DREHSCHEIBE-Online 
DREHSCHEIBE-Online

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/01 - Auslandsforum "classic" 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Ein separates Forum gibt es für die Alpenländer Österreich und Schweiz - das Alpenlandforum
Zur besseren Übersicht und für die Suche: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden!
Hallo Welt,

Weiter geht’s …

Möchtet Ihr die älteren Berichte nochmals Lesen nutzt die Suchfunktion hier bei DSO oder geht direkt über meine oder die Seite von Pascal.

Der Link direkt zur Übersichtsseite vom Urlaub bei mir wäre folgender: [www.bahnpics.com]

Pascal hat ja die letzten Teile schon rein gestellt, nun gibt es aber auch wieder mal einen von mir. Wir wechseln dabei vom Banat (hab mich vorhin bei Wikipedia gerade mal schlau gelesen was das ist / war, deshalb mase ich mir an, diesen Begriff verwenden zu dürfen ;)) an die Rollbahn der CFR, nach Brasov. Ein Tag handelt von der Abenteuerlichen Reise dahin und einen verbringen wir am Predalpass – nun viel Spass!




Tag 14: Sonntag, 12.07.2008, Timisoara - Brasov

[maps.google.ch]

Sonntag gleich Reisetag, einen ganzen solchen muss man auch einplanen wenn man hier durch das halbe Land will - nicht nur mit der Bahn sondern auch mit dem Auto. Da das Autobahnnetz in diesem Land eigentlich nicht existiert, dauert es halt immer ein wenig länger, und auch eine “Hauptreisestrasse" (also z.B die Strasse 1) ist kein Garant für schnelles Vorwärtskommen. Im Gegenteil, weil da immer ein Haufen Verkehr ist, kommt man meist langsamer voran als auf einer normalen Hauptstrasse. Heute früh aber klingelte der Wecker natürlich wieder zur gewohnten Zeit um 7 Uhr. Da ich aber nicht sonderlich gut geschlafen hatte, liess ich den Wecker sein und beschloss für mich noch im Bett zu bleiben. Da sich Pascal ebenfalls nicht rührte ging ich davon aus, dass es ihm auch passt. So wurde es 9 Uhr bis wir uns aus den Betten quälten, obwohl das Wetter wieder extrem gut war. Kaum aufgestanden ging es wieder zum "Frühstück", welches leider auch heute nicht überzeugen konnte. Wir packten dann alles zusammen, natürlich nicht ohne etwas zu vergessen (mein Duschgel steht noch im Bad da) und fuhren los. Wir wussten in etwa wo lang und so lautete das erste Ziel des Tages Lugoj ... oder besser irgendeine Tankstelle da. Mitten in der Stadt fanden wir dann eine OMV Tanke, und füllten dort unsere Spritreserven wieder auf. Kaum raus aus Lugoj ging es über die ersten Berge, oder besser gesagt Hügel. Auf einer kleinen Hauptstrasse ging es in die Haupthauptstrasse 7, bis die Strasse 1 welche von Arad nach Bucaresti führt erreicht wurde. Die Strasse warjedoch extrem schlecht im Schuss war, wobei die Chruschinov Platten ziemlich verbraucht waren (Anm. von Pascal Chruschinov ist Nil Spitzname für Nikita Chruschtschov, und als Chruschinov Platten bezeichnet er die Betonplatten auf gewissen Strassen). Das Auto lief, der Zingg schlief und ich war wieder mit 120% hinter dem Steuer. Wenn man in der Schweiz 90% Aufmerksamkeit dem Verkehr widmen muss, sind es hier 120%: Löcher in den Strasse, überholende Fahrzeuge, Gegenverkehr auf der eigenen Spur ... eine Sekunde nicht aufmerksam und schon ist etwas passiert. Eine Fahrweise mit welcher ich mich erst anfreunden musste, mittlerweile habe ich jedoch gefallen daran gefunden. Gefährlich nur, wenn ich gleich in Finnland fahren würde, so Passiv wie die Fahren, würde ich da wohl als extremer Verkehrsrüpel im Nullpunktnix im Bunker landen ;-) . Kurz hinter Deva drückte meine Blase und ich wollte mal rechts ranfahren, parallel war die Bahn und ich dachte, beim nächsten BÜ: „Fahr mal rein“. Der kam dann gleich und war, Zufall, geschlossen! Direkt am HP Geoagiu parkierten wir also unser Auto in den Schotter und stellten uns mal hin. Zugleich kam auch ein ex. SNCF Triebwagen der CFR als Regio im Licht in Richtung Deva gefahren. Ein netter Zufall, welchen man natürlich an einem Wechseltag immer gebrauchen kann.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.13%20Transfer/DSC_7572k%20copy.jpg

