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Mit Volldampf durch China – Vier Wochen in den letzten Dampfparadiesen des Fernen Osten

Teil 20a: Uncle Sam lässt uns im Regen stehen – Eine Charterfahrt mit amerikanischer Dampflok und jeder Menge Regen



Mit einiger Verspätung folgt nun der nächste Bericht meiner Berichtsreihe. Als Entschuldigung für die lange Verspätung folgt in Kürze noch ein Entschuldigungsbericht, der die Gründe für die Verzögerung offenlegt (sechs Wochen Ferner Osten mit jeder Menge Eisenbahnbezug). Jetzt aber zunächst zurück ins Jahr 2010. Auf der Reise durch die letzten Dampfparadiese Chinas sind wir mittlerweile in Tiefa/Diaobingshan angekommen, im letzten Bericht hatte ich euch die Industriebahn von Tiefa/Diaobingshan ja bereits vorgestellt, jetzt folgt der erste Tag entlang der Schienen. Viel Spaß beim Lesen!

Zur besseren Übersicht wie immer zunächst eine Karte:

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Bild 1: Die Staatsbahnstrecke von Yinzhou/Tieling endet in Daqing, dort befindet sich die Übergabestelle zwischen Kohlebahn und Staatsbahn, zudem hat die Kohlenbahn hier auch ihr Betriebswerk samt Werkstatt und Museum. Von Daqing verläuft eine zweigleisige Strecke zum Betriebsmittelpunkt in Diaobingshan Kurz vor dem Bahnhof Diaobingshan zweigen Stichstrecken nach Daming und Wangqian bzw. Xiaonan ab, die Stichstrecken sind sowohl nach Diaobingshan wie auch nach Daqing angebunden. Richtung Daqing laufen eher die Kohlenzüge, Richtung Diaobingshan die Personenzüge. Von Diaobingshan läuft noch eine lange Stichstrecke bis nach Dongguantun. An allen Stichstrecken sind diverse Kohlenminen sowie weitere Industriebetriebe angebunden. Die Personenzüge beginnen und enden in Diaobingshan, sie verkehren auf allen vier Stichstrecken nach Daming, Daqing, Xiaonan/Wangqian und Dongguantun.




20.11.2010
Die Busfahrt vom Flughafen in Shenyang nach Diaobingshan verlief ohne erwähnenswerte Vorkommnisse. In Diaobingshan angekommen, bezogen wir zunächst einmal Quartier im Hotel, einem noblen Schuppen in einem Hochhaus direkt gegenüber vom Bahnhof.

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Bild 2: Das Bild kennt ihr ja schon aus dem Rätsel zum Beginn dieser Berichtsreihe. Hier sollten wir für zwei Tage nochmals Quartier beziehen.



Im Bahnhof von Diaobingshan herrschte Betriebsruhe, also suchten wir nach einem Etablissement in Bahnhofsnähe, das Bier verkaufte. So konnten wir die Wartezeit bis zu den planmäßig fast gleichzeitig eintreffenden Personenzügen aus allen vier Himmelsrichtungen vertreiben. In einem kleinen Imbiss wurden wir fündig und ließen uns das Bier schmecken. Am Nachbartisch saßen einige Teenager und fotografierten uns verkniffen mit ihren Handys. Als wir zurückfotografieren wollten, ergriffen sie die Flucht. Wir ergriffen dann schweren Herzens auch die Flucht und verließen den warmen Imbiss hinaus in die dunkle und eiskalte Nacht. Aber schließlich wollten wir rechtzeitig vor Ankunft der Züge im Bahnhof von Diaobingshan sein, um ein paar Nachtaufnahmen der zurückkehrenden Personenzüge zu machen. Dort angekommen, hatten wir aber leider mit zwei Problemen zu kämpfen. Zum einen war das anwesende Eisenbahnpersonal von unserem Besuch nicht gerade begeistert (um es mal diplomatisch auszudrücken), zum anderen hatten wir keinerlei Kenntnis, auf welchem Gleis die Züge einfahren würden. So beäugte und das Personal kritisch, wie wir verzweifelt mit den Stativen über die Bahnsteige hetzten. In Deutschland hätte man wahrscheinlich längst das Antiterrorkommando gerufen, wenn komische Ausländer in der Dunkelheit mit langen Stangen über die Bahnsteige hetzen. In Diaobingshan ließ man uns ein Weilchen gewähren, bevor uns das Verlassen des Bahnhofes nahe gelegt wurde. Eigentlich hätten wir noch gerne die Bekohlung am Bahnhof mit dem Dampfkran abgelichtet. So blieb es dann aber leider bei ein paar hektisch entstandenen Bahnsteigimpressionen.

