DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/01 - Auslandsforum "classic" 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Ein separates Forum gibt es für die Alpenländer Österreich und Schweiz - das Alpenlandforum
Zur besseren Übersicht und für die Suche: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden!
Moin!

Heute geht unsere Reise mit der Rhodopenbahn in die dritte Folge. Wer die ersten beiden Episoden verpasst hat, kann diese hier nachlesen:

Von Septemvri nach Varvara und Prolog:[www.drehscheibe-online.de]

Durch die Cepino-Schlucht nach Velingrad:[www.drehscheibe-online.de]

Und damit geht es auch gleich los:
Von Velingrad zum höchsten Bahnhof des Balkan

Hinter dem Haltepunkt Velingrad-yug, verlässt die Rhodopenbahn die Hochebene und nimmt den streckentechnisch wohl anspruchsvollsten Teil der Bahnlinie nach Avramovo in Angriff.


https://abload.de/img/055arhodopenbahn_map_f7jzq.jpg
Im heutigen Teil fahren wir zunächst von Velingrad-yug hinauf zum höchsten Bahnhof des Balkan in Avramovo.

Der Streckenabschnitt von Velingrad bis Yakoruda und damit auch die anspruchsvolle Steilstrecke zwischen Sveta Petka und Avramovo, wurde erst rund 10 Jahre nach dem Erreichen von Velingrad, Ende 1937 eröffnet. Zunächst folgt die Strecke wieder dem Chepinska, auf den sie in Velingrad erneut gestoßen ist. Auch die Straße verläuft auf diesem Stück noch parallel, bevor die Strecke Fluss und Straße verlässt und stattdessen dem einsamen Tal des kleinen Flusses Ablanitsa folgt. Einzig eine unbefestigte Sandpiste ermöglicht, abgesehen von der Eisenbahn, das Erreichen des nächsten Haltepunktes Ostretz. Nach rund 14 Kilometern erreicht die Strecke hinter Velingrad den nächsten Bahnhof. Erst hier in Tsvetino ist die Strecke mit dem Auto wieder erreichbar, allerdings auch nur über Schotterpisten, die einiges mehr an Bodenfreiheit und Unterbodenschutz erfordern, als mein kleiner Mietwagen bieten konnte. Trotz der völligen Abgelegenheit des Bahnhofes von Tsvetino, ist auch dieser selbstverständlich mit drei Mann Personal besetzt.
Hinter Tsvetino beginnt die spektakuläre Streckenführung hinauf nach Avramovo. Durch den ersten von neun Tunnels bis Avramovo, wird der Haltepunkt Sveta Petka erreicht. Dieser besteht aus nicht mehr, als einer etwa fünfzig Meter langen, angedeuteten Bahnsteigkante. Durch mehrere Kehrtunnel und Schleifen, überwindet die Strecke von Sveta Petka bis hinauf nach Avramovo, mit teilweise bis zu 30 Promille Steigung, auf rund 10 Kilometern Strecke über 200 Höhenmeter. Was auf der Karte spektakulär aussieht, ist in der Realität leider kaum darstellbar, denn die Schleifen und Tunnels befinden sich nahezu vollständig in dichtem Wald versteckt. Während meiner Mitfahrt von Avramovo bis Sveta Petka, konnte ich so auf dem trassierungstechnisch interessantesten Abschnitt der Strecke, leider kein einziges potenzielles Motiv in der Karte notieren und auch der Blick aus dem Fenster bestand zum Großteil aus einer vorbeirauschenden Blätterwand. Die anschließende kleine Wanderung von Sveta Petka bis Tsvetino, war dafür umso schöner: Durch völlig einsame Auenlandschaft führte der Sandweg, der hin und wieder von kleinen Bächen unterbrochen wurde, welche dann irgendwie halbwegs trockenen Fußes überwunden werden wollten. Die Alternativen bestanden dabei wahlweise daraus, sich am Hang durch das dichte Grün mit nicht seltenen Dornengewächsen zu schlagen, zu einem gewagten Sprung über das kühle Nass anzusetzen, oder darauf zu spekulieren, dass die Schuhsohlen hoch genug sind und genügend Schutz vor dem durchnässen bieten.
Nur selten begegnete ich einzelnen Rinderhirten und Hirtinnnen, welche meist nicht mehr als drei Tiere durch die grüne Landschaft trieben und dabei auch nicht selten die Bahntrasse als Wanderweg nutzten. Kurz vor Tsvetino eröffnen sich dann gleich mehrere Motive, mangels Zügen konnte ich diese jedoch nicht umsetzten, da ich mit dem nächsten Gegenzug zurück nach Avramovo fahren wollte und so nur den Bahnhof Tsvetino umsetzten konnte.

