DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/01 - Auslandsforum "classic" 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Ein separates Forum gibt es für die Alpenländer Österreich und Schweiz - das Alpenlandforum
Für bessere Übersicht: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden! Bei der Suche nach Ländern nur vordere Klammer verwenden, z.B. "[NO" als Suchbegriff.

[GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: der cannstatter

Datum: 19.01.11 20:01

Wie bekannt, stellt die OSE in Kürze den gesamten Peloponnes-Verkehr ein, da er - so will man uns weismachen - unrentabel sei .
Nun schaut selbst, was aus unserem (volkseigenen und arschteuer bezahlten) Eigentum geworden ist :


http://farm6.static.flickr.com/5167/5366941554_a1b7324e47_b.jpg


http://farm6.static.flickr.com/5167/5366330935_4891ed21e2_b.jpg

http://farm6.static.flickr.com/5043/5366332539_aca8053b21_b.jpg


http://farm6.static.flickr.com/5281/5366979742_7b58b37132_b.jpg


http://farm6.static.flickr.com/5086/5366947118_a6a4ca803f_b.jpg


http://farm6.static.flickr.com/5169/5366949288_19ca3de0bf_b.jpg


http://farm6.static.flickr.com/5249/5366337549_4f603bde85_b.jpg

http://i198.photobucket.com/albums/aa304/sbde/MKgeniki.jpg

http://i198.photobucket.com/albums/aa304/sbde/Man4foreia.jpg

http://i198.photobucket.com/albums/aa304/sbde/Man4foreia2.jpg

http://i198.photobucket.com/albums/aa304/sbde/RBgatd.jpg

http://img715.imageshack.us/img715/1779/1000525d.jpg

Uploaded with ImageShack.us[/quote]

Alle Bilder wurden im Bw Kalamata von den Mitgliedern "VagelisPy" und "dedietrich" des griechischen Eisenbahnforums [www.amnizia.com] aufenommen, die mir das Hochladen in unser Forum zwecks Eurer Kenntnisnahme erlaubt haben.

Nur zur Erinnerung: Die Stadler-GTW 2/6 sind erst 7 Jahre alt, und von 12 Stück gammeln 7 total ungeschützt vor sich hin. Die MAN1 und MAN4-Triebwagen (je 10 Stück) sind bis auf eine oder max. zwei Einheiten auch nicht mehr fahrbereit, und werden es auch in absehbarer Zeit nicht werden, da die OSE die Arbeiter des Bw zwangsversetzt hat!

Das alles hat unser griechischer Staat zu verschulden, der meint, daß man lieber Millionen Euro im Freien den Plünderern zum Fraß gibt, als das man damit einen gescheiten, rationellen und rentablen Fahrbetrieb auf - von der EU finanzierten - neuen und schon stillgelegten Schienen fährt!

Bitte versteht diese Nachricht im Namen der Amnizia - Mitglieder als Hiferuf an die heile Bahnwelt und gebt sie an alle weiter, die das Ganze irgendwie nach oben in die EU-Etagen leiten können !!

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: EC Avala

Datum: 19.01.11 20:33

Hallo,

also das finde ich wirklich ungeheuerlich. Schon neulich, als in einem anderen Beitrag Bilder eines total zugesprayten, scheinbar zum Ersatzteilspender degradierten E-Desiros zu sehen war, ist mir anders geworden - aber das übertrifft ja nun wirklich alles. In Deutschland wird doch von allen Stellen immer so darüber gewacht, dass mit EU-Geldern geförderte Anlagen auch entsprechend genutzt werden bis diese abgeschrieben sind, da sonst Fördergelder zurückgezahlt werden müssten. Entsprechendes müsste ja wohl auch in Griechenland gelten? Ich weiß zwar nun nicht, in welchem Ausmaß die EU an der Finanzierung beteiligt war, aber scheinbar wird ja nach der Devise gearbeitet - "Mussten wir nicht bezahlen, also ist es uns egal"...

Gruß

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: Wrzlbrnft.

Datum: 19.01.11 20:46

@der cannstatter: Kannst du eventuell die Originalquelle im Forum (Thread) nennen? Würde sowohl deinen, wie auch den "Quellbeitrag" gerne noch andernorts verlinken. Unfassbar und schmerzhaft, was da unten abgeht. :-(
[www.amnizia.com]

Mach es bitte! Durch die Bloßstellung unserer Bananenrepublik möchten wir als griechische Eisenbahnfreunde und als griechische Bürger darauf aufmerksam machen, daß nicht unser Volk an der Misere unseres Staates verantwortlich ist - zum Trotz aller Bild-Zeitung-Hetze gegen uns.

Wie mit UNSEREM EIGENTUM umgegangen wird (der Buslobby zuliebe) ist zweifelsohne kriminell, bloß haben griechische Parlamentarier genauso wie ihre italienischen Kollegen Strafimmunität und können für ihre Taten weder strafverfolgt, noch in irgendeiner anderen wirksamen Weise veranwortlich gemacht werden !!!

