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 04 - Historisches Forum 

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Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit der Eisenbahn und des öffentlichen Nahverkehrs - Bilder vom aktuellen Betriebsgeschehen bitte nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen veröffentlichen. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen. Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.

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Teil 4: In die Karpaten

In einer Nachtfahrt zog uns unsere Diesellok von Shepetovka nach Ivano- Frankovsk, dem früheren Stanislau, wie die Stadt zu Zeiten des Baus der Strecke hieß.
Zu Beginn der 1890er Jahre kamen die österreichische und die ungarische Regierung überein, eine Eisenbahnverbindung über die Ostkarpaten zwischen den Städten Sighetu Marmatiei(ungarisch Máramarossziget) und Stanislau (heute Iwano-Frankovsk zu erbauen. Die Grenze zwischen Österreich und Ungarn verlief zwischen Voronenka und Yasinya. Der österreichische Teil wurde am 20. November 1894 fertiggestellt. Der Abschnitt von Sighetu Marmației nach Kőrösmező (heute Yasinya) konnte am 15. Dezember 1894 eröffnet werden. Als letztes Teilstück wurde am 15. August 1895 die Strecke von Kőrösmező zur österreichisch-ungarischen Grenze in Betrieb genommen. Noch heute ist die Geschichte an vielen Bahnbauten ablesbar. Die Bahnhöfe im Österreichischen Teil ähneln stark denen in der Steiermark wie z.B. Windischgarsten oder Klaus an der Steyrtalbahn. .Die Strecke wechselte im Laufe der Geschichte mehrmals die Nationalität und gehört heute im nördlichen Teil zur Ukraine und südlich Rachov (bzw. Dilove) zu Rumänien. Nach einem Hochwasserereignis 2001 ist der durchgängige Verkehr zwischen der Ukraine und Rumänien unterbrochen. Die Strecke dürfte wohl die schönste und spektakulärste in der Ukraine sein.
Für uns sollte es der schönste Tag der Tour werden. Neben strahlendem Sonnenschein erwartete uns in Ivano-Frankovsk eine neue Lok.
Bild 1
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Die Su 251.86 gehört zur meistgebauten Personenzuglok Russlands. Von 1925 bis 1951 wurden 3750 Exemplare gebaut. Die Lok hat Treibräder von 1850mm und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 115 km/h.
Bild 2
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Einen erste Fotohalt gab es bei Nadvira. Außerhalb von Ivano-Frankovsk lag eine dünne Schneedecke über der Landschaft.
Bild 3
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Weiter ging die Fahrt Richtung Delyatin
Bild 4
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bei Delyatin bot eine weite Kurve ein herrliches Motiv.
Bild 5
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Bild 6
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Im Bahnhof Delyatin wurde eine Scheinanfahrt durchgeführt
Bild 7
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Zwischen Yaremtcha und Yamna 2 weitere Fotohalte
Bild 8
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Bild 9
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Bild 10
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Halt im Bhf. Yamna
Bild 11
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Mikoolitchy wird erreicht
Bild 12
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In Mikoolitchy wurde die Wartezeit für eine Überholung erst mal für einen Runpast im Bahnhof genutzt.
Bild 13
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Bild 14
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Der Plantriebwagen ist eingetroffen und überholt uns.
Bild 15
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Wir warten auch noch auf die Lok für den nächsten Tag , eine TE, eine ehemalige 52 der Reichsbahn.
Bild 16
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Bild 17
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Bei Vorokhta sind 70min für einen Fotohalt geplant, dazu mussten wir auf einer abenteuerlichen Brücke den Fluss überqueren.
Bild 18
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Das Foto war die Anstrengung wert.
Bild 19
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Bild 20
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Auch auf der Gleisseite gab es noch eine Fotofahrt
Bild 21
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Bild 22
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Wir nähern uns Voronenka und es gibt einen Fotohalt an einem der typischen Steinviadukte der Bergstrecke.
Bild 23
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Das Häuschen am Viadukt ist ein Militärposten, etliche Viadukte und Tunnel waren aus Angst vor Anschlägen bewacht.
Voronenka wird erreicht. Hier steht wieder eine Begegnung mit dem Planverkehr an.
Bild 24
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Die Zeit wird wieder für Scheinanfahrten im Bahnhof genutzt.
Bild 25
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Bild 26
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Bild 27
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Weiter geht es Richtung Yasinya
Bild 28
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Bild 29
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Einfahrt in Yasinya
Bild 30
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Hinter Yasinya wird es noch mal spektakulär
Bei Kwasi geht es am Fluss entlang
Bild 31
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Mehrere eiserne Brücken werden befahren
Bild 32
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Bild 33
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Bild 34
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Vor Rachov gibt es noch einmal einen Fotostop am Haltepunkt Bilin
Bild 35
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Dann wird Rachov erreicht. Die zweite Lok für den morgigen Tag glänzt in der Abendsonne.
Bild 36
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Sie gehört zur Reihe Er und trägt die Nummer 735-72. Die Klasse E, zu der als Untervariante auch die Er gehört, ist mit ca. 12.000 Exemplaren, beschafft zwischen 1912 und 1952, die meistgebaute Loktype der Welt. Mit nur 16t Achslast war die 65km/h schnelle Lok universell einsetzbar.
Am folgenden Tag sollte es mit ihr und der TE die Rampe hinauf zum Scheiteltunnel und hinunter bis Vorochta und wieder zurück nach Rachov gehen.

bis dahin

Euer Pängelanton

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.02.22 23:42.
Spektakuläre Strecken/Landschaften! ... die ex 52 mit dem 26er Tender (eher selten zu sehen!) wirkt neben der 1´C1´ja geradezu popelig ...
Herrliche Bilder einer Strecke, die ich nur kurz nach Dir kennen gelernt habe. Genauer gesagt im September 1997. Wir waren allerdings als Individualtouristen in der Gegend dort unterwegs und haben in Jasinja übernachtet (und im Verlauf der Reise noch in Kiew und auf der Krim).

Wie der Zufall es wollte, hatte ich mir bei einer Wanderung gleich am ersten Tag ordentliche Blasen gerieben und stand für weitere längere Touren ein paar Tage nicht zur Verfügung und ich konnte mich um den Bahnverkehr im Ort kümmern. Allerdings war der ziemlich dürftig. Folgendes Bild ist dabei aber entstanden:

5579.jpg

Grüße aus Hamm
Michael