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Bild 3: Als erste Lok konnten wir SY 1771 ablichten. Sie steht direkt vor dem Bahnhofsgebäude von Diaobingshan, leider ist die Beleuchtung für das Gestänge ausgeschaltet.



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Bild 4: Auch ein Rücken kann entzücken. Nochmals SY 1771 aus einer anderen Position.



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Bild 5: Am anderen Bahnsteig brummte DF4B 7772 mit einem Personenzug heran. Damit haben die Dampflokhasser auch mal ein Bild, an dem sie sich erfreuen können.



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Bild 6: Dritte Lok im Bunde war dann wieder eine Dampflok, nämlich SY 1770. Hier leuchtet zwar die Lampe über den Treibachsen, dafür war die Frontlampe aus. Welcher Zug wohin fuhr, wussten wir nicht. Es war nur klar, dass es sich um Züge nach Daming, Daqing und Wangqian handeln würde.




Nach der Fotosession ging es dann zum Abendessen in den ersten Stock eines Restaurants. Das Essen war vorzüglich, die Versorgung mit Flüssignahrung geriet allerdings wegen der ungeschickten Lage im ersten Stock und den vielen Gerichten ein wenig ins Stocken. Während der größte Teil nach dem Essen direkt ins Hotel verschwand, wollte ich nochmals mein Glück im Bahnhof versuchen. Aber es herrschte wiederum Betriebsruhe, der Dampfkran stand einsam und verlassen in der Dunkelheit und es war bitterkalt. So wärmten wir uns nochmals im Hotelzimmer an unseren Schnapsvorräten und kuschelten uns anschließend in die weichen Betten, schließlich war der morgige Tag komplett verplant und es sollte einmal mehr vor Sonnenaufgang wieder losgehen.


21.11.2010
Auch heute ging es schon sehr früh aus den Federn, aber das waren wir mittlerweile ja gewohnt. Für den heutigen Tag hatten wir einen Sonderzug mit der letzten betriebsfähig erhaltenen US-Dampflok in China, der KD6 487, gechartert. Sie wurde 1943 bei Lima gebaut. Unter der chinesischen Baureihenbezeichnung KD6 firmieren Dampfloks der Klasse USATC S160, die direkt nach Ende des Zweiten Weltkriegs von den USA im Rahmen des Wiederaufbauprogramms unter Führung der Vereinten Nationen an China geliefert wurden. Gebaut wurden die Loks bei ALCO, Baldwin und Lima. Obwohl die Loks eigentlich nicht für den langfristigen Gebrauch entwickelt wurden, hielten sich die Loks in China sehr lange, mussten dabei aber meist erhebliche Umbauten über sich ergehen lassen. Die Loks kamen relativ schnell von der Staatsbahn zu Industrie- und Kohlebetrieben. KD6 487 verschlug es zur Kohlenbahn von Pingzhuang in der Inneren Mongolei (vom meinem dortigen Besuch 2015 hatte ich euch ja schon hier im Forum berichtet). Irgendwann im Jahre 1996 wurde KD6 487 dort im hintersten Winkel des Betriebswerkes abgestellt und geriet in Vergessenheit. Im Jahre 2004 wurde sie dann dort wieder entdeckt und nach Diaobingshan gebracht, wo sich bereits eine Gruppe zum Erhalt und zur Aufarbeitung von Dampfloks gebildet hatte. Nach einer gründlichen Aufarbeitung steht sie seither in Diaobingshan für Charter- und Museumsfahrten zur Verfügung.