Der Kessel brodelt gewaltig hier unten. Macht Euch mal langsam auf tunesiche Verhältnisse gefasst! Lange wird es nicht mehr dauern bis die von allen Seiten bestohlene Masse an Bürgern das ganze Gesindel zum Teufel treiben wird...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:01:19:20:57:49.

Liebe Griechen...

geschrieben von: Dominik86

Datum: 19.01.11 21:31

Hallo,

also ich bin von der OSE schon einiges gewohnt, 2 Mal war ich schon in Griechenland und nach der ersten Runde habe ich nicht gedacht, dass die OSE nicht noch schlechter werden könnte...weit gefehlt und ich muss sagen, ich kann jeden verstehen, der hier stocksauer ist. Durfte noch wegen Umspurarbeiten mitten in der Pampa aussteigen und dann ca. 100km weiter nach Patras mit dem Taxi fahren, weil nur 2 OSE-Züge überhaupt Anschluss an einen SEV hatten...

Liebe Griechen,

lasst Euch das von Eurer Regierung nicht länger bieten. Zeigt ganz Europa, was Demokratie wirklich bedeutet und geht friedlich auf die Strasse. (Falls das nicht funktioniert..na ihr wisst schon...) Btw: Wenn ihr Euch ein paar Verantwortliche von der OSE schnappt (auch Parlamentarier) dann zeigt denen mal, dass ihr ihre Imunität nicht anerkennt, vielleicht wird das ein gutes Exempel für so den einen oder anderen Politiker hier oben.

Viel Erfolg
Nike! Nike!

Dominik



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:01:19:21:32:01.
Die Bahn hat in GR seit etwa 30 Jahren keinen Stellenwert (mehr). Also sieht die OSE halt so aus, wie sie aussieht. Leider. Allerdings fürchte ich, daß die Bahnwelt in ganz Europa in spätestens 20 Jahren so oder ähnlich aussehen wird. In der EU hat kein Schwanz Interesse an der Bahn.

Bitte versteht diese Nachricht im Namen der Amnizia - Mitglieder als Hiferuf an die heile Bahnwelt und gebt sie an alle weiter, die das Ganze irgendwie nach oben in die EU-Etagen leiten können !!


"Heil" ist die Bahnwelt in fast keinem europäischen Staat mehr. Und der EU geht das etwa 1000 km links am @#$%& vorbei.

Gruß aus Wien

P.S.: Wie meint der Freundeskreis denn, daß man die Peloponnes-Bahn rentabel betreiben könnte? Ich sehe da wenig Hoffnung.

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: Dominik86

Datum: 19.01.11 22:07

Heile Bahnwelt? Ich finde eigentlich die Bahn in Tschechien noch ziemlich brauchbar. Dichtes Netz, Züge etwas langsam und manchmal sehr...ähm...rustikal...aber dafür spottbillig und keinen Sparpreis-Dschungel, sondern einfach klipp und klare Spontanermäßigungen.

Die Eisenbahn im Süden Griechenlands attraktiver machen? Ich würde mal sagen, verlässliche Fahrpläne (also die Züge, die da drin stehen, fahren dann auch wirklich), die Leute nicht in Kiato einfach stehen lassen und das geilste überhaupt: Spontane Änderung des Abfahrtbahnhofes. Steh mal am Hbf in Athen und erfahre, dass Dein Zug Heute von 3 Haltestellen weiter vorne abfährt, fahren Sie doch bitte mit dem Bus...*argh*

Besonders bei Thessaloniki-Athen würde ich mal als Verbesserung sehen, wenn die Züge

a) länger wären
b) nicht reservierungspflichtig wären

Bahnfahren soll ja spontan möglich sein, aber wie geht das, wenn ich um 11 Uhr in Thessaloniki stehe und der nächste "betretbare" Zug nach Athen fährt erst um 18 Uhr?

Kann verstehen, dass da keiner mit der OSE fährt. Bei uns hier das beste Beispiel: Die Nebenbahn nach Markt Erlbach, früher tlw. 2 Stundentakt, auch unter der Woche, vom WE ganz zu schweigen...nun fast durchgehend die ganze Woche über Stundentakt, plötzlich fahren viel mehr Leute mit...

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 19.01.11 22:17

ogottogottogott.....

Mir fällt da nur ein: "Perlen vor die Säue werfen..."
Ist das sehr unhöflich den griechischen Verantwortlichen gegenüber?
Man darf den Leuten(Ländern) einfach nicht das Geld in den A.... stecken.... oder?
Ich bin echt frustriert.
All das, was ich an Baustellen im Juli gesehen habe, wird dadurch unglaubwürdig. Ich muß befürchten, daß das alles nicht fertig werden wird - erst recht in dieser Situation jetzt...

