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Hallo liebe Eisenbahnfreunde,

über Pfingsten habe ich mich mit meinem Freund und gutem Reisebegleiter Thomas auf eine acht-tägige Tour in die slowakisch-ukrainischen Karpaten verabredet. Im Teil 1 [www.drehscheibe-online.de] habe ich Euch auf unsere Anreise nach Kosice mit genommen.

Im zweiten Teil nehme ich Euch mit in die slowakischen Karpaten/Beskiden, und rein in die Ukraine, mit der ersten dortigen Pass-Strecke. Sorry, dass ich so langsam bin, aber so nebenbei ist die Planung für die nächste große Tour im September recht aufwändig, und das Alltagsgeschäft will auch bewältigt werden. Umso schöner ist das Schwelgen in Erinnerungen ;-)

Hier nochmal unsere Tourkarte, diesmal die (viel schönere) von Thomas, die ich auch im ersten Teil einsetzen werde.

Karte_Thomas.jpg

Sonnabend, 08.06.2019

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Nach unserem gestrigen schönen Abend in der Innenstadt von Kosice starten wir voller Elan in unsere heutige Rundreise in die slowakischen Karpaten. Bis Humenne werden wir mit aus EN aus Prag fahren.

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Bild 34
757 009 wird uns mit dem EN 443 „Slovakia“ nach Humenne bringen

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Bild 35
In Trebisov kreuzen wir mit 742 312 mit einem veritablen Nahgüterzug

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Bild 36
Willkommen in Humenne

Im Vordergrund präsentiert sich die Brotbüchse 812 056, die uns nach Stakcin bringen wird. Links steht der „Slovakia“, rechts sind zwei weitere Anschlusszüge zu sehen. SO funktioniert Eisenbahn.

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Bild 37
Die Störche sind in dieser Gegend omnipräsent

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Bild 38
In Dihe nad Cirochou haben wir eine Kreuzung, da bannt Thomas unsere schöne Brotbüchse gern nochmal auf den Chip

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Bild 39
Unsere Protagonistin ist, zusammen mit ihrer, für immer unerkannten, Schwester in Stakcin angekommen

Die Schwester wird uns noch problematisch beschäftigen, im Moment sehe ich aber wohlwollend, dass hier auch noch Güterverkehr auf der Schiene stattfindet.

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Bild 40
Das sowjetische Ehrenmal mit dem T 34 steht für mich symbolhaft für diese Region

Es gibt nur wenige Ecken in Europa, wo Grenzen so willkürlich und oft verändert wurden, wie in den Karpaten. Allein für Stakcin könnte man darüber eine Doktorarbeit schreiben.

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Bild 41
Auch die orthodoxe Kirche im Ort zeugt von dieser wechselvollen Vergangenheit

Die folgende Episode muss ich leider unbebildert lassen. Wir fahren zunächst pünktlich in Stakcin ab, aber schon in Snina dräut Unbill. Zunächst läuft der Lokführer hektisch hin und her, dann fahren wir solo wieder zurück Richtung Stakcin. Die mitgefahrene Fahrdienstleiterin stellt dann die handbediente Weiche um, und wir umfahren unseren unwilligen Kameraden. Am anderen Bahnhofsende gibt es zum Glück noch einen Weichenwärter, da geht es entsprechend flott.

So entsprechend neu konfiguriert geht es dann mit +30 weiter in Richtung Humenne.

Da wir hier in der Slowakei sind, und nicht im DB-Land, klappt natürlich trotzdem auch der Anschluss in Humenne. Unser Anschlusszug fährt mit 15 Minuten Verspätung weiter nach Presov. Leider müssen dadurch allerdings weitere Bilder aus Humenne ebenfalls entfallen.

In Presov ist ein wenig Zeit, sich umzuschauen. Schön ist dabei natürlich, dass wir auf diesem Tagesausflug nur mit kleinem Gepäck unterwegs sind.

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Bild 42
861 021 fährt in den Bahnhof Presov ein

Er kommt aus Bardejov, und mit ihm werden in einer Stunde dorthin fahren.