CFR Elektrotriebwagen (ex SNCF) bei Geoagui (in der nähe von Deva)

Weiter ging es dann auf der Strasse 1 in Richtung Sibiu. Doch irgendwo etwa 20km vor Sibiu, ich war gerade wieder mit einer aggressiven Gruppe von Fahrzeugen daran einen Schleicher zu überholen, stockte der Motor wieder. 110, 4 Gang, Pedal voll unten und es geschah nichts, im Gegenteil, die Geschwindigkeit wurde langsamer und die Tourenzahl nahm ab. @#$%&, nicht schon wieder, das Problem ist ja bekannt! Ich probierte etwas, schaltete runter, hoch, gab Gas, nahm Gas weg ... es kam kaum etwas. Als es dann durch die Lüftung wieder zu stinken begann, war ich davon überzeugt, dass wieder Endstation war. Ich stupfte dann Zingg und gab ihm zu verstehen, dass es gleich aus sei mit der Karre. Sein Kommentar: „Nur huere Lämpe mit dem @#$%& Charre!“ Dachte ich auch. Ziel war jetzt noch so weit in Richtung Sibiu zu kommen wie möglich ... und auf einmal, lief die Karre wieder wie immer, nicht ganz rund, aber sie lief. Wir fuhren dann bis Sibiu rein und setzten uns erstmal in einem MCD an der Strasse und assen etwas. Überlegten dabei: Wie weiter? In Sibiu bleiben und morgen zu Chevi gehen, um es mal checken zu lassen, oder weiter versuchen nach Brasov zu kommen und erst etwas unternehmen falls es nicht mehr geht? Wir entschieden uns für zweiteres und dachten, das passt schon, er läuft ja wieder. Ich nahm noch kurz die Hörprobe bevor wir den Parklatz wieder verliessen. Es lief erstaunlich gut, kein einziges Mal spuckte der Schlitten wieder. Als dann kurz vor Avrig an einer Nebenstrasse ein BÜ geschlossen war, traute ich mich das erste mal wieder das Auto ab zu schalten. Kaum am BÜ vorne, kam der Zug auch schon, mit einer 65er bespannt kam ein Schnellzug von Bukarest nach Timi an uns vorbei, das Licht passte eigentlich, aber nicht für das Telebild, welches einiges besser wurde als das normale.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.13%20Transfer/DSC_7580k%20copy.jpg

