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[FR] Augustausflug ins Limousin (Teil 1/4, 14 B)

geschrieben von: Volker Blees

Datum: 11.01.18 16:37

Guten Tag allerseits,

wie in den letzten Jahren ergab es sich auch 2017, dass ich im August einige Tage Gelegenheit zu einer Fototour nach Frankreich hatte. Bei der zufallsgeleiteten Suche nach einem geeigneten Zielgebiet schlug der Dartpfeil unweit Limoges in meine Frankreichkarte ein, eine Gegend, die mir bis dato unbekannt war.

Schon bei der Vorbereitung erwies sich die Wahl als durchaus spannend, wiewohl nach Abstellung der letzten X 2200 fahrzeugseitig wenig Interessantes zu erwarten sein würde. Aber meine Leidenschaft liegt ohnehin eher bei Landschaft und Infrastruktur.

Nicht weniger als acht Strecken gehen von Limoges aus: neben der POLT als Hauptachse von Paris und nach Toulouse die eingleisigen, nicht elektrifizierten Strecken nach (im Uhrzeigersinn) Guéret (– Montluçon), nach Meymac (– Ussel [– Clermont-Ferrand]), nach Brive-la-Gaillarde über Pompadour, nach Périgueux, nach Angoulême und nach Poitiers. Für den Gesamtüberblick mag [www.openrailwaymap.org] dienen, für die historische Entwicklung des „Eisenbahnsterns von Limoges“ eine Grafik aus der französischen Wikipedia; das dort eingetragene Projekt einer Hochgeschwindigkeitsstrecke von Poitiers her ist übrigens 2016 von Staats wegen beerdigt worden.

Für die Anreise wählte ich die Variante „übers Ziel hinausschießen und dann von hinten anschleichen“: TGV nach Paris, Nachtzug nach Rodez und dann wieder per TER und IC knapp 250 km zurück nach Limoges.

Bild 1:
Gare Austerlitz am Sonntagabend, dem 6. August 2017. Bis zum Nachtzug ist noch ein wenig Zeit, dem Treiben auf Schienen und Bahnsteigen zuzuschauen. In die letzte Ecke des Bahnhofs getrieben hat es aus Châteaudun X 72649/50. Obwohl kaum 20 Jahre alt, ist Ende 2017 schon die erste Ausmusterungswelle über diese Baureihe geschwappt.

http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2313.jpg



Bild 2:
Einige Gleise weiter haben BB 7306 und BB 7384 ihre Intercities in der Hauptstadt abgeliefert und warten nach dem Abziehen der Wagengarnituren auf die Fahrt ins Depot.
Auch bei dieser Baureihe rollt die Abstellungswelle: BB 7384 wurde Mitte Dezember 2017 im Alter von 35 Jahren aufs Abstellgleis geschickt.


http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2314.jpg



Am Zugang zum Nachtzug-Bahnsteig haben sich eine halbe Stunde vor Abfahrt schon lange Schlangen gebildet – der Zug wird voll mit buntem Volk, was ich an einem Sonntagabend nicht unbedingt erwartet hätte.
Die Nacht verläuft trotz Säugling im Abteil ruhig, die Durchfahrt durch Limoges verpasse ich, erst beim Rangieren in Brive-la-Gaillarde erwachen die Lebensgeister wieder. Die SNCF-App verrät mir, dass wir eine gute halbe Stunde Verspätung haben, was mich aber nicht stört, da dann ein größerer Teil der mir unbekannten Strecke nach Rodez schon in die Morgendämmerung führt. Ab Capdenac stehe ich am Gangfenster und genieße die Fahrt hoch am Hang entlang tief eingeschnittener Flusstäler.


Bild 3:
Mit knapp einer halben Stunde Verspätung ist der Intercité de Nuit in die kleine Bahnhofshalle von Rodez gerollt und die Massen strömen aus dem Drei-Wagen-Züglein ihren Tageszielen zu. BB 67523 und BB 67542 haben Zeit zu verschnaufen.

http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2319.jpg



Bild 4:
Als um kurz nach 7 Uhr X 73614 als erster von drei Zügen dieses Tages Rodez in Richtung Sévérac-le-Château an der Ligne de Causses verlässt, haben die beiden BB 67400 ihre Wagen schon weggestellt, doch die Sonne hat es noch nicht ganz über Hügel und Stadtlandschaft geschafft.
Seit 9. Dezember 2017 kommen die mechanischen Carrés und der Sémaphore an der östlichen Ausfahrt des Bahnhofs Rodez nicht mehr zum Einsatz: die Strecke ist stillgelegt.