https://abload.de/img/065t2019-05-19_001bd77xkbm.jpg
75 008 erreicht aus Avramovo kommend am Morgen des 19. Mai die Stadtgrenze von Velingrad. Hier verläuft parallel noch die einigermaßen befahrbare Straße 843, welche anders als die Bahnstrecke, jedoch nicht nach Avramovo, sondern ins rund 40 Kilometer entfernte Dospat-Reservoir zwischen Sarnitsa und Dospat führt.

Der Fahrkartenkauf ist bei der Rhodopenbahn noch ein vollständig analoges Unterfangen. Für meine Rückfahrt von Tsvetino nach Avramovo, wollte ich am örtlichen Bahnhof eine Fahrkarte erwerben. An den besetzten Bahnhöfen sollte, wenn möglich, bereits im vorhinein ein Fahrschein erworben werden. Für spontan oder an Haltepunkten Zugestiegene, stellt allerdings auch der Schaffner im Zug Fahrkarten aus.
Wenn nun aber selbst diese Bahnhöfe mitten im Nichts mit drei Personalen besetzt sind, wollte ich diesen wenigstens ein bisschen Beschäftigung verschaffen und betrat den kleinen Aufenthaltsraum des Bahnhofes, welcher über eine Scheibe mit dem Personalraum verbunden ist. Nachdem ich die Aufmerksamkeit des in eine dichte Qualmwolke gehüllten alten Mannes im angrenzenden "Leitstand" des Bahnhofes gewonnen hatte, konnte ich ihm mit Händen und Füßen meinen Fahrtwunsch verdeutlichen und er begann mit der Prozedur des Fahrscheinausstellens. Dabei will aber alles seine Richtigkeit haben und so wird auf einem standardisierten Formblatt nicht nur Datum, Start, Ziel und der Fahrpreis eingetragen, sondern auch noch einige weitere Dinge die ich nicht verstanden habe. Am Ende wird alles durch eine Unterschrift quittiert. Der ausgefüllte Fahrschein wandert jedoch nicht etwa zum Fahrgast, sondern für die Statistik in die eigene Schublade. Der Kunde erhält wiederum eine mittels Kohlepapier erstellte "Durchdruckvariante" des Fahrscheins, sobald er den enormen Fahrpreis von in meinem Fall 1,5 Leva entrichtet hat. Die Gesamtstrecke kostet im Übrigen ganze 6,5 Leva, was in Euro etwa noch die Hälfte ist. Der Fahrpreis ist also gerade noch erschwinglich, was viel schwerer wiegt, sind die fünf Stunden "verlorener" Zeit :D
Nach diesem Procedere folgte noch die interessierte Frage, wo ich denn herkäme. Für mehr als die Klärung dieser Frage, reichte die sprachliche Schnittmenge allerdings leider nicht aus und schon eine Viertelstunde später musste das immens gestresste Personal des Bahnhofes Tsvetino auch schon wieder zur Tat schreiten, um den in Kürze ankommenden Zug nach Dobrinishte in Empfang zu nehmen und abzufertigen.