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Bild 43
Straßenszene mit der griechisch-katholischen Kirche, die Johannes dem Täufer gewidmet ist

Wie am Strippensalat über der Straße unschwer zu erkennen ist, gibt es hier auch einen O-Bus-Betrieb. Leider waren in der Kürze der Zeit keine großartigen Bilder möglich.

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Bild 44
An der Nikolaikirche geht es dann römisch-katholisch zu

Herr Wojtyla, auch bekannt als „Reisepapst“, hat die Stadt am 2. Juli 1995 auch mit seinem Besuch beehrt, woran diese Skulptur erinnert. Für das junge Paar, welches hier als schmückendes Beiwerk dient (oder ist es umgekehrt? :-) ), gelten meine besten Wünsche für ihren gemeinsamen Lebensweg. Auf jeden Fall hat Thomas die Szene schön erkannt und eingefangen.

Nebenbei habe ich bei der Recherche zu diesem Bericht gelernt, dass Presov die drittgrößte Stadt der Slowakei ist (nach Bratislava und Kosice). Da hätte ich eigentlich eher an Banska Bystrica oder Zilina gedacht.

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Bild 45
Zurück am Bahnhof bietet sich dieses Szenerie

Der zweite Zug von links wird uns nach Bardejov bringen. Am Hausbahnsteig steht ET 460 043, weiter ist eine ältere Schwester unseres Zuges, 861 002, und eine nicht identifizierte Doppellok zu sehen.

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Bild 46
Nach der Ankunft in Bardejov

Unser Zug präsentiert sich mit dem im sozialistischen Stil der 70er Jahre daher kommenden Empfangsgebäude und mit intakten und genutzten Gleisanlagen.

Jetzt haben wir eine knappe Stunde Zeit, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadt zu erkunden. Manchmal (Nein: Oft) ist es wirklich schade, dass es auch bald weiter gehen muss.

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Bild 47
Der Rathausplatz (man könnte auch Markt sagen) mit dem namensgebenden historischen Gebäude in der Mitte

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Bild 48
Vom anderen Ende des Platzes kommt auch noch die Basilika St. Aegidius zur Geltung

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Bild 49
Kirche, Rathaus, Henker

Hier kommt ein vergangenes Rechtssystem, auf einem Bild vereint, ganz gut zur Geltung, meine ich.

Von der Rückfahrt nach Kosice stelle ich keine weiteren Bilder ein.

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Bild 50
Nach Ankunft in Kosice noch die Tw 826 und 809 auf dem Bahnhofsvorplatz

Anschließend ging es noch in die Stadt für ein ausgiebiges Abendessen, garniert mit diversen Getränken. Ein schöner Tag geht zu Ende, und die Ukraine ruft.

Sonntag, 09.06.2019

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Heute geht es in die Ukraine! Für mich das erste Mal, und dann gleich noch mit einer Jungfernfahrt, nämlich dem ersten Regional-Schnellzug von Kosice nach Mukachevo, der ausschließlich auf Normalspur verkehrt. Na gut, bitte den Begriff „Schnellzug“ nicht zu ernst nehmen ;-)

Diese Eröffnungsfahrt habe ich bereits im Juni in einem Vorabbericht ausgiebig geschildert. Wer das Gesamtreiseerlebnis lesen und sehen möchte, und den Vorabbericht noch nicht kennt, dem empfehle ich einen Klick auf diesen Bericht: [www.drehscheibe-online.de] Dort findet ihr auch, dass man einem trödelnden ukrainischen Lokführer auch Beine machen kann ;-)

Von hier nochmal schöne Grüße an User „D 2027“ und „E143“, sowie deren mitfahrende Angehörige und Freunde. Es war schön, Euch kennen zu lernen.

Hier nochmal zwei neue Bilder von unterwegs, aufgenommen aus dem hinteren Führerstand der slowakischen Doppel-Brotbüchse.

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Bild 51
Das Normalspurgleis ist mal wieder in das Breitspurgleis eingefädelt...

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Bild 52
...und wieder ausgefädelt

Jetzt sind wir schon in Mukachevo angekommen.

