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DB vor 31 Jahren (Eifelquerbahn, Juli 1990)

geschrieben von: der Wedeler

Datum: 16.10.21 22:03

Guten Abend, liebe Gemeinde!

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Teil 23: 215er Ulm, Trier, Köln, WEG-Nebenbahnen


Im heutigen Beitrag hole ich die Tour entlang der Eifelquerbahn nach. Ich bin zweimal an je zwei aufeinanderfolgenden Tagen (16./17. Juli und 26./27. Juli) dort gewesen und jeweils einmal Richtung Osten, und danach nochmals einmal Richtung Westen gefahren. Zwischen Gerolstein und Daun fuhren vier Zugpaare, zwischen Daun und Mayen Ost nur zwei, davon eines ganz früh, so dass es als sportliche Herausforderung galt, dieses Zugpaar vor die Linse zu bekommen. Ohne Auto? Ohne Hotelübernachtung vor Ort? Das ist aber trotzdem total "einfach" gewesen: Von Stuttgart kommend wurde ein Nachtzug bis Koblenz genommen, um dann bei völliger Dunkelheit mit dem Rad die Pellenz zu überqueren. Da war ich dann rechtzeitig vor Ort, oder "frühzeitig", das passt auch…

Die Bilder sind geografisch sortiert, nicht chronologisch:

https://abload.de/img/1990a0798kwkn1.jpg

1. Am 28. Juli 1990 sitze ich im Zug von Mayen nach Andernach und fotografiere hinten heraus die Anlagen des Bahnhofs Plaidt.

https://abload.de/img/1990a07992ajmx.jpg

2. Das gleiche mache ich nochmals in Kruft, wobei die Bilder natürlich in umgekehrter Reihenfolge entstanden sind. Hier wäre ich gerne nochmals wiedergekommen, aber wie so oft wurde nichts daraus.

https://abload.de/img/1990a0800n4kfb.jpg

3. In Mayen Ost konnte 212 153 beobachtet werden.

https://abload.de/img/1990a08011kjwv.jpg

4. Zwischen Mayen Ost und Mayen West gab es einen Viadukt und einen Schrankenposten. An diesem habe ich am 27. Juli den Nt 7274 (Andernach - Mayen West) fotografiert.

https://abload.de/img/1990a08023nk6w.jpg

5. In der Gegenrichtung geht das Motiv zumindest mit den Schranken im Bild, diesmal war es Nt 7263 (Mayen West - Andernach) am 26. Juli 1990.

https://abload.de/img/1990a0804y2k1j.jpg

6. Kurz zuvor habe ich oberhalb von Mayen West die 212 120 mit der Übergabe nach Kaisersesch abgelichtet.

https://abload.de/img/1990a0805gmjvz.jpg

7. So ganz stimmt die geografische Reihenfolge nicht, denn jetzt kommt zunächst ein Bild des Bahnhof Monreal, zusammen mit meinem „Arbeitsgerät“. Angeblich ist das wieder am 27. Juli 1990.

https://abload.de/img/1990a0806iyjpa.jpg

8. So war das, wenn ich mal ne Pause gemacht habe, hier sogar mit Sitzbank! Kakao, Salat, Joghurt, Fernglas (für Fahrzeugnummern). Ein Wechselobjektiv liegt auf der Fototasche bereit. Ebenso liegen diverse topografische Karten 1:25.000 herum, um Fotostellen auszukundschaften. Google Maps gab´s bekanntlich noch nicht.

https://abload.de/img/1990a08097djgi.jpg

9. Das bekannteste Motiv der Eifelquerbahn mit 798 735, 998 056 und 998 857 als Nto 7068 (Mayen Ost - Kaisersesch). Um die wenigen Züge nicht zu „attraktiv“ werden zu lassen hatte sich die Bundesbahn einen Bruch der nachmittäglichen Zugläufe in Kaisersesch einfallen lassen. Immerhin bestand Anschluss!

https://abload.de/img/1990a0810qikm4.jpg

10. Da kommt der Frühzug Nto 7061 (Gerolstein - Mayen Ost), mit 798 818, 998 132, 998 840, beim Heunenhof nahe Urmersbach. 16. Juli 1990.

