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 04 - Historisches Forum 

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Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Hallo,

hiermit sei einmal auf ein Online Zeitungsarchiv für Schweizer Zeitungen verwiesen. In diesen Zeitungen wurde vielfach auch über deutsche Themen berichtet. Diese Zeitungssammlung der Schweizer Nationalbibliothek und ihren Partnern enthält 162 Titel bestehend aus 910,910 Ausgaben, 8,568,492 Seiten und 64,808,145 Artikel.

( [www.e-newspaperarchives.ch]----- )

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Grüße,
Lalu



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.10.21 16:28.
Hallo,
interessant finde ich, dass die Einreisekontrolle der DDR in Wartha und nicht schon in Gerstungen erfolgte.
Viele Grüsse
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Hallo!

Das Kursbuch vom Sommer 1962 weist für die Fahrt von Basel nach Leipzig nachfolgende Verbindung aus. Der Winterfahrplan 1962/63 könnte, von den Fahrzeiten her, geringfügig anders sein. So ist der Reiseweg höchstwahrscheinlich erfolgt:

Basel SBB 4.02 Uhr (F 211 "Italia-Express")
Basel Bad. Bf. 4.08/4.37 Uhr
Frankfurt (M) Hbf. 8.03 Uhr

Umsteigen

Frankfurt (M) Hbf. 10.21 Uhr (D 199)
Leipzig Hbf. 17.42 Uhr

Umsteigen

Leipzig Hbf. 18.46 Uhr (D 289)
Dresden-Neustadt 21.21 Uhr
Dresden Hbf. 21.31 Uhr

Zwischen Basel und Frankfurt (M) bestand, wenn dies auch im Winter so erfolgte, noch folgende Verbindung:

Basel Bad. Bf. 4.51 Uhr (D 67 "Riviera-Express")
Karlsruhe Hbf. 6.56 Uhr

Umsteigen

Karlsruhe Hbf. 7.29 Uhr (E 4541)
Heidelberg Hbf. 8.08 Uhr

Umsteigen

Heidelberg Hbf. 8.38 Uhr (D 401)
Frankfurt (M) Hbf. 9.32 Uhr

Ebenso gab es eine Verbindung, mit Umsteigen in Darmstadt Hbf. (Kombination Heidelberg ab 8.13 Uhr (E 741) - Darmstadt Hbf. 8.55/9.04 Uhr (E 1941) - Frankfurt (M) Hbf. 9.25 Uhr). Nach Dresden weiter so wie beschrieben.

Das der Zug nur schwach ausgelastet war, lag u. a. daran, dass im November keine Saison ist. Zusätzlich fehlten die DDR-Fahrgäste, von gewissen Privilegierten abgesehen, da seit 13. August 1961 Westreisen verboten waren. Erst im Herbst 1964 gab es für Rentner Lockerungen.

Quelle: Amtliches Kursbuch Sommer 1962 der Deutschen Bundesbahn. Ritzau-Nachdruck.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.10.21 17:33.
Lalu:
In diesen Zeitungen wurde vielfach auch über deutsche Themen berichtet.
Das macht die NZZ doch nach wie vor und sucht dabei nun eine Marktlücke, die nicht sonderlich appetitlich ist. Entsprechend kann dann auch dieser damalige Text von einer Reise in den Busch zu den gut genährten Negern wirken.
Stefan Motz:
Hallo,
interessant finde ich, dass die Einreisekontrolle der DDR in Wartha und nicht schon in Gerstungen erfolgte.
Der Zug hätte ja nur im Bereich Herleshausen zu halten kommen müssen, wo niemand den Zustieg von Leuten hätte wirksam verhindern können. Noch viel interessanter wäre es in der Gegenrichtung gewesen: Haltewunschgriff rot und tschüß.

Es blieb also nur die abgesicherte Durchfahrt in Gerstungen. Deshalb hatte man damals auch ganz schnell die Strecke nach Förtha in die Berge geklotzt.
Hallo,

Gerstungen wurde erst 1963 Grenzbahnhof.
Erst danach wurde die 1962 in Betrieb gegangene Umgehungsstrecke nach Förtha vollständig genutzt.
Der betreffende Zug fuhr also noch über die alte (und heutige) Streckenführung über Herleshausen, wobei er zwei mal die Grenze überqueren musste.