http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2335.jpg



Auf der Rückfahrt nach Brive-la-Gaillarde drücke ich mir die Nase an den großen Scheiben des Walfischs platt, bestaune Landschaft und Streckenführung und nehme enttäuscht zur Kenntnis, dass die Strecke auf ihren rund 160 km Länge nahezu durchgehend zugewachsen und damit unfotografierbar ist. Kein Wunder, dass ich bei meinen Vorab-Recherchen im WWW kaum Fotos von der Strecke gefunden habe …


Bild 5:
Dünne Besiedlung, aufwändige Trassierung – ein Großteil der Bahnstrecken im Massif Central ist bereits stillgelegt und für die verbliebenen gibt es keine zuverlässige Perspektive. Die örtlcihe Bevölkerung weiß das und protestiert.
Versuch einer freien Übersetzung:
Bediente Bahnhöfe = Erhalt der öffentlichen Daseinsvorsorge
Unsere Züge, unsere Bahnhöfe sind unser Leben


http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2340.jpg




Nach knapp vier Stunden Fahrt erreiche ich gegen halb zwölf Limoges, bestaune Empfangsgebäude und reihenweise desolat abgestellte X 2100, nehme meinen Mietwagen entgegen und mache ich mich auf zur Streckenerkundung.
Zum Auftakt habe ich die (nach deutschen Verhältnissen) Nebenbahn nach Brive über St-Yrieix-la-Perche wegen ihrer Trassierung, ihres Oberbaus (Double Champignon) und der durchgehenden Telegrafenleitung sowie die Hauptbahn nach Périgueux wegen ihres Fahrtenangebots (bis zu vier Züge pro Stunde auf eingleisiger Dieselstrecke – für Frankreich sensationell!) und ihrer durchgehend mechanischen Sicherungstechnik als Ziele auserkoren. Von Limoges bis Nexon laufen beide Linien gemeinsam auf zweigleisiger Trasse.


Bild 6:
Unbekannte Strecke – das kann (vor allem an Frankreichs verwachsenen Bahnstrecken) langes Suchen nach Fotopunkten bedeuten, wenn man sich nicht auf die Reproduktion einschlägig bekannter Stellen beschränken möchte. Bei Les Farges südlich des ehemaligen Bahnhofs Beynac werde ich an der PN 238 fündig für eine Aufnahme von X 72574 auf seinem Weg nach Périgueux.

http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2351.jpg



Bild 7:
Als nächstes steht der Mittagszug nach Brive-la-Gaillarde auf dem Programm, der für die 102 km von Limoges nach Brive zwei Stunden und sieben Minuten benötigt. Streckenband (PDF) und Google Maps versprechen südlich des ehemaligen Bahnhofs Champsiaux einen kleinen Viadukt, der sich aber als vollkommen zugewachsen erweist. Immerhin lässt sich vom Gleisniveau aus X 73764 mit Telegrafenleitungen in Szene setzen und dank des Geländers ist auch erkennbar, dass da ein Viadukt ist …

http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2358.jpg



Bild 8:
Zurück zur Hauptbahn Limoges – Périgueux: südlich Nexon, beim Weiler Sallas eröffnet eine Feldwegbrücke einen Blick in die wellige Landschaft. Erstmals begegnet mir hier mit X 73568 ein Walfisch im walähnlichen hellgrau von TER Aquitaine. Farblich passend: der Himmel :-/


http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2373.jpg



Eigentliches Ziel sind aber die Bahnhöfe, denn die spärlichen im WWW auffindbaren Bilder der Strecke Limoges – Périgueux lassen hoffen, dass hier noch Formsignale zu finden sind. Und tatsächlich zeigt sich an diesem und am Folgetag, dass sämtliche sieben Kreuzungsbahnhöfe zwischen dem Abzweigbahnhof Nexon und Péigueux über Form-Ausfahrsignale verfügen. Gibt es in Frankreich noch eine weitere Strecke mit so hoher Formsignal-Dichte?

Wermutstropfen ist allein, dass die in einem Forenbeitrag aus 2016 noch als existent gemeldeten Telegrafenleitung nahezu restlos verschwunden sind.


