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Teil 3 – Reif für die Insel: Streckenfotos aus dem Westen Sizilien, die heimliche Partnerstadt Solingens und Rund um Cefalù

Auflösung des Film-Bild-Rätsels
Verdammt, das hätte ich nicht erwartet. Bereits 10 Stunden nach dem Einstellen meines Rätsels, hatte Mesophere es bereits geknackt. Herzlichen Glückwunsch! Aber auch Erik (D 2027) und LittleJoe4 hatte bereits am frühen Morgen eine gewisse Vorahnung

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Noch einmal das Rätselbild.

Mit dieser Szene beginnt der Film Piedone l’Africano, in Deutschland bekannt unter Plattfuß in Afrika mit Bud Spencer. Und hier die wunderschöne Anfangsszene in der legendären deutschen Synchronisation (im italienischen Original wird so gut wie nichts gesagt).

Quelle: YouTube
Ohne Rainer Brandt, dem Berliner Synchronpapst der 1970er-Jahre, hätte das Duo Hill und Spencer vermutlich niemals diesen großen Erfolg in Deutschland gehabt.

Arrivederci Campania
Der Eindruck meines ersten Besuches in Neapel fällt bescheiden aus. Sicher, ich habe kaum etwas von der Innenstadt gesehen, aber die wenigen Impressionen überzeugten mich nicht wirklich. Vor allem habe ich in Südeuropa noch nie ein solch vergammeltes und nichtfunktionierendes Verkehrssystem in einer Metropole erlebt. Die Taktdichte ist für die Größe der Stadt viel zu gering und vor allem fehlen sinnvolle Umsteigepunkte zu anderen Verkehrsträgern. Neben der Straßenbahn ist auch die Metrolinie M6 seit 2013 „temporär“ eingestellt, sie war gerade einmal 6 Jahre in Betrieb! Die Öffis scheinen den Stadtvätern Neapels nicht sehr am Herzen zu liegen.

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Vor meiner Abreise gebe ich meinem Hotel eine zweite Chance, was das Frühstück angeht: Die Reste des Frühstücksbuffet um 8:30 Uhr. Es gibt Pizza!

Nach eineinhalb Tagen in Neapel bin ich reif für die Insel. Mein Reiseziel für die nächsten sechs Tage ist Cefalù an der Nordküste Siziliens. Die Fahrzeit wird gute 8 Stunden betragen – einschließlich der Trajektierung über die Straße von Messina.

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Mein wassertauglicher Intercity ist soeben aus Rom eingetroffen. Der Einsatz von Steuerwagen wären in dieser Relation ziemlicher Blödsinn, darum findet ein klassischer Lokwechsel im Kopfbahnhof Neapels statt.

Für die doch längere Fahrt habe ich mir die 1. Klasse gegönnt. Beim Suchen meines Wagens erlebte ich eine plötzliche Aufregung am Bahnsteig. Ein Wagen fehlte und beim Betreten meines Waggons bemerkte ich, dass dies ein Abteil- statt eines Großraumwagens war. Da soll doch einer mal sagen, dieser Zustand sei Kernkompetenz der Deutschen Bahn. Ich fragte den bereits sehr genervten Zugbegleiter, was denn mit den reservierten Plätzen sei. Er antwortete mir, ich solle mich einfach irgendwo hineinsetzen, den Rest kläre er und der Zugchef später. Bis Salerno teilte ich mein 6er-Abteil mit einem britischen Pärchen, das offenbar vom Improvisationsvermögen im sonnigen Süden leicht überfordert war. Dort gesellte sich eine italienisches Ehepaar mit Kleinkind dazu. Freundlich wurde ich gefragt, ob wir die Plätze tauschen könnten, damit „der Kleine“ am Fenstertisch gefüttert werden kann. Aufgrund meiner halbwegs geglückten Erziehung und der Überlegung, dass ein sattes Kleinkind müde wird und seine kleinkindtypischen Betriebsgeräusche auf ein Minimus reduziert, willigte ich in das Sitzplatztauschgeschäft ein.

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Ab Salerno füllt sich der Zug zunehmend. Die Kundschaft steht im Gang und es finden hektische Rollkoffer- und Fahrgastbewegungen in beide Richtungen statt. Zugführer und Adjutant versuchen nun das Chaos in ihrem Zug in den Griff zu kriegen. Nach einer Stunde haben alle Fahrgäste einen Sitzplatz gefunden.