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Bild 53
TschM 33 2173 dieselt durch den Breitspurteil des Bahnhofs Mukachevo

Rechts finden im Normalspurteil Mukachevo West gerade mit großem Rummel die Feierlichkeiten zur Ankunft des RR 960 statt. Thomas hat trotzdem mal die Kamera „nach drüben“ gehalten.

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Bild 54
Da wir die Fahrkarte bereits in der Tasche hatten, ging in der recht kurzen Übergangszeit trotzdem noch ein Gang auf die Fußgängerbrücke, um einen Überblick über das Gesamtensemble einzufangen

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Bild 56
108SCH fährt in Mukachevo ein, für die Traktion ist WL10 1482 zuständig

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Bild 55
Unser Domizil für die nächsten zwei Stunden

Selbstverständlich haben wir auch einen Tee auf der Fahrt genommen.

Nach dem Kopfmachen in Chop, wo wir die Halle-Ammendorfer Wagen nochmal von außen begutachtet haben, ging es in einer weiten Kurve gen Ushgorod.

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Bild 57
Der Zug in der langen Kurve

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Bild 58
Wir passieren TschM 33 5152

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Bild 59
Auch eine recht steile Kreuzung ist dabei

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Bild 60
Der Bahnhof von Ushgorod

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Bild 61
Nochmal eine andere Perspektive

Relativ schnell haben wir auch den Nahverkehrsschalter des Bahnhofs gefunden, wo wir am nächsten Morgen unsere Tickets bekommen.

Unser Hotel „Antonio“ ist sehr gut, obendrein preiswert (33 € für das Doppelzimmer) und nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt. Wir sind ja recht früh hier angekommen, da bleibt eine Menge Zeit für Sightseeing und entspanntes Essen und Trinken.

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Bild 62
Die orthodoxe Christus-Erlöser-Kathedrale empfängt uns im historischen Teil der schönen Stadt

Dann haben wir auch die landestypische Währung in der Tasche, und können entspannt weiter schlendern.

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Bild 63
Klassisch katholisch geht es an der Kreuzerhöhungs-Kathedrale zu

An der Burg genießen wir bei einem Bier (Ich) bzw. Wein (Thomas) ein wenig das frühabendliche Leben der Ushgoroder. Das war schon interessant. Auf jeden Fall ist das ein lebensfrohes Volk, was mir sehr sympathisch ist.

Am Ufer der Usch haben wir dann noch gut gespeist, und diverse Kaltgetränke konsumiert.

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Bild 64
Die abendliche Brücke über die Usch

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Bild 65
Und so sieht echtes Transkarpatisches Bier aus (aufgenommen im Hotelzimmer)

Damit haben wir uns dann auf die nächste Etappe vorbereitet, die anstrengend sein wird, aber auch sehr schön.

Montag, 10.06.2019

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Nach unserem recht entspannten Einstieg in die ukrainische Eisenbahnwelt wird es jetzt Zeit, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Mit Elektritschkas geht es nach Lemberg, reine Fahrzeit immerhin 7 ½ Stunden, dann noch 3 Stunden im Fernzug bis Kolomija.

Dank unserer am Vorabend erworbenen Ortskenntnisse haben wir auch schnell das erforderliche Ticket nach Syanka am Nahverkehrsschalter gekauft. Unser Wunsch „nach Lviv“ wurde abschlägig beantwortet, offensichtlich scheut man sich hier, unter den Eisenbahndirektionsbezirken gegenseitig abzurechnen. Das ist ja noch kleinstaaterischer als in Deutschland.

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Bild 66
ER2 332 hat die Ehre, uns nach Syanka zu bringen

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Bild 67
Einen SEHR SELTENEN Moment, an dem unser Fahrgastraum zufällig leer war, habe ich für eine Innenaufnahme unseres Wagens genutzt

Dieses Bild dürfte der DSGVO zu 100% entsprechen ;-) Aber eigentlich ist es doch langweilig, so ganz ohne Menschen, oder?

