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Hallo in die Runde,

den genauen Tag habe ich ja verpasst, aber 50 Jahre sind es allemal: Am 5. Dezember 1971 rangiert die 50 2613 am ostwärtigen Ende des Bahnhofs Sigmaringen. Im Hintergrund rechts steht das damals schon nicht mehr benutzte WLZ-Lagerhaus. Dieses hat seinen Nachfolgeturm am anderen Ende des Bahnhofgeländes locker um ca. 10 Jahre überlebt und wurde nun aber auch dieser Tage abgerissen. Was an die Stelle kommen soll oder ob die Fläche leer bleiben soll, weiß ich allerdings nicht.

1971-12-05, 5a, SN, Sigmaringen-50 2613.jpg

Viele Grüße
Christoph
Danke Christoph!
Gibt es noch ein Foto vom Zustand des alten WLZ-Lagerhauses (kurz) vor Abriss?

P.S.: Bin in SIG "groß" geworden (1967 bis 1970, 1975 bis 1986) und heute noch ab und zu vor Ort. Den WLZ-Hochturm kannte ich noch und auch wie das Gelände vorher aussah (Bauhof).

Grüße
Pit



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2021:12:09:16:43:19.
Hallo Pit,
das Gebäude war in den letzten Jahren sehr eingewachsen, wie üblich bei der DB... Ich habe kein spezielles Foto aus letzter Zeit, aber ich kann Dir einen Link zu einem 628 an ähnlicher Stelle schicken, wo Du sehen kannst, wie zugewachsen alles ist:
[www.drehscheibe-online.de]
Ich muss mal in meinen anderen Bildern suchen, ob ich noch etwas finde. Das Gebäude war noch bis zum Schluss intakt und wurde auch noch von einem Betrieb für Mühlenbedarf bis vor wenigen Monaten genutzt.
Viele Grüße
Christoph

Telegraphenmast

geschrieben von: Dampffrosch

Datum: 10.12.21 05:02

Hallo Christoph,

bei diesem wunderschönen Bild ist mir dieser Telegraphenmast natürlich sofort aufgefallen.
Es ist ein Kuppelgestänge, das sowohl als Tragmast für den oberen Querträger als auch als Endmast für die drei unteren Querträger dient. Auffällig sind die hängenden J-Stützen. Diese habe ich schon auf anderen Bildern bei Endmasten gesehen, aber vorwiegend in Baden-Württemberg.

Frage wäre dann: Wie lange stand dieser Mast?

Gruß aus Pampanga
Horst

Re: Telegraphenmast

geschrieben von: 38 2383

Datum: 10.12.21 09:59

Lieber Horst,
es freut mich, dass Dir der Mast gefällt und dass Du so gut über seine Bauart Bescheid weisst! Tatsächlich war das der letzte Mast bevor es dann über die Donaubrücke ging.
Wahrscheinlich wurde er bei den allgemeinen Umbaumassnahmen in den 80er oder frühen 90er Jahren weggenommen. Ich war damals beruflich bedingt wenig in meiner Geburtsstadt und habe praktisch nur den neuen Zustand mitbekommen. Lokschuppen und Drehscheibe verschwanden, die Güterabfertigung wurde abgebrochen, die HzL wurde eingefädelt, die Personengleise 5 und 6 entstanden, die Stellwerke und die Flügel Signale verschwanden und natürlich auch die Telegrafenleitungen.
Das war damals sicher ein grosser Umbau, der aber an mir vorbei ging...
Viele Grüße
Christoph



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2021:12:13:16:46:39.
Zwei Bilder aus jüngerer Zeit mit dem Gebäude als Beifang habe ich noch gefunden:

1. Überführung des SBB-Krokodils am 5.Nov. 2017 zurück in die Schweizerische:
2017-11-05, 2a, Sigmaringen, 218 460-Ce 6-8-14305 (1).jpg

2. 218 409 am 16. April 2019:
2019-04-16, 1, Sigmaringen-218 409 (1).jpg

Viele Grüße
Christoph

Und so sieht es heute (10.12.21) aus

geschrieben von: 38 2383

Datum: 10.12.21 12:10

Noch die Situation von heute Morgen, 11.35 Uhr mit RE 55 nach Ulm, 628 904 und 629 004. Hinter dem Zug noch der alte badische Lokschuppen.

PSX_20211210_120217.jpg

Viele Grüße
Christoph

P.S.: wie ich heute erfahren, soll es mit den 628ern in Ulm jetzt rasch zu Ende gehen.... Hat also zufällig gepasst.

Edit-Hinweis: PS eingefügt



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2021:12:10:22:09:05.