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Bild 7: Sie sollte die Hauptakteurin des heutigen Tages sein: KD6 487. Gebaut 1943 bei Lima.




Das hört sich jetzt erst einmal alles recht gut an. Eine exotische Lok, ein durchgeplanter Tag mit zahlreichen Fotohalten und aufgestanden sind wir auch schon alle rechtzeitig. Fehlt nur noch das passende Wetter. Aber wie der Wetterbericht bereits vorhergesagt hatte, war ausgerechnet heute das Wetter katastrophal. Die Reiseleitung hatte sich am Vortag aufgrund der Wettervorhersage verzweifelt bemüht, den Charterzug noch um einen Tag zu verschieben (da verhieß die Wettervorhersage wieder strahlenden Sonnenschein). Aber wir sind ja in China und da ist Flexibilität ein absolutes Fremdwort. Die ersten Aufnahmen sollten zum Sonnenaufgang als Silhouette auf einer pittoresken Brücke der Strecke nach Dongguantun direkt nach dem Bahnhof Diaobingshan erfolgen. Die Sonne ließ sich auch ganz kurz als winzige, grauorangene Kugel am Himmel blicken, bevor sie wieder über der dichten Wolkendecke verschwand.

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Bild 8: War die Sonne noch gar nicht aufgegangen (und wir damit gar zu früh aufgestanden) oder versteckte sie sich schon hinter der dicken Wolkendecke?.



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Bild 9: Ersteres, denn bei der dritten Scheinfahrt ließ sich die Sonne als kleiner gelber Ball am Himmel blicken. Als Sonnenaufgang würde ich das jetzt mal nicht bezeichnen.




Und wer jetzt glaubt, dass das Wetter nicht noch schlechter werden kann, der sei eines besseren belehrt. Zur extrem dichten Bewölkung kam kurz darauf auch noch Regen dazu. So begaben wir uns nicht sonderlich motiviert mit dem Bus zum nächsten geplanten Fotostopp am Bahnhof der Mine von Xiaonan. Auf dem Weg begegneten wir noch dem regulären Personenzug von Wangqian nach Diaobingshan, der gerade dampfbespannt in den Haltepunkt von Qiaonan einfuhr.

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Bild 10: SY 1771 fährt mit dem Personenzug aus Wangqian sogleich in den Haltepunkt Qiaonan ein. Im Hintergrund eine der zahlreichen Abraumhalden. Die Sonne zeigt sich noch immer als winziger Tennisball am Himmel, das sollte aber gleich auch vorbei sein.



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Bild 11: Der Zug hält kurz am Haltepunkt und ….



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Bild 12: ... macht sich dann auf den Weg in Richtung Diaobingshan.



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Bild 13: Ländliche Idylle zwischen Qiaonan und Xiaonan. Aber Halt, wir sind doch zu Eisenbahnfotografieren da!




Trotz der unplanmäßigen Verzögerung hatten wir noch genügend Zeit, um den geplanten Fotopunkt bei Xiaonan aufzusuchen. Schließlich musste KD6 487 im Bahnhof Diaobingshan zunächst die Güterwagen abstellen, die sie beim ersten Fotostopp noch am Haken hatte, und die Personenwagen an den Haken nehmen. In Xiaonan wählten wir als Motiv die auf einem Damm verlaufende Strecke nebst Feldern und einem Hutong, die beide komplett unter Wasser standen. Bei gutem Wetter sicherlich ein sehr schönes Motiv, bei diesem Wetter aber fast schon eine Zumutung. Dennoch drückte ich ab, als der Zug aus Diaobingshan zunächst Tender voraus nach Xiaonan einfuhr, umsetzte und Schornstein voraus wieder ausfuhr.

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Bild 14:.Ein alter Gartenzaun, überschwemmte Felder und ein Haufen geernteter Maiskolben müssen herhalten, um dem aus Qiaonan eintreffenden Sonderzug ein entsprechendes Motiv zu bieten.



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Bild 15: KD6 487 passiert unseren Fotostandpunkt und ...



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Bild 16: … zieht den Zug Tender voraus in den Bahnhof von Xiaonan. Im Hintergrund kann man noch die Mine von Xiaonan schemenhaft erkennen. Dort setzt unsere Lok um und …



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Bild 17: ... kommt Schornstein voraus wieder...



