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Myanma my love - Ein Abschied für immer?!

Teil 4b: It’ sTEAm time, Lady No. 13 – Ein Dampfnachmittag zwischen Namtu und Lopah



Aufgrund diverser unerwarterer Ereignisse im privaten und beruflichen Umfeld kommt erst mit einigen Monaten Verspätung der nächste Teil meines Reiseberichts von meiner Reise nach Myanmar im Jahre 2011. Im letzten Bericht gab es ja eine kurze Einführung in die Minenbahn von Namtu und die platt gewalzte Fotoausbeute des ersten Vormittags zu sehen. Nun folgt die restliche Ausbeute des restlichen ersten Tages in Namtu. Viel Spaß beim Lesen.

Zunächst wie immer die Karten zur besseren Übersicht:

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Bild 1: Übersichtskarte der Minenbahn von Namtu. In Namyao bestand Anschluss an die Meterspurstrecke (Mandalay-) Myomaung - Lashio. Betriebsmittelpunkt ist Namtu, wo sich neben dem Hüttenwerk ein großes Depot mit Betriebs- und Ausbesserungswerk befindet. Zwischen Namyao und Namtu verläuft die Strecke durch eine Hügellandschaft, hinter Namtu folgt die Strecke dann teilweise in einer Schlucht einem Gebirgsbach bis Wallah Gorge. Dort befindet sich eine Verladestelle für das im Untertagebetrieb geförderte Erz. Das letzte Teilstück bis Bawdwin verläuft dann meist oberhalb des Flusses, in Bawdwin bestand Anschluss an den Förderturm der Untertagemine sowie dem Übertageabbaugebiet.
Von Bawdwin bzw. Wallah Gorge wurde hauptsächlich Roherz in das Hüttenwerk in Namtu befördert, zwischen Namtu und Namyao wurden das aufbereitete Erz bzw. auf dem Rückweg notwendige Rohmaterialien wie Kohle und Säure transportiert. Der Personenverkehr wurde mit umgebauten Hino-Schienen-LKWs abgewickelt. 2009 verkehrte der letzte Zug zwischen Namtu und Nahsai, nachdem der Abschnitt Nahsai – Namyao bereits mehrere Jahre zuvor stillgelegt wurde. 2011 wurde dann zwischen Wallah Gorge und Bawdwin im heftigen Monsunregen der Damm bei E.R. Valley weggespült, die bereits isolierte Strecke Namtu – Bawdwin zerfiel also in zwei isolierte Teilstrecken.



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Bild 2: Der Streckenabschnitt Namtu – Wallah Gorge im Detail. Kurz nach Namtu zweigt die Strecke in ein schluchtartiges Seitental ein. In Lopah befindet sich ein Bahnhof mit zwei Ausweichgleisen. Der große Höhenunterschied kurz vor Wallah Gorge wurde zunächst mit zwei Spitzkehren überwunden, später legte man hier zwecks Betriebsoptimierung einen offenen, 540°-Kreisel an. In Wallah Gorge gibt es neben der Verladestelle mehrere Abstellgleise sowie ein Gleisdreieck.
In diesem Bericht sind wir zwischen Namtu und Lopah unterwegs.




Hauptakteurin des heutigen Tages war die nicht unbedingt formschöne Lok Nummer 13, die 1914 bei Kerr Stuart gebaut wurde und die eher exotische Achsfolge B‘1 aufweist.


Nachdem die Dampfwalze die Szenerie verlassen hatte, nutzten wir die Zeit bis zum Mittagessen trotz der immer ungünstig werdenden Lichtverhältnisse (die Sonne drehte immer mehr in die falsche Richtung) für weitere Fotomotive.

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Bild 3: Zufällig kam ein kleiner Junge mit einem Ochsenkarren vorbei. In bewährter Manier hielten wir ihn gegen Bezahlung natürlich an und nahmen ihn samt seinem Karren mit auf das Motiv.



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Bild 4: Einem der beiden Ochsen war das Dampfungetüm nicht so ganz geheuer, er hätte am liebsten Reißaus genommen.



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Bild 5: Im weiteren Streckenverlauf Richtung Namyao hätte es noch ein paar schöne Fotomotive gegeben. Aber die Strecke war angeblich stillgelegt und nicht mehr befahrbar, obwohl man sie gerade freigeschnitten hatte.



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Bild 6: Blick auf die gegenüberliegende Flussseite.



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Bild 7: Wir suchten uns einen erhöhten Standpunkt am Bahnübergang für die nächsten Fotomotive. Zunächst kam aber der tägliche Bus von Namtu nach Lashio. Der alte Daewoo-Bus hätte sicherlich gut mit auf das Motiv gepasst, der Fahrer hatte es aber eilig und wollte selbst gegen Bezahlung nicht warten.