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: bdz04

Datum: 19.01.11 23:33

Hallo,
Sehe hier einen Ganz-Mavag-Zustand in zumindest auf den ersten Blick gar nicht so schlechtem Zustand. Ich dachte, es existiert nur mehr einer in Pirgos (6468?). Ist das ein anderer? Weisst, Du, welche noch existieren und ob noch einer betriebsfähig ist?
Gerhard

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: X-2919

Datum: 19.01.11 23:51

Hallo,

... und auf dem zweiten Bild: einen Esslinger der Reihe 6001-6007 von 1958;
... auf dem siebten Bild: einen De Dietrich aus Frankreich der Reihe 6401-6413 von 1950-52, vermutlich der 6402.

Schockierend, aber vorgewarnt waren wir ja. Die Einstellung des gesamten Peloponnes-Netzes stand schon ein bis zwei Jahre nach der Lieferung der Stadler-GTW im Raum. So ein Vorgehen sucht sicher weltweit seines gleichen...

MfG Peter
Liebe Freunde in Griechenland, Deutschland und anderswo,

Als bekennender Nutzer der griechischen Bahn und jemand, der sehr gerne in Griechenland ist und diese Zustände in ähnlicher Form im letzten Sommer ebenfalls in Kalamata gesehen hat, warne ich davor, hier über die OSE zu urteilen. Die OSE ist sicher eine völlig unfähige, schwerfällige, an der Realität vorbeigeplante Behörde, aber sie ist nicht der Grund des Übels, sondern nur eines von sehr vielen Symptomen, die aufgrund der verfehlten Politik Griechenlands in den letzten 25 Jahren entstanden sind.

Wie im Ausgangsbeitrag geschrieben, befürchtet der Autor tunesische Verhältnisse. Dem schließe ich mich an und ich habe durchaus bisweilen Angst um Freunde in und um Athen. Aber - wie passend bei Griechenland - hilft ein Blick in die Geschichte. Auch in die der Bahn...

Das Problem ist vor allem dadurch verursacht, daß die griechischen Politiker in den letzten Jahren sich gerne mit großen nach außen gewandten Erfolgen geschmückt haben, innere Veränderungen aber aus Furcht um die Wählergunst leider ausgeblieben sind. EU-Förderungen haben Griechenland seit dem EU-Beitritt 1981 eine sprunghafte Entwicklung machen lassen, ohne daß das Land sich wirklich anpaßte. Es ist ein riesiger Reformstau entstanden und die Schulden wurden immer weiter aufgetürmt. So auch bei der OSE...

Bis in die 80er Jahre (unter Außerachtlassung von Währungsabwertungen), mußte das Land und die Bahn sich nach seinen Einnahmen weitgehend richten. Also konnte die OSE nicht wild planen und einkaufen. Das führte dazu, das viele Gebrauchtfahrzeuge im Einsatz waren, die günstig beschafft werden konnten. Nach Beitritt zur EU wurde dieser Weg ungestüm verlassen. Statt den Wagenpark und die Anlagen punktuell und gezielt zu verbessern, sind praktisch alle Hauptstrecken neu trassiert worden oder werden es gerade. Obwohl kaum ein paar Meter Fahrdraht hingen, wurden 30 E-Loks gekauft, die bis heute kaum die Garantiekilometer abgefahren haben, dennoch aber zum großen Teil schrottreif wirken. Obwohl Komfort und Streckengeschwindigkeiten es nicht erforderten, wurde neu Waggons beschafft. In Athen ist über alle Verhältnismäßigkeiten geplant worden und wird gerade gebaut... (oder auch nicht!)

Das visionäre ist den Griechen ja historisch nicht fremd, nur sind hier vermutlich bei jeder Auftragsvergabe sowohl griechische als auch europäische Mittel versickert. Dafür kann die mißbrauchte OSE nichts und auch nicht der griechische Bürger! Wievielen politischen Versprechungen sind wir gefolgt??? Jedenfalls bin ich langsam der Meinung, das ein Neuanfang für Griechenland dringend notwendig ist, um nicht in ein Chaos zu geraten. Neue Regierung, neue Verwaltung, Prüfung von Ansprüchen usw.
Dies muß passieren, um den jungen Griechen eine Perspektive zu geben...

Ansonsten hier noch ein Bild aus Kalonero...


Also zurück zu Bahn!
IMGP0561a.jpg

Hier wäre sicher ein reger Touristenverkehr in der Hauptsaison ohne weiteres möglich. Allein es fehlt der Wille der regionalen Politik und deshalb ist zerfällt die Bahn...