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Ab Lamezia Terme wird es deutlich leerer, ich habe das Abteil wieder für mich alleine und genieße die landschaftlich wunderschöne Strecke, die zu weiten Teilen am Tyrrheinischen Meer entlangführt.

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Ein bekanntes Bild für jeden Feti, der sich Sizilien mit dem Zug nähert. Der letzte Halt auf dem Festland ist Villa S.Giovanni, nun geht es auf die Fähre…

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…die verspätet, jedoch leicht grinsend, aus Sizilien eintrifft. Die „NT Messina“ gehört der RFI (der DB NETZE Italiens) und pendelt täglich fünfmal über das „Stretto“ um die zwei Tages- und drei Nachtzüge zu trajektieren.

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Währenddessen wartet das vergnügte Fahrpersonal auf den Gegenzug nach Rom.

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Nein, es ist kein Stockbild, auch wenn es einem Bild meines Reiseberichtes von 2016 stark ähnelt. DIe neue Intercity-Farbgebung der Trenitalia verwirrt mich.

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Stilgerecht auf der Fähre gibt es den ersten sizilianischen Snack und das dazugehörige Getränk: Ein „arancino con ragù“ und ein „granita caffè“.

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Ankunft im Hafen Messinas.

Sizilien – Endlich Urlaub
LandesUNtypisch trifft mein Zug pünktlich in meinem Basislager Cefalù ein. Die Züge von Festland pflegen häufig mit einer ein- bis zweistündigen Verspätung an ihrem Zielort anzukommen. Eine Woche werde ich jetzt verbringen, für drei Tage ist ein Mietwagen gechartert um einige Bahnfuzzy-Fotografien umzusetzen und meine Verwandten bei Messina zu besuchen.

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Der absolute Kontrast zu Neapel: Das Städtchen Cefalù an der Nordküste Siziliens.

FETITours – ich kann auch anders!
Genervt werden bereits einige kritischen Leser gedacht haben: der Typ zeigt hier die schlimmsten Bilder von seiner Smartphonekamera, grausam ausgeleuchtete Bahnfotos und Essensbilder. Warum tue ich mir das an? Naja, weil das Leben nicht immer eine perfekt ausgeleuchtete Bühne ist. Für zwei Tage begebe ich mich aber auf Fotopirsch.

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Regionalzug REG 12708 im Bahnhof Oliveri-Tindari.

Die Nebenbahn Terme Vigliatore–Patti-S.Piero Patti gehörte einst zur Hauptstrecke Messina–Palermo und wird inzwischen nur noch werktäglich von Regionalzügen befahren. Der Fahrzeugeinsatz auf Sizilien ist sehr unbeständig, das war schon immer so, solange ich die Insel kenne. Typisch für die Gegenwart sind seit einigen Jahren Wendezuggarnituren mit umgebauten UIC-X- und den klassischen MDVC-Wagen, die sowie an der Nord- als auch an der Ostküste zum Einsatz kommen. Der aktuelle Trenitalia-Nahverkehrsfarbgebung (livrea DTR) begegnet man auffällig selten.

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Steuerwagen voraus und mit der „italienischen Landplage“ ET 464 am Heck verlässt ein Regionalzug von S.Agata di Militello den Bahnhof Patti-S.Piero Patti gen Messina.

Bereits 2016 stachen mir auf der Hinterlandstrecke Palermo–Caltanissetta Xirbi–Catania unzählige, wunderschöne Fotomotive ins Auge. Zumindest eins wird sich doch wohl umsetzen lassen.

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Zunächst ein Nachschuss bei Roccapalumba: RGV („Regionale Veloce“, südtir.: „Regionalexpress“) 3805 von Catania nach Palermo.

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Eine knappe Stunde später passiert ein weiterer Minuetto mit Fahrtziel Agrigent meinen Fotostandort.

Etwa 100 Kilometer entfernt liegt das Küstenstädtchen Balestrate zwischen Trapani und Palermo. Zwar gibt es aber eine Eisenbahnverbindung zwischen beiden Städten, die aber seit Jahren wegen Bauarbeiten im Großraum Palermo unterbrochen ist. Auch die direkte Verbindung zwischen Alcamo Diramazione und Trapani ist seit Jahren dicht, so dieseln 4-5 Zugpaare am Tag über die Dörfer. Durch das Inseldarsein ist die Bahnstrecke noch ein Refugium der Baureihe ALn 668. Der Westen Siziliens ist – auch hier im Forum – weitestgehend unbekannt.