https://abload.de/img/1990a0811ypkgl.jpg

11. Hier der Nachschuss mit leichtem Bodennebel.

https://abload.de/img/1990a0812ofj96.jpg

12. Die schon bekannte Einheit aus 798 735, 998 056 und 998 857 bildete den Nto 7075 (Kaisersesch - Mayen Ost) beim Schuwerackerhof, ebenfalls nahe Urmersbach am 27. Juli 1990.

https://abload.de/img/1990a08138qk4b.jpg

13. Der Hauptschuss als Nachschuss zum Bild 12.

https://abload.de/img/1990a0814smki2.jpg

14. Der Bahnhof Kaisersesch war noch vollständig in Benutzung un entsprechend seiner Bedeutung auch mit Personal besetzt.

https://abload.de/img/1990a0815kqjfw.jpg

15. Am 26. Juli 1990 habe ich den Nto 7070 (Kaisersesch - Gerolstein) zwischen Kaisersesch und Laubach-Müllenbach) fotografiert.

https://abload.de/img/1990a0816y6jhi.jpg

16. Und das hier ist eigentlich das Bild, das bei chronologischer Abfolge auf Bild 8 gefolgt wäre, und es war auch geografisch nur wenige Schritte entfernt! Nto 7073 (Daun - Kaisersesch) zwischen Uersfeld und Laubach-Müllenbach.

https://abload.de/img/1990a0817jgkrn.jpg

17. Viel gab´s in Uersfeld (Eifel) nicht mehr zu stellen, nur noch die beiden Weichen. Die zentrale Bedienung wurde gebraucht, wenn die Übergabe von Gerolstein mal hierher kam.

https://abload.de/img/1990a0818ufkyf.jpg

18. Am 16. Juli 1990 wurde der Nto 7073 (Daun - Kaisersesch) westlich von Uersfeld (Eifel) abgelichtet. 798 705, 998 034 und 998 914 bildeten die Einheit. Für die wenigen Züge wurde noch eine ganze Reihe an Schienenbussen beim Bw Trier vorgehalten.

https://abload.de/img/1990a081996kh1.jpg

19. Weit ab vom namensgebenden Ort liegt das nur noch mit einem Haltepunkt versorgte Utzerath. Dort hält Nto 7070 (Kaiseresch - Gerolstein), Fahrzeugnummern wie Bild 18.

https://abload.de/img/1990a0820haj7i.jpg

20. Am 17. Juli 1990 wurde Nto 7073 ebenfalls fotografiert, und zwar zwischen Darscheid und Utzerath.

https://abload.de/img/1990a0821iukeq.jpg

21. Auch an dieser Stelle war ein Nachschuss möglich. Fahrzeugnummern waren 798 818, 998 132 und 998 840.

https://abload.de/img/1990a0822zkkp4.jpg

22. Vormittags gab es für Einkaufende noch einen Kurs von Gerolstein nach Daun und zurück. Die gleiche Einheit wie zuvor steht im Bahnhof Daun als Nto 7054 (Daun - Gerolstein) zur Abfahrt bereit.

https://abload.de/img/1990a082348kbo.jpg

23. Ein Res-Wagen diente für die Ausfahrt als Fotostandpunkt.

https://abload.de/img/1990a08248wk9y.jpg

24. Gut zu erkennen das es hier keine ferngestellten Weichen mehr gab, obwohl gelegentlich auch rangiert wurde.

https://abload.de/img/1990a0825tiktf.jpg

25. Ich habe leichte Zweifel daran, dass die nachfolgenden Aufnahmen wirklich an dem bewölkten 17. Juli 1990 entstanden sind, ich vermute eher den 16. Juli. Mit offenen Türen knattert Nto 7083 (Gerolstein - Daun) mit 798 705, 998 934 und 998 914 bei Rengen bergwärts.

https://abload.de/img/1990a0826btjf5.jpg

26. 215 047 hatte Üg 67921 (Gerolstein - Uersfeld) bei Dockweiler-Dreis am Haken. Da hatte ich jetzt ohne Auto natürlich das Nachsehen und konnte in Uersfeld keine Bilder machen.

https://abload.de/img/1990a0826abxko2.jpg

27. Ich schaffte es aber nochmals nach Ulmen, wo dieses Bild mit krassem Gegenlicht entstand. Diese Aufnahme hat es erst kürzlich aus der Müllkiste wieder zurück in die Sammlung geschafft!

