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[BG] Das Ende der Serie 32.00

geschrieben von: Cruiser

Datum: 31.07.26 19:44

Am 9.08.2026 ist es Schluss. Endlich diese 55-jahre alte Riga Elektrichka sind weg. Extrem veraltet und im schlechten Zustand, es war unwürdig den Fahrgästen im 21 Jahrhundert in einem EU Land sowas zuzumuten. Ersetzt werden von Siemens Desiro und von der neu gekauften Skoda.
Auf die Strecke Varna-Schumen sind sie schon weg. Gestern mit Siemens Desiro gefahren. Es war im guten Zustand.
https://i.ibb.co/5WKNH9Pc/FB-IMG-1785519354995.jpg
https://i.ibb.co/wNsqVw4V/IMG-20260730-192817651-HDR.jpg
https://i.ibb.co/LzYxrBG0/IMG-20260730-193012984-HDR-2.jpg

Re: [BG] Das Ende der Serie 32.00

geschrieben von: Kralle

Datum: 31.07.26 20:03

Was ein Glück, dass ich letztes Jahr nochmal von Sofia Sever zum Hauptbahnhof mitgefahren bin. Die erste und letzte Fahrt damit. Schade, war interessant. Aber genauso wie die Malaxas in Rumänien, was ich heute nochmal erleben durfte, für den normalen Fahrgast eine Zumutung.

Gruß
Kevin

Re: [BG] Das Ende der Serie 32.00

geschrieben von: E1_Braila

Datum: 31.07.26 21:58

Ich bin am 1. April noch von Sofia nach Kurilo gefahren. War ein… merkwürdiges… Erlebnis und ich hab mich gleich mal unabsichtlich auf den Personalsitz gesetzt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.26 22:02.

[BG] Das Ende der Serie 32.00 - ENDLICH! (m3B)

geschrieben von: E 44 051

Datum: 01.08.26 02:07

Cruiser schrieb:
Am 9.08.2026 ist es Schluss. Endlich diese 55-jahre alte Riga Elektrichka sind weg. Extrem veraltet und im schlechten Zustand, es war unwürdig den Fahrgästen im 21 Jahrhundert in einem EU Land sowas zuzumuten. Ersetzt werden von Siemens Desiro und von der neu gekauften Skoda.
Auf die Strecke Varna-Schumen sind sie schon weg.
Hallo Cruiser,

danke für die Information. Ist sie auch belegt, gibt es eine Quelle dafür? Laut der bulgarischen Wikipedia sind derzeit noch 12 Einheiten im Einsatz [bg.wikipedia.org] Allerdings fehlen zu weiteren 32 Garnituren die entsprechenden Angaben...

Vor drei Wochen hatte ich noch das, tatsächlich zweifelhafte, "Vergnügen", mit drei verschiedenen Exemplaren in Bulgarien unterwegs gewesen zu sein. Anbei drei Bilder.

Balkan2_2026 (125).jpg
Bild 1
Tz 19 (32.037/038) fährt in Komunari für die Rückfahrt nach Schumen ein (08.07.2026)

Balkan2_2026 (182).jpg
Bild 2
Mit Tz 18 (32.035/036) habe ich von Bojschtinowski kommend den Endbahnhof Berkovitsa erreicht, von hier geht es direkt wieder zurück nach Montana (10.07.2026)

Balkan2_2026 (192).jpg
Bild 3
Mit dem Tz 73 (32.145/146) ging es am nächsten Tag von Montana wieder nach Bojschtinowski (11.07.2026)

Alle drei genutzten Garnituren sind übrigens im bulgarischen Wikipedia-Beitrag als betriebsfähig gekennzeichnet, der scheint also recht aktuell zu sein. Die Triebzüge 18 und 19 hatten schon deutliche Ausfallerscheinungen, nur mit Mühe konnten sie vom Personal am Leben erhalten werden...

Der Reisebericht zu dieser Tour ist übrigens schon in Arbeit, voraussichtlich noch im August wird er hier starten.

Ach ja noch nebenbei: Auf unserer Tour durch Bulgarien im April 2023 haben wir auf der Strecke Tsareva Livada-Gabrovo und zurück die Tz 38 (32.075/076) und 64 (32.127/128) genutzt, die sind auch noch als betriebsfähig markiert. [www.drehscheibe-online.de]

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf

Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]

Re: [BG] Das Ende der Serie 32.00

geschrieben von: no-night

Datum: 01.08.26 10:03

Cruiser schrieb:
Am 9.08.2026 ist es Schluss. Endlich diese 55-jahre alte Riga Elektrichka sind weg. Extrem veraltet und im schlechten Zustand, es war unwürdig den Fahrgästen im 21 Jahrhundert in einem EU Land sowas zuzumuten.
Es bleibt noch genug so'was, nicht nur in Rumänien sondern auch in Ungarn.

