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 04 - Historisches Forum 

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Guten Morgen zusammen, ich habe meine Drohung wahr gemacht ;-) und heute morgen fünf neue Bilder aus dem Nachlass des Bundesbahnoberrates Gunter Petzoldt auf unsere Seite geladen:

* [www.bahnhof-lette.de]

Das neue Bildmaterial werde ich in Zukunft wie heute das erste Mal ausgeführt oben auf die Seite setzen.

Auch hier sind einige Bilder leicht unterbelichtet, ich habe aber mit Rücksicht auf die dort eingefangene Stimmung und die Au­then­ti­zi­tät der historischen Quelle auf eine Nachbearbeitung verzichtet. Trotzdem viel Spaß beim Betrachten der Bilder :-)!

--
Markus

Museumsbahnhof Lette im Netz:
[www.bahnhof-lette.de]

Und so wird es weitergehen

geschrieben von: sukram01

Datum: 13.09.21 22:27

Das hier wird in den nächsten Tagen zusammen mit anderen Bildern auf unserer Seite erscheinen:

630819_V100_2119_unbekannt.jpg
Diesellokomotive V100 2119 am 19.08.1963 an einem bislang unbekannten Fotostandort

Die Sache fängt an etwas frickelig zu werden, da ich darum gebeten wurde, die Aufnahmen aufzuhellen. Das werde ich gerne machen, allerdings sehr behutsam, denn verschlimmbessern möchte ich dieses historischen Dokumente auf gar keinen Fall.

--
Markus

Museumsbahnhof Lette im Netz:
[www.bahnhof-lette.de]
sukram01 schrieb:
Auch hier sind einige Bilder leicht unterbelichtet, ...

Das ist eine glatte Untertreibung... Die historisch wertvollen Bilder haben eine Nachbearbeitung mit Reduzierung des Kontrastumfangs tatsächlich mehr als verdient!

Grüße aus der Hauptstadt
Jan

... und so sollte es besser nicht weitergehen!

geschrieben von: ludger K

Datum: 14.09.21 19:59

sukram01 schrieb:
da ich darum gebeten wurde, die Aufnahmen aufzuhellen. Das werde ich gerne machen, allerdings sehr behutsam, denn verschlimmbessern möchte ich dieses historischen Dokumente auf gar keinen Fall.

Es ist aber ein großer Unterschied, ob man den historisch wertvollen Aufnahmen die nötige Hochachtung entgegenbringt und sie mit größter Sorgfalt optimal aufbereitet, oder ob man die grottenschlechten, verschmutzten und viel zu dunklen Scans einfach lieb- und lustlos ins Netz schmeißt und sich obendrein mit so fadenscheinigen Ausflüchten aus der Affäre reden will, daß man sie angeblich nicht "verschlimmbessern" will. Einem passionierten und gewissenhaften Bildbearbeiter sträubt sich bei solchen Ausreden das Nackenfell!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.21 20:00.

Re: ... und so sollte es besser nicht weitergehen!

geschrieben von: sukram01

Datum: 14.09.21 20:23

ludger K schrieb:
Es ist aber ein großer Unterschied, ob man den historisch wertvollen Aufnahmen die nötige Hochachtung entgegenbringt und sie mit größter Sorgfalt optimal aufbereitet, oder ob man die grottenschlechten, verschmutzten und viel zu dunklen Scans einfach lieb- und lustlos ins Netz schmeißt und sich obendrein mit so fadenscheinigen Ausflüchten aus der Affäre reden will, daß man sie angeblich nicht "verschlimmbessern" will. Einem passionierten und gewissenhaften Bildbearbeiter sträubt sich bei solchen Ausreden das Nackenfell!
Tja, der eine so, der andere so. Für mich sind diese Fotos historische Dokumente und Primärquellen, an denen ich tunlichst nicht oder nur sehr vorsichtig verbessere. Veränderungen von Primärquellen sind in der historischen Forschung tabu, andererseits, wer meint so etwas trotzdem machen zu müssen, kann das gerne für sich im stillen Kämmerlein tun. Ob er dann mit seinen Ergebnissen von der Forschung noch ernst genommen wird, wage ich zu bezweifeln.

