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 04 - Historisches Forum 

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Eigentlich ein etwas ungewöhnlicher Titel, aber genau das zeige ich nachfolgend: Den Belgischen Urlauberzug auf dem eingleisigen Streckenabschnitt zwischen Troisdorf und Siegburg. Die Strecke überquerte hinter Troisdorf die Aggerauen und verlief schnurgerade bis Siegburg durch ruhige Natur. Zwischen 1972 und 1975 habe ich dort oft jeden zweiten Tag gestanden, denn der Dm 80045 (ab Sommer 1974 Dm 38043) verkehrte alle zwei Tage.

Das Bw Gremberg hatte bis Mai 1969 die letzten 03 von Mönchengladbach bekommen: 03 077, 111, 220, 260, 268 und 276. Mit den Lokomotiven wusste man im reinen Güterzuglok-Bw Gremberg nichts Rechtes anzufangen und sie wurden fast ausschließlich vor dem Militärschnellzug und im Bauzugdienst eingesetzt. Ende Dezember 1970 wurden die letzten 03er in Gremberg abgestellt und die Leistung des Dm wurde kurzzeitig von der BR 215 des Bw Köln-Nippes übernommen. 03 268 und 03 276 kamen bekanntermaßen 1971 nochmal in Ulm an's Laufen. Im August 1970 hatte das Bw Gremberg die letzte kohlegefeuerte Lokomotive der BR 41, 41 293 von Eifeltor erhalten, und der Militärschnellzug wurde mit ihr Anfang 1971 wieder dampfgeführt! Dieser Einsatz endete schon am 4. Februar 1971 und mit der Gremberger Wannentenderlok 052 428 wurde die Leistung dann von der BR 50 übernommen, die zur Planlok für den Zug wurde.

Ab Sommer 1973 ging die Leistung an das Bw Betzdorf bis zum Dampfende auf der Siegstrecke über (Sommerfahrplan 1975). Betzdorf war damals das Güterzuglok-Bw für die Siegstrecke und man versuchte den Schnellzug auch ein paar mal mit der BR 44. Das Drillingstriebwerk lief aber bei der hohen Geschwindigkeit und den paar Tonnen (bis ca. 950) am Haken nicht zufriedenstellend. So setzte Betzdorf eben auch seine bestlaufenden Schnellfahr-50er ein, wie an der bevorzugten Verwendung bestimmter Maschinen zu erkennen ist. Über eine Stunde auf einer 50er eine Geschwindigkeit zwischen 65 und 80 km/h (und schneller…) zu fahren ist schon ein Erlebnis. Die Güterzugmaschine rüttelt so dermaßen, das man auf der Tenderbrücke stehend eigentlich keinen festen Bodenkontakt hat und nach Verlassen der Lok in Siegen auf dem Bahnsteig das Gefühl hat zu schweben…

So, jetzt geht es aber Los! Am 13. September 1974 stemmt sich 050 904 in Troisdorf gegen den Zug und wird ihn mit harten Auspuffschlägen beeindruckend schnell beschleunigen. Rechts ist die Zuglok des Dm von Aachen nach Troisdorf zu sehen. Anhand der sichtbaren Ziffern dürfte das die Deutzerfelder 110 131 gewesen sein.

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1974.09.13._Belgier.jpg


Gut 100 m weiter steht hier nun die Gremberger Starlok 052 428 im Juni 1973. Sie hat ins Streckengleis vorgezogen, damit sich die E-Lok, die den Zug gebracht hat, vom Zug absetzen und sich die Dampflok davorsetzen kann. Die Lokführer Friedrich und Herbert und der damalige Studentenheizer Albrecht waren so eine Art Stammpersonal der Lok und entsprechend technisch und optisch gepflegt kam sie daher. Herbert hatte sich den Führerstand mit einigen Accessoires wohnlich gestaltet… – böse Zungen behaupteten sogar, er habe Gardinen mit Bömmelchen aufgehangen. Die habe ich allerdings nicht gesehen, nur seinen mit Fell bezogenen Lokführerschemel. Rechts im Hintergrund ist die abzweigende rechte Rheinstrecke zu sehen und wir befinden uns hier logischerweise – wie die Troisdorfer sagen – im Dreieck (nicht Kassel Bahndreieck).

