdam sehr spät machen würde? Oder eine neue Fahrplanlage, wo das Rheinland zu unchristlicher Zeit erreicht wird? Gegen neue Zeiten spricht vermutlich die Betriebsaufnahme mitten im laufenden Fahrplan.

"Die Eisenbahn ist eine heilige Fackel, die ein Land mit dem Licht der Zivilisation und des Wohlstandes erleuchtet." Mustafa Kemal A., Flugverweigerer
Ich vermute sehr stark, man wird künftig nur noch zwischen Hamburg und Innsbruck Autos befördern und zusätzlich vielleicht noch den Zugteil Wien - Düsseldorf um einen Wagen kürzen. Dann müsste man ja genug Platz für bis zu fünf Wagen für die Strecke Wien - Köln - Brüssel haben. Und im nächsten Jahr wird der Zugteil nach Düsseldorf dann nach Amsterdam verlängert.

Wobei ich mich Frage, wie gut der Zugteil nach Düsseldorf ausgelastet ist. Es macht ja auch keinen Sinn, neues Fahrgastpotential zu erschließen wenn der Zug schon voll ist.

Gruß, Matthias



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.19 12:21.
Hallo!

"Wieder" müsste man sagen... ;-)

In den Jahren 1994 bis/von Ostende zur Fähre, 1995 zum/vom Eurostar und 2002 aus Brüssel noch genützt...

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de] - Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de]
http://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Baron schrieb:
Danke, interessant. Hatten hier die Diskussion ja schon öfter, aber wird das eine Verlängerung des bestehenden Nachtzuges ins Rheinland sein? Und wenn ja, was wird aus Düsseldorf, das zwar für Amsterdam, nicht aber für Brüssel auf der Strecke liegt? Und werden die Zeiten beibehalten, die dann die Ankunft in Brüssel oder Amsterdam sehr spät machen würde? Oder eine neue Fahrplanlage, wo das Rheinland zu unchristlicher Zeit erreicht wird? Gegen neue Zeiten spricht vermutlich die Betriebsaufnahme mitten im laufenden Fahrplan.
Das ist eben der Spagat. Mit den jetzigen Fahrzeiten einfach nach Brüssel verlängern hätte eine recht späte Ankunft dort zur Folge, was im Vergleich zum Flugzeug oder auch dem ersten ICE nach Brüssel eher unvorteilhaft wäre.
Andererseits hätte eine günstige Ankunftszeit in Brüssel, sagen wir zwischen 8 und 8:30, eben sehr frühe Ankunftszeiten im Rheinland zur Folge.
Weshalb nicht eine relativ große Zahl Sitzwagen mitführen - anhängen von zusätzlichen Wagen in Deutschland wäre besser, aber ein Traum - und somit eine weitere "normale" Verbindung von Köln nach Brüssel schaffen? Die ICE scheinen ja gut ausgelastet zu sein.
Hallo,

die Verhandlungen laufen noch, aber geplant ist Folgendes:
- Zielgruppe sind Austro-Eurokraten, der Zug fährt also Sonntagabend von Wien nach Brüssel (dann am Montag zurück) und am Mittwoch wieder Wien - Brüssel, wichtig ist dann die Rückfahrt am Donnerstagabend.
- Es handelt sich um den NightJet, der normalerweise von Wien/Innsbruck nach Düsseldorf fährt, zwei Mal pro Woche dann aber über Aachen nach Brüssel geführt wird.
- Unsprünglich war gedacht, von AC nach Brüssel ein Lineas-Traxx einzusetzen, letztendlich ist es doch eine 18 geworden.
- Da die belgische Sicherheitsinstanz die UIC-Türschliessung nicht mehr akzeptiert, muss extra Personal anwesend sein und fährt der Zugteil nach/aus Innsbruck in Belgien verschlossen.

Im Fahrplanjahr 2021 wird der Hauptzug nach Amsterdam fahren, Brüssel bekommt dann nur eine Kurzwagengruppe.

Mfg,
Kees
Kees Eurotravel schrieb:
- Da die belgische Sicherheitsinstanz die UIC-Türschliessung nicht mehr akzeptiert, muss extra Personal anwesend sein und fährt der Zugteil nach/aus Innsbruck in Belgien verschlossen.

Wie wird letzteres ticketmäßig gelöst?

Kriegen dann Fahrgäste aus Innsbruck/München ein Ticket mit der Fußnote "in Aachen auf den Sitzwagen aus Wien umsteigen" (Platz müsste ja normalweise sein), oder ist der Zug aus der Richtung dann garnicht ohne besondere Fallstricke (z.B. Stückelung in Aachen) nutzbar?
Ist es nicht naheliegender alleine schon wegen der Ankunftszeiten in Belgien zwei getrennte Nightjets zu machen?
1. Innsbruck - Düsseldorf (später Amsterdam)
2. Wien - Brüssel

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Zurück zur IST-Planung:
Wann soll der NJ in Brüssel eintreffen?
Sind Halte in Lüttich und Brüssel Nord vorgesehen?
Wird die LGV gefahren, wenn eine 18 an den Haken kommt?

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In Vielfalt vereint!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.10.19 15:25.
Mittelfristig sollten die Destinationen in den Benelux-Staaten getrennt werden von den Destinationen Köln + Ruhrpott.

Im Fahrplanjahr 2020 kommt der NJ zwischen 10:30 und 11 in Brussel-Zuid/Bruxelles-Midi an, Abfahrt dort ist um etwa 18:30. Zwischenhalt in Liège-G ist sicher, Brussel-Noord/Bruxelles-Nord ist wahrscheinlich. Der Zug wird über die herkömmliche Strecken 37 und 36 geführt.

Im Fahrplanjahr 2021 möchten die ÖBB etwas früher in Brüssel ankommen.
10,30 bis 11 ist für Dienstreisen schon sehr spät.

Ich war vor etwa 20 Jahren regelmäßig dort, da haben die meisten Sitzungen zwischen 10 und 11 Uhr begonnen. Mit der morgendlichen AUA - Ankunft 8,45 - ging sich das schmerzfrei aus.

M. E. sollte der Zug daher mindestens eine Stunde früher in Brüssel ankommen.
Wenn die Volksvertreter sich auch noch nach Sitzungsbeginn in die Anwesenheitsliste eintragen können und dafür dann auch noch den vollen Tagessatz bekommen, dann wird es mit dieser Ankunftszeit keine Probleme geben.
Kees Eurotravel schrieb:
Mittelfristig sollten die Destinationen in den Benelux-Staaten getrennt werden von den Destinationen Köln + Ruhrpott.

Sehr ich genauso:
Die Wagentauscherei mit Hamburg und Innsruck kam mir schon anfangs (2017) suspekt vor. Das Ende vom Lied: Streichung der Autotransporter Düsseldorf - Wien 2018.

Eine alternierende Führung Düsseldorf/Brüssel finde ich auch suspekt.
Dann lieber klare Linienläufe.

Gut, mit Amsterdam dürfte wegen früherer Ankunft und späteter Abfagrt ähnlich ausfallen, so dass beide Relationen in Köln zum gleichen Zeitpunkt eintreffen.
Damit kehren wir in die Praxis der 1990er Jahre zurück, wo damals in Köln oder Nürnberg die Wagen getauscht wurden.


Im Fahrplanjahr 2020 kommt der NJ zwischen 10:30 und 11 in Brussel-Zuid/Bruxelles-Midi an, Abfahrt dort ist um etwa 18:30.

Ach du Grüne Nonne

Zwischenhalt in Liège-G ist sicher, Brussel-Noord/Bruxelles-Nord ist wahrscheinlich. Der Zug wird über die herkömmliche Strecken 37 und 36 geführt.

O.k. 😊

Im Fahrplanjahr 2021 möchten die ÖBB etwas früher in Brüssel ankommen

Ab 2021 könnte ich mir den NJ mit seul en 160 km/h auf der HSL3 vorstellen in seiner Rolle als "Train balai" ("Besenzug") fait vorstellen.
Theoretisch möglich: die Wiederaufnahme der Autoverladung in Schaerbeck 😊

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In Vielfalt vereint!

Und ab 2021 nach Triest

geschrieben von: bahamas

Datum: 06.10.19 19:48

Auch auf die Rückkehr eines Nachtzuges Wien - Triest dürfen wir uns schonmal freuen! Momentan soll es dafür allerdings noch keine freien Trassen geben.
Die Zielgruppe dieses Zuges sollen ja Europaabgeordnete sowie deren Mitarbeiter sein. Die werden in Brüssel wohl kaum ihr eigenes Auto brauchen, Taxis laufen über die Spesenrechnung. Wird das Angebot dann ausgeweitet (an Verkehrstagen), so kann sich die Zielgruppe erweitern und dann vielleicht auch die Autoverladung wieder eine Möglichkeit werden.

Re: Und ab 2021 nach Triest

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 06.10.19 19:50

Ich entnahm den ÖRB-Interview keine Pläne zu einem NJ nach Trieste, sondern zu einem RJ, also einem Tageszug. Für einen NJ wäre es ja einfach den Zug von Venedig aus zu verlängern. Ein RJ allerdings sollte wohl besser via Ljubljana verkehren, das wird dann interessant, nach Jahren wieder Fernverkehr über die Grenze von SLO nach I.
Weitere Infos hier:

[www.zugreiseblog.de]

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In Vielfalt vereint!

Re: Und ab 2021 nach Triest

geschrieben von: Metropol

Datum: 06.10.19 20:41

Ein Hacken über Venedig ist auch völlig unrealistisch. Ankunft gegen 11 Uhr in Triest für eigentlich 500 km Wegstrecke ist völlig uninteressant. Höchstens als Kurswagengruppe bis Villach/Tarvisio. Ab da an als "Morgenzug" inkl. Sitzwagengruppe direkt nach Triest. Löst das Trassenproblem größtenteils, steigert die mangelnden Alternativen für eine Direktverbindung TBV - Triest, aber löst nicht den fehlenden Wagenpark für die Kurswagen.

Triest sollte so ziemlich ganz hinten in der Nahrungskette für einen NJ stehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.10.19 20:42.

Ab Brüssel weiter ...

geschrieben von: Herre Elk

Datum: 06.10.19 21:20

Neben EU-Personal, die vernutlich alle WL Single buchen, sehe ich eine weitere (eingeschränkte) Zielgruppe bei Reisenden nach Paris und London.

Re: Ab Brüssel weiter ...

geschrieben von: westring

Datum: 07.10.19 12:22

Herre Elk schrieb:
Neben EU-Personal, die vernutlich alle WL Single buchen, sehe ich eine weitere (eingeschränkte) Zielgruppe bei Reisenden nach Paris und London.
Hallo,

London kann ich mir vorstellen, Paris aber eher weniger. Schon aktuell kann man in Köln bei einer Ankunft um 8:15 Uhr in den Thalys direkt nach Paris um 8:44 Uhr umsteigen. Ankunft in Paris ist dann 13:05 Uhr. Bei Umstieg in Brüssel ist man wohl eher später in Paris. Bei Abfahrt mit dem Nachtzug um 23:25 Uhr ab Wien erreicht man in München den TGV nach Paris und ist schon um 12:33 Uhr dort. Man kann allerdings nur viel kürzer schlafen.

Ein Nachtzug Wien - Paris wäre wie auch Berlin/Hamburg - Paris schon wünschenswert.

Gruß
westring

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