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Re: Du weißt, wo diese Busse halten?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 24.11.11 09:57

Niels schrieb:
-------------------------------------------------------
> Habe ich da jetzt etwas falsch verstanden? Ich bin
> neulich in Varnsdorf in den Zug nach Liberec
> eingestiegen und in Zittau ausgestiegen. Zurück
> ging's mit dem Auto. Bin ich damit jetzt quasi
> staatenlos? Und: Steige ich in Krzewina aus dem
> Zug hindert mich Jemand in Polen zu bleiben? Alles
> sehr ominös!

Solange die Anforderungen des Schengener Abkommens erfüllt sind, geht das. Vor dem Beitritt Polens zum Schengener Abkommen ging das zumindest in Krzewina nicht. Da musste man immer erst zum Grenzübergang.

Re: Du weißt, wo diese Busse halten?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 24.11.11 10:00

def schrieb:
-------------------------------------------------------
> Kurz: Die Durchbindung Wegliniec - Zgorzelec -
> Jelenia Góra mag betriebliche Vorteile haben, sie
> entspricht aber nicht unbedingt einem
> Verkehrsbedürfnis. Die meisten Fahrgäste haben die
> größte Stadt der Region, also Görlitz-Zgorzelec,
> als Start- oder Zielpunkt. Insofern dürfte auch
> eine kleine Fahrzeitverlängerung gerechtfertigt
> sein.

Für die Zwischenortsverbindungen trifft das sicher zu. Der Haken dabei ist die Bedienung von Zgorzelec Miasto. Der dürfte eher das Ziel als Zgorzelec sein (sowohl wegen Busanschluss als auch wegen Besiedlungsdichte), ist bei Umweg über Zgorzelec aber nur mit zeitlichem Mehraufwand erreichbar.
"Vor dem Beitritt Polens zum Schengener Abkommen ging das zumindest in Krzewina nicht. Da musste man immer erst zum Grenzübergang."

Genau!

Da hatte ich einmal ein Problem bekommen, als ich morgens mit dem Zug von Görlitz nach Kzewina Zg. gefahren bin. Dort wollte ich eine Stunde später in den (damals noch verkehrenden) PKP-Zug nach Zawidwow und weiter nach Luban umsteigen. Als Fußgänger-Grenzübergang war die Neißebrücke damals schon geöffnet, also nicht nur für Deutsche auf dem Weg zum deutschen Zug.

Ich also in Krz. aus dem DB-Zug raus, bin dann aber am Bahnhof stehen geblieben und nicht über die Brücke gegangen. Da wurde dann der polnische Grenzer aufmerksam. Ich habe ihm begreifbar machen können, was ich wollte, woraufhin er mich zur Grenzerbude mitnahm. Der Vorgesetzte meinte, ich müsse einmal kurz zum deutschen Posten gehen. Gesagt, getan, nur war der um die Zeit noch gar nicht besetzt. Also zurück. Große Ratlosigkeit, Anrufe und Diskussion. Nach einiger Zeit kam dann ein noch höheres Tier mit einem Polonez vorgefahren. Da bekam ich auch mit, was die Kameraden von den polnischen Grenztruppen so beschäftigt hat: Ihr Problem bestand darin, dass ich nach Polen einreisen wollte, ohne zuvor aber aus Deutschland ausgereist zu sein! Denn der DB-Zug, dem ich entstieg, war ja de jure ein Transitzug.

Kraft seiner Wassersuppe hatte das hohe Tier dann aber wohl erkannt, dass ich mit meinem Ansinnen keinen polnisch-deutschen Grenzkonflikt mit diplomatischen Verwicklungen heraufbeschwören würde, hämmerte mir einfach einen Stempel in den (damals noch notwendigen) Reisepass und wünschte mir eine "Gutte Rrreise".

Die Ausreise einige Stunden später nach einer Fahrt mit dem Schnellzug "Wiking" von Luban über Wegliniec und Zary nach Zielona Grünberg und dann nach Deutschland via Guben (ja, auch das ging damals noch) war dann auch kein Problem - außer für den Schaffner: weil es in Zielona Gora nicht möglich war, mir eine Fahrkarte bis Guben zu verkaufen, hatte ich nur eine bis Gubin (letzter polnischer Bahnhof). Das fand der schaffner unkorrekt, konnte mir selbst aber auch keine Fahrkarte verkaufen: Deshalb, so seine Meinung, dürfe ich auch nicht rüberfahren. Naja, da bin ich dann auch etwas lauter geworden und habe ihn eine Zeit lang auf Deutsch zugetextet, woraufhin er dann abzitterte.

