Hallo zusammen,
dem heutigen Regenwetter sei denk, kommt nun der vierte Teil aus der Mongolei von mir.
Teil 1: [
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Teil 2: [
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Teil 3: [
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Wir schreiben Montag, den 25.06.18.
Nach dem sehr frühen Aufstehen, um 4:45 Uhr, wurde heute alles so verpackt, dass wir für zwei Tage in Jurten im Schatangebirge aushalten können. Nach einer kurzen Nacht von 5h, fuhren wir 5:30 Uhr los und warteten nach kurzer Fahrt an einem Bahnübergang auf den ersten Personenzug aus Moskau. Während unseres Verlassens der Stadt, trafen wir noch auf ein seltsames goldenes Gefährt.
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Ein weiterer Personenzug kam uns kurz vorher noch Ri. Ulaanbaatar entgegen. Schade, knapp verpasst.
Kaum hatten sich alle an einem Bahnübergang postiert und bereiteten sich auf 20 Minuten Wartezeit vor, hieß es wieder einpacken und weiter - der Zug hat eine Stunde Verspätung. Nun ja, Pech.
Um 7:13 Uhr erwischten wir einen ersten leeren Kohlezug, welcher Ri. Russland unterwegs ist. Damit wir für den erwarteten Personenzug Frontlicht haben, wechselten wir sogleich die Position. Dort wurde zunächst wieder das obligatorische Frühstück serviert und auf den Personenzug gewartet.
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Einen kleinen Teil hatte ich schon verspeist.
Irgendwann war in der Ferne ein Horn zu hören. Gibt es hier Hochseedampfer?? Nein, nach einiger Zeit tauchte Zug Nr. 6 Moskau - Ulaanbaatar, mit mittlerweile fast 2 Stunden Verspätung, um 8:00 Uhr auf.
Der nächste Zug soll nun erst in zwei Stunden kommen. So hieß es Abfahrt und los zurück zum nächsten Supermarkt in der Stadt, welchen wir kurz vor 9 Uhr erreichten. So wurden im Supermarkt „Sansibar“, in Ulaanbaatar , bis 9:25 Uhr für die kommenden Tage einige Kleinigkeiten eingekauft. Sehr erstaunt war man wieder über das große europäische Angebot in den Regalen. Aber auch das Sportwasser war ein Highlight.
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Der Kutscher und sein geliebtes Bastelfahrzeug. J
Anschließend begann wieder mal die Suche nach dem passenden Sprit für unseren fahrbaren Untersatz. Wie zwei Tage zuvor auch schon, war an vielen Tankstellen 80 Octan - Sprit schlicht und ergreifend Mangelware. Erst kurz vor Ortsausgang wurde man fündig und ich gönnte mir dort, an der Tanke, noch ein kleines Eis.
Und weil es vorhin so schön war, fuhren wir wieder zurück zur ersten Fotoposition. Dort waren wir 10:25 Uhr erneut an Ort und Stelle und bekamen die Aussage, dass ein Güterzug und Personenzug kommen soll - nur leider wohl erst gegen 12 Uhr. Na super.
11:15 Uhr tauchte dann Zug Nr. 271 Ulaanbaatar - Sukhbaatar auf. War ja logisch, dass natürlich unsere geliebte Fotowolke wieder mit an Bord war. Grmpf.
11:55 Uhr erschien der erwartete Güterzug, wo als zweite Lok eine Wumme drin hing. Nur leider haben wir heute irgendwie kein Sonnenglück - der Zug kam auch wieder im Wolkenschaden daher.
Mitten im Güterzug hing dieser Personenwagen drin.
Anschließend wurde alles wieder eingesackt und ein Stückchen weiter gefahren, da wir noch knapp 100 km bzw. drei Stunden Fahrt vor uns hatten. Am nächsten Fotopunkt die Ansage: Der nächste Güterzug soll erst in 40 Minuten kommen. Doch wir standen keine 5 Minuten und wollten gerade Mittag mache, rief es: "Zug kommt!". Also schnell über die Wiese gerannt. Doch die Fotowolke war erneut im Anmarsch. Gerade so gelang 12:38 Uhr ein Bild, wo Lok und paar Wagen Sonne abbekamen. Einfach nur frustrierend.
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Nun blieb für Mittag keine Zeit mehr, es musste weitergehen. Leider kam uns aber 13:04 Uhr schon der eigentlich erwartete Güterzug Ri. Ulaanbaatar entgegen, welchen wir somit unfotografiert ziehen lassen mussten.
Unterwegs blockierte dann noch kurzzeitig diese Herde unsere schöne Straße.
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Zur nächsten Position ging es über eine wunderbar ausgebaute Straße, kurz vor Batsumber musste Maut gezahlt werden und am Ende des Dorfes endete die gut ausgebaute Straße. Es ging weiter über eine sandige und holprige
Piste, welche jenseits von gut und Böse war. Hinter dem Ort stellten wir uns auf eine Anhöhe und warteten ab. Der nächste Zug sollte wieder ein Personenzug werden. Allerdings mit Wartezeit - er hat wohl 50 Minuten plus. Somit Zeit für Mittag.