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1973.06._Troisd_052428.jpg


Die nächsten ca. 600 m befanden sich noch im unattraktiven und bebauten Stadtgebiet von Troisdorf und waren zugewachsen. Aber dann ist der Blick auf die Strecke wieder frei und die Bahn erhebt sich langsam auf einen Damm, um die Agger zu überqueren. Am 28. Februar 1975 bei ziemlich tiefstehender Sonne war 052 908 schon mit einem Wagen im neuen Farbkonzept unterwegs… – und man beachte das Vorsignal…

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1975.02.28._DammAgger_052908.jpg


…nämlich am 30. Mai 1974 stand das Signal noch nicht da, als 050 855 die Stelle passierte. Im Winter 1974/75 wurden Vor- und Hauptsignal für die Einfahrt in Siegburg Rbf ver- bzw. ersetzt.

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1974.05.30._DammAgger_050885bearb.jpg


Ein paar Meter weiter, immer noch vor der Kulisse der prächtigen, am 25. März 1974 noch unbelaubten Pappeln, begegnet uns 050 904. Gut zu sehen die Baken des da noch weiter in Fahrtrichtung stehenden Vorsignals.

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1974.03.25._DammAgger_050904.jpg


Noch ein paar Meter weiter folgt die Straßenüberführung über die Straße von Friedrich-Wilhelms-Hütte nach Troisdorf, am 29. April 1975 auf scheiß Agfa Professional Diafilm aufgenommen.

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1975.04.29._DammAgger_050904bearb.jpg


Weil das Bild so gemütlich ist, auch noch der Nachschuss. Irgendwelche verblichenen Farben des Films waren nur noch mit vielem Drehen an den Knöpfen im Bildbearbeitungsprogramm zu finden.

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1975.04.29._Agger_052904_N.jpg


Gleiche Stelle des Zuges, nur mehr Überblick und auch nicht gut gelungen am 5. Juni 1974 mit 053 132.

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1974.06.05._DammAgger_053132.jpg


Nun kommt die Aggerbrücke! Hier am 12. Februar 1974, entsprechend der Jahreszeit kaum Licht, aber das offene 1.8er Carl Zeiss-Objektiv hat noch etwas brauchbares abgebildet. Das angesprochene Vorsignal steht hier noch am Anfang der Brücke direkt über dem Helm des Mopedfahrers, mit viel Fantasie auch zu erkennen. Rechts sind die schon lange nicht mehr genutzten Gleise der nach dem Krieg für die gesprengte Aggerbrücke gebauten provisorischen Behelfsbrücke zu sehen. Erstaunlich, dass sich das bis weit in die siebziger Jahre erhalten hat.

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1975.02.12._Aggerbrücke.jpg


Drehte man sich am Anfang der Brücke herum, konnte man ca. zwei Stunden früher den Lz für den Dm von Betzdorf kommend fotografieren, wie hier am 28. Februar 1975. Rechts hinter den Ästen kann man das Wahrzeichen Siegburgs, den Kirchturm auf dem Michaelsberg erkennen, der bis ins Jahr 2011 eine Abtei der Benediktinermönche war und die inzwischen mangels Nachwuchses aufgegeben ist. Für die Siegburger (und auch den Rest der Welt) ist das ein herber Verlust; denn seit dem 16. Jahrhundert wurde dort der berühmte "Siegburger Abtei-Liqueur" hergestellt, zuletzt durch Bruder Fridolin! Daher stammt auch die sehr geistreiche Frage: "Was ist der Unterschied zwischen einem Benediktinermönch und einem Kräuterschnaps?"
Der Mönch hat ein "Seil herum" – und der Kräuterschnaps ist ein "Heilserum"…

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1975.02.28._Agger_052908LZ.jpg


Gut 100 m weiter die erste "Lichtung" im Gestrüpp. Die bewährte 052 908 durchfährt am 14. Mai 1974 die mit voller Kraft erwachende Natur – das war ein sehr beschaulicher und ruhiger Streckenabschnitt. Die Straße hatte keinen Ausgang und PKW-Verkehr fand quasi nicht statt. Mit diesem Foto beweist der Kodachrome 64 wieder einmal seine unübertroffene Resistenz gegen Alterung!