Kalinichta aus Berlin
Dirk

http://www.dirks-bahnreisen.de

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: pebe

Datum: 20.01.11 03:09

der cannstatter schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nun schaut selbst, was aus unserem (volkseigenen
> und arschteuer bezahlten) Eigentum geworden ist :
[...]
> Das alles hat unser griechischer Staat zu
> verschulden, der meint, daß man lieber Millionen
> Euro im Freien den Plünderern zum Fraß gibt, als
> das man damit einen gescheiten, rationellen und
> rentablen Fahrbetrieb auf - von der EU
> finanzierten - neuen und schon stillgelegten
> Schienen fährt!

mal abseits aller berechtigter Kritik an der OSE und dem griechischen Staatsapparat:
Deinen Aussagen lassen vermuten dass ein Großteil der Schäden durch Vandalismus entstanden sind.
Ist es nicht reichlich paradox nur die OSE für schuldig zu erklären wenn das Volk sein Volkseigentum zerstört (bzw. zumindest einen Anteil daran hat)?

Was schlägst Du als Alternative vor ?..

geschrieben von: pm

Datum: 20.01.11 07:20

Noch ein paar Millionen deutscher Steuergelder in den Betrieb dieser Schmalspurbahnen mit extrem niedriger verkehrlicher Bedeutung stecken ? (Gut die Fahrzeuge könnte man gesicherter abstellen und versuchen zu verkaufen).

Re: Was schlägst Du als Alternative vor ?..

geschrieben von: falk

Datum: 20.01.11 07:43

Extrem niedrige verkehrliche Bedeutung? Dann kennst Du die Gegend wirklich nicht. Die Buslobby war einfach, sagen wir mal, durchsetzungsfähiger. Verkehrsbedeutung haben die Meterspurstrecken auf jeden Fall. Mit einem dichten und zuverlässigen Betrieb hat man es nie versucht. Sollte man mit einem Bus tatsächlich einen Geschwindigkeitsvorteil haben können (was aber nur an den Oberbauverhältnissen liegt), so verliert man den beim Erreichen von Städten vollkommen.

Falk

Re: Was schlägst Du als Alternative vor ?..

geschrieben von: Daniel Hentschel

Datum: 20.01.11 07:57

Hallo!

Ein paar tage vorher waren bereits ähnliche Bilder in folgendem Beitrag zu sehen:
[www.drehscheibe-foren.de]

Meine Meinung: Es fällt immer leicht die Schuld auf "den Staat" und "die Bahn" zu schieben. Nur wer ist das eigentlich? ja, es sind die Bürger, also irgendwo jeder einzelne. Der der die Fahrzeuge zusprüht und der der das duldet. Wenn das also die wahre Menthalität der Griechen ist und zweifelsohne lassen sich die bilder kaum noch gutreden, dann ballt sich meine Faust wenn ich an die EU-Unterstützung denke.
Bei uns wird um jeden Cent in Nahverkehrsausschreibungen gerungen. Dort geht man so mit seinen neuen Fahrzeugen um und heult, dass das Land "pleite" ist.

Grüße

Daniel

http://h-transport.pxtr.de/datein/banner.gif

Re: Was schlägst Du als Alternative vor ?..

geschrieben von: pm

Datum: 20.01.11 08:31

wo der Bus problemlos die Ex Bahnfahrer wegbekommt (und mit höchstens ein Drittel der Subventionen) muß ja die Verkehrsbedeutung der Bahn enorm sein. Nocheinmal die Frage- willst Du jeden Monat ein paar hundert Euro dafür bezahlen ? Du mußt noch ein paar Hunderttausend mehr finden um den Betrieb zu finanzieren.

Re: Was schlägst Du als Alternative vor ?..

geschrieben von: Jan vdBk

Datum: 20.01.11 08:59

Es fällt immer leicht die Schuld auf "den Staat" und "die Bahn" zu schieben. Nur wer ist das eigentlich? ja, es sind die Bürger, also irgendwo jeder einzelne. Der der die Fahrzeuge zusprüht und der der das duldet.

Nun ja, sicherlich ist das Grundübel der Bürger, der zur Spraydose greift. Aber das ist in GR kein größeres gesellschaftliches Problem als in Deutschland. Der Unterschied ist nur: In Deutschland wird (einigermaßen erfolgreich) etwas dagegen getan. In Griechenland, wo ja nun wirklich nicht viele Abstellanlagen einzuzäunen und zu bewachen wären, scheint es der Bahn schnuppe zu sein.

Im übrigen verweise ich auf eine Diskussion, die neulich schon mal bezüglich EU-Subventionen geführt wurde:
[www.drehscheibe-foren.de]

Eine etwas andere Sichtweise gab dieser Beitrag vom Athener, der die Schuld in erster Linie bei der EU suchte, was für mich mal eine neue Sichtweise war:
[www.drehscheibe-foren.de]
Ob das stimmig ist, kann ich nicht beurteilen.

Viele Grüße,
Jan

Es gibt Links, die sehr viel Geld kosten, wenn man ihnen folgt. Und...
Es gibt Links, die sehr viel Zeit kosten, wenn man ihnen folgt...
Meine Fotos in der DSO-Galerie
Meine Fotos auf flickr
"Die Blockstelle" mit dem Archiv voller neuer und alter Bahn(foto)reiseberichte.