https://abload.de/img/1990a0827qoj33.jpg

28. Das sieht wieder nach dem 17. Juli 1990 aus: 798 818, 998 132 und 998 840 als Nto 7065 (Gerolstein - Daun) bei Dockweiler-Dreis.

https://abload.de/img/1990a0828r7j58.jpg

29. Der Nachschuss zeigt, wie die Einheit bei km 80,1 im Wald verschwindet.

https://abload.de/img/1990a08290ekcd.jpg

30. Wieder eitel Sonnenschein am 16. Juli 1990 bei Hohenfels (Eifel). 798 818, 998 132 und 998 840 als Nto 7070 (Kaisersesch - Gerolstein).

https://abload.de/img/1990a083035kfp.jpg

31. Oberhalb von Rockeskyll gab es für Nto 7083 (Gerolstein - Daun) nur einen Nachschuss. Fahrzeuge wie Bild 30.

https://abload.de/img/1990a0831bqj3w.jpg

32. Gefiel mir die Außenseite des Bogens nicht? Leider muss man sagen habe ich mir diese Stelle bei Rengen voller Schlagschatten für die Rückkehr von 215 047 mit Üg 67922 (Uersfeld - Gerolstein) ausgesucht.

https://abload.de/img/1990a0832oek4t.jpg

33. Dass es besser gegangen wäre zeigen diese beiden Bilder, noch etwas näher an Rockeskyll dran, mit Nto 7084 (Daun - Gerolstein).

https://abload.de/img/1990a0833wujzn.jpg

34. Die Fahrzeuge sind dieselben wie in Bild 30.

https://abload.de/img/1990a0834mrken.jpg

35. Die bekannte Stelle mit der Kasselburg bei Pelm einmal von der anderen Seite. 215 044 ist mit N 7649 (Köln-Deutz - Gerolstein) kurz vor dem Ziel unterwegs. Rechts und links der beiden Streckengleise der Eifelbahn lagen früher die Gleise nach Hillesheim, rechts daneben das Gleis der Eifelquerbahn.

https://abload.de/img/1990a08353fkph.jpg

36. Neben dem Stationsfahrplan der Eifelstrecke musste eine improvisierte Tabelle für die Eifelquerbahn herhalten. Um 5.27 Uhr fuhr der einzige durchgehende Zug nach Mayen, der zweite Zug wurde nicht bekannt gemacht, denn man musste längere Zeit in Daun warten und in Kaisersesch umsteigen.

https://abload.de/img/1990a0836etjpy.jpg

37. Bahnhof Gerolstein bei tiefstehender Abendsonne.

https://abload.de/img/1990a0837c0jcu.jpg

38. Am 18. Juli 1990 steht schließlich nochmals der Nto 7065 nach Daun in Gerolstein zur Abfahrt bereit.

Ich hoffe Ihr konntet Eure Erinnerungen auffrischen und der Rückblick hat gefallen.
Bin wie immer gespannt auf ergänzende und korrigierende Kommentare!

Vorwärts nach -->
Teil 25: Korntal, Westerwald, Boppard, Juli 1990


Viele Grüße,
Heiko

DSO-Beitragsverzeichnis




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.21 20:06.

Bild 8

geschrieben von: sukram01

Datum: 16.10.21 22:25

Hallo Heiko, so wie auf Bild sah mein damaliges Reiserad auch aus. Vernünftige Lowrider und Packtaschen fürs Vorderrad gab es noch nicht, also kam alles auf den Gepäckträger des Hinterrads. Die zugehörige Packtasche sah ebenfalls so aus wie auf Deinem Bild, man musst das Ding mit Riemen und Schnallen am Gepäckträger feströdeln. Meine Tretobratze war ich nicht besser als Deine, mehr als eine Rennradübersetzung der Schaltung war damals halt noch nicht drin. Die ungleiche Gewichtsverteilung am Rad hat zum schlechten Schluss einen Bruch der Hinterachse zur Folge - Gotteidank nach meiner verwegenen Tour, die mich von Bochum bis in die Schweiz führte.