https://abload.de/img/067t2019-05-17_022bd7vpkkk.jpg
Meine nächste Aufnahme entstand erst wieder in Tsvetino, wo ich am Nachmittag des 17. Mai 75 008 den Zug nach Velingrad erwartete, um nach einem einstündigen Fußmarsch von Sveta Petka nach Tsvetino, zurück nach Avramovo zu fahren. Hinter dem Zug lugt noch der Weichenwärter mit seiner obligatorischen Warnweste hervor, während der Stationsvorsteher den Zug in Empfang nimmt und abfertigt. Das Cross-Motorrad gehört wiederrum dem in eine Qualmwolke gehüllten Mann im Innern des Bahnhofes, der mir auch meine Fahrkarte ausgestellt hat.


https://abload.de/img/067bimg_20190626_1528l5jgo.jpg
Per Hand wird jede einzelne Fahrkarte fein säuberlich ausgefüllt und die mittels Kohlepapier erstellte Zweitversion an den Fahrgast ausgehändigt. Ganze 1,50 Leva kostete mich die Fahrt von Tsvetino nach Avramovo.

https://abload.de/img/074at2019-05-17_019rh2pjb0.jpg
Eine Sandpiste bietet einen wunderbaren Wanderweg von Sveta Petka nach Tsvetino und von dort auch weiter nach Ostretz. Umgeben von unendlichem Grün und vereinzelten Viehhirten, verläuft der Weg nahezu eben durch das Tal des Flusses Ablanitsa. Die Bahn verläuft währenddessen die meiste Zeit rechts am Hang hinter Bäumen, was in diesem Fall aber nebensächlich war, da ich den nächsten Zug ohnehin im Bahnhof Tsvetino abpassen musste.

https://abload.de/img/073t2019-05-17_017rho8sjuu.jpg

https://abload.de/img/074bt2019-05-17_016bd1wjpi.jpg
Der Haltepunkt Sveta Petka war der Ausgangspunkt meiner kleinen Wanderung. Für eine Aufnahme meines Zuges reichte es leider nicht mehr, da dieser im Haltepunkt kaum zum Stehen kam, während ich mühsam die Tür auftrat und mit meinen sieben Sachen soeben noch aus dem Wagen hechten konnte, bevor die Henschel-Maschine den Zug mit einem kurzen aufbrüllen wieder auf Streckengeschwindigkeit brachte.

Mit dem Auto muss währenddessen zwischen Velingrad und Avramovo ein gänzlich anderer Weg eingeschlagen werden. Der "Pass" (die Straße 84) führt in westlicher Richtung aus dem Zentrum von Velingrad. Über Sveta Petka, dass weit abgelegen vom gleichnamigen Haltepunkt liegt und nur durch eine Offroad-Piste mit selbigem verbunden ist, wird der kleine Wintersportort Yundola auf rund 1400 Metern Höher erreicht. Anschließend geht es wieder hinab bis zum Bahnhof von Avramovo, der mit 1267 m.ü.M. den höchsten Punkt der Rhodopenbahn und den höchstgelegenen Bahnhof des Balkan markiert.

https://abload.de/img/069t2019-05-18_033rho7fk0g.jpg
Auch mit dem Auto hat der "Pass" zwischen Velingrad und Avramovo einige tolle Ausblicke in die sanft bergige Landschaft der Rhodopen zu bieten.

https://abload.de/img/070t2019-05-17_003rho0ijg1.jpg
Richtung Südwesten türmen sich die "richtigen" Berge des Rila-Gebirges und damit auch das Ziel der Rhodopenbahn auf.

https://abload.de/img/071t2019-05-17_004rho5ojqw.jpg
Aus nördlicher Richtung stößt die Straße schlussendlich in Avramovo wieder auf die Rhodopenbahn. Der eigentliche Ort liegt mal wieder ein ganzes Stück entfernt auf dem Hügel

https://abload.de/img/072t2019-05-16_018rhob9jkh.jpg
Auch von dort bietet sich eine tolle Aussicht in die Landschaft, die während einer längeren Zugpause in Avramovo genossen wurde.

https://abload.de/img/076t2019-05-16_019bda7pkbj.jpg
Nach 69 Kilometern erreicht die Strecke den Bahnhof Avramovo.