65 1179 mit einem Zug von Brasov nach Sibiu bei Avrig

Ohne Halt ging es dann weiter bis hier nach Brasov, amüsiert nur von den Beerenverkäufern, welche überall am Strassenrand standen und ihr Ware feilboten. In Brasov angekommen suchten wir schon bei der Einfahrt nach einem Hotel oder einer Pension, erfolglos. So bog ich dann bei einem Kreisverkehr erstmal in Richtung Gara ab. Auf der Suche nach einem Kursbuch wurden wir wieder enttäuscht, die Frau an der Info hatte zwar eins und meinte: „Dieses hier?“ Sagte dann aber das sie keine solche zu verkaufen hätte ... *grummel*. In der Innenstadt suchten wir dann ein Hotel, was wie erwartet nicht gelang. Das erste sah extrem herunter gekommen aus, hatte nur ein Zimmer für zwei Nächte und war eigentlich etwas zu teuer, das zweite war mit über 600 Lei (ca. 300 Franken!) pro Nacht viel zu Teuer. So kramten wir mal unsere Notizen nach vorne und schauten uns die Tipps für Hotels an, welche wir von Rumänien erhalten haben. Etwas direkt in Brasov war aber nicht dabei, da wir aber nicht nur die E-Piste machen wollen, wollten wir möglichst zentral bleiben, und da war Brasov ideal. So fuhren wir mal weiter auf der Strasse 1 in Richtung Bucuresti, um am Stadtrand etwas Günstiges zu suchen. Es gelang, das letzte Haus vor dem grossen Wald ist eine nette Pension (Castel heisst die), welche Zimmer für 80 Leu pro Nacht vermietet, was ja schon fast Geschenkt ist. Natürlich muss man dabei auf einigen Komfort verzichten, die Dusche hat Ihren Namen kaum verdient, kein Internet, kein funktionierender TV, keine Klimaanlage etc. Aber für den Preis kann man nichts sagen und das wichtigste: Es ist Sauber und bisher ist uns im Zimmer nichts Lebendes entgegen gekrochen :). Das dumme an der Lage des Hotels, die Haupstrasse 1 geht direkt vor dem Zimmer durch, das gute daran, 5m weiter hinten ist die Bahn, der Balkon geht in diese Richtung raus und so sitzen wir jetzt hier und schauen ein wenig den Zügen nach, bei einem kleinen Snack welcher wir hier unten gekriegt haben - extrem gemütlich! Nach unserer Ankunft wollten wir aber nochmals in die Stadt, etwas zu trinken kaufen und noch etwas für Pascal erledigen. Als wir das erste Mal durch die Stadt fuhren, sah er nämlich, dass ein alter Bieler O-Bus verkehrt, original Lack sogar noch mit dem Bieler Stadtwappen. Als halber Bieler war er extrem angetan von den Kisten und drängte dazu, doch noch ein Bild von einem solchen zu machen. Wir stellten uns dann an die Wendeschlaufe der Buslinie und nach einiger Warterei kam dann auch einer in der gewünschten Lackierung. Mir Wurst, aber der Zingg hatte jetzt 3 schlaue Bilder gemacht heute ;). Noch ein letztes Mal fuhren wir zum Bahnhof, parkten aber nicht ganz am selben Platz. Was einen einarmigen Clochard auf den Plan rief, der uns sofort nach der Ankunft bedrängte, und Geld von uns wollte. Wir machten einen auf *ignore* und er zog ab, um den Nächsten zu belästigen. Am Bahnhof fotografierten wir noch die Abfahrts- und Ankunftstabelle, und besorgten uns einen Faltfahrplan von der Privatbahn, welche mit den alten Carawelle Triebwagen zwei Nebenlinien bedient. Auf dem Weg zum Wagen kam auch der Einarmige wieder und wollte wieder Geld, wieder gab ich ihm zu verstehen, dass ich ihm nichts geben werde, so zog er ab und belästigte sofort wieder den Nächsten. Wir waren drin, die Türen waren zu und verriegelt, der Rückwärtsgang drin, da rannte von hinten ein Junge ran, klopfte an die Scheibe und machten die hohle Hand. Ich schüttelte den Kopf und fuhr los, an seiner Geste sah ich, dass er nicht sonderlich erfreut über meine Reaktion war. Meine einzige Angst ist jeweils nur, dass die einem noch in die Karre treten wenn man ihnen nichts gibt. Darum haben wir danach im Zimmer hier unser Kleingeld gesammelt, damit wir den Herrschaften das nächste Mal etwas geben können. Hier in der Pension kam dann aber noch das kleine Hüngerchen, welches wir auf dem Balkon nicht mit Müller Milchreis sondern mit einem Salat und Pommes stillten. Währenddessen war ein Auge aber immer bei der Bahn und beobachtete die diversen Nachtzüge. Morgen gehts mal an die Hauptstrecke, wir lassen uns überraschen, rechnen aber beide damit, dass es nichts grossartiges werden wird, dafür gibt es zuviel grünes Zeugs in diesem Land.

Text: Von meiner einer




Tag 15: Montag, 13.07.2008, Brasov - Brasov

[maps.google.ch]

Wie bereits letztes Mal erwähnt, hatten wir ja gewisse Vorurteile zum Predealpass, diese wurden leider in vollem Umfang bestätigt. Doch der Reihe nach: Wie immer klingelte der Wecker ein erstes Mal um 7 Uhr, doch wie so oft in den letzten Tagen, schafften wir es nicht um diese Zeit aufzustehen. So wurde es heute 8:30 Uhr bis wir endlich aus den Federn waren. Wir fuhren dann nach Predeal hoch und fanden gleich hinter dem Pass eine Brücke über die Bahn, wobei die Brücke als erste Stelle herhalten musste. Bevor wir jedoch die Kameras auspackten, machten wir noch schnell den Mini Market neben der Brücke unsicher. Auf der Brücke warteten wir dann fast ein Stunde, ehe ein P-Zug nach Brasov kam.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7587k%20copy.jpg

41 0030 mit einem Regio nach Brasov kurz vor dem Predalpass

Da die Stelle nicht wirklich der Hammer und die Sonne schon fast um war, fuhren wir dann weiter. Wie bereits befürchtet ist jedoch fast die ganze Strecke zugewachsen, daher fanden wir nicht wirklich viel. Einzig vor dem Dorf Azuga fanden wir eine einigermassen Stelle. Wir stellten unser Auto ab und wollten eigentlich zur Stelle laufen, da fuhr uns ein P-Zug mit neuen Dostos in den Rücken. Also haben wir versucht diesen zu verfolgen, die Sonne war jedoch überall falsch und noch schlimmer es war alles zugewuchert, so entschieden wir nach einigen Kilometern wieder umzukehren. Beim Rauffahren kreuzten wir dann einige Privatbahngüter, es schien also mächtig was los zu sein. Als wir dann wieder bei der Stelle standen, war jedoch tote Hose. Wir mussten rund eine halbe Stunde warten, ehe der erste Güterzug kam, er war geschoben und hatte eine Mittellok.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7590k%20copy.jpg

Eine 40er mit einem langen Güterzug oberhalb von Azuga ...