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Bild 8: Dann lichten wir den Zug am Bahnübergang halt ohne Straßenverkehr ab.



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Bild 9: Im Hintergrund sind schon wieder Wolken zu sehen. Das verheißt nichts Gutes für den weiteren Tagesverlauf.



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Bild 10: Die angemieteten Straßenarbeiterinnen wurden auch nochmal mit auf das Bild genommen. Ganz links hinter dem Gestrüpp verbirgt sich übrigens noch der Schuppen für die Draisinen, dem …



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Bild 11: … wir auch noch einen kleinen Besuch abstatten. Dreimal Wickham, allerdings nicht mehr im Originalzustand, insbesondere in Sachen Motorisierung...



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Bild 12: In Namtu dürfen nur die Dampfloks und die Dampfwalze rauchen!



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Bild 13: Die angeschlossene Werkstatt. Nur der Feuerlöscher wirkt irgendwie wie aus der Zeit gefallen.




Zum Mittagessen fuhren wir wieder hinauf ins Gästehaus. Das Essen war dann nicht der Rede wert, trotzdem verfehlten wir den abgesprochenen Aufbruchszeitpunkt um ein Uhr um eine Viertelstunde. War aber sowieso egal, denn das Lokpersonal hatte die Lok und den Zug noch nicht vorbereitet. Also warf ich erst einmal einen Blick in das Depot samt angeschlossener Werkstatt.

Hier eine kurze Übersicht der Dieselloks der Namtu Mines Railways (Stand Dezember 2011):



LoknummerAchsfolgeHerstellerBau-/LieferjahrFabriknummerMotorAnmerkung
DC 201 C-dh Orenstein&Koppel AG, Werk Dortmund 1979 26944 Cummins MC200S/DC200 mit 235 PS, später ersetzt durch Caterpillar-Motor mit 270PS) Ersatzteilspender, größtenteils ausgeschlachtet
DC 202 C-dh Orenstein&Koppel AG, Werk Dortmund 1979 26898, 26899 oder 26900 Cummins MC200S/DC200 mit 235 PS, später ersetzt durch Caterpillar-Motor mit 270PS) Fabriknummer 26898, 26899 oder 26900; Ersatzteilspender, bis Januar 2000 komplett zerlegt
DC 203 C-dh Orenstein&Koppel AG, Werk Dortmund 1979 26892 Cummins MC200S/DC200 mit 235 PS, später ersetzt durch Caterpillar-Motor mit 270PS) im Einsatz
DC 204 C-dh Orenstein&Koppel AG, Werk Dortmund 1979 26945 Cummins MC200S/DC200 mit 235 PS, später ersetzt durch Caterpillar-Motor mit 270PS) abgestellt
DC 205 C-dh Orenstein&Koppel AG, Werk Dortmund 1979 26891 Cummins MC200S/DC200 mit 235 PS, später ersetzt durch Caterpillar-Motor mit 270PS) abgestellt
DC 301 C-dh Orenstein&Koppel AG, Werk Dortmund 1979 26898, 26899 oder 26900 Cummins MC300S/DC300 mit 335 PS, später ersetzt durch Caterpillar-Motor mit 360PS) Fabriknummer 26898, 26899 oder 26900; Ersatzteilspender, bis Januar 2000 komplett zerlegt
DC 302 C-dh Orenstein&Koppel AG, Werk Dortmund 1979 26898, 26899 oder 26900 Cummins MC300S/DC300 mit 335 PS, später ersetzt durch Caterpillar-Motor mit 360PS) Fabriknummer 26898, 26899 oder 26900; Ersatzteilspender, bis Januar 2000 komplett zerlegt
DC 303 C-dh Orenstein&Koppel AG, Werk Dortmund 1979 26895 Cummins MC300S/DC300 mit 335 PS, später ersetzt durch Caterpillar-Motor mit 360PS) im Einsatz
DC 305 (ex. DC 304) C-dh Orenstein&Koppel AG, Werk Dortmund 1979 26896 Cummins MC300S/DC300 mit 335 PS, später ersetzt durch Caterpillar-Motor mit 360PS) abgestellt
DC 306 (ex. DC 305) C-dh Orenstein&Koppel AG, Werk Dortmund 1979 26897 Cummins MC300S/DC300 mit 335 PS, später ersetzt durch Caterpillar-Motor mit 360PS) abgestellt, sowohl die O&K-Lok 26897 als auch die Diema-Lok 5232 haben die Bezeichnung DC 306
DC 306 C-dh Diema 1993 5232 Cummins 250kW/335 PS abgestellt, sowohl die O&K-Lok 26897 als auch die Diema-Lok 5232 haben die Bezeichnung DC 306
DC 307 C-dh Diema 1993 5229 Cummins 250kW/335 PS abgestellt
DC 308 C-dh Chang Zhou Diesel & Mining Locomotive Plant China 1996 98 20203 Caterpillar 360 PS Typ JMY 360L, abgestellt


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Bild 14: Frisch gestrichen (von lackieren würde ich hier nicht sprechen) präsentiert sich in der Mittagssonne die O&K-Lok DC 303. Sie war als Zugpferd für unseren Hilfszug vorgesehen, der neben den Kohle- und Wasservorräten auch Werkzeug und Eingleisungshilfen (die sollten wir später noch öfters benötigen) für unseren Dampfzug transportieren sollte.



