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 04 - Historisches Forum 

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Hallo zusammen,

weiter geht es heute Abend in unserer kleinen Reihe mit den Fahrplänen und Entwicklungen der FD-Züge mit dem Fern Express Schwarzwald. Auch dieses Zugpaar gehört zu jenen der "2. Generation" die ab den Fahrplanjahren 1987/88 bzw. 1988/89 vermehrt ihren Weg ins FD-Netz der Bundesbahn gefunden haben.

Auch auf den Schwarzwald trifft zu, was für die meisten FD-Verbindungen gilt die ab Sommer 1983 eingerichtet wurden, sie waren bereits zuvor als gewöhnliche Schnellzüge, auf weitgehend identischen Laufwegen unterwegs und beförderten -mal mehr, mal weniger viele- Kurswagengruppen aus unterschiedlichen Quellregionen in die Zielregionen dieser Fernreisezüge.

Der FD Schwarzwald erlebte noch die beiden Nummerierungsvarienten der "Binnen-FD". In seinem ersten Fahrplanjahr war er als FD 770/771 unterwegs, in den darauffolgenden Jahren als FD 1970/1971.

Zunächst verkehrte der Stammlauf des Zuges zwischen Konstanz und Hamburg und führte u.a. über die Höllentalbahn bis nach Seebrugg noch eine Kurswagengruppe mit sich. Ein Jahr später änderte sich dies und Seebrugg wurde neuer Start-/Zielpunkt des FD Scharzwald. Mit der Einführung mehrerer InterRegio-Verbindungen zwischen Hamburg und Konstanz konnte ab Sommer 1989 auf die Kurswagen an den Bodensee verzichtet werden.

Stichwort Bodensee: Der Schwarzwald war immer auch mit dem FD-Zugpaar Bodensee verbunden, mit dem er Kurswagen aus Dortmund/Münster für die Weiterfahrt in den Schwarzwald austauschte.

In den letzten beiden Einsatzjahren war der Zugstamm nur noch zwischen Hamburg und Freiburg unterwegs, von/nach Seebrugg verkehrten aber weiterhin Kurswagen. Sehr abwechslungsreich gestaltete sich der Laufweg zwischen Göttingen und Karlsruhe. Zeitweise war Darmstadt der einzigste Unterwegshalt, in anderen Fahrplanjahren hielt der Zug dann entweder in Frankfurt Süd oder Frankfurt Hbf. Non-stop ging es dabei mal über Fulda oder über Gießen von Nord nach Süd und umgekehrt.

Bild1.jpg

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Viele Grüße
Rüdiger

Informationen zum Schienenpersonenfernverkehr (Fahrpläne, Historische Daten, Produkte, Zuggattungen):
[www.simplexmobility.de]
Das männliche Sammler-Gen; Ihr Zugbegleiter (IZB):
[www.fernbahn.de] | [www.nordreport.de] | [www.zug-archiv.de]
Hallo,

bei diesem Zug hat mich immer gewundert, warum er nicht bereits ab Fahrplanjahr 1985/86 als FD geführt und als solcher beworben wurde. Er war schließlich schon damals mit entsprechendem Wagenmaterial (Avmz, Bm 235, QUICK PICK-Zugrestaurant) ausgerüstet, lief sogar anders als die übrigen FDs mit Ausnahme des "Königssee" mit Vmax 160 km/h (Frage: Auch schon 1984/85?). Der Wagenaustausch mit dem FD "Bodensee" fand jedoch meines Wissens erst ab Fahrplanjahr 1988/89 statt.

Viele Grüße
Bremsartsteller
Interessant an dem Zuglauf des FD-Paares "Schwarzwald" war auch der durch die Umfahrung des Frankfurter Hauptbahnhofes erst in Darmstadt mögliche Loktausch von der Hamburger 103 auf eine 111, die den Zug dann in den Schwarzwald brachte. Die 103 stand dann eine gute Stunde in Darmstadt und übernahm dann den Gegenzug von der 111 aus Seebrugg/Freiburg.