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7591k%20copy.jpg

.. nebst einer Zuglok ist auch eine Mittel und eine Schublok dabei.

Allmählich war das Licht nun um und wir fanden rund 100m weiter eine Stelle für die Gegenrichtung. Also haben wir uns dort aufgestellt und dabei gerätselt, ob nun das Kraut zwischen oder hinter den Geleisen wächst. Wie wir so am Warten waren, bemerkten wir einen P-Zug von hinten. Er hatte eine BR 47 im neuen Coca-Cola-Lack dran.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7596k%20copy.jpg

Neulack 47er mit einem Schnellzug aus Bukarest oberhalb von Azuga

Also flux an die alte Stelle gewechselt und das Ding gemacht. Gleich hinter dem Regio kam der nächste Güter. Wir dachten erst es sei ein Privatbahnzug, da er eine gelbe Lock dran hatte, diese stellte sich aber als sehr dreckige altlack 40er raus. Auch dieser Zug hatte Mittellok und Schub.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7601k%20copy.jpg

40er als Schublok an einem Güterzug nächst Azuga, zu sehen noch die Mittellok.

Wieder nur 10 Minuten später kam dann ein Güter in die andere Richtung welche wir noch probieren wollten, und es stellte sich heraus, dass das Kraut was wir da sahen zwischen den Geleisen wuchs. So konnte das natürlich nichts werden mit dem Foto. So sind wir dann zurück zum Auto gelaufen. Nil wollte dann noch eine rostige Brücke unterwegs probieren, wobei ich meine Zweifel hatte, dass es dort was wird mit Bildern. Aber den Regio, der nach kurzem kam, konnte man ja mal probieren.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7612k%20copy.jpg

40 0639 mit einem Regionalzug aus Brasov bei Azuga am Predalpass

Die Stelle bewährte sich dann sogar, was uns veranlasste zu bleiben. Nun war aber wieder eine Stunde Pause, ehe von hinten ein GFR Güter kam. Er hatte vorne die Standardlok der BR 40 im GFR Lack, in der Mitte eine ex ND2 der chinesischen Staatsbahn (heute ebenfalls BR 60), sowie eine BR 47 der Softtrans als Schub, wobei sich nur der Schub umsetzen liess. Nach dem wir nochmals eine halbe Stunde gewartet hatten, kam ein Güterzug mit einer ebenfalls sehr heruntergewirtschafteten BR 40 runter. Da dieser aufs Kreuzungsgleis ging, erwarteten wir eine Überholung. Diese kam dann 10 Minuten später in Form eines Regios mit Refit-Dostos. Komisch an dem Zug war, dass auf der BR 40 SNCFR stand (Anmerkung heute wissen wir, dass die Bahn vor der Divisionierung so hiess).

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7613k%20copy.jpg

60 1505 der GFR bei Azuga - eine aus China re-Importierte Lok!

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7615k%20copy.jpg

47 0783 von Softtrans schiebt einen Güterzug bei Azuga nach Predal hoch

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7621k%20copy.jpg

40 0285 im besten Lack mit einem Güterzug nach Süden bei Azuga

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7625k%20copy.jpg

41 0240 der SNCFR mit modernisierten Dostowagen bei Azuga nach Bukarest

Auf diesen Bildern sehr gut zu erkennen, der extreme Bewuchs auch im und zwischen den Gleisen, was ein Fotografieren leider praktisch überall verunmöglicht .. zumindest wenn man den Anspruch an ein Krautfreies Fahrwerk stellt, wie wir das tun.

