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Moin

Nach meiner Reise mit kleinen Umwegen von Deutschland in die Türkei mit Verhaftung in Smolensk siehe auch diesen Beitrag hier [www.drehscheibe-online.de] von mir bin jetzt angekommen und habe Zeit noch ein Paar "Angaben" zu machen. Bei meiner Reise Anfang Juni wurde ich aus dem Zug heraus in Somlensk verhaftet und war 5 Stunden im Knast wegen illegaler Einreise nach Russland. Nach der Entlassung musste ich mit dem Zug nach Minsk zurück fahren und mit dem Flugzeug nach Russland einreisen. Die Einreise nach Russland war dann da keinen Vermerk im Pass gemacht wurde und das Visa noch gültig war problemlos. Hier ein "Auszug" über das Abkommen mit Polen, Weißrussland und Russland über die Benutzung der Züge nach Russland mit Transit über Weißrussland und einer Karte mit den Offiziellen Übergangspunkten zur Einreise nach Russland für dritte. Bilder drehen klappt irgendwie nicht. Ein Bilderbeitrag zu meiner Reise kommt noch.

http://up.picr.de/33062759yu.jpg
1

http://up.picr.de/33057205wf.jpg
2

http://up.picr.de/33057208gz.jpg
3

http://up.picr.de/33057209bt.jpg
4 Die Grenzübergänge mit dem Dreieck sind die Offiziellen Grenzübergänge zur Einreise für dritte nach Russand

http://up.picr.de/33057210mt.jpg
5

Bf. Zingst Darßbahn



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.18 17:48.
Leider bin ich, wie wohl nicht wenige hier, des Russischen nicht mächtig und kann daher den Details deiner Reise nicht folgen. Ich habe aber deinen verlinkten Beitragsast angeklickt und konnte dem entnehmen du bist in Warschau in den Zug Nizza-Moskau eingestiegen und hier gab es dann Probleme als du Russland erreichtest. Dort ist die Rede davon die Russen (oder wer auch immer) wollten nicht das man diesen Zug für Fahrten von Polen nach Russland nutzt. Darf man deshalb davon ableiten das direkte Fahrten nach Russland in den Zügen von Paris, Nizza und Berlin nach Moskau mit Einstieg in diese Züge in einem Abfahrtsbahnhof vor Polen noch immer von den Russen geduldet werden?
Lieber K. Malzahn,

danke für die ausführlichen Infos zu deiner etwas missratenen Fahrt! Aus der eingestellten Dokumentation Deines Ordnungswidrigkeits-Verfahrens (das sind die Bilddateien 1-3) geht nun leider hervor, dass Du aus grundlegenden Erwägungen aus dem Zug geholt wurdest und es jedem anderen mit jedem anderen Zug genauso gehen könnte: Weil die Grenze nur am offiziellen Grenzübergang überquert werden darf, den gibt es zwischen BY + RUS nicht etc. etc. etc. - all die Dinge, die hier im Forum schon häufig diskutiert und von den Staatsorganen bislang bei westlich von Brest eingestiegenen Fahrgästen ignoriert wurden.

Auf ein russisch-polnisches Reiseabkommen von 2003 wird nur insofern kurz eingegangen (Dokument 2, Absatz 3), als daraus ebenfalls eine Regelung zitiert wird, man müsse Grenzübergänge für die Einreise benutzen.

Ehrlich gesagt, bin ich jetzt noch ratloser als vorher. Es gibt tatsächlich zwei mögliche Erklärungen: 1) All die anderen Ausländer, die problemlos die durchgehenden Züge nutzen und problemlos wieder ausreisen hatten immer Glück und Du hattest Pech oder 2) man fährt jetzt, wie von einigen hier auch schon vermutet, eine härtere Linie.

Nun wüsste ich zu gerne, was tatsächlich Sache ist, habe aber leider selbst irgendwie gerade keine Lust, das auszutesten. Die nächste Tour nach Osten lasse ich die Familie alleine Zug fahren und komme über Kiew oder mit dem gammligen Flieger hinterher.