Re: [BG] Das Ende der Serie 32.00

geschrieben von: Max__Mustermann

Datum: 01.08.26 10:29

no-night schrieb:
Es bleibt noch genug so'was, nicht nur in Rumänien sondern auch in Ungarn.
Welches Fahrzeug ist denn in Ungarn gleichermaßen unzumutbar wie ein Malaxe oder die besagten Elektritschkas?

Eine Puszta Metro mit Klimaausfall?

Re: [BG] Das Ende der Serie 32.00

geschrieben von: Cruiser

Datum: 01.08.26 19:26

no-night schrieb:
Cruiser schrieb:
Am 9.08.2026 ist es Schluss. Endlich diese 55-jahre alte Riga Elektrichka sind weg. Extrem veraltet und im schlechten Zustand, es war unwürdig den Fahrgästen im 21 Jahrhundert in einem EU Land sowas zuzumuten.
Es bleibt noch genug so'was, nicht nur in Rumänien sondern auch in Ungarn.
Ich sagte das nicht aus der überheblichen, belehrenden Haltung eines Westlers, sondern aus Bitterkeit als Bulgare und Opfer. Schon vor 30 Jahren bin ich als Student täglich mit solchen Zügen gefahren, und deren Zustand war schon damals miserabel. 1994-1999. Es ist beschämend zu sehen, wie korrupt und inkompetent die Verantwortlichen der BDZ sind. Und wie sie die Fahrgäste wie Tiere behandeln, denen man bis heute die Fahrt in diesen Zügen anbietet. Während in den Nachbarländern der Bahnverkehr viel weiter fortgeschritten ist, tritt Bulgarien auf der Stelle und macht kaum Fortschritte.

Nachbarländer besser?

geschrieben von: Reinhard Krüger

Datum: 01.08.26 21:17

Cruiser schrieb:
(...)Während in den Nachbarländern der Bahnverkehr viel weiter fortgeschritten ist, tritt Bulgarien auf der Stelle und macht kaum Fortschritte.
Überlegen wir mal, Nachbarländer:

Rumänien --> wirklich besser?
Serbien --> HUCH (KLICK)
Nordmazedonien --> Chinesische Triebwagen, aber sehr wenig Verkehr, Nebenstrecken geschlossen; ja klar: 80% der Triebwagen sind neu (KLICK), 4 von 5!
Griechenland --> viel stillgelegt, abgebaut oder ohne Verkehr, mieses Zugangebot; wollt ihr in Bulgarien ein solch dünnes Bahnnetz, betrieben von Dilettanten?
Türkei --> modernes Hochgeschwindigkeitsnetz, aber weite Landesteile ohne Bahnanschluß

Gruß, RK



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.26 21:23.

Re: Nachbarländer besser?

geschrieben von: Baron

Datum: 02.08.26 10:16

Reinhards Zusammenfassung ist weitgehend zutreffend. In Bulgarien ist vieles im Argen, aber die Entwicklungen der letzten Zeit lassen einen tatsächlich hoffen. Es wird viel investiert, in Strecken, Bahnhöfe und seit kurzem endlich auch in Züge. Was in Bulgarien tatsächlich bisher in der Regel deutlich schlechter war als in den Nachbarländern waren Alter und Zustand der Wagen bzw. Triebwagen und der Bahnhöfe. Diese beeinflussen natürlich als allererstes das Fahrerlebnis: Wenn man durch schaudrige Bahngebäude wie Sofia Nord in klapprige, altersschwache Züge wie beispielsweise den Nachtzug nach Silistra steigt, so sind einem andere Faktoren sicherlich nachrangig, da hat hingegen Cruiser recht.

Was hingegen für Bulgarien spricht: Takt. In vielen Nachbarländern wie der Türkei, Griechenland oder zunehmend leider auch Rumänien außerhalb der Achse Kronstadt-Bukarest-Konstanza begnügt man sich weitestgehend mit wenigen Alibifahrten, die oft auch noch um 4 Uhr früh o.ä. jenseits des Bedarfs starten. In Bulgarien kann man mE auf den Hauptstrecken in der Regel auch ohne Fahrplan im Kopf relativ sicher sein, spätestens binnen 3 Stunden einen Zug zu erwischen (wenn es auch besorgniserregende Ausnahmen gibt).

