geschrieben von: granitschädel
Datum: 25.07.22 12:46
Vielleicht wäre es doch noch besser gewesen, neben den tschechischen Ortsnamen auch noch die deutschen (zumindest mit Querstrich) hinzuzufügen.
Und dann auch noch eines für ein grenzüberschreitendes Ticket. :-)Dass das Tschechien ist, merkt man tatsächlich nur an der Sprache des Plakats.
Zum Abschluss der türkisen Phase blieb dann noch ein Geldbeutel im Zug liegen.
An Geld waren vielleicht 50 Kronen drin.
Was ich bei der Reise unter anderem gelernt habe, ist, dass alle Lexikoneinträge zu "Potraviny" falsch sind. Im Lexikon steht "Lebensmittel". Richtig wäre "Alkohol- und Zigarettenladen mit alibimäßigem Lebensmittelangebot und mit vietnamesischem Betreiber".
Die Metro-Stationen sind eigentlich ganz schick geraten (wenn ich da an Rom oder Mailand denke...), und im Gegensatz zu meinem letzten Besuch 1990 kann ich nun auch die bekannte Ansage "Ukončete, prosím, výstup a nástup, dveře se zavírají" nicht nur mitsprechen, sondern auch verstehen. 1990 gab es aber noch kein prosim.
Vor einer Weile war hier im Forum gefragt worden, wo denn noch Nadeldrucker im Einsatz seien. Für Prag kann ich das definitiv bestätigen
Vielleicht schaffe ich ja mal ein verlängertes Wochenende dort, dann aber zu einer Zeit mit weniger Rummel und Hitze.
Schau mal da: [www.csol.cz]In Nový Bydžov fand am Bahnhof noch irgendeine historische Show mit Bahnfahrzeugen und Waffen statt. Keine Ahnung, was das war - leider habe ich kein Bild gemacht und auch im Netz nichts dazu gefunden. Sah eher nach Jahrhundertwende aus, aber ich bin kein Experte für derartige Themen.
geschrieben von: E 44 051
Datum: 26.07.22 00:57
geschrieben von: l0wside
Datum: 26.07.22 11:10
Genau, das ist Anděl - mit zwei Straßenbahn- und einer Metrohaltestelle ein recht großer Umsteigeknoten.Bild 64. Ist das nicht Andel?
Ja: die CD-App hatte das so ausgeworfen. Tiefere Gedanken dazu hatte ich mir ehrlich gesagt nicht gemacht - für mich sind das alles im wahrsten Sinne des Wortes böhmische Dörfer.Gab es einen Grund, dass ihr ab Železný Brod so gefahren seid und nicht nach Turnov und von dort per Schnellzug direkt nach Prag?
Ach, wir haben es nicht mal zur Astronomischen Uhr am Altstädter Markt geschafft. Beziehungsweise erst am Sonntag um 8.00 Uhr. Der Tod ist in Prag aber erst ab 9.00 unterwegs ;)Den sich bewegenden Kafka-Kopf habt ihr nicht angesehen? :-)
An die erinnere ich mich noch von meinem ersten Pragbesuch, da waren die noch aus Holz. Ein paar ziemlich fixe gibt es aber immer noch, ich habe mir aber nicht gemerkt, wo.Schön ist besonders, wenn du eine Station erwischt, die noch über Rolltreppen sowjetischer Bauart verfügen, da bist du mindestens doppelt so schnell die steilen Treppen oben bzw. unten.