:-(
Iwan Parowosow schrieb:
Auf ein russisch-polnisches Reiseabkommen von 2003 wird nur insofern kurz eingegangen (Dokument 2, Absatz 3), als daraus ebenfalls eine Regelung zitiert wird, man müsse Grenzübergänge für die Einreise benutzen.
Hallo,


der Gesamttext des Abkommens findet sich übrigens hier [www.consultant.ru]. Bei einer schnellen Durchsicht könnte ich aber nichts finden, dass den Zustieg in die Züge nach Russland in Polen für Drittstaatler verbietet.

Im Abkommen ist geregelt, dass Polen - wie (fast) alle anderen Ausländer auch - nur über offizielle Grenzübergangsstellen einreisen dürfen. Diese gibt es an der belarussisch-russischen Grenze eben nur an den Dreiländerecken mit Lettland und der Ukraine, wie auf der Karte dargestellt. Ich sehe die aktuelle Situation genau wie Iwan Parowosow.


Gruß
westring



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.06.18 15:54.
Dann scheint der einzige Lichtblick dabei zu sein das es sich vielleicht um eine zeitlich befristete (Fußball-WM) Härteaktion seitens der Russen handelt und man nach der WM vielleicht wieder zur alten Duldung mit dem konsequenten Wegsehen zurück kehren könnte. Die Frage ist nur wer unter uns hier wird der erste sein welche das Risiko einer Testfahrt nach der WM eingehen wird.
Dazu kommt noch, dass die DB die Strecke in ihrem letzten Magazin entsprechend beworben hat. Ahnungslose lösen bei der DB ihr Ticket, haben Visa und landen am Ende im russischen Knast.

Gewissermaßen macht sich die DB mit ihrer Bewerbung der Zugverbindung mit schuldig.

Genauso wie ich es schon in Verbindungsauskünften der DB erlebt habe, dass Ziele im EU-Baltikum über Minsk angezeigt werden, ohne Hinweis auf die bestehende Visapflichtigen für Belarus.
Zitat
Genauso wie ich es schon in Verbindungsauskünften der DB erlebt habe, dass Ziele im EU-Baltikum über Minsk angezeigt werden, ohne Hinweis auf die bestehende Visapflichtigen für Belarus.
Echt arg! Skandal!
westring schrieb:
Iwan Parowosow schrieb:
Auf ein russisch-polnisches Reiseabkommen von 2003 wird nur insofern kurz eingegangen (Dokument 2, Absatz 3), als daraus ebenfalls eine Regelung zitiert wird, man müsse Grenzübergänge für die Einreise benutzen.
Hallo,


der Gesamttext des Abkommens findet sich übrigens hier [www.consultant.ru]. Bei einer schnellen Durchsicht könnte ich aber nichts finden, dass den Zustieg in die Züge nach Russland in Polen für Drittstaatler verbietet.

Im Abkommen ist geregelt, dass Polen - wie (fast) alle anderen Ausländer auch - nur über offizielle Grenzübergangsstellen einreisen dürfen. Diese gibt es an der belarussisch-russischen Grenze eben nur an den Dreiländerecken mit Lettland und der Ukraine, wie auf der Karte dargestellt. Ich sehe die aktuelle Situation genau wie Iwan Parowosow.

@K.Malzahn: Ich empfehle dir, deine persönlichen Daten wie Passnummer und -gültigkeit zu schwärzen.

Gruß
westring
Also, wenn ich auf diesen Link klicke, kommt alles Mögliche, aber nicht dieses Dokument. Muss ich dann da beim Suchfeld noch etwas eingeben?

Herzliche Grüsse
Martin
Weltreisender schrieb:
westring schrieb:
Iwan Parowosow schrieb:
Auf ein russisch-polnisches Reiseabkommen von 2003 wird nur insofern kurz eingegangen (Dokument 2, Absatz 3), als daraus ebenfalls eine Regelung zitiert wird, man müsse Grenzübergänge für die Einreise benutzen.
Hallo,


der Gesamttext des Abkommens findet sich übrigens hier [www.consultant.ru]. Bei einer schnellen Durchsicht könnte ich aber nichts finden, dass den Zustieg in die Züge nach Russland in Polen für Drittstaatler verbietet.

Im Abkommen ist geregelt, dass Polen - wie (fast) alle anderen Ausländer auch - nur über offizielle Grenzübergangsstellen einreisen dürfen. Diese gibt es an der belarussisch-russischen Grenze eben nur an den Dreiländerecken mit Lettland und der Ukraine, wie auf der Karte dargestellt. Ich sehe die aktuelle Situation genau wie Iwan Parowosow.