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Der ALn 668 3038 – ein Vertreter der letzten Bauserie – erbringt die Leistung des REG 26610 zwischen Patrinico und Balestrate.

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Nach einer guten Stunde kehrt die Fuhre vom derzeitigen Endpunkt Piraineto zurück und nähert sich Balestrate. Im Hintergrund erstreckt sich das Dorf Trappeto, davon gleich mehr.

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Das erste Motiv bei Balestrate gefiel mir so gut, dass ich es am nächsten Morgen nochmal mit dem Meer umsetzen wollte. Mit 35 Minuten Verspätung (wie das auch schon wieder möglich ist) kommt der REG 26608 von Trapani sogar im Doppelpack daher. Die Nebenbahn ist die einzige Siziliens, die auch Sonn- und Feiertags bedient wird.

Ich habe einen DSO-Beitrag von Werner Hardmeier im Historische-Bahn-Forum gefunden. Vor knapp 40 Jahren war er auch einmal in der Ecke unterwegs. Darum hier ein Bild vom Bahnhof Balestrate, der sich seit damals quasi nicht verändert hat.

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Bahnhof Balestrate im Jahr 2018. Der Hausbahnsteig wird nicht mehr benutzt, die Weichen sind allerdings noch vorhanden.

Trappeto – das Ohligs des Südens
Wer von euch aus Solingen oder der Umgebung kommt, dem ist bestimmt schon aufgefallen, dass im Stadtteil Ohligs sehr viele Italiener leben. Selbst auf der S7 hält ein Zugbegleiter gerne einen kleinen Plausch mit seinen Landsleuten im unverkennbaren sizilianischen Dialekt. Soweit nichts Ungewöhnliches, so prägten die Gastarbeiter ja das Bild der frühen Bundesrepublik in den 1960er-Jahren. Was weniger bekannt ist, dass sich in Ohligs fast ausschließlich Sizilianer aus der Gemeinde Trappeto angesiedelt haben. Die jungen Trappetesi zogen vor 50 Jahren quasi geschlossen nach Nordrhein-Westfalen um dort ihr Glück zu finden. Viele kehrten zurück, einige pendeln sogar zwischen beiden Orten. Ich fand die Geschichte so skurril, dass ich das Dorf einfach besuchen wollte.

Wer mehr dazu erfahren möchte, dem empfehle ich diesen Beitrag des Deutschlandfunks.

Schlendern wir einfach mal durch das verschlafene Nest und machen einen Vergleich zur heimlichen Partnerstadt im Bergischen Land.

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Trappeto heißt seine Besucher viersprachig vor einem Sperrwerk aus einer bestimmten Zeitepoche Willkommen (mit korrigierter deutscher Präposition).

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Der Solinger Willkommensgruß vor dem Hauptbahnhof fällt nicht ganz so bescheiden aus.

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Die quirlige Innenstadt von Trappeto mit der Via Trento...

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...und die Düsseldorfer Straße in Ohligs.

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Hier kann ich kein Vergleichsbild aus Ohligs anbieten. Der Stiehlsteich an der Weyerstraße ist eben nicht das
Tyrrhenische Meer.

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Und ein Gruß aus (oder an die) Heimat.

Gerne wäre ich mit dem ein oder anderen Trappeteso ins Gespräch gekommen. Zum Mezzogiorno – zur Mittagszeit – an einem Sonntag keine besonders kluge Idee. Das Dorf war völlig ausgestorben und die wenigen Bars an der Strandpromenade waren geschlossen. Also noch ein letzter Vergleich, wie schaut es denn mit dem Bahnhof aus.

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Der Bahnhof heißt schlicht und ergreifend „Stazione FS“. Ausstattungsgegenstände auf dem Bahnhofsvorplatz sind ein Briefkasten und ein Gebrauchtölsammelbehälter.

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Der Ohligser Bahnhof nennt sich seit einigen Jahren scherzhaft „Hauptbahnhof S DB Uhr“ und verfügt über zwei Briefkästen. Vom Gebrauchtölsammelbehälter keine Spur!

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Mehrfach am Tag hält sogar ein Zug im Ohligs des Südens (ok, einige fahren planmäßig durch).

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National Express kann auch Doppeltraktion (wenn sie mal fahren und keine Museumszüge einsetzen).

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Der Abfahrtplan von Solingen Hbf...