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: tbk

Datum: 20.01.11 10:15

Der GTW im vierten bild sieht aus, als hätte er einen schweren unfall gehabt - was ist da passiert?

tobias

Re: VOLLE Zustimmung!

geschrieben von: Ingo Oerther

Datum: 20.01.11 12:21

Dass die OSE ihre Fahrzeuge nicht sonderlich "pfleglich" behandelt, ist nach eigenem langjährigen Erleben leider nichts neues.
Und dass die griechische "Buskutscher-Mafia" (KTEL) massiven politischen Einfluss hat, ist leider auch nichts neues, das läuft durch alle Regierungen seit Jahrzehnten!
Wenn ich daran denke, mit welchen "Mitteln" man damals versuchte, den neuen IC-Verkehr zu "sabotieren", grenzt an einen Skandal!

Wieviele Jahrzehnte wird am zweigleisigen Ausbau und elektrifizierung der Magistrale Thessaloniki-Athen geredet/geplant/gebaut?
Da wurden Milliarden Euro "versenkt"!

Dass die griechische Volksseele "kocht" wundert mich nicht im geringsten!
Mich wundert nur, dass es so lange gedauert hat!

Liebe Griechen!
Seid Euch einig und haltet zusammen, lasst Euch nichts mehr gefallen!
Zeigt die Misstände deutlich auf und fordert massiv, dass sich was ändert!

Viel Erfolg!

Ein Jammertal............

geschrieben von: oseYannis

Datum: 20.01.11 13:25

Was da abgeht ist eine Sauerei sondergleichen !
Da saniert man Strecken und sperrt diese dann zu, man kauft Fahrzeuge die nicht für den Betrieb ( in dieser Form ) geeignet sind und verschrottet Fahrzeuge bzw. lässt diese vergammeln . Fotografen verjagt man aber Sprayer sind anscheinend willkommen . Der Bahnbetrieb wäre auch in Griechenland ordentlich zu betreiben, vorausgesetzt man wollte .
Ein unendliches Thema ! Ich wünsche mir daß die Verantwortlichen der gerechten Strafe zugeführt werden und daß es mit Griechenland wieder aufwärts geht ! Strecken zu schliessen und Fahrzeuge abzustellen sind nicht der richtige Weg ! Vandalismus an Anlagen, Gebäuden usw. fügen nur noch mehr Schaden zu und die Fahrzeuge werden auch nicht besser . Vorschläge für ein schöneres ( Eisenbahn ) Griechenland gäbe es genug . Ein derzeit sehr betrübter Yannis

Gruss Euer Yannis
Ich liebe Griechenland und seine Eisenbahn (zumindest wie sie früher einmal war).






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:01:20:13:31:11.

Re: [GR] Verunfallter GTW ...

geschrieben von: der cannstatter

Datum: 20.01.11 16:24

Anfang Dezember auf der Abendfahrt von Korinthos nach Tripolis fuhr der TW - angeblich - schneller als erlaubt in eine enge Kurve in Nähe Achladokampos und schoß die Gleisböschung hinab. Ein toter Fahrgast war zu beklagen.
Und das allertollste an der Sache war, das die OSE schon am nächsten Morgen den Gesamtverkehr auf der Strecke Tripolis/Nafplio komplett einstellte, zwecks "Ursachenforschung". Natürlich ist man weder der Ursache nachgegangen, noch hat man in irgendeiner Weise den Verkehr wiederaufgenommen.

Teuflische Zufälle oder vielleicht doch Sabotage ???



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:01:20:16:25:02.

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 20.01.11 17:30

Hallo!

Die italienischen Politiker, insbes. Silvio Berlusconi, haben teilweise keine Immunität mehr (siehe Urteil in Italien von vergangener Woche).

An die Griechen: Macht es so wie die Ostdeutschen im Jahre 1989: Jagt sie in die Hölle mit dem Satz "WIR SIND DAS VOLK!". Das hat damals bei uns funktioniert...

Ebenso sollte man schleunigst - auch Deutschland - aus der Bananenrepublik "EU" austreten!

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: X-2919

Datum: 20.01.11 23:00

Hallo,

Travellingman schrieb:
-------------------------------------------------------
> Bis in die 80er Jahre (unter Außerachtlassung von
> Währungsabwertungen), mußte das Land und die Bahn
> sich nach seinen Einnahmen weitgehend richten.
> Also konnte die OSE nicht wild planen und
> einkaufen. Das führte dazu, das viele
> Gebrauchtfahrzeuge im Einsatz waren, die günstig
> beschafft werden konnten. Nach Beitritt zur EU
> wurde dieser Weg ungestüm verlassen.