@K.Malzahn: Ich empfehle dir, deine persönlichen Daten wie Passnummer und -gültigkeit zu schwärzen.

Gruß
westring
Also, wenn ich auf diesen Link klicke, kommt alles Mögliche, aber nicht dieses Dokument. Muss ich dann da beim Suchfeld noch etwas eingeben?

Herzliche Grüsse
Martin
Hallo,

bei mir funktioniert es (möglicherweise zum Beginn nach oben scrollen), ich weiß nicht, woran das liegt. Ansonsten am besten „СОГЛАШЕНИЕ от 18 сентября 2003 года МЕЖДУ ПРАВИТЕЛЬСТВОМ РОССИЙСКОЙ ФЕДЕРАЦИИ И ПРАВИТЕЛЬСТВОМ РЕСПУБЛИКИ ПОЛЬША ОБ УСЛОВИЯХ ВЗАИМНЫХ ПОЕЗДОК ГРАЖДАН РОССИЙСКОЙ ФЕДЕРАЦИИ И ГРАЖДАН РЕСПУБЛИКИ ПОЛЬША“ ins Suchfeld eingeben. Dann sollte man den Volltext erhalten.

Gruß
westring



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.18 17:57.
Samba Tw 303 schrieb:
Dazu kommt noch, dass die DB die Strecke in ihrem letzten Magazin entsprechend beworben hat. Ahnungslose lösen bei der DB ihr Ticket, haben Visa und landen am Ende im russischen Knast.

Gewissermaßen macht sich die DB mit ihrer Bewerbung der Zugverbindung mit schuldig.

Genauso wie ich es schon in Verbindungsauskünften der DB erlebt habe, dass Ziele im EU-Baltikum über Minsk angezeigt werden, ohne Hinweis auf die bestehende Visapflichtigen für Belarus.
Es liegt in der Verantwortung des Fahrgastes, sich an kompetetener Stelle (die Vertretungsbehörden des jeweiligen Landes) über die Einreisebestimmungen der bereisten Länder zu informieren und sich dieser Bestimmungen entsprechend zu verhalten.
Das Verkehrsunternehmen hat hier keinerlei Pflichten, zumal es auch nicht wissen kann, welcher Staatsangehörigkeit der Reisende, der grad eine Fahrplanabfrage macht oder ein Ticket bucht, ist.


Provodnik


PS: Bei mir funktionieren die Bilderlinks des Originalbeitrages nicht...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.18 18:30.
Samba Tw 303 schrieb:
...
Genauso wie ich es schon in Verbindungsauskünften der DB erlebt habe, dass Ziele im EU-Baltikum über Minsk angezeigt werden, ohne Hinweis auf die bestehende Visapflichtigen für Belarus.
Seltsamer Weise wissen aber fast 100% der Reisenden Bescheid über die Zollbestimmungen, welche Ware in welcher Menge in welchem Wert ein- bzw. ausgeführt werden darf. Das ist also eine Holschuld - genau so, wie sich jeder Reisende über die Einreise-/Visa-/Passbestimmungen informieren muss. Die meisten Reisebüros fragen im Zweifel, aber nicht alle. Und sie müssen es auch nicht. Meines Wissens gibt es dazu ein Urteil des berüchtigten Frankfurter Reisegerichts (oder wie auch immer das heißt).

Gruß aus Wien

"Ohne Skepsis und Zweifel würden wir heute noch glauben, die Erde wäre eine Scheibe".
"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."

(Immanuel Kant)
Lieber "Bahnhof Zingst".

Ich gönne Dir jeden denkbaren Erfolg bei Deinen Reisen und lese viele der von Dir eröffneten Threads.

Was ich hier überhaupt nicht verstehe ist die Tatsache, dass Du "den Russen" so in die Falle gefahren bist. Du bist kein "heuriger Hase" und hast sicher diese gesamte Diskussion über diese mehr als depperte Regelung mitbekommen, die meiner Erinnerung im Jahr 2016 hier auftauchte.

