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Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Helmut Uttenthaler

Datum: 17.10.06 21:36

Laut [www.kcckp.net] dürfte der Grenzübergang Chasan-Tumangan auch für Touristen passierbar sein.

LG

Helmut

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Gyuri_FT

Datum: 17.10.06 23:44

... und die [www.otkrytie.ru] werden wohl helfen, eine Visa zu bekommen.

Ich kenne Leute, die Verwandten oder Freunde in Russland haben, für die es sei einfaher. Wer kann es sein?

Helmut Uttenthaler schrieb:
-------------------------------------------------------
> Laut [www.kcckp.net]
> dürfte der Grenzübergang Chasan-Tumangan auch für
> Touristen passierbar sein.
>
> LG
>
> Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:10:17:23:44:50.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: 52 2006

Datum: 17.10.06 23:48

Da würde ich momentan nicht einreisen wollen. Und wenn es dort tausende aktive Dampfloks dort gäbe.

Ich habe mal im TV einen Report über Eisenbahnfans gesehen, die in Nordkorea unterwegs waren. Ziemlich trostlos. Da bleib ich lieber bei Indonesien.

kondensierte Grüße, Stefan

http://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/52KON-1.gifhttp://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/52KON-2.gifhttp://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/SAR25sm.gif
Kondenslok.de + Kondenslok/Keretapi-Forum + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: joergimausi

Datum: 18.10.06 07:20

Endlich eine nord-koreanische Homepage, danke! Und endlich ist auch - Gyuri sei Dank - bekannt, wie der Tarifpunkt zu Nordkorea im russischen Fernen Osten heißt!

Aber ich kann auf Eisenbahn/Dampfloks etc. gar nicht so gierig sein, daß ich dort hinreisen möchte.

Schließlich reise ich ja auch nicht in die Sahel-Zone, um den Menschen beim Hungern zuzusehen (s. "Genießen der koreanischen Speisen")!!!!![google][/google]

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: uwe labinsky

Datum: 18.10.06 08:22

Also bisher war mir nur der Weg über Peking bekannt. Es ist sogar so, daß Reisen in den Osten des Landes so strikt behandelt werden, daß ich an die Möglichkeit einer legalen Einreise von westlichen Touristen über Russland nicht glaube.

Der Satz
"Wenn Sie in Pyongyang ankommen, können Sie nach Belieben mit Eisenbahn oder Bus oder per Luft ihren Zielort erreichen."
zeigt auch von einer (bewussten!) Verschleierung der örtlichen Gegebenheiten.
Niemand darf in Nordkorea etwas nach Belieben tun. Und im östlichen Landesteil schon gar nicht (s.o., Aus diesem Grunde ist m.W. auch niemand bekannt, der bisher den zweiten Straßenbahnbetrieb des Landes (Chongjin) besuchen durfte).

Abgesehen davon könnte ich mir vorstellen, daß Pyöngyang derzeit noch restriktiver mit Touristenvisas ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:10:18:09:49:35.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: FTB

Datum: 18.10.06 09:11

Wenn ich dran denke, was vor 30 Jahren alles über die DDR erzählt wurde, weiß ich, wie ich die aktuellen Meldungen aus Nordkorea zu bewerten habe.
FTB
der mal gerne die etwa 20 nordkoreanischen Obusbetriebe besuchen würde

Geschichtswerkstatt Halle-Neustadt - DAS HALLE-NEUSTADT-MUSEUM
nächste Öffnung am 26.Dezember 2017 (2.Weihnachtsfeiertag) von 14 - 17 Uhr
------------------------------------------------------------------------------------------------
Vorurteile über Multiple Sklerose [www.amsel.de]

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Gyuri_FT

Datum: 18.10.06 10:01

uwe labinsky schrieb:
-------------------------------------------------------
> Also bisher war mir nur der Weg über Peking
> bekannt. Es ist sogar so, daß Reisen in den Osten
> des Landes so strikt behandelt werden, daß ich an
> die Möglichkeit einer legalen Einreise von
> westlichen Touristen über Russland nicht glaube.
>

Es sind Leute die es getan haben. Dieses Sommer der Moskau-Ussurijsk-Tumangang-Pyongyang öfters ausgebucht wurde. Aus dem politischen sichtpunkt von N.K. Russland ist auch "Westen".

> Der Satz
> "Wenn Sie in Pyongyang ankommen, können Sie nach
> Belieben mit Eisenbahn oder Bus oder per Luft
> ihren Zielort erreichen."
> zeigt auch von einer (bewussten!) Verschleierung
> der örtlichen Gegebenheiten.
> Niemand nach in Nordkorea etwas nach Belieben tun.

Wenn ich eine MPT Fahrkarte Pyongyang - Tumangan(GR) kaufen will und die Plätze vorhanden sind und in meine Visa nichts gegen Ausreise durch Tumangan steht, wird es auch wohl (gegen EUR, selbstverständlich) verkauft. Übrigens: meines Wissens nach, MPT Tariff aus N.K. aus manchmal nicht unwesentlich günstiger sei als irgendwo anders: Hasan -> Tumangan z.B. ist in Euro ca. 5 mal so teuer als Tumangan -> Hasan,

>
> Abgesehen davon könnte ich mir vorstellen, daß Pyöngyang derzeit noch restriktiver mit Touristenvisas ist.

Es hängt davon ab, wie weit ist Andromeda von Jupiter am 23.1.07 entfernt. :-)
Die Logik die man im einen sozialistischen Land verwendet ist nicht so einfach zu verstehen. Man muß alle Information haben - und wir haben die selbstverständlich nicht.
Es hängt wesentlich mehr davon ab, was für einen Gespräch mit Freundin im Bett Genosse A.B.C. gestern gehabt hat und ob Genosse D.E.F. sich wohl fühlt oder nicht, als was für Kernversuche die Armee gemacht hat. Kommunistische Partei der Bolschewiken hat die Struktur einer merkwürdiger Organisation, die an Chicago der 1920-er erinnert - seit Anfang an - gehabt: was soll eigentlich "Demokratischer Zentralismus" sein? Mehr über Politik will ich hier nicht reden, bloß man muß es nicht vergessen: wenn wir mit "Godfather" etwas zu tun haben, da sind andere Regel zu beachten. Z.B. "ich wasche Deine Hände, Du meine". In Osteuropa ist es noch immer so, bloß heutzutage braucht man weniger Seife. In Russland etwas mehr. In China noch mehr, nach N. Korea man muß viel-viel Seife mitnehmen um etwas zu erreichen :-)