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Bild 18: … an uns vorbeigedampft.



Auf freiem Feld kurz hinter Xiaonan lichteten wir den Zug noch zweimal ab. Die Dampfwolke war ja noch ganz nett, den Rest konnte man einfach nur noch vergessen.


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Bild 19: Auf freiem Feld zwischen Xiaonan und Qiaonan passten wir den Zug nochmals ab.



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Bild 20: Die Dampf- und Rauchwolke war ja ganz nett. Aber der restliche Himmel hätte sich jetzt farblich nicht unbedingt daran anpassen sollen...



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Bild 21: Bei dem Mistwetter bleiben einem ja eigentlich nur noch Silhouettenaufnahmen.




Die geplanten Fotohalte standen jetzt nur noch auf dem Papier. Aufgrund des schlechten Wetters blieben eigentlich fast nur noch Silhouettenaufnahmen übrig. Zudem hatte sich der Sonderzug auch bei chinesischen Eisenbahnfreunden herumgesprochen, die mit ihren dicken SUVs unsere Verfolgung des Zuges behinderten. So kamen wir nur noch zu einem Fotohalt an einer Brücke kurz vor Wangqian.

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Bild 22: Dreimal Silhouette mit regen: einmal mit Brücke ...



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Bild 23: … einmal mit Brücke und Baum und …



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Bild 24: ... einmal mit Baum.




In Wangqian sollte eigentlich das berühmte Motiv mit der Kirche auf dem Programm stehen. Als der Sonderzug und unser Bus praktisch gleichzeitig am Endbahnhof in Wangqian eintrafen, war die geplante Fotosafari aber endgültig Makulatur. Es goss jetzt nämlich plötzlich wie aus Kübeln. Frustriert verzog sich der Großteil der Reisegruppe, darunter auch einige Japaner, die speziell nur für genau diesen einzigen Tag aus Japan angereist waren, zurück in den Bus. Sie wollten den nach Diaobingshan zurückkehrenden Zug irgendwo nochmals in der Nähe von Qiaonan ablichten (sofern man bei diesen Wetterverhältnissen überhaupt noch ablichten sprechen kann, abdunkeln wäre wohl das bessere Wort). Ich und ein paar andere beschlossen dagegen, in den Sonderzug zu steigen und die Strecke von Wangqian über Xiaonan nach Daxing mitzufahren. Das war sicherlich interessanter.

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Bild 25: Spruchbänder dürfen in China nie fehlen. Im Barwagen wurde der Anspruch der Bahn bezüglich dem Touristenbetrieb klar definiert. Ist bei uns nicht arg viel anders, nur werden die Sprüche in PowerPoint-Folien oder Hochglanzbroschüren gepackt.



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Bild 26: Olympische Sommerspiele in Peking oder Dampfloks in Diaobingshan. Also mir wäre da die Entscheidung einfach gefallen. Euch auch?



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Bild 27: Der Traum von zwei Jahrhunderten erfüllt sich genau heute. Na ja, also wenn ich da gerade aus dem Zugfenster schaue, an das der eisige Herbstwind dicke Regentropfen weht...



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Bild 28: Damit kann ich mich dann schon eher anfreunden.



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Bild 29: Immerhin einer der alten Wagen wurde im Inneren ganz passabel und halbwegs originalgetreu wieder aufgebaut. Das ist in China alles andere als selbstverständlich.



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Bild 30: Von der offenen Plattform am letzten Wagen fällt der Blick auf die Strecke.



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Bild 31: Jetzt biegen wir von der Strecke Wangqian – Diaobingshan ab und wenden uns der kurzen Stichstrecke nach Xiaonan zu. Es gibt sogar eine Schutzweiche, das findet man auf chinesischen Minenbahnen nicht allzu oft.



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Bild 32: Kurz darauf treffen wir auf die Strecke aus Diaobingshan nach Xiaonan. Wir kamen von links aus Wangqian, rechts geht es über Qiaonan und Daxing nach Diaobingshan Da wollen wir eigentlich hin. Aber dazu müssen wir erst einmal im Bahnhof Xiaonan Kopf machen.