Viele Grüße

Heiko

Quo vadis, 605? / Abschied von der 218 im Fernverkehr / Letzte Ostseeflirts bekommen neue Heimat / Ankunft unbestimmt verspätet: der Coradia max / Das alles (und noch viel mehr) jetzt in DREHSCHEIBE 353. Viel mehr wert, als sie kostet!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:11:24:10:42:40.

Krzewina Zgorzelecka

geschrieben von: MichaelM

Datum: 24.11.11 10:50

war schon ein bischen besonders, aber wirkliche Probleme habe ich dort nie gehabt.

Weder beim "Unternehmen InterRegio", also mit dem P-Zug von Görlitz anreisen, InterRegio fotografieren,
und wieder mit dem P-Zug abreisen.

Ach ja, und dann waren da noch die Szenen bei einer Plandampfaktion vom Stephan, als eine ganze Meute
im Laufschritt und mit erhobenen Personalausweis am polnischen Grenzhüttchen vorbeiliefen, die 52er
war nämlich schon zu hören.

Auf dem Rückweg hat sich der Grenzer die Ausweise dann mal etwas genauer angeschaut und meinte danach,
das der Grenzübergang eigentlich nur für den kleinen Grenzverkehr (Bewohner der Grenzregion) zugelassen
sei. Wir durften aber trotzdem wieder zurück nach Ostritz ...


MM

Re: Krzewina Zgorzelecka

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 24.11.11 13:26

Der Zeuge Desiros schrieb:
-------------------------------------------------------
> Kraft seiner Wassersuppe hatte das hohe Tier dann
> aber wohl erkannt, dass ich mit meinem Ansinnen
> keinen polnisch-deutschen Grenzkonflikt mit
> diplomatischen Verwicklungen heraufbeschwören
> würde, hämmerte mir einfach einen Stempel in den
> (damals noch notwendigen) Reisepass und wünschte
> mir eine "Gutte Rrreise".

Das wurde später die offizielle Verfahrensweise. Die polnischen Zöllner haben den Ausweis kontrolliert, und das wars dann.


MichaelM schrieb:
-------------------------------------------------------
> Auf dem Rückweg hat sich der Grenzer die Ausweise
> dann mal etwas genauer angeschaut und meinte
> danach,
> das der Grenzübergang eigentlich nur für den
> kleinen Grenzverkehr (Bewohner der Grenzregion)
> zugelassen
> sei. Wir durften aber trotzdem wieder zurück nach
> Ostritz ...

Die Existenz von Grenzübergängen, die nur für Einwohner der Grenzregion zulässig wären, möchte ich für Deutschland nach 1990 ganz generell anzweifeln. Speziell in Ostritz traf es ganz sicher nicht zu.

Re: Du weißt, wo diese Busse halten?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 24.11.11 16:06

kaufhalle schrieb:
-------------------------------------------------------
> Der Haken dabei ist die Bedienung von
> Zgorzelec Miasto. Der dürfte eher das Ziel als
> Zgorzelec sein (sowohl wegen Busanschluss als auch
> wegen Besiedlungsdichte), ist bei Umweg über
> Zgorzelec aber nur mit zeitlichem Mehraufwand
> erreichbar.

Das "Problem" besteht aber auch nur bei den innerpolnischen Verbindungen von/nach Jelenia Gora. Denn Richtung Wegliniec/Wroclaw wird dort ja sowieso gehalten. Und mit Blick auf den derzeit vorgesehenen Fahrplan dürfte die Fahrzeitverlängerung pi mal Daumen durch Schwellenschraube ohnehin nur maximal 5 Minuten betragen.
Ich wage zu behaupten, daß sich kaum ein deutscher Touri die Umsteigeverbindung Bahn-Bus-Bahn antun wird. Mit einem (womöglich bahnsteiggleichem Umstieg) Bahn-Bahn in Görlitz gebe ich dieser Relation (insbesondere in Richtung Jelenia Gora) durchaus eine reele Chance. Natürlich sind ca. 1:40 für 75 Kilometer zwischen Zgorzelec und Jelenia Gora noch verbesserungswürdig. Angesichts der dort nicht so toll ausgebauten Straßen (im Gegensatz zur durchgängigen Autobahn-Verbindung nach Wroclaw) ist das aber noch erträglich.

