Hallo zusammen,
Heute gibt’s den dritten Teil unserer Südamerika-Reise.
Links zu den bisherigen Teilen:
Teil 1: [
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Teil 2: [
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Montag, 29.06.2026
Wir wachten wieder in Calama auf. Heute stand allerdings nicht die Strecke nach Ollagüe auf dem Programm, sondern ein reiner Fahrtag. Ziel für heute war nämlich Argentinien, genauer gesagt San Antonio de los Cobres. Wir hatten zwar nach wie vor keine positiven Infos zu einem möglichen Güterzug auf der C14 Strecke, doch wir wollten uns zumindest morgen um den Touristenzug Tren a las Nubes kümmern, der die C14 ab San Antonio de los Cobres bis zum großen Viadukt, Viaducto La Polvorilla, befährt. Vielleicht würde man ja auch vor Ort nach etwas bezüglich Güterverkehr mitbekommen.
Es gab zwei mögliche Grenzübergänge für unsere Fahrt. Zum einen bei Jama, dort führt eine größere Straße über die Grenze, die wohl auch viele LKWs nutzen. Laut google sollte die Fahrt über diese Route über 7 Stunden dauern. Um gut eine Stunde schneller sollte dagegen die Variante über den Pass Sico sein. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Übergang, ab der Grenze führt noch eine Schotterstraße weiter. Laut Angaben im Netz sollte die Grenze aber auch für Touristen passierbar sein.
Wegen der deutlich kürzeren Fahrzeit entschieden wir uns für den kleinen Übergang. Die Passstraße führte durch wunderschöne Landschaften und es gab hier quasi gar keinen Verkehr. Eine herrliche Fahrt.
Eindrücke der Fahrt über Pass Sico
Kurz vor der argentinischen Grenze.
Genau an der Grenze wurde aus der guten Straße ein Schotterweg. Das Grenzgebäude kam allerdings erst ein paar Kilometer weiter. Doch dann die große Enttäuschung. Es wurde uns dort mitgeteilt, dass die Grenze geschlossen sei. Man verwies uns an den anderen Grenzübergang bei Jama. Der war aber nicht mal eben um die Ecke. Nein, es lagen fast 400 Kilometer kurvige Passstraße dazwischen. Man musste nämlich komplett bis San Pedro de Atacama zurückfahren, um dann den Pass Jama zu erklimmen. Das war nun schon etwas mühsam, aber wir hatten keine andere Alternative. Immerhin hielt sich auch dort der LKW Verkehr in Grenzen, bzw. man konnte die wenigen gut überholen.
An der Grenze angekommen, bekam man zunächst einen Zettel ausgehändigt, auf dem das Kennzeichen und die Anzahl der Passagiere vermerkt wurden. Danach musste man mit diesem Zettel zu vier verschiedenen Stationen, wo es jeweils einen Stempel auf den Zettel gab. Zunächst zu zwei chilenischen Schaltern, einmal die Ausreise für die Personen und dann noch die Ausreise für das Fahrzeug. Auf argentinischer Seite das Gleiche, also wieder je einen Schalter für Personen und Fahrzeug. Dann fuhren wir zum Ende des Grenzgeländes. Dort gaben wir unseren Zettel wieder ab und durften damit nach Argentinien einreisen.
Hier führte zwar eine asphaltierte Straße weiter, doch deren Zustand war deutlich schlechter als in Chile. Immer wieder kamen teils sehr üble Schlaglöcher. Mittlerweile war es auch dunkel, entsprechend spät erkannte man die oft tiefen Löcher. Die letzten 100 Kilomter nach San Antonio de los Cobres war es dann komplett vorbei mit Asphalt, es führte nur eine Sandpiste dorthin. Die war aber größtenteils immerhin gut und zügig zu befahren. Endlich angekommen, mussten wir uns erst mal um eine Unterkunft kümmern. Mangels Handyempfang auf der kompletten Strecke hatte ich noch nichts vorab gebucht. Ein Hotel hatte ich aber schon auf booking vorgemerkt, welches wir dann vor Ort auch nahmen. Mit rund 80 Euro zwar nicht unbedingt günstig, aber es schien auf booking das hochwertigste in diesem Ort zu sein. Trotzdem war es sehr einfach und schon sehr in die Jahre gekommen. Aber immerhin sauber und eine Heizung gabs auch, nachts war nämlich deutlicher Frost zu erwarten. Abendessen bekamen wir hier auch gleich. Danach schauten wir noch kurz am Bahnhof vorbei, ob es irgendwelche Anzeichen für Güterverkehr gibt. Doch Fehlanzeige, nur der Touristenzug stand dort.