--
Markus

Museumsbahnhof Lette im Netz:
[www.bahnhof-lette.de]

Re: Bild 8

geschrieben von: der Wedeler

Datum: 16.10.21 23:20

Hallo Markus,

die Übersetzung der 18 Gänge war schon nicht schlecht, aber diese mussten mit den Hebeln am vorderen Diagonalrohr manuell positioniert werden. Irgendwann kann man das im Schlaf, es musste auch in völliger Dunkelheit funktionieren.
Die Achsen waren ok, aber die Speichen des Hinterrads waren für die Belastung nicht ausgelegt und brachen regelmäßig am angewinkelten Ende. 1990 waren alle Speichen gegen stabilere getauscht und das Problem damit behoben.

Grüße
Heiko

Toll: Inneneinrichtung Fahrdienstleiterausbau Uersfeld

geschrieben von: reinout

Datum: 16.10.21 23:39

Hallo Heiko! Respekt für die Fahrradtour, wow.

Und... du hast mich viel Freude bereitet mit Bild 17, die Inneneinrichtung von Uersfeld! Schon Jahre suche ich nach so ein Bild. Auch fragen im Eifelbahnforum usw hat nicht geholfen. Und hier, zwischen schöne Eifelquerbahnbilder, gibt es ein Foto einer heruntergekommene staubige Fahrdienstleiterausbau... Meine Familie guckte auf bei meine Freudesschrei :)

Für meine Modellbahn-mit-Eifelquerbahn-Thema wolle ich mein Bahnhofsgebäude auch von eine gute Inneneinrichtung versehen. Nur gab es keine Bilder. Ich dachte, eine Wand mit viel Glas zum eigentlichen ursprüngliche Gebaude wäre wahrscheinlich. Hebelbank ganz nett in die mitte (bei mir mit rote Signalhebel, dieses Bahnhof hat ein Fahrdienstleiter).

https://abload.de/img/screenshot2021-10-16a6ykle.png

https://abload.de/img/screenshot2021-10-16aoyk2q.png

Das mit die Glaswand klappte also ziemlich gut :)

Mein zweite Bahnhof hat gerade Uersfeld als basis! Unbesetzt, also hatte ich mich schon gedanken gemacht über die Einrichtung mit Hebel und so. Meine Gedanken:

- Zwei Weichenhebel, weil die beide Einfahrweichen ferngestellt waren (ich habe Bilder aus 1991).

- Wahrscheinlich also auch eine Fahrstraßenhebel der verschlossen werden konnte, also auch ein Hebelschloss oder so. Aufschließbar mittels Zugführerschlüssel.

- Vielleicht auch ein Schloss um die Fahrstrasse auf dem 2. Gleis zu verschließen, ich hätte dann ein Schlüsselbrett vermutet.

- Die Schlüssel für die eine übriggebliebene Handweiche: vielleicht auch am Schlüsselbrett?

- Wahrscheinlich gab es eine Taste zum Einschalten der Bahnübergang (Blinklichter) für Züge die richtung Laubach abfuhren. An die Aussenseite des Ausbaus ist auf andere Bilder ein kleines Kästchen sichtbar, das diente meine Vermutung nach auch zum Einschalten.

Jetzt zum Bild 17. (Ich nehme an, es ist OK das ich es ausgeschnitten und kommentariert habe?)

https://abload.de/img/screenshot2021-10-16a1skh2.png

Hurrah, zwei Weichenhebel, ein Fahrstraßenhebel (auf Gleis 1 gestellt), ein Hebelschloss. Einige Bemerkungen/Fragen:

- Das Hebelbankschloss hat zwei Schlüssellocher. Das untere ist wahrscheinlich für die Zugführerschlüssel, damit die Fahrstraßenhebel freigegeben werden kann.

- Die obere Schlüssel: ist das zum verschließen der 2. Fahrstraße? Oder war das die Schlüssel für die Handweiche zum Ladestraße?

- Gab es ein Schlüsselbrett? Ich erkenne es nicht im Bild.

- Links an die Wand im originalen Bild scheint es ein Kästchen zu geben das aussieht wie an die Aussenseite. Also um die Blinklichtanlage einzuschalten? Oder etwas ganz anderes?

- Oberhalb die Fahrstraßenhebel gibt es aber auch etwas wie Schalter oder Drückknopfe: was wäre das?