Ja, den Kindern hat es definitiv gefallen, das Problem war eigentlich nur die Affenhitze in Prag. Wir fahren auch diesmal mit dem Zug in den Familienurlaub, allerdings ist ein Elternteil dann fürs Auto mit dem Gepäck zuständig, die anderen drei Familienmitglieder nehmen den Zug. Wenn es einen benutzbaren Gepäckversand gäbe und der Anschluss in Bergen auf Rügen nicht eine Lachnummer wäre, wäre das Auto vielleicht auch dieses Jahr zu Hause geblieben. Auch Autoreisezüge sind ja leider Geschichte (wobei ich kein Liegewagenfan bin).Den Kindern scheint es insgesamt gefallen zu haben, vielleicht wächst da ein neuer Eisenbahnvirus heran? Der Grundstein für weitere Eisenbahntouren "in Familie" scheint gelegt zu sein...
geschrieben von: Sören Heise
Datum: 26.07.22 11:44
geschrieben von: tomx3
Datum: 26.07.22 15:27
In 8-10 Jahren sind die Kinder dann so groß, dass ich vielleicht mal ein paar Reiseziele länger ansteuern und von dort Homeoffice machen kann.
Vermutlich war der App die Umstiegszeit zu gering. :-)Ja: die CD-App hatte das so ausgeworfen.
Wenn es einen benutzbaren Gepäckversand gäbe
Das ist so selten nicht. Es konnten auch schon Dreierpacks gesehen werden.[Harrachov] Man nehme dafür zur Kenntnis, dass die CD in Anbetracht des nahenden Wochenendes eine Doppeltraktion geschickt hat.
Die sieht man in CZ in vielen Gleisen vorwiegend in Bereichen mit längerer Standzeit von Dieselfahrzeugen. Grund wurde ja schon genannt.Interessanter als die wohlbekannten RegioShuttle sind die Tücher auf den Schwellen. Wozu dient das?
Der tschechisierte 628 fuhr als nächster Schnellzug von Tanvald nach Prag (anderthalb Stunden später). Mit dem wäret ihr aber gähnend langweilig ohne jeglichen weiteren Umstieg eine Stunde später in Prag gewesen.Bild 53: Taktknoten an tschechischem Landbahnhof. Ganz links (neben dem Zaun) vermutlich der SEV nach Smržovka plus zwei weitere Busse, dann ein 628 (oder 845?) mit unbekanntem Ziel, dann der Desiro in DB-Rot als unser Arriva-Zug nach Železný Brod. Nach Železný Brod sind es übrigens 26 Minuten für 17 km.
Da die Schnellzüge dort nicht kreuzen, war der Desiro der Bummelzug nach Liberec (aber dennoch Gegenzug).Bild 57: Tschechien, Landbahnhof, nächste Runde: Stará Paka. ..., der türkise Desiro ist vermutlich die Gegenleistung zu unserer Wanderdüne, ... Auch hier sind die Tücher über den Schwellen befestigt.
Auf der Seite der Stadt gibt's das Plakat dazu:In Nový Bydžov fand am Bahnhof noch irgendeine historische Show mit Bahnfahrzeugen und Waffen statt. Keine Ahnung, was das war - leider habe ich kein Bild gemacht und auch im Netz nichts dazu gefunden. Sah eher nach Jahrhundertwende aus, aber ich bin kein Experte für derartige Themen.
Ist es nur das Abkühlen? Oder soll so auch der trockene Straßen-/Feinstaub befeuchtet und gebunden werden? Ich weiß es nicht ...Bild 63: Immerhin tut die Stadtverwaltung was. Sie schickt Sprengwagen durch die Gegend und kühlt damit - ja was eigentlich? Hier vermutlich die Gleise. Andere Exemplare haben eher eine Dusche in der Breite verteilt. Der Effekt war überschaubar, aber insbesondere mein Sohn fand es toll.
Das paßt, wurden die T3-Urahnen dieser Wanne (aka T3R.PLF) doch ebendort hergestellt ...Bild 64: Tatra T3 (vermute ich mal) in Smíchov. Im Hintergrund das gigantische Einkaufszentrum Novy Smíchov.
