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Übergabe nach Rimsting

geschrieben von: Bahnfrosch

Datum: 20.11.21 18:11

Hallo zusammen,

im Jahr 1984 bin ich von Prien aus zur Übergabe nach Rimsting geradelt.

Dort wurde 211 279-5 angetroffen. Die fehlende Umsetzmöglichkeit führte zu interessanten Einreihungen der Lok bei der Sperrfahrt.

2021-11-19_16.JPG

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2021-11-19_19.JPG

Bonus:
194 mit Durchgangsgüterzug

2021-11-19_20.JPG

Gruß Bahnfrosch

Wat dat all gift…..

geschrieben von: Karl Heinrich

Datum: 20.11.21 18:41

Moin,

herrlich!! Nun wissen wir warum die Lok auf beiden Seiten eine Kupplung hat, man an beiden Seiten was anhängen.

Aber im Ernst: fuhr die Übergabe so auf Strecke?

Ein schönes Wochenende, bleibt gesund und Grüße, Karl

Re: Übergabe nach Rimsting

geschrieben von: diesel-fan

Datum: 20.11.21 19:56

Hallo Bahnfrosch !

Ja, das waren noch Zeiten, als es die Lokführer in Rosenheim gab und diese mit der 211 kreuz und quer auf allen möglichen Strecken Übergaben fuhren. Es gab sogar eine Zeit, als die Zementzüge nach Rohrdorf in der Konstellation 218 + 211 gebildet wurden. Dazu bekamen eine Hand voll der Rosenheimer Tf's die 218 Ausbildung. Weiß heut fast keiner mehr.
Die 211 fuhr aber auch noch Ri. Bad Aibling - Kreuzstraße, Rott am Inn - Wasserburg. Ferner kamen die Rosenheimer Lokführer bis ins bayrische Oberland nach Schliersee, meistens endete die ÜG aber in Miesbach (selber erlebt). Ach ja : Endorf - Obing nicht zu vergessen !


Gruß
diesel-fan


P.S. Erinnere mich immer gerne an die DB Zeiten in Rosenheim zurück, besonders an die 90er Jahre, wo noch Eilzüge aus München in Rosenheim geschwächt wurden, um dann mit 4 Wagen bis Salzburg weiter zu fahren. Allerdings nur unter der Woche, wobei das zur Zeit war ohne Bayern Ticket und Wochenendticket.

Re: Wat dat all gift…..

geschrieben von: Bahnfrosch

Datum: 20.11.21 20:11

Hallo Karl,

ja, so wurde tatsächlich auf der Hauptstrecke (und dann auch noch als Falschfahrt) bis Prien gefahren. Wenn man sich auch bei der 211 herauslehnt, dürfte der Blick auf die Strecke mit dem aus dem Fenster einer Dampflok vergleichbar sein.

Heute wahrscheinlich unmöglich, aber damals gab es tagsüber noch keine Pflicht zur Einschaltung eines Dreilicht-Spitzensignals bei Zugfahrten.

Gruß Bahnfrosch



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2021:11:20:20:15:43.

Re: Übergabe nach Rimsting

geschrieben von: Markus Richta

Datum: 20.11.21 23:24

Hallo Bahnfrosch,

der Gleisanschluss wird ja sogar heute noch bedient. Allerdings nur noch mit Gaskesselwagen. 1984 wurde mit dem geschobenen Schüttgutwagen vielleicht noch ein Brennstoffhändler mit Eierkohle versorgt. Danke für das Teilhaben an den historischen Bildern.

Grüße
Markus

Re: Übergabe nach Rimsting

geschrieben von: nordermartin

Datum: 21.11.21 21:08

Servus und vielen Dank für diesen Bilderbogen.
Das es überhaupt Bilder davon gibt..... TOLL

Heutiges stellte ich auch schon mal ein. 1 bis 4 Kesselwagen dann Sperrfahrt nach Prien, umsetzen und wieder gen MRO. Das ist heute alles an Güterkunden östlich Rosenheim direkt an der Strecke, gut Teisendorf dann auch wieder mit Gas seit 2020.

Grüße
Martin

212er nach Rohrdorf

geschrieben von: Bernd Mühlstraßer

Datum: 23.11.21 15:44

Hallo,

nachdem in den Antworten auch der Einsatz der V100 auf der Linie nach Rohrdorf angesprochen wurde, möchte ich nun ein Foto beifügen, das 1984 bei der Ausfahrt aus Rohrdorf entstanden ist.Nähre Angaben habe ich jetzt gerade nicht bei der Hand.

PICT0007.JPG
Bernd

Bernd Mühlstraßer

Ein paar VIDEOS der BAUREIHE E69 - z.B.hier:
[www.youtube.com]

oder wie wär´s mit der E69-Facebook-Seite unter dem Suchbegriff: Die Baureihe E69

Rimsting via Prien [1 Scan] [1B]

geschrieben von: 144.5

Datum: 25.11.21 04:51

Hallo zusammen,

danke für die interessanten Bilder zur Bedienung Rimsting und zur Strecke nach Rohrdorf sowie für die ergänzenden Anmerkungen.

König Ludwig II musste sicherlich bei seinen Reisen zum Chiemsee über Rimsting, mit königl. Pavillion am Bf, nicht den Umweg über Prien nehmen.
Ab wann dies für Güter der Fall war, weiß ich nicht, aber die Güterzugbildungsvorschrift (GVZ) von 1970 weist diesen Umweg aus. Güterverkehr gibt es dort seit 1907 [Bufe]. Wie schon bemerkt wird Rimsting noch als "Gasanschluss" benutzt.

Das Prozedere mit 211 + 218 (Bw Mühldorf) fürs Zementwerk war der Bahn wohl zu teuer oder sonst wie ungeeignet, sodass man sich für eine Elektrifizierung entschied. Vielleicht gab es eine Mitfinanzierung?

Beste Grüße
144.5

https://abload.de/img/rimsting_gzv_1970_00130jn8.jpg
Bild 1: GZV, gültig ab 31.05.1970, BD München. Üs = Übergabezug mit Schwerpunktverkehr. 15289 ist Naheilgüterzug (Ne) Rosenheim - Freilassing.

https://abload.de/img/rimsting_kesselwg_202vejwe.jpg
Bild 2: Blick aus dem fahrenden Zug auf die "Gasstation" Rimsting am 15.03.2021