- Oh Mensch, die ganze Hebelkram ist so lang! Wieso? Meines Wissens wäre das Maximum für Uersfeld die zwei bestehende Weichenhebel und dazu noch vier Signalhebel für zwei zweibegriffige Einfahrsignalen die es eine weile in die 30/40'er Jahre anscheinend gegeben hat. Das hätte locker auf ein Viertel der Länge gepasst, doch?

- Oh Schreck... die Farben! Machinengrün auch für die Fenster und Heizung. Schreckliches grüngelbiges auf die Wände. Das werde ich bestimmt im Modell immitieren :D

Also: herzliches dankeschön für das Bild! Und wenn jemand noch andere Bilder der Inneneinrichtung (auch von die andere Räume des Bahnhofes) hat, oder sogar ein Plan der Einrichtung: bitte her damit :)

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.21 12:14.
Hallo Heiko,

einige Bilder kommen mir sogar recht geläufig vor, da ich in den 80ern fast jedes Jahr mal in der Eifel unterwegs war. Meistens mit dem Fahrrad (wobei ich damals nur staubfreie Straßen befuhr und nie Reifen dicker als 25 mm aufzog). Weit seltenerer mit dem TMT, wobei mir ganz speziell auf der Eifelquerbahn das ohrenbetäubende Gebrüll der aus Mayen heim fahrenden Landjugend im Oktober 1984 so auf den Geist ging, dass ich das nie wieder machte. Da ich alle meine Fotos aus der Zeit irgendwann zwischendurch für entbehrlich hielt, bin ich jetzt immer froh, so etwas aus den Jahren hier angucken zu können.

Gruß aus Köln

Heiner

p. s.: Der Zweck von solchen Lowridern und anderen Reko-Maßnahmen am Frahrrad hat sich mir nie erschlossen. Immer war ich mit klassischem hinteren Gepäck unterwegs, von Köln aus bis Südfrankreich, Italien und wiederholt in die Alpen, ohne größere Probleme mit Speichen.

Eifelquerbahn, Juli 1990 und 2008

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 17.10.21 12:23

Hallo Heiko,
ich bewundere Deinen Riecher für die guten Fotostellen zu einer Zeit ohne Internet und Navi!
Das Motiv Deines Bildes Nr. 25 wollte ich mit der Vulkaneifelbahn im Jahr 2008 noch einmal probieren, aber oh Schreck, jetzt verläuft dort die Autobahn A 1 durchs Bild:

996 748-0 + 796 784-7 am 29.7.2008 bei Rengen:

https://abload.de/img/veb-996748-0117498r5job.jpg




Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Nur eine Schlußscheibe

geschrieben von: reinout

Datum: 17.10.21 12:45

Was mich noch auffält: in Bild 31 hat der Schienenbus nur eine Schlußscheibe. Da war die zweite wohl kaput?

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970

Re: Nur eine Schlußscheibe

geschrieben von: andreas +

Datum: 17.10.21 17:41

reinout schrieb:
Was mich noch auffält: in Bild 31 hat der Schienenbus nur eine Schlußscheibe. Da war die zweite wohl kaput?

Reinout
Nein, nicht unbedingt, das vereinfachte Schlußsignal war auch für Triebwagen zulässig (und gab's öfter), wenn es für die jeweilige Strecke zugelassen war.

Re: Nur eine Schlußscheibe

geschrieben von: reinout

Datum: 17.10.21 18:19

Aha! Danke. Ich hatte nur das heutige Normalfall im Gedanken. Vereinfachte Schlußsignal... das wäre auch auf meine Modellbahn eine nette Hingücker :)

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970

Re: DB vor 31 Jahren (Eifelquerbahn, Juli 1990)

geschrieben von: Bruno Schötz

Datum: 17.10.21 19:49

Hallo....das ist natürlich ein Highlight für meine Erinnerungen,da ich auch jahrelang diese Strecke bereist habe.Kenne auch jeden der gezeigten Orte,da ich in Etappen die gesamte Strecke abgelaufen bin.Ich vermisse nur den V100 geführten 2 Wagen Silberling Zug ,der auch im Westteil verkehrte,weiss aber nicht mehr,wieviele Jahre er existierte...gruss,bruno

Re: DB vor 31 Jahren (Eifelquerbahn, Juli 1990)

geschrieben von: der Wedeler

Datum: 17.10.21 21:10

Moin Bruno,

schau mal bitte in mein Inhaltsverzeichnis, Rubrik Deutschland, dort 1988. Da gibt's die V100-Leistungen zu sehen.