Zumal wir beim Kopfmachen in Xiaonan sowohl den planmäßigen Personenzug kreuzten, der wiederum mit Dampf bespannt war, als auch das Umsetzmanöver der Lok an der Mine von Xiaonan auf Chip bannen konnten.

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Bild 33: Vor der Einfahrt in den Bahnhof kreuzten wir noch den planmäßigen Personenzug, der mit SY 1770 bespannt war.



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Bild 34: Wir fahren in den Bahnhof Xiaonan ein, im Hintergrund dampft der planmäßige Personenzug nach Wangqian.



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Bild 35: Unsere Lok KD6 487 setzt vor der Kulisse der Mine von Xiaonan um, ...



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Bild 36: ... passiert unseren Fotostandpunkt und …



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Bild 37: ... setzt sich wieder vor unseren Sonderzug. Jetzt aber schnell zurück in den trockenen Wagen.




An der Mine von Daxing hielt unser Sonderzug. Wir verließen den Zug und trafen auf den Rest der Gruppe, die hier auf die Ausfahrt des Zuges wartete. So gesellten wir uns dazu und da der Regen inzwischen aufgehört hatte, kamen wir noch zu einem ganz netten Motiv.

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Bild 38: Unser Sonderzug vor der Kulisse der Mine von Daxing.



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Bild 39: Wenigstens hat die fast 70 Jahre alte Lok im Gegensatz zum Wetter zum Glück noch nicht schlapp gemacht.



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Bild 40: Alle sind ausgestiegen, jetzt kann es also wieder losgehen.



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Bild 41: Mit Volldampf geht es weiter Richtung Diaobingshan.




Letztes improvisiertes Fotomotiv vor dem Mittagessen war noch ein Bahnübergang in Diaobingshan. Kurz vor Ankunft des Zuges rollte ein Eselskarren vorbei. Mit 10 Yuan bestachen wir den Bauern, damit er vor dem Bahnübergang bis zum Passieren des Sonderzuges wartete. So gab es noch ein weiteres Motiv bei Sauwetter, das ihr ja bereits aus dem Rätsel zum Beginn dieser Berichtsreihe kennt.

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Bild 41: Ein zufällig vorbei kommender Pferdewagen wurde mit umgerechnet einem Euro für einen Zwangshalt bezahlt. Belustigt schaut er auf das Treiben dieser durchgeknallten Langnasen. Was die wohl vorhaben?



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Bild 42: Dampfloks mit schönem Beiwerk fotografieren. Was will man den sonst auch an einem Bahnübergang machen?.



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Bild 43: Die Bahnwärterin achtet darauf, dass niemand den unbeschrankten Bahnübergang passiert.




Zum Mittagessen ging es dann in ein kleines Restaurant zum Aufwärmen und Trocknen. Mit Bier und Nudelsuppe spülten wir den Frust über das beschissene Wetter hinunter. Denn wir hatten ja auch noch einen ganzen Nachmittag mit der alten Dame aus Amerika vor uns. Und da sollte sie uns nicht nur im Regen stehen lassen, es kam sogar noch schlimmer. Ihr wollt das nicht glauben? Dann schaut im nächsten Bericht wieder rein.

Und für alle, die im Rhein-Main-Gebiet wohnen, sich für Dampfloks in China interessieren und/oder mich mal persönlich kennenlernen wollen, habe ich noch einen Hinweis in eigener Sache: Am Montag, den 26. März 2018, findet um 20:00 im Vereinsraum der Schienenverkehrsfreunde Frankfurt-Schwanheim (Alt Schwanheim 6, Innenhof der Stadtbücherei im Wilhelm-Kobelt-Haus) ein Lichtbildervortrag mit dem Titel „Und es dampft noch immer – regulärer Dampfbetrieb in China im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts“ statt. Der Eintritt ist frei und Gäste sind herzlich willkommen.