https://abload.de/img/076t2019-05-18_035bd7btj0b.jpg
Am Abend des 18. Mai hat 75 008 die Rampe überwunden und erreicht den Bahnhof Avramovo. Die beeindruckende Wolkenkulisse zeugt noch von dem nicht ganz so erfreulichen Wetter am Nachmittag. Das Gleis im Vordergrund gehört noch zum ehemaligen Wendedreieck, das hier zu Dampfzeiten zum Drehen der Vorspannloks genutzt wurde. Heute besteht nur noch dieser Rest des Dreiecks an der östlichen Bahnhofseinfahrt.

https://abload.de/img/078t2019-05-18_038bd7nyjzb.jpg
Der Bahnhof versteckt sich unter großen Nadelbäumen, als 75 008 wenig später am Bahnsteig wartet.

https://abload.de/img/079t2019-05-18_039bd7ttj7h.jpg
Wenig später setzt der Zug seine Fahrt nach Dobrinishte fort.

https://abload.de/img/080t2019-05-16_016bd7r8jzo.jpg
Mit einer grünen Garnitur wartet 75 008 am 16. Mai in Gegenrichtung auf die Abfahrtszeit. Eine große Touristengruppe hat hier den Zug verlassen und setzt ihre Reise nun mit dem parallel gefahrenen Reisebus fort. Dieses Procedere ist bei der Rhodopenbahn häufiger zu beobachten, da die Fahrzeit von fünf Stunden für das durchschnittliche Touristenprogramm einfach zu lang ist.

https://abload.de/img/084t2019-05-17_015bd7w6je8.jpg
Aus Dobrinishte kommend, erreicht 77 002-4 am 17. Mai die Einfahrt von Avramovo. Im Hintergrund ragen die fast 3000 Meter hohen Gipfel des Rila-Gebirges empor, dessen Füße mit Razlog und Bansko auch das Ziel der Rhodopenbahn sind.

Von Avramovo nach Yakoruda

Vom höchsten Punkt der Rhodopenbahn in Avramovo, geht es nun kontinuierlich hinab. In Cherna Mesta erreicht die Strecke den gleichnamigen Fluss, welcher wenig später mit dem Bela Mesta zusammenfließt und fortan den Nestos im gleichnamigen Tal bildet. Nach 86 Kilometern wird schließlich der planmäßige Kreuzungsbahnhof Yakoruda erreicht.


https://abload.de/img/085rhodopenbahn_map_5zpkjg.jpg
Streckenverlauf zwischen Avramovo und Yakoruda

Avramovo markiert nicht nur den höchsten Punkt der Rhodopenbahn, sondern auch den Übergang von den Rhodopen zum Rila-Gebirge. Fortan thronen bei klarem Blick über den sanften, bewaldeten Bergen, wie wir sie schon aus den Rhodopen kennen, stets die bis zu 2900 Meter hohen, schneebedeckten Gipfel des Rila-Gebirges. Das Rila-Gebirge ist damit das höchste Gebirge der Balkanhalbinsel und gleichzeitig auch das Ziel der Rhodopenbahn, die mit Razlog und Banzko die beiden wichtigsten bulgarischen Wintersportorte am Rande des Hochgebirges ansteuert. Bis dorthin sind allerdings von Avramovo aus, noch fast 50 Kilometer zurückzulegen, auf denen die Strecke rund 500 Meter an Höhe abbaut. Die Zahlen lassen bereits vermuten, dass diese Rampe weit weniger Steil ist und so benötigt die Strecke lediglich hinab nach Cherna Mesta noch einmal zwei Kehrschleifen samt Tunnel und Brücke, um den Grund des Nestostals zu erreichen. Fortan folgt die Strecke in weit weniger spektakulärer Streckenführung dem kontinuierlich abfallenden Nestostal und erreicht mit Yakoruda einen der größeren Orte entlang der Strecke, in welchem drei der vier täglichen Zugkreuzungen auf dem westlichen Abschnitt der Strecke stattfinden. Immer wieder bieten sich entlang dieses Streckenabschnitts Motive, sobald sich das dichte Gestrüpp rund um die Bahntrasse etwas lichtet.