Re: Telegraphenmast

geschrieben von: Dampffrosch

Datum: 11.12.21 08:53

Hallo Christoph,

Telegraphenmasten faszinieren mich schon seit meiner Kindheit. Die modernen Technik hat die leider fast alle verdrängt.
Nun eine weitere Frage zum Mast. Die 8 Drähte des oberen Querträger gehen ja weiter Richtung Donau. Da sich vor der Donaubrücke kein weiterer Mast befindet müsste der nächste Querträger an einer Wand oder schon am Brückengeländer befestigt gewesen sein.Also wie ging es mit den oberen 8 Drähten weiter?

Viele Grüße

Horst

Re: Telegraphenmast

geschrieben von: 38 2383

Datum: 11.12.21 09:48

Hallo Horst,
da muss ich mal alte Bilder von und bei der Brücke durchsehen. Das kann aber etwas dauern. Ich melde mich, wenn ich etwas finde.
Viele Grüße
Christoph

Re: Telegraphenmast

geschrieben von: Dampffrosch

Datum: 11.12.21 10:36

38 2383 schrieb:
Hallo Horst,
da muss ich mal alte Bilder von und bei der Brücke durchsehen. Das kann aber etwas dauern. Ich melde mich, wenn ich etwas finde.
Viele Grüße
Christoph
Alles klar und bitte keine Hektik.
38 2383 schrieb:
Hallo Pit,
das Gebäude war in den letzten Jahren sehr eingewachsen, wie üblich bei der DB... Ich habe kein spezielles Foto aus letzter Zeit, aber ich kann Dir einen Link zu einem 628 an ähnlicher Stelle schicken, wo Du sehen kannst, wie zugewachsen alles ist:
[www.drehscheibe-online.de]
Ich muss mal in meinen anderen Bildern suchen, ob ich noch etwas finde. Das Gebäude war noch bis zum Schluss intakt und wurde auch noch von einem Betrieb für Mühlenbedarf bis vor wenigen Monaten genutzt.
Viele Grüße
Christoph
Das Lagerhaus gehörte sicher nicht der DB, das würde mich schwer wundern. Entweder gehört das Gelände der Baywa oder der Stadt.
Danke Christoph (und ThomasR).
Ja, das Gebäude kannte ich natürlich.
Freue mich nun zu wissen, dass es der Vorläufer des Hochturms war.
Grüße!

Re: Telegraphenmast

geschrieben von: 38 2383

Datum: 21.12.21 18:26

Hallo Horst,

nun habe ich doch noch etwas gefunden. Ich hänge es hier an, denn es gehört zum Beitrag. Am 15. Dezember 1973 durfte ich in Sigmaringen aufs Stellwerk und zufällig kam die 50 2733 Lz vorbei Richtung Ulm. Mein Nachschuss zeigt die Donaubrücke und rechts das Gelände des ehemaligen badischen Lokschuppens, damals bereits Gelände der Bahn- und Signalmeisterei. Weil es vorher einen Schneesturm gegeben hatte, sind alle Masten weiß eingefärbt. Daher sieht man sie auch besser, als sonst beim trüben Dezemberlicht. Ich denke, die Telegrafendrähte kamen im Kabelkanal bis zum von Dir bewunderten Masten vor der Brücke und wurden dann oberirdisch links an der Brücke entlang weiter Richtung Sigmaringendorf geführt. Die Abspannung des Mastes belegt meiner Meinung nach, dass die Drähte dort beginnen, denn sonst wäre eine Abspannung in den Boden nicht notwendig gewesen:

1973-12-15, 3a, SNM, Sigmaringen vom Stellwerk Ost-50 2733.jpg

Und noch ein Ausschnitt:
1973-12-15, 3b, SNM, Sigmaringen vom Stellwerk Ost-50 2733.jpg

Das ist meine Interpretation und ich kann es auf manchen anderen Bildern (schlechter als dieses) auch noch sehen.

Viele Grüße
Christoph

Re: Telegraphenmast

geschrieben von: Dampffrosch

Datum: 22.12.21 04:31

Hallo Christoph,

für mich ist es jetzt klar. In Richtung Herbertingen hatten die Masten vier Querträger und Richtung Inzigkofen dann einen Querträger. Das zeigt die Aufnahme von 1971 sehr deutlich. Daher ist die Abspannung notwendig, weil die erhöhte Zugkraft der Drähte in Richtung Herbertingen ausgeglichen werden muss. Der Mast ist Abspannmast und Tragmast zugleich.
Bei der Aufnahme vom 15.12.1973 sind leider keine Drähte zu erkennen. Somit ist es durchaus möglich, dass eine Veränderung vorgenommen wurde und es ein reiner Abspannmast geworden ist.
Veränderungen an Telegraphenmasten gab es ja immer wieder, was ich auch auf der Nibelungenbahn (Worms - Bensheim) mehrmals beobachten konnte, bis sie im Sommer 1978 leider verschwanden 🙁.

Gruß und Frohe Weihnachten

Horst