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Bild 15: Noch ein Wickham, der wohl bei hohem Besuch als Salonzug eingesetzt wird. Im Hintergrund …



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Bild 16: … steht aufgebockt die O&K-Lok DC 306 in der älteren Farbgebung.



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Bild 17: Vom Depot geht es aus wackeligen Brücken über einen Bach in das Werkstattgebäude.



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Bild 18: Die Werkstatt war verwaist und zusammen mit dem Alter der Maschinen hatte man eher das Gefühl, man würde sich in einem Museum befinden.



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Bild 19: Hier hat sich in den letzten knapp hundert Jahren praktisch nichts verändert.



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Bild 20: Der verlassene Eindruck sollte aber täuschen, denn...



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Bild 21: … an einem der nächsten Tage würde die Werkstatt ganze Arbeit leisten und die bei unserer Fahrt verunfallte Dampflok 42 innerhalb eines halben Tages wieder flott bekommen!



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Bild 22: Auf dem Außengelände befand sich noch der Torso einer ausgeschlachteten O&K-Lok.




Zum Abschluss des Rundgangs noch Sichtungsbilder der angetroffenen Loks. Ich hatte leider kein Stativ dabei, daher bitte die mangelnde Bildqualität entschuldigen.

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Bild 23: Öfter mal was Neues hat man sich wohl beim Anmalen von DC 307 (Diema) vielleicht gedacht. Wahrscheinlich waren aber gerade keine anderen Farben verfügbar.



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Bild 24: DC 305 (ex. DC 304, Fabriknummer 26896) hat noch immer die gleiche Lackierungsvariante.



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Bild 25: Bei DC 204 war man dagegen eher phantasielos in Sachen Farbgebung, vielleicht war aber auch nur eine Farbe verfügbar.



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Bild 26: Zwei Jahre zuvor zog die damals noch fast fabrikneue DC 308 aus China (Changzhou, 1998) unseren Hilfszug. Jetzt war sie schadhaft abgestellt und die alte O&K-Lok DC 203 musste einspringen.



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Bild 27: DC 203 (O&K 26892) stand im Freien, sie sollte auch noch zum Einsatz kommen.



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Bild 28: Während sich die feine englische Dame im Hintergrund zumindest äußerlich trotz ihrer fast 100 Jahre im Bestzustand präsentiert, kann man das vom „jungen“ Arbeitstier aus dem Ruhrpott nicht gerade behaupten.



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Bild 29: Die alte englische Dame nimmt noch schnell einen Drink zu sich, dann kann es endlich losgehen.






Aufgrund der Verzögerung musste der Zeitplan nochmals über den Haufen geschmissen werden. Schnell wollten wir uns zur ersten Brücke über den Gebirgsbach begeben. Als wir aber an der Bahnhofsausfahrt neben der Werkstatt Kinder beim Drachensteigen sahen, legten wir kurzerhand einen improvisierten Fotohalt ein.

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Bild 30: Endlich kann es losgehen. Links neben der Lok ist der Bahnhof Namtu zu sehen, rechts stehen abgestellte Erzwaggons, die Lok fährt gleich über den Bach, der Depot und Werkstatt (beide rechts außerhalb des Bildes) trennt.



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Bild 31: Unser Fotozug hat den Bahnhof verlassen, im Hintergrund erkennt man noch das mit Stacheldraht gesicherte Gatter, das neuerdings den Bahnhof sichert. Rechts stehen die Gebäude der Werkstatt, vor der …



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Bild 32: … alte Waggons auf eine Reparatur warten und die Kinder ihre selbstgebastelten Drachen steigen lassen.




Dann ging es flugs zur Brücke über den Bach. Vor zwei Jahren entgleiste am ersten Tag unser Zug gleich hier (siehe Bericht von 2009), diesmal blieben wir zum Glück verschont. Dennoch blieb nur Zeit für eine Scheinanfahrt, als Fotoposition wählte ich den Hang auf der gegenüberliegenden Seite aus. Aufgrund ständig vorbeiziehender Wolken verzögerte sich aber die Abfahrt, bis der Dampfdruck zu gering war und nochmals ein neues Feuer aufgesetzt werden musste. Nach einer weiteren Verzögerung klappte es dann halbwegs.