Sicherheit: trotz einiger spektakulärer Ereignisse (brennende Loks) scheinen die BDZ mir bisher im Betrieb sicherer als die Negativbeispiele Serbien, Türkei und Griechenland, die alle in den letzten Jahren grauenhafte Katastrophen erlebt haben wegen Pfusch am Bau oder dem Wahn, einen dichten Zugbetrieb ohne zeitgemäße Sicherungssysteme, lediglich per Telefon zu bewältigen.

Geschwindigkeit: Das ist natürlich relativ zu verstehen. Man kann wie in Serbien oder der Türkei hingehen und 1-2 Strecken rauspicken und hier modellhaft Geschwindigkeiten von 200 oder 250 kmh ermöglichen. Hut ab vor dieser Leistung angesichts der 30 bis 50 kmh, die dort vorher gefahren wurden. Das Problem ist natürlich, dass das teuer ist und dann andere Strecken meist lange warten dürfen (Antalya, Izmir, Nis...). Wenn man hingegen wie Bulgarien oder Rumänien eher auf Ausbau von Bestandstrecken mit leichten Korrekturen auf 130 kmh-Level hinarbeitet, reicht das Geld weiter.

Dennoch gibt es genügend Gründe zur Besorgnis. Allen voran ist die Unternehmenskultur ähnlich wie in Griechenland oder Rumänien nach wie vor eher auf Selbstversorgung ausgerichtet - auch wenn es keinen Mangel an einzelnen engagierten Mitarbeiter*innen gibt. Bei den DB IC1-Wagen berichten Passagiere, dass die Klimaanlagen nicht nur aus technischen Gründen versagen, sondern weil das Personal sich nicht mit der Technik beschäftigen will. Komplett erneuerte Bahnhöfe wie Dimitrovgrad sehen oft wenige Jahre später mangels Pflege wieder sehr vernachlässigt aus. Die ETCS-fähigen Strecken sind nun seit bald einem Jahrzehnt noch nicht scharfgestellt worden, so dass hier einiges an Fahrzeitpotential verschenkt wird. Überhaupt halten Fernzüge viel zu oft. Hier müsste es "on top" einige echte IC geben, die auch für Fahrgäste aus Sofia und Varna und nicht nur aus den Dorfbahnhöfen attraktiv sind. Hingegen hat die letzte Kahlschlagrunde auf den Nebenbahnen diese fast gänzlich des Reisendenpotentials beraubt, beispielsweise auf den Strecken nach Bankja, Kulata, Momcilgrad oder Dobric.

Soviel zu einem viel zu lang gewordenen Resumé. Zeit den Sonntag zu genießen...

Was ist Ihr Lieblingsduft?
"Der Geruch von Dampfschiffen und Eisenbahnen."
Aleko Konstantinov, Weltreisender, Schriftsteller, 1863-1897

Re: Nachbarländer besser?

geschrieben von: Cruiser

Datum: 02.08.26 12:05

Ja, das ist es. Das wichtigste, was man sieht, sind die schlechteste Wagen, Züge und zerfallenen Bahnhöfe. Kein Nachbarland sieht so schlecht aus. Und ja das Netz ist gut ausgebaut und elektrifiziert, aber aus dem Sozialismus. Die Geschwindigkeiten sind besser als in anderen Nachbarländer. Die Wende hat es selber aber nicht ausgebaut. Man hatte Glück, dass man im Sozialismus das Bahnnetz so gut entwickelt hat. 1985 war ich im Urlaub in Bankya. Alle 30 Minuten Takt gab es elektrichka aus Sofia. Es gab Schnellzug Ruse-Shumen-Burgas. Seit Jahrzehnten gibt es nichts und nicht ohne Umsteigen. Es gab Radio in den Abteilen und die Bahnhöfe wurden durchgesagt. Man kam mit Speisewagen durch die Wagen und man hat Snacks verkauft. Es ist das einfachste und man kann es seit 35 Jahren nicht wieder anbieten...
Gestern mit Dacia von Bukarest nach Wien gefahren. Mit Pegasus von Shumen nach Bukarest gefahren. Schon um 13:50 Uhr war ich am Hotel Horoskop. Um 14:20 war ich am gara de Nord. Mit M1 U Bahn. Reichlich Zeit sehr gut passt dieser Pegasus zu Dacia. Es waren 2 ausverkaufte Minibusse. Meist mit Ukrainer und mit Bulgarisch Türken, die günstig nach Antalya über Bukarest fliegen.
Alleine das Blick reicht, den Unterschied zwischen Bulgarien und Rumänien zu erkennen.
Auch Sinaya nicht neu modernisiert, aber sieht trotzdem Recht ordentlich, gepflegt, sauber, mit elektronischen Anzeigen an den Gleisen. Wie auch die andere Busteni, Azuga usw. Bulgarien hat nirgendwo auf nicht modernisierte Bahnhöfe, selbst auf modernisierte wie Karnobat hat man sich sowas gespart. Jemand hat das Geld dafür geklaut? Der Klassiker.
Selbst Schlüsselbahnhof Gorna Oryahovitsa sieht schlechter aus als Sinaya.
https://i.ibb.co/BHMkWvxN/IMG-20260801-145134169-HDR.jpg
https://i.ibb.co/Z1zygZyT/IMG-20260801-172919830-HDR.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 12:18.