Dieses Schild stand am Ortseingang von Batsumber:
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Da wir Zeit hatten, konnte der Blick über den Hügel wandern und manches entdecken.
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Unterhalb von uns kokelte die Müllverbrennungsanlage vor sich hin,…
… während wir oberhalb davon Mittag machten.
15:00 Uhr kam endlich der erwartet Zug 272 Zuuchbaatar - Ulaanbaatar, dessen Lok(die Wumme) leider ausgehaucht hatte. Dafür wurde von einem Güterzug die 2Zagal abgespannt und zur Hilfe geschickt. Dadurch hatte der Zug ca. 60 min Verspätung und bescherte uns ein Sonnenbild.
Und noch ein Blick dem Zug hinterher.
Irgendwie war der Verkehr heute etwas dünn, denn der nächste Zug soll nun erst wieder 16:45 Uhr kommen. Oh man. Da wir nun noch genügend Zeit hatten, fuhren wir zurück zu einem kleinen Haltepunkt(Üdlegiin Dugang?). An diesem waren wir bei der Hinfahrt schon mal vorbei gekommen und als schön empfunden. So wurden Gebäude samt Bewohnern, natürlich wurden wir alle von oben bis unten gemustert, abgelichtet und das Stillleben genossen. Aber gerade in dieses Stillleben hätte jetzt ein schöner Zug gepasst. Die Sonne war da, ein Motiv auch. Naja, kommen tat natürlich nichts.

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Nach einer geschlagenen Stunde des Wartens an dem Haltepunkt, was es nun soweit. 16:45 Uhr kam dann der erwartete Zug Nr. 305 Ulaanbaatar - Irkutsk mit einer Wumme in der Ferne aufgetaucht. Während sich ein Großteil in die Einfahrkurve, bei Frontlicht, aufstellte, blieb ich hinten beim Bahnsteig. Ich hatte die Hoffnung, dass der Zug mit einer schönen Russwolke anfährt. Aber Pustekuchen, dafür tauchte gerade wieder eine schöne Schleierwolke auf.
Von den Wumme gibt es noch 8 Singlemaschinen - 3 rote(001+015+016) und 5 Grüne. Unsere Fahrzeuge sammelten danach alle Teilnehmer wieder ein, da es schnell weiter zur folgenden S-Kurve gehen musste. Erwartet wurde ein Güterzug Ri. Ulaanbaatar.
Kaum angekommen, tauchte er 17:02 Uhr schon auf. Ein kurzer Güterzug mit 2Zagalrollte an uns vorbei. Und das sogar mit Sonne – zumindest teilweise. Welch ein Glück.
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Da nun keine weiteren Züge mehr anstanden, machten wir uns auf den Weg zu unserer Übernachtungsstelle im Schatangebirge.
Bei der Durchfahrt von Batsumber kamen uns einige Pferdetransporte entgegen, welche wohl zu einem Wettbewerb fuhren.
Der Weg zu unserem Ziel führte jetzt wieder über sandige Wege quer über die Berge.
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Nach einer guten Stunde über abenteuerliche Wege und durch das Gebirge erreichen wir 18 Uhr eine Urlauberortschaft, wo auch unsere Jurten für die kommenden Nächte standen. Kurz vor unserer Ankunft sahen wir in der Ferne einen langen Containerzug Ri. Russland durch das Tal fahren. Beim durchfahren des Flusses in unserem UAS ging dem Fahrer mittendrin im Fluss das Fahrzeug aus. Nach einigen Startversuchen kamen wir dann glücklicherweise doch noch vom Fleck und keiner bekam nasse Füße.
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Da noch ein Güterzug Ri. Russland angesagt war, verblieben wir zunächst unten am Fluß, wo eine Bahnbrücke darüber führte. Die Brücke lag auch wunderbar im Sonnenlicht, während wir noch einige Mädchen bei ihrer Wäsche beobachteten
Irgendwann war der Zug in der Ferne zu hören und wir stellten uns in Reih und Glied auf.
Und was wir nun wohl passieren?? Ihr werdet nicht darauf kommen:
18:43 Uhr tauchte der Güterzug auf und natürlich war unsere bekannte Wolke wieder zu Stelle. Ich hätte kotzen können - Zug durch und 5 min später vollstes Sonnenschein. Ärgerlich ist noch sanft ausgedrückt.
Wo ist der Zug, wenn man einen braucht? Zwei Regenbogen über dem Gleis.
Angefrustet, nachdem unser Fahrer die Kardanwelle am Fahrzeug wieder eingebaut hatte, fuhren wir hoch zu unseren Jurten. Anders als erwartet, handelt es sich um eine Freizeitanlage mit Bungalows, Spielplatz und Co. Der Blick über das Tal dafür umso schöner.
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Nach dem leckeren Abendessen ging es für die meisten in Jurte zum Schlafen. Gegen 21:45 Uhr passierte noch ein langer Personenzug Ri. Norden unser Feriendorf.
Ich lud danach noch meine Dateien auf das Notebook, bevor auch ich mich 22:30 Uhr bettete.
Ich hoffe, es hat wieder Gefallen gefunden.
Hier geht es zu Teil 5: [www.drehscheibe-online.de]
Viele Grüße.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:06:10:17:24:53.