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Rätsel: Was gehört hier zusammen? Und wo? Und überhaupt…
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Teil 1: „Das ist normal in China“ - Ein Abstecher in die Touristenhölle der chinesischen Alpen
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Teil 2: Von der Hochzeit zur Schmalspurbahn – Die Schmalspurbahn von Shibanxi stellt sich vor
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Teil 3a: Eine Zeitreise zurück ins 19. Jahrhundert – Minenbetrieb wie vor 200 Jahren
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Teil 3b: Eine Zeitreise zurück ins 19. Jahrhundert – Schnapsproduktion wie vor 200 Jahren
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Teil 4a: Motorrad vs. Dampflok – Auf eine Kollision im Tunnel folgt Sonnenschein
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Teil 4b: Dampfzüge bis der Arzt kommt – Nachtwanderung entlang der Schienen zum Onkel Doc
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Teil 5a: Verpasste Chancen gefolgt von einer Schlammschlacht - Ein ganzer Morgen voll Pleiten, Pech und Pannen
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Teil 5b: Vom Fotomotiv zum Biergarten und zurück – Eine ethanol-getriebene Wanderung entlang der Schienen
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Teil 6: Total vernebelt, und das ohne Droge (Dampf) – Ob die Reise trotzdem (weiter)geht?
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Teil 7: Es gibt (ausgerechnet am 11.11.) kein Bier mehr in Xinjiang – dafür aber jede Menge Dampf
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Teil 8: Tief im Westen, wo die Sonne mit Dampf untergeht – Ein Tag im Kohletagebau von Sandaoling
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Teil 9a: Von oben nach unten und zurück – Ein Morgen zwischen Abraum- und Kohlehalden
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Teil 9b: Werkstatt statt Essen – Mit leerem Magen durch die Lokwerkstatt
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Teil 9c: Blitz mit Dampf aber ohne Donner – Ein sehr langer Abend im Tagebau
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Teil 10a: Zum Abschluss drehen wir uns im Kreis – Morgenstund hat Gold und Dampf im Mund
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Teil 10b: Gegen Ende drehen wir uns im Kreis – Kunterbuntes rund um den Tagebau
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Einschub 1: Nachwuchsgewinnung für DSO – Familien-Trainspotting in Thailand und Taiwan
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Einschub 2a: Willkommen im Jahr des Brathähnchens – Gedämpfte Züge zwischen Feuer-Affe und Feuer-Hahn
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Einschub 2b: Willkommen im Jahr des Brathähnchens – Gedämpfte Züge zwischen Feuer-Affe und Feuer-Hahn
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Teil 10c: Der Kreis schließt sich – Dampfgesättigter Sundowner an den Abraumhalden von Xibolizhan
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Teil 11: Yamansu, was bist du? - Steinreiche Wüste, aber mit oder ohne Dampf?
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Teil 12: Wie eine Fata Morgana, so nah und doch so fern – Vom ersten Versuch, einen Dampfzug in der Wüste zu fotografieren
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Teil 13a: Strafe in der Nacht, Belohnung am Morgen – Vom zweiten Versuch, einen Dampfzug in der Wüste zu fotografieren
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Teil 13b: Lüsterne Spannerfotos und ein Date in der Wüste – Vom dritten (und letzten) Versuch, einen Dampfzug in der Wüste zu fotografieren
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Teil 14: Ärger mit der Schaffnerin und der Minenverwaltung - Kampf und Dampf(?) an allen Fronten
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Teil 15: Dampf am frühen Abend, erquickend und labend – Ein Spätnachmittag in den Lößbergen
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Teil 16a: Dampfschlachtgetümmel mit Höhen und Tiefen – Ein Morgen eingekeilt zwischen Bergen und der Volksarmee
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Teil 16b: Leere Werkstatt, volle Gleise – Buntes Treiben rund um den Rangierbahnhof
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Teil 16c: Summ, summ, summ Triebwagen summ herum – Ein Nachmittag in Bayin Gongsi
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Teil 16d: Absturz in den Bergen bei Bayin – und das alles nur wegen einer Diesellok
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Teil 17a: Leise rieselt der Schnee, langsam rangiert die Lokomotivee – Morgendliches Schnee- und Dampfgestöber in und um Bayin
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Teil 17b: Sonne statt Schneesturm – Ein sonniger Nachmittag zwischen Berggipfeln und Schulkindern
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Teil 18: Höhepunkte ohne Ende – Zum letzten Mal im Leben Dampf in Bayin
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Teil 19: Schwer bewaffnet in die östlichen Kohlereviere – Mit dem Schlachtermesser nach Diaobingshan
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Teil 20a: Uncle Sam lässt uns im Regen stehen – Eine Charterfahrt mit amerikanischer Dampflok und jeder Menge Regen
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Zugliste
Datum Zugnummer Von Nach km Traktion Spurweite
07.11. Zug 2 Shixi Huangcunjing 18 Dampf 762mm
07.11. Zug 4 Jioba Yuejin 10,3 Dampf 762mm
08.11. Zug 1 Yuejin Bagou 12,1 Dampf 762mm
08.11. Zug 4 Caiziba Mifengyan 1,9 Dampf 762mm
10./11.11. K9782 Ürümqi Hami 556 Diesel 1.435mm
15./16.11. T296 Hami Lanzhou 1.136 Diesel 1.435mm
19./20.11. ??? Lanzhou Xian 676 Elektrisch 1.435mm
21.11. Charter Wangqian Daxing 16,5 Dampf 1.435mm