Re: [BG] Das Ende der Serie 32.00

geschrieben von: no-night

Datum: 02.08.26 16:34

Max__Mustermann schrieb:
Welches Fahrzeug ist denn in Ungarn gleichermaßen unzumutbar wie ein Malaxe oder die besagten Elektritschkas?
Eine Puszta Metro mit Klimaausfall?
Meinst du damit die russischen Triebwagen? Bzmot ist viel schlimmer, auch wenn manche Triebwagen schon Klimaanlagen haben... ich meine aber die noch vorhandenen unmodernisierten Mitteleinstiegwagen - auch als Halbgepäck- und Steuerwagen anzutreffen. Die alten Schnellzugwagen aus Győr sind nicht wegen Farbtupfer sondern die Auslegung mit Abteilen noch brauchbar... nicht jedoch im internationalen Verkehr, zusammen mit den Schlaf- und Liegewagen. Statt diese ganze Schrotthaufe als "Retro" zu vermarkten, sollte man die Wagen in Originalzustand zurückversetzen, und nur noch für Nostalgiefahrten einsetzen, wie auch bei den Slowaken.

Re: Nachbarländer besser?

geschrieben von: no-night

Datum: 02.08.26 16:40

Ich war in Bulgarien nur einmal vor 10 Jahren, und auch wenn ich feststellte, daß die Zustand der Bahn etwa 20 Jahren zurückgeblieben ist, fühlte ich mich viel zu besser als in Rumänien, sowohl bahnbezogen, als auch im allgemeinen... was mir ja in Rumänien - abgesehen von wenigen Ausnahmen, wie z.B. Oradea - vieleorts fehlt, ist die Bestrebung, trotz fehlender Mitteln ordentliche Zustände zu schaffen.

Re: [BG] Das Ende der Serie 32.00

geschrieben von: Max__Mustermann

Datum: 02.08.26 16:45

no-night schrieb:
Max__Mustermann schrieb:
Welches Fahrzeug ist denn in Ungarn gleichermaßen unzumutbar wie ein Malaxe oder die besagten Elektritschkas?
Eine Puszta Metro mit Klimaausfall?
Meinst du damit die russischen Triebwagen?
Genau. Die Klima scheint recht unbrauchbar und gibt ja nur wenige Klappfenster...

Zitat
ich meine aber die noch vorhandenen unmodernisierten Mitteleinstiegwagen - auch als Halbgepäck- und Steuerwagen anzutreffen
Sowohl die als auch Bzmot würde ich schon mit einigem Abstand von Malaxa und der BDZ Elektritschka ansiedeln...

Re: [BG] Das Ende der Serie 32.00

geschrieben von: m1999

Datum: 02.08.26 19:22

Max__Mustermann schrieb:
no-night schrieb:
Max__Mustermann schrieb:
Welches Fahrzeug ist denn in Ungarn gleichermaßen unzumutbar wie ein Malaxe oder die besagten Elektritschkas?
Eine Puszta Metro mit Klimaausfall?
Meinst du damit die russischen Triebwagen?
Genau. Die Klima scheint recht unbrauchbar und gibt ja nur wenige Klappfenster...

Zitat
ich meine aber die noch vorhandenen unmodernisierten Mitteleinstiegwagen - auch als Halbgepäck- und Steuerwagen anzutreffen
Sowohl die als auch Bzmot würde ich schon mit einigem Abstand von Malaxa und der BDZ Elektritschka ansiedeln...
Ich saß vor ein paar Tagen in einer Pusztametró, die trotz Hitzewelle ordentlich gekühlt hat (dabei aber auch im Stand Geräusche gemacht hat, als säße man im Führerstand einer M62).

Einen klimatisierten Bzmot hab ich neulich auch erwischt, auch das fand ich eigentlich ganz angenehm. Unklimatisiert bei bis zu 40 Grad mit den Klappfenstern natürlich die Hölle.