Eiszeit 1962

geschrieben von: TransLog

Datum: 12.10.21 22:56

Vielen Dank für diesen Stimmungsbericht aus Schweizer Sicht.

Während bis 1961 und ab 1965 die Interzonenzüge oft voll ausgelastet waren (ab 1965 gab es Züge, die Bebra mit 15 Wagen Richtung Osten verließen) sehen wir hier den kümmerlichen Verkehr nach dem Mauerbau in Berlin. Keine DDR-Rentner und wenig Westler auf Verwandtenbesuch in der Damaligen.

Trauten sich aus dem Westen nur Wenige "hinüber", oder gab es in der DDR mehr Behinderungen für das Einladen der Verwandtschaft von drüben?

Wer fuhr 1962 überhaupt in solchen Zügen? Nur BRD-Publikum mit dringenden Einreisewünschen anläßlich Beerdigungen, schwerer Krankheit oder auch zu Hochzeit und Taufen? Vielleicht hier und da noch ein privilegierter Wissenschaftler in staatlichem Auftrag.

Nicht zu vergessen: Es gab auch zu jener Zeit BRD-Bürger, die aus ganz persönlichen Gründen den Wunsch hatten, in die DDR einzureisen und dort zu bleiben! Darunter auch solche, die vor 1961 "rübergemacht" hatten und zurückkehren wollten.


Gruß, Ulrich

Gerstungen

geschrieben von: TransLog

Datum: 13.10.21 00:40

Hallo,

Gerstungen war ja wegen des Kaliverkehrs schon immer Grenzbahnhof im Güterverkehr, ab Sommer 1962 kam noch der Interzonen-Güterverkehr hinzu. Dass die D-Züge erst zum Winterabschnitt 63/64 nicht mehr über Wartha fuhren, lag wohl daran, dass die DR in Gerstungen erst den Kontrollbahnhof herstellen musste.

Gruß, Ulrich
Sonderkorrespondent schrieb:
Lalu:
In diesen Zeitungen wurde vielfach auch über deutsche Themen berichtet.
Das macht die NZZ doch nach wie vor und sucht dabei nun eine Marktlücke, die nicht sonderlich appetitlich ist. Entsprechend kann dann auch dieser damalige Text von einer Reise in den Busch zu den gut genährten Negern wirken.
Ich finde sie bedient diese Lücke teilweise sehr gut und objektiver als unsere kümmerliche Presselandschaft. Allein schon das es keine Redaktor:innen gibt, macht das Lesen zur Wohltat!

MfG

"Gibt es zwei- bzw. dreiachsigen Reko-Wagen der DR (Bage, Baage, Dage oder Bagtre), die die gleiche Breite aufweisen, wie die vierachsigen Reko Wagen z. b. der zuvor genannten Hersteller? Also schmaler sind, als die Wagen von Piko und Roco!
Viele mögen die 1-1,5 mm breitenuntershcied nicht stören und mich wiederum ist es egal, welche breite nun die Maßstabsgereue ist - mir wäre nur wichtig, dass die Personenzugwagons der DR in meiner Zugkombi ziemlich gleichbreit sind..."

🤦‍♂️😂🤷‍♂️

Quelle: Stummiforum..

[www.stummiforum.de]

NZZ 1962 und heute

geschrieben von: TransLog

Datum: 13.10.21 13:46

Matthias Muschke schrieb:
Sonderkorrespondent schrieb:
Lalu:
In diesen Zeitungen wurde vielfach auch über deutsche Themen berichtet.
Das macht die NZZ doch nach wie vor und sucht dabei nun eine Marktlücke, die nicht sonderlich appetitlich ist. Entsprechend kann dann auch dieser damalige Text von einer Reise in den Busch zu den gut genährten Negern wirken.
Ich finde sie bedient diese Lücke teilweise sehr gut und objektiver als unsere kümmerliche Presselandschaft. Allein schon das es keine Redaktor:innen gibt, macht das Lesen zur Wohltat!
Auch ich finde die NZZ als eine wichtige Ergänzung der Medienlandschaft, die an der oft geforderten "Vielfalt" viel zu wünschen übrig lässt.

Der Sonderkorrespondent hat das N* wort benutzt... Aufschrei!! ;-)

Gruß, Ulrich