Eines der bekanntesten Motive dürfte wohl die große Kurve von Cherna Mesta, mit der dahinter liegenden Moschee sein. Die in dieser Region ansässigen Pomaken, bilden eine muslimische Minderheit in diesem Teil Bulgariens und bewohnten ursprünglich die zahlreichen kleinen Bergdörfer, auch entlang der Rhodopenbahn. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Urbanisierung allerdings auch hier unübersehbare Spuren hinterlassen, sodass teilweise ganze Dörfer nur noch von einer handvoll Menschen bewohnt werden. Dennoch ist die islamische Prägung schon aus der Ferne durch die in den Orten emporragenden Minarette erkennbar. War der Straßenverkehr auf der anderen Seite des Passes noch von dichtem Individual- und Schwerlastverkehr geprägt, begegnen einem hier nun zahlreiche Fuhrwerke der ärmlichen Landbevölkerung.

https://abload.de/img/087t2019-05-16_020bd7svkue.jpg
Zwischen Avramovo und Cherna Mesta kommt die Strecke nur am unbedeutenden Haltepunkt Smolevo kurz zum Vorschein. Die Lichtsituation aus grellweißen Wolken über dunklem Nadelwald, verleitete mich hier zu einer meinerseits seltenen schwarz/weiß Umsetzung. 77 009-9 erreicht am Nachmittag des 16. Mai 2019 den stets von einem Stationshund in Beschlag genommenen Haltepunkt. Bei Einfahrt des Zuges trollte sich der Hund aber leider vom Bahnsteig.

https://abload.de/img/088t2019-05-16_013bd7ifj13.jpg
Die beiden Kehrschleifen zwischen Smolevo und Cherna Mesta liegen wiedermal in dichtem Wald. Lediglich die Brücke unterhalb der oberen Kehrschleife lässt sich fotografisch umsetzen. Kurz nach Mittag zieht 75 008 am 16. Mai ihren Zug Richtung Avramovo.

https://abload.de/img/089t2019-05-18_040bd710kri.jpg
Das herrliche Licht der abendlichen Zugverfolgung am 18. Mai, konnten wir nun schon in Velingrad-yug und Avramovo genießen. Ein letztes Bild dieser Fahrt entstand gegen halb acht kurz vor der großen Kurve von Cherna Mesta, neben der Moschee des kleinen Ortes. Der Bergschatten erreichte bereits meine Füße und ab der Kurve verschwand auch der Zug mit 75 008 für die restliche Fahrt im Dunkeln.

https://abload.de/img/091t2019-05-16_011bdco3jt6.jpg
Am 16. Mai hat 75 008 soeben den Bahnhof von Cherna Mesta verlassen und rollt in die Kurve neben dem Ort in Richtung Velingrad. Wiedermal wurde das eigene Gefährt ungeschickt im Bild abgestellt ;-)

https://abload.de/img/092t2019-05-19_012bd73jka8.jpg
In entgegengesetzter Richtung verlässt am 19. Mai 77 009-9 den Bahnhof Cherna Mesta Richtung Dobrinishte. Diese Komposition wird uns von nun an noch häufiger begegnen, war sie doch die einzige, die ich bis ganz zum Ende der Strecke in Dobrinishte begleitete.

https://abload.de/img/093t2019-05-16_009bd7a2kxm.jpg
Eher bedingt ließ sich die Stelle am Übergang eines Sandweges zwischen Cherna Mesta und Yakoruda umsetzen. Der Fahrer des vorüberziehenden Pferdekarrens, war dafür umso begeisterter von meinem Treiben und grüßte freundlich nach der Durchfahrt von 77 002-4.

https://abload.de/img/097t2019-05-16_022bd7pajd1.jpg
Kurzzeitiger Weltuntergang herrschte wettertechnisch am 16. Mai bei der nachmittäglichen Kreuzung der beiden Nachbauloks 77 009-9 und 77 002-4 im Bahnhof Yakoruda.