Auf der Peloponnes wurden alle Triebwagen fabrikneu gekauft.
Sie erreichten alle nur eine Einsatzdauer weit unter dem europäischen Durchschnitt.
Wie schon gesagt wurde, funktionierte die Instandhaltung bei den OSE schlecht und die Fahrzeuge wurden abgewirtschaftet.
Daneben ein unglaublicher Personalüberhang in den Werkstätten, und andererseits auf mehreren Zweigstrecken aus 'Personalmangel' zusammengeschrumpfte Fahrpläne. Ich sehe nicht, wie man die Misswirtschaft bei den OSE entschuldigen kann, zumal der Betrieb doch in früheren Jahren, als das Land noch ärmer war, deutlich besser funktionierte.

MfG Peter

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: Kalamata

Datum: 21.01.11 14:55

tbk schrieb:
-------------------------------------------------------
> Der GTW im vierten bild sieht aus, als hätte er
> einen schweren unfall gehabt - was ist da
> passiert?
>
> tobias

Das wird wohl jener GTW sein, der Anfangs Dezember auf der Bergstrecke wegen angeblich überhöhter Geschwindigkeit den Gleiskörper verlassen hat, traurigerweise war damals ein Toter zu beklagen. Dieser "willkommene" Anlass wurde sofort zur "vorübergehenden" Einstellung des Gesamtverkehrs benutzt!

Wieviel ist eigentlich an dem Gerücht wahr, dass angeblich die Franzosen Interesse am gesamten Schmalspurnetz der OSE haben? Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gelesen habe....
Falls dem so ist, sollte raschest der übriggebliebene Fuhrpark gesichert und bewacht hinterstellt werden, bevor es zu spät ist!

Gruß Kalamata

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: Radinski

Datum: 22.01.11 22:01

tokkyuu schrieb:
-------------------------------------------------------

> Mir fällt da nur ein: "Perlen vor die Säue
> werfen..."

„Eulen nach Athen tragen“ wäre brillianter gewesen.

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 22.01.11 22:20

Radinski schrieb:
-------------------------------------------------------
> tokkyuu schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
>
> > Mir fällt da nur ein: "Perlen vor die Säue
> > werfen..."
>
> „Eulen nach Athen tragen“ wäre brillianter
> gewesen.

Nein, das triffts nicht!
Jörg Schwabel schrieb:
-------------------------------------------------------
> Wie meint der Freundeskreis denn, daß man
> die Peloponnes-Bahn rentabel betreiben könnte? Ich
> sehe da wenig Hoffnung.

Man könnte z.B. folgendes versuchen:
- Betriebspersonal nur noch an den Knotenbahnhöfen (Patras, Pirgos, Kalamata)
- Ausrüstung der ansonsten noch betriebsnotwendigen Kreuzungsbahnhöfe mit Rückfallweichen
- Funkbasierter Betrieb
- Taktfahrplan mit Umlaufoptimierung
- Ausschreibung der Betriebsleistung inkl. Fahrzeugunterhaltung

Also grob gesagt, so häufig zu fahren wie möglich mit so viel Personal wie nötig auf durchrationalisierter Infrastruktur. Also so ziemlich genau das Gegenteil vom bisherigen...

Re: Liebe Griechen...

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 23.01.11 11:29

Dominik86 schrieb:
-------------------------------------------------------
> lasst Euch das von Eurer Regierung nicht länger
> bieten. Zeigt ganz Europa, was Demokratie wirklich
> bedeutet und geht friedlich auf die Strasse.

Schwierig, wenn ein möglicher Ausweg aus de Misere der Abbau einer riesengroßen Zahl von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst sein könnte. Wer geht dafür schon gerne auf die Straße?
Hauptmann Mumm schrieb:

> Man könnte z.B. folgendes versuchen:
> - Betriebspersonal nur noch an den Knotenbahnhöfen
> (Patras, Pirgos, Kalamata)
> - Ausrüstung der ansonsten noch
> betriebsnotwendigen Kreuzungsbahnhöfe mit
> Rückfallweichen
> - Funkbasierter Betrieb
> - Taktfahrplan mit Umlaufoptimierung
> - Ausschreibung der Betriebsleistung inkl.
> Fahrzeugunterhaltung
>
> Also grob gesagt, so häufig zu fahren wie möglich
> mit so viel Personal wie nötig auf
> durchrationalisierter Infrastruktur. Also so
> ziemlich genau das Gegenteil vom bisherigen...


Na, soweit entfernt von Deinen Vorschlägen war der reale Betriebsablauf ja auch nicht. Personal gab es zuletzt wirklich nur in Patra, Pyrgos, Kalonero, Kalamata und Asprochoma, und auf der anderen Seite in Argos und Tripolis.