Dienstag, 30.06.2026
Frühstück gabs hier auch. Es fiel aber sehr einfach aus, aber immerhin gabs frisch gepressten Orangensaft.
Die Abfahrt des Personenzugs war erst um 12 Uhr mittags. Wir hatten also noch genug Zeit. Die wollten wir nutzen, um mal nach Olacapato zu fahren, dem Endpunkt des Güterverkehrs. Google meinte, es wäre nur rund eine Stunde Fahrt. Die dorthin führende Fernstraße 51 stellte sich aber als extrem übel heraus. Ein sehr kurviger, enger und steiler Feldweg mit Serpentinen, der auch von großen LKWs genutzt wurde, die allerdings in den engen Kurven oft mehrmals rangieren mussten. Nach einigen Kilometern gaben wir auf, das hatte keinen Sinn. Die von google angegebene Fahrzeit war niemals zu schaffen, die „Straße“ einfach viel zu schlecht. Nachdem wir dort ohnehin nur schauen wollten, brachen wir ab und fuhren zurück in unseren Ort. Die verbleibende Zeit nutzten wir zur Motivsuche. Eine passende Stelle für die Rückfahrt hatten wir schnell gefunden, doch für die Hinfahrt war es eher schwierig. Die lichtmäßig passenden Abschnitte lagen entweder blöd in irgendwelchen Einschnitten, waren zu Fuß unerreichbar oder eine dominante Stromleitung führte mitten durchs Bild. Wir entschieden uns daher die Hinfahrt zunächst nur per Drohne zu fotografieren. Hierzu gabs einen sehr netten Abschnitt, wo man den Zug auch mit dem Fluggerät verfolgen konnte. Doch zunächst fuhren wir nochmals zum Bahnhof und fragten das Lokpersonal, ob die eventuell eine Info zu einem Güterzug hätten. Doch auch von denen bekamen wir die Auskunft, dass nichts fährt. Schade.
Nun steuerten wir unser Drohnenmotiv an, mussten aber noch einige Zeit auf den Zug warten.
Lok 9751 (EMD GT22) von Trenes Argentinos erreicht mit dem Tren a las Nubes in Kürze den Betriebsbahnhof Mina Concordia. (Drohnenbilder)
Anschließend fuhren wir zu DEM Motiv an der Strecke, nämlich das Viaducto La Polvorilla. Der Betriebsablauf gestaltet sich wie folgt: Der Zug hält zunächst im kurz vor dem Viadukt liegenden Betriebsbahnhof Mina Concordia, die Lok umfährt und schiebt anschließend den Zug in Schrittgeschwindigkeit komplett über die Brücke. Dann geht’s direkt wieder zurück über das Bauwerk. Nach vollständiger Überfahrt hält der Zug an, die Fahrgäste können aussteigen und Fotos machen oder Souvenirs kaufen. Danach geht’s wieder zurück nach San Antonio.
Für uns hieß das, wir hatten ein paar Minuten Zeit um zum Viadukt zu gelangen. Wir wussten allerdings nicht, wie lange das Umfahren dauert. Bis zum Fotostandpunkt war nun nämlich noch ein längerer und vor allem steiler Fußweg erforderlich. Das Auto parkten wir unten an der Brücke und nun führte ein steiler Pfad hinauf bis zum Gleis, von dort ging es querfeldein weiter, bis man ausreichend Höhe gewonnen hat. Wir befanden uns hier auf fast 4200 Meter. Die dünne Luft spürte man beim Aufstieg deutlich, ich musste mehrmals kurz stehen bleiben. Doch rechtzeitig vorm Zug hatte ich einen passenden Standpunkt erreicht und konnte mit der Hin- und Rückfahrt über das Viadukt zwei verschiedene Perspektiven umsetzen. Der anstrengende Aufstieg hatte sich gelohnt.
Tren a las Nubes überquert das Viaducto La Polvorilla.
Für die Rückfahrt suchten wir unser vorhin ausgekundschaftetes Motiv auf. Wir mussten noch längere Zeit auf den Zug warten.