Also wer nach NK reisen will: bitte schön nachzudenken, wo der nützlicher "Godfather" sitzt und warum soll er uns brauchen, wo können wir seine Hände waschen. Kleine Idee: es gibt einen Konsulat in Wien. Die haben genug Verwandte und Klamotten die hier und her reisen. So ein Haufen von Klamotten per Flugzeug zu befördern tut niemand. Also schön in Gepäckwagen rein und auf der Reise. Bloß.. die Reise ist seit Anfang 90-er sauteuer geworden, besonders ab Moskau. Es gibt eine schöne Sache, die in Russland "Biljet Ekonomnaja Cena Slovakija" oder "Biljet Ekonomnaja Cena Jugoslavija" heisst, ab Tumangan bzw. ab Zabaikal'sk gültig ist und man kann damit bis Bratislava für 100 Euro + Schlafwagen reisen. In Bratislava oder Subotica gibt's sowas auch, dort heißt es... na ja, wissen, wir wie :-)

Oder: ich habe einige Nordkoreaner gesehen, kein hat eine Einladung zur freundlichen Gespräch über Mädchen, billige Resiemöglichkeiten und (sehr wichtig!) Schnaps abgelehnt. In 80-en der Personal der Botschaft in budapest war nicht unfreundlich; die haben auch regelmäßig Kontant mit eigene Leute in Wien gehabt. Heute gibt es in Budapest kein Konsulat, nur in Wien. Es gibt die Möglichkeit mit etwas Geduld und paar Konstruktiven Ideen eine sehr interssante Reise durch ZC zu organisieren.

Dasselbe gilt auch für einige Konsulaten, die in NK akkreditiert sind. Es gibt polnischen, russischen usw usw. Dort brauch man auch etwas Seife. Die NK Visa wird ohne weiteres ausgestellt, wenn man durch Konsulat eingeladen wird. Haben wir mit Russland 1981 ohne weiteres gemacht :-)

In Sozialismis ist nichts erlaubt, aber auch nichts verboten. Was nicht verboten ist, ist auch möglich. Man braucht viel Seife. Unter "Seife" meine ich keine Bestechung sondern "B-Vitamin". Weil es um eine Mangelwirtschaft geht, es ist dort wesentlich einfacher "B-Vitamin" zu kriegen als im Westen.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:10:18:10:27:38.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Helmut Uttenthaler

Datum: 18.10.06 20:57

Gyuri_FT schrieb:
>
> Es sind Leute die es getan haben. Dieses Sommer
> der Moskau-Ussurijsk-Tumangang-Pyongyang öfters
> ausgebucht wurde.

Wirklich?

Ich habe im September mal nachgeschaut, da waren für die nächste Abfahrt noch 26 Plätze frei, für die übernächste und die darauf folgende Abfahrt war noch überhaupt nichts gebucht (28 freie Plätze).

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: uwe labinsky

Datum: 18.10.06 21:28

> Es sind Leute die es getan haben. Dieses Sommer der Moskau-Ussurijsk-Tumangang-Pyongyang öfters ausgebucht wurde. Aus dem
> politischen sichtpunkt von N.K. Russland ist auch "Westen".

Ich frage mal bewußt so nach:
Kennst Du jemanden, der über den russischen Weg nach Pyöngyang eingereist ist?

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Helmut Uttenthaler

Datum: 18.10.06 21:45

uwe labinsky schrieb:
-------------------------------------------------------
> > Es sind Leute die es getan haben. Dieses Sommer
> der Moskau-Ussurijsk-Tumangang-Pyongyang öfters
> ausgebucht wurde. Aus dem
> > politischen sichtpunkt von N.K. Russland ist
> auch "Westen".
>
> Ich frage mal bewußt so nach:
> Kennst Du jemanden, der über den russischen Weg
> nach Pyöngyang eingereist ist?

Um 1993 ist ein gewisser Roderick Smith von Pjöngjang über Chasan nach Moskau gereist. Sen Bericht: [groups.google.com]

LG

Helmut

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: uwe labinsky

Datum: 18.10.06 22:44

Helmut Uttenthaler schrieb:
-------------------------------------------------------
> Um 1993 ist ein gewisser Roderick Smith von
> Pjöngjang über Chasan nach Moskau gereist.

Der Bericht ist ja kurz und knapp. Aber richtig lange hat er sich auch nicht dort aufgehalten.
Ich bin jedoch zu jung um den Zustand des Landes (sowohl humanitär als auch politisch) mit heute vergleichen zu können.

Ich frage mich halt nur, warum in sämtlicher Nordkorea-Literatur die ich kenne immer nur eine Einreise über Peking (per Bahn oder Flug) genannt wird.
Ferner ist auch farrail meines Wissens immer über Peking ein-/ausgereist. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß Bernd Seiler den Weg über Russland ausgelassen hätte, wenn er denn möglich gewesen wäre.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:10:18:22:46:23.

Re: Neugier = Hunger-Regime unterstützen?!?

geschrieben von: Ingo Oerther

Datum: 18.10.06 23:36

Die DDR hat ihre Bürger aber im Gegensatz zum Regime in Pjönjang nicht verhungern lassen!
Und offen mit Krieg hat sie auch nicht gedroht!!!

Jeder, der nach Nordkorea reist, solange der atomgeile Despot dort sein Volk hungern lässt, macht sich mitschuldig!

Es gibt genug andere Reiseziele für Eisenbahnfreunde auf der Erde!

Es sei denn, man will dem kurzen "Führer" eine Flasche edlen französischen Rotweins überreichen... .

Selbst wenn es dort in jedem Ort eine gasbetriebene Straßenbahn wie in Lutenblag gäbe, würde ich nicht nach Nordkorea reisen, denn etwas Respekt vor den Menschenrechten hält mich zurück und lässt mich meine Neugier bekämpfen.

Re: Neugier = Hunger-Regime unterstützen?!?

geschrieben von: asr_m62

Datum: 19.10.06 07:09

Hallo,

>Und offen mit Krieg hat sie auch nicht gedroht!!!

Wer wen droht - das sei mal noch dahingestellt! Natürlich ist in westlicher Propaganda immer derjenige der das verlogenen System der westlichen "Pseudodemokratie" anprangert der Terrorist!
Wenn Du Dich für die historischen Zusammenhänge in Ostasien und die Rolle der USA darin interessieren solltest, und nicht nur der plumpen BILD-Propaganda folgen möchtest, empfehle ich Dir ein Buch: "Chalmers Johnson - Ein Imperium verfällt" zu lesen. Dann wirst Du über vieles anders denken!
Weiter möchte ich mich hier im Forum nicht auslassen - da es ja wohl den Rahmen sprengt. Für off-Forum Diskussionen bin ich jederzeit gerne bereit.

Viele Grüße
Alex

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: joergimausi

Datum: 19.10.06 11:47

Ich vermute, daß das damit zu tun hat, daß bis vor einigen Jahren die direkten Kurswagen Moskau-Pyöngyang über China fuhren (Zabaikalsk-Harbin-Datong) und nicht den Umweg über Ussurijsk nahmen. Zumindest berichtet dieses mein SZD-Kursbuch 1991/92 und auch spätere Quellen (Cook's Timetable) berichten ähnliches.