Bild 9:
Nördlichster der Formsignal-Bahnhöfe ist Lafarge. Planmäßige Kreuzungen finden hier keine mehr statt und der Bahnhof ist regulär durchgeschaltet, aber die Signalanlagen sind intakt.
X 72585/86 und X 72597/98 sind von Bordeaux her bereits drei Stunden unterwegs und werden in rund einer Viertelstunde Limoges-Bénédictins erreichen.

http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2382.jpg



Bild 10:
Nächste Station ist Bussière-Galant, wo der Grauwal X 73568 auf dem Rückweg nach Limoges die Sémaphore-Brücke passiert. Links außerhalb des Bildrandes zweigte einst die Strecke Saillat-Chassenon ab, deren letzter Teil 1996 stillgelegt wurde und heute abschnittsweise als Fahrraddraisinen-Strecke dient.

http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2397.jpg



Bild 11:
Wieder zurück zur Nebenlinie Limoges – Brive-la-Gaillarde. Vier Stunden nach dem Zug auf Bild 7 steht die nächste Fahrt aus Limoges an. Wiederum südlich von Champsiaux bietet sich dieser Blick auf den bereits in der nächsten Station St-Yrieix-la-Perche endenden und wendenden X 73749.
Im Vordergrund erkennbar sind die an dieser Strecke noch nahezu durchgehend liegenden Schienen vom Typ „double champignon“. Das zu beiden Achsen symmetrische Profil ist so konzipiert, dass es umgedreht werden sollte, wenn der eine „Champignon“ abgefahren ist. In der Praxis hat sich das Konzept aber nicht bewährt, da infolge des Abfahrens der Halt in den Schienenbefestigungen nicht mehr gewährleistet ist.

http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2409.jpg



Bilder 12 + 13:
Nördlich des Bahnhofs von La Meyze gibt es einen nicht vollkommen verwachsenen Streckenabschnitt, an dem die beiden folgenden Aufnahmen entstanden sind.
Die Gleislage ist eine Sache für sich, der gelaschte Oberbau liefert den passenden Sound dazu. Dennoch rollt X 73807 im Poitou-Charentes-Gewand mit 70 km/h daher.

http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2420.jpg

http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2429.jpg



Bild 14:
Den Tagesabschluss bildet der aus zwei X 72500 gebildete IC 4583 Limoges – Bordeaux, der am Haltepunkt L’Aiguille im zweigleisigen Abschnitt der Strecke gerade den 195 m langen Viadukt über die Briance überquert.


http://schrankenposten.de/Service/17-08_FR/IMG2441.jpg



Ich hoffe, es hat gefallen.

Grüße
Volker

Hallo Volker,

da hat Dein Dartpfeil ins Schwarze getroffen. Erst letztens habe ich mich gefragt, wie es wohl in dieser Gegend aussieht. Es gibt wirklich erstaunlich wenig Berichte aus der Gegend Limoges, obwohl die zumindest vor 15 Jahren ein "Must" war. Ich bin mal gespannt, was von der alten Herrlichkeit noch über ist. Der erste Teil fängt ja schon gut an, es gibt noch Formsignale und Telegrafenleitungen.

Ich freue mich auf die nächsten Teile.

Gruß

Jochen

Re: [FR] Augustausflug ins Limousin (Teil 1/4, 14 B)

geschrieben von: berlinger

Datum: 11.01.18 18:42

Vielen Dank für diesen tollen ersten Teil. Wir habe diese Strecke im Mai 2017 ein wenig bereist und waren auch begeistert. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Viele Grüße
Ger Dijkstra

Re: [FR] Augustausflug ins Limousin (Teil 1/4, 14 B)

geschrieben von: E14418

Datum: 11.01.18 20:31

Hallo Volker,
vielen Dank für Deinen äußerst interessanten Beitrag mit ein paar Aufnahmen der Spitzenklasse. Die Szenerie aus Rodez mit dem ausfahrenden TER in Richtung Sévérac gefällt mir sehr gut und das Telebild des X 73500 auf der alten Infrastruktur (Bild 12) der Strecke Brive-Limoges über St-Yrieix ist phänomenal.
Herzliche Grüße
Jochen

Sehr schön, danke! (o.w.T)

geschrieben von: S-Transport

Datum: 11.01.18 21:13

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Grüße aus Wangen im Allgäu

Simon Scharfenberger

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Re: [FR] Augustausflug ins Limousin (Teil 1/4, 14 B)

geschrieben von: D 895

Datum: 12.01.18 02:55

Ein wunderschöner Beitrag, lieber Volker, wobei mich tatsächlich Bild 5 mit dem Protest-Banner am meisten beeindruckt, hatte ich doch bisher das Gefühl, dass Nebenbahnen der Frz.Bevölkerung eher nicht am Herzen liegen. Chapeau!

Gruß, D 895 (SSH-SPSN-RLA-RK-MH)
Hallo Jochen,

schön, dass es Dir gefällt!