2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:03:15:11:06:02.

Wieder super, danke! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 15.03.18 11:13

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
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Die Dieselloks der chinesischen Staatsbahn bzw. auch der Minenbahnen gibt es in HO bei Bachmann China und von den Fahreigenschaften im analogen Betrieb, da könne sich andere mal ordentlich eine Scheibe abschneiden...
LittleJoe4 schrieb:
Die Dieselloks der chinesischen Staatsbahn bzw. auch der Minenbahnen gibt es in HO bei Bachmann China und von den Fahreigenschaften im analogen Betrieb, da könne sich andere mal ordentlich eine Scheibe abschneiden...
Wahrscheinlich wie das Original: zugstark und zuverlässig ohne Ende ;-) (das ist ernst und nicht ironisch gemeint)

Viele Grüße

Florian

Re: [CN]Mit Volldampf durch China – und die QJ in H0

geschrieben von: jackman

Datum: 16.03.18 22:08

Hallo zusammen,

erstmal herzlichen Dank für die vielen schönen Bilder und den informativen Text.
Die KD 6 durfte ich 2005 bei einer Mitfahrt auf dem Führerstand kennenlernen.

Meine Erfahrung mit den Modellen: die Fahreigenschaften der QJ sind sicher nicht optimal. Allerdings ist
es sehr entspannend, zwei der Maschinen mit Sound "einfach so" bei mittlerer Geschwindigkeit ihre
Runden drehen zu lassen :-)) Die unterschiedlichen Pfeiftöne kommen gut rüber. Warum die Lichtmaschine
nur zufallsgesteuert kurz an- und wieder ausläuft bleibt wohl ein chinesisches Geheimnis. Immerhin lassen sich das Licht, die Luftpumpe und die
Feuerbeschickung separat zuschalten.
Bei einer meiner vier Lok wurde leider bei einer Flankenfahrt das obere "Lager" vom Voreilhebel beschädigt - ein
Grund, die Maschine auf "z" zu stellen. Reparatur? Nach Auskunft eines Mitarbeiters ist es wohl besser, die Lok nicht auseinander zu nehmen ...

Freue mich auf den kommenden Teil und wünsche ein schönes Wochenende
LG aus GL
Jörg
Danke für die schönen Bilder. Das düstere Wetter hat was.

Die "alten Wagen" waren, als ich das letzte Mal in China war, noch völlig normal. Einen Gutteil der Strecke Urumqi-Peking habe ich mit Nahverkehrszügen befahren. Sie haben jeweils einen Abschnitt bedient, sind morgens losgefahren und abends angekommen, von wo dann morgens wieder ein Zug für den nächsten Abschnitt losfuhr. Sie hatten oft welche von den älteren Wagen dabei. Auf der Insel Hainan gab es nur solche Wagen. Baujahr um 1958, glaube ich. Dazu Güterwagen für Reisende mit Traglasten.