--
Markus

Museumsbahnhof Lette im Netz:
[www.bahnhof-lette.de]

Re: ... und so sollte es besser nicht weitergehen!

geschrieben von: ohneEisen

Datum: 14.09.21 20:38

Naja, wenn der Versuch (d. h. natürlich: insbesondere die gelungene Maßnahme!) der Wiederherstellung der ursprünglichen Farben und Kontraste an der Hochachtuing kratzt, dann gute Nacht Forschung.

Niemand muss es ausdrücken wie Ludger, aber gedacht habe ich inhaltlich fast dasselbe.

Gruß aus Köln

Heiner

Re: V 100 2119 wurde in Göttingen fotografiert ?

geschrieben von: erikelch

Datum: 14.09.21 20:59

Hallo zusammen,

bei dem Bild der V 100 2119 vermute ich, dass es in Göttingen aufgenommen wurde, und zwar vom Bw Göttingen P aus in Blickrichtung Hannover.

V 100 2119 kam laut [www.revisionsdaten.de] am 12.07.1963 vom Herstellerwerk Henschel & Sohn, Kassel, fabrikneu zum Bw Göttingen und war dort bis zum 31.05.1969 stationiert; ab dem 01.06.1969 war sie dann beim Bw Hannover beheimatet.

Viele Grüße und bleibt gesund!
erikelch

Re: ... und so sollte es besser nicht weitergehen!

geschrieben von: Emil Oldersum

Datum: 14.09.21 21:52

Wenn ich an alte Papyri oder Urkunden aus dem Mittelalter denke, glaube ich als studierter Historiker im 2. Hauptfach sagen zu können, dass auch diese einer gewissen Verschlimmbesserung vulgo Lesbarmachung unterzogen worden sind. Das dürfte die Aussagekraft wenig verfälscht haben und dürfte auch Fotos aus dem vergangenen Jahrhundert gut zu Gesicht stehen.
Danke für das Heben der Bilder!
Gruß ins Münsterland!
Emil

Lesbarkeit ja, Knallbunt nein

geschrieben von: sukram01

Datum: 14.09.21 22:00

Emil Oldersum schrieb:
Wenn ich an alte Papyri oder Urkunden aus dem Mittelalter denke, glaube ich als studierter Historiker im 2. Hauptfach sagen zu können, dass auch diese einer gewissen Verschlimmbesserung vulgo Lesbarmachung unterzogen worden sind. Das dürfte die Aussagekraft wenig verfälscht haben und dürfte auch Fotos aus dem vergangenen Jahrhundert gut zu Gesicht stehen.
Danke für das Heben der Bilder!
Gruß ins Münsterland!
Emil
Guten Abend Emil, und genau dieser Forderung komme ich nach, in dem ich die Belichtung der unterbelichteten Fotos um einen einheitlichen Betrag anhebe. Das verbessert in der Tat die Lesbarkeit der Fahrzeugaufschriften und damit sollte es auch gut sein. Ich bin nämlich der Meinung, dass man knallbunt der heutigen Zeit überlassen und man andererseits den Fotos ihr Alter ansehen sollte, denn sonst sind es keine historischen Fotos mehr.

--
Markus

Edit: Titel

Museumsbahnhof Lette im Netz:
[www.bahnhof-lette.de]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.21 22:01.

Re: ... und so sollte es besser nicht weitergehen!

geschrieben von: Zaubermark

Datum: 14.09.21 22:10

Hallo Emil

das ist sicher richtig, aber kein Mensch käme heutzutage auf die Idee, bei der Transkription und Herausgabe meinetwegen beispielsweise von Mozart-Briefen an der originalen Orthographie und Stilistik etwas abzuändern und es in eine zeitgemässe Form zu bringen, nur weil es die Leserschaft des 21. Jahrhunderts dann bequemer hätte.
Daher kann ich die Bedenken von Markus in etwa nachvollziehen.