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1974.05.14._Strecke_052908.jpg


Wir nähern uns Siegburg! Am 27. März 1974 hat 050 904 mindestens die auf diesem Streckenabschnitt zugelassenen 70 km/h (65 km/h) erreicht, wie an der niedergedrückten Dampfwolke zu erkennen ist. Das akustische Erlebnis war – ihr könnt es euch vorstellen – beeindruckend!

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1974.03.27._050904.jpg


Nun nochmal die Gremberger Starlok! Die Abfahrt in Troisdorf war aufgrund des ruhigen Wintertages Anfang November 1972 tatsächlich noch in Siegburg zu hören und die senkrechte Dampfwolke der Abfahrt zu sehen. Naiv, wie ich damals war, glaubte ich, dass das Licht reichen würde… Aus dem damals recht günstigen Reveuchrome 200-Diafilm läßt sich heute mit einem guten Scanner sogar noch etwas herausholen.

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1972.11._SiegburgBruecke.jpg


Wegen des schönen Lichtes auch noch der Nachschuss. Rechts ist das Ausziehgleis des Ablaufbergs vom Siegburger Rangierbahnhof zu sehen.

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1972.11._Siegburg9NaV.jpg


Zum Schluss noch ein Foto "von unten" mit Brücke und Einfahrtsignal Siegburg. Der Betzdorfer Lokführer Friedhelm Schwan† wird mich gleich erkennen und ein kurzer Pfiff unterbrach dann am 20. März 1975 die ruhige Idylle.

http://www.iedu.de/Daten/Heimat/1975.03.20._SiegburgBelgier.jpg


Das war mein kleiner Ausflug in eine Zeit, fast ein halbes Jahrhundert her und komprimiert auf 4500 Meter und einen einzigen Zug! Wie man sieht, spielte das Wetter für mich damals keine große Rolle. Dadurch hatte ich mich an die Grenzen der analogen Fotografie herangetastet und viel gelernt. Geblieben sind neben den Fotos auch viele Erinnerungen an diesen beschaulichen Streckenabschnitt, wie etwa an den Bauern, der mich in seinem Rübenfeld stehen sah für Foto vier. Er rief mich und war nicht sehr begeistert über mein Tun. Nachdem ich ihm versichert hatte, dass ich keiner seiner Rüben ein Blatt abgebrochen hatte, saßen wir noch lange am Rain und er schnitzte mit seinem Messer kleine Würfel aus einer Rübe und wir aßen diese gemeinsam – hmm lecker.

Beste Grüße und Gesundheit!
Thomas


PS.: Die Siegstrecke ist heute dort wieder komplett zweigleisig, daneben zwei Gleise der Neubaustrecke Köln–Frankfurt und dann noch die Schnellstraße zwischen Troisdorf und Siegburg. Nichts ist geblieben von der damaligen Idylle und dem Naturbiotop.


Datum und Fehler korrigiert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2021:12:07:00:38:07.
Diesem wunderbaren Beitrag füge ich an, daß seit der Schließung der Abtei in Siegburg nicht nur die Liebhaber geistiger Getränke, sondern auch die des gepflegten Tennissports Trauerflor tragen: Einer meiner härtesten Gegner in der Medenrunde entpuppte sich in der Tat als Benediktinermönch. Einen eigenen Club hatte die Abtei natürlich nicht, und so hatte er sich einem Kölner Verein angeschlossen. Heute nimmt er wohl in seinem Bistum Ausbildungsaufgaben wahr.

Viele Grüße

Jürgen

Ganz großes Hifo! Darauf einen Kräuterlikör...

geschrieben von: Karabük

Datum: 05.12.21 09:57

Der hilft als Heilserum vielleicht zusätzlich gegen die Seuche!
Danke für's Mitnehmen, viele Grüße
Bastian
Hallo Thomas,

ein toller Bericht zum zweiten Advent! Insbesondere die Schilderung der Mitfahrt und das anschließende Gefühl in den Füßen, wenn man wieder festen Boden betritt, ist sehr plastisch dargestellt. Ähnliches wiederfuhr mir auf einer 52.80.