Jochen Schüler schrieb:
Es gibt wirklich erstaunlich wenig Berichte aus der Gegend Limoges, obwohl die zumindest vor 15 Jahren ein "Must" war.
Da ich mich seinerzeit leider noch nicht für Frankreich interessiert habe: was war damals in der Gegend besonders?

Dank + Grüße
Volker

Hallo Jochen,

es freut mich, dass es Dir gefällt. Nimm die Beiträge einfach auch als persönliches Dankeschön für Deine Frankreich-Beiträge im HiFo!

Grüße
Volker

Hallo Volker,

Limoges hat wie Du schon erwähnst den Vorteil vieler teils paralleler Strecken. So konnte man mit etwas Einsatz die Motivdichte verbessern. Die Landschaft war und ist klasse.

Für die Strecke Limoges – Saint-Yrieix-la-Perche - Brive sprachen neben der Telegrafenleitung die X 2800 und „modernes“ Gerümpel, wie X 2100, X 2200 und auch schon X 72500 und X 73500. Als Schmankerl fuhr dort die 141 TD 740 damals noch mit echt historischen Wagen.

Die Strecke Limoges – Perigeux war perfekt: Doppeltelegrafenmasten, Formsignale und Fernverkehr mit Turbotrains und BB 67400, Güterverkehr mit BB 66000. Da konnte man das „moderne“ Gerümpel ertragen.

https://abload.de/img/2003_551rtg20022049mieko2x.jpg
RTG 2002+2049 mit GL 45801 Lyon - Bordeaux in Bussiere Galant am 14.09.2003 um 1847

Die Strecke Limoges – Angouleme war schon weniger interessant. Neben dem freitäglichen X 2800 gab es nur „modernes“ Gerümpel und etwas Schotterverkehr. Bis zur Papierfabrik in Saillat bin ich nur einmal vorgedrungen.

Die Strecke Limoges – Poitiers wurde insbesondere beim X 2800 Restbetrieb besucht. Die Landschaft und Infrastruktur fiel da schon deutlich ab.

Auf Limoges – Montlucon gab es Telegrafenmasten, Formsignale und Fernverkehr mit Turbotrains und BB 67400 sowie Güterverkehr mit BB 66000 und CC 72000. Auch da fuhren immer mal wieder X 2800.

Nun zur letzten Strecke Limoges – Meymac. Hier haben wir auf X 2800 und Holzzüge gewartet. Manchmal kam die 141 TD dazu und „modernes“ Gerümpel gab es auch.

Wenn auf den Nebenbahnen nichts lief, konnte man sich die Zeit an der POLT vertreiben und wenn mal wieder Streik angesagt war, saß ich in Limoges an der Vienne und tat was für die Bildung.

Dein Beitrag frischt meine Erinnerungen auf und zeigt mal wieder, was noch alles zu scannen wäre. Vielen Dank dafür. Er zeigt deutlich, dass es in Frankreich so viele tolle Motive zu entdecken gibt, die auch im Kontrast zwischen modernen Fahrzeugen, alter Infrastruktur und schöner Landschaft unser Hobby spannend halten.

Und zu spät gekommen sind wir doch alle irgendwo. Ich z.B. bin als gebürtiger Mainzer 1990 in der Pfalz nicht über die Grenze gefahren und könnte mir dafür noch heute in den Hintern treten, wenn ich die Bilder aus dem Elsass und aus Lothringen sehe.

Gruß
Jochen
Hallo Jochen,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort - ich habe verstanden, was Du meintest ;-)

Danke auch für das Beispiel-Bild. Hoffentlich kommst Du mal zum Scannen ...

Jochen Schüler schrieb:
Ich z.B. bin als gebürtiger Mainzer 1990 in der Pfalz nicht über die Grenze gefahren und könnte mir dafür noch heute in den Hintern treten, wenn ich die Bilder aus dem Elsass und aus Lothringen sehe.
Bei mir war es fast noch schlimmer: ein paar Mal wurde ich Ende der 80er sogar von anderen Eisenbahnfotografen aus der pfälzischen Heimat ins Elsaß geschleppt, aber ich bin nicht darauf angesprungen. Ich habe gerade darüber nachgedacht: es lag einfach auch daran, dass es zu Hause im näheren Umfeld noch vieles gab, was ich noch nicht kannte und was ich noch entdecken wollte. Und so sehr der In-den-Hintern-beiß-Reflex auch bei mir ausgelöst wird: was ich statt Elsaß/Frankreich gemacht habe, möchte ich keinesfalls missen und bin glücklich und zufrieden mit den Erinnerungen.


Grüße
Volker