Viele Grüsse von Mark
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.21 22:11.

Re: Um "einen einheitlichen Betrag" Wie bitte?

geschrieben von: sukram01

Datum: 14.09.21 22:24

Ganz einfach: Im Linux-Bildbearbeitungsprogramm "GIMP" gibt es einen Menüpunkt "Belichtung", mit dessen Hilfe man das zu bearbeitende Bild heller oder dunkler machen kann. Das wird dort über Schieberegler verwirklicht, die mit einer linearen Skalierung gekoppelt sind - will heißen: je mehr man das Ding in Richtung "heller" verschiebt, um so größer wird eine angekoppelte Zahl und ich habe diesen Wert auf nach einigen Versuchen 0,67 festgelegt.

--
Markus

Museumsbahnhof Lette im Netz:
[www.bahnhof-lette.de]

Re: Um "einen einheitlichen Betrag" Wie bitte?

geschrieben von: ohneEisen

Datum: 14.09.21 22:34

Genau das bei diesem "Gimp" sehe ich unter anderem als das echt Allerletzte an und werde dies in einem Thema am Freitag in einem Beitrag zur Eröffnung der Dovrebanen am 17. Sept. 1921 nebenher, sofern nicht andere Dinge dort den Vorrang haben, versuchen einzuflechten.

Gruß aus Köln (keinesfalls ein unfreundlicher)

Heiner

Paretoprinzip

geschrieben von: sukram01

Datum: 14.09.21 22:55

Hallo Heiner, selbstverständlich kann man alles in die Perfektion treiben, aber ich persönlich mache so etwas nicht. Ich halte es statt dessen mit dem Paretoprinzip: Diesen Prinzip besagt,

Zitat
[...] dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse erfordern mit 80 % des Gesamtaufwandes die quantitativ meiste Arbeit.
Will also heißen: GIMP liefert mir ein Werkzeug, das vielleicht nicht perfekt ist, aber mit überschaubaren Aufwand ein brauchbares Ergebnisse liefert.
Um jetzt aber auf den Ursprung des Disputes zurückzukommen: Der besagte Nachlass beinhaltet 360 Dias und die werde ich garantiert nicht in der geforderten Perfektion bearbeiten.

--
Markus

Museumsbahnhof Lette im Netz:
[www.bahnhof-lette.de]

Re: Paretoprinzip

geschrieben von: WHA

Datum: 14.09.21 23:05

Moijen Markus,

aber es stellt sich schon die Frage, wem diese abgesoffenen Bilder etwas bringen. Welchen Nutzen hat die "Au­then­ti­zi­tät der historischen Quelle" unter diesen Umständen? In den viel zu dunklen Bereichen kann niemand etwas (Details) erkennen.

Beste Grüße
Wolfgang

"Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen" - Plato

Wie bitte?

geschrieben von: ludger K

Datum: 14.09.21 23:07

Erst durch die sorgsame Restaurierung in den Originalzustand gewinnt das Bild den ihm gebührenden Wert. Hier drei Beispiele:

000 - Lok 206 vor der Kohlenstraße 1965a.jpg

051a KMS-280.jpg

12138397_525874927571419_1602483022884182834_o.jpg


Im ursprünglichen Gammelzustand hätten die Bilder niemals eine Chance auf eine Veröffentlichung gehabt und wären wohl längst in der Tonne gelandet, aber durch die liebevolle und sorgfältige Aufbereitung bekommen sie einen Wert und ihre historische Bedeutung kommt voll zur Geltung.

Man stelle sich vor: Eine total verrostete Lok kommt ins Museum. Wird sie in diesem völlig maroden Zustand in die Ausstellung gestellt, so daß man sie in ein paar Jahren zusammenfegen müßte? Nein! Wer geht schon gern in ein Museum und schaut sich Rosthaufen an? Die Lok wird sorgfältig und originalgetreu restauriert, so daß der Besucher einen Eindruck bekommt, wie die Lok in Jugendjahren aussah. Würde man im Wachsfigurenkabinett eine Nachbildung von Winston Churchill ausstellen, die ihn im heutigen Zustand zeigt? Nein! Man würde ihn so zeigen, wie er zu Lebzeiten aussah. Und was ist mit den Restauratoren, die ein uraltes Gemälde im Gewölbe einer Kathedrale wieder in den Ursprungszustand versetzen? Werden die jetzt arbeitslos?