Schönen Sonntag noch!
Michael

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Moin Thomas,

eine tolle Bildersammlung vom Dm - Klasse! Ich habe den immer nur mit 052 428 gesehen - hier am 2.8.71 bei der Durchfahrt in Siegburg:

https://www.eisenbahnhobby.de/gremberg/SW18-25_052428_Siegburg_2-8-71_S.jpg


An diesem 2.8.71 stand die Lok zuerst schön vor dem Gremberger Schuppen:

https://www.eisenbahnhobby.de/gremberg/SW18-13_052428_Gremberg_2-8-71_S.jpg


Danach wurde sie dür den Dm fertiggemacht und an der Besandung noch einmal fotografiert - die Schlussscheibe für die Lz-Fahrt nach Troisdorf hängt bereits:

https://www.eisenbahnhobby.de/gremberg/SW18-19_052428_Gremberg_2-8-71_S.jpg


Dort an der Besandung durften wir aufsteigen und mit nach Triosdorf fahren - hier nach der Ankunft:

https://www.eisenbahnhobby.de/gremberg/SW18-21_052428_Troisdorf_2-8-71_S.jpg


Dann ging es nach Siegburg zum dort rangierenden Grünspecht:

https://www.eisenbahnhobby.de/gremberg/SW18-33_055738_Siegburg_2-8-71_S.jpg


Und dann kam der Dm verübergebraust!


Danke fürs Erinnern,

Martin

Edit: richtigerweise aus Siegen Siegburg gemacht - vielen Dank, Bruno!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2021:12:05:17:17:40.
Hallo Thomas,

Dein heutiger Beitrag ist ja einfach klasse, so kann man auch eine (zur damaligen Zeit) Allerweltlok hervorragend ins Herz eines Dampflokfreundes brennen.

Danke für die schönen Aufnahmen und Deine Beurteilungen zu den Filmmaterial. Ich habe gleiche Erfahrungen gesammelt. Loks der BR 50 gab es damals in Dortmund reichlich.

Nochmals herzlichen Dank für den Beitrag.

Gruß und stabile Gesundheit wünscht JWD

Frage zu den Dm nach Siegen:

geschrieben von: S&B

Datum: 05.12.21 11:55

Es ist ja schon sooo lange her, und das Gedächtnis ist eine fragile Sache...

Wenn ich versuche, mich zurück zu erinnern, kam ein Belgischer Militärschnell(?)zug öfter, aber vielleicht nicht täglich, von Aachen her.
Er war in der Regel mit einer 215 bespannt. (Düren? Nippes?), und es hieß, das Ziel sei Siegen.

Bei Ausfall der 215 übernahm eine Stolberger 50 den Zug- lt. eines Lokführers blieb sie bis Siegen davor.
So auch am 1.Mai 1975, als ich mit meinem Taxi am Stolberger Hbf stand:
Aufmerksam wurde ich, daß ein Zug mit einer 50 am Kölner Bahnsteig zum Halten gekommen war.
Und wie anders als sonst sich die 50 darstellte: Statt der gemütlich muffelnden Maschinen von Kohlezügen bebte die Lok geradezu.
Wie ein Raubtier vor dem Sprung! Hilfsbläser voll auf, die Luftpumpe in heftiger Arbeit, fast so, als donnerte da noch ein nicht vorhandener Ölbrenner!

Nach einigen Minuten ging es los- mit krachenden Auspuffschlägen beschleunigte die 50 rasant. Noch bevor der Zug wohl das ASig C (bei Sof) erreichte war die Geräuschkulisse in einen wilden Trommelwirbel übergegangen.
Ich wußte gar nicht, daß das Bw. Stolberg derart temperamentvoll fahrende Lokführer hatte... :-)

Meine Frage ist, um welchen 'Belgierzug' es sich wohl gehandelt haben könnte, der von Aachen her kommend in der Regel mit 215 bespannt war?
Grüße
Ulrich
Hallo Thomas,

so 'ne 4500 m hätte ich gerne auch vor der Haustür gehabt, hatte ich aber nicht. Das war schon eine exotische Blüte des ausgehenden Dampfzeitalters. Du bist Deiner Chronistenpflicht vorbildlich nachgekommen. Vielen Dank für die hervorragende bildliche und textliche Ausgestaltung.

Grüße
Hans-Jörg "Dg53752"
Dieser Meinung ist meine Haus- (und Impfärztin) tatsächlich. Sie rät zusätzlich zum Saunieren.

