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?[F] Paris Pläne durchgangsbahnhof

geschrieben von: Gitgut

Datum: 30.11.18 11:26

Hallo,

Ich habe mir gerade die fantastische Dokumentation von arte zu den Bahnhöfen von Paris angesehen. Gibt es (noch) Pläne in Paris einen unterirdischen durchgangsbahnhof für den Hochgeschwindigkeitsverkehr zu bauen? Ich spreche kaum französisch also ist es schwer danach zu suchen.

Es gab ja anscheinend mal Pläne
[www.drehscheibe-online.de]

Was ist daraus geworden?

Mfg gitgut und Dank im voraus

Nein

geschrieben von: Ae4/7

Datum: 30.11.18 13:08

es gibt keine Ausbaupläne für neue Bahnhöfe in Paris. Das Staat Frankreich ist einfach pleite, die Wirtschaft untersteht nur noch den billigen Ölpreisen...

VG von Alex

Meine Bahnwelt :

[www.flickr.com]

Re: Nein

geschrieben von: Bernhard Martin

Datum: 01.12.18 05:24

Ae4/7 schrieb:Zitat:
Das Staat Frankreich ist einfach pleite, die Wirtschaft untersteht nur noch den billigen Ölpreisen...
Der französische Staat so pleite wäre, wie Du tust, wären die gigantischen Express-Métro-Pläne für die Ile-de-France längst auf ein finanzierbares Maß zurückgestutzt worden...

Re: Nein

geschrieben von: Ae4/7

Datum: 01.12.18 10:50

Zitat
Der französische Staat so pleite wäre, wie Du tust, wären die gigantischen Express-Métro-Pläne für die Ile-de-France längst auf ein finanzierbares Maß zurückgestutzt worden...


Dann lies einmal in der franz. Presse die Beiträge über die Schwierigkeiten mit der Finanzierung dieses Projektes. Das Staat sucht noch Geld und versucht, Sondertaxen einzuführen, um die Weiterfinanzierung zu sichern.

Einfach blöd, dass die 'Petite Ceinture' nie reaktiviert wurde. In öV-freundlichen Ländern wär das schon längst der Fall...

Meine Bahnwelt :

[www.flickr.com]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.12.18 10:50.

Re: Nein

geschrieben von: Orient-Express

Datum: 01.12.18 14:38

In Paris wäre vermutlich die extrem große Bautiefe das Problem.

Nimmt man die Karte aus Google-Earth, so stellt man fest, dass der Bahnhof sich vermutlich irgendwo im Bereich Louvre, Pompidou... befinden müsste. An der Station Chatelet - Les Halles existiert hier bereits ein evtl. ausbaufähiger Umsteigebahnhof. Von Norden aus müssten die Gleise in Höhe des Gare Du Nord bzw. Gare de l'Est sowie von Nordwesten vom St. Lazaire in einen Tunnel geführt wrden. Nach Süden würde der Tunnel dann in Montparnasse, in Südosten dann am Gare de Lyon und/oder Gare d'Austerlitz wieder ins Altnetz einfädeln. Insgesamt wären das gut zehn Kilometer Tunnel. Das Hauptproblem sehe ich in der extremen erforderlichen Bautiefe, da unter der Oberfläche bereits ein sehr dichtes Netz von Metro-, RER- und Straßentunneln befindet. Man kann zwar sehr tief bauen, was aber zum einen die Kosten noch weiter in die Höhe treibt; außerdem bräuchte man schon bei einer Tiefe von 50 Metern 2,5 km Rampenlänge, um die üblichen 2% nicht zu überschreiten.

Re: Nein

geschrieben von: marc-en-voyage

Datum: 01.12.18 16:27

Ae4/7 schrieb:
Zitat
Dann lies einmal in der franz. Presse die Beiträge über die Schwierigkeiten mit der Finanzierung dieses Projektes. Das Staat sucht noch Geld und versucht, Sondertaxen einzuführen, um die Weiterfinanzierung zu sichern.

Einfach blöd, dass die 'Petite Ceinture' nie reaktiviert wurde. In öV-freundlichen Ländern wär das schon längst der Fall...
Das mit dem Zentralbshnhof ist keine Frage des nicht vorhandenen Geldes. Schliesslich sind die Parise mit ihren 6,5 Kopfbahnhöfen bestens versorgt. Ein Paris21 erfordert einen riesen Aufwand der mit dem zu erwartenden Mehrwert einfach in keinem Verhältnis steht.

Das mit de Petite Ceinture kann man so nicht stehen lassen. Der Personenverkehr würde aufgrund der Metro-Konkurrenz in den 1930er Jahren aufgegeben. Ein Nachteil der Petite Ceinture waren die nahezu kaum vorhandenen Verknüpfungen zu ÖPNV. Die Abseitige Lage dieser Trasse war auch ausschlaggebend für die Trasdierund der heutigen Tram-Linie 3a, die man wegen der besseren Verknüpfung mit der Metro über die Boulevards des Marecheaux geführt hat.


Immerhin hat die Petite Ceinture bis Anfang der 1990er Jahre als Verbindungsbahn fürs Zu und Abbringen von Kurswagen gedient.

Meines Wissens hat die SNCF die Trass3 an die Stadt Paris abgetreten. Letztere hält aber eine verkehrliche Nutzung ausdrücklich offen. So wurden bei der Überwachung der Trasse sowie des Bahnhofsvorfeldes vor Austerlitz (Bibliotheken Francois Mitterand) Platz für mögliche Verbindungskurven bsulich berücksichtigt.

Derzeit platzen drei der Pariser Kopfbahnhöfe aus den Nähten.

1. Gare de Lyonn hat die lokvespannte Expresszüge zum Vorbahbhof Bercy ausgelagert. Hier würde es sich anbieten diese über einen kurzen Abschnitt der Petite Ceinture nach Austerlitz zu schicken.

2. Gare du Nord: theoretisch könnte man mit vertretbarem Aufwand einige Züge nach Gare de liest auslagern.

Vorausschauender wären zusätzlich zu den vorhandenen Kopfbahnhöfen neue Fernbshbhöfe im Speckgürtel. Dort wohnt mittlerweile der überwiegende Teil der Bevölkerung.

Solche Kandidaten wären St. Denis, Noisy-le-Sec, Juvisy, Versailles und Nanterre/La Defense


In diesem Zusammenhang käme die Petite Ceinture ins Spiel. Ein Fernzug aus dem Norden (Amiens/Lille) hält in St. Denis - Austerlitz und rollt weiter in Juvisy nach Limoges/Bordeaux

Andere Kombinstionen:
Norden - St. Denis - Gare-de-Lyon - Südwesten

Norden - Gare du Nord - Südwest oder Massy - West/Südwest

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