Betreiberwechsel

geschrieben von: U-Bahnfreund

Datum: 02.08.26 22:35

Wie ist denn so euer Eindruck bezüglich des anstehenden Betreiberwechsels im Dezember, wenn der Nahverkehr in den Losen Nord und Süd von Ivkoni Express übernommen wird. Ist das im Gange und könnte Verbesserungen mit sich bringen?

Es grüßt der U-Bahnfreund :)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 22:37.

Re: Betreiberwechsel

geschrieben von: Cruiser

Datum: 03.08.26 08:38

U-Bahnfreund schrieb:
Wie ist denn so euer Eindruck bezüglich des anstehenden Betreiberwechsels im Dezember, wenn der Nahverkehr in den Losen Nord und Süd von Ivkoni Express übernommen wird. Ist das im Gange und könnte Verbesserungen mit sich bringen?
Ich ahne nichts Gutes. Denn ivkoni ist der schlechteste Busanbieter in Bulgarien. Immer wieder Unfälle durch Überlastung der Busfahrer. Unfreundlichkeit zu den Kunden. Die Bewertungen zu dieser Firma sind katastrophal. Wie konnte man die Bahn genau diesen Verbrechern geben?

Re: Betreiberwechsel

geschrieben von: Baron

Datum: 03.08.26 08:49

Meinem Eindruck nach setzt in Bulgarien niemand große Hoffnungen auf Union Ivkoni, die vom Busbetreiber eigens für diese Ausschreibung zum Bahnunternehmen mutiert sind. Ich selber bin glaube ich nie mit ihnen gefahren, aber habe auch noch nie gehört, dass irgendjemand von ihnen schwärmt. Das Unternehmen steht im Ruf, seine starke Stellung im Bussektor der politischen Protektion durch die ehemals stärkste Partei GERB erreicht zu haben. Bezeichnend ist, dass die anderen 3 als Bewerber gehypten Privatunternehmen letztendlich ihre Bewerbung zurücknahmen oder nie abgaben und Union Ivkoni mangels Mitbewerber gewann. Auch von den eigenwirtschaftlichen Angeboten, die einige dieser Mitbewerber ehemals verfolgten, habe ich lange nichts mehr gehört. Ein bedingt liberalisierter, wettbewerbsfähiger Bahnbereich wie in Rumänien ist mE in Bulgarien nicht in Sicht.

Was ist Ihr Lieblingsduft?
"Der Geruch von Dampfschiffen und Eisenbahnen."
Aleko Konstantinov, Weltreisender, Schriftsteller, 1863-1897

Re: [BG] Das Ende der Serie 32.00

geschrieben von: SXFlyer

Datum: 03.08.26 09:58

uy, das Ende der Serie 32 geht also schneller voran, als ich dachte. Sind denn die Skodas bereits im Einsatz? Weil sonst stelle ich mir den kurzfristigen Ersatz etwas schwierig vor, weil die elektrischen Desiro Classic doch eigentlich auch schon vorher fleißig ihre eigenen Verkehre hatten, vor allem rund um Sofia und Plovdiv. Wie sieht es zum Beispiel auf der Strecke Tsareva Livada - Gabrovo aus?

Bin froh, dass ich im Mai noch 3 Fahrten mit diesen Dingern absolvieren und dieses Abenteuer noch erleben konnte.

Viele Grüße

Re: [BG] Das Ende der Serie 32.00

geschrieben von: Baron

Datum: 03.08.26 10:42

Nach inoffiziellen Informationen soll der Čamuga (wie die Električkas in Bulgarien genannt werden) von Gabrovo zum 15. August in Rente gehen. Editha: Anderswo heißt es, er und seine Kollegen aus Berkovica, Šumen, Komunari und Ruse hätten noch etwas Zeit. Editha: sollen durch Daisyros ersetzt werden. Ja, die Škoda sollen ihren Ersatz möglich machen. Zum Facebook Gerücht

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Aleko Konstantinov, Weltreisender, Schriftsteller, 1863-1897




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.26 11:44.

Re: Betreiberwechsel

geschrieben von: Max__Mustermann

Datum: 03.08.26 11:11

Zitat
Meinem Eindruck nach setzt in Bulgarien niemand große Hoffnungen auf Union Ivkoni, die vom Busbetreiber eigens für diese Ausschreibung zum Bahnunternehmen mutiert sind.
Ich finde es spannend dass sie gleich so relativ große Netze bekommen, obwohl die bisher keinerlei Erfahrung als EVU haben. Könnte auch nach hinten losgehen.
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