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Bild 33: In Myanmar braucht man Geduld und buddhistische Gelassenheit. Erst warteten wir auf die Sonne, als die wieder da war, warteten wir auf Dampfdruck.



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Bild 34: Irgendwann setzte sich der Zug dann aber endlich in Bewegung. Hinter dem Hügel im Hintergrund liegt das Hüttenwerk von Namtu.



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Bild 35: Das Ganze nochmals mit größerer Brennweite.




Auf dem weiteren Weg nach Lopah nahmen wir nochmals die Chance auf eine Fotoposition direkt an der Strecke an.

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Bild 36: Die Sonne machte sich im tief eingeschnittenen Tal schon rar. Hier hatten wir aber nochmals die Chance auf eine dankbare Fotoposition ohne großen Zeitverlust.




Aufgrund der Verzögerungen lagen weite Teile des Tales zwischen Namtu und Lopah schon im Schatten. Ausgerechnet jetzt musste die Lokmannschaft auch (mal wieder) ein neues Feuer aufsetzen. Wir nutzen die Zeit, um durch den eiskalten, reißenden Gebirgsbach auf die andere Talseite zu waten. Von erhöhter Fotoposition sollte es die letzten Aufnahmen mit Sonnenlicht geben.

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Bild 37: Für dieses Foto holte ich mir nasse und kalte Füße, denn um auf den gegenüberliegenden Hang zu gelangen, musste ich durch den reißenden, eiskalten Gebirgsbach waten. Aber das war es wert.




Im Schatten ging es dann bis nach Lopah, wo wir in den wartenden Schienen-LKW umstiegen, der uns zurück nach Namtu bringen sollte. Die Dampflok samt Lokmannschaft ließen wir in Lopah zurück, um am nächsten Morgen ohne Zeitverlust direkt hier die ersten Fotos zu schießen. Ob das wirklich klappen sollte, erfahrt ihr dann im nächsten Bericht.

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Bild 38: Die beiden Fahrdienstleiterinnen am Bahnhof Lopah sind über ein bisschen Abwechslung froh. Sie verabschieden diese verrückten Langnasen, die aber morgen früh schon wieder zurückkommen werden.



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Bild 39: Die Bahnhofstoilette von Lopah war mir trotz der bereits untergegangenen Sonne noch ein Foto wert.




Den Bahnhof Namtu erreichten wir dann schnell mit dem Schienen-LKW ohne weitere Vorkommnisse. Am Markt neben dem Gleisdreieck in Namtu wurden dann die Whiskey- und Cheeroot-Vorräte aufgefrischt, bevor es mit dem Bus ins Gästehaus ging. Es war schon wieder recht kalt, tagsüber hatten wir bei Temperaturen an die 30 Grad ordentlich geschwitzt. So holte ich in der Küche einen Eimer heißes Wasser, mischte ihn in unserem Bad mit kaltem Wasser, so dass ich und meine Zimmergenosse Jan wenigsten lauwarm „duschen“ konnten. Derweil hatte KyiKyi das Regiment in der Küche übernommen und so kamen wir auch noch zu einem leckeren Abendessen.

Und da nicht jeder Auslandsforum-Leser ins HiFo schaut, sei mir ein Link in selbiges erlaubt. Dort gibt es aktuell parallel zu dieser Berichtsreihe eine Berichtsreihe, die sich meinem Myanmar-Aufenthalt im Jahre 2007 widmet. Bei Interesse einfach auf eines der Bilder oder die Bildunterschrift klicken, dann werdet ihr automatisch zum aktuellen Bericht geleitet.






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Hier geht’s zum aktuellen Myanmar-Bericht im HiFo. Dort gibt es diese und noch viel mehr Bilder aus dem Januar 2007 zu sehen.












Zugliste


Datum Zugnummer Von Nach km Traktion Spurweite
25.11.Circle LineYangon Hbf Yangon Hbf 49,1Diesel1000mm
27.11. NamtuLopah (und zurück)13,9Diesel/Dampf610mm
"unerwartete Ereignisse" lese ich aber ungern... ich hoffe, daß jetzt alles ok ist?

Der Bericht hat mir natürlich gut gefallen, Flo.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Hallo Joachim,

alles bestens, es hat nur die Zeit gefehlt. Und ich befürchte, dass demnächst noch weniger Zeit für die Eisenbahn bleibt. Aber das muss ja nicht immer schlecht sein. Und Kinder werden ja auch größer und benötigen irgendwann weniger Zeit...

Viele Grüße

Florian