Die Rückfahrt erreicht schon bald wieder San Antonio de los Cobres.
Und mit der Drohne.
Damit war das Tagesprogramm durch. Der Zug würde erst wieder in vier Tagen fahren und Güterverkehr war ja leider auch nicht zu erwarten. Also beendeten wir hiermit leider schon wieder den Programmpunkt Argentinien und fuhren zurück nach Calama. Dort gibs (hoffentlich) mehr zu tun. Vor uns lag noch eine lange Autofahrt, jetzt natürlich gleich zur großen Grenze bei Jama. Zunächst wieder der 100 Kilometer lange Sandweg.
Eine 100 Kilometer lange Hauptverbindung in Argentinien…
Der Grenzübertritt verlief zum Glück relativ zügig, auch die weitere Fahrt nach Calama brachte keine Probleme mit sich. Nur die Hotelverfügbarkeit war leider schlecht. Beide bisher in Calama genutzten Hotels waren nicht verfügbar. Alternativ gabs nur extrem teure Unterkünfte oder ein eher einfaches und mitten im Stadtzentrum gelegenes Hotel. Mangels Alternativen mussten wir das nehmen.
Mittwoch 01.07.2026
Heute wollten wir nochmal unser Glück an der Strecke nach Ollagüe versuchen. Die Wetterberichte kündigten übereinstimmend Topwetter an. Doch während der Fahrt sahen wir bereits, dass überall Wolken hingen. Was wir dagegen nicht sahen, war der Frühzug. Wir fuhren bis kurz vor San Martin. Dort wollten wir ein paar Minuten warten, denn den Abschnitt vorher konnte man die Strecke nicht einsehen, vielleicht war ja dort gerade der Frühzug. Ebenso konnte man von hier wunderbar den ewig langen Damm betrachten. Und bei genauem Hinsehen schien sich dort ganz in der Ferne etwas Richtung Ollagüe zu bewegen. Ganz sicher war ich mir aber nicht, denn der Damm lag noch im Schatten, entsprechend konnte man es nicht so gut erkennen. Wir fuhren weiter Richtung Ollagüe und tatsächlich kurz vor Buenaventura trafen wir auf den Kübelzug. Der war heute aber extrem früh dran. Die Sonne sollte in den nächsten Momenten aufgehen. Wir hofften, dass es sich in Buenaventura gerade so mit dem Licht ausgeht. Als wir dort einen passenden Standpunkt suchten, erreichten die ersten Sonnenstrahlen gerade das Gleis und dann bog auch schon der Zug um die Ecke. Punktlandung.
FCAB 2404 (EMD GT22CU-3), 2405 und 2011 (Clyde Engineering GL26C-2) waren heute mit dem Kübelzug extrem früh dran und durchfahren Buenaventura in den ersten Sonnenstrahlen.
Mit der Drohne flogen wir noch hinterher.
Das war ja schon mal ein guter Start in den Tag. Auch mit den Wolken hatten wir Glück. Die hielten sich schön im Hintergrund, im Bereich der Sonne sah es dagegen aktuell gut aus. In Ollagüe fragten wir das Personal nach dem weiteren Programm. Sie meinten, gegen 11 Uhr soll ein Zug Richtung Calama fahren. Das passt ja perfekt, endlich mal tagsüber eine Rückleistung und nicht erst nach Sonnenuntergang. Bis dahin war noch reichlich Zeit. Wir fuhren nochmals ein Stück zurück und warteten an einer Stelle mit Weitblick auf die Strecke, vielleicht kommt ja zufällig noch ein Boxcar Zug oder sowas hinterher. Doch es kam nichts. Um kurz vor 11 waren wieder zurück in Ollagüe. Das Personal kam pünktlich um 11, die Loks wurden vorbereitet und setzten sich schon bald vor den Kübelzug. Wir fuhren vor Abfahrt des Zuges los, um noch in Ruhe einen Standpunkt suchen zu können. In Buenaventura fanden wir einen schönen Blick mit Vulkan. Leider zeigten sich am Himmel sehr viele Quellwolken. Es dauerte doch noch längere Zeit, bis der Zug sich angekündigte. Und wir standen überraschenderweise die ganze Zeit durchgängig in der Sonne. Doch genau zum Zug zog eine kleine Wolke Richtung Sonne und verdunkelte passend den Bereich der Loks… Wenige Sekunden später gabs wieder volles Licht. Das Bild erspare ich euch.