Abgesehen davon: Wer setzt sich schon in die Bahn, wenn er nach Pyöngyang muß? Der Flieger über Peking ist doch viel schneller...

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: QJ6301

Datum: 19.10.06 11:53

Hallo,

ich wurde durch den Tip eines Freundes auf die Diskussion hier gerade aufmerksam. Nun ich zähle zu einem der Reiseteilnehmer, die im Dezember 2003 mit Bernd Seiler (Farrailtours [farrail.net]) nach Nordkorea eingereist sind. Inklusive eines versteckten Journalisten, der sein Material später an versch. Fernsehsender verkaufte, die daraus eine stark verfälschten Bericht "strickten". Allein diese Erfahrung öffnete mir die Augen, wie viel uns Medien teilweise vorgaukeln können und man selbst zum Spielball wird. So wurde ein von uns gecharterter Dampfzug kurzerhand vom Sprecher zum regulären Dampfzug erklärt, der wegen Strommangel mit Dampf bespannt werden musste. Von den uns anschliessend folgenden zwei, mit Eloks der Klasse "roter Fahne" bespannten 12 Wagen langen Schnellzügen viel kein Wort.
Nun derzeit schlagen die Wellen hoch um die Lage in der DPRK. Und atomares Aufrüsten verurteile auch ich egal um welches Land der Erde es sich handelt. Aber man sollte auch das ganze genau betrachten.

Es gibt Missstände in der DPRK ohne Frage. Aber gab und gibt es diese anderen Ländern die sich mittlerweile in die Rige der Atommächte reihen nicht? Was man manchmal selbst von ansich seriösen Medienquellen über Länder erfährt, die sich verschlossen geben, eine andere Politik verfolgen, oder einfach eine uns schwer zugängliche Kultur haben, ist teilweise haaresträubend, politisch beeinflusst und schlichtweg falsch.

Ich selbst habe Nordkorea nicht als tristes, ödes Land erlebt. Zumal es im Winter in jedem Land diser Erde braun, weiss, grau aussieht (so halt auch im besagten Fernsehbericht). Die Menschen denen wir begegneten, waren durchweg freundlich, neugierig und aufgeschlossen. Klar ist es schwer Kontakt auf zu nehmen. Aber es ist mittlerweile nicht mehr unmöglich. Oft schämt man sich seiner Situation und Armut wegen und desshalb wird auch oft versucht vieles zu verstecken. Aber dies erlebte ich genauso oft in China oder anderen Ländern.

Um die Politik und Strukturen des Landes in groben Zügen zu verstehen, sollte man sich mit der koreanischen Geschichte intensiv befasst haben. Auch mir ist bis zum heutigen Tage vieles schleierhaft und unergründlich geblieben. Wir sahen aber auch viele positive Ansätze (neue Märkte, Kleidung, Kioske, Fahrräder etc.), die auf eine langsame Öffnung schliessen lassen.

Um genau zu Beurteilen sollte man ein Land wirklich mit eigenen Augen gesehen haben. Auch wenn es nur ein Blick durch einen Türspalt ist. Ein Blick von einem Satellit, einem Fernsehbericht oder aus einem Magazin, Zeitung etc. kann vieles verfälschen und ganz anderes darstellen.
Jedem der wegen der Menschenrechte nicht reist würde ich dann auch empfehlen keine Produkte (egal welcher Natur) made in China, India, Korea, Afrika.....mehr zu kaufen und konsumieren. Hier wird man dann aber sicher einige Einschänkungen von Lebensgewohnheiten hinnehmen müssen.

Ein Tip. Wer an Nordkorea interessiert ist sollte sich einfach einmal einer Reise (Farrailtour im April z.B) anschliessen und selbst ein Bild machen. Schädigen wird man damit niemandem. Im Gegenteil man gibt zu erkennen, dass man die Bevölkerung dort nicht ganz alleine lässt, interesse an ihrem Land hat und nicht nur mit dem Finger auf sie zeigt, oder sie wie eine Amöbe unter dem Mikroskop betrachtet.

Einreisen sind derzeit fast nur über die Grenzübergänge in Dandong/Sinijui und wie bereits erwähnt, von russischer Seite her möglich (per Bahn zweimal die Woche). Per Flugzeug gibt es eine Direktverbindung nach Pyongyang auch alle zwei Tage von Beijing aus.


Grüsse

Till Mosler

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: uwe labinsky

Datum: 19.10.06 12:00

> Abgesehen davon: Wer setzt sich schon in die Bahn, wenn er nach Pyöngyang muß? Der Flieger über Peking ist doch viel schneller..

Um mehr von dem Land zu sehen. (Gilt natürlich für Touristen, nicht für Geschäftsleute.)
Was glaubst Du woher die bekannten Informationen über in Betrieb befindlichen, auf E-Traktion umgebauten, ex M62 sowie verschiedener Obus-Betriebe (zum Beispiel Sinuiju) stammen. Das haben jedenfalls keine Nordkoreaner ausgeplaudert.

Re: Neugier = Hunger-Regime unterstützen?!?

geschrieben von: Gyuri_FT

Datum: 19.10.06 12:12

Wir wollen so weit wie möglich ausser Politik bleiben. Trotzdem, ich erlaube mich einen Gedanken.

- Statt Aussereinandersetung, "D" und "DDR" haben ein Weg zur Annäherung gewählt. Inzwischen hat DDR hat eine mächtige Mittelklasse entwickelt die keineswegs von der Welt isoliert war. Bei weitem nicht alles optimal lief, aber mindestens einen späktakulären Zusammnbruch mit Blutbad wurde vermeidet. Ungarn, Polen: ditto, bloß später und langsamer

- Rumänien hat sehr dünne Mittelklasse gehabt, Ceausescu war auch bei uns isoliert: also Pech mit Blut.

- Mit Isolation der Jugoslawien lief nicht alles optimal. Die Tatsache, das ein großes Teil der Mittelklasse in "D" gewohnen und sich aus der Politik abgezogen hat, hat nicht gerade geholfen.

- China hat erst nach Tienanmen richtig Mittelklasse entwickelt.

und so weiter und so weiter.

Meiner Meinung nach: mehr Reisen, mehr Kontakt, mehr Verständigung, weniger Isolation. Blokaden haben nie was geholfen (habt Ihr schon über Verdünnung de Mittelklasse in Irak wegen Blokade gehört?). Dadurch hoffentlich weniger Blut auf der Straßen wenn die Zeit kommt.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Helmut Uttenthaler

Datum: 19.10.06 12:40

joergimausi schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ich vermute, daß das damit zu tun hat, daß bis vor
> einigen Jahren die direkten Kurswagen
> Moskau-Pyöngyang über China fuhren
> (Zabaikalsk-Harbin-Datong) und nicht den Umweg
> über Ussurijsk nahmen. Zumindest berichtet dieses
> mein SZD-Kursbuch 1991/92 und auch spätere Quellen
> (Cook's Timetable) berichten ähnliches.