Ich muss demnächst einmal die entsprechenden Bilder heraussuchen.

Wagentausch mit FD Bodensee

geschrieben von: RailServ

Datum: 26.01.22 18:40

Hallo,

ja, da hast Du recht und für meine Unschärfe in der Beschreibung muss ich mich entschuldigen.

Im Fahrplanjahr 1987/88 waren als Kurswagengruppen noch die aus der Zeit des D 770/771 dabei:

D 2770 Seebrugg-Freiburg / E 3470 Freiburg-Offenburg (nach Hamburg)
D 861 Darmstadt-Bielefeld (aus Konstanz)

D 754 Heidelberg-Saarbrücken (aus Hamburg)
D 2771 Offenburg-Seebrugg (aus Hamburg)
D 2871 Bielefeld-Kassel / D 791 Kassel-Frankfurt (nach Konstanz)

Viele Grüße
Rüdiger

Informationen zum Schienenpersonenfernverkehr (Fahrpläne, Historische Daten, Produkte, Zuggattungen):
[www.simplexmobility.de]
Das männliche Sammler-Gen; Ihr Zugbegleiter (IZB):
[www.fernbahn.de] | [www.nordreport.de] | [www.zug-archiv.de]
Bei den Bundesbahn gab es Tagesfernzüge mit beachtlichen Abschnitten ohne Zwischenhalt:

348 km ohne Halt, D KONSUL Frankfurt 08:30-11:50 Hannover (1977)
277 km ohne Halt, IC LINDERHOF Würzburg 12:58-15:25 München (1983)
249 km ohne Halt, FD SCHWARZWALD Frankfurt 15:13-17:32 Göttingen (1988) - bis Darmstadt zusätzlich 20 km
236 km ohne Halt, IC PRINZIPAL Westerland 17:16-19:27 Altona (1977)
223 km ohne Halt, FD ALLGÄU Mannheim 11:20-13:43 Ulm (1988)
215 km ohne Halt. z.B. IC KARWENDEL Würzburg 12:45-14:33 Augsburg (1988)

Aus jüngerer Zeit haben wir natürlich ICE-Sprinter wie einst Essen - Hamburg oder aktuell Köln - Berlin ohne Halt. Es gab früher auch diverse Nachtzug-Verbindungen mit sehr langen Strecken ohne Fahrgastwechsel, hier gab es oft betriebliche Halte. Tageszüge sind aber i.d.R. tatsächlich komplett durchgefahren.

Gruß, Olaf

(,“)
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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.01.22 03:33.
Jetzt noch die versprochenen Bilder des Lokwechsels, in diesem Fall in Richtung Süden in Darmstadt im März 1990:

103 183 ist abgekuppelt und zieht vor.

FD Schwarzwald Lokwechsel 2_01.JPG


Die 103 passiert die wartende 111 100

FD Schwarzwald Lokwechsel 1_01.JPG


Die 111 setzt sich an den FD zur Weiterfahrt nach Seebrugg.

FD Schwarzwald Lokwechsel 3_01.JPG
Alibizugpaar schrieb:
Bei den Bundesbahn gab es Tagesfernzüge mit beachtlichen Abschnitten ohne Zwischenhalt:

348 km ohne Halt, D KONSUL Frankfurt 08:30-11:50 Hannover (1977)
277 km ohne Halt, IC LINDERHOF Würzburg 12:58-15:25 München (1983)
357 km ohne Halt, D 1683 Hannover 10:06 - 13:37 Würzburg (1977).

Bei Gelegenheit kann ich mal eine Zusammenstellung derjenigen fahrplanmäßigen Züge beginnen, die national und international die weiteste Wegstrecke ohne Zwischenhalt zurücklegten (ohne Autoreisezüge).

Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Brandl