Der nächste Abschnitt mit Frontlicht lag erst zwischen San Martin und Caracote. Allerdings auch nur mit Drohne machbar. Immerhin konnte man dort den Zug mit dem Fluggerät verfolgen und so die Chance auf ein Sonnenbild erhöhen.
Die Rückfahrt des Kübelzugs wurde mit der Drohne zwischen San Martin und Caracote eingefangen.
Im folgenden Abschnitt war lichttechnisch leider gar nichts möglich. Erst bei Ascotan sollte dann wieder was gehen. Dort müssen wir dann bestimmt mindestens eine Stunde auf den Zug warten. Doch in Ascotan gabs dann eine Überraschung, es stand ein Ganzzug Boxcars mit zwei Loks Richtung Ollagüe im Bahnhof. Der wartet hier sicherlich auf die Kreuzung mit unserem Kübelzug. Wir liefen auf die andere Gleisseite, um zumindest ein Standbild anzufertigen. Das gestaltete sich allerdings schwierig, denn der Zug hatte genau bei einem dämlichen Schild geparkt. Als wir wieder fast zurück am Auto waren, ertönte auf einmal ein Pfiff und der Zug setzte sich in Bewegung! Also statt Kreuzung wohl nur Kühlpause. Damit mussten wir uns nun zunächst um den Zug kümmern, denn der wäre auf dem folgenden Streckenabschnitt auch gut im Licht. Trotz der zahlreichen Quellwolken klappten bis Cebollar immerhin zwei der drei Versuche bei Sonne. Und beim dritten Standpunkt ging zumindest mit der Drohne ein Sonnenbild.
FCAB 2403 (EMD GT22CU-3) + 2004 (GL26C-2) mit Boxcars zwischen Ascotan und Cebollar.
Drohne.
In Cellobar stand dann bereits der Kübelzug. Für uns stellte sich die Frage, den Boxcar weiterverfolgen oder für den Kübelzug Richtung Ascotan? Antwort: Wir versuchen beides. Bis Ascotan würde mit dem Kübelzug ohnehin nichts Vernünftiges gehen, also können wir zunächst nochmal den Boxcar machen und dann schnell zurück Richtung Ascotan und den Kübelzug von dort Richtung Calama verfolgen. Mal sehen, ob unser Plan aufgeht.
Bilder mit den Boxcars gabs am Salzsee…
…und am Bahnübergang.
Wir überlegten, ob es Sinn hat, noch bis zur Einfahrt Caracote zu fahren. Motivlich wäre es sicher schön, nur fuhren wir mitten in die dicksten Quellwolken hinein. Wir versuchten es trotzdem und hatten Glück, der Zug kam tatsächlich bei vollem Licht.
Einfahrt Caracote.
Mit der Drohne.
Das hatte ja alles erstaunlich gut geklappt. Wie weit wohl mittlerweile der Kübelzug ist? So schnell wie möglich steuerte ich unseren PickUp Richtung Ascotan. Doch Entwarnung, bereits ein ganzes Stück vor Ascotan hatten wir den Kübelzug schon wieder eingeholt. Erste passende Stelle für den Zug war kurz nach dem Bahnhof Ascotan.
Zurück zum Kübelzug. Dieser hat soeben den Bahnhof Ascotan durchfahren.
Ein paar Kilometer weiter.
Nun wäre eigentlich ein sehr fotogener Abschnitt gekommen. Dort hätte man fast direkt von der Straße verschiedene Varianten umsetzen können. Doch leider hielten sich genau in diesem Abschnitt große Quellwolken und die Sonne hatte keine Chancen. Wir fuhren zwar langsam mit dem Zug mit, doch durchgängig ohne Licht. Nächster Versuch war bei Polapi. Doch leider waren am angedachten Motiv die Schatten schon zu lang. Wir suchten weiter. Nur wenige Kilometer weiter fanden wir einen komplett freien Abschnitt. Hier sollte die Sonne noch einige Minuten halten.
Kurz hinter Polapi stand die Sonne schon extrem tief.
Auch mit der Drohne wurde der Zug noch etwas verfolgt.