Nein, es hat immer beide Routen gegeben - so wie auch jetzt:

Moskva - Pjöngjang via China: 2 RZD-Kurswagen einmal wöchentlich
Moskva - Pjängjang via Chabarovsk: 1 nordkoreanischer Kurswagen, früher alle 6/8-Tage, heute alle 14 Tage

> Abgesehen davon: Wer setzt sich schon in die Bahn,
> wenn er nach Pyöngyang muß?

Wozu glaubst du gibt es in Russland Unmengen von Zügen, mit Fahrzeiten die man besser in Tagen als in Stunden angibt?

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Gyuri_FT

Datum: 19.10.06 13:03

Hallo Till,

> Ich selbst habe Nordkorea nicht als tristes, ödes
> Land erlebt. Zumal es im Winter in jedem Land
> diser Erde braun, weiss, grau aussieht (so halt
> auch im besagten Fernsehbericht). Die Menschen
> denen wir begegneten, waren durchweg freundlich,
> neugierig und aufgeschlossen. Klar ist es schwer
> Kontakt auf zu nehmen.

Es gibt wöchentlich zwei RZhD Wagen im Zug 19/20 die über Shenyang-Syniju nach Korea fahren. Die Wagen haben genug Nordkoreaner. Wir haben die 1983 und auch 1986 getroffen. Ausserhalb N.K. ganz lustige, neugierige Leute. Als "Ossis" konnten wir natürlich leichter Kontakt aufnehmen. Wird sind nach China gefahren und von Moskau bis Shenyang es war dasselbe Zug. Ausserdem, heute leben Tausende in Russland - mann kann die eigentlich "quasi-Asylanten" nennen, obwohl die hier und her pendeln.

Wenn ich (oder unsere fast-Nachbaren, die übrigens aus NK stammen) alles erzählen würde, was ich gesehen habe, ich würde sicher ein Millionär, aber die Geschichten würden nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Es sind kleinere, oft komische Sachen gewesen. Einige Koreaner waren sehr begeistert, Vodka zu trinken. Wegen anderen Koreaner die Damen bzw. Schah spiele konnte man von den russischen Schaffner nicht ausleihen. Tag und Nacht haben die Koreaner miteinander und mit anderen Reisende "blutige" Damen bzw. Schah-Schlachten gespielt.

Mit Damenspiel übrigens - um 1968 habe ich mit meine Mutter von Moskau nach Budapest gerest. Damals lief noch der HaNoi-Moskau Wagen. Wir haben in Moskau keinen 1/2, bloß 2/4 bekommen. Zwischen Moskau und Budapest sind mit uns im Wagen 34 VietCong gewesen. Es war ziemlich unmöglich: als wir mit Damenspiel begonnen haben, alle 34 wollten zu uns.

Man tut genau dasselbe zwischen Moskau und Shenyang, da hat man 34 Nordkoreaner + 10 Vodkaflaschen + 20 Nudelgerichte im Abteil.

Darüber kann man leider keinen Katastrofenfilm drehen, also ist für Medien total uninteressant.

> Oft schämt man sich seiner Situation und Armut wegen und desshalb wird auch oft versucht vieles zu verstecken.

Als Ossis haben wir 1983 und 1986 damit kein Problem gehabt oder die mit uns. :-)

> Wir sahen aber auch viele positive Ansätze (neue Märkte, Kleidung, Kioske, Fahrräder etc.), die auf eine langsame Öffnung schliessen lassen.

Man denkt an China um 1977.

> Ein Tip. Wer an Nordkorea interessiert ist sollte sich einfach einmal einer Reise (Farrailtour im April z.B) anschliessen und selbst ein Bild machen.

Würde gerne in 2-3 Jahren tun, jetzt kann ich nicht. Falls j-nd doch Hilfe braucht, sowas zu organisiern, ich kann versuchen einige Tipps (Fahrkarten, Reisebüros, villeicht HO 1:87 Modelleisenbahn, professionell bin ich wohl nicht) zu geben oder villeicht Kontakte schaffen. Ausser "goodwill" kann aber nichts versprächen, Helmut ist näher und weiss sicher mehr als ich. Wenn es zeit kommt (für mich + evt. meinen Sohn) wir würden gerne kommen.

Grüße - G.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Helmut Uttenthaler

Datum: 19.10.06 13:49

Gyuri_FT schrieb:
>
> Mit Damenspiel übrigens - um 1968 habe ich mit
> meine Mutter von Moskau nach Budapest gerest.
> Damals lief noch der HaNoi-Moskau Wagen.

Wirklich ab Hanoi oder ab der vietnamesisch-chinesischen Grenze?
Ersteres würde mich angesichts der Meterspur doch überraschen.

War das ein RZD-Wagen?


> zu geben oder villeicht Kontakte schaffen. Ausser
> "goodwill" kann aber nichts versprächen, Helmut
> ist näher und weiss sicher mehr als ich.

Naja, allzu viel zu Reisemöglichkeiten nach NK weiss ich nicht. Für Fahrkarten ab Moskau nach NK hätte ich hingegen eine Bezugsmöglichkeit.
Wenn ich mal nach NK fahre, dann selbst organisiert, Gruppenreisen sind nicht mein Ding. Aber da in absehbarer Zeit mein Studentendasein dem Ende zugeht, wird die Durchführung derart langer Reisen schwieriger. Mal eben spontan nach Sibirien geht dann nicht mehr...


LG

Helmut

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Gyuri_FT

Datum: 19.10.06 14:45

Helmut Uttenthaler schrieb:
-------------------------------------------------------
> Gyuri_FT schrieb:
> >
> > Mit Damenspiel übrigens - um 1968 habe ich mit
> > meine Mutter von Moskau nach Budapest gerest.
> > Damals lief noch der HaNoi-Moskau Wagen.
>
> Wirklich ab Hanoi oder ab der
> vietnamesisch-chinesischen Grenze?
> Ersteres würde mich angesichts der Meterspur doch
> überraschen.

Zwischen HaNoi und DongDang ist en Dualspur. Heute fahren die Züge nur auf Meterspur, damals bis HaNoi auf 1435mm.

>
> War das ein RZD-Wagen?