Zum Fotografieren: Auf den Bahnhöfen haben wir überwiegend mit dem Handy fotografiert. Damit gab es auch nie Probleme. Wir wollten mit der Kamera auch nicht bewusst provozieren. Gewisse Befindlichkeiten gibt es ja schon. Auch unterwegs aus dem Zug war eine gesunde Vorsicht geboten, denn fast alle Brücken und Tunnel in der Grenzregion sind militärisch gesichert.

Die beiden folgenden Bilder lass ich einfach mal unkommentiert stehen, sie zeigen die atemberaubenden Ausblicke auf diesen ersten ukrainischen Karpatenpass über Syanka.

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Bild 68

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Bild 69

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Bild 70
Längere Zeit führt die Strecke direkt an der EU-Außengrenze entlang

Oft waren auch rot-weiße polnische und hellblau-gelbe ukrainische Grenzpfähle gleichzeitig zu sehen, im umgebenden Dickicht haben wir aber beide kein entsprechendes Bild zustande bekommen.

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Bild 71
Noch ein Blick über diese herrliche Landschaft

In Syanka, wo wir umsteigen müssen, wird gerade kräftig modernisiert. Deshalb findet dort auch der Fahrkartenverkauf für die Weiterfahrt direkt auf dem Bahnsteig mit mobilem Terminal, und einer sehr netten Verkäuferin, statt.

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Bild 72
Unser Anschlusszug nach Lviv ist eingetroffen, EPL2T 012 wird uns dorthin bringen

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Bild 73
So sieht es dann drinnen aus, tatsächlich nochmal ohne Fahrgäste

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Bild 74
In der Einfahrt nach Sambir überqueren wir die Strecke in Richtung Zagorz (PL)

Dann kommt der Bahnhof Ljuben Weliki. Auf den Bahnhof haben wir sehnsüchtig gewartet, denn Thomas hat mit seinem Übersetzungsprogramm den Namen „Liebe ist großartig“ angeboten bekommen ;-)

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Bild 75
Bahnhof „Liebe ist großartig“

Hübsch ist er auf jeden Fall ;-)

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Bild 76
In der Einfahrt nach Lviv gibt es eine schöne Parallelfahrt mit einem Güterzug, hier trennen sich die Wege wieder

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Bild 77
Unser EPL2T 012 ist im Vorortbahnhof von Lviv angekommen

Zum Hauptbahnhof ist etwa 10 Minuten Fußweg angesagt.

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Bild 78
Der war leider von einer riesigen Baustelle auf dem Bahnhofsvorplatz beherrscht

Schön ist er ja trotzdem, oder?

Nach dem Einstieg ist Thomas nochmal auf den Bahnsteig, um noch etwas Verpflegung für uns zu besorgen, denn der Drei-Wagen-Zug verhieß nichts Gutes, was die gastronomische Betreuung betrifft. Wir waren ja schon den ganzen Tag in Elektritschkas unterwegs. Dort kamen zwar regelmäßig Frauen mit diversen Waren vorbei, die sie zum Kauf feilboten, aber gekühlt war da kein Getränk.

Dabei fiel auch noch ein Bild unseres Zuges ab.

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Bild 79
Zug 702 mit der halben Doppellok 2M62 1224 im Bahnhof Lviv

Die Fahrt war recht schweißtreibend, denn die vorhandene Klimaanlage hatte über weite Strecken unserer Mitfahrt einfach keine Lust. Gibt es also auch außerhalb des DB-Bereiches ;-)

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Bild 80
Dieser Hinterherblick auf einen Nachtzug in Richtung Kiev ergab sich, weil Thomas mal wieder an seinem Lieblings-Standort, dem letzten Wagen, stand

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Bild 81
Wir sind in Kolomija angekommen, nochmal unser Zug 702

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Bild 82
Noch eine andere Perspektive mit dem schönen Empfangsgebäude

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Bild 83
Etwas außerhalb stand auch noch ein Anschlusszug, der aus DEP-02-006 gebildet ist

Das Ziel kann ich leider nicht identifizieren.

EDIT: "Der DEP-02-006 in Kolomya fährt nach Chernivtsi (Czernowitz)." Danke an 16/H und Franzmann2001 für die ergänzenden Informationen.