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...im Vergleich mit dem aus Trappeto. Das wertvolle Dokument ist diebstahlsicher ausgeführt.

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Bahnhof Trappeto. Wie auch im benachbarten Balestrate (quasi das Hilden Siziliens) wird nur noch das durchgehende Hauptgleis genutzt.

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Streckengleis nach Balestrate mit dem Einfahrtsignal von Trappeto.

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Ich nehme Abschied von diesem verschlafenen, aber doch hübschen Nest und kehre nach Cefalù zurück.

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Auf der Autobahn A29 passiere ich bei Capaci zwei Stelen.

Sie erinnern an das Attentat auf den Staatsanwalt Giovanni Falcone, der gemeinsam mit seiner Ehefrau am 22. Mai 1992 durch eine 500-kg-Bombe getötet wurde (SPIEGEL-Artikel). Die Bilder der völlig zerstörten Autobahn und dem Autowrack gingen damals um die Welt. Falcone galt als einer der erbittertsten Jäger der Cosa Nostra und vor wurde in der Bevölkerung stark verehrt. Zu Ehren des berühmten Procuratore und seines, ebenfalls ermordeten, Kollegen Paolo Borsellino trägt der Flughafen Palermo inzwischen den Namen Aeroporto Palermo Falcone e Borsellino.

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Am Nachmittag bin ich zurück in Cefalù. In der Nähe eines Bahnübergangs mit einer gefühlten zweistündigen Schließzeit kommt mir diese E 464 vor die Linse.

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Weiter östlich erlege ich wenig später den ICN 1967 aus Mailand.

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Bei Pollina ist RGV 3781 von Messina nach Palermo unterwegs.

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Die Sonne geht unter in Cefalù. Die letzten Lichtstrahlen erfassen die Felsen des vorletzten Fotomotivs.

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Und mit diesen Abendimpressionen schließe ich den dritten Teil meines Reiseberichtes. Im letzten Teil erkunde ich dann noch ein wenig die Nordküste, gehe auf die Spurensuche eines Deutschen Kaisers und trete meine Rückreise an.

>>> Hier geht es zum Teil 4 >>>

Bearbeitet: Typo, Schreibfehler und ein paar Formulierungen

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.07.18 17:24.

Ohligs Trappeto Berlin

geschrieben von: kllaas

Datum: 09.07.18 15:43

Hallo,

Danke für diesen unterhaltsamen Beitrag von einem Fast-Ohligser - Aufderhöhe - für Fotos aus Trappeto. Nächstes Mal nach Sizilien schauen wir dort vorbei.
Aber eher komme ich wohl nach Berlin.

Viele Grüße .... Kristian ... der gerne beim Italiener in Ohligs einkauft.

Re: [IT] Sicilia, mia amata!

geschrieben von: Ingo Oerther

Datum: 09.07.18 19:03

Moin Patrick!

Mal abgesehen, dass Deine Vorfahren Väterlicherseits von dieser wunderschönen Insel stammen, kann ich Deinen "Drang" wieder dorthin zu reisen, mehr als nachvollziehen.
Hast Du diesmal Schnurrbartfrauen gesehen?

Der Tages-IC von Rom nach Palermo und Siracusa wäre auch mal eine Alternative.
Ist der denn eigentlich in irgend einer Form bewirtschaftet (aus dem Festland)?
Denn es sind ja durchaus ein "paar" Stündchen Fahrt.

Wird die 1.Klasse auch trajektiert?

Nun, Kleinkinder können in der Tat nervige "Betriebsgeräusche" verursachen, wenn sie Hunger oder Durst haben oder gar die "Büx voll ist". ;-)
Insofern kann ich Dein Ritterliches Verhalten sehr gut nachvollziehen: Gut gemacht, mein lieber.

Offenbar scheint die Bar an Bord der "Messina" ja nun dauerhaft geöffnet zu sein.

Wann kommt der nächste Teil?

Gruß

Ingo

Re: [IT] Sicilia, mia amata!

geschrieben von: rabe 520

Datum: 09.07.18 19:29

@Ingo: 1. Klasse gibt es beim Tageszug abwechselnd einen Wagen nach Palermo oder Catania... 2016 war der Mittagszug ab Neapel mit 1. Klasse nach Palermo während dieses Jahr der erste Zug ab Siracusa 1. Klasse hatte.