Grüße
Heiko

Re: Nur eine Schlußscheibe

geschrieben von: der Wedeler

Datum: 17.10.21 21:14

Hallo Reinout,

es kam auch oft genug vor, dass das Abnehmen der Schlussscheibe beim Fahrtrichtungswechsel "vergessen" wurde. Dann kam Dir die Fuhre mit der roten Scheibe entgegen!

Zum Stellwerk selber kann ich Dir leider nichts weiter sagen, ist schon Zufall, dass ich das Bild gemacht habe. Deine Aktivitäten im Maßstab 1:87 verfolge ich weiter!

Lieben Gruß
Heiko

Re: Nur eine Schlußscheibe

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 17.10.21 21:29

Hallo und guten Abend Reinout

was auf der Eifelquerbahn wie geregelt war kann man in verschiedenen Vorschriften aus der gesuchten Zeit hervorragend nachlesen. In der DV 436, in der Streckenliste und in der Zu 408-Zusatzvorschriften zur Streckenliste und zum Buchfahrplan und im Buchfahrplan für den Zugleitbetrieb.
Jetzt musst du nur noch Einen finden der diese Vorschriften von der BD Saarbrücken besitzt und es dir verrät, dann ist dir geholfen.

Vielleicht gibt es ja ein hilfreiches Vereinsmitglied der Eisenbahnfreunde Vulkaneifel oder Eisenbahnfreunde in Mayen, diese haben doch alles über die Eisenbahnen der Gegend gesammelt.


Beste Grüße
Bernd


reinout schrieb:
Aha! Danke. Ich hatte nur das heutige Normalfall im Gedanken. Vereinfachte Schlußsignal... das wäre auch auf meine Modellbahn eine nette Hingücker :)

Reinout



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.21 21:36.

Re: Nur eine Schlußscheibe

geschrieben von: reinout

Datum: 17.10.21 22:45

Hallo Berndt,

Ich habe bisher "nur" ein Buchfahrplan gefunden: 8P für Personenverkehr auf u.A. die Eifelquerbahn. Aus 1972, also gut passend zu meine Periode (1970). Zufällig auf eine Modellbahnausstellung hier in die Niederlande gefunden :) Ich habe es hier im DSO auch als PDF gezeigt. Hier habe ich auch ein DV 408 "Fahrdienstvorschrift" erbeutet mit viele nette Details.

Eine weile her gab es die Vorschrifte für Zugleitbetrieb Mayen-Koblenz und Polch-Münstermaifeld hier. Das hat schon ein bisschen geholfen. Und hier im DSO gab es, auch für Mayen-Koblenz, zum Beispiel eine ganze Bedienungsanweisung für eine Güteranschluss. Toll.

Auf basis solcher Daten und durch das lesen von die zwei Bücher und viele Forumposts kann man schon einiges herausfinden oder extrapolieren. Aber viele Details doch nicht. In Ulmen gab es rund 1970 10-15 Beschäftigten: was machten die alle? Ich vermute, es gab kein Fahrdienstleiter. Solche Details sind nirgendwo zu finden. Und von die Inneneinrichtung so eines Bahnhofs habe ich auch noch keine gute offizielle Grundriss mit Zimmerverteilung gefunden. Wohl 8 2 Seiten Diskussion auf ein Forum woran ich mich auch beteiligt habe und wo etwas einigermaßen Brauchbares hinauskam.

Und wo soll man suchen? Ich wohne nicht in die Gegend und kann realistisch die regionale Archiven nicht ruhig durchsuchen. Und ich vermute, wenn Leute die aus die Gegend kommen auch nichts finden können, das es nicht leicht ist. Bestimmt gibt es sehr nützliche Informationen in irgendein Privat-Archiv. Oder vielleicht gibt es doch etwas in Archiven und hat keiner sich die Mühe genommen einfach zu suchen. Ich werde mal etwas probieren.