Da es schon nach 21 Uhr war, galt unsere Sorge dem Check In im Hotel und anschließend der Suche nach etwas Essbarem. Das war im recht verschlafenen Kolomija gar nicht so einfach, und dann auch knapp.

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Bild 84
Mit einem abendlichen Blick in die Stadt beende ich diesen Teil

Im letzten Teil entführe ich Euch auf zwei weitere Karpaten-Pässe (natürlich mit Elektritschkas), bevor wir die Heimreise antreten.

Hier geht es zum letzten Teil: [www.drehscheibe-online.de]

Danke für Eure Aufmerksamkeit und hoffentlich zahlreichen Kommentare und Ergänzungen.

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.08.19 20:53.
Danke für den schönen Bericht! Der DEP-02-006 in Kolomya fährt nach Chernivtsi (Czernowitz). Daß die Schalterdame in Uschhorod die Nahverkehrsfahrkarte nur bis Syanki ausstellen wollte, liegt jedenfalls an keiner Direktionsgrenze. Ihr habt Euch mit Eurer (gar nicht kleinen) Rundreise nur innerhalb der Львівська залізниця / Lemberger Eisenbahn ("Direktion" Lviv) bewegt.

Gruß,
16/H
Danke für den interessanten Bericht!

Zu Bild 38: In Dléh n/C ergab sich schon vor etwa 12 Jahren die Möglichkeit, während der Kreuzung zu fotografieren. Nur sahen damals die Züge noch ein wenig anders aus...

DSC_0406.jpg

Gruss
Alex
Danke fürs mitnehmen.
Der Triebfix auf Bild 83 fährt nach Tschernivtsi (Czernowitz).

MfG
Zitat:
Daß die Schalterdame in Uschhorod die Nahverkehrsfahrkarte nur bis Syanki ausstellen wollte, liegt jedenfalls an keiner Direktionsgrenze. Ihr habt Euch mit Eurer (gar nicht kleinen) Rundreise nur innerhalb der Львівська залізниця / Lemberger Eisenbahn ("Direktion" Lviv) bewegt.
You are wrong, limitation exist though, but it's not related with any border between railway branches.
The problem is the distance.

Thing is the tariff table for suburban trains of Lviv railway ends at 230 km now, thus suburban ticket if issued on any station of Lviv railway (including Uzhhorod) -cannot be issued for longer distances. So the refusal to issue ticket to Lviv is correct, it's NOT a cashier's whim or mistake. The distances longer than 230 km can be covered only by 2 separate tickets.

So the distance Uzhhorod - Lviv via Syanky (distance is 271 km) is really not possible to cover by single ticket.

But it's quite sad that cashier didn't tried to explain the reason to passenger and didn't explained, that ticket to station after Syanky are possible. For example Uzhhorod - Sambir or Uzhhorod - Rudky can be covered by single ticket.

Sammelantwort

geschrieben von: E 44 051

Datum: 12.08.19 23:35

Hallo liebe Eisenbahnfreunde,

vielen Dank für Eure positiven Rückmeldungen (das Salz in der Suppe jedes mit viel Arbeit und Herzblut erstellten Beitrages).

@ 16/H und Franzmann2001: Danke, damit ist das Ziel identifiziert, ich arbeite das in den Ursprungsbeitrag ein. Wie gewohnt sind hier genügend Kenner unterwegs. Da der 702 ja auch nach Tschernivtsi (Czernowitz) unterwegs ist, ist der Anschlusszug dann wohl für die Unterwegshalte zuständig.

@ 16/H und maxy: Dass die Reise komplett innerhalb der Lemberger Eisenbahn stattfand, war mir schon klar, aber die ist auch nochmal bezirklich unterteilt. Dass dann die kuriose 230 km-Begrenzung dafür ausschlaggebend war, hätte ich nicht vermutet. Man lernt nie aus ;-)

It was already clear to me, that the journey took place entirely within the Lviv railway, but it is also divided into districts. I would not have suspected that the curious 230 km limit was decisive for this. Learned again ;-)

@ aw1975: Hey, gerade mal 12 Jahre her, tolles Bild.