Nein, SZhD. :-) Damals war kein RZhD. Allerdings mit umsteigen in Moskau. Wie ich weiß, es sind 2 Wagen gewesen: 1/2 und 2/4. Ab Moskau 2/4 und 1/2 "RIC" bis Budapest. Auf manchen Tagen wurde RIC ausverkauft, dann haben wir 2/4 genommen. Die Vietnamesen haben kein Geld für 1/2 bekommen. Übrigens - wenn es per Staat oder Uni organisiert wurde, dann immer ging es entweder 2/4 oder 2/3. Die Fahrkarten sind billig gewesen, aber Speziälwünsche wie "1/2" mußte man selbst finanzieren (ich meinne, die Unterschied). VietCong wollte natürlich nicht, auch die Nordkoraner nicht. Es war eine Japanische Fernsehgruppe, die 1983 keinen 1/2 bekommen hat. Die haben alle gefragt, wie und wo. Niemand hat geholfen. Ich habe unseren Schffner gefragt, was würde er bzw. KGB dazu sagen, das ich mit Japaner tausche (ich habe UdSSR Staatsangehörigkeit gehabt und es war 1983). Er hat gesagt, das sei unser Problem, wie ich mit Japaner umgehe. So sind wir 1983 mit Koreaner zwischen Shenyang glaube ich und Irkutsk im 2/4 gereist. Es sind noch Rssen gewesen, die nach der Grenze eingestiegen sind. Es war ein Junge der eine Vogel (auf Russisch "Udod", habe keine Ahnung wie es auf Deutsch ist) gehabt hat.

http://www.floranimal.ru/pages/animal/u/1977.jpg

So, wie kann ich meine Geschihte mit "schreckichen" VietCong um 1969, einem "Udod", einegen betrunkenen und lustigen Nordkoreaner im 1983 und weiteren Nordkorenaer die mit uns um 1986 gereist haben verkaufen? Habt Ihr einige Ideen, wie ich ein Millionär werden kann?



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:10:19:14:47:19.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: QJ6301

Datum: 19.10.06 15:36

Hallo,

Die 80er waren für die DPRK sicherlich noch eine stabilere Zeit, bevor alle einstigen Bruderländer wegfielen.

Wir sind bei der letzten Tour auch über Dandong eingereist. Nach zweistündigem Grenzprozedere, was selbst die Abwicklung an der einstigen deutsch/deutschen Grenze in Schatten stellte ging es weiter gen Pyongyang.

Die Menschen im Zug (es waren überwiegend einige chinesische Geschäftsleute, wir und ein paar wenige Ausländer), waren durchweg locker und freundlich. Auch wurde auf chinesischer Seite einiges "gebunkert" und mit über die Grenze geschmuggelt, was in Sinuiji, auf koreanischer Seite unter wegsehen der Zöllner wieder ausgeladen wurde.
Die Wagen (Ammendorf! die nueren chinesischen Wagen am Zug kamen nicht mit über die Grenze) waren allerdings kaum geheizt und arg verwanzt. Trotzdem konnten wir uns mit lauwarmen Wasser ein paar der köstlichen Nudelsuppen aufbrühen. Man macht aus der Not eben eine Tugend.

Einzelreisen in DPRK sind auch möglich. Allerdings kaum erschwinglich. Mit einer Gruppe hat man so eher die Möglichkeit viele interessante Orte zu besuchen. Auch ist so viel mehr machbar. Da man ja ganz alleine eh nicht Reisen kann und darf.

Vor einigen Jahren gab es auch noch regelmässigen Grenzverkehr zwischen den Grenzbahnhöfen Tumen (China) und Ji An (China). Dieser ist allerdings durch die grossen, wirtschaftlichen Einschränkungen in Nordkorea fast ganz zum Erliegen gekommen. Ji An wird wohl nur noch ein, zwei mal die Woche angefahren, im Jahr 2005 sogar noch mit Dampf JF(Turnus jährlich wechselnd zwischen China und der DPRK). Möglich das er nun durch die auferlegten Sanktionen an den Übergängen ganz eingestellt wurde.
An den Hauptgrenzübergängen in Dandong und zu Russland im Norden dürfte weiterhin, fleissig Verkehr herrschen. Wenn sicherlich aber mit noch aufwendigeren Kontrollen.

Gruss

Till Mosler

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Helmut Uttenthaler

Datum: 19.10.06 15:38

Gyuri_FT schrieb:
>
> Zwischen HaNoi und DongDang ist en Dualspur.


Interessant, aber warum muss man heute umsteigen?


> damals bis
> HaNoi auf 1435mm.
>
> >
> > War das ein RZD-Wagen?
>
> Nein, SZhD. :-)

Äh, ja.

Weisst du, bis wann es die Kurswagenverbindung gab? Hast du noch irgendwo einen Fahrplan oder Fotos?
Und gab es vielleicht noch andere Kurswagenverbindungen über Peking hinaus?

Helmut

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Gyuri_FT

Datum: 19.10.06 16:05

Helmut Uttenthaler schrieb:
-------------------------------------------------------
> Gyuri_FT schrieb:
> >
> > Zwischen HaNoi und DongDang ist en Dualspur.
>
>
> Interessant, aber warum muss man heute umsteigen?

Einige sagen, es liegt an der Tatsache, das die Schiene die "draußen" ist sei im schelchten Zustand. Ich glaube, villeicht hat DSVN keine 1435 Locks mehr. Es war ein sowjetischer Stützpunt in der Nähe und 1435mm fährt bis Hafen. Seitden kein Stützpunkt gibt, gibt es wahrschenlich einfach keine funktionierende Locks für Normalspur mehr.

>
> > damals bis
> > HaNoi auf 1435mm.
> >
> > >
> > > War das ein RZD-Wagen?
> >
> > Nein, SZhD. :-)
>
> Äh, ja.
>
> Weisst du, bis wann es die Kurswagenverbindung
> gab?

Bis der Krieg, um 1978.

> Und gab es vielleicht noch andere Kurswagenverbindungen über Peking hinaus?

Darüber weiss ich nicht. Ein ist sicher: (E)MPT Tariff hat nix südlich HaNoi gehabt und auf selener Weise, HaNoi auch die erste Station in VietNam war. So z.B. wir haben GuangZhou - HaNoi kaufen müssen, da GuangZhou-PinXiang(GR) per MPT Regel keine MPT Fahrkarte ist. Ich wollte GuangZhou - DongDang(Bahnhof) haben, aber es gab DongDang (Bahnhof) nicht, nur PinXiang(GR) und dann HaNoi. Trotzdem wir haben so 3-4 mal billiger gehabt als GuangZhou - Guilin.

Ich hae damals das Riesengroße EMPT Buch ausgeliehen lassen und stundenlang geschaut. In VietNam gab es HaNoi und nix mehr. Korea-Seiten waren aber ziemlich voll mit allen möglichen und unmöglichen Linien. Es war natürlich nichts im Süden, also laut EMPT es gibt deutlich zwei Koreas, eine voll im Tarif, bis auf letzten Dorf wie z.B. DR - die andere gar nicht.


HK ist nie im MPT gewesen und auch heute nicht. Trotzdem ich habe schon damals (bin nicht sicher) Wagen von Peking nach HK gesehen, den konnte man aus EMPT-Länder weder kaufen noch buchen.
>
> Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:10:19:16:09:19.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: boycie101

Datum: 19.10.06 17:07

Hallo!
Ist Dandong dieser Grenzübergang über einen Fluss, den wir im Moment immer in den Nachrichten sehen? Gemeinsamer Grezübergang Pkw/Zug? Wie ist es wenn man nur für einen Tag in dieser Grenzstadt in NK bleiben möchte?
Danke und noch einen schönen Tag.
boycie
Zitat:
Natürlich ist in westlicher Propaganda immer derjenige der das verlogenen System der westlichen "Pseudodemokratie" anprangert der Terrorist!
Allein die Tatsache, dass Dir das "verlogene System der westlichen Pseudodemokratie" im direkten Gegensatz zur 'Demokratischen Volksrepublik Korea' derartige Kritik erlaubt, würde mir zu denken geben...