https://abload.de/img/104t2019-05-16_023bd7enjcq.jpg
Wenig später zieht 77 009-9 mit ihrer weiß-roten Garnitur aus dem Bahnhof Richtung Dobrinishte.

https://abload.de/img/105t2019-05-17_010bd7ovj9b.jpg
Deutlich freundlicher war das Wetter dagegen bei der mittäglichen Kreuzung am 17. Mai. Gerade rollt 77 002-4 aus Dobrinishte kommend in den Bahnhof.

https://abload.de/img/103t2019-05-17_012bd7a3jxc.jpg
Wenig später wartet der Zug neben 75 006 auf die Abfahrtszeit. Yakoruda ist einer der größeren Orte entlang des westlichen Streckenabschnittes und so steigen hier in der Regel zahlreiche Fahrgäste ein und aus.

https://abload.de/img/100t2019-05-19_014bd7bskps.jpg
Die Güterrampe wird auch in Yakoruda schon seit Jahren nicht mehr benötigt. 75 006 wartet am 19. Mai, ebenso wie zahlreiche Fahrgäste, auf den Gegenzug nach Dobrinishte.

https://abload.de/img/101t2019-05-19_015bd7czkwm.jpg
Im Gegensatz zu manch anderen Bahnhöfen, hat der Weichenwärter in Yakoruda mit den drei täglichen Kreuzungen sogar ein wenig Beschäftigung. Neben der Weiche, muss der Wärter auch die hinter mir befindliche Schranke des Bahnübergangs heben und senken. Die Schranke ist gesenkt und die Weiche für die Ausfahrt von 75 006 am Nachmittag des 19. Mai gestellt, sodass der Zug Yakoruda Richtung Velingrad verlassen kann.

https://abload.de/img/106t2019-05-18_041rhodsjtk.jpg
Die Zugverfolgung am Abend des 18. Mai wurde nach der Aufnahme in Cherna Mesta noch bis Yakoruda fortgesetzt, allerdings aufgrund akuter Verschattung anschließend abgebrochen. Stattdessen ging es bei schönster Abendstimmung über den Pass zurück nach Velingrad. Zuvor entstanden in Yakoruda noch zwei Aufnahmen am kanalisierten Nestos. Einmal mit Blick Richtung Rhodopen...

https://abload.de/img/107t2019-05-18_043rhop2jhl.jpg
...und einmal mit Blick Richtung Rila-Gebirge.

Im nächsten und letzten Teil erkunden wir dann den restlichen Teil der Strecke über Belitsa, Razlog und Bansko nach Dobrinishte.

Vielen Dank auch noch einmal für Zuspruch und Ergänzungen zum vorherigen Teil!

Gruß,
Tobias

Mehr Reiseberichte und Serien rund um die Straßenbahn- und Schmalspurfotografie auf [www.tramtrain.de]
Verzeichnis meiner Berichte auf DSO: [www.drehscheibe-online.de]
https://www.tramtrain.de/wp-content/uploads/2019/04/Logo-Kopie3.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.19 17:18.
tolle Bilder und toller Bericht !
vielleicht solltet ihr die Vermarktung der Rhodopen übernehmen ;)!.
Ich bin selbst am 02.08. die Strecke Bansko - Septemvri gefahren . Zustand der Rhodopen ist ja um einiges besser als BDZ, Landschaft natürlich ein Traum. In Velingrad habe ich beim Blick aus dem Fenster zwei "NichtBulgaren" mit Kamera gesehen, die ich zufällig am 05.08. zwischen Ruse und Bukarest wiedergesehen habe, diesmal im Wagon ;) -Gruß an dieser Stelle!

zum Bahnfahren im allgemeinen in Bulgarien, 8h und länger, in ausgelutschten DR Wagons, bei gefühlten 40 Grad, reichen dann doch irgendwann. Das das System überhaupt noch irgendwie funktioniert, erstaunt mich schon...