Ich würde dringend raten - nicht nur Dir - sich zeitgerecht bei kompetenten Stellen zu informieren. Dazu zählen Reisebüros, Visabesorgungsbüros, Fluglinien - und natürlich auch die offiziellen Vertretungen der beteiligten Staaten, wie Botschaften und Konsulate. "Empfehlungen" oder "Hinweise" des Auswärtigen Amts sind insofern mit Vorsicht zu genießen, da das AA ja keine offizielle Informationsstelle der zu bereisenden Länder ist. Dass es manchen Reisenden gelungen ist diese seltsame Grenze ohne Schaden und Unannehmlichkeiten zu überqueren ist kein Hinweis darauf, dass das nun für alle Reisenden gälte.

Habe weiterhin viel Spaß bei Deinen Reisen und lass uns nach Deiner Rückkehr mit profunden Berichten teilhaben.

Gruß aus Wien

"Ohne Skepsis und Zweifel würden wir heute noch glauben, die Erde wäre eine Scheibe".
"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."

(Immanuel Kant)
Provodnik schrieb:

Es liegt in der Verantwortung des Fahrgastes, sich an kompetetener Stelle (die Vertretungsbehörden des jeweiligen Landes) über die Einreisebestimmungen der bereisten Länder zu informieren und sich dieser Bestimmungen entsprechend zu verhalten.
Das Verkehrsunternehmen hat hier keinerlei Pflichten, zumal es auch nicht wissen kann, welcher Staatsangehörigkeit der Reisende, der grad eine Fahrplanabfrage macht oder ein Ticket bucht, ist.

Prinzipiell richtig, wenn jemand allerdings von Schengen nach Schengen ein Ticket kauft(und es soll leider genug Menschen geben die sich in Geographie nicht so gut auskennen), dann sollte er schon gesondert darauf hingewiesen werden, da er für die Reise eigentlich nicht davon ausgehen muss visapflichtigen Boden zu befahren.
Jörg Schwabel schrieb:
Ich würde dringend raten - nicht nur Dir - sich zeitgerecht bei kompetenten Stellen zu informieren. Dazu zählen Reisebüros, Visabesorgungsbüros, Fluglinien - und natürlich auch die offiziellen Vertretungen der beteiligten Staaten, wie Botschaften und Konsulate. "Empfehlungen" oder "Hinweise" des Auswärtigen Amts sind insofern mit Vorsicht zu genießen, da das AA ja keine offizielle Informationsstelle der zu bereisenden Länder ist.
Hallo,

das Auswärtige Amt ist genausowenig offiziell wie beliebige Reisebüros. Das AA hat aber deutlich mehr Überblick und Quellen aus den Zielländern als Reisebüros. Das AA rät auch von Einreisen auf dem Landweg von Belarus nach Russland ab.

Jede offizielle russische Stelle verweist darauf, dass eine Einreise für Drittstaatler nur über offizielle Grenzübergangsstellen gestattet ist. Übrigens schützt man so russische und belarussische Spediteure vor polnischer Konkurrenz im internationalen Verkehr, die aber vorher auch schon nur einen sehr geringen Anteil ausmachten. Weiterhin hat man das Problem gelöst, dass bei Umsteigeverbindungen mit dem Flugzeug aus einem Drittland über Russland nach Belarus ein Visum nötig war, gelöst.

Gruß
westring
Guten Abend zusammen,

das sind ja interessante Neuigkeiten, die mich allerdings auch irgendwo verwundern. Ich habe die Diskussion über die Grenze immer wieder mitverfolgt, 2015 auch tatsächlich einmal eine Reise nach Russland via Kiev umgeleitet.

Nun sind wir am 10. Juni allerdings mit dem Talgo problemlos via Belarus eingereist, ohne Fan-ID und irgendwelche WM-Absichten. An der Grenze gab es dieses Mal allerdings ungewöhnlicherweise einen kurzen Halt, an dem mehrere Grenzbeamte zugestiegen sind. Diese gingen durch den Zug, warfen einen Blick in alle Pässe - das war's aber auch schon. Bei der Rückreise am 19. Juni (also schon während der WM) gab es keinerlei Kontrollen. Auch, dass das russische Visum weder Ein- noch Ausreisestempel erhielt, war nirgendwo ein Problem.

Es scheint also keine generelle Abweisung an dieser Grenze zu erfolgen.