Zitat:
empfehle ich Dir ein Buch: "Chalmers Johnson - Ein Imperium verfällt"
Ist ganz interessant, zweifellos hat Johnson eine umfassende Sachkenntnis im asiatischen Raum, wenngleich seine Folgerungen wie auch manche Behauptungen mitunter sehr in Richtung Verschwörungstheorien abtauchen bzw. schlicht solche sind...

Warum jedoch - etwa nach dem falschen Motto "Die Feinde meiner Feinde sind meine Freunde"? - die logische Schlußfolgerung aus US-amerikanischem (Imperial-)Egoismus die Anbiederung an Diktaturen sein sollte, erschließt sich mir nicht durch Johnson oder ähnliche Literatur.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:10:19:17:16:09.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 19.10.06 20:31

boycie101 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo!
> Ist Dandong dieser Grenzübergang über einen Fluss,
> den wir im Moment immer in den Nachrichten sehen?
> Gemeinsamer Grezübergang Pkw/Zug? Wie ist es wenn
> man nur für einen Tag in dieser Grenzstadt in NK
> bleiben möchte?

Hallo,

der Grenzübergang Dandong-Shinuiju ist tatsächlich über einen Fluss, allerdings als reine Eisenbahnbrücke. Sehr eindrücklch, da man quasi von einer Welt in die andere fährt - China zeigt sich an diesem Ufer von der kitschigsten Seite, man könnte fast meinen, man fahre nach Las Vegas...
Die Brücke aus den Nachrichten habe ich nicht gesehen (in den Nachrichten).

Nur einen Tag in Shinuiju bleiben? Wenn dir die Botschaft ein Tagesvisum ausstellt und einen Guide zur Verfügung stellt, warum nicht - aber bis die Grenzformalitäten erledigt sind, ist bereits der Gegenzug da... Es gibt in Nordkorea fürwahr interessanteres (nicht nur eisenbahnmässig...) zu sehen als diese eine Grenzstadt...

Gruß Patrick

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: uwe labinsky

Datum: 19.10.06 20:34

> Ist Dandong dieser Grenzübergang über einen Fluss, den wir im Moment immer in den Nachrichten sehen? Gemeinsamer Grezübergang
> Pkw/Zug? Wie ist es wenn man nur für einen Tag in dieser Grenzstadt in NK bleiben möchte?

Nein, die meist im Fernsehen gezeigte steht am 38. Breitengrad (Grenzübergang Nordkorea - Südkorea).
Im Zuge der Annäherung anfang des Jahrtausends wurde die Schienenverbindung neu hergestellt. Gleichwohl hat diese Brücke außer dem (Presse-)eröffnungszug noch kein Schienenfahrzeug gesehen.

Wenn man sich von Norden her der Grenze in Pammunjon nähert ist eines der letzten Schilder an der Autobahn auch der Hinweis auf Seoul (einschl. Kilometerangabe, AFAIR muß das irgendwas rund um 100 km sein). Natürlich kann man die Stadt nicht erreichen. Die Grenze Nordkorea - Südkorea ist dicht.

Die Brücke in Dadong ist deutlich kleiner und unspektakulärer.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:10:19:20:36:28.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: uwe labinsky

Datum: 19.10.06 21:41

> Wenn ich mal nach NK fahre, dann selbst organisiert, Gruppenreisen sind nicht mein Ding.

Derzeit ist Nordkorea halt richtig teuer, da alle Preise und Aktivitäten staatlich von oben vorgegeben sind.
Und da man sich dort nicht frei bewegen darf/kann ist auch eine Individualreise zur Zeit auch wieder ein Minigruppenreise. (Und bei einer Gruppenstärke von drei Personen haben zwei deutsch nicht als Muttersprache.)
Eigentlich wollen die auch keine Touristen ins Land lassen, brauchen aber Devisen. Am liebsten wäre es denen wahrscheinlich wenn man nur die Reise bezahlt, aber nicht wahrnimmt.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: boycie101

Datum: 19.10.06 22:33

Ich glaube das es tatsächlich die Brücke von China nach NK ist, da sie über einen Fluss führt. Das ist am 38 Breitengrad auf keinen Fall der Fall.
Gruss boycie

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: uwe labinsky

Datum: 19.10.06 22:52

> Ich glaube das es tatsächlich die Brücke von China nach NK ist, da sie über einen Fluss führt. Das ist am 38 Breitengrad auf
> keinen Fall der Fall.

Allerdings, das mit dem Fluß habe ich überlesen.
Leider finde ich im Netz keine Bilder, weder von der einen, noch von der anderen Brücke. Und selber habe ich auch nichts.
Vielleicht schauen wir alle unterschiedliche Sender und meinen damit andere Brücken.

Die "Brücke"

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 20.10.06 19:25

boycie101 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ich glaube das es tatsächlich die Brücke von China
> nach NK ist, da sie über einen Fluss führt. Das
> ist am 38 Breitengrad auf keinen Fall der Fall.

Hallo,

es vergeht immer einige Zeit, bis bei mir der Groschen fällt; natürlich habe ich eine Art Schienen-Straßen-Verkehrsweg in den Nachrichten gesehen, den ich sogar schon selber mit einem Dampfzug befahren habe... (meine gerade wohl etwas limitierte geistige Beweglichkeit war zu stark auf "Grenze" fixiert.).

Es handelt sich hier um den Westmeer-Damm mit Schleuse bei Nampho, der das Salz- vom Süßwasser, welches auch Pyöngyang alimentiert, trennt. Es gab hier in jüngster Zeit sogar mehrere Fotozüge mit den Mikas von Cholgwang, welche mittlerweile offensichtlich als Alteisen nach China verkauft wurden.

Mangels Scanner (u.A.) keine Bilder von mir; aber auf dem von Gyuri_FT oben eingestellten Link sind Bilder zu sehen (nach unten scrollen):

[www.enlight.ru]

Wie schon gesagt, die zwei mir persönlich bekannten Grenzübergänge China-NK (Dandong und Tumen) sind beides reine Eisenbahnbrücken.

Gruss Patrick

Re: Die "Brücke"

geschrieben von: QJ6301

Datum: 21.10.06 11:13

Hallo,

die Aufnahmen die bisher in diversen Berichten gezeigt wurden zeigt eindeutig die Westmeerschleuse, wie bereits Patrick Rudin erwähnte. Die Bahnstrecke darüber Richtung Chlogwang sieht kaum noch Betrieb. Und wurde im Dez 2003 extra für unseren Sonderzug mit einer Mika bespannt reaktiviert.