Das echte Problem waren :
- der Dreimannbetrieb (Tf, 2.Tf, Zugvorsteher zum Weichenstellen, Kreuzen, Telegramme/Funkverkehr etc. Zwei Tf waren aber bei so einer Strecke mit zahllosen BÜ auch nötig, auch wegen fehlender Sicherungstechnik (Indusi).
- die umständliche und indirekte Trassierung - vor allem auf der Oststrecke.
- die grottenschlechte Infrastruktur und das ausgelutschte Spielzeuggleis von 1890.
- die häufigen Ortsdurchfahrten und generell die niedrige Geschwindigkeit.
- die spottbilligen Fahrpreise.
- die ewig langen Fahrzeiten - schön und gut für Touristen, aber unbrauchbar für den Ottonormalfahrgast.
- seit 2005 der Wegfall der Direktverbindung nach Athen, was sehr viele treue Fahrgäste verjagte.

Seien wir mal ehrlich: Einen Fernverkehr wie vor 30 Jahren kann auf den vorhandenen Trassen, ob erneuert oder nicht, kaum fahren. Zu neu sind die Autobahnen und zu langsam der Zug. Wer fährt schon Korinthos - Tripolis in 2 Stunden mit dem Zug, wenn es per Autobahn gerade mal 75 frisch ausgebaute Kilometer - sprich keine 45 Min. sind?

Die Zukunft (falls die Trassen noch geretten werden können) liegt im Regionalverkehr - Strecken wie Vorort-Patra oder Messinien sind sehr gefragt und beliebt, und in solche Verkehre müßte investiert werden.

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: Baron

Datum: 24.01.11 14:09

- seit 2005 der Wegfall der Direktverbindung nach Athen, was sehr viele treue Fahrgäste verjagte

Das erinnert mich ein bißchen an Istanbul - Ankara: Erster Anlauf in den 70 Jahren eine neue Direktverbindung direkt durchs Hochgebirge, die Baustelle ruht seit nun bald 3 Jahrzehnten mangels Geld. Zweiter Anlauf in den 2000ern: die längere aber topographisch einfachere Trasse über Eskisehir sollte durch eine Parallelstrecke ersetzt werden. Angeblich sollte in 3-4 Jahren die Strecke durch eine parallel verlaufende Hochgeschwindigkeitstrasse ersetzt werden. Schön und gut, immerhin wurde nach 5 Jahrne Bauzeit Ankara - Eskisehir eingeweiht, wo der Hochgeschwindigkeitszug tatsächlich auch super ausgelastet ist. Der Weiterbau verzögert sich aber unaufhörlich (Klagen, Umplanungen, etc.), mittlerweile wird es eher 2015 als 2013 werden, und auch dann ist noch ungewiss, ob die Gleise durch Istanbul umgebaut sein werden oder der Zug am Stadtrand enden muss. Da die TCDD aber ihre Hochgeschwindigkeitszüge nicht über die Altgleise weiterführen will, enden alle Züge in Eskisehir, ab wo man einen stets verspäteten Anschlusszug nehmen muss, teilweise von anderen Bahnsteigen. Gleichzeitig ist der große Autobahntunnel auf der Strecke Istanbul - Ankara fertiggeworden, der die Fahrzeiten für Busse deutlich reduziert, so dass mittelfristig der Abschreckungseffekt des Umsteigens bei der TCDD und die vertrödelte Zeit auf dem Bahnsteig in Eskisehir schwerer wiegt als der Vorteil der neuen Hochgeschwindigkeitszüge.
Ungewollte Provisorien auf dem Weg zur ganz dollen Bahn der Zukunft sind kontraproduktiv.
Genau dies ist das große Problem der griechischen Bahn insgesamt. Man hat zwar schöne Pläne, die aber völlig realitätsfern geplant wurden und nun kaum umsetzbar sind. Z.b. der Kallidromio-Tunnel zwischen Tithorea und Lianokladi auf der Hauptstrecke. Ein sehr ehrgeiziges Projekt (10 km - Basistunnel), bloß ist man dummerweise auf andere Gesteine gestoßen als auf die, die man erwartet hat. Fazit: Geld weg aber kein fertiger Tunnel.

Der Peloponnes war seit jeher ein Kapitel für sich. Alle Verkehrsströme gingen von/ab Athen und nicht weiter nördlich. Hätte man sich ein bisschen mit der Einwohnerstruktur von Athen befasst (jeder 2. Einwohner stammt vom Peloponnes) würde man nie und nimmer die Direktverbindung kappen.

Und da eine Generalumspurung des Peloponnes-Netzes nie in Frage kam (horrende Kosten), wäre es allemal besser gewesen, man würde die NBS Athen - Korinth entweder komplett meterspurig halten, oder allenfalls dreischeinig bauen. Was man momentan umsetzt, ist die schlechteste aller Lösungen. In naher Zukunft wird man zwar Patra von Thessaloniki aus normalspurig (aber wieder mit Umsteigen in Athen) erreichen können, doch der Rest des Netzes - falls bis dann nicht alles verkauft worden ist - wird ewig ein Nischenbetrieb bleiben.