Viele Grüße

Jürgen

Der Dm 80045 mit 3 Scan

geschrieben von: Olaf Ott

Datum: 05.12.21 15:35

Hallo Thomas!

Da ist dir eine wunderbare Dokumentation des "BU" vor deiner gelungenen Haustür.

Ich habe mal die beiden Buchfahrpläne der BD Köln und Mainz eingescant, da nicht jeder diesen Zug genau kennt.




80045-Wi70-71c.jpg



80045-Wi70-71a.jpg



80045-Wi70-71b.jpg

Vielen Dank für diese Überraschung!
Olaf Ott
Hallo Thomas,

ein ganz starker Bericht! Obwohl besagter belgischer Urlauberzug alle zwei Tage bei mir an der Haustüre vorbei gefahren ist, habe ich ihn nicht ausreichend fotografisch gewürdigt. Er gehörte damals zum täglichen Allerlei.

Am 29.07.74 hat es dann doch einmal gepasst und ich habe besagten Militärzug, bespannt mit 052 908-1 vom Bw Betzdorf, gegen die tief stehende Sonne bei der Durchfahrt Betzdorf fotografiert.


052 908-1 Bw Betzdorf am 29.07.74 mit Dm 38043 im Bahnhof Betzdorf_bearbeitet-1.jpg


Danke für Deinen Bericht.

Herzliche Grüße und bleib gesund
Bruno

Re: ZpAR 38042(80044) und 38043(80045) 1 Bild

geschrieben von: Alta Villa

Datum: 05.12.21 16:26

Hallo,

als Ergänzung noch der passende ZpAR vom Sommer 74.
Ich kann mich an einen ähnlichen Beitrag hier im Hifo über diesen Dm erinnern.

Einen schönen 2. Advent

Gruß

Ralf
0DD25C16-7B98-42A3-899A-DB44AAB46377.jpeg

Wunderbar !

geschrieben von: Reinhard Gumbert

Datum: 06.12.21 12:45

Danke, Thomas, für diesen schönen - und interessanten - Beitrag über den berühmten BU, auf nur einem kurzen Stück seiner Strecke, vor Deiner Haustür!

Ich selbst habe den Zug leider nie erwischt: Erst wollte-wollte-wollte ich "bei Gelegenheit"... - und dann waren die 003er weg. - Und wegen einer 50 von Frankfurt bis an die Sieg?? - Asche auf mein Haupt...

Gut, daß andere, wie Du, so schöne Bilder von der Fuhre gemacht haben, der Genuß ist - fast - so groß wie in natura.

Schöne Grüße aus (inzwischen längst) Aachen -
Reinhard
Vielen Dank für den Bilderbogen und endlich den fotografischen Beweis, daß es durchaus Dampfloks mit ozeanblau/beigen Waggons gab. Zum ersten mal sehe ich diese Kombination!

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." [Albert Einstein]


"Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich...!"
[Konrad Adenauer]
Auch ich möchte Dankeschön sagen für deinen wundervollen Beitrag, der auch die letzte Phase der Dampfbespannung des BU dokumentiert.

Öfters wurde und wird die bevorzugte Bespannung mit der Gremberger 052 428 angesprochen. Diese Lok war für die üblichen Gremberger Leistungen "rund um den Dom" beim Personal unbeliebt, weil sie ein offens Führerhaus ohne Tenderwand hatte, was bei den häufigen Fahrten mit Tender voraus störend war. Für den ausschließlich vorwärts beförderten BU dagegen war sie dagegen ideal, zumal sie über einen üppigen Wasservorrat von 30 "Metern" verfügte. So kamen Stammlok und ein häufiges Stammpersonal zusammen, das sich nach und nach auf der Lok häuslich einrichtete und sich diverse Extras gönnte, die schon hart an der "eigenmächtigen Änderung der Bauart" vorbeischrammten - von ein paar farblichen Eskapaden mal ganz zu schweigen - siehe Bild:

052 428_Troisdorf_1972_Thomas Tschirner_0114.jpg


Vergangene Zeiten - und großartig, sich daran zu erinnern!

Bernhard
Zufäiig auf Youtube gefunden: 03 220 vor dem Dm 80045: [www.youtube.com].
Michael


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