Re: Du weißt, wo diese Busse halten?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 24.11.11 16:15

AAW schrieb:
-------------------------------------------------------
> Warum so förmlich (preußisch)? Ein Hinweis in den
> Fahrplan, daß Fahrscheine über Zgorzelec hinaus
> auch für die Stichfahrt gelten, und gut ist.
> (Praktizieren ja z.B. die Tschechen bei solchen
> Stichfahrten schon seit Jahr und Tag so.)

He, he junger Freund! Wenn schon dann bitte förmlich sächsisch oder eben mit Eisenbahnerfachchinesisch! Aber nicht preußisch!!!

Im Ernst: Wie man es nun nennt (und vor allem den Reisenden "verkauft") ist doch relativ egal, Hauptsache man findet überhaupt eine machbare Variante. Denn wer soll während der wenigen Minuten Fahrt zwischen Zgorzelec und Görlitz die Fahrkarten kontrollieren? Da könnte man die Variante "Freifahrt zwischen Zgorzelec und Görlitz" durchaus werbetechnisch groß aufziehen, ich denke nicht, daß die Züge dann durch Stadtbummler in genau nur dieser Relation überfüllt würden.
Beim von Dir erwähnten Begriff "Stichfahrten" könnte man natürlich auch auf die blödesten Gedanken kommen. ;-)

Den Vergleich tschechischer Bahnfahrgewohnheiten und Regeln mit den deutschen und polnischen meinst Du aber jetzt nicht ganz ernst? Da liegen aus meiner Sicht doch schon Welten dazwischen.

Re: Du weißt, wo diese Busse halten?

geschrieben von: Timodore

Datum: 24.11.11 16:32

Niels schrieb:
-------------------------------------------------------

>
> Im Ernst: Wie man es nun nennt (und vor allem den
> Reisenden "verkauft") ist doch relativ egal,
> Hauptsache man findet überhaupt eine machbare
> Variante. Denn wer soll während der wenigen
> Minuten Fahrt zwischen Zgorzelec und Görlitz die
> Fahrkarten kontrollieren?


Mmh, ich habe in Ost-West-Richtung gerade die Brückenfahrt bisher immer als besonders kontrollintensiv wahrgenommen, sowohl beim seeligen IR als auch beim derzeitigen RE 100. Da wird/wurde immer noch eine Extra-Runde eingelegt, um zu prüfen, ob der Grenzabschnitt auch ticketsmäßig abgedeckt ist.

Gut, wenn dann zukünftig Menschenmassen hin und her gefahren werden, könnte es in der Tat schwer werden, noch mal eine Vollkontrolle durchzuführen...

Gruß
Thomas

Re: Du weißt, wo diese Busse halten?

geschrieben von: Andreas F.

Datum: 24.11.11 20:46

Das stimmt wohl, da wird immer genau geguckt. Auch nur bis Zgorzelec lösen und dann mit einem im Zug gekauften SWT winken geht nicht, in diesem Fall wird dem nachlässigen Reisenden für die paar Meter noch ein Billet ausgefüllt. Zwischen Slubice und Frankfurt/Oder hat mich der Schaffner mal ausgelacht, als ich ihm meinen sorgfältig in Teilstrecken Poznan-Slubice und Slubice-Frankfurt/O ausgestellten Fahrschein gezeigt habe - was ich denn mit zweitem will...

Gruß

Andi

Re: Du weißt, wo diese Busse halten?

geschrieben von: MP

Datum: 24.11.11 21:28

Andreas F. schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das stimmt wohl, da wird immer genau geguckt. Auch
> nur bis Zgorzelec lösen und dann mit einem im Zug
> gekauften SWT winken geht nicht, in diesem Fall
> wird dem nachlässigen Reisenden für die paar Meter
> noch ein Billet ausgefüllt.