Es gibt allerdings, neben der bekannten Grenzbrücke in Dandong (Schien & Strasse) auch im Süden der DPRK an der Demakrationslinie eine weitere Eisenbahnbrücke. Diese wurde im Koreakrieg zerstört. Aber im Jahre 2002 feierlich wiedereröffnet. Damals ein erster Schritt zur Anäherung von Nord und Süd, der jedoch unter dezeitigen politischen Entwicklungen sicher wieder, eingefroren wurde. Auch sah die Strecke nach der feier kaum Verkehr.

Gruss

Till

Die "Brücke" + Bildlink

geschrieben von: QJ6301

Datum: 21.10.06 13:47

Hier ein paar Bilder der besagten Brücke bei Kaesong an der Grenze zu Südkorea.

[www.pbase.com]

Genau die meinte ich (owT) (o.w.T)

geschrieben von: uwe labinsky

Datum: 21.10.06 13:50

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: falk

Datum: 21.10.06 17:39

Bis Hanoi gibt es zumindest ein Dreischienengleis. Irgendwie mussten ja auch die 52er hinkommen, die dann aber doch nicht mehr eingesetzt worden sind.
(ein Ammemndorfer auf Merspurdrehgestellen, das wäre es wirklich. Noch schärfer als in Tunesien)

Falk

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Fuente

Datum: 22.10.06 23:14

Gibt es denn zwischen Wladivostok und der nordkoreanischen Grenze irgendeine nenneswerte Ortschaft, in die es sich lohnen würde mit dem Kurswagen nach Pjöngjang zu fahren? Wie schafft man es überhaut in dem Kurswagen einen Platz reserviert zu bekommen? Was hat der nochmal für Verkehrstage, in Hafas find ich den nicht.
Gruß Fuente

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Helmut Uttenthaler

Datum: 22.10.06 23:21

Fuente schrieb:
-------------------------------------------------------
> Gibt es denn zwischen Wladivostok

Ussuriisk. Der Kurswagen wird dort abgehängt und fährt gar nicht nach Vladivostok.

> und der
> nordkoreanischen Grenze irgendeine nenneswerte
> Ortschaft, in die es sich lohnen würde mit dem
> Kurswagen nach Pjöngjang zu fahren?

Ortschaften gibt es sicher, aber...

> Wie schafft
> man es überhaut in dem Kurswagen einen Platz
> reserviert zu bekommen?

...der Kurswagen ist nur für internationale Relationen buchbar.

Für Moskva - Chasan (letzter russischer Bahnhof) wirft [train.mza.ru] den Kurswagen zwar aus und gibt auch freie Plätze an, allerdings ist keine Preisauskunft (wie bei anderen Inlandsrelationen) möglich. Sprich, Plätze sind da, aber man muss mindestens bis Tumangan buchen.


> Was hat der nochmal für
> Verkehrstage, in Hafas find ich den nicht.

Hafas darf man nie vertrauen, v.a. bzgl. Kurswagen.
Abfahrt in Moskau ist immer am 11. und 25. jeden Monats.

LG

Helmut

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Gyuri_FT

Datum: 23.10.06 08:31

Helmut Uttenthaler schrieb:
>
> > Wie schafft
> > man es überhaut in dem Kurswagen einen Platz
> > reserviert zu bekommen?
>
> ...der Kurswagen ist nur für internationale
> Relationen buchbar.

Auch direkt bei Schaffner, wahrscheinlich aber nur in EUR/CHF, villeicht in Rubel oder RMB.
Wenn die Plätze vorhanden sind, die KZD-Schaffner werden die ohne weiteres für die Binnenstrecken verkaufen, es ist auch legal.
Es gibt normalweise zwei "nachal'nik poezda", die für solchen Sachen zuständig sind. Z.B. wenn man ED hat, der russische "nachal'nik poezda" der mit Wagen bis Nauschki fährt wird Chinesen sagen, das ED in ordung sei. Dann werden die Chinesen eine Bettkarte vermutlich laut MPT Moskau-Irkutsk ausschreiben, die haben die Tabellen xyz km = uwv CHF.

> Sprich, Plätze sind da, aber man muss mindestens bis Tumangan buchen.

Falls, natürlich, die nicht verkauft werden. Könnte natürlich sein, das um "gefährlichen kontakt zu vermeiden" die koreanische Schaffner zwar haben den Tarif, aber aus politischen Gründen keine russische Binnenstrecke verkaufen. Oder doch.


> Kurswagen. Abfahrt in Moskau ist immer am 11. und 25. jeden Monats.
>
Man ist natürlich super-neugierig, wie die NK "MPT-Tabellen" preislich aussehen. Man kann natürlich ganz frech sein und wenn die Sache klappt, als Geschänk TCV bzw. Ost-West Tabellen zu geben (die kann man von MAV seite rausdrucken) und Paar Fotos, villeicht alte TCV Fahrkarten oder ED zu geben. Oder eine HO-Model (gibt's sicher Sonderangebote hier und da). Die "Bahner" haben eine ganz besondere Mentalität. Ich vermute, gegen "ÖBB-Taurus" oder 'was änliches - aber bitte nichts was mit USA zu tun hat - man kann super-Sachen erreichen, z.B. "cab-ride" in der "Rote Fahne" E-lok.

Wie ich erinnere, es gab Touristen die zw. Hasan und Tumangan in der E-lok gereist sind. Ich bin übrigens neugiereig - wo werden die Fahrgestelle gewechselt? In Hasan oder Tumangan?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:10:23:08:32:22.

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Hamburg79

Datum: 29.10.06 01:43

Helmut Uttenthaler schrieb:
-------------------------------------------------------
Gyuri_FT schrieb:
> > zu geben oder villeicht Kontakte schaffen.
> > Ausser "goodwill" kann aber nichts versprächen, Helmut
> > ist näher und weiss sicher mehr als ich.
>
> Naja, allzu viel zu Reisemöglichkeiten nach NK
> weiss ich nicht. Für Fahrkarten ab Moskau nach NK
> hätte ich hingegen eine Bezugsmöglichkeit.
> Wenn ich mal nach NK fahre, dann selbst
> organisiert, Gruppenreisen sind nicht mein Ding.
> Aber da in absehbarer Zeit mein Studentendasein
> dem Ende zugeht, wird die Durchführung derart
> langer Reisen schwieriger. Mal eben spontan nach
> Sibirien geht dann nicht mehr...

Hallo,

ich habe evtl. vor, im nächsten August/September/Oktober in den Semesterferien mit dem Zug von Moskau nach Pyongyang zu fahren. Allerdings sind da einige Fragen offen. Am wichtigsten ist natürlich die Fahrkartenthematik, da ich nicht so der Bahnexperte bin.