Danach war Feierabend. Die Sonne verschwand und wir fuhren weiter Richtung Calama bzw. daran vorbei. Unser Ziel für heute lautete nämlich Antofagasta.
Abendessen gabs unterwegs im kleinen Ort Sierra Gorda im Restaurant Keryma. Ich war sehr überrascht, dort mitten im Nichts in einem normalen Dorfrestaurant eine englische Speisekarte zu erhalten. Das Essen war auch sehr gut.
Die Hotelsuche in Antofagasta gestaltete sich eher schwierig. Vieles war ausgebucht. Wir entschieden uns für das Hotel Costa Pacífico – Express. Hier sollte uns ein hochwertiges Hotel erwarten, auch zu einem angemessenen Preis. Das Problem sollten hier die Parklätze sein. Laut Bewertungen gab es nur eine sehr kleine Tiefgarage mit wenigen Stellplätzen. Und zu so später Stunde sind die sicher alle belegt. Wir fragten erst gar nicht nach der Garage, sondern parkten unser Auto in einer Nebenstraße. Ein leicht ungutes Gefühl hatte ich dabei schon, waren wir doch bisher immer auf irgendwelchen gesicherten Hotelparkplätzen. Aber so ein Chinesenauto wird schon niemand klauen. An der Rezeption sprach der Angestellte überraschend sogar etwas Deutsch, sowas hatten wir in Südamerika auch noch nicht.
Donnerstag, 02.07.2026
Heute wollten wir einen zweiten Versuch am Cumbre-Pass wagen. Zunächst gabs Frühstück im Hotel. Die Erfahrungen mit deutscher Sprache setzten sich hier fort. Im Hintergrund lief „Tage wie diese“ von den Toten Hosen und der Rezeptionist hatte sichtlich Spaß an der deutschen Musik. Gut gestärkt liefen wir in die Seitenstraße und unser Auto stand tatsächlich noch da.
Wir erreichten unser Motiv am Cumbre-Pass zeitgleich mit einem Güterzug und zwar war es der gestern ab Ollagüe verfolgte Kübelzug. Aber leider noch zu früh, es lag noch alles im Schatten. Dann begann das große Warten. In beiden Richtungen absolut tote Hose. Erste Bewegung auf der Schiene war erst um 10:42 Uhr, aber leider nur eine Lz bergwärts. Danach wieder lange Zeit Ruhe. Als dann das Licht langsam überall eher ungünstig stand, wollten wir auf die andere Seite von Cumbre fahren. Wir kundschafteten etwas, fuhren wieder ein Stück zurück und dabei tauchte ein Güterzug Richtung Prat auf. Dank seiner geringen Geschwindigkeit konnten wir locker vorausfahren und ihn auf der anderen Passseite fotografieren. Zu unserer Freude führte ihn einen Spinnenlok an, so eine hatten wir bisher führend noch gar nicht.
FCAB 1423 (EMD GR12UM) + 2407 (EMD GT22CU-3) mit Güterzug wenige Kilometer vor Prat.
Und mit der Drohne.
Kurz vor Prat gibt es noch eine Ausweichstellte und genau dort hielt der Güterzug an. Kreuzung mit einem Gegenzug. Wir suchten uns eine passende Stelle.
FCAB 3211 + 3205 (beides GT42AC) kamen in die Gegenrichtung.
Diesen Zug verfolgten wir wieder auf die andere Passseite, zunächst Drohne, dann durfte auch die Kamera ran.
Dann kehrte erst mal wieder die gewohnte Ruhe ein. Erst drei Stunden später war wieder eine Bewegung in der Ferne auszumachen. Ein Zug Richtung Prat kam auf uns zu. Wie auch am ersten Abend an dieser Strecke wieder mit Kesselwagen, einer weiteren Lok und danach noch Flachwagen.
FCAB 1419 (EMD GR12UM) führt einen Güterzug Richtung Prat an, zunächst mit der Drohne. Auch unser Auto parkte im Bild…
Von einem Hügel hatten wir diesen Ausblick
Und nochmals von oben.
Sonst tat sich auf den Schienen nichts mehr. Wir fuhren wieder zurück zu unserem Hotel in Antofagasta. Durch unsere heute eher frühe Ankunft bekamen wir sogar einen der wenigen Parkplätze in der Tiefgarage.
Damit endet Teil 3. Danke für euer Interesse.
Gruß
Dennis
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.07.26 15:17.