Warum das? Das SWT gilt offiziell ab Zgorzelec.

Re: Du weißt, wo diese Busse halten?

geschrieben von: Andreas F.

Datum: 24.11.11 21:34

War das 2009 auch schon so? Die letzten Jahre bin ich meist weiter nördlich oder viel weiter östlich aus Polen ausgereist.

Gruß

Andi

Deutsch vs. einfach

geschrieben von: AAW

Datum: 24.11.11 21:45

Niels

Beim von Dir erwähnten Begriff "Stichfahrten" könnte man natürlich auch auf die blödesten Gedanken kommen. ;-)
Ich glaube jetzt nicht, daß sich die Horizontalgewerblerinnen (um's mal sächsisch-förmlich zu sagen ;-)) an der Bahnstrecke aufstellen werden.

Oder vlt. doch die Hoffnung für den baulichen Fortbestand einiger grenznaher Bahnhofsgebäude? Rosa beleuchtete "Schaufenster" müßte man als Architekturfreund dann aber dulden. :-)

Zitat:

Den Vergleich tschechischer Bahnfahrgewohnheiten und Regeln mit den deutschen und polnischen meinst Du aber jetzt nicht ganz ernst? Da liegen aus meiner Sicht doch schon Welten dazwischen.
Schon klar. Ein Grund, warum ich hin und wieder aus diesem, unserem Maßregelvollz.. - äh Vaterland - fliehen muß.

Wobei ich schon manchmal den Eindruck habe, daß die tschechische Eisenbahn in der Praxis so "preußisch" läuft, wie es manch deutsche und polnische Eisenbahnbürokraten nicht in der Theorie zu träumen wagen! Und zwar im positivem wie Negativem.
(In Dtl. bin ich z.B. noch nie aus einem fast leeren, Res-pflichtigem in die vollen, Res-freien Sitzwagen verscheucht worden - in CZ schon. Das dürfte im Übrigen nächstes Jahr beim morgendlichen "Phoenix" häufiger vorkommen, da er nur noch 2 Res-freie Wagen mitführt.)


Grüße,
André

Die KI von Google ist die dümmste KI von allen und bereichert sich an Aussagen in Hobbyforen
.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:11:24:23:12:30.

Re: Du weißt, wo diese Busse halten?

geschrieben von: Timodore

Datum: 24.11.11 22:26

Andreas F. schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das stimmt wohl, da wird immer genau geguckt. Auch
> nur bis Zgorzelec lösen und dann mit einem im Zug
> gekauften SWT winken geht nicht, in diesem Fall
> wird dem nachlässigen Reisenden für die paar Meter
> noch ein Billet ausgefüllt.


Auf unserer letzten Fahrt habe ich den PR-Schaffner auf dem Grenzstück mit einem erst ab Görlitz gültigen Sparpreis als Handy-Ticket beschäftigt. ;-) Mehrere Versuche, es einzulesen, scheiterten natürlich. Wir einigten uns dann, dass das auch so alles seine Richtigkeit hat.

Gruß
Thomas

Re: Du weißt, wo diese Busse halten?

geschrieben von: def

Datum: 24.11.11 23:27

@ Timodore:

Ich habe eigentlich auch hier ähnliche Erfahrungen wie Andreas F. in Frankfurt-Slubice gemacht: als ich einmal neben der Fahrkarte von Breslau nach Zgorzelec noch die über die Grenze zeigte, wurde ich ebenfalls ausgelacht. Ein anderes Mal wollte ich die Fahrkarte für den Grenzübertritt im Zug kaufen, da hat der Zugbegleiter abgewunken. Inzwischen brauche ich das ja eh nicht mehr, da ich herausgefunden habe, das man das Euro-Neiße-Ticket auch in Breslau am Schalter der Koleje Dolnaslaskie bekommt - für nur 25 Zloty und somit nur etwa halb so teuer wie beim Kauf in Deutschland!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:11:24:23:28:08.

Re: Du weißt, wo diese Busse halten?

geschrieben von: HaraldSpunkt

Datum: 25.11.11 00:59

> Du irrst.Ich besitze keine Führerschein und hatte
> auch noch nie einen.
> Aber ich finde für diese kurze Strecke ist es doch
> wirklich egal,wenn kein Zug fährt, zumal es genug
> andere Möglichkeiten gibt.
> Am Bahnhof Miasto hält der Bus übrigens.