Die Ringhofferwagen sahen über mehrere Jahrzehnte ziemlich ähnlich aus. Details zu dem Wagen wurden ja schon genannt. Nostalgie-Ringlinie 42 übrigens.Bild 66: Ich war zwar noch nie in San Francisco, musste aber beim Anblick dieses Gefährts an die Cable Cars dort denken. Ist aber (wie auch der selbstbewussten Anschrift zu entnehmen) ein tschechisches Gefährt, vermutlich aus den Zwanzigern. Weiß jemand Genaueres? Selbst die tschechische Wikipedia-Seite ist diesbezüglich ziemlich dünn.
Das Ensemble des "Café Tramvaj" besteht aus einem Ringhoffer-Triebwagen und einem "Mitteleinstiegsbeiwagen":Bild 67: Der Wenzelsplatz ... In der Mitte zwei alte Straßenbahnen, die heute als Café dienen, wenn ich mich recht erinnere. Könnte der gleiche Typ wie der 2172 oben sein, aber da fehlt mir die Kompetenz.
Wobei nicht alle 15T klimatisiert sind - m.W. nur die zweite Hälfte der 250 gelieferten "Klapperschlangen".... Das müsste ein Škoda 15 T sein. Die Fahrzeuge sind mir nur insofern in Erinnerung geblieben, als die Klimaanlage funktionierte.
Wenn man in Relation setzt, daß Prag eine der (einkommens-)reichsten Städte (die Einkommensspreizung dürfte ähnlich enorm sein) der EU ist, empfinde ich das Preisniveau nicht abgehoben - eher moderat.Preislich sind die Zeiten, als Tschechien ein billiges Reiseland war, vorbei. Das Preisniveau ist, wenn man nicht in Prag ist, immer noch unterhalb des aus Westeuropa Gewohnten. Der Unterschied ist aber eher bei 20%-30%, nicht mehr aus unserer Sicht lächerlich billig. Für das Land ist das aber etwas Gutes, sonst hätte sich kein Wohlstand entwickeln können. Letzte Woche war ich noch in Budweis (nicht per Bahn), dort haben die Firmen wohl Probleme, genügend Leute zu finden.
Danke für den Bericht ... ;-)Danke an alle, die bis hier durchgehalten haben!
2 Bier dafür dürfte in Prag mittlerweile schwierig werden. 5 Klogänge in U-Bahnhöfen (den dortigen Bedprfnisanstalten wohlgemerkt) bekommt man noch, aber im Bahnhof (egal ob Hbf oder Masaryk) nur halb so viele .. ;-)Zitat:Na, na. Das sind mindestens zwei gezapfte Biere oder fünf Toilettenbesuche. :-PZum Abschluss der türkisen Phase blieb dann noch ein Geldbeutel im Zug liegen.
An Geld waren vielleicht 50 Kronen drin.
Das ist der Linienleiter für den KW/UKW-Zugfunk. Irgendwie muss man die Trägerfrequenzen durch die Röhren schieben - von sich aus wollen sie´s meist nicht.Bild 61: ...Über den Gleisen hängt etwas, was wie Fahrdraht aussieht, aber definitiv keiner ist. Kann mir jemand verraten, was das darstellen soll? Ein Stromabnehmer daran würde sofort beschädigt.
Hier habe ich ein wenig überlegen müssen, und meine, es ist etwas durcheinander gekommen, denn sichtbar ist eine astreine Desiro-Decke :)Bild 54: Dass das Tschechien ist, merkt man tatsächlich nur an der Sprache des Plakats. Und natürlich am Vorhandensein eines Zugbegleiters.
Leider weiß ich nicht, was "Wanderdüne" auf Tschechisch heißt, aber wir bekamen doch tatsächlich einen 628 (oder 845?) serviert, ebenfalls von Arriva. Die Zugehörigkeit zum DB-Konzern war nicht nur an der Lackierung (hat man hier Reste der Türkis-Phase von Regio aufgebraucht?), sondern insbesondere am Sauberkeitszustand zu merken. Während die CD eigentlich immer saubere Züge hatte, kam ich nicht umhin, den 628 aus dieser Perspektive von innen zu verewigen:
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