Der Fairness halber sage ich mal, dass mir die Büchsen auch im aktuellen tschechischen, slowakischen und ungarischen Farbkleid immer noch ganz gut gefallen. Die sind einfach so gut designt, dass man sie farblich kaum noch verschandeln kann.

So, jetzt arbeite ich mit Hochdruck (und Herzblut) in meiner knappen Freizeit am letzten Teil des Berichtes, in der Hoffnung, ihn noch vor dem 31. August fertig zu stellen. Denn dann geht meine große, fast schon traditionelle, 22-Tage-Interrail-Tour los. Ziel ist (mal wieder) Lissabon. Auf der Hinfahrt wird diesmal Gibraltar und Tanger mit dabei sein, auf der Rückfahrt wird die spanische Biskaya (ex FEVE) eine Hauptrolle spielen, die Rückfahrt wieder mit Thomes.

@ Thomas: Bin ja gespannt auf Deinen ersten Kommentar hier auf DSO, angemeldet bist Du ja ;-)

Nochmal danke für Eure positive Begleitung und freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]

Re: Sammelantwort

geschrieben von: aw1975

Datum: 13.08.19 01:11

Hallo Ralf

Einen Nachtrag in Form eines Bildes habe ich noch gefunden: Am gleichen Tag entstand damals das Foto des Zuges nach Medzilaborce in Humenné!

DSC_0378.jpg

Gruss
Alex



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.19 01:14.
Vielen Dank für deinen interessanten Bericht.
Wir haben im Frühjahr auch die westliche Karpatenquerung bereist. Die mittlere und östliche kannten wir schon.

Eine Anmerkung hätte ich noch, ich würde die UZ Hummel als CmE3 2173 betitteln.

MfG
Servus Ralf,

danke für die wieder wunderbar erquickliche Aufbereitung der Reise! Freue mich schon auf den dritten Teil.
Habe überlegt, was ich noch beisteuern könnte.

Ich nehme mal das interessante Snackabteil in unserem Wagen im Zug 108/107 von Mukacevo nach Uzgorod

ZSR_UZ_19 (403).jpg

Außerdem den interessanten "Zugbegleiter", der nicht ausliegt, sondern mit dem Wagen fest verklebt ist. Dort sind praktischerweise die Aufenthaltszeiten für den geneigten Fotografen ausgewiesen (bei Bedarf auch für die Raucher) und zeigt sogar die betrieblichen Kreuzungshalte! Auch die Logik des Zugnummernwechsels beim Kopfmachen erschließt sich.

ZSR_UZ_19 (411).jpg

Und noch ein Bild, das die Lage des Bf Mukacevo zu Mukacevo West ganz gut zeigt. Hier fahren wir mit Zug 108/107 breitspurig am Normalspur-Bf'steil Mukacevo West mit der Jungfernfahrt von und nach Kosice vorbei. Im Hintergrund in der Ferne sieht man gerade noch das Blau eines nordwärts fahrenden Fernzuges, der am Hausbahnsteig im Bf Mukacevo steht.
ZSR_UZ_19 (407).jpg

Gruß von Thomas
Hallo Thomas,

jetzt bist Du mittendrin und nicht mehr nur dabei ;-)

Danke für Deine gezielten Ergänzungen.

Das Snack-Abteil war ja für uns zu dieser Zeit tabu, mangels noch nicht vorhandener landestypischer Währung, aber wir waren ja auch noch nicht ausgehungert, und konnten etwas später in Ushgorod dafür entspannt und lecker speisen.

Dass auf dem Fahrplanaushang im Zug sogar die Betriebshalte vermerkt sind, habe ich damals gar nicht bemerkt, danke für dieses interessante Detail.

Dein Bild in der Ausfahrt Mukachevo ist mir bei der Bildauswahl glatt durch die Lappen gegangen, aber bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials...