Nachdem was ich so gelesen habe, ist das City-Star-Ticket zumindest bis Tumangan(Gr) die günstigste Variante. Aber ich möchte ja ein bischen weiter fahren. Wahrscheinlich ist es nicht einfach möglich, dazu eine Bettkarte Moskau-Pyongyang und eine Fahrkarte (zur Not auch mit integrierter Bettkarte, die man dann einfach nicht in Anspruch nimmt, falls in Russland/Nordkorea nicht anders möglich) Tumangan(Gr) oder Chasan bis Pyongyang zu kaufen?

Was wäre denn ansonsten die empfehlenswerteste Variante, wie kommt man dabei an die Tickets und mit welchen Kosten müßte ungefähr gerechnet werden?

Wie das mit Visum für Nordkorea läuft, habe ich bereits im Nordkorea-Info Forum [www.nordkorea-info.de] gelesen und in Russland war ich gerade erst im September. Die Formalitäten (Registrierung etc.) habe ich demnach noch bestens in Erinnerung...
Bezüglich Nordkorea müßte man sich über seine genauen An- und Abreisedaten im Klaren sein und dann gemeinsam mit dem Betreiber der Internet-Seite eine Reiseroute ausarbeiten, die dann durch ihn mit den Begleitern vor Ort abgestimmt wird. Die weiteren Kosten in Nordkorea richten sich nach der Teilnehmerzahl, so dass man diese noch nicht beziffern kann. Falls sich also noch mehr Interessenten finden sollten, die den Reisepreis drücken, wäre ich nicht abgeneigt.

Neben Pyongyang interessiert mich insbesondere Panmunjon, für alles weitere bin ich offen, so lange es nicht zu sehr das Budget eines Studenten sprengt. ;-)
Ach ja, als Fußball-Fan würde mich auch noch ein Besuch des Kim Il Sung Stadions in der Hauptstadt reizen. Falls man irgendwie an den Spielplan der dortigen Liga rankommen könnte, würde dies meine genauen Reiseplanungen noch etwas vereinfachen...

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Helmut Uttenthaler

Datum: 29.10.06 02:09

Hamburg79 schrieb:
>
> Nachdem was ich so gelesen habe, ist das
> City-Star-Ticket zumindest bis Tumangan(Gr) die
> günstigste Variante. Aber ich möchte ja ein
> bischen weiter fahren. Wahrscheinlich ist es nicht
> einfach möglich, dazu eine Bettkarte
> Moskau-Pyongyang und eine Fahrkarte (zur Not auch
> mit integrierter Bettkarte, die man dann einfach
> nicht in Anspruch nimmt, falls in
> Russland/Nordkorea nicht anders möglich)
> Tumangan(Gr) oder Chasan bis Pyongyang zu kaufen?

Ob und wie es möglich ist, mit CST den nordkoreanischen Waggon zu benutzen, kann ich dir im Jänner sagen...fahre zwar nicht nach NK, möchte aber versuchen, mit diesem Wagen bis Usole-Sibirskoe mitzufahren und dafür eine Bettkarte Moskva - Tumangan zu bekommen.

CST bis Tumangan(Gr) war letztens in Bratislava übrigens nicht ausstellbar, nur Ussuriisk.


> Was wäre denn ansonsten die empfehlenswerteste
> Variante, wie kommt man dabei an die Tickets und
> mit welchen Kosten müßte ungefähr gerechnet
> werden?

Was sicher geht, ist CST bis Ussurijsk und Reservierung Moskau - Ussuriisk.
Dann Fahrkarte Ussuriisk - Pjongjang mit Reservierung Ussurijsk - Pjongjang.
Erfordert halt einen Waggonwechsel in Ussurijsk, aber vielleicht kann man den NK-Schaffner überreden, dass man schon in Moskau in seinen Wagen darf.

Ist aber die Frage, ob das viel billiger ist als CST bis Moskva und dann Fahrkarte und Reservierung Moskva - Tumangan.

Fahrkarten und Reservierungen von RU nach NK bekommst du nur in RU. Habe mit [www.tsi.ru] gute Erfahrungen gemacht und könnte bei Alexander mal die oben genannten Tarifvarianten preislich anfragen. Er kann sicher auch die Fahrkarten und Reservierungen ausstellen.

Fraglich ist noch, wie es mit der Rückfahrt aussieht. Pjöngjang - Moskau lässt sich über Express-3 sicher nicht reservieren.


Helmut

Re: Einreise Nordkorea via Chasan-Tumangan

geschrieben von: Hamburg79

Datum: 29.10.06 23:23

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Auch wenn ich mich hier im Forum jetzt wahrscheinlich unbeliebt mache, bin ich nicht so sehr Eisenbahn-Liebhaber, als dass ich nicht auch andere Verkehrsmittel nutzen würde, wenn sie preislich attraktiv sind.

Deshalb könnte ich auch auf ein CST bis Moskau verzichten, da ich von Hamburg aus nun auch per -sorry dafür- Billigflieger ab 19 EUR direkt nach Moskau komme und mir so die Reisekosten über die Slovakei und die Ukraine ersparen könnte. Es geht mir bei dieser Reise nämlich nur um die Kombination von Transsib und Nordkorea.

Die genannten Varianten, CST mit Waggon-Wechsel Ussuriisk sowie direkt mit russischer Fahrkarte von Moskau nach Pjöngjang würden mich demnach preislich interessieren.

Eine Fahrkarte ab Pjöngjang bräuchte ich nicht unbedingt (würde die vom dortigen Reiseleiter aber bestimmt vor Ort bekommen, vermute ich mal), da ich evtl. aus Interesse mal die Air Koryo und den Flughafen Pjöngjang mit in die Reise einbeziehen möchte, um von dort nach Vladivostok zu fliegen. Ab da würde ich dann entweder mit russischem Inlandsflieger(n über Irkutsk) zurück nach Moskau oder wieder mit der Transsib mit Zwischenstopp in Irkutsk reisen wollen.

Falls sich also herausstellen sollte, dass auf dem Hinweg die Variante Fahrkarte Moskau-Pjöngjang billiger als die Ussuriisk-Umsteige-Verbindung ist, würde sich dann für die geplante Rückfahrt ab Vladivostok das ED und zwei gestückelte Bettkarten Vladivostok-Irkutsk (welchen Zug sollte man da am besten nehmen, wenn man nicht unbedingt Fenster zum Öffnen braucht, um Bilder zu machen und nicht unbedingt die 1 haben will, wenn auf dem Hinweg die 2 genutzt wird? Gibt es da empfehlenswerte Links mit Übersichten der verschiedenen in Frage kommenden Züge?) / Irkutsk-Moskau (mit dem Zug Nr. 9, richtig?) anbieten, oder?

Es wäre schön, wenn Du Deine Kontakte nutzen könntest, um mal die verschiedenen Möglichkeiten bepreisen zu lassen.

Viel Erfolg wünsche ich Dir auch noch bei Deiner kommenden Reise mit dem Versuch den nordkoreanischen Wagen zu nutzen!