Nachtrag, ich sehe jetzt Vulkaneifel/Mayen
Eisenbahnfreunde Vulkaneifel: die Verein gibt es nicht mehr. Ich habe dort am letzten Öffnungstag in Bahnhof Daun noch gefragt ob es so etwas wie Bauzeichnungen oder Bilder der Inneneinrichtung gab. Nein, wurde mich gesagt. (Nur das Bauplan von Daun selbst, im Vitrine).
Eisenbahnfreunde Mayen: davon kann ich nichts finden. Obwohl ich im 2000 dort in die Bahnhofsgaststätte ein Buchlein über das BW gekauft habe, damals gab es wohl etwas. Lokschuppen-Gerolstein-Website wird gerade überarbeitet.
Ich dachte noch daran, bei die Eisenbahnfreunde Jünkerath zu informieren. Die haben ein paar sehr tolle und informative Bücher herausgegeben. "Nur" ist beim Hochwasser das Museum, ich vermute inclusive Archiv, ganz geflutet...

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.21 09:19.
reinout schrieb:
- Wahrscheinlich also auch eine Fahrstraßenhebel der verschlossen werden konnte, also auch ein Hebelschloss oder so. Aufschließbar mittels Zugführerschlüssel.

- Vielleicht auch ein Schloss um die Fahrstrasse auf dem 2. Gleis zu verschließen, ich hätte dann ein Schlüsselbrett vermutet.

- Die Schlüssel für die eine übriggebliebene Handweiche: vielleicht auch am Schlüsselbrett?

(...)

- Gab es ein Schlüsselbrett? Ich erkenne es nicht im Bild.

- Oh Schreck... die Farben! Machinengrün auch für die Fenster und Heizung. Schreckliches grüngelbiges auf die Wände. Das werde ich bestimmt im Modell immitieren :D
Die Innenraumgestaltung dürfte auch zeitabhängig sein: Am Boden sieht man, dass mal irgendwann modernisiert worden sein wird. Vielleicht stammt auch der Farbanstrich aus dieser jüngeren Zeit. Diesen Grünton habe ich so nicht in Erinnerung.

In Uersfeld gab es definitiv ein umfangreiches Schlüsselbrett, vermutlich mit den von dir genannten Schlüsseln. Soweit ich weiß, ist dieses sogar später noch museal erhalten worden.

eifelindianer schrieb:
Zitat:
Vielleicht gibt es ja ein hilfreiches Vereinsmitglied der Eisenbahnfreunde Vulkaneifel oder Eisenbahnfreunde in Mayen, diese haben doch alles über die Eisenbahnen der Gegend gesammelt.
Ersteres dürfte schwierig sein: Da gibt es keine Vereinsmitglieder mehr, da es den Verein nicht mehr gibt. Die Sammlung ist längst aufgelöst und die Räumlichkeit geräumt.

Von Eisenbahnfreunden Mayen habe ich noch nichts gehört - wie erreicht reinout diese denn?

Gruß vom Signal

Re: Nur eine Schlußscheibe

geschrieben von: Signal

Datum: 17.10.21 23:01

reinout schrieb:
Und von die Inneneinrichtung so eines Bahnhofs habe ich auch noch keine gute offizielle Grundriss mit Zimmerverteilung gefunden. Wohl 8 Seiten Diskussion auf ein Forum woran ich mich auch beteiligt habe und wo etwas einigermaßen Brauchbares hinauskam.
Was genau suchst du als Grundriss? Die Zimmerverteilung gibt es ja schon für die Eifelbahnhöfe, wenn auch vielleicht nicht "offiziell".
Gruß vom Signal
Signal schrieb:
In Uersfeld gab es definitiv ein umfangreiches Schlüsselbrett, vermutlich mit den von dir genannten Schlüsseln. Soweit ich weiß, ist dieses sogar später noch museal erhalten worden.

Aha! Wisst du noch wo im Raum es das Schlüsselbrett gab? Alles scheint im Bild so rund um die Fahrstraßenhebel und die danebenstehende Tisch aufgestellt zu sein, aber ich erblicke dort kein Schlüsselbrett.

Bei "museal erhalten" dachte ich gleich an die letzte Öffnungstag der Dauner Eisenbahnfreunde, dort gab es auch ein Schlüsselbrett. Mal geguckt: nein, es ist das Brett von Daun selbst:

https://abload.de/img/screenshot2021-10-17a09jfb.png

In Losheimer Ausstellung gibt es übrigens so ein Brett von Pronsfeld.