Güterverkehr nach/von Patra Ri. Norden war sowieso nie vorhanden, und wird es auch in Zukunft nicht sein. Ganz im Gegenteil zum Meterspurbetrieb, wo noch bis vor 25 Jahren die gesamte Oliven - und Zitrusfruchternte aus Messinien und Argolis mit Ganzzügen direkt zum Athener Großmarkt kam...

Kurzum, es wurde völlig an den örtlichen Gegebenheiten vorbeigeplant, und nach 20 Jahren hat man nun den Salat.

Ach, falls jemand am Sinn der Meterspur-NBS zweifelt, so kann er mal einen Blick nach Japan werfen, dort hat man bis auf die Shinkansen auch nichts umgespurt.

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 24.01.11 15:59

der cannstatter schrieb:
-------------------------------------------------------
>
> Ach, falls jemand am Sinn der Meterspur-NBS
> zweifelt, so kann er mal einen Blick nach Japan
> werfen, dort hat man bis auf die Shinkansen auch
> nichts umgespurt.


Man hat gar nichts umgespurt, auch nicht für den Shinkansen, denn der ist ein völliger Neubau, ohne daß dafür Kapspurstrecken aufgelassen wurden. Lediglich die JR hat sich in einigen Fällen von den Strecken zurückgezogen und die werden nun von Privaten oder Gebietskörperschaften bedient (sogenannte "3rd sector lines").
der cannstatter schrieb:
-------------------------------------------------------
> Kurzum, es wurde völlig an den örtlichen
> Gegebenheiten vorbeigeplant, und nach 20 Jahren
> hat man nun den Salat.

Dem ist nichts hinzuzufügen...

Jetzt kann man wahrscheinlich ja schon froh sein, wenn überhaupt die NBS bis Patras mittelfristig noch fertig wird. Weitere denkbare und sicherlich wünschenswerte "Upgrades", z.B. Umspurung Korinth - Nafplio und Patras - Pyrgos, dürften ja auf absehbare Zeit völlig unrealistisch sein.

Re: Was schlägst Du als Alternative vor ?..

geschrieben von: Friedrich Löwe

Datum: 25.01.11 16:17

pm schrieb:
-------------------------------------------------------
> wo der Bus problemlos die Ex Bahnfahrer wegbekommt
> (und mit höchstens ein Drittel der Subventionen)
> muß ja die Verkehrsbedeutung der Bahn enorm sein.

Ist das der Maßstab andem du die verkehrliche Bedeutung einer Bahnstrecke festmacht? Dass dürfte die Sympathie zur Gummilobby auch in Bezug auf Diskussionen um Strecken in den neuen Ländern erklären... Es geht auch ein Stück weit ums Prinzip: Ist denn grundsätzlich alles erlaubt, nur weil es möglich ist (darf die Busmafia sich grundsätzlich alles erlauben)? Für die Gummilobby anscheinend schon, aber wehe der Sßpieß wird mal rumgedreht...

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: BZA-Minden

Datum: 01.02.11 14:58

Traurige Bilder zu einem noch traurigeren Thema ...

Peter

Re: [GR] Skandal: So versteht die OSE das Sparen ...

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 02.02.11 12:36

Moin,

der cannstatter schrieb:

> - die umständliche und indirekte Trassierung - vor
> allem auf der Oststrecke.

Saloniki - türkische Grenze? Wurde WIMRE jenseits der Kanonenschußweite durch das Hinterland gelegt.

Gruß, ULF

Umspurungen

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 02.02.11 12:40

Moin,

tokkyuu schrieb:
-------------------------------------------------------
> der cannstatter schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> >
> > Ach, falls jemand am Sinn der Meterspur-NBS
> > zweifelt, so kann er mal einen Blick nach Japan
> > werfen, dort hat man bis auf die Shinkansen
> auch
> > nichts umgespurt.
>
>
> Man hat gar nichts umgespurt, auch nicht für den
> Shinkansen,

Anderer Auffassung der Betreiber der Tawazoko-Strecke mit Shinkansen Komachi.
[en.wikipedia.org]

Gruß, ULF

Re: Umspurungen

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 02.02.11 16:26

Ulf Kutzner schrieb:
-------------------------------------------------------
> Anderer Auffassung der Betreiber der
> Tawazoko-Strecke mit Shinkansen Komachi.
> [en.wikipedia.org]
>
> Gruß, ULF


Ach so, das meinst Du. Ja, klar! Daran hab ich natürlich nicht gedacht.

Man hat zwei Kapsspurstrecken auf Normalspur umgenagelt, damit der (Mini-)Shinkansen dort fahren kann. Und entsprechend gibt es auch umgespurte Regionaltriebwagen für diese Abschnitte.
Das sind der Akita-Shinkansen und der Yamagata-Shinkansen.
Eigene Shinkansen-Triebzüge mit Kapspurprofil wurden gebaut, damit man auf diesen Strecken fahren kann, ohne allzuviele Umbauten machen zu müssen.