Ein ähnliches Desaster gibt es bei der Eisenbahnstiftung: Etliche Bilder wurden vor vielen Jahren mit einem schlechten Scanner und/oder von reichlich unfähigen Leuten gescannt, die heute nicht mehr erreichbar sind. Die Originale sind nicht mehr greifbar, weil sie jemand mitgehen lassen hat oder sie unauffindbar sind. Verfügbar sind lediglich die vollkommen unbrauchbaren Gammelscans, und die kann man schlichtweg in die Tonne kloppen.

Wenn man weder Lust noch Ahnung von einer fachgerechten und dem hohen historischen Wert der Aufnahmen angemessenen Aufbereitung hat, dann sollte man die Finger davon lassen!
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Museumsbahnhof Lette im Netz:
[www.bahnhof-lette.de]

Re: Tut mir leid, aber da kommen wir nicht zusammen.

geschrieben von: ludger K

Datum: 14.09.21 23:19

Das weiß ich nicht erst seit heute. Für ein derartiges Verhalten habe ich absolut kein Verständnis!

Nicht einmal der Hinweis, daß die ÖBB-Loknummern mit Punkt geschrieben werden, fällt auf fruchtbaren Boden. Das nenne man wohl "lernresistent".



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.21 23:25.

Re: Wie bitte?

geschrieben von: Zaubermark

Datum: 14.09.21 23:39

Hallo Ludger,

ludger K schrieb:
Und was ist mit den Restauratoren, die ein uraltes Gemälde im Gewölbe einer Kathedrale wieder in den Ursprungszustand versetzen? Werden die jetzt arbeitslos?
Bei allem Respekt, aber kein verantwotungsvoller Restaurator wird sich heutzutage noch daran versuchen, ein uraltes Gemälde 1:1 in den Ursprungszustand zurückzuversetzen, man wird allenfalls versuchen, Patina und Schichten von Russ und dergleichen zu entfernen und vorsichtig verlorengegangen Dinge zu ergänzen. Kein Mensch wird heutzutage mehr an einem originalen Stein- oder Walter-Hammerklavier das Furnier an abgegriffenen Stellen erneuern, nur damit das Instrument wieder wie neu dasteht und die Optik auf Hochglanz getrimmt ist.

Das ist so in etwa, wie wenn man eine aus heutiger Sicht katastrophale Einspielung einer Haydn- oder Mozart-Sinfonie unter der Leitung von Karajan oder Böhm, wo alles auf Hochglanz poliert ist, mit entschlackten und entstaubten Interpretation von Hogwood, Pinnock oder Harnoncourt vergleicht.
Die Zeit ist nicht stehen geblieben.


Viele Grüsse von Mark



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.21 00:17.

Re: Die Zeit ist nicht stehen geblieben.

geschrieben von: ohneEisen

Datum: 14.09.21 23:49

Das gewiss nicht. Doch mitunter bewegen sich ganze Welten in fragwürdige Richtungen.

1999 oder 2000 wurde ich von einem Aufseher im Berliner Museum für Verkehr und Technik körperlich angefallen. Dieser Wärter hatte sich an unsere Fersen geheftet, nachdem er gewahr wurde, wie ich zu einem Freund zugegeben wiederholt eine Kritik an der Aufbereitungsart diverser Objekte geäußert hatte.

Diese "Authentizitäts"-Dogmen kann man zwar mit Gründen kritisieren, läuft dabei aber Gefahr, dass einer versucht, einem was auf die 12 zu geben.

Das Ganze kommt mir verkehrt vor.

"Hochachtung": Wenn ich das lese, geht alles auf Alarm. Tut mir Leid.

Gruß aus Köln

Heiner



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.21 00:11.
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -