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und weiter geht es mit meinem Reisebericht durch das schöne Rumänien.

Hier gehts zum vorigen (2.) Teil (Klick mich!)

Sonntag, 15.09.2019

Nach einer geruhsamen Nacht in meinen wirklich bequemen Bett, treffe ich mich gegen 9 mit Burkhard im Restaurant des Hotels zum Frühstück.
Das Buffet liess höchstens für extrem dekadente Zeitgenossen Wünsche offen, wir waren mit dem Angebot mehr als zufrieden.

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Ich gehöre zumindest nicht zu denjenigen, die riesige Kalorienmengen zum Frühstück brauchen ;-)

Nach dem Frühstück checkten wir aus und begaben und zu Fuß langsam zum Bahnhof.

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Auf einer in Sanierung befindlichen Brücke überqueren wir die Bega (Hinten der Wasserturm von Iosefin, vorne die Schiffanlegestelle für touristische Rundfahrten auf der Bega

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Die Wände der Empfangs- und Schalterhalle sind mit Handgemalten Bildern von Zügen und der Stadt aufgehübscht

In der Gepäckaufbewahrung im Untergeschoss gabe wir das Gepäck ab und erkundeten den Sonntäglich ruhigen Bahnhof.

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Mit etwa 40 Minuten Verspätung rollt 64 910-1 vor dem Nachtschnellzug IRN 1766 aus Iași in den Bahnhof

Hinter der Lok lief ein ehemaliger DSG-Schlafwagen im Neulack, ein Liegewagen und 2 Sitzwagen 2. Klasse.

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Wie der Schlafwagen sind die Sitzwagen eindeutig Deutscher Herkunft (ehemalige InterRegio Wagen der DB AG)

Nächstes Ziel war die Fußgängerbrücke über die Gleise und das Depot.

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Nachbau oder Original? "Kriegslok" 150 1091 auf dem Denkmalsockel (Leider usste ich wegen einer hässlichen Plakatwand die Puffer weglassen)

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Blick auf den "Banater Kopfbahnhof", wo die meisten Regionalzüge ins Banat abfahren (u.a. nach Jimbolia, Reșița und Lovrin - Cenad). Hinten erkennt man schwach
die blauen Sonnenschirme der einfachen, aber gemütlichen Grill- und Bierkneipe

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Ein langer Getreidezug der privaten TFG mit 69 046-3 und 60 1635-5 wartet auf Ausfahrt

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Die Waschanlage scheint nicht mehr in Betrieb zu sein

Immer wieder unangenehm fallen die Unmengen an Einweg-Plastikflaschen an manchen Orten Rumäniens auf.
Warum bekommen es die Verantwortlichen Politiker der EU nicht gebacken, ein EU-weites Pfandsystem für alle Mitgliedsstaaten verbindlich vorzuschreiben?

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Im Depoul Timișoara sind zahlreiche "Desastros" beheimatet, deren Unterhaltungszustand überwiegend schlecht bis sehr schlecht ist

Generell ist der "Desiro" ein mittlerweile relativ zuverlässiges Fahrzeug für den Nahverkehr auf kurzen und mittleren Distanzen.
Aber wenn die Fahrzeuge so magelhaft instand gehalten werden, wie bei der CFR, ist ihre Nutzung für den Reisenden nicht immer eine Freude.
Zumal die CFR diese Triebwagen auch als IR (Schnellzüge) auf längeren Distanzen, u.a. nach Baia Mare (370 km in 6:37 Std) oder zwischen Sibiu und Craiova
(230 km in 4:34 Std.), bzw. București Nord - Tulcea Oraș (334 km in 5:21 Std.), so ist das für den normalen Fahrgast durchaus kein Vergnügen.

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Rechts lugt ein "Malaxa" (Reihe 77) aus dem Rundschuppen

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Während 131 045 von besseren Zeiten träumt, harrt die Rangierlok der Reihe 20 der Dinge...

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Sonntägliche Beschaulichkeit im Depoul Timișoara mit "Desastros"

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Am anderen Rundschuppen hat man die Drehscheibe herausgerissen

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Die "Ferkeltaxen" der Reihe 79 auf dem Abstellgleis werden wohl nicht mehr in Fahrt kommen

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Dieses Lokmodell im Hof der Verwaltungsgebäude haben einst wohl Lehrlinge gefertigt

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Auch in Rumänien ein wichtiges Thema: Arbeitsschutz

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Der Innenhof ist sehr ansprechend gestaltet (Foto: Burkhard Stehn)

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Auch der 79 602-7 ist wohl ausgemustert (Weiß zufällig jemand, unter welchen Nummern das Fahrzeug bei der DR, bzw. DB AG verkehrte?)

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Vor dem alten Wasserturm blubbert der "Krabbenkutter" 60 1660-9 der TRG vor sich hin

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Das bekannte Stellwerk des Bahnhofes Timișoara Nord, rechts die Bahnsteige des "Banater" Kopfbahnhofes, dahinter die Bierkneipe

Da wir noch über 1 1/2 Stunden Zeit hatten, tranken wir in der gemütlichen Bierkneipe am "Banater" Kopfbahnhof noch einen Kaffee.

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Links ist die gemütliche Bierkneipe mit Grill und Café (Foto: Burkhard Stehn)

Gegen 13 Uhr holten wir dann unser Gepäck und begaben uns zu Gleis 8, wo unser IR 73 "Traianus" Richtung Craiova abfahren sollte.

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Die Unterführung war sauber, nur die "Ratten" der Lüfte stören (Foto: Burkhard Stehn)

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Unterdessen stand 477 345-9 mit ihrem Nachtschnellzug IRN 1766 nach Iași Ilva über Arad, Simeria, Cluj Napoca, Ilva Mică und Suceava zur Abfahrt bereit

Der IRN bestand aus einem klimatisierten Liegewagen und 4 Sitzwagen 2. Klasse.
Bis 11. Juni führte der Zug auch einen Schlafwagen, der dann aber offenbar für die "Bäderzüge" ans Schwarze Meer benötigt wurde.

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Eine Rangierlok der Reihe 80 zieht die Verstärkungswagen für den IR 73 aus der Abstellgruppe ins Gleisvorfeld

Unterdessen wurde unser IR 73 "Traianus" (Budapest Keleti - București Nord) mit 8 Minuten Ankunftsverspätung angekündigt.

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Mit realen 6 Minuten Verspätung fährt IR 73 "Traianus" aus Budapest Keleti mit 41 928-2 als Zuglok ein

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Kaum war der IR 73 zum stehen gekommen, rollten auch schon die Verstärkungswagen für unseren Zug heran

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Der Speisewagen 89-76 006-2 wird für die nächsten 6 1/2 Stunden unser "Domizil" sein...

Kaum waren die Verstärkungswagen angekuppelt, "enterten" Burkhard und ich die "Fresskiste".
Eine kurze Rückfrage bei dem überaus netten Kellner brachte dessen Erlaubnis, unser Gepäck in einer Ecke abstellen zu dürfen, damit keine anderen Fahrgäste
behindert oder gar gefährdet würden.
(Mich ko...t die in Deutschland immer mehr um sich greifende Unsitte an, dass Speisewagengänge als Gepäckabstellfläche missbraucht werden! Schließlich
sind es auch Fluchtwege im Notfall!
).
Da noch über 15 Minuten Zeit bis zur Abfahrt waren, machte ich auf dem Bahnsteig noch schnell ein Foto.

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Links auf Gleis 8 unser IR 73, rechts auf Gleis 7 wartet 461 106-3 mit ihrem R 2028 nach Simeria über Arad auf die Abfahrtszeit

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Der Verkaufstresen in unserem Speisewagen

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Der Seitengang des Wagens mit Ladeluke (links) und Küche (rechts)

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Burkhard nachdenklich... . Was mag er geade gedacht haben?

Kurz vor Abfahrt kam der nette Kellner und fragte nach unserem Begehr.
Nun, fürs erste sollten 2 Flaschen Mineralwasser und eine Flasche Cabernet Sauvignon vom nahe gelegenen Weingut Recaș genügen.

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DAS ist wirkliche und stilvolle Reisekultur: Ein guter Rotwein im Speisewagen

Nach einigen Minuten meldete sich bei uns dann ein leichtes Hungergefühl.
Da wir aber heute Abend hier "richtig" speisen wollten, fragte ich den Kellner welche Arten von Sandwiches er den aktuell anbieten könne.
Wir entschieden uns für Ceafa de Porc (Schweinekotelett natur ohne Knochen) und Cașcaval (Käse).
Kurz darauf vernahmen wir aus der Küche wie die Köchin das Fleisch klopfte und dann ertönte das leise Brutzeln der Koteletts auf der Grillplatte.
In Deutschland ist dies -leider- Vergangenheit, daher genießen wir die rumänischen Speisewagen so oft und wann immer wir können.

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Schmeckte wirklich sehr gut

Unterdessen bereiteten Köchin und Kellner den Abteilverkauf vor, indem sie Limo, Kaffee und verpackte Sandwiches auf ein Tablett packten.

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Ein offensichtlich gut aufeinander eingespieltes und sehr Kundenorientiertes Team: die nette Köchin und der nette Kellner

Hinter Lugoj musste ich mir ein wenig die Beine vertreten, so ging ich in den nächsten (letzten) Wagen und blickte zur hinteren Übergangstür hinaus auf die Strecke.

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Lichtsignale noch aus Sowjetischer Produktion

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Wir durcheilen einen kleinen, unbekannten Landbahnhof in den fast unendlichen Weiten des Banats an der eingleisigen Hauptstrecke

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Blick in den Großraum des modernisierten Großraumwagens 2. Klasse der CFR

Seit etwa 2 Jahren modernisiert das Ausbesserungswerk București Grivița verstärkt die um 1990/91 bei DWA Bautzen beschafften Schnellzugwagen der Reihe 21-80.
Vor allem überzeugend ist der "Langstreckentaugliche" Sitzkomfort der neuen Sitze (was man ja von den meisten Sitzen bei DB Fernverkehr leider nicht mehr sagen kann).
Die Klimaanlagen sind für Außentemperaturen bis +50° asugelegt, was bei der Hitze im Sommer, insbesondere in der Dobrudscha und am schwarzen Meer auch sehr sinnvoll ist.
Leider verloren die Wagen beim Umbau ihre Übersetzfenster und die gemütlichen Abteile.
Jedoch sollte die CFR künftig bei der Verarbeitungsqualität der Türen für die Schaltschränke und der Deckenverkleidung höhere Qualitätsstandards anlegen.

So sahen die Wagen übrigens vor dem Umbau aus (Link):
Bildergalerie (zur Vergrößerung das jeweilige Bild anklicken)

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Etwa 18 km vor Caransebeș durcheilen wir den kleinen Haltepunkt Sacu (Man beachte das alte Läutewerk auf dem Dach rechts!!!)

Burkhard bekundete sein Verlangen nach etwas Süßem (er nennt dies "Süßflash") und mich gelüstete es nach einem Kaffee, also brachte der Kellner umgehend
das gewünschte.

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Kaffeestunde im "Traianus"

Bei der Einfahrt in Caransebeș erspähte ich links einen roten Wagen.
Wie sich herausstellte, ein ausrangierter Speisewagen der CFR aus der Reihe 88-41

Der Link zeigt diese Wagenserie noch im aktiven Dienst (zum Vergrößern die Vorschaubilder anklicken): Klick mich!

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Leider etwas Bewegungsunscharf: Der ausgemusterte Speisewagen in Caransebeș (hinten)

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Das Stellwerk in Caransebeș

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Hinter Caransebeș ein Blick durch das nicht sehr saubere Fenster nach vorne

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Es wird zunehmend Bergiger, die Südwestlichsten Ausläufer der Südkarpaten, die am Eisernen Tor auf die Donau treffen, werden durchfahren

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Burkhard, Atenție...! ;-)

Quelle: YouTubeDas Video wurde kurz vor Mehadia und Durchfahrt dorselbst aufgenommen

Wenig später erreichten wir den bekannten Kurort Bâile Herculane (Herkulesbad).
Leider war der Aufenthalt mit 1 Minute sehr knapp bemessen, so dass ich das schöne Bahnhofsdach leider nicht fotografieren konnte.

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Reger Fahrgastwechsel in Bâile Herculane

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Kaum war ich wieder im Zug, rollten wir schon wieder

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Der Lokführer beschleunigte rasch

Das sagt Wikipedia zu Băile Herculane (Klick mich!)

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Über die Brücke geht es in den bekannten Kurort

Ich bestellte bei unserem Kellner nun unser Abendessen, bestehend aus Tomaten-Gurkensalat mit Schafskäse, gegrilltes Schweinekotelett natur mit Pommes (und diese mit Schafskäse bestreut).

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Kurz vor Orșova mündet das Flüsschen Cerna in die aufgestaute Donau

Die Einfahrt in den Bahnhof Orșova hielt ich filmisch fest:
Quelle: YouTube
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Das "Wahrzeichen" des Bahnhofes Orșova (Ein Wasserturm?)

In Orșova mussten wir wegen unserer fast 15 Minütigen Verspätung (Kein Wunder bei der stark belegten, eingleisigen Strecke!) die Kreuzung mit dem Gegenzug
IR 1691 (București Nord - Timișoara Nord) abwarten.
Also ging ich mit der netten Zugbegleiterin und einem ebenfalls Nikotinabhängigen Mitreisenden auf den Bahnsteig, um eine zu qualmen.

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Warten auf den (ebenfalls verspäteten) Gegenzug im Bahnhof Orșova

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Unsere rollende "Einrichtung gepflegter Gastlichkeit und Reisekultur"

Kaum war der Gegenzug mit der letzten Achse über die Einfahrweiche, ging unser Ausfahrtsignal auf "Fahrt".

Hai, mișcă, mai repede!

Kaum im Zug, ging es auch schon weiter.
Der Fahrdienstleiter war offensichtlich schwer auf Zack!

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Direkt hinter dem Bahnhof erreicht die Strecke nun die Donau (rechts etwa in der Mitte der Donau müsste die 1971 versunkene Insel Ada Kaleh liegen

Wikipedia zu Ada Kaleh (Klick mich!)

Jetzt kam der Kellner mit unserem Abendessen.
Herrlich, bei der Fahrt durch das Eiserne Tor genüsslich frisch zubereitete Speisen und leckeren Rotwein genießen zu dürfen!

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Schmeckte super: Tomaten-Gurkensalat (aus Einlegegurken) mit gehobeltem Schafskäse

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Gegrilltes Schweinekotelett natur ohne Knochen, mit frischen Pommes mit geriebenem Schafskäse und mexikanischem Gemüse -Das war wirklich sehr gut!-

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Langsam kommt die Staumauer des gewaltigen Wasserkraftwerkes Eisernes Tor 1 in Sicht, das Gegenüberliegende Ufer gehört zu Serbien

Wikipedia zum Kraftwerk (Klick mich!)

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Auf dem Staudamm verläuft eine von zwei Straßenverbindungen zwischen Serbien und Rumänien (Man beachte die abartig lange Schlange der 40-Tonnen LKW!)

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Auf der serbischen Seite eine Remineszenz an einen der Initiatoren des Kraftwerksbaus: Marschall Josip Broz Tito

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LKW, LKW, LKW, der Güterverkehr der EU Anno 2019 Tendenz: Stark steigend (nur wohin?)

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Am rumänischen Zoll ist der Teufel los...

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Der "Tower" ist die Steuerzentrale der doppelten Zweikammerschleuse auf der rumänischen Seite

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Kaum zu glauben: Die hier produzierte Strommenge beträgt stolze 2280 Megawatt!

Quelle: YouTubeAufgenommen zwischen Gura Văii und dem Stadtrand von Drobeta Turnu Severin

Wie an einem Sonntag Abend zu erwarten, erfolgte in Drobeta Turnu Severin starker Fahrgastwechsel, nicht nur in Deutschland ist Sonntag Abends für riesige Fernpendlermassen quasi "Großkampftag"!
Man könnte meinen, das halbe Land ist auf Achse.
Immerhin konnten wir die Verspätung bei knapp 20 Minuten halten.

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Über diesen Bahnübergang gingen Burkhard und ich oft zum/vom Hafen Drobeta Turnu Severin

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In den meisten Lokalen hier unten kann man schön auf die Donau blicken

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Wir fahren direkt an dieser archäologischen Ausgrabung vorbei: Die beiden letzten erhaltenen Pfeiler der Trajansbrücke (erbaut 103 bis 105 n. Chr.)

Sogar Wiki kennt die Brücke (Klick mich!)

Hinter dem Güterbahnhof Triaj wird der Zug deutlich langsamer, denn nun geht es in einer enormen Steigung und in teilweise sehr engen Kurven aus dem Donautal hinauf auf die
Walachische Hochfläche.

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In einer der engen Kurven hinter Balota geht es mit gefühlten 30km/h bergan

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Oben angekommen, fahren wir wieder deutlich flotter, hinten die DN 6 von Drobeta Turnu Severin nach Craiova

In fast rasendem Tempo senkt sich in diesen Breiten die Nacht über das schöne Land.
Also muss ich die Knipserei für heute bleiben lassen.

Noch eine gute Stunde bis zu unserem heutigen Tagesziel, der Industrie- und Universitätsstadt Craiova.

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Burkhard steht auf deutsches rumänisches Wasser!

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Als "Absacker" nehmen wir noch einen Alexandrion, einen sehr milden rumänischen Weinbrand

Kurz vor Craiova bezahle ich die Rechnung, bedanke mich bei Kellner und Köchin für den ausgezeichneten Service (natürlich verbunden mit einem entsprechenden Trinkgeld).
Dieses Jahr neu für mich persönlich bei der CFR Gevaro: Ich erhalte einen offiziellen Rechnungsbeleg!

Mit 18 Minuten Verspätung erreichen wir den Bahnhof Craiova.
Nur wenige steigen mit uns aus, aber geschätzte 100 Personen zu.

Vor dem Bahnhof genehmige ich mir erstmal eine Zigarette.
Dabei beobachten wir, wie viele Leute verzweifelt ein Taxi nehmen wollen.
Offensichtliches Problem: Es stehen zwar an die 20 Taxen da, aber nur 7 haben einen Fahrer und sind meist vorbestellt.
Na ganz tolle Wurst!
Wir wollten eigentlich auch mit einem Taxi zum Hotel fahren, aber unbestimmt lange wollten wir dann auch nicht und der Kampffgeist war erwacht!
Wacker taperten wir die 2,8 Kilometer mit unserem Hotel am "Pod Electro", wo wir nach etwa 40 Minuten ankamen.

Das Einchecken ging auch diesmal Dank meiner Reservierung relativ flott von statten.

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Mein Zimmer war sehr geräumig

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Auch im Badezimmer. Alles paletti!

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, trafen Burkhard und ich uns noch, um ein "Feierabendbierchen" in der "Wohnblockkneipe" um die Ecke
zu schlabbern.
Es war dann ein gut gekühltes "Neumarkt" aus Târgu Mureș in Siebenbürgen.

Gegen 23 Uhr war dann "Schicht" und rechtschaffen müde begaben wir uns auf unsere Zimmer.

So, für Heute will ich schließen und hoffe, auch dieser (Kulinarisch geprägte) Teil hat Euch gefallen, auf Feedbacks freue ich mich wie immer.

Noapte bună!

Ingo

Hier die Links zu den anderen Teilen des Reiseberichtes:
1. Teil: Klick mich!
2. Teil: Klick mich!
4. Teil: Klick mich!
5. Teil: Klick mich!
6. Teil: (folgt)
7. Teil: (folgt)
8. Teil: (folgt)




7-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.10.19 16:28.
Salute!

> Das "Wahrzeichen" des Bahnhofes Orșova (Ein Wasserturm?)

Hier muss ich im Namen des Kastanienpüree-Kollektivs doch mal auf unseren Reisebericht aus dem Jahr 2014 verweisen:
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?30,7000867
Unter dem vorletzten Bild gibt's die sicherungstechnische Wahrheit zu diesem bemerkenswerten Gebäude.

Neidvoller Gruß und gute Reise noch!
Schrankenwindenverschluss
Moien,

gibt es nicht noch einen Straßenübergang Rumänien - Serbien beim zweiten Donaukraftwerk?

Danke und schönen Abend

Jean Baptiste
Hallo Jean Baptiste!

Du hast Recht, am Kraftwerk "Eisernes Tor 2" weiter stromabwärts gibt es einen zweiten (genauso überlasteten) Straßenübergang zwischen Serbien und Rumänien mit wahnsinnig langen Wartezeiten auch für PKW.
Habe es korrigiert.

Vielen Dank und Gruß

Ingo
Hallo Ingo,

es macht großen Spaß Eure Reise zu verfolgen. Vielen Dank für die Bilder/Videos und den Bericht.
Bei dem Bild: "Blick in den Großraum des modernisierten Großraumwagens 2. Klasse der CFR", erschließt sich mir die Bedeutung eines der Piktogramme (2te von rechts) nicht. Was soll es bedeuten?

Das Ihr wo immer möglich einen Speisewagen nutzt, finde ich prima! Im Speisewagen zu reisen, gehört auch für mich zu der angenehmen Art mit der Bahn zu fahren.
Außerdem fällt es den Bahnverwaltungen schwerer diese zu streichen, wenn eine entsprechende Nachfrage vorhanden ist.
Übrigens auch bei meiner Fahrt Wien-Bucurest-Wien im Dacia, habe ich jeweils den Speisewagen genutzt.
Auch hier war das Personal überaus freundlich, und lief gelegentlich mit einem Tablett voll mit Getränken, durch den Zug. Sozusagen eine Mini-Mini-Bar.
Auf der Rückfahrt entschied ich mich ebenfalls für das Kotelett, allerdings ohne Gemüse, denn....: "Gemüse macht nur unnötig satt". ;-)

Ahoi aus Hamburg, Interrail-Bingo


Andere Länder, andere Fritten! Aber lecker, lecker....
https://abload.de/img/speise_im_bistrowagenvyjw3.jpg
Speisen im Bistrowagen der CFR. D346-DACIA-von Bucuresti nach Wien_2019_09_20



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.10.19 21:51.

Re: [CZ], [SK], [HU], [RO] : Logo

geschrieben von: Ingo Oerther

Datum: 04.10.19 22:13

Das ist nur das Logo des CFR Ausbesserungswerks in București Grivița.

Ja, gutes Speisen auf Reisen wird zunehmend schwieriger in Europa.
Die besten Speisewagen (Anteil an frisch gekochtem) sind die der Vagon Slovakia und CFR, gefolgt von WARS und JLV, bei den Ungarn gibts m.W. nur noch die Eierspeisen frisch.

Nächsten Mai reise ich mit ein em anderen Arbeitskollegen aus Berlin durch Spanien und Portugal.
Bin mal gespannt, welche "Hinterlistigen Gastronomischen Attentate" da auf uns lauern. ;-)

Gruß

Ingo

Re: [CZ], [SK], [HU], [RO] : Logo

geschrieben von: Herre Elk

Datum: 05.10.19 12:10

Ein weiterer Zug mit ordentlichem Speisewagen - leider Sitzplätze nur am Tresen der Bar - ist der Sudexpress von Hendaye nach Lisboa.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.19 12:10.

Re: [CZ], [SK], [HU], [RO] : Logo

geschrieben von: Baron

Datum: 05.10.19 12:54

Schade, ich habe mit den Speisewagen der CFR in den letzten Jahren nie Glück gehabt. Es gab immer nur frisch belegte Brote, beim letzten Mal diesen Juni zum "Frühstück" im Ister sogar nur noch abgepackte Brote und sogar der Kaffee ging aus. Aber hoffen wir, dass Euer voll funtionsfähiger WR doch ein Zeichen ist, dass die CFR diese wieder mit mehr Ernst betreiben.

"Die Eisenbahn ist eine heilige Fackel, die ein Land mit dem Licht der Zivilisation und des Wohlstandes erleuchtet." Mustafa Kemal A., Flugverweigerer

Re: [CZ], [SK], [HU], [RO] : Logo

geschrieben von: Ingo Oerther

Datum: 05.10.19 13:27

Wir planen den Lusitania von Lisboa nach Madrid.
Die RENFE hat den Vollspeisewagen vor etwa 2 Jahren aus Rentabilitätsgründen aufgegeben.
Also bleibt "nur" die Bar.
Wir sind auf das Angebot und die Qualität schon sehr gespennt.
Derzeit läuft gerade eine Ausschreibung der Gastroleistungen für die RENF, Ergebnis ist mir bislang nicht bekannt.

Re: [CZ], [SK], [HU], [RO] : CFR Speisewagen

geschrieben von: Ingo Oerther

Datum: 05.10.19 13:41

Also ich kann bis jetzt nicht über die CFR Gevaro klagen.
Wie auf jedem Speisewagen kann es bei unvorhergesehen hoher Nachfrage schon mal zu Engpässen kommen, da der Lagerraum nicht unbegrenzt ist.
Gelegentlich soll es vorkommen, dass das CFR-Lager (nur in Bukarest vorhanden) nicht den vollen Bestand an Ware an den Zug liefert.
Das ist dann für die Fahrgäste sehr ärgerlich.

Wir haben diesmal 4 mal die "Gastronomischen Einrichtungen" der CFR Gevaro genutzt (3x WR und 1x Bar) und wurden nicht enttäuscht.
Gut zu wissen ist auch der Umstand, dass nicht immer alles, was auf der Speisekarte steht, erhältlich ist.
Selten ist das (für Rumänen vergleichsweise teure) Rindersteak erhältlich, aber Schweinekotelett oder Hähnchenbrust sind fast immer erhältlich.
Bezüglich der Beilagen gibt es mal Pommes, mal Salzkartoffeln, je nach Vorrat.

Was nach meinen Beobachtungen aber klar besser geworden ist, ist die gute Kunden- und Umsatzorientierung der Mitarbeiter auf den Wagen.
Immer geht jemand mit Snacks und Getränken durch den Zug, während der andere den Bar-/Speisewagen "scdhmeißt".

Hier der Link zur aktuell Gültigen Angebotskarte im CFR Speisewagen: Klick mich!

Auch ich hoffe, dass der Speisewagen bei der CFR eine nachhaltige Renaissance erlebt.
Vermutlich scheitert dies momentan aber noch am eklatanten Wagenmangel.
Auf dem riesigen Abstellgelände in
București Grivița sah ich im vorbeifahren mindestens 4 BordRestaurants (ex. DB) und 2 WR (Bistro Bar) abgestellt und auf Revision wartend.

Angesichts der mitunter doch sehr langen Fahrzeiten im Land ist der Einsatz von rollenden "Verpflegungseinrichtungen" immer ein großes Komfortplus.

Gruß

Ingo

Re: [CZ], [SK], [HU], [RO] : Logo

geschrieben von: no-night

Datum: 07.10.19 10:17

Ingo Oerther schrieb:
Wir planen den Lusitania von Lisboa nach Madrid.
Die RENFE hat den Vollspeisewagen vor etwa 2 Jahren aus Rentabilitätsgründen aufgegeben.
Also bleibt "nur" die Bar.
Wir sind auf das Angebot und die Qualität schon sehr gespennt.
Derzeit läuft gerade eine Ausschreibung der Gastroleistungen für die RENF, Ergebnis ist mir bislang nicht bekannt.
Keine Angst, die Diskussion hier zeigt, daß mit dem Speisewagen nur Sitzbereich aufgegeben wurde:

[www.drehscheibe-online.de]

Re: [CZ], [SK], [HU], [RO] : Logo

geschrieben von: no-night

Datum: 07.10.19 10:21

Ingo Oerther schrieb:
Ja, gutes Speisen auf Reisen wird zunehmend schwieriger in Europa.
Die besten Speisewagen (Anteil an frisch gekochtem) sind die der Vagon Slovakia und CFR, gefolgt von WARS und JLV, bei den Ungarn gibts m.W. nur noch die Eierspeisen frisch.
Nein, auch bei Utasellátó werden teilweise solche 'halbfertige" Gerichte verwendet, wie bei JLV und WARS. Und bei Subunternehmer von MÁV Nosztalgia - welche nun die WR nach Wien und Rumänien betreibt - wird Hamburger und panierte Dinge mit Pommes frisch zubereitet.
Ingo Oerther schrieb:
Seit etwa 2 Jahren modernisiert das Ausbesserungswerk București Grivița verstärkt die um 1990/91 bei DWA Bautzen beschafften Schnellzugwagen der Reihe 21-80.
Vor allem überzeugend ist der "Langstreckentaugliche" Sitzkomfort der neuen Sitze (was man ja von den meisten Sitzen bei DB Fernverkehr leider nicht mehr sagen kann).
Die Klimaanlagen sind für Außentemperaturen bis +50° asugelegt, was bei der Hitze im Sommer, insbesondere in der Dobrudscha und am schwarzen Meer auch sehr sinnvoll ist.
Leider verloren die Wagen beim Umbau ihre Übersetzfenster und die gemütlichen Abteile.
Jedoch sollte die CFR künftig bei der Verarbeitungsqualität der Türen für die Schaltschränke und der Deckenverkleidung höhere Qualitätsstandards anlegen.
Auch die Erstklassversion hat die identische Modernisierung. Wunderlich ist nur, daß diese Wagen auch außerhalb der Prestigestrecke Bucuresti-Constanta anzutreffen sind. Ein noch besseres Platz hätten sie allerdings nach Wien, denn ihre vollständige RIC-Fähigkeit ging mit der (schon zweiten!!!) Komplettumbau nicht verloren!

Re: [CZ], [SK], [HU], [RO] : Logo

geschrieben von: Ingo Oerther

Datum: 07.10.19 15:31

Gute Nachricht! Danke dafür.

Hamburger sind gar nicht mein Fall, aber die von Dir verlinkte Karte macht Appetit auf eine Fahrt mit dem "Corona". ;-)

Gruß

Ingo

Daten für Dich :-)

geschrieben von: Flipp1982

Datum: 11.10.19 12:25

Hallo Ingo,

mal wieder ganz großes Kino, danke Dir und ich freue mich schon auf mehr. Zu Deinen Fahrzeugfragen:

Die in Timisoara stehende 150.1091 ist eine Direktlieferung an die CFR und hatte nie eine Reichsbahnnummer. Sie soll angeblich von Henschel als 28100 im Jahr 1943 oder 1944 ausgeliefert worden sein, aber zumindest rumänische Eisenbahnfreunde aus dem Museum Dej bezweifeln die Richtigkeit der Daten. Schön sie mal bei Tag zu sehen, irgendwie komme ich an der Lok immer nur im Dunkeln vorbei :-)

https://live.staticflickr.com/925/40802956274_df7df5b977_b.jpg
150.1091 Timisoara

Die von Dir fotografierte Ferkeltaxe (bzw. der Steuerwagen) 79-0602 dient seit vielen Jahren als Ersatzteilspender in Timisoara, ist also definitiv ausgemustert. Ihm fehlt unter Anderem ein Radsatz und die Federung. Es handelt sich dabei um den VB 2.07.552 (VEB Bautzen 22/1964), bei der DR als 171 852 und dann 971 052 eingesetzt als BEIwagen, dann wurde er 1993 mit Steuerabteil versehen und als 971 652 bei der UBB Usedom eingesetzt. In Rumänien war er in seiner kurzen Einsatzzeit in Sibiu beheimatet, was ja nie wirklich DIE Ferkelhochburg war... Er hatte irgendwann 200x (ohje, da muss ich mal nachsuchen wann genau das war...) einen Unfall und wurde danach nicht wieder aufgebaut - wobei der Unfall hauptsächlich den VT getroffen hat.

Viele Grüße
Bastian

Deutsche Dampflokomotiven im Ausland - (m)ein spannendes Thema. Literaturtipps:

"Preußens Gloria in Siebenbürgen - das Eisenbahnmuseum Sibiu und seine (deutschen) Fahrzeuge" - Booklet, 48 S., >90 Bilder. Eine morbide Welt voller preußischer Lokbaukunst mitten in Rumänien.

"Dampfloktechnik heute" - Einsatz, Technik & Wartung der deutschen 52er im Jahr 2019 in den KREKA-Minen BiH. 192 S., 192 Abb.. Verfasst vom legendären "Techniker" Dr. Ing. Merim Alicic, übersetzt ins Deutsche.