Hallo,

wie wenig egal ist das möchte ich dir mal an einem kleinen Beispiel illustrieren, wenn ich am Wochenende ins Gebirge von Weißwasser fahren möchte. 8:15 komme ich z.B. in Görlitz an, nach Grenzübergang zu Fuß (natürlich fährt um die Zeit noch kein P-Bus), komme ich frühestens 9:00 von Zgorzelec weiter nach Jelenia Góra. Da wäre ich dann je nach Fahrzeit gegen 10:30 bis 11:00, danach noch 1h bis nach Szklarska Poreba und gegen 12:00 bin ich in den Bergen. Blöderweise gibt es aber genau um 9:00 keinen Bus, sondern 8:20 oder 10:00, also unpassend für den Zuganschluss. Stattdessen bleibe ich einfach im Zug sitzen, fahre nach Liberec, habe JEDE Stunde einen Anschlusszug über die Grenze und dann weiter nach Harrachov, wo ich 11:25 ankomme.

Zu der Zeit bin ich noch nicht Mal in Jelenia Góra, wenn ich über Zgorzelec fahren würde. Auf dem Rückweg habe ich jetzt das gleiche Dilemma. Entweder ich fahre wieder über die tschechische Seite oder nehme den schönen Zug 17:43 von Jelenia Góra (der sogar einen netten Anschluss direkt von Szklarska Poreba und Jakuszyce hat) und bin dann 19:31 in Zgorzelec, der Zug nach Weißwasser fährt 19:44 oder 21:44. Das heißt entweder Fahrrad mitnehmen oder 2 Stunden warten. Und jetzt sag bitte nicht mehr, dass für diese kurze Strecke kein Zug notwendig ist, wenn ich dadurch 2 Stunden länger brauchen kann!!!
Mir würde am Anfang vollkommen reichen, wenn am Wochenende morgens der Zug von Görlitz und am Nachmittag der Zug nach Görlitz gefahren würde, mehr erwarte ich jetzt noch gar nicht. Damit wären schon mal Tagesausflüge auf die polnische Iser- und Riesengebirgsseite angenehm möglich.

Gruß
Christoph
Interessant sind die Durchlaeufer,
> die auch den Bf Zgorzelec anfahren. Da muss dann
> ja auch die Bahnhofsseite gewechselt werden.

Aber viel mehr interresant sind die Züge welche die Kurve zwisschen Miasto und Jerzmanki nehmen (aber nur zweimal pro Tag in richtung Miasto, und einmal von Miasto aus im frühabend). Von/nach Görlitz auch viel einfacher, da der Bus beim Bf Miasto hält, nach Zgorzelec ist es von Busbahnhof mindestens ein Km laufen laufen.

Der ZVON sagt, er bemüht sich

geschrieben von: wxdf

Datum: 29.11.11 21:21

[www.zvon.de][252]=0#252

Hallo M. W. und Nils,

vielen Dank für die Anfragen zur Zugverbindung Zgorzelec – Lauban – Jelenia Gora.
Die polnische Seite hat dieses Zugangebot erneut in den Fahrplan aufgenommen, was wir sehr begrüßen. Wir geben Ihnen recht, dass eine zugmäßige Verknüpfung in Görlitz oder Zgorzelec sinnvoll bzw. sogar notwendig ist. Wir lassen gegenwärtig prüfen, ob die polnischen Züge bis nach Görlitz fahren können. Unbenommen davon stehen wir in Verhandlungen mit der PKS Zgorzelec, damit die grenzüberschreitende Buslinie P mit einem veränderten Haltekonzept eine Verknüpfung der beiden Zuglinien ermöglichen kann.
VON-TEAM
28.11.2011 - 11:08 Uhr