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970

Zimmerverteilung

geschrieben von: reinout

Datum: 17.10.21 23:48

Zum Zimmerverteilung: das maximale das ich gefunden habe ist diese hier. Da gibt es noch einiges das nicht sicher ist. Gab es ein Büro? Ich habe bei mir da kein separates Büro. Nebeneinander eine Schalter und eine Gepäckabgabeöffnung, so etwas habe ich mich erdacht basierend auf Bilder aus die Hunsrück. Gab es ein Tür zum Güterschuppen an die Innenseite? Die Toilette beim Warteraum hat an die Aussenseite drei kleine Fenster. Ich vermute dann eine Herren+Damentoilette und dazu eine Zimmer für Reinigungswaren oder so.

Und die Zimmerverteilung oben? Gibt es dazu noch etwas zu Finden? Ich weis sogar nicht ob es ein Wohnung war oder eine Doppelte. Ich vermute, ein. Aber das ist nur eine Vermutung. Und wer bewohnte es wenn es kein Bahnhofsvorsteher oder Fahrdienstleiter gab. Ein Agenten? Irgendeine Bahnmitarbeiter?

Na gut, ich werde auch selber mal wieder in die Bücher der Jünkerather Eisenbahnfreunde gucken. In die Ahrtal-Bücher gibt es bestimmt irgendwo eine gute Zeichnung eines Bahnhofs wovon ich etwas lernen kann.

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.21 23:48.

Re: Bild 8

geschrieben von: 5100

Datum: 18.10.21 15:06

Herrlich!

Vielen Dank an Heiko für die sehr schönen und interessanten Bilder - und insbesondere für dieses Bild 8.
Ich möchte behaupten, dass mein Ende der 80er für 1.190,- DM gekauftes (und noch vorhandenes) Motobecane-Tourenrad ganz genau dem gezeigten Modell entspricht. Gut, als Fahrer eines 1971er Autos lernt man auch ständig Leute kennen, die behaupten "ganz genau das gleiche" gehabt zu haben, und dann war doch nur Marke oder Farbe gleich... aber hier bin ich mir sicher.

Das gebückte Herumgerühre mit den rastenlosen Schaltungs-Hebeln, das Herumgeeiere, bis der Schuh mit dem zu starken Profil im Pedal eingefädelt war und die verächtlichen Blicke der "ernsthafte-Rennrad-Fraktion", weil es diese Bremsehebel auch am Querrohr des Lenkers gab...
Die hinteren Speichen habe ich wohl auch alleine durch mein Körpergewicht kleinbekommen, irgendwann war dann die Felge fällig und das Ritzel krummgetreten und das Schutzblech verstarb an einem Dauerschwingungsriss.
Sonst ist mein Rad aber noch original, wenn auch mit sehr viel Patina - und ich empfand damals sowohl die Halogenlampe als auch die 18-Gang-Schaltung als Offenbarung. Lustig auch der Schutzbügel über dem Rücklicht, der bei meinem Rad immer irgendwie windschief sitzen wollte. Und ein originales Motobecane-Katzenauge nach dem anderen hat sich aus den Speichen verflüchtigt...
Trotz der kleinen Ärgernisse: ein sehr treuer Begleiter für tausende von Kilometern, der heute noch Gnadenasyl in der Garage hat.
Ich hatte damals übrigens gleich die Taschenträger am Vorderrad mitgekauft, alleine, danach war kein Geld für die Taschen mehr da...

Danke fürs Zeigen!

Viele Grüße

Hans-Christian

Re: DB vor 31 Jahren (Eifelquerbahn, Juli 1990)

geschrieben von: luchs

Datum: 18.10.21 19:33

Zitat
Der Bahnhof Kaisersesch war noch vollständig in Benutzung und entsprechend seiner Bedeutung auch mit Personal besetzt.
Sicher? Ich hatte das so in Erinnerung, dass die Weichen und das "Kommen" Lichtsignal an der Trapeztafel vom Schaffner des zuerst einfahrenden Zuges bedient wurden. Dafür gab man ja gerne 10 Minuten und mehr Aufenthaltszeit. Vereinfachte Nebenbahn halt.

Luchs.
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