Servus!
Mittwoch, 14. August 2024
Nachdem wir gestern schon rund um Bacau-Bicaz unterwegs waren...
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... wachten wir heute in unserer Ferienwohnung in Piatra Neamt auf und genehmigen uns (auch aufgrund der herrschenden Temperatur) erst einmal eine gepflegte Morgendusche. Warum wir eine solche vermeintliche Banalität erwähnen? Das verraten wir euch am Schluß... ;-)
Auch heute Morgen erwartete uns ein stahlblauer Himmel. Hach, warum könnte das Fotografenleben denn nicht immer so sein. Wir starteten unseren Miet-SUV und steuerten das eigentliche Top-Motiv der Strecke an, für das die CFR sogar passend einen Zug eingeplant hatte, nämlich den Frühzug aus Bacau, welcher dann um 8 Uhr in Bicaz ankam. Keine Ahnung, welchen Sinn dieser Zug machte (weil für die werkstätigen Massen war er deutlich zu spät und die wären von der Schicht auch erst wieder nach 14 Stunden heimgekommen), aber uns wars recht...
... weniger recht war uns allerdings, daß man diesen semihübschen Hobel vor den Zug hatte spannen müssen. Hm, vielleicht morgen nochmals probieren...
Nach dem Umsetzen in Bicaz ging es schnurstraks wieder zurück. Und dieser Zug machte dann durchaus mehr Sinn, der er hatte in Piatra Neamt Anschluß an den InterRegio nach Bukarest, respektive war er selbst Teil davon. Wir sehen hier 82 0374 mit dem R 5472 (Bicaz-Piatra Neamt) bei Tarcău Neamt...
... und bei der wilden Raserei der Rumänen hatten wir den Zug bis Pangarati schon wieder eingeholt...
... und auch kurz vor Piatra Neamt klickten die Cams erneut. Herrlich, diese inhaltsleere Blick... ;-)
In Piatra Neamt wurden dann noch zwei Wagen beigestellt, nun durfte sich der Zug IR 1858 nennen und wurde bei Săvinesti abgelichtet. Am Haltepunkt hat der Zug natürlich nicht gestoppt – ist ja schließlich ein IR!
So, nun war aber guter Rat teuer. An Personenzügen war nichts zu erwarten, sodaß wir einfach mal HeidelbergZement anfuhren. Aber auch hier war nichts zu erkennen, was einen baldigen Zugverkehr vermuten hätte lassen. Also musste Plan B her, Markus fasste sich ein Herz und holte den für Bicaz zuständigen Fahrdienstleiter aus seiner Relaxingzeit. Mit Händen und Füßen (und dem guten alten Google-Translator) konnten wir in Erfahrung bringen, daß für heute nichts geplant sei. Wir sollten doch morgen nochmals vorbeikommen.
Das war nun aber blöd. Wir machten aus der Not eine Tugend und setzten uns in zu einem sehr ausgiebigen Mittagsessen in einen hübschen Biergarten (Danke Andi für den Location-Tipp!).
Um 5 waren wir dann aber wieder parat und stellten uns bei Buhusi auf. Wenig später...
... rumpelte 60 1355 mit dem R 5467 (Bacau - Piatra Neamt) an uns vorbei...
... natürlich wurde umgehend die Verfolgung aufgenommen und in Podoleni...
... klickten die Fotoautomaten erneut.
Von Bacau her startete in Bälde auch schon der nächste Regio, sodaß wir wieder umdrehten und eine Stelle für diesen suchten...
... fündig wurden wir in Garleni. Wir sehen 60 1017 mit dem R 5481 (Bacau-Bicaz)...
... auch hier wurde natürlich verfolgt. Dieses Mal fuhren wir in Buhusi den Bahnhof direkt an, alleine schon die illustre Bahnsteigbeleuchtung war ja ein Foto wert...
... da im Bahnhof noch gekreuzt wurde, hatten wir bis Podoleni auch schon wieder ein paar Sekunden Vorsprung herausgefahren.
Zum Tagesabschluß noch ein kleines „Stilleben“. :-)
So, das damit war die Messe heute auch schon wieder gelesen. Bis auf den Rangierhobel am Frühzug und die fehlenden Gütermänner waren wir mit dem Tag eigentlich recht zufrieden. Da wir auch mit dem gestrigen Restaurant äußerst zufrieden waren, steuerten wir es heute ein weiteres Mal an. Was die wohl gedacht haben, als die vier komischen Deutschen schon wieder auf der Matte standen? :-)
Nach getanem Mampf ging es wieder zurück in unser Apartment („Haus der Freundschaft“). Den Tag über war es prügelheiß und nun standen drei Verschwitzte in der Ferienwohnung. Was lag näher als einen nach dem anderen in die Dusche zu jagen? Aber wir hatten unsere Rechnung ohne die Vermieterin gemacht: Da kam kein Tropfen Wasser aus der Dusche – nix, absolut nothing! Gleich mal runter und die Dame angesprochen! Hm, oh, ja, blöd jetzt. Da sind Kabelarbeiten in der Stadt und Wasser gäbe es erst ab morgen Mittag wieder. Ach so, ok. Hobbykollege Sven, der sich keinen Kilometer entfernt in einem Hotel einquartiert hatte, konnte nicht über Wassermangel klagen. Wenig später erschien die Vermieterin dann tatsächlich noch mit mehreren Kanistern Wasser (keine Ahnung, wo sie die nun aufgetrieben hat). Für eine Katzenwäsche hats dann gereicht, aber hier wollten wir dann keine Nacht länger mehr bleiben, sodaß wir gleich die Zeche beglichen (natürlich in bar, damit auch booking.com nichts abbekommt!) um morgen in der Früh zeitig aufbrechen zu können.
Nota bene: Vielleicht hätten die die Google-Bewertungen genauer studieren sollen, aber offenbar waren wir bei weitem nicht die einzigen Gäste, bei denen urplötzlich „Kabelarbeiten“ stattgefunden haben...
Viele Grüße
Der Schwarzwaldbahner & KBS720.