Damit hatten wir es dann aber eigentlich gesehen, denn es kamen eh nur BR 40 (oder die modernisierten Varianten 41 und 47) und das Licht war mittlerweile sehr spitz. Wir gingen dann noch schnell in die nächste Tanke, um uns mit Flüssigem einzudecken, dabei sahen wir noch einen Fernverkehrszug nach unten durchrauschen. Von der Stelle bei Azuga sind wir schliesslich mit dem Auto hoch nach Predeal gefahren und haben uns im Bahnhof umgesehen, da standen 2 Güter drin, wobei beide hinter "Chrut und Rüebli" standen, so dass man sie nicht umsetzen konnte. Also sind wir zum Bahnhofgebäude gelaufen um zu fragen, ob sie ein Kursbuch haben. Als wir hinliefen, fuhr noch ein Regio ein, allerdings mit Altlack 40er, nix spezielles halt. Als wir am Regio vorbei waren, zischte es dann aber hinter uns, und als wir uns umschauten ging die Softtrans 40er, die davor den GFR Güter hoch gedrückt hatte, an den Zug. Regio mit Privatbahnvorspann vor einer Staatsbahnlok, auch nicht schlecht, dachten wir uns und stellten uns an die Bahnhofsausfahrt. Die Stelle war nicht der Oberbrüller, aber der Zug halt speziell. Nach diesem Zug erfragten wir dann unser Kursbuch, aber die hatten keines. Also haben wir noch ein Weilchen am Bahnhof gewartet und einen runterfahrenden Güter geschossen, ehe um 16 Uhr das Licht abkackte.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7631k%20copy.jpg

47 0783 spannt einen Regionalzug der Staatsbahn vor, hier in Predal

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.14%20Predal/DSC_7633k%20copy.jpg

40 499 bleibt als Bremslok an einem Güterzug nach Brasov, bei Predal

Wir brachen dann unsere Zelte ab und fuhren ins Hotel, wo wir zuerst einmal 2 Stunden Schlaf nachholten, anschliessend fuhren wir zum Essen in die Stadt. Nach dem Essen wollten wir uns eigentlich noch einen Film geben, doch Nil hatte kein DivX Codec auf seinem Lap, so dass nichts daraus wurde. So hängen wir nun im Zimmer ab und schauen, was vor unserem Fenster so durchrauscht. Gerade kommt wieder was, ah wie immer ne BR 40 von der Staatsbahn, ein bisschen wie in Deutschland hier, mit der Ausnahme, das hier nur alte BR 40 anstatt neue BR 185 fahren. Für Morgen haben wir uns nun die Privatbahn mit den Franzosentriebwagen vorgenommen. Dazu muss dann aber noch das Wetter stimmen, und das ist bekanntlich heute um 16 Uhr abgesifft...

Text: Pascal Zingg




Das wars, Pascal wird uns in den nächsten Tagen dann das erste mal von schlechtem Wetter und müden Stunden berichten welche wir in Transilvanien leider auch erlebt haben *plitschplatsch*.

Hoffe der Teil hat euch gefallen, über Kommentare und Anregungen freuen wir uns jederzeit – dann noch ein freundlicher Gruss aus der Schweiz

Nil

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Wie immer super, mit dem Auto hattets diesesmal aber mehr als Pech ;-)

Wieder einmal super! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 19.09.08 12:38

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
https://raildata.info/raildatabanner1.jpg
Moin Nil,

das sind ja ganz schön lange Regio-Züge da.
Das mit den Bahnkräutern ist ja schade...

Wie immer interessant zu lesen.

Viele Grüße,
Jan

https://www.blockstelle.de/anderes/Banner37.jpg
Moin,

Nil schrieb:
-------------------------------------------------------
> In Brasov angekommen suchten wir
> schon bei der Einfahrt nach einem Hotel oder einer
> Pension, erfolglos. So bog ich dann bei einem
> Kreisverkehr erstmal in Richtung Gara ab. Auf der
> Suche nach einem Kursbuch wurden wir wieder
> enttäuscht, die Frau an der Info hatte zwar eins
> und meinte: „Dieses hier?“ Sagte dann aber das sie
> keine solche zu verkaufen hätte ... *grummel*. In
> der Innenstadt suchten wir dann ein Hotel, was wie
> erwartet nicht gelang. Das erste sah extrem
> herunter gekommen aus, hatte nur ein Zimmer für
> zwei Nächte und war eigentlich etwas zu teuer, das
> zweite war mit über 600 Lei (ca. 300 Franken!) pro
> Nacht viel zu Teuer. So kramten wir mal unsere
> Notizen nach vorne und schauten uns die Tipps für
> Hotels an, welche wir von Rumänien erhalten haben.
> Etwas direkt in Brasov war aber nicht dabei, da
> wir aber nicht nur die E-Piste machen wollen,
> wollten wir möglichst zentral bleiben, und da war
> Brasov ideal.

Auf einem Stadthügel gibt es ein Studentenwohnheim, das sommers als Pnsion fungiert.

Gruß, ULF
Danke für die schönen Landschaftsbilder aus Rumänien. Dafür hatte ich leider nie die Zeit! Bei Predeal habt Ihr wohl eine der schönsten Stellen im Land kennengelernt.