Ich hatte übrigens noch NIE beim Schreiben eines Reiseberichtes so viel Bildmaterial zur Verfügung (meines und deines, jeweils von den Kameras und den Smartphones). Mit ein Grund, dass der Teil zwei so lange gedauert hat. Teil drei ist aber in Arbeit, da kannst Du dann gern auch nochmal weitere Ergänzungen vornehmen, wahrscheinlich habe ich da auch sehenswerte Details übersehen (die Bildauswahl ist schon länger her, jetzt schreibe ich nur noch herunter).

Unsere Eisenbahnfreunde im HiFo konnten ja schon mal ansatzweise von Deiner reichhaltigen Quelle profitieren, da ich dort schon mit Deinen Bildern unsere Silvestertour 1996 geschildert habe. [www.drehscheibe-online.de] Wenn die wüssten, was da noch bei Dir schlummert... Ich habe ja viele Bilder seinerzeit in Aschaffenburg bei diversen Dia-Abenden erleben dürfen ;-)

Jetzt erstmal Dir viel Vergnügen auf der Ardennen-Tour, und ich freue mich auf den 14. September, wenn wir uns in Lissabon zu unserer gemeinsamen Rückfahrt Richtung Heimat entlang der Biskaya und über Canfranc treffen.

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf
Zitat:
Auch die Logik des Zugnummernwechsels beim Kopfmachen erschließt sich.
Change of train number from odd to even or vice versa is in general not related to change of direction.
Change of train number often coincidental with change of direction, but suggestion there is the relation is the erroneous generalization.

Change of train number from odd to even or vice depends on following: if values on kilometer pillars on the line grows along the direction of train movement - train have odd number, if the values go down - even number.
For example above train changes number from odd to even or vice versa in Zhmerynka, despite the train going from Odessa to direction of Lviv doesn't change the direction of moving at Zhmerynka-Pas. The long stop in Zhmerynka is caused by change of loco and some other procedures, but direction of moving remains the same. The reason why number is changed for example when train goes from Odessa in direction of Uzhhorod is other. From Odessa to Zhmerynka - values on kilometer pillars goes down from 1500 km to 1123 km thus train number must be even. Train doesn't change direction of moving in Zhmerynka but continues in direction of Chop and values of kilometer pillars grow from Zhmerynka (1123 km) to Chop (1746 km) thus train number is odd. Then in Chop train changes direction and continue to Uzhhorod, on this line there is other kilometric numbering, they are counted from Obroshyn (the bifurcation point of Lviv - Stryi and Lviv-Sambir lines, 12 km after Lviv) and Chop is on 280th km of this line, thus moving from Chop (280 km) to Uzhhrod (259 km) train number is again even.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.19 21:03.
Hallo Ralf, hallo Thomas,

einen herzlichen Dank für euren Reisebericht bis hierher. Es macht wirklich Freude da durchzustöbern , und es ringt einem auch einen unheimlichen Respekt vor der Mühe beim Erstellen ab.
Auf den nächsten Teil mit Rakhiv freue ich mich schon, wir waren im Mai "in der Gegend"...
Wie sich nun herausstellt, haben wir uns vor eurer Abfahrt in die Ukraine in Kosice auf dem Bahnsteig gegenseitig beäugt :-) Allerdings blieb uns -auf Grund anderweitiger Pläne- nur das Abfertigen der ersten Fahrt der neuen Schnellzugverbindung ins Ukrainische. Wir sind dann mit R812 gen Bratislava raus.
Beim nächsten Treffen sage ich Guten Tag!

Viele Grüße
sfz2001

Die Welt ist ein DSO-Dorf ;-)

geschrieben von: E 44 051

Datum: 16.08.19 00:44

Hallo,

vielen Dank für Dein Lob und Deinen Respekt, so etwas freut jeden Beitragsersteller :-)

Dass wir uns wohl in Kosice quasi über den Weg gelaufen sind, zeigt: WIR SIND ÜBERALL!

Ich freue mich auf unser nächstes Treffen mit Begrüßung. Im September besteht dazu Gelegenheit im Großraum [AT][CH][FR][ES][MA][PT]. Wohin es über Silvester geht, steht noch nicht fest...

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]