Re: tarifliche Gleichstellung

geschrieben von: bahamas

Datum: 30.11.11 14:30

Niels schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die tarifliche Durchbrechung könnte man mit einem
> ganz einfachem Kniff umgehen! Tarifliche
> Gleichstellung der Bahnhöfe Görlitz und Zgorzelec!
> Der für diesen einen Kilometer erzielbare
> Fahrpreis würde vermutlich nicht die Kosten der
> administrativen Aufwendungen hereinholen, die für
> solch einen zwischenstaatlichen Ausgleich
> anfielen. Und Fahrgäste nur zwischen Zgorzelec und
> Görlitz (die heutigen Brückenwanderer) dürften
> auch zu vernachlässigen sein. Im Euro-Neiße-Ticket
> (bzw. den polnischen und tschechischen Pendants)
> ist dieser Abschnitt ohnehin enthalten. Es könnten
> also praktisch alle von dieser Lösung profitieren!
> Sollte ich sie mir patentieren lassen? ;-)

Schön und gut, aber wer bezahlt die durchaus entstehenden Betriebskosten? Auch die 2 km kosten Geld, und die wollen weder die deutschen noch die polnischen Aufgabenträger bezahlen. Und selbst wenn die Deutschen es bezahlen würden, fehlt immer noch der finanzielle Anreiz für die Polen, das mitzumachen.

Re: tarifliche Gleichstellung

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 01.12.11 00:23

Klasse, endlich hat sich ein Bedenkenträger gefunden, der meine Idee in der Luft zerreisst. Bist Du Politiker im sächsischem Lande, Mitarbeiter bei den ÖPNV-Bestellerorganisationen oder den in Frage kommenden EVU dies- und jenseits der Neiße?
Nimm's nicht persönlich (so sind meine Fragen auch nicht gemeint) aber anderes fällt mir zu diesem Beitrag nicht ein.

Nur mal so als Denkanstoß: Vielleicht würden diese "riesigen" Kosten für zirka 20 Kilometer mehr am Tage (Diesel, Trassengebühr, was sonst noch?) ja sogar zu erhöhten Einnahmen durch mehr über die Grenze fahrende Fahrgäste führen? Und diese zusätzlichen Fahrgäste würden in der Überzahl eben nicht nur diese 2 Kilometer im Zuge sein, sondern eben auf den jeweils ins Landesinnere führenden Strecken ihre Fahrkarten ganz normal bezahlen. Also zusätzliche Einnahmen generieren, die den ohnehin bestellten "Binnenverkehrszügen" zu Gute kämen. Aber eine vermehrte Nutzung des ÖPNV und ein zusammenwachsendes Europa scheinen eben doch eher Themen für schöne Sonntagsreden als für den harten politischen Alltag zu sein.

Re: tarifliche Gleichstellung

geschrieben von: bahamas

Datum: 01.12.11 12:31

Niels schrieb:
-------------------------------------------------------
> Klasse, endlich hat sich ein Bedenkenträger
> gefunden, der meine Idee in der Luft zerreisst.
> Bist Du Politiker im sächsischem Lande,
> Mitarbeiter bei den ÖPNV-Bestellerorganisationen
> oder den in Frage kommenden EVU dies- und jenseits
> der Neiße?
> Nimm's nicht persönlich (so sind meine Fragen auch
> nicht gemeint) aber anderes fällt mir zu diesem
> Beitrag nicht ein.
>
> Nur mal so als Denkanstoß: Vielleicht würden diese
> "riesigen" Kosten für zirka 20 Kilometer mehr am
> Tage (Diesel, Trassengebühr, was sonst noch?) ja
> sogar zu erhöhten Einnahmen durch mehr über die
> Grenze fahrende Fahrgäste führen? Und diese
> zusätzlichen Fahrgäste würden in der Überzahl eben
> nicht nur diese 2 Kilometer im Zuge sein, sondern
> eben auf den jeweils ins Landesinnere führenden
> Strecken ihre Fahrkarten ganz normal bezahlen.
> Also zusätzliche Einnahmen generieren, die den
> ohnehin bestellten "Binnenverkehrszügen" zu Gute
> kämen. Aber eine vermehrte Nutzung des ÖPNV und
> ein zusammenwachsendes Europa scheinen eben doch
> eher Themen für schöne Sonntagsreden als für den
> harten politischen Alltag zu sein.

Das sehe ich ja alles genauso! Nur bekommt man von "denen" solche Antworten. Um was zu bewirken, sollte man darauf lieber schon gefasst sein. Ich freue mich auf positive Änderungen der jetzigen Situation.
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