Gruß,
Michael
westring schrieb:
Im Abkommen ist geregelt, dass Polen - wie (fast) alle anderen Ausländer auch - nur über offizielle Grenzübergangsstellen einreisen dürfen. Diese gibt es an der belarussisch-russischen Grenze eben nur an den Dreiländerecken mit Lettland und der Ukraine, wie auf der Karte dargestellt. Ich sehe die aktuelle Situation genau wie Iwan Parowosow.
Ist es eigentlich westliche Arroganz, wenn ich es für völlig undurchdacht halte, auf Grenzkontrollen zu verzichten, aber dann nicht gemeinsame Visa auszustellen und nach gemeinsamen Standards die Einreise von Drittstaatenbürgern über das eine in das andere Land verbindlich zu regeln?

Sollte man umgedreht für Russen einführen - wer mit dem Zug aus Belarus einreist und nach Deutschland weiterfährt, wird direkt verhaftet, ein paar Tage interniert und dann ausgewiesen. Und das bitte so lange, bis Putins Reich auch mit dem Mitdenken anfängt.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.06.18 08:34.
def schrieb:Zitat:
Ist es eigentlich westliche Arroganz, wenn ich es für völlig undurchdacht halte, auf Grenzkontrollen zu verzichten, aber dann nicht gemeinsame Visa auszustellen und nach gemeinsamen Standards die Einreise von Drittstaatenbürgern über das eine in das andere Land verbindlich zu regeln?
Hallo,

man hat das ja fast so viele Jahre praktiziert. Zwar benötigte man zwei Visa, aber es gab keine Grenzkontrollen und jeder konnte über die Grenze reisen. Nachdem Belarus im Konflikt mit den westlichen Staaten nicht die Position Moskaus verteidigte und sogar visafrei Einreisemöglichkeiten für westliche Ausländer schaffte, "fiel" russichen Behörden "ein", dass Ausländer ja generell nur über zugelassene Grenzübergänge einreisen dürfen. Die bis dahin gelebte Praxis wurde also ohne gesetzliche Änderungen geändert.

Es geht mehr um Belarus als um den Westen. Es ist aber auch ein faktischer Boykott für westliche Speditionen, da diese nun deutliche Umwege in Kauf müssen und noch weniger konkurrenzfähig sind.

Gruß
westring
Wenn der "Sinn" dieser Regelung das Fernhalten von EU-Spediteuren vom russischen Markt ist, dann könnte man doch wenigstens die Bahnlinie Minsk-Moskau für Züge aus der EU nach Russland zum offiziellen Grenzübergang erklären und auf dem Grenzabschnitt fährt ein russischer Grenzbeamter mit und läuft den Zug gemeinsam mit dem Zugchef ab. Der Zugchef informiert auf Basis der Fahrkartenkontrolle dann den Grenzbeamten welcher Fahrgäste keine Bürger der beiden Länder RUS und Weißrussland sind und hier stempelt der Grenzbeamte die Pässe, prüft Visa und kontrolliert die Migrationskarte, fertig.
Es geht hier ja auch nicht um Vernunft oder Rationalität sondern schlicht um politische Machtspielchen.
Stupor Mundi schrieb:Zitat:
Wenn der "Sinn" dieser Regelung das Fernhalten von EU-Spediteuren vom russischen Markt ist, dann könnte man doch wenigstens die Bahnlinie Minsk-Moskau für Züge aus der EU nach Russland zum offiziellen Grenzübergang erklären und auf dem Grenzabschnitt fährt ein russischer Grenzbeamter mit und läuft den Zug gemeinsam mit dem Zugchef ab. Der Zugchef informiert auf Basis der Fahrkartenkontrolle dann den Grenzbeamten welcher Fahrgäste keine Bürger der beiden Länder RUS und Weißrussland sind und hier stempelt der Grenzbeamte die Pässe, prüft Visa und kontrolliert die Migrationskarte, fertig.
Eben. Oder man verpflichtet Reisende, sich nach dem Ausstieg zur formalen Einreise bei der Polizei zu melden. Wäre auch nicht optimal, aber eine pragmatische Lösung - es widerspricht meinem Rechtsempfinden irgendwie, Menschen dafür zu bestrafen, dass sie den ihnen auferlegten Verpflichtungen nicht nachgehen können.

Aber es ist wohl tatsächlich: eine Machtfrage. Ob es klug ist, gerade die Reisenden, die Russland mutmaßlich offen gegenüberstehen, das Leben schwerzumachen?

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

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