Betreffend Verpflegung an Bord der IC: wenn ich mich richtig Erinnere, war auf einem Teilabschnitt auf dem Festland eine Minibar an Bord.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.18 19:30.

Bellissimo - grazie

geschrieben von: rhein-ruhr

Datum: 09.07.18 21:03

Vielen Dank für die superschönen Fotos der superschönen Insel.
Die Vergleiche mit Solingen fand ich sehr interessant.
Solingen-Ohligs Hbf. Okay man kann darüber streiten ob der Bahnhof Hauptbahnhof gerecht ist, aber auf jeden Fall besser als der alte Solingen Hbf, denn der hatte ja so ein "1945-Retro-Design". Alternativ auch geeignet für Bundeswehr-Häuserkampf oder Polizei-Geiselbefreiungsterrain, denn kaputt gehen konnte da nichts mehr.
Schönen Abend
rhein-ruhr

Re: [IT] Sicilia, mia amata!

geschrieben von: bahnfan29

Datum: 11.07.18 10:28

In dem späten 80ern hatte der IC nach Rom Speisewagen ohne Mahlzeiten. Dafür saß da ei Kellner der aus 2 Kartons kekse u. a. Verpacktes anbot. Lediglich auf der Fähre gab es Kaffee u. Gebäck...
Im jetzigen Fahrplan ist zum Thema nichts...

Grazie a voi!

geschrieben von: PatrickBln

Datum: 11.07.18 23:17

Vielen Dank für eure netten Kommentare. Ein paar Antworten:

kllaas schrieb:
.... Kristian ... der gerne beim Italiener in Ohligs einkauft.
Irgendwo in der Ecke Bonner Straße, Talstraße soll es eine sizilianische Bäckerei geben, die wohl jeden Tag Arancini anbietet. Gastro- und Einkaufstipps für meinen nächsten Solingen-Aufenthalt bei meiner Familie nehme ich gerne per PN entgegen. Aufderhöhe ist ja quasi Ohligs, wenngleich ja hier eher die Kroatische Küche ausgeprägter ist.


Ingo Oerther schrieb:
Mal abgesehen, dass Deine Vorfahren Väterlicherseits von dieser wunderschönen Insel stammen, kann ich Deinen "Drang" wieder dorthin zu reisen, mehr als nachvollziehen.
Vorfahren? Der sizilianische Ast meiner Familie lebt – wie ich mich gerade nach 14 Jahren wieder vergewissern konnte – immer noch. Momentan neigt nur die jünger männliche Bevölkerung zu zweifelhaften Bartmoden in Italien, bei der neunjährigen Tochter meiner Cousine ist bislang noch kein Bartwuchs eingetreten.

Zur 1. Klasse und Bordgastronomie:
Rabe 520 hat es richtig beschrieben, der 1.-Klasse-Wagen wird von/nach Messina bei den beiden ICs wechselweise jeweils nach Palermo bzw. Siracusa eingestellt.

Konkret heißt das:
IC 723 Roma Termini (07:26) >Palermo Centrale (20:47)
IC 727 Roma Termini (11:26) > Siracusa (22:45)
IC 722 Siracusa (07:32) > Roma Termini (18:34)
IC 724 Palermo Centrale (09:55) > Roma Termini (21:38)

Ich habe es zuerst auch nicht verstanden, sodass ich zuerst eine 2.-Klasse-Fahrkarte von Neapel nach Cefalù gekauft habe um später festzustellen, dass bis Messina Centrale auch der Kauf eines Fahrscheins in der 1. Klasse möglich ist. Ok, hat mich 10 Euro mehr gekostet und für die nächste Reise ist ist im Hinterkopf.

Im Zug gibt einen Klingelgangster zwischen Salerno und Lamenzia Terme, der bietet ein paar Kaltgetränke, abgepackte Panini und Instantkaffee an. Wurde aber kaum in Anspruch genommen, die meisten Fahrgäste sind Einheimische, die haben sich vor Reiseantritt bereits mit Proviant versorgt.


rhein-ruhr schrieb:
Die Vergleiche mit Solingen fand ich sehr interessant.
Solingen-Ohligs Hbf.
Die Umbenennung des Ohligser Bahnhofs war völlig sinnvoll, keine Frage. War hier eine kleine stilistische Überspritzung (außerdem liebe ich Loriot-Zitate). Übrigens war die lächerlichste Umbenennung, die ich in Deutschland kenne, 1987 die Umbenennung von Wengerohr in Wittlich Hbf.

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